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am 14. Juli 2014
Endlich eine gute Harrsion-Biographie. Graeme Thomson, Musik-Journalist und Verfasser der ausgezeichneten Kate Bush-Biographie, hat sich nun intensiv mit George Harrison befasst und die meiner Meinung nach bislang beste Biographie über den Ex-Beatle geschrieben, die wirklich jede Seite und jeden Abschnitt seines Lebens beleuchtet. Von der Kindheit und Jugend über die sattsam bekannten Beatles-Jahre, die hier einen angemessenenen, aber nicht überlangen Teil einnehmen, bis zu seinem Ende wird alles ausgewogen behandelt. Etliche Gefährten Harrisons kommen zu Wort, es wird mit vielen bis heute bestehenden falschen Meinungen aufgeräumt, z.B. dass Harrison und Lennon sich besonders nahe gestanden hätten. Insbesondere wird deutlich, dass Yoko Onos "Erinnerungen", sei es in Scorseses Film "Living in the Material World" oder auch in der Anthology-Reihe, nicht viel Wert beigemessen werden darf.
Thomson beschäftigt sich durchaus kritsich mit Harrison und zeigt seine beiden Seiten, hält aber stets die kritische Distanz, so dass er Harrison weder in den Himmel lobt noch demontiert. Allerdings finde ich persönlich, dass er die Solo-Alben ab Dark Horse zu negativ bewertet, aber immerhin beschäftigt er sich auch mit diesen ausführlich. Im Film "Living in the Material World" kamen diese Alben ja kaum vor. Es wird auch deutlich, mit was Harrison seit seiner Beatles-Zeit zu kämpfen hatte, , die Ängste, die Sucht, die aufreibenden Prozesse, die ihn fast finanziell ruiniert hätten, das Beatles -Trauma, das gespannte Verhältnis zu McCartney und Ono usw - alles sehr viel ausführlicher als in Scoseses Film. Und -wie ich glaube - der Wahrheit näher.
Da Harrisons Leben für den Aussenstehenden nicht immer spannend war (Leidenschaft für Autorennen; spirituelle Suche, HandMade Films), kommt es zu Längen im Buch, auch eine leichte Redundanz macht sich bemerkbar. Insgesamt ist das Buch aber jedem Beatles- und jedem Harrsion-Fan, dem im zweiten Teil von Scorseses Film etwas fehlte, zu empfehlen. Harrison als Mensch, zerrissen zwischen spiritueller Suche und weltlichen Verlockungen, sein trockener, oft verletzender Witz, seine Enttäuschung und seine Wut, seine Sturheit, und Harrison als Musiker, all das wird hier so klar wie nirgends sonst. Schade, dass "Behind the locked door" bislang nicht auf deutsch erschienen ist.
Etliche schwarz-weiß Fotos und ein sinnvoller Index runden das Buch ab.
Ebenfalls empfehlenswert ist Simon Lengs Buch "While my guitar gently weeps - the music of George Harrison".
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am 26. Dezember 2013
Wer von der interessanten, aber unausgewogenen Scorsese-Dokumentation "Living in the Material World" enttäuscht ist, weil Georges Solojahre viel zu kurz kommen oder weil die dunklere Seite seines Wesens nur sehr kryptisch und in Anspielungen erwähnt wird, dem sei diese fantastische Biographie ans Herz gelegt. Graeme Thomson hat schon sehr gute Bücher über Kate Bush, Elvis Costello und den späten Johnny Cash geschrieben, aber hier legt er sein Meisterstück vor.

Obwohl ich mich seit Jahrzehnten mit George Harrisons Musik beschäftige, konnte ich immer noch viele Details finden, die ich noch nicht kannte. Die Recherche ist also der erste Pluspunkt für dieses Buch. Aber die eigentliche Stärke besteht in etwas anderem, nämlich in der phänomenalen Fähigkeit Thomsons, Leben und Musik Harrisons in einen größeren Kontext zu stellen, zu perspektivieren und zu bewerten. Vor allem der letzte Punkt könnte kritisch werden, wenn zu viel Subjektivismus einfließt. Aber dies vermeidet Thomson, der stattdessen versucht, seine Einschätzungen in den Rahmen von Musikgeschichte, sozialer Welt und Charakterstudie zu stellen. Seine Folgerungen, z. B. über den symbolischen Wert des "Concert for Bangla Desh" für die 70er Jahre, sind brillant, und es ist schon bezeichnend, dass es nur ein winziges Detail im gesamten Buch ist, das mich überhaupt zu Widerspruch angeregt hat (s. u.). Selbst als Fan kann man die fairen Urteile Thomsons an jeder Stelle nachvollziehen, stets behält er das Ganze im Auge. Dies unterscheidet ihn von Andreas Rohde, der in seinem Buch "George Harrison solo. Eine musikalische Biographie" (2013) ein - besonders in Hinblick auf die Studioarbeit - immenses Wissen vorlegt, das aber in Einzelheiten zersplittert ist. Außerdem kann Thomson viel besser schreiben! Stets findet er den präzisen Satz, der den Sachverhalt am besten trifft. Druck- oder technische Fehler habe ich in meinem Download keinen einzigen gefunden.

Kurz: was für eine tolle Leistung! Meiner Meinung nach die überhaupt beste Publikation zu George Harrison als Beatle und Solist. Ich hoffe, Buch und Download werden bald auch auf Deutsch erhältlich sein. 6 Sterne!

Ach ja, mein kleiner Einwand betrifft das erste Stück auf "All Things Must Pass", das Thomson für verzichtbar hält. Aber ist jemals ein Album schöner eröffnet worden als mit der Bitte:
Let me in here
I know I've been here
Let me into your heart.
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