find Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Jetzt informieren PR CR0917 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ HI_PROJECT Mehr dazu Mehr dazu Storyteller Unlimited AmazonMusicUnlimited Fußball longSSs17

Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
69
4,1 von 5 Sternen
Format: Audio CD|Ändern
Preis:15,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 22. September 2012
Die Bewertung für dieses Album ist für mich nicht ganz einfach. Man sollten nicht den Fehler machen, immer den Vergleich mit den überragenden Alben "Seasons End", "Brave" oder "Marbles" (Deluxe Version) anzustreben. Diesen Vergleich muss "Sounds that can't be made" zwangsläufig verlieren. Man sollte von einer Band meines Erachtens nicht erwarten, dass jedes neue Album immer das beste ist, denn dann müssten die meisten Künstler ihre Karriere nach dem ersten Album beenden. Ein Vergleich mit den genialen Album aus der Fish-Phase ist ebenfalls nicht angebracht, denn das ist in meinen Augen eine andere Art von Musik. Ich würde dieses Album musikalisch am ehesten mit "Afraid of Sunlight", "This Strange Engine" oder "Somewhere Else" vergleichen. Und in diesem Vergleich schneidet dieses Album wirklich gut ab. Daher hat es dieses Album meines erachtens verdient, veröffentlicht und gekauft zu werden.

Bei einem Vergleich mit dem Mist, der einem heutzutage so um die Ohren fliegt, hätte dieses Album glatte 5 Sterne verdient. Mit den Ideen, die in einem Marillion Album stecken, würden die meisten anderen Künster mindestens 10 Albem veröffentlichen. Leider muss sich Marillion aber den Vergleich mit sich selbst gefallen lassen, und daher kann ich leider nur 4 Sterne geben, weil das Album meines Erachtens nicht innovativ genug ist. Ich habe zumindest den Eindruck, viele Elemente in den Songs schön einmal auf früheren Marillion Alben gehört zu haben. An dieser Einschätzung kann auch der Song "Gaza" nichts ändern, der in meinen Augen von den meisten Rezensoren überschätzt wird. Für mich hat der Song zu viele Längen und hätte gut 3-4 Minuten kürzer sein können. Dann wäre es ein echter Knaller. So hält "Gaza" einen Vergleich mit z. B. "This Strange Engine" oder "Ocean Cloud" leider nicht stand.

Fazit: Wer einfach nur richtig gute Musik hören möchte, sollte sich dieses Album in jedem Fall zulegen. Wer den Vergleich mit früheren Überwerken von Marillion sucht, sollte lieber gleich die alten Scheiben auflegen. Ich bin jedenfalls froh, dass heutzutage noch so geniale Musik produziert wird und freue mich daher, dass dieses Album meine Musiksammlung bereichert.
0Kommentar| 11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. November 2013
...das endlich auch den Sound bekommt, den es verdient. Zu den Songs ist schon praktisch alles bis ins Detail gesagt; mit dieser späten Rezension möchte ich daher vor allem ein paar Worte zum Klang der neu erschienenen LP-Fassung verlieren.

An sich war auch schon vor einem Jahr vieles perfekt, angefangen bei der Musik als solcher bis hin zu der toll gemachten Limited Edition. Was mich allerdings bei der CD-Fassung ziemlich gestört hat, war der Soundbrei, der da teilweise angerührt wurde: so z.B. in den lauten Passagen von Gaza (inkl. clipping), durchgängig bei "Invisible Ink" (das ich mir bis dato überhaupt nicht anhören konnte), und leider auch bei "The Sky Above The Rain", das doch bisweilen recht anstrengend im Gehörgang war.

Damit das niemand falsch versteht: ich hielt STCBM schon damals für das beste Marillion-Album seit "Marbles", und mit einigem technischen Aufwand war auch ein Teil der Dynamik zu retten, aber der Sound wurde einfach der extrem hohen Qualität der Musik nicht gerecht.

