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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
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am 26. Oktober 2005
Vincent Price selbst hat war davon überzeugt, dass „Theater des Grauen" von all seinen Filmen, die er im Laufe seiner Karriere gemacht hat der beste wäre. Das mag mehrere Gründe haben. War Price ja selbst eher ein Schauspieler, der gerne mit großen Gesten gearbeitet hatte und manchmal auch recht dick auftrug lag ihm die Darstellung des pompösen Shakespearedarstellers Edward Lionheart, der sich von einen Preiskomitee verkannt sieht und deshalb zu phantasievollen Mörder wird, besonders. Auch muss eigentlich JEDEM Schauspieler (nicht nur Vincent Price, dem bekanntlich viele Filmjournalisten aufgrund seines exzentrischen Schauspielstils und der Tatsache, dass er eben sehr viele Horrorfilme, also eine Gattung, die immer schon belächelt wurde gemacht hat, wenig Liebe entgegenbrachten) eine Rolle Spaß machen bei der er mehrere Kritiker der Reihe nach auf blutrünstige Art und Weise, ganz im Stile von William Shakespeare, umbringen kann! Und letztendlich lernte Mr. Price bei den Dreharbeiten seine spätere Ehefrau Coral Browne kennen; sie haben sich wohl ineinander verliebt während er sie an eine Trockenhaube fesselte, knebelte um sie im Anschluss unter Strom zu setzten. Also ich nenne das Romantik!
Wie dem auch sei, „Theater des Grauens" ist eine bitterböse, tiefschwarze und stellenweise extrem brutale schwarze Gruselkomödie mit einem grandiosen Vincent Price in bester Spiellaune. In den natürlich eher kleinen aber nichtsdestotrotz gut geschriebenen Rollen der Opfer agieren verdiente und bekannte Schauspieler wie Jack Hawkins, Harry Andrews und Robert Morley , die alle am eigenen Leib erfahren wie einfallsreichr doch der große Shakespeare dabei war wenn es darum ging seine Charaktere auf bühnenwirksame Art umkommen zu lassen.
Der Film ist sicherlich nicht besonders handlungslastig. Er beginnt mit einem Messerattentat wie in „Julius Cäsar" und im gleichen Tempo fällt ein Kritiker nach dem anderen Shakespeares Erfindungsreichtum und Lionhearts Rachgier zum Opfer. Insofern ähnelnd er den beiden zuvor entstandenen zwei „Dr. Phibes" filmen, doch ich persönlich finde, (andere sind da natürlich ganz anderer Meinung), dass „Theater des Grauens" diesen beiden Werken überlegen ist. ( aber das ist Geschmackssache)
„Theater des Grauens" ist trotz der wirklich toller Besetzung wie Diana Riggs als Lionhearts Tochter Edwina einzig eine Plattform für den genialen Vincent Price und sollte in keiner Horrorfilmsammlung und gar keinen Fall in keiner Vincent Pricekollektion fehlen!! Nicht nur mordet Price a la Shakespeare, nein; er rezitiert und spielt auch im Kostüm von Achilles, Shylock und Richard III und begeht seine Verbrechen in Verkleidung eines Londoner Bobbys, eines schottischen Masseurs, eines französischen Fernsehkochs, eines deutschen Fechters und eines offensichtlich homosexuellen Schickimickifriseurs im Afrolook!
Exzellenter, böser Spaß für alle Freunde von schwarzen Humor und für Vincent Pricefans ein absolutes Muss und Pflichtkauf.
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am 6. April 2009
Ist eher was für die ältere Generation wie mich (ü40).
Meine Kinder sind in der völlig verrohten Medienwelt groß geworden (relativ mit 14 und 16) und fanden den Film ein wenig witzig aber insgesamt langweilig.

