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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
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4,5 von 5 Sternen
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Vorweg: Mitunter das Schönste an Veröffentlichungen dieser Art ist vielleicht, dass sie dazu animieren, den hauseigenen Steine-Hör-Katalog wieder einmal zu durchforsten, um sich der einen oder anderen Perle nach längerem wieder einmal erfreuen zu dürfen. So auch geschehen in meinem Fall...

Nun zu vorliegendem Produkt:
Essenziell ist "Sweet Summer Sun" - nüchtern betrachtet - eigentlich nicht. Für den eingesessenen Stonologen sind höchstens die Live-Versionen vom Neuling "Doom & Gloom" sowie "Emotional Rescue" interessant, alles andere hat's im Grunde schon einmal auf einem der zahlreichen anderen Live-Tonträger gegeben.
Kritisch hinterfragen muss man bei diesem Gesamtwerk also (wieder einmal), ob es denn der Fan wirklich nötig hat nun die 5. Live-Version von Klassikern wie "Brown Sugar", "JJF" oder "Satisfaction" uva. auf Tonträger besitzen zu müssen. Die Antwort darauf: Jein!
Natürlich sind es einmal mehr die alten Hüte, die die Stones zu ihrem 50er im randvollen Londoner Hyde Park zum besten geben - missen möchte man (vor allem als Fan) die eine oder andere Live-Inszenierung dennoch nicht. Dazu aber ohnehin gleich mehr...
Und überhaupt: Welche Songs hätten die Steine denn zu gegebenem Anlass ansonsten spielen sollen? Freilich hätt's auch mich mehr gefreut, wenn man den einen oder anderen nicht so oft dargebrachten Klassiker ("unbekannteren" passt im Falle der Stones einfach nicht) gespielt hätte. "You Got The Silver" war ja bereits auf SHINE A LIGHT zu hören - und da hat's für meinen Geschmack irgendwie stimmiger geklungen, um ehrlich zu sein...
Immerhin wird man in den gelungenen Zwischensequenzen der DVD mit Backgroundsongs beglückt, die man nicht unbedingt obligatorisch bei Stones-Konzerten vorgesetzt bekommt (u.a. "Let's Spend The Night Tohether", "Moonlight Mile", "Hide Your Love" etc.).
Die Setlist ist im Allgemeinen mit vorwiegend älterem Material bestückt. "Satisfaction" (1965) ist der älteste Song, der neueste - neben dem Neuling "Doom & Gloom" - ist dann schon "Start Me Up" (1981), das ja mittlerweile auch schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat. Schön wäre seitens der Band vielleicht noch die Einstreuung eines alten Blues-Hadern gewesen sowie die Hineinnahme von 2 oder 3 neueren Tracks (ich denke da z.B. an STEEL WHEELS, VOODOO LOUNGE, BRIDGES TO BABYLON und A BIGGER BANG). Das ist aber gewiss Jammern auf sehr hohem Niveau und entspringt darüber hinaus den Gedankenspinnereien eines vor sich dahinsinnierenden Stonologen...

Eins möchte ich noch zu einem anderen Rezensenten-Kommentar sagen: Dass man SHINE A LIGHT guten Gewissens vergessen kann, wenn man SWEET SUMMER SUN gehört hat, halte ich offengestanden (bei allem Respekt) für eine sehr gewagte Aussage! SHINE A LIGHT zeichnet sich meines Erachtens vor allem durch die etwas differenziertere, alternativere Setlist aus und besticht zudem durch eine intimere, nahbare Atmosphäre!
Aber gut: SWEET SUMMER SUN bietet endlich, endlich einen offiziellen Gesamtmitschnitt eines Konzertes (höchstens zusammengeschnippelt aus zwei Abenden) und überzeugt durch tolle Live-Atmosphäre (besser authentisch als zu Tode gemixt, oder nicht??), eine spielgelaunte und konzentrierte Band (hat man da etwa mehr geprobt als sonst?) und eine - trotz aller verständlichen Einwände - tadellose Setlist, die mit "Start Me Up" eröffnet und mit "You Can't Always Get What You Want" und "Satisfaction" geschlossen wird. Zu den Songs im Einzelnen möchte ich jetzt aber sowieso kommen...

