Fashion Sale Hier klicken Strandspielzeug Neuerscheinungen Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More 8in1 Promotion Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic festival 16

Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen
393
4,8 von 5 Sternen
Format: Audio CD|Ändern
Preis:18,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 5. November 2013
alles übertroffen!

"The Marshall Mathers LP2" - allein der Name des mittlerweile 8. Studioalbums des selbsternannten Rapgods hat die Erwartungen im Vorfeld schon hoch gesteckt wie kein anderes.

Wer sich beim ersten Hören des Eröffnungstracks "Bad Guy" anfangs über die für Eminem selbst eher untypisch laienhaft holprige Raptechnik wundert, wird im Lauf der nächsten 7:14 Minuten bei genauem Hören merken: dieser Mann ist ein Genie!

Er lässt die Geschichte um Stan wiederauferstehen und rappt aus der Sicht dessen kleinen Bruders. Dieser macht Eminem für Stans Tod verantwortlich und will sich rächen. Mit der Zeit wird er immer besser und beginnt schließlich rapptechnisch Eminems Level zu erreichen.
Höhepunkt ist ein 2-minütiger explosiver Rappart der von Eminem selbst gedoppelt wird bis er abschließend als sein eigenes Ich auftritt, sich selbst erklärt während seine Stimme immer leiser wird und schließlich ausklingt. Er bringt somit eine Art Selbstportrait in sieben Minuten Track unter, in dem sich seine eigene Karriere wiederspiegelt.

Auf MMLP2 demonstriert Eminem wie kein Zweiter dass er nicht nur skilltechnisch nach wie vor einer der besten Rapper ist, sondern auch einer der vielseitigsten.
Von rockigen Rick Rubin oldschool Nummern wie "Berzerk" über knallharte Spittingtracks wie "Rapgod" bis hin zu ruhigen Stücken wie "Stronger Than I Was" mit fast schon balladenartigem Gesang. Das alles schafft Marshall Bruce Mathers III auf seiner zweiten selbstbetitelten Scheibe perfekt zu kombinieren ohne dabei kitschig zu wirken.
Zwischen den Zeilen findet man immer wieder Verweise auf ältere Stücke oder Samples.

Somit gelingt Eminem zusammen mit Produzentengrößen wie Dr. Dre, Rick Rubin und seinen Featuregästen (Rihanna, Kendrick Lamar, Sia...) ein perfekter Spagat zwischen altbewährten Hip Hop Elementen und neueren modernen Einflüssen.
Warum die reguläre Albumversion nach 16 Tracks mit dem für mich schwächsten Song "Evil Twin" abschließt und "Beautiful Pain" mit Sia, meiner Meinung nach eines der besten Stücke des Albums sich hingegen nur als Bonustrack auf der Deluxe Edition befindet, entzieht sich zwar meiner Logik, dennoch ist MMLP2 für mich schon jetzt eines der besten (Hip Hop) Alben der letzten Jahre und darüber hinaus.

Eminem ist und bleibt damit der wohl zurecht erfolgreichste Künstler des Genres, oder wie er es selbst bereits passend formuliert hat: "Be a king, think not - why be a king when you can be a God!"
77 Kommentare| 146 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 5. November 2013
…. und ein sehr gelungenes Abum, das direkt vorweg, das dabei heraus kommt. Eminem ist jetzt inzwischen ja auch schon 41 Jahre alt, und trotzdem macht er mit dem „The Marshall Mathers LP 2“ eine kleine Regressionstherapie. Er zieht sich wieder die alten Klamotten an, nicht nur was die Referenz im Albumtitel auf seinen Megaseller betrifft sondern auch im Sound und in den Themen. Das Album verbindet wieder die beiden bewährten Pole, Comedy auf der einen Seite und Psychose auf der anderen, sehr gekonnt und ist das lustigste und spannendste Album von Em seit langen, gleichzeitig aber auch das schnellste, verbal, was die Raps angeht. Damit steht das Album im Kontrast zum letzten Album, das musikalisch eine gewisse Schwere hatte, textlich sehr ernst war. Und das natürlich auch komplett ohne das typische Wehklagen bezüglich seiner Mutter auskam ;-).

Erster Anspieltipp ist RHYME OR REASON. Über Samples des ursprünglich fröhlichen Hippiesongs „Time of the Season” von den Zombies breitet Em seine ganze Unzufriedenheit aus, der Song pulsiert durch diesen Kontrast zu Sample. Zweites Highlight ist A---HOLE, mit coolen Groove über den eine Rap nach dem anderen gelegt wird. Überhaupt die Raps, Em fährt ziemlich schwere Geschütze auf. Auf RAP GOD zeigt er sich als eben das, er rappt mit einer Geschwindigkeit, die ihres gleichen sucht. Ebenso sehr gut gelungen ist LOVE GAME, in dem er sich mit Kendrick Lamar eine feine Battle liefert. An manchen Stellen wird aber auch wieder die Gitarre ausgepackt (BERZERK), ist halt kein Wunder, wenn man Produzenten Ikonen wie Rick Rubin mitmachen lässt. Wie oft, gibt es aber natürlich auch Midtempo Nummern wie HEADLIGHTS oder STRONGER THAN I WAS, in ersterer wird sogar seiner Mutter vergeben. Ein paar Worte aber auch noch zu BAD GUY, der Song der das Album eröffnet. Bitte nicht irritiert und genervt weiterskippen, wenn der Song beim ersten Hören nicht gefällt - vor allen wegen der Quack-Stimme, das hat schon alles einen Sinn. Fiel oben nicht das Wort Comedy? Stan war schließlich kein Einzelkind sondern hat einen kleinen Bruder :-) ... und wie genial der nervt auch im virtuellen Duett kann dann auf dem Rest des famosen Songs erleben

Irgendwie schräg, ein Mann über 40, der immer noch nicht mit seinen Eltern so richtig abgeschlossen hat und der anscheinend auch nicht so recht alt werden will. Trotzdem stellt sich nie ein Gefühl der Peinlichkeit ein. Em zeichnet das Porträt eines Mannes im mittleren Alter, der keinen blassen Schimmer hat, was er machen, muss um endlich erwachsen zu werden. Der aber auch wenn er wüsste, keinen Bock dazu hätte. An einer Stelle rappt er, “With great power, comes absolutely no responsibility” und der Satz bringt es auf den Punkt. Em war damals der Antiheld, geliebt von nicht wenigen Fans genau deswegen, und mit „The Marshall Mathers LP 2“ bleibt er es auch 13 Jahre später.