Wie dem auch sei: nun brachte der DHL-Mensch also endlich die langersehnte LP vorbei (5.1 Bluray wär mal schön, u.a. auch ein bisschen zeitgemäßer... ), und schon sieht die Sache anders aus. Zuerst fällt die hohe Fertigungsgüte auf: die Platte liegt schwer in der Hand, wirkt wie aus dem Vollen geschnitzt. Gefühlt sind das noch weit mehr als 180g :-). Dazu kein bzw. kaum störendes Knistern oder Knacken, d.h. keine nennenswerten Rückstände oder Verunreinigungen in den Rillen. Beim Abspielen treten auch keine sonstigen Fehler, wie z.B. Springen oder Tonschwankungen, auf.
*EDIT* (auf den Kommentar M. Rohm hin): es sieht so aus, als seien die Labels auf Disc 2 grundsätzlich vertauscht. Ich war davon ausgegangen, dass es sich bei mir um einen Einzelfall handelt und hatte keinen Gedanken mehr daran verschwendet. Ist aber kein Beinbruch, ich lege die Scheiben sowieso nach Farbe der Labels auf: orange = S. 1, rot = S. 2, blau = S. 3, grün = S. 4 (d.h. eigentlich wäre blau die Seite 4). Ist abends im Dämmerlicht eh angenehmer, als die Nümmerchen zu entziffern. ;-)

Der positive Eindruck setzt sich sodann glücklicherweise da fort, wo er am wichtigsten ist: bei der Soundqualität. Ganz offenbar und wenig überraschend wurde zwar dasselbe digitale Ausgangsmaterial wie für die CD-Produktion verwendet, aber trotzdem klingt die LP-Fassung viel angenehmer. So wurden zwar die Drums im ursprünglichen Mastering ganz einfach verhunzt (das kriegt Mike Hunter einfach nicht auf die Reihe) und enttäuschen mit geringer Präsenz und kraftlosem Punch. Davon abgesehen ist das Klangbild aber wesentlich ausgewogener und runder. Ich möchte nicht auch noch an kleinen Details rummäkeln, die eher im Bereich der persönlichen Vorlieben liegen (z.B. die für meinen Geschmack zu geringe Räumlichkeit), denn irgendwas findet man immer, wenn man lange genug sucht. Stattdessen will ich lieber zusammenfassend feststellen, dass alles (und ich meine damit wirklich: *alles*) besser ist als vorher. Das ist doch mal was!

Praktisch alle Stücke haben deutlich an Transparenz gewonnen. Wo vorher hauptsächlich Vocals und Gitarre dominierten und den Rest mitunter vollkommen „erdröhnten“, sind die einzelnen Instrumente nun gut und ermüdendsfrei auseinanderzuhalten. Es ist ein leichtes, abseits der nach mehreren hundert Hördurchgängen sattsam bekannten Songstrukturen bei jedem neuen Durchlauf einen anderen Marillo herauszupicken und zuzuhören, was er da an seinem Instrument so macht. Selbst bei hoher Lautstärke drückt einem die schiere Lautheit nun nicht mehr gleich das Trommelfell zur Nase raus - ein Hoch auf die technischen Beschränkungen von Vinyl. ;-)

Mit Hyperlinks ist das hier ja so eine Sache, aber wer sich dafür interessiert, kann mal nach „DR database“ googeln und dort als Artist „Marillion“ sowie als Album „Sounds“ eingeben. Der klangliche Unterschied ist in der Tat genau so deutlich, wie er da in Zahlen ausgedrückt wird. Wie bereits angedeutet, wäre mir eine gut gemachte CD- oder Bluray-Fassung genauso lieb, aber als klangliche Alternative ist die LP- der CD-Fassung jedenfalls um Längen voraus - von dem tollen großformatigen Artwork ganz zu schweigen.
Völlig unverständlich: digitalisiert man die LP-Fassung und brennt sie auf eine CD, dann klingt sie immer noch weitaus besser als die originale CD-Version – obwohl für beide das gleiche Ausgangsmaterial verwendet wurde. Das soll jemand verstehen…