Eine Anmerkung sei mir bitte noch zum angeblich "schlampigen" Sound gestattet: Ja, stimmt - man hört Ronnie und Keith nicht immer schön heraus! Und GENAU DAS macht ja den berühmten Stones-Sound aus!! Dass die beiden Gitarristen ein ums andere Mal herumswitchen und sich Rhythmus- und Solierarbeit brüderlich teilen ist mitunter das Aufregendste an Stones-Arrengements. Noch dazu ist Keith so gut in Form wie schon seit Ewigkeiten nicht mehr! Auch sonst könnte ich soundtechnisch nichts bekriteln! Ich verstehe ehrlich nicht, woher da manch andere Fans ihre Vergleiche herhaben. Überhaupt: Die Stones sind vielleicht die beste schlampigste Band der Welt - aber gerade dieses Aufeinander-Eingehen zeichnet die Musiker meines Erachtens aus. Hinzu kommt noch, dass Darryl Jones bei "Emotional Rescue" sowie "Miss You" zwei Bass-Soli beisteuern darf und dass ein gewisser Mick Taylor - ausgerechnet an jenem Spielort, an dem er anno 1969 als Brain-Jones-Nachfolger präsentiert wurde - bei "Midnight Rambler" und dem grandiosen Finale mit "Satisfaction" mitmischen darf! Schade nur, dass Bill Wyman für jene 2 Abende nicht für einen Gastauftritt zu haben war...

Die Bewertung der einzelnen Songs (gilt für die CDs) ist freilich subjektiver Natur und orientiert sich an der bewährten Amazon-Skala!

- CD 1 -

1. START ME UP *****
Wer hätte je gedacht, dass die Steine nochmals so eine knarrig-schöne und dennoch stimmige Version dieses Klassikers von der Leine lassen? Neben der Up-Tempo-Variante von FLASHPOINT ist dies mein absoluter Favorit. Klingt jedenfalls besser als die beiden Vorgängerversionen auf LIVE LICKS bzw. SHINE A LIGHT (wo der Song irgendwie zu "runtergenudelt" klingt). Super Sache - perfekter Einstieg!

2. IT'S ONLY ROCK & ROLL ****
Eigentlich ein Song, der nicht zu meinen persönlichen Stones-Favourites zählt, aber hiesige Darbietung besticht durch rollende Riffläufe und lässige Interpretation mit schön herausgearbeiteter Dynamik (Übergänge, Pausen etc.). Hier hört man mitunter am deutlichsten heraus, dass es sich doch lohnt, wenn man den einen oder anderen Hadern ein paar Mal vor seiner Live-Darbietung probt. Bei der Vorgängertour, als der Song auch einige Male an 2. Stelle im Set zu finden war, lähmte der Song die euphorische Anfangsstimmung ein bisschen. Hier ist dies löblicherweise aber keineswegs der Fall...

3. TUMBLING DICE ****
Nicht schlechter als sämtliche andere Live-Versionen. Vielleicht hätte aber anstelle dieses Tracks auch ein anderer, eben ausgefallener, gut getan. Ich denke da (ein bisschen wehmütig) etwa an "Sway", "Doo Doo Doo (Heartbraker)", "She's So Cold", "Ain't Proud Too Beg" uvva. Kleiner Tipp meinerseits an dieser Stelle: Bezüglich andersartiger Setlists kann man sich nun mit OFFIZIELLEN BOOTLEGS (auf der offiziellen Stones-Homepage) abhilfe schaffen. Ein Download ist recht günstig und funktioniert problemlos. Ich für meinen Teil kann da z.B. "The Brussels Affair" (von 1973) oder aber auch "Light The Fuse" (Toronto, 2005) wärmstens weiterempfehlen! Aber da muss man sich halt notfalls selber schlau machen... (Nicht zu vergessen: Die legendäre "Atlantic City"-Bootleg, die's leider aber immer noch nirgends legal als Download gibt - wirklich ärgerlich)...

4. EMOTIONAL RESCUE **
Hat offenbar unbedingt sein müssen. Zwar ist es generell begrüßenswert, dass man sich hier einer eher selten live dargebotenen Single annimmt, aber Jaggers Kopfstimme nervt binnen kürzester Zeit und auch der Song an sich ist (wie eigentlich schon am gleichnamigen Album) kein echter Aufreger... "She's So Cold" wäre mir z.B. weitaus lieber gewesen! Einziger Pluspunkt: Darryl Jones Basssolo + ein schön funkiges (aber auch monotones) Hauptriff. Naja...