PS. Schön, dass ich mit meiner Einschätzung nicht allein stehe, ich dachte schon ich sei verblendet ;-) Von den ersten 28 Bewertungen 26 mit 5 Sternen, 1 mit 4 Sternen und eine mit 1 Stern, aber auch nur weil die CD zu spät geliefert wurde.
33 Kommentare| 64 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. November 2013
Dieses Album ist die beste Hip-Hop-Veröffentlichung des Jahres. Ich denke wer etwas Ahnung von Hip-Hop hat wird mir zustimmen, wenn ich sage, dass sich das lyrische Niveau von aktuellen Größen wie Jay-Z, Kanye West oder Wiz Khalifa einfach nicht mit jenem von Herrn Mathers messen lassen kann. Die Frage, welches seiner Alben nun das Beste ist, ob seine letzten drei Scheiben wirklich so schlecht waren oder was MMLP2 mit MMLP1 zu tun hat ist da wirklich nebensächlich. Wer (auch den derzeitigen) Hip-Hop hört, MUSS bei diesem Album einfach zuschlagen, sonst spreche ich ihm schlicht die Beurteilung guten Raps ab.

Soviel zu jedem der meint diesem Werk weniger als 5 Sterne geben zu müssen, das hat es schlichtweg nicht verdient.

Zur eigentlichen Rezension:

Ich liebe dieses Album für seinen Abwechslungsreichtum. Das hat es Definitiv mit MMLP gemein und unterscheidet es von Recovery. Geniale Balladen wechseln sich mit regelrechten Partysongs und komplett chilligen Nummern. In seiner jeweiligen Eigenschaft leistet jeder Song hervorragende Arbeit. Stücke wie "So Much Better" klingen wie vor 13 Jahren, "Berzerk" hat etwas noch älteres und zugleich modernes. Es dauert lange, alle Stärken dieses Albums aufzuzählen, nur leider fehlt es mir an Schwächen die mich stören würden. Keiner der Songs gefällt mir nicht, spätestens wenn man auf den Text achtet oder ihn ggf. nachließt mag man einfach jeden Titel dieses Albums. Ich gehe mal auf meine Favoriten ein:

"Bad Guy": "Stan" war schon immer mein liebster Eminemsong, "Bad Guy" ist ein würdiger Nachfolger. Storytelling vom Allerfeinsten, Em wird sein schlimmster Kritiker. Sowas zeugt von Reife.

"So Much Better": Gemein, schamlos und mit typischer, selbstgesungener Eminemhook. Ihr wolltet die MMLP1 zurück? Da habt ihrs!

"Survival": Sorry, ich mag die Hook. Ansonsten ein Song der von Erfolg und Misserfolg handelt, erinnert mich recht stark an "Lose Yourself" und "Till I Collapse"

"Legacy": Über den Refrain lässt sich streiten, über die Verse nicht. Ist euch aufgefallen dass er das gesamte Lied über den selben Reim verwendet? Und trotzdem sagt er alles was er zu sagen hat. DAS ist Kunst, und wegen solcher Songs muss man ihn als besten Rapper anerkennen.

"Berzerk": Als der Song das erste mal lief stand für mich eingentlich schon fest: Das Album ist gekauft! Hammergeiler Partysong, Meilen besser als "Just Lose It", macht sogar mehr Laune als "My Name Is", und das will was heißen!

"Rap God": Fällt etwas aus dem Konzept, aber für mich die (skilltechnische) Krönung des Albums. Nicht mainstreamgeeignet, aber ein Leckerbissen für jeden Hip-Hop-Fanatiker. In jeder Hinsicht ein Superlativ.

"The Monster": Oh nein, nicht Rihanna. Dachte ich. Klar ist das der wohl kommerziellste Track des Albums, aber ich finde ihn wunderbar. Die Frau kann singen, und in Kombination mit Eminems emotionalen Texten kommt eine Ballade daher die wunderbar zur Abwechslung taugt. Und nicht nur dazu.

"So Far...": Experimentell, bizarr, ich liebe sowas. Die Übergänge von emotional zu aggressiv zu witzig, dazu dieses Mundwerk... Herrlich! Wie alt ist der Typ nochmal?

"Love Game": Das Problem, wenn man als Rapper mit Eminem zusammenarbeitet, liegt auf der Hand: Man kann nur schlechter sein. Was Kendrick hier abliefert ist aber absolut genial, selbst für seine Verhältnisse. Toller Beat, tolle Hook und jeder Vers ist der absolute Überhammer. Keiner von beiden scheint atmen zu müssen, insbesondere Em die letzten 1:30...
Habe einen harten "wir haben den längsten"-Rap erwartet, die beiden haben mich positiv überrascht. Besser hätt ichs mir nicht vorstellen können!

"Headlights": Eminem entschuldigt sich bei seiner Mutter, wo gibts denn sowas? Absolut rührend, wunderwunderschöne Ballade. Immer wenn man denkt er könnte einen nichtmehr überraschen...