Fazit:
Wer einen Plattenspieler sein Eigen nennt, sollte unbedingt zur Vinylfassung greifen. Die Scheiben lassen sich auch mit recht geringem Aufwand digitalisieren (am besten als .flac), wenn man unterwegs nicht darauf verzichten möchte.
44 Kommentare| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. Juni 2015
Das 2012 erschienene und bei Intact veröffentlichte "Sounds That Can`t Be Made" wurde in der gewohnten Formation eingespielt und bietet eine,wie bei Marillion nicht anders zu erwarten,hohe emotionale Ansprache in der Musik.
Bei einer Besetzung mit den klangvollen Namen Mosley/Hogarth/Rothery/Trewawas und Kelly braucht man sich um handwerkliche Qualitäten und ein hohes Maß an Kreativität in der Kompositionsarbeit ganz sicher keine Sorgen zu machen.
Noch keines der "normalen" Studioalben hat mich jemals enttäuscht ("Less Is More" zähle ich da nicht mit),ganz im Gegenteil ist es so,daß mich selbst als allgemein (nicht von mir) als schwächer angesehene Alben,wie "Marillion.Com" oder "Radiation" in schiere Begeisterung versetzen;von Alben,wie "Anoraknophobia","This Strange Engine" oder "Clutching At Straws" und und und ganz zu schweigen.
Marillion zählen für mich zu den besten Musikern überhaupt.
Auch "Sounds That Can`t Be Made" ist ein tolles Rock-Album geworden,unterscheidet sich in einem Punkt jedoch von anderen Alben der Schotten.
Marillion haben sich bei gleichbleibender Ausrichtung auf Gefühl und Emotion immer etwas vorwärtsbewegt.
Kein Album wirkte dem Vorgänger übermäßig ähnlich,immer gab es neue Ansätze,Ideen,Experimente;manchem wurde das sogar zuviel.
Hier ist es nun so,daß ich während der gesamten Laufzeit stetig das Gefühl habe,das alles in abgewandelter Form so ähnlich schon mal gehört zu haben.
Hier etwas "Marbles",dort ein Hauch "Afraid Of Sunlight",dann ein Einsprengsel "Radiation",plötzlich ein bißchen "Marillion.Com"...
Selbstverständlich weisen die Stücke alle genug Eigenständigkeit auf,um nicht von Selbstplagiat reden zu können,dennoch wirkt STCBM ein wenig wie eine Collage der letzten Alben,insbesondere,was die Melodik,aber auch was den Sound angeht.
Schlimm ist das aber nicht,da trotz der Ähnlichkeiten mehr als genug Substanz vorhanden ist,um ein Album ohne Längen zu füllen.
Während manch andere Band mangels kreativer Substanz fünf oder sechs gute Ideen künstlich in die (Album-) Länge zieht und das durch tolle Produktion und Beimischung von Standard-Belanglosigkeiten überdeckt,hat man bei Marillion stets das Gefühl,es mit einem kreativen Füllhorn zu tun zu haben,bei dem es hier vielleicht eines Top-Produzenten bedurft hätte,um alles rauszuholen.
Warum kann nicht jemand Steve H mal sagen,daß man tiefe Emotion auch anders ausdrücken kann,als durch Dauer-Gejammere und Gewimmere?
Ich kenne so manchen Rock-Hörer,der Marillion eigentlich gut findet,aber das "ewige Geheule des Sängers,den Rotz in der Stimme" nicht ertragen kann.
Durch professionellen Feinschliff von außen wurde aus so manchem tollen Rock-Album schon ein Meisterwerk.
Vielleicht sollten die Jungs einfach mal wieder bei Dave Meegan anrufen...?
Und dennoch bietet STCBM jede Menge Material,das den geneigten Marillion-Hörer begeistert.
Rockige Eruptionen,schöne Gitarrenparts,gefühlvolle Keyboardflächen,viel Gefühl,Reife und Tiefe in der Musik;jedoch wenig Neues,wenig Innovation.Marillion wandeln hier auf sicheren,etwas ausgetretenen Pfaden,die aber ein schönes Panorama bieten.
"Sounds That Can`t Be Made" kann insgesamt überzeugen,gehört für mich aber nicht zu den Highlights der Band.
Ärgerlich ist zudem,daß der eigentlich von mir geschätzte Simon Heyworth beim Mastering für die CD dem Loudness War seine Aufwartung gemacht hat.Die Dynamik ist im Vergleich zur Schallplatte (Vinyl) massiv heruntergefahren worden,dazu wurde extrem ausgesteuert,teils bis zum Clipping;wie kann so ein versierter Mensch,der schon so tolle Masterings erarbeitet hat,so was machen?
Kurzum:
Die Vinyl-Ausgabe klingt deutlich besser;räumlicher,angenehmer,keine Verzerrungen,viel dynamischer,klarer,einfach edler.
Es gibt auch eine CD-Ausgabe mit Bonus-DVD,die eine Art "Making Of"enthält.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Juli 2014
Um es kurz zu machen: Der befremdliche Opener "Gaza" überfordert mich fast! Ich finde, dass er das ganze Dilemma um dieses Stück Erde, die Verzweiflung der dort ansässigen Menschen, die völlig aussichtslose Hoffnung auf Frieden, auf prägnanteste Art musikalisch darstellt. Selten erspürte ich wahrliche Hoffnungslosigkeit in einem Song so sehr. Disharmonie gleitet zu hoffnungsvoller Harmonie über, die aber nie wirklich und endgültig eintritt. Wer diesen Song auf sich einwirken lässt, findet sich in einem Auf und Ab seiner Gefühle wieder. Verstörend, höchst anspruchsvoll!