5. STREET FIGHTING MAN ****
Wenn man Sir Jagger glauben darf, dann hat sich das Publikum diesen Song bereits im Vorfeld (via Internet-Voting) gewünscht. Auch diesen Track hat's bereits mehrmals als Liveversion gegeben. Kommt im Großen und Ganzen ziemlich trocken und scharfkantig rüber - passt also. Auch der Ausklang mit Chuck Leavell's Keyboard-Einlagen ist recht gelungen. Das Publikum macht brav mit, Mick klingt angriffslustig und Charlie verpatzt den Einstieg ein bisschen... OK!

6. RUBY TUESDAY ****
Mir gefällt die FLASHPOINT-Version offengestanden besser, weil Mick da ein bisschen tiefer und vermeintlich rauer singt. Aber auch hiesige Darbietung weiß zu gefallen. Schön und gefühlvoll interpretiert. Ein Track zum Runterkommen...

7. DOOM AND GLOOM *****
Funktioniert live überraschend gut! Mick brüllt sich die Seele frei (und singt den Refrain absichtlich leicht versetzt von den Background-Vocals), Ronnie und Keith rocken die Riffs knochentrocken runter und Charlie spielt die Übergänge mit überzeugender Dynamik, wobei's auch nichts macht, dass er die Rhythmuswechsel 'gen Songende nicht mehr wirklich mitmacht und stattdessen altbewährt auf seinem UFIP-China crashridet ;)...

8. PAINT IT BLACK ***
Im Gegensatz zur total missglückten Version auf SHINE A LIGHT eine klare Steigerung, dennoch gab's diesen Klassiker auf LIVE LICKS und FLASHPOINT schon mal wesentlich leidenschaftlicher und besser interpretiert. Nicht wirklich aufregend...

9. HONKY TONK WOMEN ****
Funktioniert eigentlich immer. Chuck Leavell leitet mit der Cowbell stimmig ein und darf am Ende sogar ein Solo mit Western-Piano-Sound beisteuern. Interessant ist vielleicht noch, dass Charlie hier vom typischen Rhythmus abweicht und Bassdrum-Snare-Kombis etwas freier spielt. Gelungen...

10. YOU GOT THE SILVER ****
Gab's wie bereits oben erwähnt schon auf SHINE A LIGHT und da hat der Song für meine Begriffe etwas stimmiger und natürlicher geklungen. Dennoch ist's natürlich eine Freude, wenn man Keith so leidenschaftlich ins Mikro krächzen hört...

11. BEFORE THEY MAKE ME RUN ****
Mitunter auch ein Grund, warum Sammler diese Scheibe haben sollten. Hab ich (mit Ausnahme einer Bootleg) ansonsten noch nie als Live-Version gehört. Ordentlich gespielt, schön dirty von Mr. Richards interpretiert - passt also...

- CD 2 -

1. MISS YOU ***
Muss halt auch sein. Ich mag diesen Song einfach nicht, bin bis heute nicht so recht damit warm geworden (am ehesten geht dann noch die Studioversion auf SOME GIRLS). Interessant ist wiederum Mr. Jones Bass-Solo...

2. MIDNIGHT RAMBLER *****
Hier darf Mick Taylor erstmals an jenem Abend mitmachen. Schön interpretierte Version (genauso gut wie jene auf GET YER YA YAs OUT! oder ATLANTIC CITY '89) mit gefühlvoll aufgebauter Dynamik, klasse Brakes und tollen, stimmigen Tempi-Wechseln... TOP!

3. GIMME SHELTER ****
Kommt insgesamt (so wie aber die Scheiben im Allgemeinen) sehr natürlich rüber. Klingt deshalb auch nicht ganz so sauber wie etwa die Version auf NO SECURITY, macht aber insgesamt mehr Spaß - weil's am Ende einfach authentischer klingt. Super Duettleistung (wie gewohnt) von Mick und Lisa Fisher!

4. JUMPIN' JACK FLASH ****
Mein Stones-Liebling, zum gefühlten 50. Mal live interpretiert! Die kantige, knarrige Version auf SHINE A LIGHT gefällt mir ehrlich gesagt eine Spur besser. Das Tempo ist aber gut gewählt und auch die Riffs kommen ungewöhnlich sauber (aber andererseits auch nicht zu clean) rüber. Offenbar hatte Keith da einen Tag wie schon lange nicht mehr erwischt (oder lag's am Ende wirklich nur an der Konzentration?). Der Gesang passt auch. Klasse Song, gut interpretiert!

