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am 14. September 2005
Auch in "Die Toten von Santa Clara" schickt Robert Wilson seinen Protagonisten Insp. J. Falcon auf eine verzwickte Tätersuche durch das schwüle Sevilla.
Der Selbstmord(?) eines einflussreichen Bauunternehmers soll - so der Wunsch der Staatsanwaltschaft - schnell ad acta gelegt werden. Falcon glaubt aber, dass der reiche Unternehmer ermordet wurde. Ihn machen eine Notiz und der offensichtliche Mord an der Frau des Unternehmers stutzig und er ermittelt gegen den Willen seiner Vorgesetzten, die keinen Skandal in den "besseren Kreisen" von Sevilla wünschen.
Robert Wilson - über dessen Schreibstil man durchaus streiten kann - ist vom literarischen Anspruch her mit Sicherheit einer der besten Krimi-Autoren unserer Zeit. Wie schon bei allen anderen Werken zuvor verschwimmen auch hier manchmal die Grenzen(?) zwischen Kriminalliteratur und Roman. Trotzdem verliert die Handlung nur selten an Fahrt. So ist denn "Die Toten von Santa Clara" auch wieder ein gut konstruierter Krimi mit komplexer Handlung und zahlreichen Wendungen, der allerdings an den genialen Vorgänger "Der Blinde von Sevilla" nicht ganz herankommt. Die Story ist sehr gut und unterhaltsam. Mir fehlte jedoch etwas "Pepp".
Fazit: Sehr gute Unterhaltung. Ein Krimi, der deutlich über dem Niveau der meisten Bestseller-Autoren liegt. Atmosphärisch dicht und nur sehr selten mit Längen. Vielleicht nicht ganz 5 Sterne. Liegt aber wirklich nur am Vergleich zum Vorgänger.
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am 21. Juli 2006
Diese Geschichte spielt mitten im heißen andalusischen Sommer und treibt dem Leser den Schweiß auf die Stirn: Wilson schaffte es auch hier wie schon in seinen bisherigen Romanen sowohl komplexe politische als auch kriminelle Inhalte zu verbinden zu einem ungeheuer spannenden Krimi, in dem sich auch die Protagonisten in vielfältiger Weise als lebendig anmutende, vieldimensionale und psychologisch stimmige Menschen entwickeln. Sehr gut!
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am 22. Mai 2016
Ein schöner unterhaltsamer Roman. Die Geschichte ist zwar teilweise eine Fortführung von dem Roman " Der Blinde von Sevilla", weil Personen und Hinweise auf diesen Roman deuten. Es ist aber eine eigene Geschichte. Robert Wilson schreibt sehr gut und mir passt sein Still. Ich finde es ist ein unterhaltsamer, spannender Roman. Kann ich empfehlen.
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am 14. Juni 2007
Robert Wilson ist auf der Bühne der Krimiautoren in Europa ein ganz außergewöhnlicher Akteur. Schon mit seinem Debüt "Tod in Lissabon" brachte er die Kritiker in vielen Ländern sofort auf seine Seite. Als er kurze Zeit später mit "Der Blinde von Sevilla" seinen ersten Kriminalroman mit seinem sympathischen Inspector Jefe Javier Falcon präsentierte, war kein Halten mehr. Die Lobeshymnen überschlugen sich.

Ich habe tatsächlich selten eine solche Mischung gelesen von einem hochintelligenten, politisch sehr bewussten und kritischen und dabei so menschlich geschilderten Kommissar und einem politisch hochbrisanten und auch ambitioniertem Stoff.

Inspector Jefe Falcon geht nach einer schweren persönlichen und beruflichen Krise ( vgl. "Der Blinde von Sevilla") jede Woche zu einer Psychoanalytikerin und er verschweigt diese professionelle Hilfe nicht in seinem beruflichen und persönlichen Umfeld. Ja, seine blinde Analytikerin wird von ihm in den neuen Fall eingespannt und sie hilft auf eine zutiefst menschliche und anrührende Weise einem durch jahrelangen sexuellen Missbrauch zerstörten jungen Mann wieder ans Licht.

Und Wilson führt den Leser auf die Fährte des 11. September. Nicht nur jenen Tag, als 2001 in New York die Twin Towers des World Trade Centers von Terroristen von Al Qaida angegriffen und zerstört wurden, sondern auch der Tag 28 Jahre vorher, als am 11.9.1973 unter der heimlichen Führung der USA und Henry Kissingers die demokratisch gewählte Linksregierung Chiles unter Salvador Allende weggeputscht und durch das mörderische Foltersystem von Augusto Pinochet ersetzt wurde.

