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am 28. Oktober 2013
Mit der Wiederveröffentlichung dieser allzu lang vergriffenen Aufnahmen tut Sony all denjenigen, die schon immer auf der Suche nach exemplarischem Klavierspiel der Werke Sergej Prokofieffs waren, einen unschätzbaren Gefallen. Was Yefim Bronfman sowohl aus den Sonaten als auch den Konzerten herausholt, hat schlicht Referenzcharakter.
Mit Hilfe einer klugen Herangehensweise an diese Werke gelingt Bronfman die so schwer zu erreichende Balance zwischen dumpfen, kriegerischen Klängen und nachdenklich-heiteren Passagen, die die Doppelbödigkeit in Prokofieffs Kompositionen nun einmal ausmachen. Die unbändige, aber wohldosiert eingesetzte Kraft im Spiel Bronfmans tut den schwer zugänglichen Werken ungemein gut (und hat selbst übrigens den niederlänfischen Romancier Cees Nooteboom in seinem Roman "Allerseelen" zu Lobeshymnen veranlaßt). Spärlich eingesetztes Pedal und eine blitzsaubere Artikulation, die auch in den flinkesten Passagen immer noch akkurat gelingt, heben diese Einspielungen weit aus der Masse heraus. Nehmen wir beispielsweise die selten zu hörende 4. Sonate: im düsteren Kopfsatz gestaltet der Interpret einen derart zwingenden Spannungsbogen, daß der grundsätzlich sehr trist wirkende Satz niemals an Spannung verliert und das bittersüße Element in der Tonsprache stets gewahrt bleibt. Der noch trostlosere mittlere Satz pocht schwerfällig vor sich hin, doch angesichts der sorgsam herausgearbeiteten Mittelstimmen wird der Satz nicht eine Sekunde langweilig. Wenn der Satz schließlich nach durchlittenem Leiden in tiefsten Lagen im Nichts verklingt, könnte man meinen, der Komponist habe das Werk schon abgeschlossen. Wie schwierig ist es da für den Pianisten, den denkbar größten Kontrast im Finale noch auf die Tastatur zu zaubern - für Bronfman scheint dies indes keine nennenswerte Prüfung darzustellen. Mit ungeheurer Wucht, akribischer Technik und schneidender Artikulation fegt Bronfman die Trauerstimmung beiseite und läßt den Hörer in etwa so ratlos zurück wie nach dem Finale in Mahlers 7. Symphonie. Die klug durchdachte dynamische Balance sowie das untrügliche Gespür für die Struktur der hier eingespielten Werke sind die Tugenden, die Bronfmans Spiel kennzeichnen. Natürlich mag es in Einzelfällen noch herausragendere Einspielungen der Sonaten geben (6: Pogorelich, 7: Pollini, 8: Richter), aber in der Gesamtheit ist diese Aufnahme kaum zu toppen. Der hoch gelobten Einspielung von Bernd Glemser (Naxos) läuft diese Box meiner Meinung nach jedenfalls ganz klar den Rang ab.
Auch die Konzerte könnten kaum idiomatischer dargeboten werden; Bronfman kommt hier allerdings nicht nur sein eigenes Gespür für Prokofieff zugute, sondern auch das des Dirigenten Zubin Mehta. Die gleichen Tugenden, die Mehtas etwa zur selben Zeit entstandenen Aufnahmen der beiden Chopin-Konzerte mit Murray Perahia auszeichneten, kommen auch hier bestens zur Geltung: eine höchst transparente Stimmführung in dem oftmals gar nicht so wuchtig gesetzten, sondern oft nur so interpretierten Tonsatz läßt Details erahnen, die bei anderen Einspielungen im allgemeinen untergehen - am deutlichsten wird dies in den heiteren Konzerten Nr. 1 und 3. Mehtas Dirigat und Bronfmans Darbietung zeugt von stimmiger Chemie zwischen den Künstlern und unbändiger Spielfreude. Das Ergebnis ist als nahe der Perfektion zu bewerten und hat sich sofort an die Spitzenposition meiner Gesmataufnahmen dieser Konzerte gesetzt.
Wenn man dann noch die makellose Klangqualität berücksichtigt, steht einer Kaufempfehlung weder von künstlerischer noch von akustischer Seite etwas im Wege. Prokofieff-Kenner können im Grunde nicht ohne diese Box auskommen!
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am 20. Juli 2016
in dieser günstigen box befinden sich alle klavierkonzerte ind sonaten von prokofiev,yefim bronfman überzeugt auf der ganzen linie ,leider gibt es kein booklet deshalb nur 4 sterne für freunde der musik von sergej prokofiev aber zu empfehlen
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TOP 500 REZENSENTam 14. August 2014
Die (Klavier-) Musik von Prokofieff ist vielfach wenig bekannt - sieht man von den Klavierkonzerten 1 (noch sehr dem klassizistischen Ideal verpflichtet) und 3 (hochvirtuos) ab. Ansonsten werden Konzerte wie Sonaten eher sporadisch auf die Spielpläne gesetzt, warum auch immer.
Dabei ist ein Kennenlernen dieser Werke absolut empfehlenswert. Die Werke sind von hoher Qualität, je später, desto komplexer in ihrer Form- und Klangsprache. Vielfach bedient sich Prokofieff einer zunehmend perkussiven Klangsprache, vielfach dissonant aufgebrochen, mit immer wieder betörend schönen, melodischen Einwürfen.
Bronfman gelingen hier sehr überzeugende Einspielungen: natürlich verfügt er über die nötigen virtuosen Fähigkeiten (und hier ist der Pianist sehr gefordert), aber er schafft es auch, die Werke überzeugend zu gestalten, Spannungsbögen aufrechtzuerhalten, neben dem "Tastendonner" auch den leisen Passagen viel Raum zu lassen und alles zusammen zu halten. Bronfman überzeugt auch mit differenziertem Anschlag und farbenreichem Spiel.
Wie oft bei Gesamteinspielungen mag es im einzelnen überzeugendere Versionen geben (v.a. für das dritte Klavierkonzert z.B. Argerich, für einzelne Sonaten z.B. S. Richter), aber in der Gesamtheit überzeugt diese Zusammenstellung absolut, wird doch durchgängig auf hohem Niveau musiziert - entsprechendes Lob auch an Z. Mehta in den Klavierkonzerten.
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