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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
5
Falling Bough Wisdom Teeth
Format: MP3-Download|Ändern
Preis:6,99 €

am 27. Oktober 2013
Eigentlich könnte man hier mehrfach einen falschen Eindruck bekommen.
Letztens gabs dies Album noch für nen Fünfer zur Wochenendaktion,
und nun sogar für 0,00 EUR - was kann das schon sein?

Nun, es ist zumindest kein Post-Metal, wie man aufgrund des Bandnamens vermuten könnte.
Vielmehr handelt es sich um abwechslungsreichen Indierock, der überraschend gut zu gefallen weiß.

Die Band wurde 2007 in Kalifornien gegründet und hat schon mehrere Preise abgeräumt.
Man klingt irgendwie auch eher europäisch als amerikanisch.
Nach zwei EPs ist dies hier nun das Debutalbum.

Der Gesang erinnert mich häufig an Radiohead und die Musik gelegentlich mal an das Debut von Portugal.The Man Waiter: You Vultures!,
zu anderen Zeiten aber auch an ältere David Sylvian Sachen Secrets Of The Beehive, aber das sind nur grobe Anhaltspunkte.
Die Instrumentierung reicht von folkig-sparsam bis hin zu Bläsersätzen, groovigen Tribaldrums und sich auftürmenden E-Gitarren.
Klavier ist eigentlich meistens zu hören, aber sehr dezent und überhaupt nicht nervig eingesetzt.
Die Stimmung der Songs geht von melancholisch über freundlich auch mal zum leicht Psychedelischen hin.

Anders als viele angebliche Alternative- und Indie-style Bands heutzutage, versucht die Band ihre Musik nicht auf Verbiegen und Zerbrechen
über Teeniekompatibilität in die Chartstauglichkeit zu pressen. Sie nimmt sich auch schon mal die sechseinhalb Minuten Zeit,
zu denen ein Song organisch gewachsen ist, und das bekommt der Mucke ausgesprochen gut.

Die Platte ist wirklich sehr angenehm zu hören; normalerweise ist mir sowas zu langweilig, gerade, wenn die Hooklines ein wenig fehlen,
aber das machen Kiev mit ihrer Liebe zum Detail wett, die durch die ausgearbeiteten Details und die guten Ideen zu keiner Zeit
Langeweile aufkommen läßt.

Zweifler, schnappt Euch das Teil, solange es für umme ist, und die Fans der angesprochenen Bands/Richtungen sowieso (auch wenns wieder was kostet)! ;D

In diesen Herbst passt die Musik bisher ausgezeichnet!
6 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 16. März 2015
Man kann "The Walking Dead" ja vieles nachsagen, aber über den Musikgeschmack der Produzenten lässt sich schwerlich streiten. Immer wieder schaffen sie es, mir Bands nahe zu bringen, die mir sonst vermutlich nie aufgefallen wären. Nach Wye Oaks "Civilian" und der dazu gehörigen ebenso grandiosen Platte sind es diesmal Kiev mit ihrem Erstling.

Musikalisch ist die Musik irgendwo zwischen Radiohead und den österreichischen Steaming Satellites angesiedelt. Immer wieder kommt mir die Assoziation zum Spacerock, aber auch das trifft den Musikstil der Band nicht vollkommen. Neben der klassischen Indierock-Instrumentierung werden auch ungewöhnlichere Instrumente wie Bläser und, mal mehr, mal weniger elektronische Klänge eingesetzt. Die Platte selbst ist dann nach einem relativ einfachen Strickmuster aufgebaut. Als Start und gleichzeitig Ruhepol zwischen den Songs dienen längere, sehr ruhige Songs und Instrumentalstücke, die unterbrochen werden von den Stücken, welche das eigentliche Herzstück der Platte bilden. Dies läßt sich gut an "Pulsing: Cough Focus" zeigen, dem ersten Titel der Platte, der einen zunächst auf eine falsche Fährte lockt, wohin die Band den Hörer führen möchte. Denn nach diesem gemächlichen Beginn geht es direkt los mit dem ersten Knaller der Platte, dem Titel "Ariah Being", welcher das eigentlich Marschtempo der Band vorgibt. Nichts mit ruhig, kannste knicken! Stattdessen einfach unglaublich treibende, begeisternde Musik. Und genau das zieht sich dann die gesamte Platte durch und fast immer auf unglaublich hohem Niveau. Ein Glück, dass die Band einem die erwähnten Ruhepausen gönnt, man wäre vermutlich am Ende zu erschöpft um die Repeat-Taste zu drücken.
Absolutes Highlight der Platte ist übrigens "Drag Bones", ein Titel, der einen nicht still sitzen lässt und mit seiner stärker elektronischen Grundausrichtung vor sich hertreibt, wie der Bauer die Kuh. Weitere Highlights: "Ariah Being", "Animals in Garden", "Be gone dull cage", "3rnd"
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am 11. Mai 2015
Ich lernte Kiev über eine Gratisplattform kennen, war von den dort angebotenen fünf Stücken dieses Albums so begeistert, dass ich die LP einfach haben musste. Etwas vereinfacht ausgedrückt, hört man hier vier überdurchschnittliche Musiker - vor allem eine sensationelle Rhythmusgruppe - auf einer Gratwanderung zwischen Jazzrock und Radiohead. Seit ich dieses Album bekam, das aus einem Guss und ohne einen einzigen Ausfall daherkommt, höre ich kaum etwas anderes und entdecke bei jedem Hören ein neues Detail.

