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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
37
The Theory of Everything
Format: Audio CD|Ändern
Preis:9,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


VINE-PRODUKTTESTERam 11. November 2013
Also es ist für mich immer ein Erlebnis eine neue Ayreon aufzulegen. Diesmal sind wir nicht auf dem Planeten Y, sondern auf einer anderen Ebene des echten Lebens. Ich beschäftige mich ein wenig mit Autismus, da ist es interessant mal eine Rock-Oper dazu zu Gehör zu bekommen. (Komplett übersetzt habe ich noch nicht). Stimmungsmässig gefällt es mir sehr gut, Vocals wie gewohnt immer sehr gut gewählt (John Wetton als Psychiater kommt super rüber!). zur Musik: ich entdecke Metal, orientalische Folk-Anleihen, Jethro Tull-Passagen. Aus meiner Sicht (Achtung: keine Schublade!!!) ist es ein modernes Prog-Album mit Rock-Oper Charakter. Seit She von Camora das Beste, was ich gehört habe (Achtung: seit She, Tommy und The Wall waren vorher, falls einer gleich darauf anspringt!). Immer vertrackt mit Riesen Staraufgebot (Keith emerson, Rick Wakeman, Jordan rudess, Steve Hackett - Lucassen hat sie alle eingeladen auf diese Reise. Die Titel Singularity und Symmetry sind auf jeweils 11 Untertitel verteilt. Entanglement in 9 Titel und abschließend Unification in weitere 11 Teilstücke.
Wer sich Zeit lässt und nicht unbedingt Sci-Fi und Weltraum braucht der soll zugreifen. Ich bereue es keine Sekunde. Natürlich am Stück zu hören, Random bringt hier gar nichts.
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am 26. Oktober 2013
Wenn ich lese das das Album keine Überraschungen bietet, oder genau wie die restlichen Alben ist, frage ich mich wo das Problem ist. Warum muss etwas brilliantes denn verändert werden? Ich bin jedenfalls begeistert wie auch von den anderen Alben. Arjen's Musik kann man problemlos blind (taub^^) kaufen :)

Interessenten kann ich auch Guilt Machine, Ambeon, Arjen's Soloproject oder Star One ans Herz legen.
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am 9. November 2013
Eigentlich war es nicht mehr zu erwarten, dass Arjen Lucassen mit einem weiteren AYREON-Album zurückkehrt. Die ursprüngliche AYREON-Geschichte war fertig erzählt und zusätzlich mit der - nebenbei bemerkt superben - Zusammenstellung "Timeline" in einer sehr wertigen Box zusammengefasst und abgeschlossen. Folgerichtig konzentrierte sich Lucassen auf sein zweites Projekt STAR ONE und brachte im letzten Jahr "Lost In The New Real" unter seinem eigenen Namen heraus.

Doch jetzt steht es da: "The Theory Of Everything" unter dem Banner AYREON. Und in beeindruckender Weise werden von Lucassen neue Wege beschritten. Zum einen beim Konzept des Albums, das sich doch signifikant von den früheren Alben unterscheidet: anstelle einer großen Science Fiction Story mit Zeitreisen und allem Drumherum wird eine kleine, aber nicht minder beeindruckende und auch bedrückende Geschichte eines ungeliebten Wunderkindes erzählt, das mit seinem Vater, einem Genie, um die Entdeckung der Weltformel konkurriert. Zum anderen unterscheidet sich das Album von früheren Alben dadurch, dass sich die Anzahl der Gastmusiker in überschaubaren Grenzen hält. Konnte man früher ein ganzes Review nur mit der Aufzählung der Mitwirkenden füllen, so tummeln sich auf diesem Doppelalbum gerade einmal sieben (hochkarätige) Sänger, die die verschiedenen Charaktere der Geschichte verkörpern: So tritt zum Beispiel JB von GRAND MAGUS als Lehrer in Erscheinung, während Cristina Scabbia (LACUNA COIL) die Mutter des Wunderkindes verkörpert und Marco Hietala (NIGHTWISH-Bassist) einen Rivalen (nur um drei zu nennen).