Ich finde ihn einfach nur genial
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am 16. Juni 2004
Vincent Price wurde zu Lebzeiten sehr oft von Kritikern belächelt. Besonders wurde ihm sein Hang zum "Over acting", also zum übertriebenen Spiel, vorgeworfen. Wen wundert es, dass er bei diesem Rachewerk, in dem er einen Kritiker nach dem anderen den Garaus macht, zu voller Spielfreude aufblüht. Price, der ein großer Liebhaber und Sammler der Malerei war, hat die Schauspielerei nie besonders ernst genommen, sondern als Erwerbsmöglichkeit für das Ausüben seiner Leidenschaft gesehen. Sein Spiel ist dementsprechend mit einer gehörigen Portion Selbstironie gewürzt und die Rolle des Shakespeare-Darstellers Edward Lionheart ist ihm maßgeschneidert auf den Leib geschrieben. Nicht nur dass Vincent Price namhafte Schauspieler wie Robert Morley (allein der rosafarbene Anzug, den Morley in dem Film trägt wäre Motiv genug) niedermetzeln darf. Auch Vincents spätere Ehefrau, die Schauspielerin Coral Browne, muss dran glauben. Und zwar bei einem Besuch bei ihrem Friseur, den Vincent Price mit Afro-Look und tuntigem Gehabe, köstlich darstellt.
Um diesen Film wirklich genießen zu können, muss man sowohl einen Hang zum Makaberen haben, als auch die Art mit der Vincent Price seine Rollen verkörpert mögen. Für mich ist "Theater des Grauens" die Krönung von all seinen Werken. Ein grandioses, morbides Vergnügen.
P.S.:
Wer mehr über Vincent Price wissen möchte, sollte unbedingt "Die Kontinuität des Bösen" von Robert Zion lesen. Mehr als nur eine Hommage an den britischsten aller amerikanischen Schauspieler.
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am 14. Dezember 2005
"Theater des Grauens" ist der für mich beste Vincent Price-Film - und es ist ein reiner Vincent Price-Film, da alles um ihn herum als Hauptdarsteller aufgebaut ist. Angeblich war Vincent Price für sein "Overacting" berühmt - das kann ich nicht nachvollziehen. Filme wie "Der Hexenjäger" beweisen das Gegenteil. Möglicherweise hat ihm die Rolle des verkannten Schauspieler-Genies Edward Lionheart aber deshalb so viel Spaß gemacht, weil er zum einen das Klischee über ihn in dieser Rolle ironisieren konnte und zum anderen: Welcher Künstler wünscht sich nicht manchmal, seine Kritiker zu ermorden?
Was mir an diesem Film, der kein "richtiger" Horror-Film ist (Dafür ist er nicht ernst genug), besonders gut gefällt, ist seine Stimmigkeit bis in die Details. Vielleicht ist es noch jemandem aufgefallen: In den Phiolen, aus denen die Ausgestoßenen/Obdachlosen trinken, befindet sich stets eine violette Flüssigkeit. Farblich ist der Film gut durchkomponiert und generell farbmächtig: Das gilt nicht nur für die Ausstattung sondern auch für die Charaktere. Sehr nett finde ich auch immer wieder Robert Morley im rosa Anzug mit seinen weißen Königspudeln. "Wo sind denn meine Pudi-Pudis?" Auch der Wortwitz ist klasse. So etwa, wenn Vincent Price sich als tuckiger gay-Friseur mit Afro-Look bei "Miss Moon" mit den Worten vorstellt: "Ich bin Butch!" Dazu muss man wissen, dass "butch" bei Schwulen auf Englisch so viel wie "kerlig" oder "sehr männlich" bedeutet. Das ist nur ein Beispiel unter vielen. Trotz manch blutiger Szenen (Ein Pfund Fleisch) habe ich deshalb beim Ansehen oft herzhaft gelacht.
Nie waren Shakespeare-Zitate schöner in Szene gesetzt!
Fazit: Ein sehr unterhaltsamer Film, der nicht nur mit den Genregrenzen sondern mit allen möglichen Klischees spielt und der bis in die Nebenrollen sehr gut besetzt und bis in die Details stimmig ist. Ein Meisterstück des britischen Films!
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am 26. September 2015
[Vorsicht, Spoiler!]

„Merchant of Menace“ ist einer von mehreren Ehrentiteln, mit denen man Vincent Price im Laufe seiner Karriere bedacht hat, und kein anderer Film scheint eine solch überzeugende Rechtfertigung für diesen Namen zu bieten als die 1973 von Douglas Hickox inszenierte Horrorkomödie „Theatre of Blood“, denn zum einen stehen hier die schönsten Shakespeare-Morde Pate für die Untaten des Filmschurken, zum anderen kann man aber auch davon sprechen, daß sie hier im Dutzendpack verkauft werden – oft ein wenig unter Wert.

