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TOP 1000 REZENSENTam 8. August 2015
Das Thema, bzw. die Region in dieser Epoche fand ich interessant. Es gibt jede Menge historische Romane aus der Zeit der Wikinger und deren Nachfahren, die sich Normannen nannten. Wie es dazu kam, dass sich in Süditalien und später Sizilien ein normannisches Reich entwickeln konnte, ist mir bisher entgangen und es scheint auch kaum Erzählungen über diese Zeit und Region zu geben.
Der Autor schildert diese wilde, weitgehend gesetzlose Zeit mit ihren vielen in Italien streitenden Mächten ausschließlich aus der Perspektive eines Gefolgsmannes der normannischen Familie der Hauteville. Diese waren zu Beginn der Erzählung eines von vielen, kleinen normannischen Adelsgeschlechtern aus der gleichnamigen Region in Nordfrankreich und einige der zahlreichen Söhne suchten ihr Glück in Mittel und Süditalien, wo zu dieser Zeit immer kampferprobte Männer ihr Glück machen konnten.
Durch die Beschränkung auf einen Erzähler kann der Leser einerseits der Handlung leicht folgen, andererseits erhält man dadurch von den historisch belegten Personen und ihren Motiven nur einen sehr distanzierten Blick. Sehr gut ist dem Autor die Schilderung der Reise des Erzählers mit dem später berühmt, berüchtigten Robert Guiskard (Robert der Fuchs/Schlauberger) durch französische und italienische Landschaften gelungen und dessen Charakterisierung war nachvollziehbar, die meisten (auch wichtigen) Hauptfiguren bleiben eher vage.
Eine Schwäche des Autors liegt bei der Beschreibung der Kämpfe und Schlachten, kein Vergleich mit einem B. Cornwell oder C. Cameron, dem man seine Erfahrungen vom Reenactment (engl. „Wiederaufführung“, „Nachstellung“ historischer Schlachten) anmerkt und selbst R. Gablé beherrscht diesen Nebenaspekt besser. Insbesondere die historisch wichtige Schlacht bei Civitate, bei der sich die Normannen gegen ein päpstliches Heer behaupten und so den Grundstein für ihre späteren Reiche legen, dürfte so wie sie beschrieben wird kaum verlaufen sein. Auch wenn es wenig verlässliche und schon gar keine detaillierte Überlieferungen der Begebenheit gibt, ist es äußerst Unwahrscheinlich, dass eine Reitertruppe gegen eine disziplinierte, gut gerüstete Truppe auf einer Anhöhe gewinnen kann. Die Handlung außerhalb dieser Schlacht klingt dann schon wieder wesentlich glaubwürdiger.

Insgesamt ist es aber ein lesenswerter Roman, der sich auch zum Reinschnuppern in dieses Genre eignet, eine geradlinig, spannend geschilderte Geschichte mit genügend Hintergrundinformation für geschichtlich interessierte Leser.
Zum Schluss führt der Autor auch noch einige Quellen zum Nachforschen, für Leute die etwas tiefer in das Thema einsteigen möchten, an.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 23. Oktober 2013
Über den Inhalt dieses - meiner Meinung nach - sehr gelungenen Romans brauche ich an dieser Stelle nichts weiter auszuführen. Das ist bereits in den Rezensionen vor dieser getan worden- dafür meinen herzlichen Dank, Respekt und Anerkennung.

Warum also dann noch eine Rezension? Ganz einfach: Das Buch hat Spaß gemacht. Es war sehr kurzweilig geschrieben ohne oberflächlich zu wirken. Die Figuren wurden ausreichend kurz beschrieben und so blieb mir genügend Raum für das eigene Kopfkino, ohne als Leser das Gefühl zu haben, mehr Informationen über die einzelnen Protagonisten zu benötigen. Die Landschaftsbeschreibungen waren knapp und treffend - nie Zuviel, wie es bei anderen Autoren oft der Fall ist. Man kann sich die geschilderten Landstiche gut vorstellen, ohne sich vorher durch schwelgerische Umgebungsbeschreibungen ackern zu müssen.

Die ganze Geschichte folgte sehr zügig einem 'roten Faden' und während sich andere Autoren noch mit dem Hintergrund der Herkunft ihrer Hauptpersonen befassen, war man hier schon nach kurzer Zeit an den eigentlichen Handlungsorten.

