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am 8. April 2015
Komme von der D90 und bin Hobbyfotograph, eigentlich wollte ich mir die D750 für unsere USA Reise anschaffen, die war allerdings wegen des stillen Widerrufs nicht verfügbar, und sie ist es bis heute noch nicht.
Mit der D 610 gelingen einem aber auch fantastische Bilder, die Bildqualität ist bei hohen ISO Werten unglaublich gut, bei ISO 6400 sieht man zwar ein gewisses Rauschen, die Bilder wirken aber trotzdem noch scharf und kontrastreich. Besonders beindruckt bin davon, was man aus dunklen Bereichen oder unterbelichteten Bildern per kostenloser Nikon-Software noch herausholen kann, Schatten und Unterbelichtung sind mit dieser Kamera so gut wie kein Problem mehr!
Nutze das 20mm 1.8, das 50mm 1.8 sowie das Makro 105mm 2.8 damit, keine Probleme gehabt. Beim 50mm ist der Autofokus nicht immer 100ig präzise.
Insgesamt eine Kamera mit einer super Bildqualität und gutem Autofokus. Die D750 soll wohl vergleichbare Bildqualität liefern, hat aber zusätzlich einen besseren Autofokus sowie einige Gadget mit an Bord. Ich bin im Nachhinein froh, dass ich mir die 600€ Mehrpreis für die D 750 gespart habe, der Autofokus an der D610 ist für mich ausreichend, die Gadgets der D 750 braucht man sehr selten.
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am 25. August 2015
Ich habe mit der D610 und der D750 mehr oder weniger gleichzeitig den Wechsel ins Nikon Vollformat vollzogen. Davor fotografierte ich mit der Nikon D7000; die Nikon D7100 kenne ich von zwei befreundeten Fotografen. Statt die Features der D610 an dieser Stelle anzuführen, möchte ich v.a. die Unterschiede im Vergleich zur D750 (die ich ebenfalls besitze) herausarbeiten. Videoaufnahmen spielen für mich keine Rolle.

1. Body:
Die D610 sieht der D7100 zum Verwechseln ähnlich. Bis auf ein paar Tasten an der Rückseite (links), die den Platz getauscht haben, fühlt sich die D610 genau an wie eine D7100. Etwas schwerer, ansonsten gleicher "Plastik-Charme" (ja, ist auch Magnesium dabei) und gleicher Griff, d.h. relativ groß, aber nicht sehr tief, d.h. ich stoße mit meinen Fingern ans Gehäuse. Die D750 ist kleiner, schmaler und leichter (sogar leichter als meine D7000), fühlt sich aber hochwertiger an. Das liegt zum einen am fast gleichen Gewicht im schlankeren Gehäuse (wirkt dadurch massiver), zum anderen ist die Belderung hochwertiger und griffiger. À propos Griff: Der ist bei der D750 schlanker, aber dafür tiefer, man kann den Griff also komplett umschließen ohne an das Gehäuse zu stoßen. Ich finde das angenehmer. Die Kameras trennen keine Welten, aber die D750 fühlt sich von allen genannten am hochwertigsten an und ist (subjektiv gesehen) am angenehmsten zu halten. In der Bedienung fallen eigentlich nur zwei Dinge negativ auf: 1. Über die OK-Taste gelangt man leider nicht (wie bei der D750) in die 100%-Ansicht bei der Bildkontrolle. 2. Wenn man im LiveView-Modus die Blende verändert, wirkt sich das auf das Vorschaubild nicht live aus. Man muss die Kamera bzw. LiveView an- und ausschalten. Der Sucher ist groß und hell - FX eben.

2. Bildqualität:
D610 und D750 liefern exzellente Bilder ab. 24 Megapixel sind für mich 2015 der perfekte Kompromiss aus Reserve (Croppen) und Dateigröße (rund 30 Megabyte bei RAW uncompressed). Beide Kameras stellen durch den Sensor bereits bei kurzen Brennweiten (35mm) und moderaten Blendenwerten (F4) toll frei. Das Rauschverhalten ist hervorragend. Der Vorsprung zu meiner Nikon D7000 liegt bei der D610 bei rund 2 Blendenstufen: Ein ISO800 Bild meiner D7000 rauscht also Ã'hnlich wie ein ISO3200 Bild der D610. Interessant: Meine laienhaften Vergleiche in der Lightroom-100%-Ansicht haben ergeben, dass die D750 der D610 um ca. 1 volle Blende überlegen ist. D.h. dass ein ISO6400-Bild der D750 im o.g. Vergleich mitspielen kann. In vielen Youtube-Reviews bekommt man immer zu hören, dass in der D610 und D750 der gleiche Sensor steckt. Das mag sein, aber irgendwas (vermutlich ein Software-Algorithmus?) wurde wohl verbessert. Der Untschied ist deutlich zu sehen.

3. Autofokus:
Der 39-Punkte AF der D610 ist verschrien. Man liest immer wieder, dass da einfach das DX-Autofokus-Modul der D7000 (damals eine Neuentwicklung mit gewissen Kinderkrankheiten) in den großen FX-Sucher gesteckt wurde. Ganz so stimmt das wohl nicht. Die Abdeckung ist in der Tat erwartungsgemäß klein: Alle 39 Punkte sind sehr mittig angeordnet, das ist aber auch bei der D750 nicht anders, die durch 12 AF-Punkte mehr rundherum ungefähr eine Fokusreihe mehr abdeckt. Das 39-AF-System der D610 ist deutlich schneller und genauer als das DX-Pendant der D7000. Ich konnte Vergleichsaufnahmen bei Kerzenschein anstellen: Wo die D7000 nur noch pumpte, traf die D610. Im Vergleich zur D750 und dem 51-Punkte-AF ist die D610 jedoch schon merklich langsamer und ungenauer, aber immer noch schnell genug und auf alle Fälle zuverlässiger als das DX-Pendant in der D7000.