5. SYMPATHY FOR THE DEVIL ****
Auf der DVD erkennen wir, dass Charlie mit "Click" (siehe Kopfhörer) spielt, um nicht aus dem Takt zu kommen. Ansonsten recht lässig gespielt, ungewöhnlich "unpompös" dargeboten, was dem Song aber auch mal ganz gut tut. Die Version auf dem legendären YA YAs ist freilich besser, die auf FLASHPOINT aber auch... Trotzdem insgesamt gelungen!

6. BROWN SUGAR ****
Midtempi-Version mit gut aufgelegtem Publikum im Hintergrund. Läuft (no na) wie von selbst. Gab's halt auch schon x-Male... OK! Sehr gut und erwähnenswert ist Bobby Key's Saxophon-Solo - immer wieder schön!

7. YOU CAN'T ALWAYS GET WHAT YOU WANT *****
Erstmals mit Livechor im Hintergrund (Intro, Refrains, Ausklang), der mächtig Stimmung und Dampf macht. Meines Erachtens eine schöne Geste seitens der Steine, dass man andere Sängerinnen und Sänger mit auf die Bühne holt! Mick singt gefühlvoll, die Band groovt bzw. wuselt sich durch kantige Gitarrensoli - einige Fans (siehe DVD) sind an dieser Stelle zu Tränen gerührt - ich übrigens auch fast...

8. SATISFACTION *****
Grande Finale mit Mick Taylor an einer akustischen (!) Gitarre. Obwohl man auch hier festhalten müsste, dass dies die unzähligste unter unzähligen Live-Versionen ist, ist diese Interpretation ein unbedingtes MUSS - auch für Fans! So fetzig, rockig, schmissig und trocken in einem hat diese Legende eines Songs meines Erachtens bis dato noch nie (!) geklungen. Diese Satisfaction-Live-Darbietung (mit nochmals etwas ausführlicherem Ende als sonst, das aber dennoch nie fad wird - großartige Bläserhinterlegung) ist einer der Hauptargumente, die für diese Veröffentlichung sprechen. Man höre bitte unbedingt auf Mr. Richards Solo-Einlagen (!) alias Chuck Berry beim obligatorisch teilimprovisierten Schlussteil... Da bleibt einem vor Freude fast das Herz stehen - wirklich GRANDIOS und herzerfrischend!!

Fazit: Zu einem großen Teil besteht vorliegendes Set aus "Let It Bleed"-Tracks. Überraschungen sehen wahrlich anders aus. Dennoch ist SWEET SUMMER SUN schon alleine der Spielfreude seitens der Stones wegen eine Pflichtanschaffung für wahre Fans! So kritisch man dieser x-ten Neuveröffentlichung (immerhin das 5. offizielle Live-Album binnen 25 Jahren und da sind die legalen Bootlegs zum Downloaden sowie der SOME GIRLS LIVE IN TEXAS '78 - Mitschnitt noch nicht einmal miteingerechnet!) auch immer gegenüberstehen "muss" (von wegen Geld aus der Tasche ziehen etc.), so ehrlich muss man dann auch sein, um zugeben zu können, dass SWEET SUMMER SUN auf seine Weise ein gerechtfertigtes und würdiges Jubiläumszuckerl ist!
Neben authentischem Sound, tollen Live-Riffs (den interessantes womöglich seit GET YER YA YAs OUT!), einer grandiosen Atmosphäre (100 000 Besucher!) und der Tatsache, dass es sich bei hiesiger Veröffentlichung um einen (mehr oder weniger) Gesamtkonzertmitschnitt im Arenen-Format handelt (SHINE A LIGHT wurde ja bekanntermaßen im Beacon-Theatre eingespielt), lädt auch der äußerst geringe Kaufpreis (13 € für zwei Live-CDs + einer recht gelungenen DVD - geht's alllen Ernstes noch günstiger?!) zum Erwerb dieses Gesamtpakets ein!
Ich persönlich betrachte die DVD ja generell als Bonuszuckerl und sehe es nicht so schlimm, wenn 3 Songs als Bonustracks rausgeschnitten und als undankbare Extras hinten drangehängt wurden. Vermutlich haben sie laut Filmproduzenten halt ganz einfach ein bisschen den Fluss gestört. Schade ist bezüglich DVD lediglich, dass man keine Untertitel (weder Deutsch noch Englisch) aktivieren kann - dann könnte man wenigstens während der durchwegs gelungenen Zwischensequenzen (mit Stimmen der Stones aus dem Off) mitlesen und müsste nicht ständig raten, was Keith oder Charlie da gerade dahergenuschelt haben...
Ansonsten ist aber alles gut - mehr als gut eigentlich sogar!!

