Sale Sale Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Jetzt informieren Xmas Shop 2017 Cloud Drive Photos UHD TVs Mehr dazu Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle SonosGewinnen BundesligaLive 20% Extra Rabatt auf ausgewählte Sportartikel



am 12. November 2015
(update zum Software-Update 4.0 siehe unten)

Zunächst einmal zu micro four thirds (mft) allgemein...

Ein paar Gedanken - damit nicht versehentlich systembedingte Eigenheiten für Unzufriedenheit mit dieser hervorragenden Kamera verantwortlich gemacht werden.
Wer sich für das mft-System entscheidet, ist sich im allgemeinen bewusst, dass er Kompaktheit den Vorzug gegenüber höherer Sensorleistung gibt.
Natürlich stimmt es: Ein größerer Sensor liefert grundsätzlich eine bessere Abbildungsleistung als ein kleinerer. Klar. Das galt schon für die unterschiedlichen Negativformate zu analogen Zeiten. Trotzdem sind wir auch damals nur in den seltensten Fällen mit Mittelformat- oder Fachkameras losgezogen. Kleinbild hat meistens völlig gereicht. Will damit sagen: Die beste Qualität bedeutet für mich, immer die Abbildungsleistung zu haben, die ich jeweils brauche - ohne unnötigen Ballast.

Mft ist für mich eine Alternative bzw. Ergänzung zur bestehenden EOS-Ausrüstung geworden. Ich war es leid, im "Gelände" schon 2-3kg Fotoausrüstung mitzuschleppen, wenn ich lediglich einen Body und ein oder zwei Wechselobjektive benötigen würde.
Mein erster Kontakt mit dem mft-System fand in Gestalt der OM-D E-M1 statt: "ist die niedlich!" Dachte ich, als ich sie bei einem Bekannten in die Hand nahm. War aber mißtrauisch. Ich erinnerte mich noch an meine Versuche mit 4/3 (Olys E 420): War kein großer Erfolg für mich.
Und heute? Inzwischen setze ich meine VF-EOS fast ausschliesslich studiomässig ein. APS-C habe ich völlig abgeschafft - für mich persönlich hat es keinerlei Vorteile mehr: Wo die Schlepperei kein Argument ist, ziehe ich VF vor (die Gehäuse sind auch nicht sooo viel größer und schwerer als APS-C), und wo es unterwegs auf geringe Masse ankommt, leistet sich mft gegenüber APS-C keine gravierenden Schwächen mehr.
Dazu sei gesagt: Ich bin kein Pixelpeeper oder Testchartfotograf. Fotos sollen für einen vorher definierten Verwendungszweck bestmöglich geeignet sein - aber ohne unnötigen Ballast. Egal ob er durch Equipment, durch ungenutzte Auflösungsreserven oder nicht benötigte Dateiformate entsteht.

... und nun zur Olympus OM-D E-M1

Der erste Eindruck ist schon positiv. Klein und hübsch im ansprechenden Retro-Design. Gefällt mir, erinnert mich an die alten analogen Reflexen, bevor Autofokus kam und die Kameras immer mehr Speck ansetzten. Die Kamera liegt trotzdem dank Griffwulst gut in den Händen, fühlt sich mit ihrem angenehmen Gewicht gut verarbeitet an. Nirgends wackelt oder klappert was. Die Finger finden die wichtigsten Räder und Taster intuitiv und fast von allein.
Einige weitere der zahllosen frei belegbaren Taster habe ich deaktiviert. Sonst wird die Bedienung leicht fummelig.
Die Menüführung ist sehr gewöhnungsbedürftig. Mein Eindruck: Ein ursprünglich überschaubares System wurde immer weiter ausgeweitet. Wie eine Heckenrose, die unkontrolliert wuchert. Aber hat man sich durch die Menüs einmal durchgekämpft und die tatsächlich benötigten Funktionen dort hingelegt, wo man sie bei Bedarf schnell zur Hand hat, hat man ein sehr gut angepasstes Werkzeug.
Den beigefügten Gurt habe ich gegen einen schmaleren ersetzt - für so eine kompakte und leichte Kamera war er mir zu breit und unhandlich. Und von den hier üblichen Werbeaufdrucken bin ich ohnehin kein Freund.

Elektronischer Sucher (EVF) und Display sind tatsächlich sehr gut. EVF ist inzwischen erfreulich nahe am optischen Sucher einer Reflex, gute Farbwiedergabe, schnelle Reaktion. Unter problematischen Lichtverhältnissen oft sogar besser, weil aufgehellt.

