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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
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am 3. Dezember 2016
Paket schon nach 2 Tagen erhalten, trotz Standardversand. Serie ist innovativ, gruselig und fesselnd, die Darstellung Lectors übertrifft meine Erwartungen. Werde mir definitiv auch die nächsten Staffeln besorgen.
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am 4. September 2014
Fast jeder kennt die Filme der Hannibal-Reihe. Diese Serie ist jedoch meiner Ansicht nach um Längen besser, weil sie die besonderen Charaktere Hannibal Lecter und Will Graham aufregend in Szene setzt! Inhaltlich spielt die Serie vor "Roter Drache". Es geht vorwiegend um die Entwicklung der Beziehung zwischen Dr. Hannibal Lecter und Will Graham. Dr. Hannibal Lecter ist angesehener Psychiater, war vorher Chirurg, und wird vom FBI gebeten, durch seine Erfahrung bei der Aufklärung besonderer Morde zu helfen. Will Graham ist Profiler von Jack Crawford. Er arbeitet daher mit Hannibal zusammen und wird sogar sein Patient. Seine besondere Fähigkeit liegt darin, sich intensiv in Serienmörder hineinzuversetzen zu können. Es ist sehr interessant, auf der einen Seite den Psychopathen Lecter und auf der anderen Seite Will Graham, der pure Empathie besitzt, zu sehen. Die Serie glänzt immer wieder mit effektvollen Bildern. Während der Aufklärung der anderen Morde, gibt es zwischendrin Opfer, denen Organe fehlen. Keiner vom FBI ahnt jedoch, dass es sich bei dem "Chesapeake Ripper" um Dr. Lecter handelt, der die Organe selbst isst und auch seinen Gästen serviert. Aber auch die Serienmörder neben Dr. Lecter stehen diesem nicht unbedingt in Abartigkeit nach. Neben einigen makaberen Szenen, vor allem die Dinner bei Hannibal Lecter, ist man sich als Zuschauer bis zum Ende der 1. Staffel nicht ganz sicher, welches Ziel Hannibal Lecter verfolgt. Die Serie ist sehr spannend und überzeugt auf ganzer Linie! Die schauspielerische Leistung insbesondere von Mads Mikkelsen und Hugh Dancy ist erstklassig! Aber auch alle anderen Besetzungen sind sehr gut. Für Leute, die Fans von Psychothrillern sind, ist diese Serie genau richtig!!
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am 12. Dezember 2016
Mads Mikkelsen brilliert als wäre er Hannibal Lecter persönlich. Man merkt was für ein großartiger Schauspieler er ist bzw. sein kann. Die wirklich schönen, immer verschiedenen, Anzüge sitzen perfekt. Genauso stelle ich mir Lecter in diesen Jahren als hochgebildeten, belesenen, distinguierten Psychiater vor. Nebenher kann er sehr fein zeichnen und hat einen ausgezeichneten Geruchssinn. Hannibal ist genau zu jenem Sozio-Psychopathen geworden, wie es sich in seiner Kindheit und Jugend angekündigt hat (siehe "Hannibal Rising").
Mikkelsens kongenialer Partner bzw. Widerpart ist der psychisch labile, auf seine Art gutaussehende, Profiler Will Graham (Hugh Dancy). Als dritten Mann möchte ich Laurence Fishburne als etwas rücksichtlosen, starrsinnigen und mir (daher) unsympathischen FBI-Mensch Jack Crawford erwähnen. Die weibliche Hauptrolle spielt die attraktive Caroline Dhavernas als Psychiaterin Alana Bloom - zwischen ihr und Will Graham baut sich eine erotische Stimmung auf. Des weiteren kommen vor: Gillian Anderson als Hannibals Psychiaterin Bedelia Du Maurier sowie die Figur des Dr. Frederick Chilton.
Allein das Faktum, dass so viele Personen in der Serie etwas mit Psychiatrie/Psychologie zu tun haben, verspricht intelligente überlegte tiefgründige Dialoge auf höchstem Niveau - und dieses Versprechen wird gehalten. Die Sprache der ProtagonistInnen ist eine sehr geschliffene präzise, annähernd jeder Satz bietet sich für mancherlei Interpretationen an. Ganz allgemein bildet Sprache an sich in meinen Augen ebenfalls eine Hauptfigur. "Hannibal" ist wahrlich keine leichte Kost und bietet sich schon allein aus diesem Grund für mehrmaliges Schauen an.