Die weiteren Songs sind Gott sei Dank auch wenn sie melancholisch sind mental nicht nur leichter verdaulich, sie sind wahrlich wunderschön. Als Prog Rock Fan bin ich universell empfänglich für Komplexes, aber diese Eigenschaft meinerseits wird auf diesem Album nicht weiter gefordert. Denn es betört durch relative Leichtigkeit und eindringlich ruhige, in dieser Art selten erhörte Musikalität. Es wirkt nicht nur auf passionierte Prog-Rocker wie eine sanfte Umarmung. Es fordert nicht, es lädt ein. Es schafft geistigen Freiraum, regt auf unaufgeregte Weise die Phantasie an. Fantastisch!

"Sounds That Can't Be Made" ist Anklage in "Gaza"! Es ist Melancholie, knorrige Harmonie, ein Gefühls-Universum, in Klang und Musikalität eine ruhige, positive Macht. "Sounds That Can DOCH Be Made"... Outstanding!!!
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. Oktober 2012
Der Titel sagt es schon: Sounds that can't be made: Innerhalb der Stücke sind immer wieder starke Wendungen enthalten. Hat man sich gerade auf einen ruhigeren Part eingestellt folgen kantige und lebhafte Passagen. Eigentlich eine ungeeignete Form der Songstruktur. Dennoch schaffen es Marillion hieraus ihre Stärken zu ziehen. Mit dieser Songstruktur wird natürlich keine "Wohlfühlatmosphäre" geschaffen, doch sie erzeugt einen tollen Spannungsbogen. Die Songs zeigen, daß die Band sich nach einem nach meiner Meinung etwas schwächeren Studioalbum (Happiness is the road) tatsächlich nochmal weiterentwickelt haben. Das ist nicht selbstverständlich, sind doch viele Bands in diesem Alter nur noch mit ihren älteren Songs aus vergangenen Tagen unterwegs. Marillion jedoch haben mit diesem Werk gezeigt, daß es auch anders geht. "Sounds that can't be made" ist ein Album von sehr guter Qualität geworden. Es erreicht nicht ganz die Qualität der "Marillion Super Alben" der Steve Hogarth Ära (Brave, Marbles), doch liegt mit diesen Alben auch die Messlatte sehr sehr hoch. Anspieltipps möchte ich nicht geben, die Songs sind allesamt hörenswert. Kauftipp für alle, die sich auf ein sehr gut gemachtes Rock Album mit ausgeprägten progressiven Anleihen einlassen können.
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. September 2014
Für mich die beste Scheibe seit Steve Hogarth. Klänge und Sounds die wirklich
"... Can't Be Made..." ! Faszinierend, spannend, rockig. Marillion hoch zwei!
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Mai 2015
Hammer, mehr ist eigentlich nicht zu sagen zu diesem Album von Marillion. Eine der letzten wirklich guten Bands die es noch gibt.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. Oktober 2012
Nachdem die beiden Marbles-Nachfolger "Somewhere Else" und "Happiness Is The Road" ("Less Is More" zähle ich nicht dazu) nur teilweise gelungen waren, kommen Marillion nun mit einem sehr starken Album zurück. Freunde hochdramatischer Rockmusik, ob sie nun zur "Gemeinde" der Marillion-Fans zählen oder nicht, kommen hier voll auf ihre Kosten. Den Eindruck vieler anderer Rezensenten, dass man dieser Platte durchaus Zeit geben muss, kann ich bestätigen; die Erfahrung lehrt aber, dass Alben, in die man sich einhören musste, häufig auch ein Begleiter für längere Lebensphasen bleiben. Dieses Album zählt für mich schon jetzt zu den Alben des Jahres 2012, und zwar nicht nur aus Sicht eines Marillion-Fans, denen häufig nachgesagt wird, dass sie in ihrem eigenen Kosmos leben und daher die Band eher nicht objektiv betrachten.