Wichtigster Punkt: Die Abbildungsleistung.
Der Autofokus arbeitet äußerst schnell und fast immer präzise. Will sagen: er denkt beim Scharfstellen meist in die selbe Richtung wie ich. Sogar die Gesichtserkennung benutze ich inzwischen gerne (Sakrileg, Pfui!) weil sehr zuverlässig.
Was sich mir jedoch überhaupt nicht erschließt:
*SÄMTLICHE* Methoden zur Wahl des Fokusfeldes sind, wie bei bei *ALLEN* Herstellern, UMSTÄNDLICH, UNERGONOMISCH und MITTELALTERLICH. Warum setzt kein Hersteller mehr eye controlled focussing wie bei der analogen EOS 5 ein? Hat blitzschnell und zuverlässig funktioniert, sogar mit Brille. Die grundsätzlich fummelige Verstellung des Fokusfeldes - auch mit Touchscreen, v.a. wenn EVF genutzt, das kommt da alles nicht mit.

Farben werden natürlich und gefällig wiedergegeben, bei automatischem Weißabgleich tendenziell leicht warm.

ISO-Rauschen ist inzwischen wahrscheinlich das am meisten überschätzte Problem aktueller Kameras. Zumindest bis ISO 6400 liefert die E-M1 Aufnahmen, bei denen zwar deutlich wahrnehmbares Rauschen vorhanden ist, das jedoch m.E. nicht unangenehm oder entstellend wirkt. Kein Grund, Kameraseitig oder in der EBV noch große Verrenkungen zum Entrauschen zu machen. Glaube eher, hier spielt oft die Nutzererwartung eine Rolle, ein Foto muss bei ISO 25.6' genauso glatt sein, wie bei ISO 100. Ist natürlich Geschmackssache.

Der Wackelsensor verrichtet seine Arbeit hervorragend und sehr unauffällig. Möglich dass beim Filmen mit dem integrierten Mikro sein Rauschen zu hören ist, kann ich nicht beurteilen. Ich filme nicht. Auf jeden Fall ermöglicht er traumhafte Haltezeiten. Den Stabi ins Gehäuse zu integrieren ist sowieso sinnvoll. Zum einen arbeitet er dann immer - objektivunabhängig. Zum anderen sind so eher Updates möglich: Kameras werden erfahrungsgemäß eher ausgewechselt als Linsen.

Fazit:
Die E-M1 ist wunderbar kompakt, ohne unnötigen Speck auf den Hüften. Dabei stabil und durch Spritzwasserschutz auch für rauen Einsatz geeignet. Entsprechende Objektive vorausgesetzt natürlich.
Abbildungsleistung einwandfrei - Vergleiche insbesondere mit VF-Systemen hinken genauso, wie wenn ich einen Golf schlecht bewerte, weil ein LKW mehr Stauraum bietet.
Habe hier ein System, das man praktisch ständig mitführen kann, um hervorragende Ergebnisse zu erreichen. Deutlich kompakter (bei vergleichbarer Leistung) wird es nur noch durch die Pen - deren Hauptmanko für mich im fehlenden EVF besteht. Wenn der später ergänzt werden soll, wird es teuer.
Bin sehr zufrieden, klare Empfehlung
Nur für die sperrige Namensgebung müssten Olympus eigentlich 2 Punkte abgezogen werden... ;-)

... Und schließlich: Softwareaktualisierung auf v4.0
Die Aktualisierung läuft mit dem Olympus Kamera Updater problemlos.
Kamera anschließen und Updater starten. Er prüft dann das ganze angeschlossene System (Kamera, Objektiv und aufgesteckten Blitz) auf verfügbare Updates. Diese werden auf Wunsch heruntergeladen. Auf Mausklick schaufelt er die Update-Dateien auf die Speicherkarte der Kamera und führt das Update durch. Das ganze dauert - je nach Download-Geschwindigkeit - keine 5 Minuten. Allerdings müssen im Anschluss sämtliche Nutzereinstellungen neu vorgenommen werden, da die Kamera alles vergessen hat. Also am besten Notizen über persönliche Einstellungen machen.
Und danach hat die E-M1 ein paar tolle neue Tricks gelernt. Schön, dass mit der Aktualisierung nicht nur Fehler korrigiert oder marginale Anpassungen vorgenommen werden. Vielmehr gibt es echte werterhaltende Modellpflege!