Auch, wenn ich allen 4-Sterne-Bewertern ebenso zustimmen würde, kann und muss ich an dieser Stelle ganz einfach die volle Punktezahl vergeben!

Im Prinzip hat mich SWEET SUMMER SUN positiv überrascht! Jedenfalls keine Investition, die ich in irgendeiner Weise bereuen würde oder dergleichen...

Eine würdige Jubiläumsausgabe zum Schnäppchenpreis!!

-----------------------------------------------------------KURZZUSAMMENFASSUNG----------------------------------------------------------

Abschließend ' in aller Übersicht und Kürze ' noch einmal die Gründe, warum es denn letztlich doch lohnt SWEET SUMMER SUN sein eigen zu nennen:

+ Start Me Up (neben der Flashpoint-Version die beste Livedarbietung ever bislang)
+ It's Only Rock & Roll (beste Live-Version bislang, lässig interpretiert)
+ Emotional Rescue (einzige mir bis dato bekannte Live-Darbietung)
+ Doom & Gloom (energetisch dargebotene Live-Premiere auf Tonträger ' schade eigentlich, dass man den zweiten Neuling (Anm. "One More Shot') nicht auch ins Live-Programm miteingebaut hat
+ Before They Make Me Run (kenn ich ansonsten auch lediglich von Bootlegs (Anm.: 'It's Good To Be Anywhere', Keith Richards ' bitte selber recherchieren!), für wahre Fans also ein Muss)
+ Midnight Rambler (sehr schöne Version, genauso gut wie jene auf GET YER YA Yas OUT! sowie die auf dem mittlerweile nur mehr schwer erhältlichen ATLANTIC CITY Bootleg, zudem darf Mick Taylor hier mitspielen)
+ You Can't Always Get What You Want (erstmals live mit einem Chor aufgenommen, gänsehauterregendes Finish)
+ Satisfaction (für mich bisher die allerbeste Live-Darbietung dieses Klassikers, hervorragender & authentischer Sound, schöner Ausklang mit genialen & überraschend sauber gespielten Chuck-Berry-Soli-Riffs alias Keith, The Riffmaster!)
+ Daryll Jones darf bei zwei Songs recht ausführliche Bass-Solos spielen ('Emotional Rescue' bzw. 'Miss You')
+ generell hat das Album eine tolle Live-Atmosphäre inne
+ authentisches Konzert-Feeling, tolle Feinabstimmung bez. Sound/Klangbild (nicht zu sauber, aber auch nicht zu schlampig)
+ die Stones waren an den zwei Spielabenden im Hyde Park offensichtlich gut drauf und machen einen ordentlichen Job (sowie die ganze Band, samt Backgroundvocs)
+ man bekommt hier einen Gesamtkonzertmitschnitt geliefert (höchstens aus zwei Abenden zusammengeschnitten) und nicht zusammengehalftertes Stückwerk aus zig Shows
+ das Ganze hat gewissermaßen einen 'ideellen' Wert ' die größte und dienstälteste Rock & Roll Band der Gegenwart feiert ihr halbes Jahrhundert und man hat immerhin die Platte dazu zuhause im Regal stehen
+ tolles Preis-Leistungs-Verhältnis (zur Erinnerung: 2 CDs + eine ordentlich gemachte DVD)
+ die CD-Hülle ist optisch ansprechend (Cover, Booklet) und darüber hinaus praktisch (leichtes Herausnehmen der Tonträger bzw. der DVD) gestaltet
+ Hat man die DVD gesehen, dann riecht es verdächtig nach Abschied von den ganz großen Bühnen ' wer weiß, wie viel die in den 70ern angelangten Stones tatsächlich noch nachliefern werden...
+ das Hit-Sammelsurium weist eigentlich keinen einzigen Totalausfall auf (spielerisch gesehen, Kompositionen an sich sind halt eher Geschmackssache)

Nun zu den Punkten, die eher gegen einen Kauf sprechen:

- die Setlist weicht nur minimal vom bisherigen Standard-Reportiere ab und weist kaum Überraschungen auf
- alle oben nicht extra genannten Songs gab's schon mal in besserer Live-Darbietung (kann gerne in anderen Rezis zu den jeweiligen Live-Steine-Veröffentlichungen nachgelesen werden, wenn's interessiert)