Es macht keinen Sinn, "Sounds That Can't Be Made" mit anderen Marillion-Alben zu vergleichen. Obwohl man jedem einzelnen Song anhört, dass er von Marillion ist, hat es die Band dennoch geschafft, auf ihrem 17. Album so viele neue Elemente zu integrieren, dass man tatsächlich häufig überrascht wird. Das gilt insbesondere für den starken Opener "Gaza", der durch seine orientalisch angehauchten, gleichzeitig aber sehr harten ersten Minuten eine besondere Atmosphäre schafft. So etwas gab es von Marillion bisher nicht. Denkt selbst der geneigte Hörer bei den ersten Hördurchgängen, dass die einzelnen Teile von "Gaza" eher künstlich, und nicht organisch-fließend, zusammengesetzt worden sind, macht der Song nach einiger Zeit auch als Gesamtheit Sinn.

"Gaza" ist nicht umsonst an den Anfang der Platte gesetzt worden. Er ist ein früher Höhepunkt und gleichzeitig als Einstieg gut geeignet. Weitere Songs der Platte, obwohl sie zunächst etwas "typischer" für Marillion klingen, sind aber nicht minder gelungen: Beispielsweise ist "Pour My Love" eine Ballade, wie sie Marillion noch nicht häufig hinbekommen haben (vielleicht bei "No One Can" und "Beautiful"), nämlich mit einer ansprechenden Melodie, ohne zu langen Übergangspassagen, mit guter Instrumentierung und doch einer träumerischen Atmosphäre. "Invisible Ink" hat einen etwas langweiligen Anfang, entwickelt sich dann aber zu einem sehr interessanten Track mit einer Refrainmelodie, die lange im Kopf herumspukt. "Lucky Man" scheint ein typischer Marillion-Song zu sein, mit auf den ersten Blick bekannten Elementen; allerdings ist dieser Song in jedem Teil gelungen, melodiös, gute Gitarrenparts, ein gelungener Refrain, mitreißend, dramatisch, mit guten zwingenden Übergängen, die sich anhören, als ob es nicht anders als genau so ginge. "Sounds That Can't Be Made" und "Power" sind sehr ordentlich und passen gut in den Kontext. "Montreal" ist insgesamt ein wenig beliebig, wobei vor allem die Einzelelemente nicht so gut zusammenpassen. "The Sky Above The Rain" ist dann wieder ein gelungener Abschluss, wobei hier sicherlich eine Kürzung nicht schlecht gewesen wäre. Dennoch bildet ein sehr dramatischer Song mit einfühlsamer Melodie den schönen Abschluss einer sehr guten Platte.