Was mich sofort begeistert ist der neu dazugekommene Silent Mode, auch wenn der, Olympus-üblich gut versteckt, erstmal gefunden werden muss. Er versteckt sich a. in den Kameraeinstellungen unter Anti Shock, wo er konfiguriert werden muss und b. unter Serienaufnahmen, wo er aktiviert wird.
Ist er aktiv, hört man beim Auslösen statt des mit einem deutlichen "KLACK" ablaufenden Schlitzverschlusses nur noch ein ganz dezentes "plib" von der Blende - vergleichbar mit dem Geräusch des Zentralverschlusses hochwertiger klassischer Sucherkameras. Genial nicht nur bei Makros, wo die geringste Erschütterung verheerende Auswirkungen hat, sondern auch für unauffällige People-Fotographie.

Ebenfalls neu dazugekommen: (echte) Ausdehnung der Schärfentiefe mit Focus-Bracketing oder Focus-Stacking. Mit beiden Funktionen wird eine Bilderserie aufgenommen, bei der von Aufnahme zu Aufnahme die Schärfeebene leicht verschoben wird.
Der Unterschied: Beim Bracketing müssen die einzelnen Aufnahmen später am PC zu einem Bild mit vergrößertem Schärfebereich verrechnet werden. Entweder mit einem speziellen Programm oder mit Photoshop o.ä. "von Hand". Die Anzahl der Einzelaufnahmen ist hierfür frei wählbar. Beim Stacking dagegen macht die Kamera immer 8 Einzelbilder und rechnet diese dann sofort automatisch zusammen. Scheimpflug lässt grüßen: Funktioniert prächtig :D wenn auch nur mit bestimmten Objektiven (nämlich mit dem 60mm f/2,8 Makro, dem 12-40 f/2,8 und dem 40-150 f/2,8)!
44 Kommentare| 32 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 19. August 2015
Wenn man höchste Priorität auf rauschfreie Bilder bei sehr hohen ISO-Werten legt - sollte man nicht weiter lesen...
Für alle anderen die Vorteile in Stichworten:
- Wasserdichter Body und Objektive - mehrfach getestet
- Super -Pro- Objektive
- MFT: klein, leicht und trotzdem erstklassige Qualität (selber vergleichen: 40-150 2.8 mit vergleichbaren Nikon oder Canon Objektiven ...)
- alle wichtigen Funktionen können auf Funktionstasten gelegt werden
- schneller Auto-Focus
- Continuous Auto-Focus selbst bei Serien mit mittlerer Wiederholrate => sehr zuverlässig!
- Eine Funktionstaste für HDR Einstellungen
- 5-Achsen-Bildstabilisation - 1/10 1/5sec aus der Hand? - kein Problem!
- manueller Focus-Ring an allen Pro Objektiven kann zum Wechsel auto/ man Focus genutzt werden (durch schieben - schneller Zugriff)
- WiFi für Fernbedienung
- generell bei MFT: WYSIWYG -> was man im Sucher sieht, ist das, was auf die Karte geschrieben wird

Erfahrung:
Ich setzte den Batteriegriff ein. So kann man schnell horizontal/ vertikal (z.B. für Portraits wechseln) Auch beim Einsatz des Tele ist der Griff nützlich.
Und - ich bekomme die komplette Ausrüstung 3 x 2.8er 2 x 1.8er Objektive in den Slingshot 202
... habe den Kauf nie bereut!
0Kommentar| 14 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 20. Oktober 2016
Vorab: Damit ich ein Produkt mit fünf Sternen beurteile, muss es mich wirklich aus den Socken hauen. Bei der E-M1 ist das der Fall. Auch drei Jahre nach Ihrem Erscheinen ist diese Kamera meines Erachtens in der Summe ihrer Eigenschaften unübertroffen (zumindest, bis in ein paar Wochen ihr Nachfolger auf den Markt kommt ...). Dass die E-M1 nach wie vor ein fantastisches Werkzeug für Fotografen ist, ist auch einer vorbildlichen Produktpflege durch Olympus zu verdanken: Durch regelmäßige Firmwareupdates wurde die Ausstattung der Kamera stetig weiter verbessert (und zwar teilweise sehr grundlegend, vgl. den Punkt "Ausstattung und Support").