Die Stimmung der Serie ist durchwegs bedrückend und aufreibend, ein Faktor dafür ist die musikalischen Untermalung. Jede Folge fesselt über die gesamte Staffel hinweg, es gibt keine Durchhänger. Manche Morde sind an kreativer Perversität und erschreckender Unmenschlichkeit kaum zu überbieten - es ist gerechtfertigt, dass die Serie ab 18 ist; auch die detaillierte Darstellung aller Geschehnisse, das nicht-Auslassen von (blutigen) Details, macht manche Bilder bisweilen stressig und kann überfordern.
Wie viele Menschen Hannibal Lecter im Laufe seines Lebens ermordet und/oder gegessen hat, werden wir wohl nie genau erfahren, es sind jedenfalls Dutzende. Diese geniale und genial-ästhetische Serie beantwortet diese Frage teilweise und zeigt das düster-dunkle Psychogramm eines der faszinierendsten Sozio-Psychopathen der Kunstgeschichte.
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am 16. November 2016
Ich ahnte es im Voraus, dass diese Serie etwas für mich sein könnte, aber sie hat meine Erwartungen noch übertroffen. Dies liegt vor allem an der Auswahl der großartigen Schauspieler. Allen voran natürlich Mads Mikkelsen als Hannibal, der durch seine Mimik einfach 100% glaubhaft rüberkommt (die einfach durch kleinste Veränderungen alles widerspiegeln kann, insbesondere Verschlagenheit oder Grausamkeit) und der zudem die richtige Aura für diese Rolle hat (zumal er ja nicht unsexy ist, was die reifere Generation betrifft). Aber auch Nebenrollen (wie beispielsweise Gillian Anderson alias Scully aus Akte X als Psychotherapeutin) sind überraschend gut und kurzweilig besetzt. Über Hugh Dancy müssen wir nicht reden, auch er ist passend besetzt und spielt sich die Seele aus dem Leib. Laurence Fishburne als Ermittler könnte zwar noch etwas nachlegen, um authentischer rüberzukommen (oder vielleicht bin ich auch mit Vorurteilen belastet durch seine Rolle als Kämpfer in Matrix), aber ansonsten gibt es nichts auszusetzen an der Hauptbesetzung.
Natürlich ist die grobe Handlung zum Teil vorhersehbar, da man ja die diversen Hollywood-Verfilmungen kennt usw., aber jede Folge hat in sich natürlich einen weiteren eigenen Spannungsbogen, der auch einfach hervorragend gebildet ist, und es werden zusätzliche kleine Neben-Stories eingebaut, die in sich neu sind und dadurch auch wieder spannend. Aber alles bleibt folgerichtig nachvollziehbar (also handlungstechnisch durchaus auch für jene geeignet, die sich nicht ewig komplizierte Abläufe/Szenenwechsel merken wollen).
Auf die blutigen Szenen möchte ich nicht weiter eingehen, vielleicht gefällt Männern sowas, aber als Frau schaue ich die Serie nicht wegen der „Metzel“-Szenen (sind auch eher eklig als furchteinflößend – mir liegt ja hier die unzensierte Version vor), sondern wegen der Charaktere. daher nur so viel: man benutzt natürlich die neuesten Effekte, insofern bekommen die, die drauf stehen, hier die neuesten Blut- Spritztechniken und Fleisch-Schneideffekte zu sehen. ;-)
Insgesamt ist die Kameraführung äußerst gelungen, man ist immer mittendrin und wird von nichts unwichtigem abgelenkt, es sei denn, es ist gewollt. Heißt nicht, dass nicht auch auf gewaltige Szenerien gesetzt wurde (insbesondere bei neuen Leichenkonstrukten), aber eben immer so, dass man sich „vor Ort“ fühlt, es sei denn, es werden gerade Traumsequenzen gezeigt.
Summa summarum denke ich, dass die Serie nicht vergleichbar ist mit irgendwelchen Splatter-Filmen oder Serien (wer eher diese mag, sollte dabei bleiben), sondern einfach auf psychologischer Ebene spannend ist (eben die Vorstellung eines intelligenten Sadisten und ob es doch jemanden gibt, der ihn zur Strecke bringen kann) und von der wunderbaren Schauspielleistung der Hauptakteure lebt.
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am 12. März 2017
Über den Kannibalen Hannibal Lecter sollte ja heutzutage ja jeder mal was gehört haben. Hier wird ihm nun eine ganze Serie gewidmet. Diese kann definitiv als verstörend bezeichnet werden, was hier jedoch positiv gemeint ist.