Insgesamt kann nicht häufig genug wiederholt werden, dass Marillion eine Band bleibt, die es verdient hätte, von mehr Menschen gehört zu werden. Würden Songs wie "Gaza" oder "Pour My Love" von Bands wie Coldplay gespielt, wären sie wesentlich bekannter. Marillion ist insgesamt wohltuend sperriger, hat aber in dem einen oder anderen Stück durchaus Massenappeal ("Pour My Love", "Lucky Man"). Mit "Sounds That Can't Be Made" biedern sich Marillion dem Publikumsgeschmack nicht an, sie bleiben ihrem Stil treu, allerdings bietet die Platte durchaus Stücke, die für ein breiteres Publikum geeignet sind, ohne es zu unterfordern. Öffentliche und private Radiostationen sowie die Musikpresse, die Marillion zu Unrecht ignorieren (wie der Rolling Stone), bleiben aufgefordert, den Output dieser Band objektiv zu beurteilen, und nicht immer nach der "Relevanz" einer Band zu fragen, womit nur dürftig das Hinterherlaufen nach dem neuesten "Hype" kaschiert wird. Wenn Marillion weiter solche Musik machen, bleiben sie immer relevant.
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 26. September 2012
Marillon höre ich schon seit Fish-Zeiten ... und fast jedes Album hat mich begeistert, da es in jedem Werk bisher immer etwas Unkonventionelles, Neues mit vielen Ecken, Kanten und Überraschungen gab. Das ist hier leider nicht mehr so: der Wiedererkennungswert ist zweifellos sehr hoch - leider aber auch der "Wieder-Vorhersagewert": alles irgendwie schon einmal, zweimal oder öfter gehört. V.a. die "Strange Engine" lässt grüßen. Das Album ist besser abgemischt und perfekter aufgenommen als die meisten Voränger. Aber ein "Wow-Effekt" mag sich bei mir nicht einstellen. Und - auch wenn jetzt ein Sturm der Entrüstung losbricht: Das Hr. Hogarth nicht wirklich singen kann ist ja nicht so schlimm (das können viele hochdekorierte Stars auch nicht ... Cohen, Springsteen, Knopfler usw.) - aber in diesem Album steht mir diese doch sehr gequälte und permanent von Brust- zu Kopf- bzw. wechselnde Falsett-Stimme viel zu sehr im Vordergrund ... sorry: sie nervt einfach und zerstört manches wohl komponierte Lied und mein "Wohlempfinden". Montreal, Invisible Ink und The Sky Above The Rain sind für mich noch die stärksten Lieder. Der Rest ... naja und "Lucky Man" ist extrem schwach und einfallslos.

Paradoxer Weise hat mich gerade das zuckersüsse letzte Lied (The sky above ...) sehr positiv überrascht: eine solche harmonische Gesamtkonstruktion in dieser Perfektion hatte ich den Jungs am Ende nicht mehr zugetraut - bereits die ersten Klaviertöne fesseln. Und hier stimmt auch die gemäßigte Präsenz des Lead-Singer - es geht also schon auch richtig gut. Ansonsten bleibt leider etwas ratlose Langeweile, die sich auch nach mehrmaligen Hören nicht legt.

Dieses Werk gehört natürlich trotzdem in das Regal eines jeden Marillion-Fans - aber jedem anderen Musikfreund empfehle ich, erst einmal gut und etwas länger in dieses Album hinein zu hören. Denn Mr. Hogarth macht es dem geneigten Hörer nicht gerade leicht.
Dirk
22 Kommentare| 12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. September 2012
Marillion machen genau das, was man von Marillion erwarten kann. Hervorragend produzierte Musik, die nach wie vor anspruchsvoll ist und auf hohem Niveau spielt. Ich höre Marillion seit 1984 und natürlich waren seit dieser Zeit sicherlich Alben dabei, die m.E. nicht so gut waren wie andere Alben von Marillion. Die Band ist sich aber immer treu geblieben und ich finde, dass sich dies in STCBM wiederspiegelt. Tolle Musik, prima Sounds und eine Stimme die schlicht mit "Seltenheitswert" beschrieben werden kann. Ich habe Marillion schon oft live gesehen und kann sagen, dass "h" eine wirklich gute Stimme hat, die nicht im Studio "schöngemacht" werden muss. Selbstverständlich polarisiert dieses Album, wie aber jedes andere von Marillion auch. Ich kann nur inständig hoffen, dass nicht wieder die "Fish-Stimmen" laut werden, die mit diesem Album natürlich nichts anfangen können. Um mal zu verdeutlichen, was ich meine: Fish 8 Jahre Marillion, h 23 Jahre Marillion. Zurück zum Album: Ich halte es für das wahrscheinlich perfekteste Marillion-Album und ich kann nur zum Kauf raten. Bitte nicht von schlechten Kritiken oder Rezensionen täuschen lassen. Selbst hören macht Meinung! Nicht nachreden oder nachschreiben, was andere so meinen.
44 Kommentare| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

9,99 €
14,99 €

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken