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am 31. Januar 2016
John Miltons episches Gedicht aus dem Jahre 1667 erzählt die Geschichte des gefallenen Engels Luzifer und seine Rache an dem Allmächtigem in dem er Adam und Eva zum Sündenfall verführt. Das Buch ist in 12 "Gesänge" (Kapitel, Bücher) unterteilt und in Versform geschrieben. Der Fokus liegt auf der Schöpfungsgeschichte und enthält stellenweise viel Loblied auf den "Schöpfer" und ist verständlicher Weise von religiöser Natur.

"Das verlorene Paradies" ist kein Buch zur Unterhaltung, welches man mal eben runterlesen kann. Ich konnte es nur Stück für Stück lesen, wobei ich mich quasi von "Gesang" zu "Gesang" vorgearbeitet habe. Warum habe ich es aber mit Miltons Werk versucht? Die Sprache und der Hintergrund von "Das verlorene Paradies" haben mich sehr interessiert und nach einem kurzen Durchlesen, um zu testen, ob ich mit der Schreibart klar kam, war es für mich kein Problem dem Inhalt zu folgen. Dennoch muss man sich konzentrieren und bewusst die Verse lesen.

Der erste Gesang (das erste Kapitel) dieses Buches war für mich persönlich ein richtiges Highlight, wobei alle Gesänge / Kapitel sprachlich ein äußerst hohes Niveau vorweisen. Der Fall des Satans ist faszinierend und wortgewaltig beschrieben und zog mich sofort in den Bann. Auch die darauf folgenden Gesänge, als Satan die Hölle verlässt, lösten bei mir Faszination aus. Faszination, da ein Autor aus dem 17ten Jahrhundert es bis heute schafft mit seiner Sprache, gewaltigte Bilder zu schaffen.

Je mehr man sich jedoch dem Sündenfall nähert, Adam&Eva, der Schöpfung, desto mehr ließ bei mir das Interesse nach, was vermutlich daran liegt, dass die "Story" bekannt ist und an die Bibel erinnerte. Die letzten Gesänge fallen einem deutlich schwerer zu lesen, als es am Anfang noch der Fall war, auch vermutlich weil man Stil einfach nicht gewöhnt ist. Dennoch finde ich, dass es sich lohnt sich an dieses Werk zu wagen, auch wenn meine Lesefreude eher bei den ersten Kapiteln lag und zum Ende deutlich abnahm.

Die Ausgabe selbst ist sehr schön und mit Illustrationen von Gustav Doré versehen. Hinter jeder Zeichnung stand eine Zeile auf die sich das Bild vermutlich bezieht, was mir persönlich sehr gefallen hat. Mein Fazit: Wer mit der Versform und alter Sprache nichts anfangen kann, sollte dieses Werk lieber meiden. Klassikerliebhaber und Leser, die ihren Lesehorizont erweitern wollen, finden in "Das verlorene Paradies" sicherlich ein literarisches Schmuckstück.

"Besser ist der Hölle Herr, als des Himmels Sklave."
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am 6. November 2014
Ich hatte mir das Buch für meine Bachelor-Arbeit bestellt, die sich mit dem Werk von John Milton beschäftigt hat. Es ist vielleicht erstmal etwas schwer in die Sprache rein zu finden, aber nach ein paar Seiten war ich gerade davon regelrecht fasziniert.
Der Sündenfall und der Himmelssturz mal aus einer anderen Perspektive, die sehr erhellend ist und unterhaltsam.
Das sollte wirklich zur Pflichtlektüre im Unterricht werden
Ich kann gar nicht erklären, was das Werk in mir ausgelöst hat. Es ist wunderschön geschrieben und selbst Satan wird nicht als das personifizierte Böse dargestellt, sondern einfach als Gefallener Engel, der voller Eifersucht und Selbstzweifel ist.
Mehr will ich auch gar nicht sagen, denn das muss man einfach gelesen haben.
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am 10. Mai 2013
hier bleibt einem nichts erspart, wer sich darauf einlassen will, wird nicht enttäuscht. ich hatte es mir für die Karwoche bestellt, um einmal das Osterfest von der anderen Seite des Spiegels zu betrachten. danach ging nur noch "Das Evangelium nach Jesus Christus" von Jose Saramago.
3 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 3. August 2017
Ein Klassiker. Sollten auch Atheisten unbedingt lesen, und sei es nur wegen der fesselnd erzählten Geschichte... Laßt euch vom etwas langatmigen Start nich abhalten, weiterlesen!
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am 2. April 2017
und wie das mit dem "gefallenen" Engel war.
Wer sich mal in die religiöse Denke der Altvorderen einlesen will, absolut zu empfehlen.
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am 25. März 2011
Zur Geschichte selbst möchte ich sagen, dass John Milton hier erstaunliches geleistet hat, obwohl er natürlich nicht um die ausgiebige Lobpreisung Gottes herumkommt schafft er ein für die Verhältnisse seiner Zeit bemerkenswert genaues Bild der wichtigsten Charaktere des christlichen Glaubens. Die Schauplätze und die Handlung werden gut beschrieben, so dass sich der Leser zumindest stellenweise von der Handlung mitreißen lassen kann ( man denke nur an die Himmelsschlacht), auch wenn die Handlung sonst recht langsam voranschreitet.
Interessant finde ich vorallem, dass Milton nicht nur übliche Figuren wie Satan und Beelzebub erwähnt, sondern darüber hinaus auch Gestalten wie Moloch, Belial oder Leviathan, die die Geschichte auf jeden fall interessanter machen auch wenn sie keine große Rolle spielen.