Die Handlung des Filmes läßt sich selbst von mir in einem Satz zusammenfassen: Der nach einem spektakulären vor den Augen einer Riege von Kritikern unternommenen Selbstmordversuch totgeglaubte Shakespeare-Mime Edward Kendal Sheridan Lionheart (Price) beschließt, sich an diesen Kritikern, die ihn nicht nur auf böseste mit ihren Rezensionen gekränkt, sondern ihm auch noch einen Ehrenpreis vorenthalten haben, zu rächen, indem er sie einem nach dem anderen in Anlehnung an Morde aus Shakespeare-Stücken umbringt, wobei ihm seine ergebene Tochter Edwina (Diana Rigg – wie immer, hinreißend) und eine Horde Spiritussäufer helfen. Zugegeben, der Satz ist lang, aber die Handlung ist nicht viel komplexer, und im Grunde genommen besteht der Film aus nicht viel mehr als einer Aneinanderreihung von skurrilen Mordtaten, die mich beim ersten Mal, als ich „Theatre of Blood“ sah – ich mochte so ungefähr 14 Jahre alt gewesen sein – zwar sehr faszinierten und dazu brachten, mich alsbald mit dem Shakespeare’schen Werk auseinanderzusetzen, die jedoch auf den erwachsenen Tristram nicht mehr ganz ihre alte Wirkung entfalten können. Hier würde man doch gern ein wenig mehr über die Verzweiflung des Täters erfahren, die lediglich in der Selbstmordszene kurz angedeutet wird, oder man wünschte sich, daß der Film den Opfern ein bißchen Mehrdimensionalität gönnte, damit man Anteilnahme an ihrem Schicksal nehmen könnte. Doch die Kritiker bleiben unsympathische Karikaturen – ein Lustmolch, eine Saufnase, ein tuntiger Pudelbesitzer, ein eifersüchtiger Gatte, ein Pantoffelheld und eine eiserne Lady, wodurch erstklassige britische Schauspieler vom Schlage Robert Morleys, Harry Andrews‘, Robert Cootes‘, Jack Hawkins‘ und Arthur Lowes weit unter Wert verkauft werden. Auch der von Ian Hendry gespielte Peregrine Devlin, der die Kritikerriege anführt, bleibt unsympathisch, weil er einfach nur arrogant und kaltschnäuzig wirkt, wenn er beispielsweise am Ende nur ein übles Wortspiel für den Tod Lionhearts und seiner Tochter übrig hat.

Da insgesamt alle potentiellen Opfer unsympathisch sind, man gleichzeitig aber nicht genug über das Innenleben des Täters erfährt, bleibt der Zuschauer in einer emotionalen Distanz zum Geschehen, das sich im Staunen und teilweise auch Entsetzen über die Morde erschöpft, die zwischen Skurrilität und Brutalität hin- und herschwenken. Amüsant sind da allenfalls mehrdeutige Wortspiele, wenn etwa Lionheart einem seiner Opfer sagt, „I’m sure you’ll rise to the occasion“ und dieses dann plötzlich an einem Strick nach oben gezogen wird. Die meiner Meinung nach lustigste Szene ist noch die, in der Lionheart als Masseur verkleidet auf die Straße tritt, nachdem er à la Iago einen der Kritiker dazu gebracht hat, seine Frau zu erwürgen, wo er zufällig – allein das ist schon schräg – einen Polizisten unmittelbar vor dem Haus trifft, dem er mit der britischen stiff upper lip sagt: „Officer, if I am not mistaken, Mr. Psaltery is murdering his wife“, woraufhin der Polizist ihm ausgesprochen höflich entgegnet, „Oh, thank you, sir!“ und sich danach an den Tatort begibt. Großartig sind ferner Prices Auftritte als chargierender Shakespearedarsteller sowie in den verschiedenen Verkleidungen, in denen er Tod und Verderben über seine Opfer bringt – sei es als französischer Koch oder effeminierter Friseur.

Besonders viel Mühe aber hat man sich mit dem Drehbuch nicht gegeben, denn es klaffen an allen Ecken und Enden Logiklöcher, wie sie wohl selbst Mr. Hitchcock peinlich gewesen wären, der doch bekanntlich alle Wahrscheinlichkeitskrämer beim Kuchenbacken verachtete. Daß sich die Opfer allerdings so arglos in die Falle locken lassen, nachdem sie doch wissen müßten, daß sie auf einer Todesliste stehen, und daß fernerhin die Polizei so dilettantisch agiert, sorgt beim Zuschauer schon in der ersten Hälfte des Filmes für ein ungläubiges Kopfschütteln.

Hickox‘ Regie ist bei alledem so „campy“, daß man sie mühelos als Äquivalent zu Lionhearts histrionischem Bühnengebaren sehen kann. Immer wieder wählt die Kamera eine betont ungewöhnliche Perspektive, vorzugsweise die extreme Untersicht, und man fühlt sich fast daran erinnert, was Roger Ebert über den Regisseur Roger Christian sagte, nachdem er dessen vom German Angle durchzogenen Film „Battleship Earth“ (2000) gesehen hatte: „[T]he director, Roger Christian, has learned from better films that directors sometimes tilt their cameras, but he has not learned why.“ Manchmal jedoch machen Hickox‘ Schnitte Freude, da sie oft von bitterböser Ironie geprägt sind: Eben noch sehen wir beispielsweise den abgeschnittenen Kopf eines der Kritiker auf dem Teppich neben seinem Bett, wobei sich das eben in Ohnmacht gefallene und nun aufwachende Dienstmädchen mit einem neuen Schock zur Seite und aus dem Bild dreht, und in der nächsten Einstellung sehen wir Devlins Kopf – allerdings noch angewachsen und bei der Morgentoilette. Dieser und diverse andere Schnitte verleihen dem Film dann doch wieder makabren Reiz.

Der Humor ist schon recht britisch und dringt oft nur langsam an die Oberfläche, doch ein wenig befremdlich wirken die die Morde begleitenden Blutorgien, da sie zwar Zeugnis von der Offenheit der Darstellung von Gewalt ablegen, die in den 70er Jahren nun plötzlich möglich war – und hier hat Hickox wie ein übermütiges und ungezogenes Kind die neuen Möglichkeiten weidlich genutzt, quasi als Wild Douglas Hickox, if you pardon the obvious pun –, dabei aber nicht zu dem feinsinnigen Humor, der an manchen Stellen durchscheint, passen wollen.

Insgesamt wirkt dieser Film, der mir eine liebe Jugenderinnerung war und mich auch – Gott sei Dank – zu Shakespeare gebracht hat, wie ein wenig durchdachtes, mit heißer Nadel gestricktes und mit sich selbst nicht im reinen befindliches Kommerzprodukt. Alles in allem reicht es für drei wohlwollende, in der Schwebe bleibende Sternlein.
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am 15. Juli 2015
"Theater des Grauens" entstand 1973, nach den Dr. Phibes Filmen mit Vincent Price, und hat eine ganz aehnliche Story. Aus Rache werden diverse Leute auf interessante Weise ins Jenseits befoerdert.

Vincent Price liebte den Film, besonders deshalb, weil er hier endlich Gelegenheit hatte, Shakespeare zu spielen. Und das auf seinem typischen Over-acting. Und das passt wunderbar! Die Story ist gut, passt zu Price, der aehnlich wie seine Figur auch oft unliebsame Kritiken bekam. Die Besetzung erstklassig, Diana Rigg als Side-Kick, und Englands Top-Schauspieler vergangener Tage als Mordopfer. Und die liebliche Madeline Smith (bekannt aus einigen Hammer Filmen und 007 Leben und sterben lassen) in einer Nebenrolle. Aussdem ist es wohl der bekannteste Film von Regisseur Hickox, der ansonsten mehr oder weniger Fliessband-Ware produzierte. Was mir nicht so gut gefaellt ist der Look des Films, die Drehorte. Ist ja erstmal interessant, das der Film komplett an Originalschauplaetzen gedreht wurde, und nicht eine Minute im Studio. Aber wohl aufgrund des geringen Budgets sind die Schauplaetze sehr langweilig, billig, wie aus einer mittelmaessigen Fernsehserie. Erzeugen eher Krimi als Gruselatmosphaere. Das ist aber auch schon alles, was ich hier kritisieren kann. Denn ein sehr guter, unterhaltsamer Film ist das schon, der letzte "groessere" Film mit Price, und mit den Jahren erfreut er sich immer groesserer Beliebtheit.

Ich hab den Sinn von Fox "Horror Cult Uncut" Serie nie so ganz verstanden. Filme, die nur wenige Jahre zuvor alle bei MGM 'rausgekommen waren in gleicher Form wieder zu veroeffentlichen, ohne jegliche Extras, und nur mit anderem Cover (besserem, die Original Kinoplakate machen immer ein besseres Cover). Das Label Arrow hat den Film in England auf Blu Ray veroeffentlicht, im normalen Case und als Steelbook, mit vielen Extras, umfangreichem Booklet, und einem sauberen Bild. Erwartet keine Wunder, die alten AIP Filme sehen auf Blu alle nicht superklasse aus. Aber im Vergleich zur DVD ist da schon ein grosser Unterschied. Der Film verdient auch eine deutsche Blu Ray.
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am 1. November 2006
Theater des Grauens bzw. Theatre of Blood mit Vincent Price gefällt mir persönlich außerordentlich gut. Meine Frau allerdings kann mit diesem ‚Grauen’ bzw. dem ‚Blood’ nicht so viel anfangen (sie schläft leider gerne dabei ein). Was mir an diesem Film besonders positiv aufgefallen ist, nachdem ich die DVD sowohl auf englisch als auch auf deutsch gesehen habe, daß ich nunmehr ein gesteigertes Interesse an Shakespeare gewonnen habe. Ja ich würde sogar sagen, daß es sich um ein Meta-Shakespeare-Stück handelt. Das heißt der Film hat nicht nur die Dimension einer sauber gemachten Rache-Komödie sondern zusätzlich noch eine Shakespeare-Bildungs-Dimension.
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am 12. Januar 2006
Es ist ein Problem,wenn man eine Kritik über einen Film
schreiben will bei dem man nur eines tuen kann : ihn mit
Lob überschütten!
Ich versuchs einfach : In London treibt ein bestialischer
Mörder sein Unwesen der sich seine Opfer ausschlieslich
unter Theaterkritikern sucht. Allein Mr.Devlin,seine absolute
Nemesis entgeht dem Rachezug des Psychophaten welcher in einem
brennenden Theater den Tod findet.
Puuuh...also mal ehrlich,klingt das nach Komödie? Eigentlich,
um Himmels Willen nein. Ja,eigentlich. Nun wird der
mörderische Mister Lionheart aber von jemandem gespielt
der es besser als jeder andere Schauschpieler versteht
noch die grausigste Handlung mit umwerfenden
komödiantischen Einlagen zu versehen. Kein geringerer als
Vincent Leonard Price!!
"Theater des Grauens" ist einerseits der blutigste und
grauslichste Fil den Vincent je gemacht hat ( an sicht-
barer Gewalt übertrifft er sogar "Der Hexenjäger"),
andererseits konnte er hier in höchtem Maß sein ein-
maliges,komödiantisches Talent unter Beweis stellen.
John Brosnan schrieb in "The Horror People" : "Ganz
schön abartig,aber beste Unterhaltung.". "Theater des
Grauens" verdient es zu den 10 besten Horrorfilmen
der Filmgeschichte gezählt zu werden!!! Es gibt
eigentlich nichts was an diesem Film nict stimmt. Das
Vinnie seine Rolle auf den Leib geschrieben wurde ver-
steht sich,aber auch die anderen Akteure spielen so
überzeugend,daß die bei einer solch extremen Handlung
vorhandene Gefahr des ins Unglaubwürdige abrutschende von
vorneherein nicht gegeben war.
"Theater des Grauens " ist eine Gruselkomödie. Aber
Vincent Price gelingt es dem schwarzen Humor auch tiefgründige
Seiten zu verleihen. Sein Porträt Edward Lionhearts ist
stellenweise von einer solchen Tragik und Sinnlosigkeit
geprägt,daß es einem unmöglich ist für diesen Mörder
kein Mitleid zu empfinden! Wie Vincent Price seinen
spritzigen Auftritten hier jene zusätzlichen tragische
Note verleiht ist eine jener schauschpielerischer
Leistungen die unnerreichbar bleiben werden!!!
"Theater des Grauens" war ein Meilenstein. Für Vincent Price
und die Filmgeschichte.
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am 30. Oktober 2012
Vincent Price, Diana Rigg, Robert Morley u.s.w. glänzen in diesem Klasse Klassiker. Zwischen makaberen und teilweise blutigen Szenen gibt es auch eine Prise schwarzen Humor. Und den gibt es gesalzen, darum ist dieser Film etwas ganz besonderes. Auch wenn Theater des Grauens einige Jahre auf dem Buckel hat wird er nie langweilig. Ich war noch minderjährig und habe den Film dass erste mal im TV gesehen. Ich glaube das ZDF hat den Film damals ausgestrahlt. Naja und dann kam er nach einigen Jahren erneut und dann habe ich ihn mmir aufgezeichnet und des öfteren angesehen. Irgendwann war es dann soweit und ich entdeckte die DVD :-). Wahnsinn dass dieser Film so erhalten bleibt. Ich empfehle Horrorfans und Freunde des schwarzen Humors dieses Juwel. Für zartbesaitete ist der Film absolut nichts. Trotz des Humors geht es heftig zur Sache. Da werden Menschen zerstückelt, erstochen, geköpft u.s.w. Dass wird zwar mit lockeren Sprüchen aufgelockert aber bei den Morden hält die Kamera voll drauf. Aber die Story ist super und die Schauspieler passen. Zum Inhalt : Edward Lionheart ist ein leidenschaftlicher Schauspieler der sich für seine makabren Shakespeare Dramen nichts sehnlicher wünscht als den Preis für den besten Darsteller, aber die Kritiker machen Lionheart einen Strich durch die Rechnung und geben einen anderen Darsteller den begehrten Preis. Zutiefst getroffen stürzt sich Edward Lionheart vor den Augen seiner Tochter Edwina und allen Anwesenden Kritiker in die Themse. Alle sind schockiert und halten Edward Lionheart für Tot. Aber sie irren sich gewaltig denn Lkonheart ist quicklebendig. Zusammen mit seiner Tochter Edwina und ein paar Obdachlosen schmiedet er perfide Rachepläne um sich an alle die ihn den begehrten Preis vorenthalten haben zu rächen...undzwar frei nach William Shakespeare. Unterschlupf findet er in einem leerstehenden Theater wo er seine Liste abarbeitet und sich dabei perfekt verkleidet ohne dass die Kritiker es merken...jedenfalls vorerst. Robert Morley hat sich wohl in seiner Rolle als Meredith Merridew selbst übertroffen ;-). Die armen Pudel. Naja, ich liebe diesen Film und hoffe dass sich noch mehr Filmfans diese zeitlose Perle zulegen. Besser hat man Vincent Price wohl nie gesehen, weil er ja selbst behauptete dass der Film sein persönlicher Liebling war. Für diejenigen die es noch nicht wissen, bei den Dreharbeiten verliebte sich Vincent Price. Miss Moon ( die Dame im Frisörsalon :-) ) wurde später seine Ehefrau. Ich komme nicht auf den richtigen Namen. Man kann auch bei Wikipedia nachlesen. Ich jedenfalls empfehle jedem Filmfan einen Blick auf dieses Meisterwerk. Der Vorhang fällt und die Köpfe rollen.
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am 6. Juni 2009
"Theater des Grauens" aus dem Jahre 1973 mit dem unversgesslichen Vincent Price (bekannt aus fast allen E.A.Poe Verfilmungen von Roger Corman, z.B. "Das Pendel des Todes" oder "Die Verfluchten ("Der Untergang des Hauses Usher")) ist wirklich ein Horrorvergnügen, das seines gleichen sucht.

Edward Lionheart (Vincent Price) hält sich für den besten Schauspieler aller Zeiten. Auch wenn er eigentlich ausschliesslich Stücke von William Shakespeare (mehr schlecht als recht) spielt, ist er hiervon mehr als überzeugt.

Die ihm gebührende Auszeichnung "als bester Schauspieler des Jahres" erhält er dennoch nicht, da ihm hierzu nicht einer der (insgesamt acht) wichtigsten Kritiker des Landes vorschlägt.

Tief getroffen von dieser Demütigung sucht Lionheart diese nochmals auf, erntet aber wiederum nur Spott und Gelächter. Hierauf nimmt sich Lionheart vor Augen aller (auf recht theatralische Weise) das Leben.

Da aber Totgeglaubte bekanntlich länger leben, nutzt Lionheart dieses, um sich an seinen Peinigern grausam zu rächen, und zwar in allerbester "Shakespeare-Manier". Hierzu stehen ihm seine "neuen Freunde" Stück für Stück zur Seite.

Fortan wird nun ein Kritiker nach dem anderen ins Jenseits befördert. Es wird mehrmals gestochen, ein Kopf abgesägt, durchbohrt, ein Herz herausgeschnitten und auch für Feinschmecker ist etwas dabei.

Die Rolle des Rächers ist Vincent Price wie auf den Leib geschrieben und es macht einfach Spass zuzuschauen, wie er all dieses in die Tat umsetzt.

Ein toller Film mit einer Horror-Ikone. Den Stoff hierzu hätte vermutlich auch William Shakespeare nicht besser und konsequenter schreiben können.

Die Qualität der DVD ist nicht überragend, aber gut. Als Extra gibt es den Original-Trailer.

Ich sage nur: KAUFEN!

5 Punkte.

18.07.2011

"Ich habe mir den Film gestern noch einmal angeschaut. Ich kann mich nur wiederholen; das Teil ist der absolute Hammer!"
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