4. Ausstattung:
Wer eine D7100/D7000 kennt, wird in Sachen Ausstattung bei der D610 nicht überrascht. Weder positiv noch negativ. Es gibt kein WiFi, kein Klappdisplay, keine Vorschau der Blendenänderung im LiveView (die D750 leistet das alles). Dafür gibt es rund 6 Bilder pro Sekunde, einen Leise-Modus (auch im 3 Bilder/Sek.-Serienbildmodus), Bracketing, Blitzmaster usw. Insgesamt eher das Pflichtprogramm. Zugegeben: Die meisten zusätzlichen Features braucht man nicht, aber das entscheidet im Zweifel immer noch das eigene Nutzungsprofil. Für rund 1500,- ist bei der Konkurrenz oft mehr geboten. Gut: Mit dem EN-EL15 Akku hat man den gleichen Akku wie bei D7000/7100/7200, D800/810, DF, D750, D600. Und der Akku hält im Übrigen lange! 700-1000 Bilder sind drin. Interessant: Mit meiner D7000 (gleicher Akku) hielt der Akku noch etwa 1/3 länger. Liegt wohl am kleineren Sensor (?).

5. FAZIT:
Die D610 macht großartige Bilder dank einem tollen Sensor. Das Gehäuse und Featureset entsprechen weitestgehend einer D7100. Der Autofokus ist keineswegs so schlecht, wie er gern gemacht wird. Alles in allem eine solide Vollformat-DSLR. Aber irgendwie stimmt seit dem erneuten Preissturz der D750 das Preisleistungsverhältnis so gar nicht mehr. Für nur rund 300,- mehr (Stand: August 2015) bekommt man mit der D750 eine in allen Belangen überlegene Kamera (ISO, Gehäuse, Ausstattung, Autofokus), wenn man mit dem anders gestalteten Griff klar kommt und die kompaktere Bauweise schätzt. D.h. die beiden Geräte trennt nicht nur das Klappdisplay. Vielmehr ist die D610 eine D7100 mit Vollformatsensor und etwas simpleren Autofokus. Gerade wenn man von einer der besseren DX-Kameras (D7000/D7100) oder gar einer "alten" D700 kommt, fühlt sich das Upgrade für anderthalbtausend Euro doch etwas mager an. Ich habe die D610 gebraucht zu ca. 2/3 des Neupreises als knapp 1 Jahr alte Zweitkamera gekauft. Diesen Preis ist sie allemal wert.

PS: Getestete Objektive: Nikon AF-S 50mm 1:1,4G & 1,8G, Nikon AF-S 85mm 1:1,8G, Tamron 24-70mm 1:2,8 VC USD, Nikon 70-300mm 1:4,5-5,6 VR.
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am 25. Dezember 2013
Anfang 2012 habe ich mir eine Nikon D7000 zugelegt, da ich für den Bereich Konzertfotografie eine Kamera benötigte die auch bei wenig Licht noch akzeptable Bilder macht. Mit meinen vorhandenen Objektiven war ich an Nikon gebunden und da die Neue auch eine vernünftige Videofunktion haben sollte, kam zu diesem Zeitpunkt nur die D7000 in Frage (D600 & D800 waren noch nicht auf dem Markt, D700 hatte keine Videofunktion).

Die Nikon D7000 hat mich auf diversen Touren und großen Bühnen begleitet (zuletzt Max Herre, Klaus Doldinger, etc) und zusammen mit dem Nikon ED AF-S 80-200 00, 1: 2.8D ganz ordentlich gearbeitet.
Für die kleinen Clubs, Backstagebereiche und Tourdoku wo es oft deutlich weniger Licht hat, wünschte ich mir allerdings etwas mehr Lichtstärke und dazu benötigt man derzeit einen FX Sensor

Modellpolitik Nikon:
Was ich benötige, ist eine kleine und robuste DSLR, einfach und schnell zu bedienen, sowohl manuell als auch automatisch mit top Leistung im High Iso Bereich.

Leider bietet Nikon nichts was meinen Wünschen voll entspricht und am Ende ist ein Kauf ein Kompromiss.
- Die Nikon D4 ist einfach zu groß für Tourdoku und Backstage (und im Preis absolute Oberklasse)
- Die Nikon D800 hat deutlich zu viel Auflösung für diese Anwendung und die damit verbundenen Nachteile. Außerdem ist sie auch nicht gerade filigran.
- Die Nikon DF käme dem Ideal sehr nah, hätte sie die Funktionsvielfalt der D610 und die AF-Felder der D4
- Die Nikon D700 ist nur noch gebraucht zu bekommen und hält mit dem Sensor der D610 nicht mit.

Also entschied ich mich zu einer Nikon D610, da sie meinen Wünschen am Nächsten kam.

Nikon D610 vs. D7000
Die Nikon D610 fühlt sich nahezu wie eine Nikon D7000 an (ursprüglich schrieb ich exakt). Die wenigen Millimeter die die D610 größer ist erschließen sich mir kaum lassen sich aber nachmessen. Das überrascht, denn vor einigen Jahren noch war der Leistungwechsel auch in Größe und Gewicht fühlbar. Von DX auf FX war in etwa als wenn man von einer Bohrmaschine auf einen Hilti Bohrhammer wechselt…..das fühlte man nicht nur, das konnte man auch schon von Weitem sehen.

Bei der Nikon D610 kann man also nun behaupten, dass die inneren Werte zählen und auf die werde ich eingehen.
Wichtig für mich ist der High Iso Bereich und damit meine ich Iso 1600 – 6400 in Verbindung mit lichtstarken Objektiven.