Die vier Teile von "Pulsing", verbunden durch sparsame, häufig auf einer geloopten Phrase basierende Arrangements und - anders als die restlichen Stücke - rhythmisch einfacher und experimenteller, sind über die gesamte Platte verteilte Kontrapunkte zu den treibenden, oft in einem fast schon ekstatischen Refrain mündenden Stücken wie "Ariah Being" oder "Drag Bones".

"Pulsing: Cough Focus", mit dem das Album beginnt, gründet auf einer einfachen Gitarrenmelodie, die später vom Bass aufgenommen und von den Bläsern gleichsam geerdet wird. Ausgangspunkte von "Pulsing: Tired Lungs" sind Schellenkranz und Klavier, dazu ein geloopter Schlag auf den Gitarrenkörper; ebenso wie "Pulsing: Wisdom Teeth" erinnert es musikalisch an David Sylvians "Gone To Earth", das sich in den späten Achtzigern ebenso einer Kategorisierung entzog wie Kievs Album heute. Die Grundlage von "Pulsing: Home Now" wiederum ist eine frickelige Gitarrenmelodie, die schließlich versiegt und den Kreis des Albums schließt.

Dazwischen jagt ein Höhepunkt den nächsten:
"Ariah Being", das genaue Gegenteil von "Pulsing: Cough Focus", beginnt mit Trommelwirbel und bleibt drumlastig, ist zunächst zurückhaltend (Strophe) und steigert sich dann über eine langgestreckte, von den Bläsern getragene und vom Bass halb mitgespielte jazzige Melodie in in eine wilde, pumpende, dampfende, orchestrale Masse.
"Solving and Running" trägt die synkopische Bassfigur, die vom treibenden Schlagzeug in einen hymnischen Refrain begleitet wird, in dem die hohe Stimme von Robert Brinkerhoff mit am besten zur Geltung kommt.
"Falling Bough" dagegen wird fast ausschließlich von Bass und Schlagzeug getragen, die hier perfekt ineinandergreifen und von elektronischen Elementen unterstützt werden.
Auf "Tube Orms" klingen Brinkerhoffs langgezogenen Melodiebögen zunächst am ehesten wie die Thom Yorkes, dann driftet das Stück auf einmal in eine Art Funkrock ab, und kehrt über einen experimentellen und einen indierockigen Teil schließlich zum Refrain zurück, der voluminös gesteigert wird. Hier zeigt sich die Kunstfertigkeit der Gruppe beim Arrangieren der Stücke am eindrucksvollsten.
"Drag Bones" geht von Handclaps aus und paart dann Jazz, Funk und Rock, erneut mit einem hymnischen Refrain, aber auch mit leiseren Abschnitten.
"Animals in Garden" ist das zweite Stück, das vom Gesang her sehr an Radiohead erinnert, musikalisch aber wesentlich weitere Bögen schlägt und vor allem funkiger ist, als man es von einzelnen Radiohead-Stücken gewohnt ist.
"Trees are Trees" ist dann ein jazziger Dubreggae mit einem wunderbar langgezogenen Refrain.
Auch "Be Gone Dull Cage" steigert sich im Verlauf der mehr als sechs Minuten, die es dauert, zu einer Hymne, und der Bonustrack "3rnd" hat ebenfalls nichts Gewöhnliches an sich.

Leider ist dieses unfassbar gute Debüt in Europa fast unbemerkt geblieben. Ich lege es allen ans Herz, die von Musik an neue Orte gebracht werden möchten, statt im Bekannten zu verharren. Dies ist mein Album des Jahrzehnts. Meine einzige Sorge ist, dass ich mir nicht vorstellen kann, wie ein Nachfolgealbum das hier zu Hörende überbieten könnte.
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am 5. Dezember 2013
Rockalbum mit grooviger Abwechslung das Spaß macht . Kannte die Band vorher nicht, werde ich weiter beobachten. Absolut gelungene Überaschung.
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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am 9. November 2013
Ein tolles Album! Für Autofahrten ist das ein unschlagbar gutes Album. Kann ich nur empfehlen.
Und bei dem Preis kann man nicht viel falsch machen.
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