Die Geschichte beziehungsweise Doppel-CD ähnelt zum anderen musikalisch auch eher einem Metal-Musical als einem Prog-Werk. "The Theory Of Everything" teilt sich dabei in vier Abschnitte der Geschichte (als Vinyl wäre das wohl ein Longtrack je Seite), wobei jeder dieser Longtracks sich bis auf wenige Ausnahmen vollkommen dem Strophe-Chorus-Schema entzieht, sondern vielmehr durch viele Zwischenspiele (gesungen oder instrumental) zusammengehalten werden. Und trotz des komplexen Aufbaus reiht sich ein Ohrwurm an den anderen. Geniale Stimmen in noch viel genialeren Gesangspassagen und Duetten, dazwischen die für AYREON charakteristischen und manchmal hakeligen Keyboards, erzählen eine Geschichte, die man sich am liebsten mit den Lyrics in der Hand in einem Rutsch reinziehen möchte. Das i-Tüpfelchen sind die hochkarätigen instrumentalen Einlagen von Gastmusikern wie Keith Emerson oder Jordan Rudess am Piano beziehungsweise die sehr schönen Cello- und Flötenklänge.

Ein monumentales Stück Musik, das als emotionale Achterbahnfahrt alle Facetten zwischen einschmeichelnd und fett rockend abdeckt und im großen Finale im auf dem Cover abgebildeten Leuchtturm gipfelt. Sehr stark und man würde es sich wünschen, dass "The Theory Of Everything" eine ähnliche theatreske Aufführung erfährt, wie es zum Beispiel von QUEENSRYCHE mit ihrem "Mindcrime"-Doppler vor einigen Jahren inszeniert wurde. Den "Song zwischendurch" oder "Hit" findet man auf "The Theory Of Everything" zwar nicht, aber trotz des proggigen Aufbaus ist die Platte unheimlich eingängig und eine Pflichtscheibe für alle Prog-Fans und für AYREON Fans sowieso.
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VINE-PRODUKTTESTERam 30. Oktober 2013
Auf manche `Bands' kann man sich einfach verlassen. Drei Takte gehört und sofort Ayreon erkannt. Das ist schon mal richtig gut. Und anscheinend hat Herr Ayreon (also Arjen Anthony Lucassen) in den letzten Jahren seit dem Vorgänger-Album (Lost In The New Real wurde ja 2012 unter seinem eigenen Namen veröffentlicht ... somit ist `01011001' aus dem Jahr 2008 das letzte reguläre Ayreon-Album) einiges an neuem Material geschrieben, denn `The Theory Of Everything' ist immerhin eine Doppel-CD mit 42 (!!) Songs geworden, die allerdings nicht als eigenständige Songs gesehen werden können. Eigentlich sind es nur 4 Tracks mit vielen vielen Unter-Titeln, die aber separat angewählt werden können.
Herr Lucassen spielt auch wieder fast alle Instrumente selbst (also Gitarre, Bass, Tasten und Mandoline), unterstützt wird er vom altbekannten Drummer Ed Warby, Troy Donockley (Uilleann Pipes und Whistles ... bekannt von der Band Iona), einem weltbekannten Gitarristen (Steve Hackett!!!), diversen Gast-Keyboardern (auch nicht weniger bekannt, nämlich keine Geringeren als Rick Wakeman, Keith Emerson und Jordan Rudess) sowie den üblichen Gast-Sänger/innen, die sich aber mit gerade mal 7 Stück so richtig im Rahmen halten. Neben Leuten wie JB (Grand Magus), Sara Squadrani (Sängerin der Band Ancient Bards) und Michael Mills (von der Band Toehider), die ja eher nicht bekannt sind sind auch ein paar große Namen vertreten. Cristina Scabbia (Lacuna Coil ... die die meisten weiblichen Parts hat), Tommy Karevik (Neu-Sänger von Kamelot), Marco Hietala (Bassist und Co-Sänger bei Nightwish und Sänger bei seiner eigenen Band Tarot) und auch noch John Wetton (Uriah Heep, U.K., Asia und was weiß ich noch wo) runden das Bild mehr als ab. Leider beschränken sich die Anteile der `großen Namen' an Instrumentalisten und Sänger gemessen an der Gesamt-Länge der CD eher im ganz schön unteren Bereich. Leider ... somit täuscht der Aufkleber auf der CD schon ein bißchen, aber es ist trotzdem immer wieder erstaunlich, welche Namen Herr Lucassen zusammentrommeln kann wenn er eine neue CD aufnimmt. Das zeugt auch von Respekt gegenüber seinen Werken.
Die Story ist auch wieder typisch Ayreon ... also ein bißchen wirr und verzwickt. Aber am Ende wird alles gut. Wie der Name des Albums schon vermuten lässt, geht es dieses Mal um einen besessenen Wissenschaftler, der die `Weltformel' sucht und damit mit seinem Sohn konkurriert.
Musikalisch ist alles im typischen Ayreon-Rahmen. Es wird geproggt, es gibt fette Metal-Riffs zwischendurch. Es ist bombastisch, akustisch, folkig, teilweise ein bißchen klassisch. Es wird viel gesungen und erzählt, jeder der Vocalisten hat eine eigene Rolle, es gibt zwischendurch richtig geniale Gitarren-Soli. Also alles im mehr als grünen Bereich und meiner Meinung nach ist `The Theory Of Everything' fast auf eine Stufe mit `Into The Electric Castle' zu stellen, die für mich der Meilenstein für Ayreon war.
Sehr schöne Scheibe die man haben muss. Und in der limitierten Version gibt es dann noch eine Bonus-DVD mit dem obligatorischen `Making Of ...' und diversen Interviews.
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am 26. Oktober 2013
„The Theory of Everything“ ist ein Doppelalbum mit 42 Tracks... das ist ne' Menge Holz ! Die 42 Tracks suggerieren 42 Songs, doch viele Tracks wirken wie Intros, halbe Lieder und Übergänge, die den Hörer auf den eigentlichen Song vorbereiten. Dennoch: der Inhalt des Albums ist bunt-abwechslungsreich und wertvoll – es wirkt wie eine offene Schatztruhe.