Bei meiner Beurteilung habe ich folgende Kritierien vor Augen:

Bildqualität (+/++)
War für mich immer das Wichtigste. Deshalb wäre ich nach meiner Abkehr von APS-C vor 18 Monaten auch fast bei Sonys Alpha-Reihe gelandet (diese bildet für mich auch den wichtigsten Vergleichspunkt zum Flaggschiff von Olympus, was in meiner Rezension deutlich werden wird).
Doch meine ursprünglichen Bedenken (insb. Freistellung und Fotografie bei ungünstigen Lichtverhältnissen) sind nach 18 Monaten MFT und 6 Monaten E-M1 (vorher hatte ich die kleine Schwester E-M10) verflogen.
Denn was die Oly mit ihrem sehr guten internen Bildstabi in Verbindung mit den hauseigenen PRO-Objektiven und den sehr guten Festbrennweiten, die für MFT erhältlich sind, leistet, ist sehr überzeugend! Die auf dem "kleinen" Sensor verteilten 16MP sorgen bei Verwendung von guten Objektiven für eine sehr gute Auflösung. In der Abbildungsqualität haben mich bis auf eine Ausnahme (das M. Zuiko 17mm 1.8 - vgl. meine Rezension) alle Objektive aus der professionell ausgestatten Pro- und der lichtstarken Premium-Reihe überzeugt.
Ein "mehr" an Freistellung vermisse ich allenfalls dann und wann im Weitwinkel (und auch nur dann, wenn das Motiv weiter entfernt ist). Im für die Freistellung besonders relevanten Portraitbereich lässt sich schon mit dem Olympus 45mm 1.8 ein schönes Bokeh zaubern. Ich habe mir in dem Brennweitenbereich inzwischen das Panasonic Leica Nocticron 42,5mm 1.2 gegönnt und finde: allererste Sahne! Durch einen guten Freund, der die Alpha 7ii u. a. mit dem Zeiss Batis 85mm 1.8 nutzt habe ich in diesem Brennweitenbereich einen direkten Vergleich zum Vollformat und vermisse bzgl. Bokeh und Bildquali rein gar nichts.
Auch im Normalbereich (bei MFT also 25mm) und im Telebereich bin ich mit guten Objektiven sehr zufrieden. Nur wenn man bei stockdunkler Nacht trotz lichtstarker Objektive und hervorragendem Bildstabi stark an der ISO-Schraube drehen muss, leidet die Bildqualität: Bis ISO 800 kaum merklich, bis ISO 1600 leicht, ab ISO 1600 aber dann so sehr, dass man die dann geschossenen Fotos nicht stark vergrößern sollte ;-)
Das Rauschen bei hohen ISO-Werten halte ich aber für überbewertet: Ich fotografiere sehr gerne zur "blauen Stunde" und kam bisher dank des guten Stabis erst selten in die Verlegenheit, hier stark hochdrehen zu müssen (aber wer nur nachts fotografiert, für den ist der MFT-Sensor vielleicht tatsächlich zu klein).

Geschwindigkeit und Autofokus (++)
Gut: Die E-M1 Mark ii wird hier bald den Benchmark noch deutlich nach oben schraunben, aber die möglichen 10 Bilder pro Sekunde sind für mich selbst bei der Aufnahme fliegender Insekten (vgl. Bild) absolut ausreichend und verglichen mit den Wettbewerbern nach wie vor sehr gut.
Der Autofokus gilt ohnehin nicht umsonst als einer der besten am Markt: Er arbeitet zuverlässig, schnell und präzise. Mit einer Vollformatkamera wären aufgrund des langsameren Autofokus und der geringen Serienbildgeschwindigkeit viele Tieraufnahmen, die ich mache gar nicht möglich ...

Bedienung und Bedienkomfort (++)
Top! Die E-M1 ist wirklich wie in die Hand konstruiert (dass hat Olympus-Papst Reinhard Wagner mal geschrieben). Zur sehr guten Ergonomie trägt für mich neben dem super ausgeformten Handgriff und den logisch angeordneten Bedienelementen insbesondere der Wahlschalter bei, mit dem die Funktionalität der Einstellräder unkompliziert umgeschaltet werden kann: So können blitzschnell die wichtigsten Parameter (Blende, ISO, Belichtungszeit, Belichtungskorrektur) manuell eingestellt oder korrigiert werden. Außerdem können viele Tasten individuell belegt werden (die E-M1 lässt sich also stark personalisieren).
Den (um 90 Grad klappbaren) Touchscreen möchte ich zum schnellen und präzisen fokussieren nicht mehr missen und das WIFI-Modul ermöglicht eine Synchronisation mit dem Smartphone (z. B. zur Fernsteuerung der Kamera, zum Geotagging oder zur Übertragung von Fotos). Der elektronische Sucher ist hoch auflösend und visuell fantastisch.
Spitze!

Video (+)
Nutze ich nur selten und meine Ansprüche stellt die E-M1 voll zufrieden. Durch den superben Bildstabilisator gelingen ruckelfreie Videos. 4K beherrscht die E-M1 aber nur für Intervallaufnahmen. Schön ist, dass Videos seit dem letzten Firmwareupdate mit Bildraten von 24, 25 und 30 Bildern pro Sekunde aufgenommen werden können. Wer mehr Filmen als Fotografieren möchte, sollte allerdings entweder auf den Nachfolger warten oder zu einer Panasonic (z. B. der GX 8) greifen.

Mobilität (++)
Mobilität ist aus meiner Sicht der am meisten vernachlässigten Punkte in den Rezensionen von DSLR- und DSLM-Kameras! Denn wenn das Equiment zu schwer und sperrig ausfällt, lasse ich es zu häufig zu Hause, muss mich mit einer stark abgespeckten Ausrüstung begnügen oder bekomme halt Rücken. Für mich unvergesslich sind die Szenen, die ich regelmäßig in einer Warte zur Vogelbeobachtung beobachten kann: Die Besitzer einer Canon oder Nikon-DSLR wuchten mit Mühe Ihre Trollys in die Hütte, während man mit einer Olympus OM-D für zwei Bodys und zwei Teleobjektive nur einen kleinen Rucksack braucht ...
Wer will, kann die E-M1 mit den kompakten 1.8-Festbrennweiten oder dem (optisch allerdings mittelprächtigen) Pancake-Zoom 14-42 EZ zu einem echten Mobilitätswunder machen. Und selbst mit den Pro-Objektiven bleibt im Vergleich noch alles sehr tragbar ;-)
An dieser Stelle liegt für mich übrigens der größte Nachteil der Sony Alphas: Was nützt mir ein kompakter Kamerabody, wenn ich doch wieder riesige und schwere Objektive daraufschrauben muss, sofern ich gute Optiken nutzen möchte? Das Sony FE 24–70 mm F2,8 GM ist beispielsweise doppelt so schwer und doppelt so groß wie das Olympus M.ZUIKO DIGITAL ED 12-40mm 2.8 PRO. Ein unbeschwerter Sonntagsspaziergang ist damit kaum möglich.

Robustheit (++)
Die E-M1 ist (im Gegensatz zu den kleineren Schwestern der OM-D-Reihe sowie den PENs) sehr robust: Ihre Wetterfestigkeit habe ich jetzt in sechs Monaten schon häufig erprobt und auch Sandstürme während eines herbstlichen Norderney-Urlaubs hat sie hervorragend überstanden. Wenn man die Regen- und Staubfestigkeit herausfordert, sollte man natürlich auch ein wetterfestes Objektiv draufhaben ;-)
Auch sonst macht die Kamera einen sehr wertigen und soliden Eindruck: Dort wo die Sony Alpha 7ii meines Freundes nach ein paar Monaten schon ihre Kunststoffbelederung verliert (!), ist bei der Oly noch alles optisch einwandfrei. Nur auf dem Kameraboden gibt es ein paar Stellen, an denen der Lack abgeht (aber das ist unumgänglich, wenn man die Kamera dann und wann auf Beton und Steine stellt).

Ausstattung und Support (++)
Hochwirksamer 5-Achsen-Bildstabilisator, WIFI, Wetterfest, klappbarer Touchscreen, sehr guter und großer elektronischer Sucher ... - als die E-M1 vor drei Jahren auf den Markt kam, gab es keine Systemkamera, die auch nur annährend so gut ausgestattet war.
Weil Olympus in der Zwischenzeit eine vorbildliche (meines Wissens sogar bisher beispiellose) Pflege seines Flaggschiffs betrieben hat, ist die Kamera auch 2016 noch absolut up-to-date (bzw. verfügt über einige Funktionen, selbst teurere Systemkameras nicht bieten). Mit dem letzten großen Firmwareupdate kam beispielsweise neben dem Fokus Bracketing und dem Fokus-Stacking in der Kamera auch die Möglichkeit einer lautloser Auslösung mittels elektronischem Verschluss dazu. Fantastisch!
Und in Punkto Kundenservice ist gut zu wissen, dass beim Kauf der E-M1 ein "Service Plus" inklusive ist - ein privilegierter Kundenservice, der u. a. die kostenlose Abholung und besonders schnelle Reparatur der Kamera verspricht.

MFT/Das System (++)
Als "offener" Standard bietet das MFT-System eine konkurrenzlos große Auswahl an Objektiven. Insbesondere die beiden Hauptakteure Olympus und Panasonic bieten viele Sahnelinsen. Immer wieder überrascht bin ich, was mit einigen Objektiven möglich ist. So erlaubt z. B. das Olympus M.Zuiko 7-14mm 2.8 Pro eine Naheinstellgrenze von 7cm ab Frontlinse, was unglaubliche kreative Möglichkeiten eröffent (vgl. dafür meine Rezension des Objektivs).

Zusammenfassung und Kaufempfehlung
Mit MFT habe mein System gefunden - und mit der Olympus OM-D E-M1 meine Hauptkamera für das System (außerdem habe ich aktuell eine PEN F, mit der mir die Street-Fotografie besonders großen Spaß macht).
Die E-M1 setze ich bedenkenlos bei Wind und Wetter ein und bin begeistert über den sehr guten Kompromiss aus Bildqualität, Mobilität und kreativen Möglichkeiten. Das Preis-Leistungsverhältnis empfinde ich als fair - inzwischen liegt die UVP etwa 25% unter der UVP bei der Markteinführung (1100 statt 1500 für den Body), der Straßenpreis ist i. d. R. noch einmal deutlich geringer.
Natürlich steht aber das Nachfolgemodell in den Startlöchern. Allerdings ist auch über einen Monat, nachdem die E-M1 Mark ii auf der Photokina vorgestellt wurde, noch nicht bekannt, wie teuer diese wird. Wer jetzt also dringend eine neue, gut ausgestattete und robuste Systemkamera braucht, kann zu den aktuellen Preisen mit der E-M1 m. E. nichts falsch machen. Wer noch etwas warten kann, aber die Verbesserungen der E-M1 Mark ii nicht unbedingt braucht (20 MP Sensor, High-Res-Shot, nochmals verbesserter Bildstabilisator, bis zu 60 Bilder/Sek (!), verbesserte Videoaufnahmequalität ...) kann deren Verfügbarkeit abwarten und hoffen, dass er noch einmal ein paar Euro spart, weil die "alte" E-M1 noch einmal etwas günstiger wird. Ob das allerdings der Fall sein wird, wird insbesondere davon abhängen, mit welchem Preis der Nachfolger eingeführt wird. Sollte die "neue" tatsächlich um 2000,00 Euro (nur Body) kosten, wie in vielen Foren vermutet wird, wage ich zu bezweifeln, dass die nach wie vor sehr gute E-M1 einen erneuten Preisrutsch erlebt.

