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am 20. September 2005
Was mich an Hülya Kalkans Buch "Ich wollte nur frei sein" so fasziniert, ist, dass man nach dem Lesen ganz anders durch die Gegend geht: Man sieht kleine türkische Mädchen mit ihren Müttern, beide mit Kopftuch, plötzlich mit anderen Augen. In welcher Welt leben sie? In der gleichen Welt wie wir? Hülya klagt nicht an, sie beschreibt jene Welt, der sie entkam, mit einfachen Worten und doch so ergreifend, dass einen dieses Schicksal packt.
Hülya Kalkan erzählt in ihrem Buch von einer Kindheit in Schwaben, die immer wieder unterbrochen wird, weil die religiöse Mutter sie einfach aus der Schule nimmt und in die Türkei verfrachtet. Kehrt sie zurück nach Schwaben, muss sie eine Klasse wiederholen und darf nicht einmal ihre Schularbeiten machen, weil die Mutter findet: Mädchen müssen nicht zur Schule gehen! Mit 17 soll Hülya in der Türkei verheiratet werden, aber sie schafft es, die Verwandten und die Mutter auszutricksen. Dann kommt der Tag, an dem ihre Schwester Esme und ihr jüngster Bruder verschwunden sind. Als sie Jahre später erfährt, dass Esme gegen ihren Willen verheiratet werden soll, wird sie endlich selbst aktiv.
Jahrzehntelang wurde unsere "multikulturelle" Gesellschaft gelobt, in der jeder auf seine Weise leben darf. Niemand mischt sich ein. Durch ein Schicksal wie jenes von Hülya wird erst klar, wer dafür den Preis zahlt: die Kinder der Migranten. Sie haben es unglaublich schwer, in Deutschland "anzukommen". Vor allem den Mädchen muss geholfen werden, weil ihr Schicksal sowieso feststeht: als künftigen Ehefrauen erziehen sie daheim die Kinder!
Gerade Lehrer und Erzieher sollten Hülya Kalkans Buch lesen, damit sie die Migranten-Kinder besser verstehen.
Ein lesenswertes Buch, weil Hülya vorlebt, wie das Multikulti-Missverständnis gelöst werden könnte: Lernt einander kennen. Hier und nicht im Türkei-Urlaub.
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am 20. Oktober 2005
An Hülya Kalkans Geschichte beeindruckt mich, dass sie nicht mit Hass auf ihre Wurzeln und ihre Familie schaut, sondern sich bemüht hat, die Kultur zu verstehen, die sie als so einengend erlebt hat. Als Kind um ihre Bildungschancen gebracht, als junges Mädchen beinahe zwangsverheiratet, als Frau und als Individuum in ständigem Streit mit ihrer Mutter, hat sie für sich und für ihre Schwester ein eigenbestimmtes Leben erkämpft. Heute scheint sie aus beiden Kulturen - der muslimischen und der christlichen - das jeweils Beste anzunehmen. Ich denke, diese tolerante Haltung ist gerade heutzutage sehr wichtig, gerade von jemandem, der einen schweren Weg gegangen ist. Hülya Kalkan erzählt ihre Story mit Humor und Klugheit. Mir hat es sehr viele informative Einblicke in die muslimische Welt gegeben und in die Denkweise muslimischer Eltern. Manchmal ist es auch einfach die andere Perspektive, die das Verständnis erleichtert. In Kontakt mit anderen Kulturen kommen wir alle doch ständig; dieses schöne Buch hilft dabei, einander zu verstehen. - Bei alledem ist das Buch spannend wie ein Krimi - man mag es gar nicht vor dem Ende aus der Hand legen! Es liest sich gut und ist nie langatmig. Berührt hat mich auch die versöhnliche und verzeihende Haltung, die Hülya Kalkan zu ihrer Mutter findet. Das kann bestimmt auch so manche Tochter und mancher Sohn nachfühlen, ob muslimisch oder christlich.
Ich kann das Buch nur empfehlen - auch als Gabe unter'm Weihnachtsbaum.
