Jeans Store Hier klicken Strandspielzeug b2s Cloud Drive Photos OLED TVs Learn More designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
1
4,0 von 5 Sternen
5 Sterne
0
4 Sterne
1
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 15. Januar 2014
george szell gehörte neben fritz reiner in chicago zu den grossen dt.-ungarischen orchester-
erziehern des nachkrieg-amerikas, den grossen dirigenten des vergangenen jahrhunderts,
die massstäbe setzten und aufnahmen einspielten, die heute noch bestand haben.
Sinfonien 9 "aus der Neuen Welt" & 8Mahler:Symphonies No.4 & No.6
Leon Fleisher Plays Beethoven and Brahms Concertos
szell prägte eine orchesterkultur, die im heutigen cleveland nur noch nostalgisch beschwärmt
werden kann, und einen klangkörper höchster spieltechnischer präzision, der keine spiel-
launen duldete und kein na-mei-schlampertum einer k.k.-provenienz.
dies hört man auch dem vorliegenden beethoven-zyklus an, der von ende der 50er- bis
mitte der 60er-jahre eingespielt wurde.
die einspielung lag als >essential classics< im cd-format vor jahren auch schon zur be-
reicherung des digitally-remastered-marktes vor.

szells beethoven klingt unbestechlich-unverzärtelt objektivistisch, klar und präzise arti-
kuliert, quasi interpretations-frei, nüchtern und von bestechender metrischer konsistenz,
bei moderaten, eher zügigen tempi.
weniger überzeugend sind die schwerfälligen menuetti, die >con brio e >vivace sätze
klingen z.t. auch arg kontrolliert, musikalisch nicht frei-bewegt.
die >eroica< jedoch hat wirklich durchformulierte stringenz und grösse, bei aller metrischen
präzision, aber dynamischen expression.
dagegen klingen die tänzerisch-rhythmisch wie humoristisch-geistvoll inspiriert-'leichten'
sinfonien nos. 7-8 wie streng-executierte philharmonische hausarbeit.
a mixed-bag, also, jedoch nach wie vor hörenswert.
die auch klangtechnisch durchaus noch akzeptable befindlichkeit, muss man jedoch
heutzutage am stand der beethoven-interpretation ralativieren:
nach all den originalklang-auslegungen und zumal den hist.-spieltechnischen entwicklungen
der letzten 20(!)jahre klingt szells beethoven doch etwas freudlos-didaktisch bemüht,
allemal eher leidenschaftslos beherrscht und dem hist. beethoven-bild somit auch weniger
adäquat.
ein hist. dokument, durchaus auch klanglich noch eindrucksvoll, jedoch nur bedingt als
statement lebendiger beethoven-interpretation.
11 Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Benötigen sie kundenservice? Hier klicken