Robert Wilson scheut sich selbst nicht im Rahmen seiner abenteuerlich spannenden und literarisch anspruchsvoll aufgebauten Handlung eine durchaus plausible Erklärung für den bis heute ungeklärten Mord an Olof Palme 1976 zu bieten.

Um den Inhalt dieser außergewöhnlichen Buches nicht zu verraten, sei hier nur klappentextmäßig der Einstieg skizziert:

Während eines mörderischen Sommers wird Inspector Jefe Javier Falcon in eine der vollklimatisierten Villen des Nobelvorortes Santa Clara gerufen. Der Bauunternehmer Rafael Vega und seine Frau liegen tot im Haus. Vega war einflussreich in Sevilla, deshalb will der leitende Staatsanwalt Calderon die Sache schnell zu den Akten legen.

Falcon traut der Sache nicht, besonders deshalb, weil eine seltsame handschriftliche Notiz in Vegas verschlossener Faust gefunden wurde, in der rätselhaft vom 11. September die Rede ist. Die Tatsache, daß Calderon mit Falcons ehemaliger Frau ein Verhältnis hat und sie heiraten will, stachelt auch dessen private Konkurrenz zu Calderon noch zusätzlich an.

Und er kommt, wie gesagt, einem gewaltigen Verbrechen auf die Spur mit blutigen Wurzeln und ebenso mörderischen aktuellen Ausblühungen.

Ein Buch, das man bis zur letzten Seite nicht aus der Hand legt, das einen die Nacht zum Tag machen lässt. Ein absolut außergewöhnlicher Stern am Krimihimmel.
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am 15. März 2014
Kein alltäglicher Kriminalroman wo weiß gut und schwarz schlecht ist und die Ermittler immer gut sind.
Vor der beeindruckenden Kulisse von Sevilla und der brütenden Sommerhitze ermittelt ein sympathischer aber gequälter Kommsar in zunächst völlig undurchsichtigen Fällen, die nach und nach alle zusammenhängen und die ihn auch persönlich sehr betrofen machen.
Spannender Krimi und packendes Bild Andalusiens mit allem was dazu gehört!
Unbedingt lesenswert!
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am 2. Dezember 2007
Auch der 2. Fall für CHEFINSPEKTOR JAVIER FALCÓN hat wieder einen skurilen Mord als Aufhänger, ist aber komplexer als der 1. Fall (DER BLINDE VON SEVILLA).

DIE STORY:

Ein Ehepaar wird in ihrer Villa in Santa Clara, dem Villenviertel Sevillas, tot aufgefunden. Die Obduktion ergibt bei beiden keine natürliche Todesursache. Die Ehefrau wurde mit einem Kissen erstickt, der Ehemann ist durch das Trinken einer ätzenden Flüssigkeit gestorben. Neben seinem Leichnam findet man eine leere Flasche Abflußreiniger. Merkwürdig ist nur, dass die Villa wie eine Festung gesichert war und Aufbruch- oder Eindringspuren nicht vorhanden sind. Allerdings bestand zu den Nachbarn und dem Gärtner ein derart gutes Verhältnis, dass diese eine Möglichkeit gehabt hätten, in das Haus zu gelangen, ohne dass dies hätte auffallen müssen. Die ersten Ermittlungen erstrecken sich also auf diesen Personenkreis. Dabei stößt FALCÓN auf eine "alte Bekannte" aus DER BLINDE VON SEVILLA, CONSUELO JIMÉNEZ. Sie ist die Witwe von Raul Jiménez, der im Zusammenhang mit einem Pädophilenring eine Rolle spielte. So berühren die Ermittlungen auch in diesem Fall die aus dem 1. Fall bekannte Pädophilenszene. Und je weiter die Ermittlungen vorankommen, desto deutlicher wird, dass FALCÓN in ein Gestrüpp aus Wirtschaftskriminlalität, Russenmafia und Korruption eindringt, was zur Folge hat, dass FALCÓN der Fall entzogen wird. Also ermittelt er auf eigene Faust und unter höchster Todesgefahr in den aufgeheizten Straßen Sevillas weiter ...

FAZIT:

Die Story ist sehr vielschichtig und verstrickt sich etwas in verschiedenen Handlungssträngen. Etwas weniger wäre deshalb sicherlich mehr gewesen. Dessen ungeachtet bringt WILSON dennoch dem Leser rüber, um was es ihm geht. Gelungen ist auf jeden Fall die sympathische und tiefgehende Zeichnung eines sehr sensiblen und gleichzeitig auch den eigenen Wertvorstellungen konsequent folgenden CHEFINSPEKTOR FALCÓN. Man sollte aber wegen der teilweisen Verflechtung mit dem ersten Fall und der wiederkehrenden Figuren besser zunächst DER BLINDE VON SEVILLA lesen.