Bei der Nikon D7000 habe ich bis ISO 1600 durchaus gute Bilder gemacht und ich finde, dass diese Kamera bis Iso 2000 ganz gut dabei ist – abhängig vom Licht.

Die meisten ISO Vergleiche im Internet finde ich nicht sehr praxisnah, da sehr oft bei Tageslicht oder weißem Licht die ISO hochgedreht wird. Die Ergebnisse sind bei vielen Kameras durchaus gut, was sich schlagartig ändert, wenn man auf warmes Licht mit hohem Rotanteil geht (Glühlampen, Kerzen).

Auf der Bühne und in Clubs habe ich es oft mit diesem Licht zu tun und daher zeige ich einen Vergleich der beiden Kameras bei Glühlampenlicht (Bilder in Orinalgröße sind auf meinem BLOG zu sehen, einfach bogenheimer.wordpress googeln). Anhand der Aufnahmen kann sich jeder selber ein Bild über das Rauschverhalten der beiden Kameras unter gleichen Aufnahmebedingungen machen.

Wie erhofft und auch wie zu erwarten hat die D610 deutlich niedrigeres Rauschen bei hoher ISO und vorallem im kritischen warmen Licht. Mit Capture NX2 lässt sich durch sehr vorsichtiges Entrauschen eine weitere Verbesserung erzielen. Das neue Tool “Entrauschen 2013″ lässt Helligkeitsrauschen und Farbrauschen separat reduzieren.

Bildvergleich ISO 100
Doch wie verhalten sich die beiden Kameras im “normalen” Iso Bereich, also ausserhalb der Extrembereiche.
Zu diesem Zweck habe ich versucht einen annähernd gleichen Bildausschnitt zu wählen.
Objektiv, Blende, etc. sind identisch (Bilder auf meinem BLOG, bitte bogenheimer.wordpress googlen)

Schaut man sich die Ergebnisse an, so wirkt die Nikon D7000 etwas schärfer und die D610 geht etwas verhaltener ran. Schärft man dann vorsichtig nach, merkt man dass bei der D7000 schon leichtes Rauschen beginnt während die D610 etwas mehr Reserve hat.

Bedienbarkeit:
Die Bedienbarkeit ist bei beiden Kameras nahezu identisch. Ein paar kleine Unterschiede sind vorhanden wie z.B. das Ein- und Auszoomen, sowie die Videotaste. Alles andere lässt sich individuell und identisch einstellen und ich empfehle in diesem Zusammenhang unbedingt einen Blick in das Handbuch.

“Unter der Haube” verstecken sich bei der D610 ein paar weitere Features (Zeitrafferaufnahmen, etc.) auf die ich nicht näher eingehe, da sie für mich nicht kaufentscheident waren.

Ich persönlich schätze die relativ kleinen, leichten Bodys während andere Fotografen schwere, große Kameras bevorzugen. Wem die D610 zu klein ist, kann sie mit einem Handgriff “aufblasen”.

AF Felder
Die Nikon D610 verfügt über das gleiche AF Modul wie die Nikon D7000. Das führt bei der D610 zu einer geringeren Abdeckung im Sucher, ein Thema, das oft und kontrovers diskutiert wird.

Natürlich hätte ich mir auch ein AF Modul wie bei der D800 gewünscht, aber das gibt es halt bei der D610 nicht und das die D800 für meine Fotografie nicht in Frage kommt, hatte ich ja bereits angedeutet.
Ist man recht nah am Motiv z.B. bei Portraitaufnahmen, dann sind die engen AF Felder unbedenklich. Nimmt man etwas Abstand, dann merkt man beim Oberkörperportrait, dass man kein AF Feld auf ein Auge legen kann, man muss also Schwenken. Das ist abgeblendet kein Problem, bei Blende 1.8 wird es dann aber schon schwierig, da man sich beim Schwenken schnell eine Unschärfe einfängt.

Ich finde das jetzt nicht dramatisch, da ich als Analogfotograf auch beim Mittelformat nur ein Af Feld im Zentrum habe, aber ein Komfortverlust ist es.

Fazit:
Mein Fazit ist das eines Praktikers fernab jeglicher Laborwerte.
Ich finde dass die Kameras im Bereich 100-800 ISO so dicht beisammen liegen, dass die Unterschiede bei Präsentationen im Internet (Foren) oder auch bei Ausdrucken in normaler Größe nicht gesehen werden. Geht es dann in die Bereiche hoher ISO Werte, so liegt der FX Sensor der D610 sehr deutlich vorn.

Neben diesen High Iso Eigenschaften ermöglicht der FX Sensor auch eine geringere Tiefenschärfe (bei gleicher Brennweite) als ein DX Sensor, was von Portraitfotografen als vorteilhaft angesehen wird.

Nicht zu vergessen wäre der größere Sucher den ein FX Sensor mit sich bringt,

Meine Erwartungen an die D610 (High Iso Performance, geringere Schärfentiefe als DX, größerer Sucher) haben sich erfüllt.

Ob sich ein grundsätzlicher Wechsel von D7000/D7100 auf D610 für den Amateur jedoch lohnt, hängt im Wesentlichen davon ab was sie/er fotografiert.

Wer nicht im High Iso Bereich unterwegs ist und nicht die knappe Tiefenschärfe sucht, könnte nach einem Wechsel entäuscht sein, da er im Normalbereich keine Unterschiede in der Bildqualität feststellen wird.

Bildmaterial:
Die Konzertaufnahmen auf meiner Webseite sind alle mit der D7000 gemacht (bitte einfach Bogenheimer googlen)
Vergleichsbilder in voller Auflösung zu diesem Erfahrungsbericht gibt es auf meinem Blog (bitte bogenheimer.wordpress googlen).