Resümee: Wiegt man nun das Positive und das Negative (auch objektiv gesehen) ab, so spricht eindeutig einiges mehr für die Scheibe als dagegen.
Insgesamt ' und ja, natürlich bin ich glühender Stonologe ' bleibt mir gar nichts anderes übrig, als die vollen 5 Sterne für SWEET SUMMER SUN zu vergeben!
P.S. Ich möchte nur noch einmal daran erinnern, dass es auf der offiziellen Stones-Homepage eine ganze Menge legaler Downloads gibt, in die man als Fan zumindest mal reinhören sollte. Ich persönlich habe (bisher) 'The Brussels Affair' sowie 'Light The Fuse' erworben und bereue beide Käufe in keinster Weise ' schaut/hört mal rein, liebe Leute!

Nun ziehe ich nochmal ehrfürchtig meinen Hut, ziehe zufrieden von dannen und zieh mir nochmal ein paar andere Stones-Hadern rein bzw. nochmal SWEET SUMMER SUN...

Vielleicht sieht/hört/schreibt man einander bei der einen oder anderen Stones-Rezi wieder ' es wäre mir jedenfalls eine Ehre. In diesem Sinne: Bis dann und ROCK ON!!
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VINE-PRODUKTTESTERam 3. Januar 2014
44 Jahre nach dem legendären Auftritt (damals die Totenfeier für Brian Jones) kehren die Stones zurück in den Hyde Park und sie haben nichts verloren von ihrer Magie, im Gegenteil, sie sind größer denn je! Natürlich sind sie in die Jahre gekommen (auch Lisa Fisher, die ein bisschen an Gewicht zugelegt hat, was ihrer überragenden Stimme nur guttut) und natürlich sieht man ihnen das an (aber sie LASSEN es sich auch ansehen, keine Facelifts oder Botox-Attacken), dennoch ist die Musik immer noch dieselbe, generationenübergreifend und einfach nur spektakulär. Auch Mick Taylor kehrt zurück an die Stätte seines ersten großen Erfolgs, allerdings wirkt er nicht nur äußerlich wie ein Fremdkörper; niemand verlässt die größte Band der Welt eben ungestraft...

Bild und Ton dieser exquisiten Zusammenstellung sind hervorragend, besser geht es nicht. Aber auch wenn das anders wäre, bitte niemals vergessen: Hier handelt es sich nicht einfach um einen Konzertmitschnitt, sondern um ein zeitgeschichtliches Dokument, in dem glückliche Menschen aller Altersschichten ein großes Fest feiern und allein dafür darf man durchaus dankbar sein. Wenn man mit den Jungs aufgewachsen und alt geworden ist, sieht man sie mit anderen Augen als die Musik-Puristen, die jeden Akkord sezieren. Für mich sind sie ein Teil des Lebens, so lange sie auf der Bühne stehen, ist alles gut.