Viel Spaß dabei!
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HALL OF FAMEam 7. Juli 2007
Im ersten Kriminalroman von Robert Wilson mit Inspector Jefe Javier Falcon "Der Blinde von Sevilla" (Goldmann 45637 - "The Blind Man of Seville", 2003) zeigte sich, daß dieser der Blinde von Sevilla war, da er bei einer Mordermittlung, in der auch sein verstorbener Vater eine nicht unmaßgebliche Rolle spielte, war, weil er vieles nicht sah/sehen wollte, was für ihn und auch für seine Ermittlungen wichtig war. Insgesamt keine einfache Kost und auch nicht unbedingt einfach zu lesen. Mit "Die Toten von Santa Clara" (Goldmann 45928 - "The Silent and the Damned", 2004) tritt Inspector Jefe Javier Falcon zum zweiten Mal auf. Während die Altstadtviertel von Sevilla unter drückender Hitze leiden, wird er in eine der kühl-klimatisierten Villen im Nobelvorort Santa Clara gerufen. Dort scheint ein einflußreicher Bauunternehmer, Rafael Vega, seine Frau Lucia erstickt und danach Selbstmord begangen zu haben. Doch Javier Falcon ist mißtrauisch und nimmt entgegen den Wünschen von Staatsanwalt Estaban Calderon Ermittlungen auf. Er stößt auf einen Zettel in der Hand des Toten mit einem Hinweis auf den 11. September. Er findet merkwürdige Nachbarn, einen Architekten, Martin Krugman, samt dessen Frau Madelaine, und einen bekannten Schauspieler, Pablo Ortega, vor, die alle offensichtlich etwas zu verbergen haben. Er entdeckt ein merkwürdiges Hobby, dubiose Geschäftspartner und eine Mehrfachidentität des Toten. Je mehr er sucht und je mehr Informationen Javier Falcon hat, umso mehr fühlt sich in seinem Mordverdacht bestätigt. Doch ein Täter ist nicht leicht auszumachen: Hat es mit dem Leben von Rafael Vega unter einer vorhergehenden Identität zu tun? Hat es etwas mit dem 11. September zu tun? Hat es mit einer verdeckten Tätigkeit von Martin Krugman zu tun? Hat es etwas mit der Russen-Mafia zu tun, die offensichtlich Geschäfte mit Rafael Vega macht? Oder hat es etwas mit seinem Wissen über das Beziehungsgeflecht von Pablo Ortega mit dessen Sohn, Bruder und Neffen zu tun. Schritt für Schritt rekonstruiert der Inspector Jefe das Leben von Rafael Vega mit all seinen Facetten. Doch bevor der Fall aufgeklärt werden kann, muß Javier Falcon wieder die Abgründe der menschlichen Seele erkennen. Alles in allem nicht leicht lesbare und dennoch 507 Seiten spannende Lektüre. Trotz der nicht gerade leicht verdaulichen Kost freut man sich auf den dritten Roman mit Javier Falcon "Die Maske des Bösen".
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am 2. Juli 2009
Nach TOD IN LISSABON war das mein 2.Krimi von Robert W iilson. Ich bin begeistert & sehr beeindruckt von der Story & Art & Weise, wie Handlungsstränge verwoben & entwirrt werden (erinnert mich an Michael Connelly), auch wenn am Ende Einiges nicht ganz geklärt wird. Bedauerlich finde ich, dass die Verlage heutzutage fast keine Personalübersicht (die gab es früher sogar bei den Goldmann 200-Seiten-Krimis) mehr abdrucken, denn selbt ein Pageturner kann man icht unbedingt in einen Rutsch auslesen.
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am 17. Januar 2014
Ich fand den Krimi sehr gut, viel Lokalkolorit.
Habe leider das Problem, dass die letzten Seiten auf meinem kindle nicht angezeigt wurden, so dass ich mir den Rest zusammenreimen musste. Habe wie beschrieben, das Buch gelöscht (Cloud) und wieder aufgerufen, hat aber nichts gebracht.

Was kann man da tun?
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am 26. August 2011
wilson kennt sevilla und die spanier sehr gut und das kann man in jedem seiner krimis lesen und spüren. vorallem bekommt man lust wieder sevilla zu besuchen und die legendären tapas zu essen und jeden winkel in sevilla besuchen zu wollen.
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