Bewertung:
Ich bewerte mit 5 Sternen, da die Kamera meine Erwartungen voll erfüllt (jedoch nicht alle meine Wünsche)

Juri Bogenheimer, 12.2013
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am 6. September 2016
Also ich hatte zuvor die normale D600, aber wie von vielen Endverbraucher kam es auch bei mir zu Flecken, die sich einfach nicht mehr entfernen lassen wollten. Nun habe ich jetzt zu der D610 zugepackt und bin vollkommen zufrieden. Ich benutze derzeit mit Nikon AF-S 24-120mm 1:4G und dem Nikon AF-S Nikkor 70-200mm 1:2,8G und bin total zufrieden. Die D610 kann ich wirklich empfehlen.
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am 15. September 2015
great camera, wow. my last nikon was the d200. this is much better. how much has changed in the last 8 years in digital cameras, auto white balance is really good unlike reviously. likewise with the higher ISO and low light noise. these images are much more usable than my previous nikon's. Video is awesome!
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am 4. Oktober 2014
Zunächst etwas Kontext: Ich fotografiere seit 30 Jahren mit Nikon, vor der D610 vorzugsweise mit einer leichten und äußerst robusten FE. Die D610 ist tatsächlich meine erste digitale Spiegelreflex, mit der ich jetzt seit einem Jahr fotografiere. Aufgrund der Qualität der Fotos würde ich die D610 jederzeit wieder kaufen.

Ich fotografiere ausschließlich in RAW, mit der Blendenautomatik oder manuell. Ich bin begeistert dass ich ebenfalls meine älteren Objektive ohne qualitative Einbußen bei den Bildern nutzen kann.
Die Qualität und Schärfe der Bilder ist bei großformatigen Abzügen erstaunlich. Die Lichtempfindlichkeit des Sensors erlaubt ebenfalls hochqualitative und rauscharme Aufnahmen unter Lichtverhältnissen, an die mit Filmmaterial gar nicht zu denken ist. Ich vermisse tatsächlich immer weniger den bildgestalterischen Reiz von verschiedenen Filmmaterialien.

Habe ich nach einem Jahr Nutzung und etlichen Objektivwechseln Staub auf dem Sensor ? Ja, wenige Körnchen, die jedoch bisher keines meiner Bilder beeinträchtigen. Ich werde den Sensor reinigen lassen, oder das Pentax Sensor Cleaning Kit nehmen (wird ebenfalls für Leica's verwendet - ja, auch da gibt es manchmal Staub...).
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am 2. Oktober 2014
Schade, dass Nikon immer und immer wieder mal die Bedienlogik verändert - plötzlich liegen die vertrauten Knöpfe wieder ganz wo anders.
In der Fototasche stecken bei mir schon die bewährten D200 und D300s, auch die schon nicht ganz einheitlich in der Bedienung, wobei die D300s (in der Bedienung!) auch schon nicht unbedingt eine Verbesserung gegenüber der D200 bedeutete.
Und jetzt die D610, und wieder alles ganz anders, und sicher nicht besser. Warum, fragt man sich, liegt z.B. der Knopf für die Autofokus-Logik, die ISO-Einstellung u.v.m. jetzt wieder ganz wo anders. Den Gewinn kann ich nicht erkennen.

Sehr gut gefällt mir hingegen die Einstellung von Presets: Zwei unterschiedliche Setups der Kamera können komplett voreingestellt, gespeichert und sehr einfach abgerufen werden. Ich verwende das z.B. für "Drinnen" und "Draussen" und wenn ich z.B. bei einer Hochzeit schnell vor dem Brautpaar her von Drinnen (High-ISO) nach Draussen (helles Sonnenlicht) laufe, muss ich nicht die Kamera wechseln, sondern nur blitzschnell das Setup umstellen.
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am 20. Dezember 2013
Hier noch ein Update

Bei der Arbeit mit einer Kamera stellt man viele Dinge fest, die rein aus der Bewertung von technischen Spezifikationen nicht hervorgehen. So auch bei der D610. Während der letzten Monate habe ich einige Events und Reisen fotografiert und kann zusammenfassend sagen, dass ich bis auf ein paar wenige Aspekte im Handling von der Kamera sehr angetan bin. Ich nutze vornehmlich folgende Objektive:

Für den Weitwinkel das 16-35/f4
Für den Normalbereich das 24-120 /f4
Für das leichte Tele das 70-200/f4

Ich nehme an das viele ambitionierte User ähnliche Objektive nutzen wollen und kann von meiner Seite sagen dass es keinerlei Anlass zur Sorge gibt die D610 wäre evtl. dafür zu klein bzw. nicht mehr gut ausbalanciert. Objektive im Gewichtsbereich von ca. 700g - 850g stellen die D610 vor keine Probleme. Für längere Sessions habe ich noch den Batteriehandgriff MB-D14. Diese nutze ich vornehmlich aber wegen der damit verbundenen längeren Akkulaufzeit und dem Hochformatauslöser der sich bei Hochzeitsfotografien immer als nützlich erweist. Das der Handgriff unbedingt für eine Verbesserung des Handlings im Bezug auf diese Objektive benötigt wird, sehe ich nicht.

Nun einmal zu dem, was an negativen Kleinigkeiten bei mir hängengeblieben ist:
Da wäre einmal die Steuerung der Blitzkompensation über die Kamera zu nennen. Diese kann man zwar um -3EV nach unten korrigieren, jedoch nur um +1 nach oben. Das ist etwas unverständlich in meinen Augen, denn nutzt man z.B. einen Diffusor bei gleichzeitig dunklen Wänden, kommt man mit +1EV oft schnell an die Grenzen. Ein kleiner Trick hilft hier aber: Ich stelle meinen Aufsteckblitz stets auf +1EV und korrigiere wieder -1EV an der Kamera damit ich in der Summe auf +/-0 komme. Somit habe ich über die Kamera den Bereich von -2 bis +2EV hergestellt. Das ist also lösbar aber trotzdem irgendwie komisch.