"Baby (Bonus-Track)": Warum ist der Song nicht auf der normalen Version? Komplettes MMLP1-Feeling, hätte auch vor 13 Jahren gemacht worden sein.

Wenn ich hier auch noch über seine hundert verschiedenen Flows, Reimketten, Anspielungen, Wortspiele etc. schreiben würde die Eminem bringt, würde ich hier heute nichtmehr fertig werden. Jeder einzelne Song ist alleine aufgrund seines lyrischen Inhalts ein Meisterwerk und wäre auf jedem anderen Album dieses Jahres wohl zu Tode gefeiert worden.

In erster Linie bin ich nicht Eminem- sondern Hip-Hop-Fan allgemein. Bitte bewertet Eminem nicht schlechter, nur weil er schon ein paar Jahrhundertalben gemacht hat. Ich finde er hat das Niveau von SSLP, MMLP und der "Eminem Show" wieder erreicht, toppen lassen sich weder jene noch dieses Album von irgendeinem Rapper der noch unter den Lebenden ist.

Abschließend kann ich nur nochmals anmerken, dass jede Bewertung unter 5 Sternen ungerechtfertigt ist. Ich nenne ein Album selten genial, dieses hier ist es aber. Ja, ich habe "Magna Carta...Holy Grail" und "Yeezus" gehört, beides gute Alben, aber nicht mit "MMLP2" zu vergleichen.
Welchen Rang das Album unter den anderen Eminemveröffentlichungen einnehmen wird lässt sich wohl erst sagen, wenn die anfängliche Polarisierung verflogen ist. 13 Euro (10 Liter Benzin) ist es aber auf jeden Fall wert. Eminem-Fans rate ich grundsätzlich zur Deluxe-Edition, es lohnt sich.
1111 Kommentare| 55 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Januar 2014
Damals, als der Titel des Albums bekannt gegeben wurde war ich doch ein wenig skeptisch. MMLP2 - der erste Teil der Marshall Mathers LP zerfetzte ja damals praktisch alles und jeden im Business. Ich höre mittlerweile seit 11 Jahren die Musik von Eminem und bin immer wieder begeister. Aber dann kam dieses Album und ich wusste erst nicht ganz was da auf den Hörer zukommt. Man legt die Scheibe ein und ein - wie ich finde - unheimlich genialer und ruhiger Beat lässt einen langsam in das Album hineinfühlen. Bad Guy heißt das Werk. Die Geschichte und der Aufbau dieses Songs ist unglaubliche Kunst und eine wahnsinns Idee. Bei dem Song handelt es sich nämlich um den "Nachfolger" bzw. die Geschichte nach dem ersten erfolgreichen Song von Eminem in Deutschland "Stan". Dieser nimmt sich im gleichnamigen Song das Leben und schreibt Eminem einen Brief. Dabei geht es auch um seinen Bruder Mitchell. Dieser ist es auch, aus dessen Sicht Eminem den ersten Song der Platte zum Besten gibt. Unglaublich diese Vortsetzung der Geschichte und die Anknüpfung an einen Legendären Song.
Das Album ist viel zu umfangreich um auf jeden Song einzeln einzugehen, aber jeder Song ist in seiner Weise ein absolutes Meisterwerk. Es gibt keinen Song bei dem man sich denkt:"ok, den hätte es nicht gebraucht auf dem Album". Ganz im Gegenteil - nach Wicked Ways und dem eingebauten Skit von Ken Kanifff wünscht man sich eigentlich, dass noch eine Songs folgen.
Es ist mit riesigem Abstand das beste und vollkommenste Hip-Hop Album, welches ich besitzte - und das sind verdammt viele ;). Eminem katapultiert sich wieder einmal auf den Olymp des Rap. Dieser Mann ist nicht zu unrecht "Artist of the decade". Zusammenfassend - ein MUß für jeden Hip-Hop-Fan. Unglaubliche lyrische Bestleistungen und perfekte Beats. Die Kombination aus Rick Rubin und Eminem macht hungrig auf mehr!
Kauft das Album und unterstützt damit den größten Künstler unserer Zeit. Er hat es sich verdient. In einer Zeit wie dieser, in der der Hip-Hop immer mehr untergeht - Nas hat es ja bereits prophezeit - ist es einfach unglaublich zu wissen, dass es immer noch einen Künstler da draußen gibt, der die ganze Szene rasieren kann und mal eben das Album des Jahrhunderts rausbringt.
Vielen Dank für dieses Album - ein Meilenstein in der Geschichte des Hip-Hop.
:)
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. September 2014
Ich bin den Hype um Eminem damals nicht mitgegangen - keine Ahnung warum, aber Eminem hat mich nicht wirklich angesprochen. Natürlich gab es einige Songs, die mir auch gefielen, aber ich wurde nie zum Fan.

Dann nach soviel Jahren wieder ein Album? Die Neugier war geweckt und ich wurde nicht enttäuscht.
Ins Detail über Sinn, Wahrhaftigkeit und evtl. Neuauflagen einzelner Songs möchte ich gar nicht gehen. Unter'm Strich ist dies für mich ein Album was erwachsener wirkt und gut hörbar ist.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 21. November 2013
Direkt zu Beginn: Wer keine Lust auf eine ewig lange Rezension hat, der sollte direkt zum Fazit gehen, wo ich alles noch einmal kurz zusammenfasse. Doch dieses Album hat mich nach langem mal wieder dazu bewegen können, eine ausführliche Rezension zu schreiben. Da diese für viele aber zu lang sein wird, verweise ich darum einfach mal auf das Fazit. Für die, die es aber komplett lesen: Eine Einschätzung wäre super, denn hier würde ich wirklich sehr gerne jegliche Kritik zu Herzen nehmen.