Ich deute den Albumtitel als Kampfansage, er ist ein Fingerzeig, daß Ayreon mit ambitionierten Anspruch auftreten (The Theory of Everything = Universaltheorie). Ayreon sind ähnlich verspielt und verschnörkelt wie Dream Theater, doch öfter mit folkloristischen Mitteln. Während auf der CD1 von „The Theory...“ mittelalterlich-orientalische Klänge dominieren, neigen die Songs auf der CD2 zu Pathos und Erhabenheit. Meine Favoriten sind: das wunderschöne „The Theory of Everything“ (Part 1+2), das mittelalterlich anmutende „Patterns“, das fabelhaft-orientalische „The Teacher's Discovery“, „The Eleventh Dimension“, das pathetische „Magnetism“, das dramatische "Diagnosis" usf...

Rezensent "Niesrind" hat völlig recht: man hört unentwegt genial, genial genial... ja wo ist sie denn nun, die Universaltheorie ? In Hollywood hätte eine Story, die um den heißen Brei redet und am Ende nichts präsentiert, keine Chance. Die schwache Story lebt ausschließlich von der Verheißung – das gleicht einer Mogelpackung. Das Ende bietet weder die versprochene Pointe (Weltformel), noch ein befriedigendes Happy-End.

Die Songs sind fragmentiert, sie werden ratenweise dargeboten; dies ist ein Hörgenuss auf Raten. Die Mini-Songs klingen wie musikalisches Fastfood – wie Cheesburger und Hamburger. Sie scheinen für oberflächliche Zuhörer zugeschnitten zu sein, die weder Geduld noch Zeit mitbringen. Die direkten Übergänge (ohne Pause oder Ausklang) der zerstückelt wirkenden Tracks sind oft hässlich, sie wirken erzwungen und sie zerstören damit die Stimmung, die das letzte Stück zuvor aufgebaut hatte. Und sicher hätte das Album an Intensität und Zugkraft dazugewonnen, wenn man ein paar schwache Tracks rausgeschmissen hätte. Der überflüssige Ballast verwässert die Atmosphäre.

Ich will nichts beschönigen und Hurra schreien: in dieser Schatztruhe ist nicht alles Gold, was glänzt...
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am 5. November 2013
Das Warten ist endlich vorbei – der Prog-Meister Arjen Anthony Lucassen hat sich wieder an sein Meisterstück namens AYREON gewagt. Seine Solo-Album „Lost In The New Real“ (2011), das neue STAR ONE Werk „Victims Of The Modern Age“ (2010) und auch das GUILT MACHINE -Projekt (2009) waren absolut starke Veröffentlichungen, doch das letzte große AYREON Meisterwerk „01011001“ (oder auch „Y“) liegt schon über fünf Jahre zurück.