Erschreckend war leider nur, dass es sehr schnell zu Ende war. Hätte ich nicht noch andere Verpflichtungen, wäre es an einem Tag durch gewesen. Empfehlenswert für alle, die einen Roman mit geschichtlichem Hintergrund suchen, ohne auf allzu große Detailversessenheit Wert zu legen.
4 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 7. Juni 2015
"Entdeckungsfreudige, erobernde" Normannen in Süditalien.
Menschen im Wechsel ihrer Lebensart und ihres Glaubens. Der Aufstieg vom Schweinehirten zum Ritter. Wobei deutlich wird, dass die gesellschaftliche Kluft zwischen beiden "Berufen" damals nicht so groß war. Dazwischen die moralischen Bedenken bzw. Gedanken des Protagonisten. ... Das alles ergibt eine interessante Mischung, die man gerne liest.
Der Schreibstil war mir nicht flüssig genug. Manchmal konnte ich Herrn Schiewe schwer folgen. Die Beschreibung der Landschaften, die Lage der Städte und Flüsse, waren perfekt und alle nachvollziehbar.
Ich werde auch das nächste Buch lesen, um hoffentlich zu erfahren wie es den Normannen gelang ansässig zu werden.
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am 7. Januar 2016
Auf "Das Schwert des Normannen" bin ich aufmerksam geworden, da es auf lesen.net im Rahmen einer Leserunde sehr viele gute Bewertungen bekommen hat.
Obwohl das Genre nicht unbedingt in mein Beuteschema passt, habe ich doch mal einen Versuch gewagt.
Und ich muss sagen, diesen Versuch habe ich nicht bereut. Die Figuren, Landschaften und Handlungen sind sehr lebhaft beschrieben. Man könnte fast meinen dabei gewesen zu sein.

Wenn man dann noch bedenkt, dass die Geschichte zwar erfunden ist, aber auf historisch belegten Sachverhalten aufbaut, dann bekommt man auch noch eine kostenlose Geschichtsstunde. In diesem Zusammenhang finde ich es auch sehr gut, dass Ulf Schiewe am Ende des Buches noch einmal genauer darauf eingeht, was tatsächlich geschehen ist, und wo er seine Phantasie hat spielen lassen.

Da "Das Schwert des Normannen" der Auftakt zu einer mehrteilgen Reihe ist, ist zum Glück nicht schon nach 400 Seiten Schluss. Band II und Band III knüpfen nahtlos an die jeweils vorhergehenden Bände an.
Ich freue mich schon auf weitere Bände rund um Gilbert und seine Männer.
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am 4. Januar 2014
mir sehr gut. Die Geschichte, angelehnt an eine historische Person, überzeugt mit seiner Handlung. Es wird frei von irgendwelchen "Medicus"-Irrtümer, eine raue, aber wohl realistische Welt in dieser Zeit als Fundament aufgebaut. Die Normannen, Abkömmlinge von Seeräubern, gefallen mir sehr gut, gerade weil sie mit ihrer damals neuen Denkart ein wenig frischen Wind in das "finsterem" Mittelalter reingebracht haben. Zum Glück verfällt der Autor auch nicht der Versuchung ein für damals völlig unangebrachtes emanzipatorisches Gedankengut in die Liebesgeschichte einfließen zu lassen. ;) Weiter so, der zweite Teil ist vorgemerkt.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 29. Juli 2015
Beste Unterhaltung, exzellenter Schreibstil! Liest sich sehr angenehm. Einfach gut! Schöne Landschaftbescheibung und der Zeit. Waffen und Kleidung erklären sich gut.
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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am 20. August 2014
jetzt bin ich Fan von dem Schriftsteller Ulf Schiewe, denn das ist ein tolles und mitreißendes Abenteuer! Hat Spaß gemacht das Buch zu lesen - mußte auch sofort das nachfolgende Buch mir besorgen!
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 20. September 2014
Das Schwert des Normannen war für mich ebenso lesenswert wie die Rache des Normannen. Hat man mal mit dem Buch angefangen, kann man micht mehr aufhören
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 23. Mai 2015
für Fans des Mittelalters gut zu empfehlen, es gibt noch Fortsetzungen!!!
Leider hatten wir erst Band 2 und dann Band 1.Lieferung super! Es muss nicht immer ein neues sein.
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am 19. September 2015
Durchweg spannende Lektüre über die Rolle der mittelalterlichen Normannen in Südeuropa.
Erzählt wird durchgehend aus der Perspektive eines jungen Normanen.
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