2000 veröffentlichte der damals noch wesentlich jüngere Marshall Mathers das erfolgreichste Album seiner Karriere: The Marshall Mathers LP. Ein Jahr, nachdem er mit The Slim Shady LP seinen Einstand feierte und mit seinem verrückten Alter Ego in die Rap-Welt hineingeplatzt ist. Nun, 13 Jahre später, nach vielen Höhen und Tiefen im Privatleben des Mannes hinter Eminem, wird das legendäre Album um einen zweiten Teil bereichert. Das Album, das weltweit Rekorde gesetzt hat, ja sogar den Eintrag in das Guiness Buch der Rekorde schaffte. Für viele Kritiker ein gefundenes Fressen, wurde doch Eminem über die letzten Jahre immer mehr für seine Einfallslosigkeit, seine Zuwandlung zum Pop, dem Mainstream und vieler weiterer Sachen kritisiert. Dies hielt auch an, als Eminem mit Berzerk" die erste Single auf die Massen zurennen ließ und Charme der alten Golden-Era versprühte. Auch die Single zu Survival sorgte für Kritik. Verwaschener Beat, poppiger Refrain. Als dann nun plötzlich Rap God" veröffentlicht wurde, kreidete man ihn wegen eines zu experimentellen Beats an. Und über The Monster" mir Rihanna braucht man sich auch nicht mehr unterhalten. Ein Eminem hat es nicht leicht. Dass er nun den größten Klassiker seiner Karriere mit einem zweiten Teil beschenkt, sehen viele als großen Fehler an. Doch anstatt eine wirkliche Fortsetzung zu geben, gab Eminem in vielen Interviews an, dass man den Zuhörer nur den alten Vibe geben will, eine Fortsetzung des Albums selber ist dabei gar nicht geplant. Ob dies gelungen ist? Die Meinungen gehen stark auseinander...

Bevor man die Musik selber hört, nimmt ein regulärer CD-Käufer natürlich erst einmal die Verpackung wahr. In meinem Falle ist es die Deluxe Edition. Interessant: Die Klapphülle, statt der langweiligen Jewel-Case! Das Cover wird von einem Fernsehrahmen-ähnlichen Gebilde umrundet. Anstatt Plastik hat man Pappe in der Hand. Durch das Artwork im Retro-Stile ist man sofort wieder in alten Zeiten. Das Papier-ähnliche Booklet vom ersten Teil weicht diesmal einem gewohnten Hochglanz-Booklet. Auf dem Cover: Das Haus aus alten Zeiten. Diesmal jedoch alleine, ohne Eminem. Trostlos. Zugewuchert. Vermüllt. Und mittlerweile durch einen Brand so zerstört, dass es abgerissen wird. Das Booklet selber ist recht karg: Bilder gibt es kaum, den Hauptteil nehmen die Lyrics ein. Nur die vermüllten Innenräume sind zu sehen. Ansonsten bekommt man Bilder von Eminem, Dre und Rick Rubin zu sehen.