Weiterhin ist es leider nicht möglich die Schnellmenüleiste, in die man über den Info - Knopf kommt, selber zu konfigurieren. So muss man mit den 10 vorgefertigten Einträgen auskommen. 4 oder 5 Einträge sind dabei für reine RAW - Fotografen unbrauchbar, denn sie betreffen diverse Rauschunterdrückungsvarianten, Verzeichnungs- und Vignettierungskorrekturen. Für RAW - Fotografen ist dieses Schnellmenü daher mehr oder minder nicht brauchbar. Schade eigentlich denn hier könnte man die ein oder andere Funktion aus dem doch sehr komplexen Menü schnell und übersichtlich aufschalten.

Die Bedienung vom Liveview ist vorsichtig ausgedrückt als "speziell" zu bezeichnen. Man könnte aber auch sagen sie ist einfach nur grottig. Tut mir leid Nikon aber Blende verstellen im Liveview durch Wechsel aus dem Liveview und dann wieder zurück um evtl. noch raus zu müssen und dann wieder rein damit man die Änderungen am Bildschirm sieht, ist im Jahr 2014 einfach nicht mehr zeitgemäss. Und an der D800 geht es ja auch - also Nikon kann es sehr wohl. Ich persönlich nutze den Liveview überhaupt nicht und das Filmen hält sich ebenfalls in argen Grenzen. Somit ist es für mich kein grosses Problem - anderen Nutzern, die hier einen beträchtlichen Anteil ihrer Arbeit sehen, würde ich aber ernsthaft raten einmal die D800 ins Auge zu fassen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass diese unlogische Implementierung bei der D610 auf die Dauer nervt und man sich evtl. stark ärgern wird nicht von Anfang an auf die D800 gesetzt zu haben. Natürlich wäre das preislich nochmals ein beträchtlicher Aufwand, aber in der Summe aller Kosten die ein Kamerasystem so mit sich bringt, stellen 600 - 700€ letztendlich doch nicht eine so fundamentale Barriere dar.

Weitere Bemerkungen:
Toll an der D610 ist die sehr gute Bildqualität. Damit meine ich nicht nur das niedrige Bildrauschen sondern viel mehr noch den unglaublich hohen Dynamikumfang, welcher in den RAW - Dateien steckt. Ich bin immer wieder fasziniert, was alles an Informationen noch in den Bildern liegt. Man kann wirklich ohne Bedenken dunkle Bildbereiche aufziehen ohne dass auch nur im Geringsten ausgefressene Bildbereiche entstehen. Die Auflösung ist sehr hoch und mir scheint zudem, dass man bei der D610 einen sehr moderaten AA - Filter implementiert hat. Im Vergleich zur D800 sehe ich gefühlsmässig mehr Morè - Effekte - ich bin fast geneigt zu sagen, dass es sogar zur D7100 kaum Unterschiede gibt. Positiv ist das zwar eigentlich erst einmal nicht, aber es zeugt von einer sehr hohen Auflösung des Sensors.

Da bin ich beim Thema Verschlusszeiten und Objektivwahl. Insbesondere das 70-200/f4 hat den neusten VR (3. Generation) und ist bekannter Weise DIE Referenz unter den Nikon Objektiven beim Thema VR. Man könnte also meinen, dass es bei diesem Objektiv ab 1/50s nur noch scharfe Bilder geben müsste. Doch nach vielen hunderten Bildern muss ich sagen, dass ich selbst mit aktivem VR in keinster Weise empfehlen kann, längere Belichtungszeiten als nach der Formel /Brennweite zu benutzen, wenn es nicht unbedingt anders geht. Das klingt sicher erst mal komisch aber es ist wie folgt: Der VR hilft enorm und ja - es ist möglich mit 1/20s Sekunde bei 200mm scharfe Aufnahmen zu bekommen. Aber es gibt einen Unterschied zwischen scharf und richtig scharf. Gerade bei 24MP muss man extrem exakt arbeiten und hierbei unterstützt einen der VR bei etwa 1/160s für 200mm um absolut super scharfe Bilder zu bekommen. Freihand ist das nur im Glücksfall möglich. Das gleiche Verhalten habe ich auch an meinen anderen Objektiven festgestellt. Mal davon abgesehen dass man bei ab gewissen Belichtungszeiten sowieso die Bewegungsunschärfe ins Bild bekommt, kann ich wirklich nur empfehlen stellt den VR auf "ON" und stellt die ISO - Automatik auf 1/Brennweite. Das ist DAS Sorglos-Paket für super scharfe Bilder.

Wenn es also um Objektive für die D610 geht, würde ich von Grund auf nur stabilisierte Objektive kaufen. Nach eigenen Erfahrungen bin ich auch nicht mehr überzeugt von der Argumentation, dass man z.B. beim beliebten 24-70/f2,8 aufgrund der hohen Lichtstärke und der überschaubaren Brennweite einen Bildstabilisator nicht unbedingt braucht. Wenn man exakt arbeitet, sieht man bei 24MP wirklich jede kleine Unschärfe was im Endeffekt für das gleiche Objektiv viel kürze Belichtungszeiten erforderlich macht als noch an einer 12MP D700. Wenn man keinen VR kennt, kann man den Unterschied auch nicht beurteilen - ich habe auch beim 24-120/f4 oder beim 16-35/f4 diverse Tests gemacht und komme stets zum gleichen Schluss wie mit dem 70-200/f4.

