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Erster Eindruck: Lebende Schädel und ein dunkler Brunnen

Der Reporter Bill Conolly recherchiert in einer sehr brutalen Mordserie in Glasgow, in der der Täter die Köpfe seiner Opfer vom Körper trennt. Bald muss Bill erfahren, dass unheiliges Leben in die Köpfe fährt. Er kann gerade noch einen Anruf an seinen Freund John Sinclair absetzen, als er fast ohne Spur verschwindet. Der Geisterjäger macht sich sofort auf den Weg, doch die Ermittlungen gestalten sich anfangs recht schwierig…

Dreieinhalb Jahre nach der Veröffentlichung der ersten Folge der John Sinclair Classics-Hörspielreihe ist nun bereits die 17. Folge erschienen. Hier werden die Anfänge des beliebten Geisterjägers erzählt, doch während es auch einen losen roten Faden gibt – hierin wird berichtet, wie das silberne Kreuz in den Besitz von Sinclair gerät – gibt es auch immer wieder Einzelfolgen, die in keinem wirklichen Zusammengang zu anderen Geschichten stehen und auch allein gehört werden können. „Die teuflischen Schädel“ gehört in diese Kategorie. Zu Anfang werden die teuflischen Schädel in einer kleinen Szene beschrieben, und auch das Auftauchen von Bill Conolly ist hier gut eingebunden. Der Start ist sehr atmosphärisch und gruselig erzählt, die bedrohliche Stimmung, die von den Schädeln ausgeht, prägt sich schnell beim Hörer ein und schafft eine gelungene Grundlage für den weiteren Fall. Der Schnitt zu Sinclair ist dann recht hart, zumal der Mittelteil eine ganz andere Stimmung vermittelt. Hier wird viel auf die Ermittlerarbeit von John Sinclair geschaut, unheimliche Momente treten vorerst in den Hintergrund. Obwohl dieser Teil einige etwas langwierige Szenen beinhaltet, ist er gut gelungen und kann insgesamt gut unterhalten. Zwischendurch wird immer wieder zu Bill Conolly und seinem ziemlich nassen Gefängnis geschaltet, und diese federn den Mangel an Grusel gut ab. Das Finale hingegen ist wieder typisch für die Serie, ist sehr actionbetont und bombastisch in Szene gesetzt. Insgesamt eine sehr gelungene Folge des noch etwas jüngeren Geisterjägers.

Anders als in der Hauptserie von John Sinclair wird der Geisterjäger hier seit einigen Folgen von Dietmar Wunder gesprochen. Dieser findet immer weiter in die Rolle herein und gibt sich gekonnt sehr cool und abgehärtet, kann mit seiner Stimme aber auch Emotionen vermitteln. Detlef Bierstedt hat hier als Bill Conolly mal wieder einen größeren Auftritt, den er sehr gut meistert. Er kann besonders die Szenen in dem dunklen Brunnen mit viel Energie umsetzen. Stefan Staudinger hat einen gelungenen Auftritt als Inspektor Shaugnessy, den er mit Witz ausstattet und gut in Szene setzt. Weitere Sprecher sind Torsten Michaelis, Nele Mueller-Stöfen und Achim Buch.

Hier zeigt sich erneut, wie behutsam das neue Produzententeam um Dennis Ehrhardt die Geschichten umsetzt. Die einzelnen Szenen bekommen durch den Einsatz von Musik und Geräuschen die passende Stimmung verliehen, zudem entsteht durch die schnellen Wechsel eine gewisse Dynamik. Besonders gekonnt sind die Szenen um Bill gelungen, die klaustrophobische Atmosphäre kommt sehr gut herüber.

Anstatt hier die Motive der alten Heftromane zu übernehmen und an das Format des Hörspiels anzupassen, werden für die Classics-Folgen eigene Cover von Timo Wuerz in seinem unverwechselbaren Zeichenstil angefertigt. Zu sehen sind hier – natürlich – einige der teuflischen Schädel, aufgespießt auf die kahlen Äste eines Baumes und die Münder weit aufgerissen. Ein sehr stimmungsvolles und gelungenes Titelbild.

Fazit: Die Handlung um den verschwundenen Bill Conolly und die abgetrennten Köpfe trotz einiger kleinerer Längen gut erzählt und vermittelt in vielen Szenen eine sehr gruselige und unheimliche Atmosphäre. Der mystische Hintergrund fügt sich wunderbar ein und bringt ein sehr düsteres Element mit ein. Besonders die Wechsel in den dunklen Brunnen sind ein Highlight der Folge.
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am 13. Oktober 2013
Sprecherleistungen, Geräuchkulise und Musikunterlegung gehören bei John Sinclair ja fast immer mit zum Besten im Hörspielbereich. Dafür krankt die Serie seit einem Jahr am Konzept: Wohin mit John Sinclair? Mehr Action? Mehr Horror? Mehr Jugendserie, d.h. weniger ausgefeilte Dialoge und flachere Charaktere? Diese Folge bietet einen guten Kompromiss. Die Horror-Elemente werden schön-schaurig in Szene gesetzt, immer wieder gibt es nette Dialoge und stimmungsvolle Szenen mit viel Ambiente. Erzählerin Alexandra Lange-Baehr hat offenbar endgültig ihre anfängliche Rolle einer kühl berichtenden Märchentante aufgegeben und zeigt erneut, wie stimmungsvoll und dramatisch sie tatsächlich erzählen kann. Lediglich eine Baustelle bleibt: Fast die Hälfte der Spielzeit wird immer noch von beiden Erzählern dominiert, man schwankt unentschlossen zwischen Hörbuch und Hörspiel. Eine radikale Kürzung dieser Erzähleranteile wäre wünschenswert: So gut beide auch sind, ihre ständigen Kommentierungen und Zusammenfassungen reißen immer wieder aus der unmittelbaren Beteiligung an der Handlung heraus und nehmen massiv Tempo aus der Folge. Mehr szenische Lösungen, auch und gerade bei Actionszenen, hätten ein deutlich intensiveres Hörerlebnis ermöglicht. Glaubt man, jüngeren Hörern das nicht zumuten zu können? Kann mir nicht vorstellen, dass gezielte Marktforschung das heute noch bestätigen würde.
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