Das Album beginnt mit Bad Guy, die lang erwartete Fortsetzung von Stan". Die handelnden Personen sind hier Eminem und der kleine Bruder von Stan, genannt Matthew Mitchell. Die Abkürzung zu M&M ist klar erkennbar, heißt es doch im Song auch ,Eminem killed my M&M`. Der kleine Bruder von Stan will sich bei Eminem für all die tragischen Umstände rächen, wobei gegen Ende des Tracks die Frage bleibt: Begebenheit oder will Eminem im zweiten Teil des Tracks auf eine Wahnvorstellung um diese Begebenheit anspielen? Der Track selber ist ruhig gehalten, die Gastsängerin Sarah Jaffe erinnert definitiv stark an Dido vom ersten Teil. Leider kann mich der Beat nicht überzeugen. Wild wird es erst in den letzten 2 Minuten, wo auch der Beat an Fahrt aufnimmt und Eminem mit erhöhter Aggressivität seine Reime ins Mikrofon spuckt.
Gefolgt wird der Track vom Skit Parking Lot", eine direkte Fortsetzung um die Begebenheit bei Criminal", als die Kassiererin beim Überfall erschossen wurde. Die Umsetzung ist stark! Anfangs zwar mit dem Gedanken konfrontiert, dass man dies eher als Intro hätte nehmen sollen, macht dies nach einigen Durchläufen Sinn, den Part an genau dieser Stelle zu platzieren.
Nun wird es aber wieder sehr interessant. Mit Rhyme or Reason" wurde nicht nur der großartige Track Time of the Season" von The Zombies als Sample genutzt, sondern auch sehr geil als eigene Version umgesetzt. Thematisch geht es hier hauptsächlich wieder um seinen Ärger gegen seinen Vater. Die Wut in seinem Bauch ist definitiv herauszuhören. Zwar ist das Thema absolut nichts neues und mittlerweile fast schon ausgelutscht, von der Umsetzung her aber sehr gut gelungen. Mehr als gelungen finde ich dabei die gesangliche Umsetzung des Refrains, den Eminem selber zum Besten gibt. Durch das geile Sample konnte man mit dem Beat auch kaum Fehler machen, und Rick Rubin mit Eminem selber an den Reglern haben hier einen ordentlichen Track abgeliefert.
So Much Better", als Track Nr. 4 auf dem Album, wird dann aber nicht nur inhaltlich noch eine Stufe aggressiver, sondern auch vom Beat her eine Spur härter. Der Beat erinnert stark an Criminal", doch thematisch denkt man sofort an Kim". Eminem behandelt hier nämlich die Thematik einer verflossenen Liebe. Dabei singt er uns im Refrain ,My life would be so much better / If you just dropped dead` um die Ohren. Wut ist definitiv dabei. Stellenweise wird aber deutlich, dass er scheinbar nicht mal wirklich eine Frau zu meinen scheint, sondern gegen das Rapgeschäft selber zu schießen scheint. Sozusagen eine Fortsetzung von 25 to Life vom Recovery-Album. Ein Schelm, wer hier denkt, dass die frauenfeindlichen Inhalte nur Zufall wären. Eminem wird seinem Image halt gerecht, aber man muss zugeben: Es ist geil.
Dann kommt nun aber endlich eine der ersten Singles: Survival"! Mit einem wunderbar eingesungenen Refrain von Liz Rodrigues wird man wieder in die rockige Schiene geschickt, die man zu damaligen Zeiten oftmals um die Ohren geworfen bekam. Das Musikvideo dazu muss man nicht thematisieren, ich find's geil umgesetzt, andere halt nicht. DJ Khalil hat sich mit dem Beat jedenfalls alle Mühe gegeben, und man kann auch hier wieder von halten was man will, aber Eminem zeigt, dass er noch lange keinen Bock hat, aufzuhören. Letztlich kann man den Inhalt auf eine Line aus dem Refrain runterschrauben: ,This is survival of the fittest`. Eminem ist halt immer noch voll Energie, er kann seine Familie ernähren und hat sein ganzes Leben dem Rap gewidmet. Auch den Kritikern kommt er entgegen, indem er ihnen einfach mal eine klare Botschaft a la Labert doch, wie ihr wollt" in die Arme wirft. Wunderbarer Track, der mich einfach mal richtig scharf auf das Album machen konnte.
Legacy" wird nun wieder eine Spur persönlicher. Der gesungene Refrain ist diesmal von einer gewissen Polina beigesteuert. Wird wohl keiner etwas mit anfangen können, doch schlecht ist er nicht, wenn auch nicht wirklich brillant. Was eigentlich schade ist, da die Thematik um die Kindheit und Entwicklung von Marshall Mathers eigentlich einen besseren Gastpart verdient hat. Der Beat ist blöderweise auch nicht wirklich die große Enthüllung. Viel zu ruhig, entwickelt sich dieser leider nur im Refrain zu wahren Stärken. Das überrascht mich insofern, da ich von Emile Haynie, Producer des Tracks, eigentlich andere Sachen gewohnt bin. Trotz der Thematik und der gewohnt guten Lines leider nur ein durchschnittlicher, für Eminems Verhältnisse leider aber unterdurchschnittlicher Track.
Mit A**hole" hat man nun einen Track, der auf der offiziellen Gästeliste auch das erste Feature präsentiert: Skylar Grey. Von dieser Kombination erwarte ich persönlich sehr viel. Immerhin ist Skylar Grey in meinen Augen eine der besten Sängerinnen, die es derzeit gibt. An sich ist der Beat gewöhnungsbedürftig, der Anfang des Tracks ist mir jedenfalls etwas zu plötzlich. Gerade hier hätte man einen besseren Einstieg finden können, entwickelt sich jedoch schnell weiter. Warum auch immer erinnert er mich aber sehr stark an Forever" von Eminem, Kanye West, Drake und Lil Wayne. Inhaltlich ist es aber ein Track an all die Kritiker und Hater, die Eminem letztlich immer zu dem Erfolg führten, den er hat. Denn wer macht bessere Presse für einen Artist als die Kritiker selber? Die Ironie ist göttlich, wenn auch nicht ganz so hervorragend wie auf vielen anderen Tracks. Skylar Grey liefert dafür aber, wie erwartet, einen geilen Refrain, wobei ich mir bei ihr doch einen Gastverse gewünscht hätte. Insgesamt trotzdem ein ordentliches Zusammenspiel von zwei super Musikern.
Nun aber die erste Single. Das Werk, das ein neues Album ankündigte. Und das vollkommen unerwartet und auf gut durchdachte Art und Weise, nämlich als Werbespot für die Beats by Dr. Dre während einer Preisverleihung. Schon die ersten Ausschnitte des Musikvideos waren umwerfend - blonde Haare und unbekannte Szenen? Habe ich da was verpasst? Nein, es ist Tatsache, Eminem ist zurück...mit wieder erblondeten Haaren! Und verdammt, der Track ist geil! Am Anfang für schrecklich befunden, hat mir das Musikvideo gefallen gemacht. Endlich wird mal wieder die alte Zeit hervorgehoben! Sofort kommen Erinnerungen hoch! Die Beastie Boys schienen mir zurück. Der Beat von Rick Rubin ist ein Brett, das einen sofort Run DMC wieder ins Tape Deck zaubern wollte. Ich kann nicht mehr! Musikvideo fantastisch, Track fantastisch, alles fantastisch. Party. Von Eminem ungewohnt, aber umso geiler. Die Vergleiche und Anspielungen auf andere seiner Vorbilder, Kollegen und Opfer - klar, dieser Sound spaltet die Massen, aber das ist genau das, was Eminem ausmacht: ER macht, was ER will. Und da kann ein Refrain noch so schief klingen, er zieht es durch.
Die wohl größten Wellen schlug im Zuge der Zeit vor der Veröffentlichung seines Albums der Song Rap God". Dieser Track spaltete die Massen. Besonders der für Eminem sehr ungewöhnliche Beat, geschustert von DVLP und Filthy, war sehr gewöhnungsbedürftig. Entweder man mag ihn, oder halt nicht. Noch mehr für Aufsehen sorgte jedoch nicht der Beat, sondern der Inhalt. Größenwahn warf man ihm vor. Hatte doch Kanye West fast schon das Alleinstellungsmerkmal dafür inne, will nun Eminem genau dies über sich sagen: Ich bin der Größte, ich bin der Gott! Unrecht hat er damit nicht mal so ganz, denn wenn man mal überlegt, wie er stellenweise einfach mal Triplereime auf den Tisch klatscht und bei den YouTube-Awards live auf der Bühne zeigt, dass er es tatsächlich schafft, 115 Wörter in 16 Sekunden zu spucken, dann ist man schon ehrfürchtig erstaunt, selbst wenn man den Song nicht feiert. Inhaltlich erinnert mich der Song zu Beginn stark an Remember Me" vom ersten MMLP, da hier die ,6 Minutes Shady` wieder eine Rolle spielen. Besondere Betrachtung fand aber eher wieder die erneute Andichtung von Vorwürfen über den Hass gegenüber Homosexuellen. Wie man das nun sehen will, ist jedem logischerweise selber überlassen, doch wer sich mit der amerikanischen Jugendkultur auskennt, der weiß genau, wie Eminem das meint. Was aber noch überraschender ist, ist die Tatsache, dass ausgerechnet die Zeile über das Schulmassaker an der Columbine High School diesmal unzensiert ist - die selbe Zeile wurde auf MMLP 1 immerhin zensiert. Aber darüber regt sich keiner auf? Manche Menschen setzen halt Prioritäten. Man kann letztlich natürlich davon halten was man will. Ich weiß vom Beat her auch nicht, ob ich den Song nun wirklich mag oder nicht, aber vom Style her ist es einfach wieder ein Song, bei dem Eminem seine wahre Qualität zeigt und auch zu den Vorwürfen gegenüber zum Pop Stellung bezieht.
Zurück zu Ironie und Sarkasmus im alten Stile kommt Eminem nun bei Brainless". Auf einen guten, wenn auch nicht herausragenden Beat von Eminem und Luis Resto wird endlich wieder mal der alte Slim Shady in leichten Zügen herausgelassen. Besonders der wieder halb dahingeseuselte Refrain von Eminem selber macht Spaß. An genau diesen Stellen ist der Beat auch wieder auf seinen Höhepunkten. Soundtechnisch hat man aber eine halbe Horrorkulisse in Szene setzen wollen, was aber gut gelungen ist. Inhaltlich ist zwar keine Neurevolution zu erwarten, aber vom Flow her macht es trotzdem Spaß, zuzuhören und zu überlegen, wie er denn nun diese und jene Line meint.
Nun geht es aber an meinen absoluten Tiefpunkt des Albums und für mich an dem Punkt, den ich mir absolut nicht anhören kann. Stronger Than I Was" ist für mich einfach absolut schwach. Der von Eminem und Luis Resto zusammengeschusterte Beat ist komplett für die Katz und dieser Versuch, gefühlvoll zu singen ging für meine Ohren ganz schön schrecklich in die Hose, denn gut klingt anders. Da kann das Thema noch so emotional sein. An sich ist es auch mal eine neue Sache: Dies ist sozusagen eine Fortsetzung von Kim". Nur dass er diesen Track eben aus ihrer Perspektive beleuchtet und versucht, die Gefühle seiner Ex nach eben jener Aktion in Worte zu fassen. Ungewöhnlich für Eminem, genau so wie die Umsetzung, die ich mir nicht anhören kann. Einzig die Tatsache, dass die Probleme der beiden behoben zu sein scheinen sind ein Grund, den Track zu rechtfertigen, ansonsten wird er mir niemals die Ohren verschönern.
Und nun kann man über Rihanna sagen was man will. Die Tatsache, dass Eminem sie trotz aller Kritik auf seinem Album hat, kann man wieder als kommerziell oder einfach aus Laune heraus abstempeln. Fakt ist einfach, dass The Monster" Schluss macht mit all den Monstern, die in der Nacht unter dem Bett lauern. Die angeschnittene Thematik ist dabei ziemlich witzig umschrieben, geht es doch eigentlich um den Erfolg und die Schattenseiten des Alltags. Der Beat gefällt mir nach mehrmaligen Hörens sehr, sogar Rihanna kann mich mehr überzeugen als auf Recovery. Eminem ist auch wieder gut dabei und entschädigt den vorherigen Track. Insgesamt gefällt mir die Kollaboration sehr gut, was mich schon mit Vorfreude auf das Musikvideo vorausschauen lässt.
So Far" ist nun wieder eine ganz andere Klasse. Denn jeder, der meint, Eminem hätte seinen alten Humor verloren, der wird hier Lügen gestraft. Während er sehr witzige Passagen versucht zu singen und dies absichtlich eher schlecht als gut macht, erklärt er nun seine Liebe zu seiner Heimat Detroit. Die Art, wie er das macht, lässt einen dabei Grinsen. Zumal er versucht, dem Hörer zu zeigen, dass er im Grunde immer noch der Selbe ist, macht dabei Freude. Leider ist der Beat nicht ganz so gelungen. Da hätte Rick Rubin aus dem eigentlich richtig geilen Sample von P.S.K. Whut Does It Mean" (Schooly D) und Life's Been Good" (Joe Walsh) eigentlich zu guten Sachen verbinden können. ABER: Die instrumentalen Passagen aus The Real Slim Shady" sind mal wieder ein absoluter Hörgenuss und versetzen einen sofort wieder in diese Zeit zurück. Macht den Track zwar nicht mehr als durchschnittlich, aber hat trotzdem seinen Charme.
Love Game" als folgender Track hat nun eine ganz große Besonderheit: Denn als erstes Album von Eminem überhaupt ist der Feature-Gast Kendrick Lamar als einziger MC neben Eminem selbst vertreten! Doch das macht den Track gleich wieder besonders. Rick Rubin hat hier das Sample von Game of Love" wunderbar zu einem neuen Track umfunktioniert. Eminem glänzt wieder mal mit seinem Humor, benennt diesmal eine Unmenge an anderer Küsntler...und das Thema Frauen ist sowieso immer eine Sache für sich. Die Besonderheit kommt jedoch erst mit dem Gast Kendrick Lamar zustande, denn hier treffen sich der alte Meister und die Zukunft. Und die Symbiose ist wunderbar gelungen! Dabei ist es schon witzig, sich mal so anzuhören, wie die Parts verlaufen. Verse 1: Eminem gewohnt witzig. Verse 2: Kendrick Lamar in seinem relativ chilligen Flow. Verse 3: Eminem auf eine richtig verrückt aggressive Art, bei der man nicht weiß, ob er jetzt nun durchdreht oder einfach so ist. Für viele ein riesiger Kritikpunkt, doch ich kann mir ein fettes Lachen einfach nicht verkneifen. Absolut schönes Ding, wenn auch auf lange Dauer nicht unbedingt spannend.
Doch nun kommt für mich gefühlsmäßig das eigentliche Highlight. Der Track mit Nate Ruess von FUN ist einfach thematisch eine absolute Bombe. Headlights" ist tatsächlich das, womit der Eminem Fan nie rechnen wollte: Die Entschuldigung an die Mutter! Die Frau, die am meisten im Laufe der Jahre zu hören bekam, bekommt nun einen verdammt packenden Track zur Entschuldigung. Man merkt, dass es Eminem ernst meint. Und verdammt, auch ich musste mir zwischendurch Tränen verkneifen, denn hier springt Eminem über einen riesigen Schatten und zeigt, dass er reifer geworden ist. Der geniale Beat und der absolut gelungene Refrain machen den Song zu einem Klassiker!
Den Schlussstrich auf der Standard Edition bietet nun Evil Twin" - für mich vom Beat, vom Flow, vom Gesamtpaket her der absolute Höhepunkt! Unklar ist für mich die ganze Zeit, wo nun die Grenze zwischen Eminem, Marshall und Slim Shady zu ziehen ist, da sich alle drei Charaktere durch den Track ziehen. Interessant trotzdem, dass sich Eminem durchaus seiner Texte bewusst ist, aber er sich davon nicht distanziert, sondern dazu steht. Respekt geht sogar noch an den unglaublich berühmten Control"-Verse von Kendrick Lamar...ach, verdammt, das ist genau der Track, der einfach der Höhepunkt ist, und den ich nicht in Worte fassen kann. Denn eigentlich disst er, ohne zu dissen, und disst gerade darum, weil er es ja eben doch nicht macht! Perfektes Ende für eine sehr gelungene CD. Der Chorus gefällt mir übrigens wunderbar, hätte gerne länger gehen können.

Nun aber kommen die Bonus-Songs auf der Deluxe Edition. Und wenn ich mal ganz ehrlich sein soll - das war nichts. Alle Tracks sind für mich kompletter Durchschnitt. Wobei ich auch hier zur Verteidigung sagen muss, dass der Flow einzigartig ist. Nur, das Problem ist, dass die Beats durchgängig nichts für meine Ohren sind. Da kann auch ein Eminem nichts machen. Blöd, dass auch die Features eher nicht so ganz gelungen sind. Besonders von Sia bin ich enttäuscht, da sie eigentlich eine perfekte Sängerin ist, hier aber das absolute Gegenteil abliefert. Einzig das Outro mit Ken K. ist mal wieder vom alten Witz her getroffen, wobei selbst das irgendwo nicht überzeugen kann. Schlecht ist die Deluxe deswegen natürlich nicht, aber unterhalten kann es mich leider auch nicht, und da hatte Eminem schon viele andere Sachen gemacht, die weit über diesem Niveau sind. Auch thematisch ist nicht viel dabei. Das eigene Talent wird in den Himmel gelobt, das Thema Liebe und Unehrlichkeit ist mal ein interessanter Ansatz, dann wird man aber auch aufgefordert, sich von Rückschlägen nicht unterkriegen zu lassen, und schlussendlich wird noch mal die Entwicklung von der Kindheit bis zu den Anfängen mit D12 philosophiert. Durchaus interessante Geschichten, die aber für meinen Beatgeschmack einfach die falsche Kulisse tragen.

FAZIT:
Eminem ist zurück. Mit dem Album hat er die Meinungen gespalten, viele Kritiker wieder mal davon überzeugt, dass seine Zeit vorbei ist und trotzdem die Fans begeistert. Letztlich hat Eminem aber wieder eines gemacht: Das, was er wollte. Man merkt, dass er noch hungrig ist, dass er noch Bock hat und dass für ihn zum Glück noch lange nicht Schluss ist. Seine Karriere wird noch etwas gehen. Ob mit oder ohne Slim Shady ist dabei egal, denn auf Grund seines Alters und seiner merklichen Reife ist dieser nicht mehr wirklich von Nöten und wirkt deutlich aufgesetzt. Doch hat Eminem auch andere Qualitäten. Sein Flow, seine Rhymes, sein Komplettpaket als Künstler.
Diesmal kann ich die Kritiker sogar nachvollziehen, die mit den Beats ihre Probleme haben. Ja, Eminem hat wieder einmal viele Produzenten, mehr als bei Recovery. Und ja, seine Beats sind diesmal anders als in der Vergangenheit, und teilweise sind sie gewöhnungsbedürftig. Aber mein Gott, Eminem öffnet sich endlich auch mal für andere. Man muss einfach zugeben, dass die goldenen Zeiten von Dre vorbei zu sein scheinen und er beim Mixen einfach noch das absolute Novum darstellt, was die endgültige Qualität zeigt. Zumal nach Relapse unendlich viel gemeckert wurde, dass Eminem mal neue Produzenten holen soll. Und nun tut er das, und trotzdem meckern viele rum. Man muss es mal so sehen: Je mehr Produzenten, desto vielschichtiger der Soundteppich. Und das macht ein Album erst interessant. Dieses Album zeigt es, denn bis auf wenige Ausnahmen sind das absolut gelungene Beats, auf denen Eminem sein Können beweist.
Dieses Mal kann ich sogar die Kritik bei den Features verstehen. Ein Kendrick Lamar als einzigen MC - klar hätte man gerne mehr. Dre, Fiddy, D12. Aber verdammt, es klappt auch so. Natürlich ist eine Rihanna ein Thema für sich, aber sie kann singen, ob kommerziell oder nicht. Und auch ein Nate Ruess kann überzeugen. Er hat nun einmal eine geile Stimme, und das sage ich, obwohl ich mit F.U.N. nichts anfangen kann. Und über eine Skylar Grey muss man nicht diskutieren. Sind wir doch mal ehrlich: Hätte ein 50 Cent ins Soundkonzept gepasst? Klar wäre es geil gewesen, aber der soll sich erst mal um seine eigene Mucke kümmern. Klar, ein Dre hätte alte Erinnerungen geweckt, aber er zieht sich auch immer mehr zurück und lässt mit Detox einfach immer nur noch Enttäuschungen in mir aufkommen. Und D12 - die gibt es nicht mehr, die haben sich aufgelöst. Man kann von allem halten was man will, aber so wie es ist, funktioniert es auch.
Thematisch hat Eminem natürlich auch keine Revolution gestartet. Aber das muss er auch nicht. Das machen 99% seiner Kollegen ebenso nicht und werden trotzdem gefeiert. Na und, dann hört man sich alte Geschichten an, aber wer hört denn bitte nur auf den Inhalt? Ein guter Inhalt macht einen schlechten Track nicht perfekt. Überhaupt, Tracks wie insbesondere Headlights" überzeugen gerade dadurch umso mehr.
Eminem ist einfach immer noch einer der besten. Ob er DER Beste ist, das ist ein anderes Thema, denn das muss jeder selber für sich definieren. Aber Fakt ist, dass jedes Album von Eminem irgendwo einen Standard setzt. Ob nun MMLP2 an MMLP1 rankommt? Nein. Und das soll es verdammt noch mal auch nicht. Das sind zwei vollkommen verschiedene Zeiten. Und genau das macht es so geil, genau das macht es so einzigartig, und hier liegt der verdammte Unterschied. Man kann Eminem den Sellout ankreiden, aber wer sich mit Interviews beschäftigt, der wird merken, dass Eminem nicht an den alten Erfolg anknüpfen wollte.
Ich gebe dem Album 4 Sterne, und behalte es mir vor, noch die 5 zu geben, ich werde es noch einige Wochen hören und dann schauen, was sich ergibt. Aber Mensch, hier hat man endlich einen reifen Herren, der trotzdem noch Witz hat und mit seinen Reimpistolen die halbe Kollegenschaft erschießen kann. Feiert es oder nicht, man muss es halt für sich entscheiden. Aber man muss allem eine Chance geben, länger reinhören und dann ein eigenes Bild finden.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Mai 2015
Super Nachfolger

Eminem hat es Geschafft einen zweiten Teil zu produzieren, mit großem Erfolg.
Der sehr moderne Stil kommt an und klingt Super.
Eminem ist der absolute Rap God und hat es immer noch drauf.
Alles wird moderner und eintöniger, doch Eminem bleibt immer Korrekt.
Der Beste weiße Rapper aller Zeiten.

Absolute Kaufempfehlung!!!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. September 2014
Ist ein sehr gutes Album, hat viele Highlights und kein Song kommt wie ein Albumfüller vor. Finde ich sehr gut, auch alle Feautres sind geglückt! Kann hier ruhig gute 5* Sterne geben! :)

*****
1. Bad Guy, 5*
2. -
3. Rhyme Or Reason, 4.5*
4. So Much Better, 4*
5. Survival, 5*
6. Legacy, 5*
7. ***hole, 4*
8. Berzerk, 5*
9. Rap God, 5*
10. Brainless, 5*
11. Stronger Than I Was, 4*
12. The Monster, 5*
13. So Far..., 4.5*
14. Love Game, 5*
15, Headlights, 5*
16. Evil Twin, 4*

Deluxe
17. Baby, 4*
18. Desperation, 4*
19. Groundhog Day, 3.5*
20. Beautiful Pain, 5*
21. Wicked Ways, 4*

Highlights:
The Monster
Beautiful Pain
Survival
Berzerk
Headlights
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Januar 2014
Eminem würde von mir normalerweise immer volle Punktzahl erhalten, ich habe alle Alben und höre seine Musik einfach super gerne, sowohl die alten als auch die neuen Tracks. Dieses Album fängt stark an, "Berzerk" als erste Single-Auskopplung war ein Meisterstück, was aber vielen Künstlern ja öfter mal gelingt. Leider sind die letzten 5 Titel meiner Meinung nach eher schwach. Nicht immer findet er die richtige Mischung aus unkonventionellen Sounds und seinem Rapstil. Das gelang ihm früher besser, trotzdem ein gutes Album und absolut hörenswert, wenn auch eingeschränkt. Aber hat man das nicht auf fast jedem Album jedes Künstlers?
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. Dezember 2013
Auch auf diesem Album erfindet sich Eminem mal wieder neu; versucht er mit anderen Melodien und Rhytmen seine Texte neu zu verpacken.

Erstaunlicherweise zum zweiten Mal, nach "Love The Way You Lie" auf "Recovery", ein Titel mit Rihanna ("The Monster"). Die beiden scheinen sich zu mögen. ;o) Ich glaube sogar, dass Rihanna auch in "Legacy" zu hören ist, auch wenn es nicht explizit erwähnt wird.

Meine Favoriten auf dieser Scheibe sind:

"The Monster"
"Headlights"
"Rap God"
"So Far"
"So Much Better"
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen


Benötigen sie kundenservice? Hier klicken