Nachtrag am 10.11.2016
Inzwischen hat Olympus die UVP der E-M1 Mark ii mitgeteilt: 1999,00 Euro.
Ich konnte die Neue auf der Hausmesse eines Fotofachgeschäfts testen. Technisch in vielerlei Hinsicht die neue Referenz im Systemkamerabereich (Geschwindigkeit, Bildstabilisator, bis zu 1/32000 Sek Verschlusszeit und die "Pro Capture" Funktion, mit der bei einem halben Durchdrücken des Auslösers bereits eine Bildserie aufgenommen wird, bevor man reagiert - sehr cool, wenn es darum geht, genau den richtigen Moment zu erwischen).
Was mir nicht an der Neuen gefällt, ist der schwenk- und drehbare Bildschirm. Welcher Fotograf möchte das eigentlich? Ich ärgere mich schon bei der PEN-F darüber, da ich beim Fotografieren fast immer die Klappfunktion genutzt habe (die nun wegfällt: Man kann entweder Drehen und Schwenken oder hat den Monitor plan an der Kamera). Glaubt Olympus, dass man mit den Kameras mehr Videos dreht als fotografiert?
Neben den satten 1000 Euro Preisvorteil, den die alte gegenüber der neuen zur Zeit bietet (bis Dezember gibt es beim Kauf der Mark I außerdem noch den Batteriegriff HLD-7 dazu, der sehr sinnvoll bei der Portraitfotografie und der Nutzung von Teleobjektiven ist) wird für einige also auch der klappbare Monitor für die E-M1 Mark i sprechen. Ich gebe meine so schnell nicht her ;-)
review image review image review image review image
22 Kommentare| 24 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 21. Juli 2015
der sich einfach mal ne Spiegellose gekauft hat, nachdem er wochenlang alle möglichen Foren und Tests durchstöbert hat, weil er ursprünglich Nägel mit Köpfen machen, und sich eine Vollformat Sony A 7 II kaufen wollte. Schnell war ihm aber klar, dass er aus den vielen, vielen Beiträgen in den genannten Foren und auch aus den Tests nicht wirklich schlau wird sondern immer verunsicherter. Was also tun ? Überlegt was ich eigentlich mit der Kamera vor habe...ein bisschen mehr als "knipsen"...schöne Porträts, ein bisschen "Makro ", schöne Fotos halt, die aber wohl nie größer ( vergrößert ) als der Bildschirm meines 21er Mac. Die Kamera selbst sollte handlich sein, aber nicht zu klein, einen Bildstabilisator haben, für draußen geeignet, und auch irgendwie schön aussehen. Da stoße ich auf eine Anzeige von Olympus in der sie die E-M 1 in einem Paket mit dem Zusatzhandgriff und einem Gutschein über 200€ anbieten...Nicht lange überlegt und bestellt. Mal sehen was sie so taugt..Jetzt hab ich sie in silber mit dem 12/40 Objektiv. Wie ich mit ihr zurechtkomme ? Bestens würde ich sagen...weil sie alle meine Anforderungen erfüllt, selbst für einen halbwegs begabten Anfänger wie mich ziemlich einfach zu verstehen ist, und exzellente Bilder macht. Wobei wir ja jetzt beim wichtigsten Punkt angekommen sind, der Qualität der Bilder. Und jetzt urteilt mal ein Anfänger, ohne Begriffe wie Megapixel, Vignettierung ( oder wie heißt das ?
;-)...Verzeichnung, Bokeh usw...
Also....im Automatikmodus übertreibt sie es etwas mit den Farben...sie "steht" scheinbar auf kräftig. Aber ich wollte ja nicht nur "knipsen", und deshalb fotografiere ich meistens in einem manuellen Modus und in RAW....ja ja..in RAW !...weil man selbst mit der einfachen mitgelieferten Software Namens "Olympus Viewer " aus einem guten Bild ein noch besseres machen kann, und das ziemlich simpel durch anfängliches ausprobieren und jetzt mittlerweile mit einem Quäntchen Erfahrung.
Wenn das Licht stimmt, dann ist die Bildqualität der E-M 1bis zu der o.g. Größe meines Mac nicht von einer Aufnahme einer Vollformat Kamera zu unterscheiden. Vielleicht mit der Lupe und mit den Augen eines "wahren" Fotographen, aber definitiv nicht für mich. Wenn ich eines gelernt habe, dann ist es die Wahrheit, das nicht die Kamera das Bild macht, sondern der der sie bedient. Gute Fotos sind meiner Meinung immer das Ergebnis von Fleiß, einem guten Auge und Sinn für das Motiv. Ganz sicher macht die Sony VF ebenfalls Top-Bilder...das aber doch zu einem anderen Preis.
Ich jedenfalls mag meine E-M 1...mir fehlt nix!
P.S.: auch mit wenig Licht kommt sie (ich) gut zurecht...dem 5 Achsen Stabilisator sei Dank..;-)
11 Kommentar| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 30. Dezember 2014
Seit mehr als 20 Jahren arbeite ich beruflich in der Fotografie und habe viele Systeme kommen und gehen gesehen. Im Bereich der (D) SLR Kameras dominierten seit jeher Canon und Nikon das Feld. Ich arbeite im Bereich der People-Fotografie und habe bisher verstärkt auf meine Canon Kameras gesetzt (5D M2/M3) und div. Gläser.

Wer schonmal ein 3-4h Shooting durchgeführt hat und dabei entsprechend lichtstarke Objektive zum Einsatz brachte, der weis, wie hinterher die Schulter / der Kameraarm schmerzen kann. Der Vollformatsensor dieser Kameras gilt als "Goldstandard" speziell bei hohen ISO Werten. Warum also nun eine Olympus M1 ?

Die Olympus M1 im Einsatz
=====================

Zuerst kommt da natürlich das deutlich geringere Gewicht ins Spiel - man schleppt bei hohen Lichtstärke viel weniger kg mit sich herum und kann ermüdungsfrei über einen längeren Zeitraum fotografieren. Soweit so klar. Jedoch wartet die M1 mit einer Menge neuer Funktionen auf, die in Summe jeder modernen DSLR echte Konkurrenz machen.

Der neue Kontrastautofokus in Kombination mit einer intelligenten Gesichts- und Augenerkennung fokussiert mit den MFT-Objektiven rasend schnell und immer auf den Punkt. Wer mag, liest bitte dazu auch meine div. Rezensionen zu den MFT Objektiven. Der Kontrastautofokus ist immer scharf ... ich habe meine Kameras und die Objektive einmal im Jahr an den nächstgelegenen CPS Service zur Justage gegeben, damit der "Brennpunkt" von Objektiven und Kamera exakt gleich ist. Dieser Wahnsinn entfällt bei diesem System, da der Kontrastautofokus den höchsten Kantenkontrast erkennt und nicht auf eine Entfernungsangabe der Kamera angewiesen ist, die dann von den angeschlossenen Objektive entsprechend interpretiert und umgesetzt werden muss. Eigentlich mag ich Systeme wie "Gesichts- und Augenerkennung" nicht und habe bisher die Fokuspunkte der 5D M3 passend auf das Gesicht des Models verschoben, um den Fokus zu setzen. Das entfällt bei der M1 völlig und man kann sich komplett auf die Bildgestaltung konzentrieren - dabei sitzt der Fokus auch bei Offenblende perfekt.