Da ich das Original nicht gelesen habe kann ich nur die hier vorliegende Übersetzung bewerten und finde sie, wie so ziemlich alle Übersetzungen aus dem Englischen ins Deutsche, mittelmäßig bis eher schlecht. Der Satzbau ist meist nur sehr schwer verständlich, wobei auch immer wieder Satzteile weggelassen wurden um das Versmaß einzuhalten, wodurch die Dichtkunst eher weiter verloren geht als das sie erhalten bleibt.
Das Werk ist so schon nicht allzu lang aber hätte ruhig noch etwas kürzer ausfallen können, wie groß und toll Gott ist muss ich nun wirklich nicht so oft hören, insbesondere die Nacherzählung der Erschaffung der Erde und des Lebens ist für meinen Geschmack viel zu ausführlich, da wird das Lesen vor lauter Lobpreisung schon zur Qual.

Dieses Buch ist für jeden zu Empfehlen der sich eine etwas plastischere und alternative Version der Schöpfungsgeschichte zu Gemüte führen will, wobei ich dann doch eher zum englischen Original raten würde.
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am 4. August 2008
Als Freund von unterhaltsamen Büchern habe ich mich an Milton herangewagt und wurde überrascht. Die Geschichte ist in der Lage zu fesseln, obgleich sie dem Leser von heute vielleicht manchmal sehr langatmig und kompliziert geschrieben erscheint. Dennoch ist der Handlungsstrang nicht zu verworren. Wo Dante den historisch nur allgemein gebildeten Leser mit der Detailfülle und den vielen hundert Anspielungen auf politische Themen seiner Zeit manchmal verwirrt, schafft es Milton sich auf das bekannte Thema zu beschränken, was es einfacher macht seinen Ausführungen zu folgen. Allen Käufern der Reclam-Edition, die sich zum ersten Mal und ohne viel Vorwissen auf Milton einlassen möchte ich hier noch etwas ans Herz legen: in der Reclam-Ausgabe ist jedes Kapitel (jeder Gesang) vor Beginn zusammengefasst. Nette Idee, da sie manchmal beim Verständnis hilft, aber keine Geschichte ist unterhaltsam, wenn man Verlauf und Ausgang bereits vorher kennt. Ich fand es interessanter die letzten Gesänge ohne diese Einleitung zu lesen. Vielleicht hilft es ja noch jemandem...
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am 29. August 2010
...sollte man denen überlassen, die Ahnung von Dichtung und Kunst haben (oder zumindest der Meinung sind, sie hätte welche!)
Spätestens seit dem Film "Sieben" sollte man Begriffe wie Dantes "Die göttliche Komödie" oder "Das verlorene Paradie" von John Milton kennen - schließlich haben Bücher wie diese den Serienmörder in diesem Film zu seinen Taten inspiriert.
Sicherlich handelt es sich hierbei nicht um einfache Romantexte, die man mal eben so nebenbei zur Hand nimmt, wenn man gerade nichts besseres zu tun hat und einem langweilig ist. Aber man sollte sich auf jeden Fall die Zeit nehmen, sie in aller Ruhe zu lesen und zu genießen.
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am 9. Februar 2014
Ein Klassiker, gute Übersetzung, das Original ist immer besser, ein guter Start, guter Preis, leider gehen gegenüber dem Papier viele haptische verloren, schlechte Ebook umsetzung
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am 18. April 2009
Der Gott, den John Milton uns in diesem wundervollen Werk beschreibt, der ist ein machtbesessener Herrscher, der nur Gehorsam und Gekrieche um sich duldet. Aufrührer gegen seine Macht verfolgt er gnadenlos und belegt sie mit qualvollen Strafen, an denen er offensichtlich seine Freude hat. So schickt er den freiheitsliebenden Satan, einen seiner angesehensten und klügsten Gefolgsleute, zusammen mit dessen Gefährten in die Hölle und dort in ein ewig brennendes Feuer, als dieser gegen ihn und das ganze Zwangsregime im Himmel aufbegehrt.

Da es hierauf im Himmel wohl etwas einsam geworden ist, schafft sich dieser Gott ein neues Spielzeug, den Menschen. Von diesem verlangt er Anbetung und unbedingten Gehorsam. Der Mensch soll dumm gehalten werden, denn es ist ihm unter Androhung der Vertreibung aus dem Paradies und der Todesstrafe verboten, Früchte vom Baum der Erkenntnis zu essen. Soll Streben nach Erkenntnis, nach Wissen verboten sein, wundert sich Satan. Und so beschließt er: ''Ich will in ihre Herzen das Verlangen nach Wissen pflanzen.'' Damit verhilft der Satan uns Menschen, endlich Mensch zu werden. Dem Gott freilich gefällt dies absolut nicht und er greift zu den angekündigten Strafen: der Vertreibung aus der Unschuld des Paradieses und dem Wissen um die Gewißheit des Todes. Zudem läßt er die ganze Geschichte zur Ursünde werden, unter der heute noch Christen in aller Welt körperlich und geistig leiden und mit der viel Geld zu verdienen ist.

Jede Mitschuld an diesen Ereignissen weist Gott allerdings in einer geradezu surrealistischen Beweisführung weit von sich. Er habe, so seine Aussage, den Menschen doch den freien Willen gegeben, selbst zu entscheiden. Natürlich habe er die Entscheidung vorhergesehen, sei er doch allwissend. Da stellt sich doch die Frage, welche Alternative denn somit der Mensch gehabt hätte?
13 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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