Zusammenfassend kann ich sagen dass die D610 eine exzellente Fotokamera ist, mit der man ebenfalls qualitativ hochwertige Videos drehen kann. Dennoch ist sie in meinen Augen für den Videodreh oder Liveview-Betrieb weniger gut geeignet als z.B. die D800. Nikon bietet im Vollformatbereich eine gute Auswahl passender Objektive an, was das Paket in der Summe sehr attraktiv macht. Vom Anfassgefühl stellt man auch gegenüber der etwas grösseren D800 nur geringfügige Unterschiede fest. Interessanter Weise ist der Grössenunterschied in der Realität deutlich kleiner als sich auf Produktbildern vermuten lässt. Im Grunde ist die D800 nur etwas nach oben aufgestockt, womit auch die rechte Hand etwas weiter nach oben rutscht. Ich habe etwas kleinere Hände und durch die stärker ausgewölbte Form des Handgriffs an der D800 sogar die etwas unbequemere Haltung (ist aber nur sehr subtil). Damit will ich sagen dass die D610 wirklich gut und ausbalanciert in der Hand liegt, und selbst mit schwereren FX - Objektiven niemand vor Probleme stellt. Für ganz schwerere Teleobjektive oder allgemein für längere Fotosessions würde ich sowohl an der D610 wie auch an der D800 den Batteriegriff empfehlen.

Die technischen Einschränkungen gegenüber der D800 sind für mich erträglich. Man bekommt dafür Vorteile wie die schneller Bildfolge von 6B/s, die für den Amateur praxisgerechteren 2xSD - Kartenslots statt einem CF und einem SD Slot (Ich kenne keinen Laptop, in dem ein CF-Reader eingebaut ist), kleinere Bilddaten mit dennoch absolut ausreichender Auflösung (exaktes Arbeiten ist auch hier schon sehr wichtig aber noch wichtiger wird es bei der D800). Die Kamera ist deutlich günstiger, hat ebenfalls den grossen Sucher und ist auch ähnlich gegen Staub und Wasser geschützt. Der Autofokus an der D610 mag etwas langsamer sein als bei der D800 nur bin ich noch nie an die Grenzen gestossen (selbst bei Hochzeiten unter schlechten Lichtbedingungen), die etwas geringere Spreizung der AF-Sensoren über das Sucherbild ist eigentlich auch kein echtes Hindernis denn die wichtigen Kreuzsensoren an der D800 sind ebenfalls sehr mittig und genau die sind es aber, die im schlechten Licht noch funktionieren.

Daher würde ich mich im FX Bereich bei Nikon nach wie vor für die D610 entscheiden.

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Als langjähriger Nikon User mit Erfahrungen an Cropkameras (D200, D7000 und D7100) habe ich mir nun nach reiflicher Überlegung die D610 zugelegt. Ausschlaggebend für den Kauf waren mehrere Faktoren, das Vollformat alleine spielte dabei sogar eine eher untergeordnete Rolle.

Kurz zur DX - Historie:
Nikon verfolgt in meinen Augen eine etwas seltsame Produktstrategie, die von ambitonierten Amateuren im Crop - Bereich derzeit viel Leidensfähigkeit erfordert. Grund dafür ist weniger das Kameraangebot als vielmehr das doch sehr bescheidene Objektivangebot. Denn bis auf das alte und schwere 17-55 / 2,8 gibt es im gehobenen Preissegment ausschliesslich lichtschwache Zoomlinsen. Da wären das 16-85 und das 18-200 zu nennen. Ich besitze beide und kann von meiner Seite keines so wirklich empfehlen. Abgesehen von der schlechten Lichtstärke verfügen beide über ein sehr durchschnittliches Bokeh (beim 18-200 noch eher verständlich, da es ein Superzoom ist und man Kompromisse noch eher akzeptiert), das 16-85 hat zudem noch über die unangenehme Eigenschaft, dass der Bildstabilisator bei Belichtungszeiten um die 1/80s immer eine leichte Unschärfe ins Bild "zaubert". Das ist bereits diversen andern Usern auch aufgefallen - ein ähnliches Verhalten hat man übrigens im Objektivtest auf dpreview zum Nikon 18-300mm Superzoom aufgedeckt. Kurz und knapp: Das DX - Objektivangebot von Nikon ist einfach überholungsbedürftig und reizt mich nicht wirklich. In diesem Zusammenhang stelle ich mir auch die Frage, was eine evtl. kommende D400, die ja von vielen Usern so gewünscht wird, bringen soll. Das macht also den FX - Bereich deutlich attraktiver zumal es dort recht gute Standardobjektive, wie etwa das 24-120 / f4 gibt.

Holpriger Start ins Amateur Vollformat:
Die D610 ist im Endeffekt die D600 mit einem neuen Verschluss. Abgesehen davon, dass Nikon es mal wieder (siehe Verhalten bei Blitz SB900 / SB910) versäumt hat eine offene und transparente Aufklärung zu betreiben, ist die Kamera per se natürlich ein sehr tolles Arbeitsgerät. Da ich in meinem Bekanntenkreis einen D600 - Besitzer habe, der vom unsäglichen Staub- und Ölproblem betroffen ist, kann ich nur jedem ebenso betroffenen D600 - Besitzer raten, unbedingt beim Nikon Service darauf zu bestehen, dass die Kamera nicht nur mal "ausgeblasen" wird, sondern der Verschluss ersetzt wird. Es wird dann der gleiche eingebaut wie bei der D610 und dann hat man wirklich Ruhe.

D610
So - nun also bin ich bei der D610 angelangt. Über sie ist ja schon eine Menge geschrieben worden - ich möchte hier etwas näher auf die Besonderheiten eingehen und auch einen Vergleich zur D7100 anstellen, die ich bis vor wenigen Tagen noch parallel bei mir hatte und mir in dieser Zeit einen guten Sparringspartner im Ring war. Die D610 nutze ich vorwiegend mit dem 24-120 / f4 Objektiv, die D7100 mit dem 16-85èr. Also ungefähr vergleichbare Welten.