*) Joe Hill, Autor
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am 27. Januar 2016
Wie so oft, muss ich auch hier wieder mal bemängeln, dass man keine halben Sterne vergeben kann. Die Scheibe hätte saubere 3,5 Sterne verdient, aber da das nicht geht, bleibt es bei 3.
Ein sagenhaftes Konzert der Stones vor einer noch viel sagenhafteren Kulisse bei offensichtlichen Traum-Bedingungen im Hyde Park in London. Unfassbar viele Menschen durften dort eine super aufgelegte Band erleben. Schade, dass ich nicht dabei war. So muss ich mir mit der BluRay behelfen.
Bild: 4 von 5 Sternen
Ton: 4 von 5 Sternen
Konzert an sich: 4,5 von 5 Sternen
Hmmm, da kommen aber unterm Strich keine 3,5 raus, auch wenn ich kein Mathe-Genie bin...
Tja, leider doch. Es gab da nämlich in der Produktionsfirma diverse Leute, die leider das komplette Konzert-Feeling kaputtgemacht haben, weil sie gemeint haben, andauernd die Live-Show zu unterbechen, indem sinnloser Unfug zwischen den Songs eingeblendet wird. Welcher komplett zugekiffte Art-Director hat das wohl genehmigt? Wirklich sehr sehr schade, dadurch bekommt das Konzert mehr einen Doku-Charakter und das immer wieder mal kurz aufkeimende Live-Dabei-Gefühl wird jäh unterbrochen. Sowas darf einfach nicht passieren.
Sehr sehr schade!
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am 14. November 2014
Ja, sie sind es: die grossartigste Rock'n Roll Band der Geschichte. Die DVD + 2 CDs sind ihr Geld wert. Besonders für Stones Fans. Für mich eine logische Ergänzung meiner Sammlung an CDs der Band.
Warum der 5. Stern fehlt ? Ganz einfach Geschmackssache. Mir gefiel der ganz ursprüngliche Rhythm & Blues Stil besser als der spätere Rock'n Roll Lastige. Speziell die ganz alten Nummern wie Time is on my side, Heart of Stone, The Last Time oder auch das eine oder andere Stück aus der "Sticky Fingers" LP.
Die Kameraführung ist grossartig, die Musik über die volle Zeit etwas zu gleichförmig. Am besten also CD oder DVD auflegen und einzelne Songs heraus picken. Midnight Rambler, Brown Sugar, Paint it black etc.
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am 14. August 2014
Wer glaubt mit 70 könnte man nicht mehr über eine Bühne toben sollte sich Mick ansehen. Die Musik ist gut wie immer, Mick Taylor als Gast kommt gut an. Charlie spricht sogar mal, wer hätte das gedacht.
Auch nach all den Jahren immer noch Spitze. Schönes Konzert, gut aufgenommen und in sehr guter Ton- und Bildqualität. Nicht nur für Fans ein Must have.
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am 14. Januar 2015
Die Rolling Stones präsentieren sich hier in tollem Bild und Ton und einer schon bekannten Setlist - auf Nummer sicher - mit Gastauftritt vom alten Mick Taylor. Musikalisch überwiegend richtig gut, aber man merkt, das Mick Jagger mit dem Singen auch sehr oft nicht mitkommt und keinen Ton oder Text trifft. Keith Richards ist auch immer schlechter für sein Können unterwegs. Hätten sie Bobby Keys (RIP) und Ron Wood nicht, die den Kahn musikalisch sehr überzeugend ziehen, wäre diese Band wohl Geschichte.Ich weiß, dass Stones-Fans jetzt meckern, aber ich bin selbst Fan und habe die Rolling Stones 1994 in Hannover auf der "Voodoo"- Tour gesehen (im Regen von Hannover). Richards war richtig gut!!!!! Jagger dagegen konnte kaum einen Satz vollständig durchsingen, man hörte nur fast jedes zweite Wort, so war der aus der Puste. Time to say goodbye für die Band.
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am 26. Dezember 2013
Schöne Disc mit gutem bis exzellentem Sound und in Videomanier einmontierten Portraits der Zuschauer, die, im Alter von 12 - 70 zeigen, wieviele Menschen die Stones zu Eintrittspreisen ab 80 Pfund mobilisieren können. Schöne Slapstickeinlagen von Wood und Richards - aber auch Alt-Gags, die wir schon aus "Shine a Light" kannten, z.B. dem, daß Watts kurz "Hallo" ins Mikro sagt, wozu Jagger dann "He speaks" anmerken kann. Das ist alles nun nicht allzu witzig, aber dennoch keine Frage, wirklich die größte Band der Welt, eine Combo, die mit ihrem rhythmischen Rumms Generationen in Bann schlägt. Die Kameraführung läßt auch den Wohnzimmerzuschauer angenehm in die warme Konzertatmosphäre eintauchen, die starke Kanaltrennung liefert satten Breitbandsound mit feinen Höhen und abgründigem Bass. Die Songauswahl ist vorausehbar sehr gut aber ohne eingegangene Risiken, aber alle Klassiker sind dabei. Schade dabei: "Gimme Shelter", im Duett Jagger/Lisa Fisher, kommt kraft- und saftlos. Das tut weh, da sich gerade dieses Stück so gut dazu eignet, das Stones'sche Potenzial voll auszufahren. Das war auf "No Security" wesentlich besser gelungen. Der Kritiker kann sogar nicht umhin zu sagen, daß Jagger und Fisher das Stück in der schlappen Hyde-Park-Darbietung geradezu verhunzt haben. Wood und Richards gniedeln dazu auch noch so schlapp auf ihren Edelgitarren herum, dass sich alles irgendwie nach Schülerband-Übungsraum anhört und man sehnsüchtig auf das Ende oder bestenfalls das nächste Stück wartet. Ein Gimme Shelter wird uns hier also dargeboten, welchselbiges nur durch einen gnadenreichen Jagger-Abwink zu seinem farblosen Abwürg-Finale gelangt. Fazit: Irgendwie stonesmäßig-überlegen gut, aber mit Tiefen. Shine a Light war besser.
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am 12. August 2014
Der Name Rolling Stones sagt eigentlich schon alles, einfach toll. Da ich auch in dem Alter bin und mit dieser Musik praktisch mitgewachsen bin ist es einfach grandios. Die Musik und ihre Auftritte sind nach wie vor ein Hammer. Die Qualität der Blu ray finde ich gut und nicht wie teilweise geschrieben wird, schlecht.
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am 23. November 2013
Nachdem Amazon die Box im Angebot hatte, musste ich ja zuschlagen, die auch dann prompt 2-3 Tage später geliefert wurde.