Hauptfigur ist jedoch nicht (alleine) Doktor Lecter, sondern Will Graham, der die Fähigkeit hat, sich in jeden Mörder hineinzuversetzen und damit das FBI unterstützt. Dabei nimmt jedoch seine Psyche bzw. sein Geist im Laufe der Serie zunehmend Schaden. Zu der Beurteilung seiner Dienstfähigkeit, sowie zu seiner Unterstützung wird ihm der renomiert Psychologe Dr. Hannibal Lecter zur Seite gestellt. Dieser scheint von Will fasziniert zu sein (was auf Gegenseitigkeit beruht) und so beginnt eine außergewöhnliche Beziehung zwischen zwei Männern, die insgesamt drei Staffeln dieser Serie bestimmt.
Diese Serie ist dabei schonungslos brutal. Das eigentlich faszinierende ist jedoch nicht einfach die Gewalt, sondern die unfassbaren seelischen Abgründe, die Tiefe, die Dunkelheit der Seele des Hannibal Lecter. Auf seine Mitmenschen wirkt dieser gradezu als Übermensch: stets unglaublich beherrscht, elegant, kultiviert, höflich, belesen und unfassbar intelligent. Im Inneren ist er jedoch kalt, emotionslos, berechnend und 100% frei von jedem Skrupel. Mads Mikkelsen spielt diesen Psychopathen unfassbar übezeugend. Hier liefert wirklich einer der besten Schauspieler dieser Zeit seine Meisterleistung.
Ihm gegenüber hat es Hugh Dancy als Will Graham sicherlich nicht leicht, aber kann bravorös bestehen. Seine Rolle wirkt in Vergleich schon fast normal, aber auch diese Person ist unglaublich interessant. Denn Will Graham merkt, dass er mit all dieser Finsternis, der er ausgesetzt ist und mit der er nicht klar kommt, seine Psyche zunehemnd belastet. Nachdem er in der ersten Folge einen Serienkiller erschießt, der grade dabei ist, seine Tochter (also die des Serienkillers) zu töten, erscheint ihm dieser regelmäßig in seinen Träumen und Visionen. Irgendwann bekommt Will häufiger Aussetzer. Er weiß nicht mehr, wie er an bestimmte Orte kam, und kann Realität und Einbildung nicht immer auseinander halten. Dieser fieberhafte Wahn der Figur wird genial in Bilder übersetzt und dem Zuschauer übermittelt. Das ganze zieht einen in seinen Bann, wie ich es noch nie bei einer Serie erlebt habe. Das Erleben dieser Serie gleicht zum Teil einem selbst erlebeten Fiebertraum.
Dabei setzt die Serie nicht auf billige Effekte, coole Sprüche und plumpen Humor, wie es bei vielen modernen Serien der Fall ist. Diese Serie ist unvergleichbar und einmalig und kann eine Wirkung auf ihren Zuschauer haben, wie es sonst keine hat. "Hannibal" ist keine anspruchslose, gemütliche Serie für Zwischendurch. Sie verlangt dem Zuschauer einiges ab und man muss definitiv versuchen sich drauf einzulassen.
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am 23. Dezember 2015
Die serie ist einfach genial!! Schauspielerisch, so wie von der ungewöhnlichen künstlerischen Inszenierung (Kamera, Zeitlupen, Symbolik) ist hier alles perfekt. Die Stimmung ist zunehmend düster & hoffnungslos, sehr morbide (positiv!) & auf makabere Art Kunst sind die Präsentation der Leichen für die Ermittler. Für Horror fans einfach ein muss!
Zum Abschluss möchte ich noch erwähnen dass die 1. Staffel nun auch im sogenannten "Producer's Cut" erhältlich ist, der ein paar (dem TV zu harte) Ansichten bietet die auf der (sog. UNCUT) Version nicht zu sehen sind. Hier ist mn Meinung nach also der Prod. Cut vorzuziehen.
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am 16. Februar 2015
Tolle spannende Serie mit Nervenkitzel. Kann ich jedem empfehlen. Deutsche Tonspur vorhanden. Wirklich tolle Serie. Die komplette staffel 1 ist wirklich gelungen Und sollte bei keinem Hannibal Fan fehlen.
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TOP 1000 REZENSENTam 5. August 2015
Zwar würde ich nicht so weit gehen und HANNIBAL auf einer Stufe mit Kult-Serien wie BREAKING BAD, THE SOPRANOS oder auch z.B. COLUMBO sehen (auch das amüsant-charmante LILYHAMMER find ich offengestanden eine Spur besser), dennoch ist den Machern eine spannende "Blutoper" gelungen, die zugleich fesselt, Abscheu hervorruft und vor allem aber auch neugierig macht.