Grundlegend sind sich beide Kameras in der Bedienung sehr ähnlich. Ich bevorzuge den "A" - Modus und stelle die ISO - Automatik ein. Da ich bildstabilisierte Objektive nutze, setze ich zusätzlich im Menüpunkt "längste Verschlusszeit" den Reiter auf Automatik und wähle eine Blende tiefer an. Das hat den Vorteil, dass die Belichtungszeiten gemäss der klassischen Regel 1/Brennweite (KB) nochmals um eine Blende länger werden und die ISO - Werte sich daraufhin anpassen. Die Automatik macht die manuelle Bedienung des ISO - Wertes bis auf einige Ausnahmen - etwa beim Blitzen oder bei bestimmten Sportmotiven - komplett obsolet. Das ist eine wirklich klasse Sache die zudem die suboptimale Plazierung des ISO - Button an der linken Seite des Gehäuses verschmerzen lässt. Die ISO - Automatik hatte übrigens meine D7000 noch nicht integriert. Profile lassen sich anlegen so dass man nicht jedes Mal z.B. beim Wechsel auf ein nichtstabilisiertes Objektiv erst wieder ins Menü abtauchen muss, um die bewusste Verlängerung der Belichtungszeit zurückzustellen.

Im Zusammenhang mit der Verschlusszeit wird ja gerade bei der D610 bemängelt, dass sie nur bis 1/4000s belichten kann - die günstigere D7100 dagegen bis 1/8000s. Das ist auf den ersten Blick richtig, man muss dabei aber 2 Dinge berücksichtigen. Erstens: Wann braucht man eine so kurze Verschlusszeit überhaupt? Und Zweitens: Die D610 hat im Gegensatz zur D7100 einen ISO 50 Modus. Damit habe ich das gleiche Verhältnis wieder hergestellt. Auch bei der Blitzsynchronisation sprechen wir von Unterschieden im absolut vernachlässigbaren Bereich. Man muss sich auch mal vor Augen halten, dass die uralte D70 eine Blitzsynchronisationszeit von 1/500s besessen hatte. Stört dieser Umstand jemand und man greift deswegen lieber zu D70 als z.B. zur D800?

Autofokus:
Ich gebe zu dass ich bei der D7000 einige Schwierigkeiten mit dem AF hatte und daher zunächst dem AF der D610 nicht über den Weg traute. Das war eigentlich auch der Grund die D7100 zu nehmen. Heute kann ich sagen, dass diese Zweifel unbegründet sind. Beide AF - Module stellen zuverlässig scharf - ich bin aber auch kein Action - oder Sportfotograf der da das ein- oder andere Mal mit der D610 sicherlich eher an die Grenzen kommt als mit der D7100. Das ist aber auch nur Spekulation. Für den Alltagsgebrauch kann ich jedenfalls überhaupt nichts Negatives feststellen. Die 51 AF - Punkte der D7100 hören sich gut an, die relevanten Kreuzsensoren sind aber auch dort leider nur wie bei der D610 um das Zentrum herum angeordnet. Das ist bei anderen Herstellern durchaus besser gelöst, etwa bei der Canon 70D / 7D oder auch der Pentax K3. Dort reichen die Kreuzsensoren bis zu den Rändern. Im Nikon - interen Verlgeich ist der Mehrwert des AF - Moduls der D7100 aber gar nicht so gross wie man denkt. Natürlich ist das AF - Feld der D610 kleiner - aber der Bereich der Kreuzsensoren ist auch bei der D7100 nur in der Mitte. Beide arbeiten bis F8 - das ist sehr gut denn wenn man mal an eine (bezahlbare) grosse Telebrennweite (das neue Tamron Tele oder auch die Sigmas gehen meist bis f6,3) denkt, ist man da besonders gegenüber der Canon 6D im Vorteil.

Serienbildgeschwindigkeit:
6Bilder / Sekunde bieten beide, die D7100 macht aber nach 6 RAW - Bildern Schluss. Die D610 erst nach 15-16. Ich habe da bei der D7100 einen kleinen Trick der das Manko ein wenig relativiert. Zunächst stelle ich im RAW auf das verlustbehaftete Kompressionsverfahren (da merkt man überhaupt keinen Unterschied), lasse die Bittiefe aber bei 14 Bit bestehen. Dann stelle ich den CL - Modus (also der langsame Serienbildmodus)auf 4 Bilder pro Sekunde ein und nutze eine sehr schnelle Sandisk Extreme Pro mit 95MB/S. Die D7100 hat einen kleinen Puffer aber einen sehr schnellen Speichercontroller - womit bei dieser Einstellung ca. 18 Bilder im RAW Format aufgenommen werden bevor die Kamera dann auf etwa 3 Bilder pro Sekunde zurückgeht. Geht man gleich mit 3 Bildern pro Sekunde und den oben genannten Einstellungen ins Rennen, macht sie so lange RAW - Aufnahmen, bis die Karte voll ist. Also Serienbilder lassen sich auch mit der D7100 viele machen - aber nicht mit 6 Bildern pro Sekunde. Aber auch hier mal zur Erinnerung: Die D300s schaft im 14Bit - Modus nur 2,5 RAW - Bilder pro Sekunde.