Auch wenn man als Stones-Fan schon die ein oder andere Live-Scheibe zu Hause hat (Atlantic City '89 für mich der beste Mitschnitt überhaupt), macht es immer wieder Spaß die Band auf der Bühne zu sehen und an den Songs und der Show teilhaben zu können.
Natürlich ist dieses Paket aus Live-CD und DVD kein "Must-Have", aber ich persönlich sehe es essentieller an als den Live-Mitschnitt "Live Licks". Mit Shine a light will ich ungern vergleichen, da a) Club- vs. Open Air-Atmospähre und b) die Setlist abwechslungsreicher und eher mit Raritäten gespickt ist.

Die Setlist ist natürlich 08/15, für ein großes Open Air geht man halt auf Nummer sicher. Großartige Ausnahmen und Raritäten wie es vielleicht ein Bruce Springsteen auf seinen Konzerten macht, werden wir bei den Stones nicht erleben. Aber ich für meinen Teil will eben die Klassiker hören, garniert mit irgendwelchen Perlen. Aber bei dem Back-Katalog etwas schwierig. Daher hätte ich mich über einen Live-Mitschnitt der Setlist der Hallen-Tour in London und den USA eher gefreut als über diese Setlist vom Hyde Park.
Aber das ist jammern auf hohem Niveau. Zu den Songs sage ich daher nichts mehr; sind ja eh allgemein bekannt und gehören eigentlich schon zum Weltkulturerbe. ;)

Zu der Produktion an sich: Das Set kommt schön aufgemacht als 8-seitiges Digipack und 12-seitigen Booklet. Im Booklet wird der Vergleich von 2013 und dem Konzert von 1969 gezogen, garniert mit paar Live-Shots.
Die DVD (schade, dass es die Bluray nur doppelt mit der DVD gibt) ist auch gut aufgemacht. Schönes übersichtliches Menü mit "Start Show", "Title", "Bonus" und "Sound".
Los geht es mit einem knapp 5-minütigen Einstieg mit Interview-Fetzen und Bildern von Glastonbury, London und alten Bildern von '69. Ich finde, das lockert das ganze Konzert etwas auf. Auch fand ich es angenehm, dass immer das Publikum gezeigt wird.
Die Show an sich wird auch in typischer Stones-Manier abgehalten. Start me up kommt '89/'90 im Vergleich zu 2013 und Pyro besser aus den Startlöchern. Höhepunkt für mich als Jungspund ist daher der Auftritt von Mick Taylor bei Midnight Rambler. Eine Gänsehaut bekomme ich beim Chor von "YCAGWYW". Vor Satisfaction als typischer Rausschmeisser gibt es nochmal eine Slow-Motion mit Interview-Zitaten und Bildern von Proben aus dem Backstage-Bereich.

Das Konzert kommt in starken und farbenfrohen Bildern und auch sind keine hektischen Schnitte vorhanden. Enttäuschend, dass wieder mal kein komplettes Konzert in voller Länge veröffentlicht worden ist und drei Songs in den Bonus-Bereich gepackt worden sind.

4 Sterne deswegen weil es einfach eine gut aufgemachte Box ist... und eben auch weil es die Stones sind.
1 Stern Abzug, da kein ganzes Konzert und die Setlist bei den Hallen-Gigs besser war; aber das ist natürlich Geschmackssache.
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am 25. August 2014
Eine sehr gutes Live Konzert von den Besten Live Musikern, für mich. Ich habe die Stones schon 1969 live erlebt und es bleibt dabei - einfach nur Super. Die Aufmachung dieser LP ist sehr gut und die DVD dabei - was will man mehr.
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