Die Frage, ob es denn wirklich notwendig ist die Filme SCHWEIGEN DER LÄMMER, HANNIBAL und RED DRAGON zu kennen, um die Serie zu verstehen, würde ich klar verneinen. Ich habe diese Streifen zwar allesamt irgendwann gesehen, kann mich offengestanden jedoch nicht mehr wirklich daran erinnern - und um der Serie entsprechend folgen zu können, ist das auch nicht nötig. Diejenigen, die wirklich ganz tief in die Story eintauchen möchten und womöglich nach Zitaten bzw. Anspielungen im Verlauf der Serie suchen, werden da freilich anderer Meinung sein...

Kurz zur Produktion: Tatsächlich glaube auch ich, dass die Serie mit relativ einfachen Mitteln produziert wurde. Gewisse Sequenzen wiederholen sich doch des Öfteren und auch das ganze Drumherum scheint nicht auffällig pompös in Szene gesetzt worden zu sein (mit Ausnahme der teuren Anzüge Dr. Lecters und dessen edlen Raumausstattungen). Dem Plot (im Ganzen gesehen) schadet dies jedoch nicht - dazu später aber ohnehin etwas mehr...

Die beiden Aushängeschilder von HANNIBAL sind ohne Zweifel Mads Mikkelsen (der als Bond-Widersacher in "Casino Royale" große Bekanntheit erlangte) und Laurence Fishburne (aus "Matrix"), die - so gut und passend die anderen Rollen auch besetzt sein mögen - schlicht und einfach allen anderen die Show stehlen. Hugh Dancy, der den arg gebeutelten, psychisch labilen Will Graham verkörpern darf, hat vielleicht die undankbarste, schwierigste Aufgabe und meistert diese auch solide - allerdings, so scheint es, ist es der Fluch seiner Rolle stets eine Gratwanderung zwischen Mitleid, Aufrichtigkeit, Hass und Rachsucht begehen zu müssen; ein sehr heikler Balanceakt, der manchmal (undankbarer Weise) eben auch darin mündet, dass seine Figur stellenweise ganz einfach nur nervt (nichts für ungut)...