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am 24. März 2008
Hülya und ihre drei kleineren Geschwister sind in Deutschland geboren und aufgewachsen. Die Mutter, die aus einem Anatolischen Bergdorf stammt, hält streng an den ländlichen Traditionen fest. Nach Ihrer Ansicht gehört es sich, dass eines ihrer Kinder ein Hodscha, ein Religionsgelehrter wird. Nachdem der älteste Sohn der seelischen Belastung der Koranschule und den Strafmaßnahmen des Onkels in der Türkei nicht gewachsen ist, kehrt er verstört nach Deutschland zurück. Nun ist es die inzwischen jugendliche Hülya, die von der Mutter in die Türkei verschleppt wird und in einer illegalen Koranschule ausgebildet werden soll. Wegen Ihres ungebührenden Betragens wird sie zu ihrer großen Freude jedoch nach einigen Monaten entlassen und soll nun so schnell wie möglich unter die Haube kommen. Um diesem Schicksal zu entrinnen behauptet sie, keine Jungfrau mehr zu sein, was sie aus traditioneller Sicht unvermittelbar werden lässt. So wird sie nach Deutschland zu ihrer Mutter geschickt, die bald darauf die beiden kleinen Geschwister mitnimmt, um sie zu Hodschas ausbilden zu lassen. Hülyas jahrelanger Kampf um die Freiheit ihrer Geschwister beginnt. Um ihnen zu helfen, setzt sie alles aufs Spiel. Am Ende gelingt es ihr, beide nach Deutschland zurück zu holen, wo die Sorgen und die beiden jedoch längst nicht zu ende sind. Besondere Bewunderung verdient für mich Hülyas liebevolle Haltung der Mutter gegenüber, deren Herzlosigkeit sie aus deren eigener Not immer mehr verstehen kann und deren Blick sie stets zu erweitern sucht.
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am 24. August 2009
Ich habe von einer muslimischen Kollegin erfahren, dass die Zwangsehe leider immer noch Realität in ihrer Heimat ist.
Sie selbst musste viele alte Wertevorstellungen innerhalb der Familie überwinden, um ihre Partnerwahl selbst treffen zu können.

Ich habe das Buch aufgrund des Titels ausgesucht, weil ich einfach viel mehr über die andere, mir fremde Kultur erfahren wollte.
Manchmal versuche ich auch ein bisschen Verständnis, für die mir vollkommen unbegreiflichen Handlungsweisen, aufzubringen.
Dies fällt mir allerdings nach dem lesen dieses Buches immer schwerer.
Ich kann einwenig Hülya's Mutter verstehen, weil sie selbst in den alten Traditionen ihres Landes und ihrer Familien gefangen ist.
Aber Zeiten ändern sich. Auch Frauen wie Frau Kalkan sollten irgendwann begreifen, dass sie zum Wohle ihres Kindes einen anderen Weg einschlagen müssen.Die Liebe zu unseren Kindern kann viele Hindernisse überwinden.Der Bruch mit allen Traditionen ist ja hierzu garnicht nötig.
Nur leider wird hier dem Leser allzu schnell deutlich, dass Hülya's Mutter in ihrer Borniertheit und dem Labyrinth, dass durch ihre Traditionen führt, die Liebe zu ihrer Tochter verloren hat. Das hat mich besonders betroffen gemacht. Einer Mutter darf dies nie passieren, egal welchem Kuturkreis, oder Religion sie angehört. Sie verliert dadurch auch ihre eigene Indentität, als Frau und Mutter und kann sicher nicht glücklich werden.
Auch wir "modernen Frauen" müssen es lernen umzudenken, wenn unsere Töchter und Söhne erwachsen werden. Auch wir müssen uns damit arrangieren, dass unsere Kinder andere Vorstellungen vom Leben haben, als ihre Eltern. Wobei die Konsequenzen die sich hieraus ergeben, bei weitem nicht so folgeschwer sind, wie die für Hülya und ihre Geschwister. Was mich auch ein wenig befremdet,das der Ehemann und Vater, in der Familie nur eine untergeorndete Rolle spielt, obwohl er viel fortschrittlicher, als seine Frau, denkt; und auch seinen Kindern viel mehr Freiheiten, zugestehen möchte. Er ist nicht in der Lage sich seiner Frau und deren Familie zu widersetzen.