Das neue Doppelalbum hört auf den mysteriösen und ebenso genialen Namen „The Theory Of Everything“ und kommt mit einem verhältnismäßig schmalen LineUp daher. Namen wie Jordan Rudess (DREAM THEATER), Steve Hackett (GENESIS), Troy Donockle (NIGHTWISH) oder Keith Emerson (EMERSON, LAKE & PALMER) lassen trotzdem schon Großartiges erahnen. Bei den Sängern gab Arjen dieses Mal teilweise weniger bekannten Talenten den Vorzug, die aber allesamt eine wirklich gute Leistung abgeben und gewisse Rollen in der Geschichte zugeteilt bekamen. Nachdem Arjen zugab, dass das AYREON Universum nach „The Human Equation“ und „01011001“ zu kompliziert wurde, verpasste er diesem einfach ein Reset und startete nun eine neue Geschichte, die in einer möglichen Gegenwart spielt und weniger opulent, aber ebenso tiefgründig ausgefallen ist.

So geht es um ein Wunderkind, dargestellt von Tommy Karevik (KAMELOT), der aber eine gewisse Konzentrationsschwäche aufweist. Die Story beginnt filmreif mit dem „Prologue – The Blackboard“, welches eigentlich bereits das Ende der Geschichte darstellt. Eine Blende zurück und es wird in die Jugend- bzw. Schulzeit von ihm geschwenkt. Neu im AYREON Universum ist auch, dass Arjen „nur“ vier Songs zur Verfügung stellt, die aber alle über 20 Minuten kommen und in ca. zehn Parts aufgeteilt sind. So fallen diese eher kurz aus und können von 30 Sekunden bis hin zu vier Minuten dauern. Musikalisch gesehen beginnt man spannend und atmosphärisch – sofort ist Lucassens Handschrift zu erkennen und man wird schnell in die AYREON-Welt hineingezogen, die man erst nach gut 90 Minuten wieder zu verlassen vermag. Wunderschöne Piano-Klänge, fette Synthesizer, Hammond Orgeln, Akustikgitarren, spaceige Parts, fette Riffs, pumpende Drums, etwas Folklore und tausend Elemente mehr, die man von AYREON in ähnlichen Formen kennt, sind zu finden. Doch zurück zur Geschichte. Der Vater, gemimt vom bei uns eher unbekannten Michael Mills (TOEHIDER), ist ein Wissenschaftler, der das Potential hinter seinem Sohn nicht sieht und sich auf seine Arbeit eingeschworen hat, während die besorgte Mutter – Cristina Scabbia (LACUNA COIL) natürlich hinter ihrem Sohn steht, ebenso wie der perfekt gewählte Lehrer Janne "JB" Christoffersson(GRAND MAGUS), der auch als Mentor und Freund dient und die Freundin und später auch Geliebte(Sara Squadrani von ACNIENT BARDS). Ebenso genial in seiner Rolle als Widersacher zeigt sich Marco Hietala (NIGHTWISH, TAROT). Der letzte im Reigen ist Rock-Legende John Wetton (ASIA) als Psychiater. Man sieht, es braucht nicht immer einen Bruce Dickinson, Damian Wilson, Jorn Lande oder Russel Allen um ein unvergessliches Hörerlebnis zu garantieren.

Nun, einen der vier Songs zu bevorzugen fällt nicht nur schwer, sondern stellt sich doch als Ding der Unmöglichkeit heraus. Alle Songs und deren Parts haben ihre Daseinsberechtigung und ihre ganz besonderen Momente, somit kann man vielleicht einzelne Parts erwähnen, doch auch meine Favoriten schwanken von Mal zu Mal - aber versuchen wir es. Während die ersten Teile von „Phase I: Singularity“ als Einführung zu sehen sind und viele verschiedene Stimmungen erzeugen, kommt bei „The Teacher's Discovery“ zum ersten Mal Gänsehaut auf. Die Dynamik zwischen Tomy, JB und Marco is einmalig und setzt sich bald im Ohr fest. Auch musikalisch hat man hier mit orientalischem Einschlag und genialem Drumming von Ed Warby (GOREFEST) einiges zu bieten. Man spürt die Rivalität, den Neid und auch die Bewunderung förmlich knistern. „Love & Envy“ ist mit seiner eisigen Atmosphäre auch ein wahres Erlebnis, wohingegen das hektische „The Gift“ direkt aufwühlend wirkt. „The Theory Of Everything“ ist wohl das am schwersten zugängliche Werk von AYREON, was nicht unbedingt an der Progressivität selbst liegt, sondern vielmehr daran, dass sich kaum eine Strophe wiederholt und auch selten musikalische Elemente mehrmals aufgegriffen werden, wenn doch, dann aber perfekt in Szene gesetzt, wie bei den drei Teilen des Titeltracks.