Sehr hervorhebenswert erscheint mir bei dieser Serie vor allem der ästhetische Faktor sowie die morbidschwangere, recht schwere Atmosphäre, die im Großen und Ganzen immer aufrecht erhalten wird, ohne sich abzunützen oder allzu sensationslüstern daherzukommen. Selbst sehr abschreckende, blutrünstige Szenen wirken meist gar nicht so aufwühlend und/oder ekelerregend, weil sie immer auch sehr kunstvoll und eben mehr oder minder ästhetisch präsentiert werden.

Wie bei vielen guten Serien, braucht man möglicherweise auch hier eine gewisse Anlaufzeit. Ich bin mittlerweile bei der 2. Staffel angekommen (wo ich gerade am Schauen bin) und muss sagen, dass die Story immer besser und packender wird. Speziell am Beginn der 1. Staffel muss man manchmal auch ein paar Längen in Kauf nehmen, bis man so richtig hineinfindet. Grundsätzlich aber, muss ich sagen, ist es mir persönlich lieber, wenn sich hier und da ein paar Längen auftun, als dass alles mit rasanter Schnitt-Geschwindigkeit zu Tode gewürgt wird. Aber gerade darin dürfte ja auch der ästhetisch-atmosphärische Wert der Serie liegen, wenn Sie wissen worauf ich hinaus möchte...

Nun ganz kurz noch zum Plot:
Der für das FBI tätige Will Graham (Hugh Dancy) hat eine besondere Fähigkeit: Er kann tief in den Verstand anderer Personen eindringen und deren Erlebnisse zu seinen eigenen machen. Das ruft Special Agent Jack Crawford (seinen Vorgesetzten) auf den Plan, der Will bittet, ihm bei der Aufklärung einer neuen Mordserie behilflich zu sein. Um den psychisch labilen Will zu unterstützen, wird ihm der beste Psychiater des Landes zur Seite gestellt - Dr. Hannibal Lecter (Mads Mikkelsen). In weiterer Folge entwickelt sich ein intrigenhaftes Spiel zwischen Jägern und Gejagten, das immer brisantere Formen annimmt, wobei ein Mann die Fäden ganz souverän in Händen zu halten scheint...

Nachdem man die wichtigsten Akteure kennengelernt hat, bekommen es die Ermittler mit vielen perfiden Morden zu tun, wobei das erstmalige Betreten eines frischen Tatorts bestimmt immer kleine Höhepunkte im Verlauf der Serie darstellen. Neugierig wartet man als Zuschauer schon darauf, wie einfallsreich der Mord diesmal vonstatten gegangen ist (was halt ein Stück weit vielleicht auch eigene innere sensationsgierige Schattenseiten aufzeigt). Etwas einfallslos ist man - da muss ich einem anderen Rezensenten zustimmen - bei der Aufklärung der Morde an sich. Im Prinzip betritt Will Graham einen Tatort, wird kurz allein gelassen und dann taucht er gedanklich in die Welt des Mörders ein (was man via guter Zusammenschnitte als Zuseher natürlich mitverfolgen darf) und weiß was Sache ist. Dann gilt es eigentlich nur mehr, entsprechende Beweise bzw. Motive zu finden, um den jeweiligen Mörder überführen zu können...
Andererseits, glaube ich, wäre es wahrscheinlich etwas zuviel, wenn man die Bedeutung der Aufklärung der Fälle noch stärker in den Mittelpunkt rücken würde. Womöglich würde das den Flow der Geschichte, der halt vor allem auf die Figuren an sich ausgerichtet ist, abwürgen. Kurz: Manchmal ist weniger eben auch mehr - und ich denke, dass HANNIBAL, so wie es dargeboten wird, sehr gut funktioniert...

Fazit: HANNIBAL ist mit Sicherheit eine sehr gelungene Cliffhanger-Serie, die neugierig macht und durch ihre morbide Ästhetik ebenso faszinierend wie abscheulich daherkommt. Meines Erachtens ist es ein sehr kluger, gelungener Schachzug die legendäre Figur des Dr. Hannibal Lecter im Rahmen einer atmosphärisch stimmigen Serie näher zu beleuchten, noch dazu, wo die Besetzung der vieldiskutierten Roman- bzw. Filmfigur derart geglückt ist - großes Lob an den überragenden Mads Mikkelsen an dieser Stelle noch einmal!