Er lässt seine Kinder mit der Mutter alleine und nimmt all ihre Querelen ihm und seinen Kindern gegenüber, mehr oder weniger, stillschweigend hin.
Auch das seine Ehefrau sich von ihm scheiden lässt, akzeptiert er widerstandslos.
Nach der Scheidung kann er nicht mehr viel positives für seine Töchter und seinen Söhne erreichen.

Ich kann dieses Buch von Hülya Kalkan jedem empfehlen, der bereit ist, sich auf die Lebensweise fremder Kulturen, mit all ihren Widersprüchen zwischen einem modernen, selbstbestimmten Leben und dem Gefangensein in alten Traditionen, einzulassen.
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am 16. Januar 2014
... ergreifend und so fesselnd geschrieben, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Dass es sich dabei um einen Tatsachenroman aus dem beginnenden 21 Jahrhundert gehandelt hat - kaum zu glauben. "Hut ab" vor dieser mutigen jungen Frau, der Autorin.
Aber bitte: Nicht pauschalisieren. Ich liebe die Türkei mit ihren Menschen und kenne traditionsbewusste und trotzdem moderne Türken in der Türkei, die dieses Buch, genau wie ich, nur mit Fassungslosigkeit lesen würden.
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am 20. August 2014
Erzählt wird die Geschichte der in Deutschland geborenen Türkin Hülya. Sie lebt mit ihren Eltern und ihren Geschwistern in Deutschland. Um sie zunächst auf eine Koranschule zu bringen, wird sie von der Mutter in die Türkei verschleppt. Dies geschieht ihr und ihrer Schwester Esma noch einmal um dort verheiratet zu werden.
Das Buch beschreibt in einfachen Worten das es nicht immer nur die Männer sind, die eine Schreckensherrschaft in der Familie führen. Gut wird auch beschrieben wie der deutsche Gestzgeber noch immer vor Notsituationen die Augen verschließt.
Ein Buch, dass den Islam nicht grundsätzlich verurteilt, dies gefällt mir besonders gut. Man hätte auch noch erwähnen können, dass es das Problem der Zwangsheirat nicht nur in der Türkei gibt.
Ansonsten ist es ein rundum gelungenes Buch.
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am 4. August 2008
Dies Buch schildert in einfacher Sprache was Hûlya in ihrem Leben durchmachen musste. Sie erzählt von den Schwierigkeiten, von der Religion und von ihrerm Kampf dass ihre Schwester in Deutschland leben kann. Das Thema Zwangsheirat bedrohte sowohl ihre Schwester als auch sie und sie beide hatten die Kraft, den Mut und das Glück diesem zu entkommen. Das Buch ist eindeutig zu empfehlen!!!
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am 24. April 2015
Es gibt viele Dinge, die uns hier in Deutschland noch nicht bewusst sind. Die Autorin sollte in der Türkei, einem westlich geprägten Land, durch ihre Mutter zwangsverheiratet werden. Da sie aber in Deutschland aufgewachsen war, wusste sie auch, dass es auch anders geht. Hier wieder zu leben gelang ihr aber nur durch eine abenteuerliche Flucht.
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am 29. Januar 2014
Bin erstaunt darüber, dass es Zwangsehen immer noch gibt und auch darüber, dass es sie immer wieder und weiter geben wird.
Man wird wachgerüttelt um auf das Alles zu schauen, die Augen offen zu halten und eventuell helfend ein zu greifen, sofern das geht und man auch will!
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am 11. Februar 2014
ich konnte garnicht mit dem Lesen aufhören. Ein sehr gut geschriebenes Buch. Die Geschichte von Hülya bringt einem die türkischen Traditionen und damit verbundenen Konflikte für Deutsch-Türken sehr eindrucksvoll nah.
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