Mittlerweile befinden wir uns in „Phase II: Symmetry“. John Wetton stellt die Diagnose und bietet eine Droge, die helfen sollte. „Diagnosis“ zeigt John in Bestform und zum zweiten Mal kommt Gänsehaut auf. Generell holt Arjen wie immer alles aus den Sängern heraus und zeigt sie auch von anderen Seiten, als man sie sonst kennt. Durch die Gesangsdynamik kommt auch immer wieder Opern- und Musicalatmosphäre auf. Die Droge selbst lehnt die Mutter natürlich ab, der Vater jedoch mischt diese unter das Essen des Wunderkinds und setzt somit sein ganzes Potential frei. Mehr möchte ich zu der mitreißenden Story gar nicht erzählen, außer, dass sie mich an Filme wie „Ohne Limit“, Rain Man“ oder „A Beautiful Mind“ erinnert.

Zwischendurch gibt es auch immer wieder interessante Stücke, die auch ohne Gesang die Handlung sehr schön vorantreiben. Wenn man in diese eintaucht, dann merkt man auch warum. Arjen sollte schleunigst Drehbuchautor werden und das stagnierende Hollywood aufwecken. Richtig intensiv wird es in der zweiten Hälfte mit „Transformation“, actionreich mit „Collision“ und wirklich herzzerreißend mit „Side Effects“ – nochmal Gänsehaut! Bevor es nun aber zu ausschweifend wird, komme ich zum Ende und weise noch auf das emotionale Feuerwerk vom Finale hin. „The Parting“, traurig, wie der Titel schon vermuten lässt und „The Breakthrough“ sind zum Ende nochmal eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle, während der letzte Song "The Blackboard - Reprise" den Hörer mit offenem Mund dastehen lässt.

Arjen Lucassen hat es erneut geschafft, ein Meisterwerk zu erschaffen, das seinesgleichen sucht. Vergleiche mit den Vorgängern sind aufgrund des musikalischen und lyrischen Konzepts eigentlich nicht möglich bzw. wären fast blasphemisch. „The Theory Of Everything“ ist ein Meisterstück, dass zwar ohne seine Handlung auch funktionieren könnte, aber der Hörer würde so einiges verpassen, den die Symbiose aus Text und Musik ist unvergleichlich und möchte ich nicht mehr missen. Er spielt nicht nur mit der Psyche seines Hauptcharakters, sondern auch mühelos mit den Gefühlen des Hörers. Danke Arjen!
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am 19. November 2013
höre alles von ayreon, star one, ambeon und was er noch so alles rausgehauen hat, höre threshold, symphony x, usw. habe folglich nix dagegen wenn eine scheibe überladen ist, aber hier isses mir doch etwas zu viel. die reinen instrumentalen bonus-cds laufen extrem gut rein, aber bei den normalen scheiben hätte er ein paar instrumente rausnehmen sollen.

und außerem, die cds gehen zusammen jeweils 90min, hätte man problemlos auf eine cd pressen können, notfalls ein bissel was straffen, aber auf teufelkommraus unbedingt ne doppel-cd draus machen zu wollen finde ich unnötige geldmacherei.

die aufmachung der limited deluxe edition ist aber trotzdem extrem gelungen und das viele geld wert.
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am 4. Dezember 2013
70er Prog Rock, Folk Rock und Heavy Rock. Erneut ein tolles Werk mit tollen Musikern und tollen Songs (ohne Chorus) und schöner Story. Auf jeden Fall ein Tipp!
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am 27. Oktober 2013
Als Jahrzehntelanger Arjen (der Kopf hinter Ayreon) Hörer habe ich mich auf die neue Platte gefreut. Doch momentan bin ich doch recht enttäuscht.