Je länger die Serie andauert (ohne hier zuviel verraten zu wollen), desto stärker wird die Figur des Dr. Lecter fokussiert - und umso besser, spannender und interessanter wird der Plot auch. Derzeit - ich habe gerade 4 oder 5 Episoden der 2. Staffel gesehen - bin ich der Meinung, dass sich die Serie kontinuierlich steigert.
Also: Dranbleiben!

Leute, die ihre Fernseh-Mordfälle gerne medium-raw serviert bekommen, liegen bei dieser Serie genau richtig. Als Kultserie würde ich HANNIBAL vorläufig dennoch nicht bezeichnen. Dazu bräuchte es wohl noch 1 bis 2 Staffeln mehr. Aber, wer weiß, was da noch kommen mag...

Aus meiner Warte macht das zunächst 4 STERNE für HANNIBAL in Serie (1. Teil)!
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TOP 500 REZENSENTam 2. Oktober 2013
Hannibal Lector ist Psychologe, Psychiater und Kenner der Künste, nebenbei auch noch Feinschmecker, der ein besonderes Interesse an Kannibalismus besitzt. Er verspeist seine Opfer, zumindest die, die er mästet und für vorzüglich befindet, doch das spielt in der ersten Staffel von Hannibal nur unterschwellig eine Rolle.

In der ersten Staffel geht es vor allem um das Zusammenspiel von Will, einem FBI-Profiler und Hannibal, die zusammen durch das Lenken von Hannibal Täter aufspüren und zur Strecke bringen. Dabei werden diese Täter in einer Detailtiefe dargestellt, die das bisher dagewesene wohl mit Leichtigkeit übersteigt. Sowohl Psyche, Motiv und Anreiz also die Handlung der Mörder werden seziert (Hannibal ist wohl der beste Profiler von allen) als auch die Tatorte perfekt inszeniert. Das ist teilweise kein leichter Anblick und man sollte wohl nebenbei nichts essen. Bei einigen Tatorten hat sich mein Magen förmlich umgedreht und ich habe schon einiges in der Uni (Rechtsmedizinischer Kurs) gesehen. Mit realer Spurensuche, Sicherung und einer wissenschaftlichen Herangehensweise hat die Serie wenn überhaupt nur wenig am Hut, aber ein perfider Thriller mit Horror und Splatter Elementen hat denke ich auch keinen Anspruch und doch, die psychologischen Deutungen der Figuren ist an die Realität angelehnt. Einfach nur abartig, genial, grausam - düster und als Zuschauer fühlt man sich regelmäßig taub. Der Reiz des Grauens, man kann nicht wegsehen, unfassbar spannend. (Aber auch brutal, Blut ist hier Ausdruck der Kunst.)

Die Serie ist für Fans des Genre wohl kein Geheimtip mehr, sondern eher bereits ein Klassiker. Muss man gesehen haben.
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am 8. November 2014
Mir ist das ganze zu düster. Dazu die fast ununterbrochen laufende, bedrohlich wirkende, Hintergrundmusik. Alles dreht sich um DEN Psychologen. Abteilungsleiter, seine psychologische Beraterin, der Profiler und auch andere, alles trifft sich zum Essen bei Dr. Hannibal und genießt alles was der Mensch einem vorsetzt.....
Da es ja bekanntlich nichts gibt wozu Menschen im Stande sind mögen derlei Morde + Verbrechen durchaus geschehen(sein). Aber der Profiler, der Fall für Fall mehr mit sich kämpft um nicht die Kontrolle über sich zu verlieren, bekommt die Fälle ja im Fließbandverfahren serviert.
Ist mir zu düster und irgendwo ist das Jagen von "wer ist der übelste, folternde Psychomörder/Kannibale" in der Serienwelt mir ganz einfach zu langweilig. Spannung kam für mich nicht auf.
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