Bedienung
Ein wirklicher Nachteil ist die fehlende 1-Knob Bedienung für die 100% Ansicht bei der D610. Das ist für mich ein viel praktikableres Manko als die bisherigen Dinge. Am Anfang hab ich fast jedes Mal den OK - Button gedrückt und bin versehentlich im RAW - Bearbeitungsmenü gelandet. Daran gewöhnt man sich als D7100 - User so schnell dass man es echt nicht mehr missen möchte. Da verstehe ich Nikon wieder mal überhaupt nicht das Feature mal einfach via Firmware Update nachzureichen. Ich gebs aber mittlerweile auf - das wird wahrscheinlich eher eine D620 werden..... Sonst ist die Bedienung nahezu identisch. Was die D610 nicht hat ist der zweite Info Knopf und die nicht vorhandene OLED - Einblendung im Sucher. Anfangs habe ich auch den Unterschied gesucht - bis ich darauf gekommen bin, dass bei der D7100 die Wasserwage im Sucher mittels OLED - Display zusätzlich zu den Normalen Informationen eingeblendet werden kann - bei der D610 schaltet sich unten die Leiste komplett aus. Das bedeutet man hat bei der D610 entweder die Anzeige der Wasserwage ODER die Informationen zur Belichtungszeit im Sucher. Die D7100 kann beides auf einmal. Dabei muss ich aber sagen, dass die OLED Anzeige etwas kontrastarm ist - ich habe manchmal Schwierigkeiten den Balken zu erkennen. Die alte Anzeige der D610 "grün auf Schwarzen Hintergrund" ist da fast besser. Also aus meiner Sicht hat die OLED Anzeige keinen echten Mehrwert.

Das Display der D610 kommt noch mit klassichem Hartplatikschutz, das der D7100 ist ein kratzfestes Glas. Das wurde mir noch einmal beim Nikon Service bestätigt. Rein intuitiv vertaue ich dem alten Schutz dennoch mehr :-)

Tja also zusammenfassend kann ich sagen dass der Schritt hin zur D610 ein wirklich sinnvoller Schritt ist. Ich rate auch jedem der evtl. zwischen der Wahl steht D7100 vs D610: Nehmt die D610. Die Zukunft ist Vollformat - Nikon selbst richtet sich ja auch bereits sehr deutlich danach aus. Das gehobene DX Segment krankt in meinen Augen nicht an der Kamera - aber an brauchbaren Objektiven. Eine evtl. D400 wird daran gar nichts ändern - egal wie gut sie ist. Schaut einfach mal auf die letzte Standardlinse, die Nikon im DX - Bereich veröffentlicht hat: Eine 18-140 f3,5-5,6. Na toll... Sie ist nicht schlecht aber ehrlich gesagt nicht das, was ich im gehobenen Amateurbereich brauche. Dann ist die Bildqualität der D610 wirklich fantastisch und nochmal ein deutlicher Schritt über der D7100 angesiedelt. Ich fotografiere ausschliesslich im RAW - Format und bei der Entwicklung merkt man deutlich dass mehr Dynamik vorhanden ist, das Bildrauschen ist auch geringer. Man darf auch die alltäglichen Vorteile nicht vergessen, die das Vollformat so mit sich bringt: Da wäre natürlich das deutlich grössere Sucherbild - damit macht es alles immer noch ein wenig mehr Spass wenn man fotografiert. Und auch preislich liegen die Kameras auch nicht mehr so weit auseinander. Und wirklich billig ist die D7100 ja nun auch nicht.

Die paar wenigen technischen Unterschiede der Kameras an sich sind marginal. Deswegen würde ich nie pro oder contra entscheiden. Bei Canon ist da der Wechsel in meinen Augen deutlich schwerer: Gut ausgestattete 70D oder recht magere 6D? Bei Nikon hat man eigentlich zwei gleichwertige Kameras. Interessant wird es bei den Objektiven und da ist im DX - Bereich von Nikon nicht so viel los.

Viele Grüsse
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am 9. November 2016
In den letzten Jahren habe ich zahlreiche Nikon DSLR gekauft und manche auch recht schnell wieder verkauft. Es waren die D2x, die D700, die D800, die Df und die D610. Ich habe zwei Gehäuse der D610 im Einsatz und verwende meist sehr gute, aber etwas ältere Objektive wie das 17-35/2.8, das 28-70/2.8 und das 80-200/2.8 von Nikon. Bei Nikon gab es offenbar nie einen wirklichen Platz für die D610, denn einerseits wurde die D800 forciert und andererseits kam dann die D750. Ich filme nicht und wollte auch keinen schwenkbaren Bildschirm. So kam ich zur D610, die hervorragende Ergebnisse liefert. Die Ergonomie ist ebenfalls gut gelöst und die Kamera macht einen soliden Eindruck. Zum Glück ist sie etwas leichter geworden als die D700 oder D800. Zur Notwendigkeit hoher Auflösungen möchte ich anmerken, daß ich meist mit der D700 und 12 MPix schärfere Drucke bis A2 fertigen konnte, als mit der D800. Es ist wesentlich besser, mit einer Software wie PerfectResize (hieß früher GenuineFractals) Bilder hochzurechnen (zu vergrößern) als sie in Photoshop zu reduzieren. Die 24 MPix der D610 sind nach meinem Eindruck eine sehr praktikable und sinnvolle Auflösung. Sie liefert auch bei Luftaufnahmen mit 800 ISO sehr gute Tonwertumfänge und hält mit der Gehäuseabdichtung auch einen Regenschauer im Tragschrauber aus.
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am 13. Mai 2014
Lange Jahre habe ich als analog Fotofreund mit Digiknipsen gehadert.
Die Farben und der Kontrast waren einfach nicht überzeugend.
Nun habe ich den Sprung gewagt und diese Vollformatkamera gekauft. Meine alten Nikonobjektive passen alle noch.
Ich wollte auch unbedingt eine 14bit Auflösung bei RAW-Fotos.
Denn diesen Unterscheid sieht man sofort.
Meine analogen Kameras haben jetzt eine sehr ernste Konkurrenz bekommen: Die Fotos sind einfach hervorragend und die Bearbeitungsmöglichkeiten (mit Light....) einfach und genau so wie beim eigenen Entwickeln.
Das Bedienkonzept ist wie bei meiner fast 20 Jahre alten Nikon. Da war der Umstieg leicht.
Nun sollte sie nur noch genau so lange halten...
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