STORY
Der Titel ließ hoffen auf einen weiteren Ausflug in die Science Fiction Story, die seit dem ersten Ayreon Album stetig erweitert wird. Die titel gebende Theorie ist jedoch nur ein McGuffin, lediglich an einer Stelle tauchen entsprechende physikalische Begriffe auf. Klar, daß die "Große vereinheitlichte Theorie" (siehe Wikipedia) nicht wissenschaftlich korrekt erklärt wird, denn die gibt's ja noch gar nicht - und das wäre bestimmt auch langweilig.
Aber was hier als Story verkauft wird ist - sorry, Arjen - billiger Klischee Schund.

Wir haben ein autistisches Kind-Genie, das dem Vater bei der Arbeit an der Theorie helfen könnte - dazu müßte er allerdings ein ungetestetes Medikament einnehmen. Die Mutter will das Leben ihres Sohns nicht riskieren; der Vater ist nur an seiner Theorie interessiert. Der Vater gibt ihm dann heimlich das Medikament, woraufhin er à la "Tommy" erwacht. Dann haben wir noch das "Mädchen" und den "Rivalen", die sich genau so verhalten, wie man es erwartet.

Sprich: Statt einer Fortführung der Story um den Planeten Y, den Migrator, die Marskolonien - kurz: statt einer Science Fiction Story gibt es diesmal "Rain Man". Was ja nicht grundsätzlich schlecht ist, aber dann hätte das auch "The Genius inside" oder so heißen und nicht "Ayreon" drüber stehen sollen (Arjen hat ja noch diverse andere Projekt Identitäten).

MUSIK
4 Tracks à 20 Minuten hat sich Arjen ausgedacht. bzw doch eher, wie auch schon auf den CDs eingeteilt: 42 Fragmente mit durchschnittlich 2 Minuten Laufzeit.
Das Problem: genau so hört es sich oft an. Da geht dann der nächste Track in einer anderen Tonart los, also muß noch schnell ein Gitarrenlauf dahin auflösen, weil sonst gar kein Zusammenhang zwischen den Teilen besteht. Oft wechselt auch der Rhythmus unmotiviert oder ein viel zu schnelles Synthie Arpeggio dudelt für ~15 Sekunden, bevor es von dem nächsten Track abgelöst wird, den bis auf das neue Tempo nichts mit dem Arpeggio verbindet.

Solche Brüche können durchaus mal klappen und sich gut anhören (siehe u.a. frühere Ayreon Platten), aber auf der "Theory of Everything" habe ich leider zu oft das Gefühl, daß die Teile mit der heißen Nadel zusammengestrickt wurden. Teilweise wird dann auch eine Begleitung erst mal in einer anderen Tonart gespielt (die noch zum vorigen Track passt) und dann nach 5 Sekunden kompositorisch unmotiviert in die Tonart des neuen Tracks gewechselt.
Ich hätte es besser gefunden, einzelne abgetrennte Tracks zu haben, als diese auf-Teufel-komm-raus miteinander zu 20 Minuten zusammen zu packen, selbst wenn einem keine vernünftige Überleitung einfällt.

Leider hinterbleiben bei so einem Konzept auch weniger Eindrücke hängen, da keine längeren Spannungsbögen vorhanden sind, wie zB bei "Beneath the Waves" oder "Isis & Osiris", die sich einem daher ins Gedächtnis einbrennen. Einzig der Titeltrack bleibt im Gedächtnis.
Die grundlegenden Tracks sind eigentlich ganz gut - aber durch diese Verhackstückelung und ohne klare Linie, die durch die 20 Minuten der einzelnen Teile führt, wird das Hörerlebnis getrübt.

Zudem gibt es noch eine Handvoll Stellen, die SEHR an vergangene Alben erinnern - teilweise könnte man wohl durch entsprechendes Überblenden nahtlos in ein bekanntes älteres Ayreon Stück überleiten. Aber das hatte ich mir zuerst bei dem "01" Album auch gedacht und fand es nachher gut, deswegen ignoriere ich dies für die Bewertung.

FAZIT
Unbedingt vorher mal einen kompletten 20 Minuten Teil anhören, um die Wirkung als Ganzes zu erleben.
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am 16. Februar 2014
und trotzdem nicht schlecht. Allerdings nichts wirklich Neues. Als Ayreon-Fan, der alle Alben hat, fehlt es mir an Überraschungen. Lucassen wiederholt sich doch öfter mal. Aber es sei ihm verziehen, denn trotz allem sind wieder schöne Melodien dabei.
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