Die M1 ist gehäuseseitig stabilisiert. Dadurch ist jedes angeschlossenen Objektiv stabilisiert - man muss also anders als bei z.B. Panasonic keine stabilisierten Objektive kaufen - sehr angenehm, zumal das geringere Gewicht der Objektive davon ebenfalls profitiert. Das Freistellungsniveau einer M1 ist aufgrund des kleineren Sensors einem Vollformatsystem eigentlich unterlegen - aber bei z.B. 75mm (=150 mm KB) stellt sich die Frage nach einer cremigen Freistellung nicht mehr - zudem ist das Objektiv geradezu superb in Auflösung und Verarbeitungsqualität (dazu mehr in der entsprechenden Rezension).

Das Gehäuse der M1 ist einer hochwertigen Kamera entsprechend spritzwasser- und staubgeschützt sowie frostsicher bis -10°. Ich habe ein 3h-Shooting bei -3°C bisher gehabt und alle Komponenten inkl. der Objektive funktionierten das gesamte Shooting über problemlos.

Der elektronische Sucher ist zur Zeit State-Of-The-Art und sicher einer der besten seiner Klasse. Aber: er gaukelt einem auch gern bessere Belichtungen vor, als man später tatsächlich im RAW-Konverter zur Ansicht bekommt. Im Gegensatz zu einem optischen Sucher ist hier die Gewöhnungsphase länger.

Nachtfotografie / Langzeitbelichtungen
==============================

Durch die Möglichkeit, die M1 mit einem Tablet oder Smartphone (Android oder iOS) zu koppeln, sind Langzeitbelichtungen und Belichtungsreihen für spätere Kontrastverdichtungen kinderleicht zu bewerkstelligen. Während andere je nach Perspektive mühsam den Kopf verdrehe um einen Blick durch das Objektive zu werfen, hält der M1 Besitzer einfach sein Tablet fest und bekommt eine RealLife-Vorschau dessen, was von der M1 gerade belichtet wird. Diese Funktion schätze ich sehr - besonders bei Nachtaufnahmen oder z.B. Feuerwerkszenen. Die Kopplung funktioniert problemlos und man ist den meisten DSLR-Fotografen durch die Life-Übertragung der Szene deutlich voraus, da man viel schneller einschätzen kann, ob die aktuelle Belichtung dem eigenen Wunsch entspricht. Außerdem lässt sich der Fokuspunkt für eine Aufnahmereihe vorab auf dem Tablet (oder Phone) festlegen, so das es keine spätere Fehlfokussierung der Belichtungsreihe mehr geben kann. Alles in allem wirklich sinnvolle Features, die ich nicht mehr missen möchte.

Available Light bei hohen ISO Werten >1600
==================================

... und genau hier trennt sich nun MFT von vollformatigen DSLR. Ab 1600 ISO sind die Unterschiede im Rauschverhalten der M1 zu z.B. einer 5D Mark III klar erkennbar. Durch gute Nachbearbeitung der RAWs lässt sich einiges retten - doch punktet die 5D Mark III hier klar gegenüber der M1. Bei wirklich schlechtem Licht und einer ISO von 3200 oder mehr würde ich immer zu einer Vollformat-Kamera greifen, da die M1 ab 3200 ISO wirklich sichtbar an ihre Grenzen stösst.

Konfiguration der M1
================

Die M1 bietet in der aktuellen Firmware (V 2.2) eine schier endlose Zahl an Konfigurationsoptionen, so das man die Tasten- und Wahlradbelegung weitestgehend an seine Bedürfnisse anpassen kann. Allerdings ist Vorsicht geboten - wer viele Vorbelegungen ändert, sollte sich wirklich sicher sein, Tage später auch noch zu wissen, was wo liegt.

Touchdisplay der M1
================

Igitt - ein Touchdisplay - sowas nutzen Kiddies zum schnellen knipsen. Weit gefehlt - ich habe im Miniaturwunderland Szenen mit der M1 auf "Augenhöhe" div. Bahnen nur mit dem Touchfokus der M1 fotografiert ... und das beeindruckend schnell und scharf. Die Kamera löst ohne Verzögerung bei Berührung des Displays aus - den Fokusvorgang bekommt man gar nicht mit. Für mich hat ein Umdenken eingesetzt - denn ich möchte diese Technik im Makrobereich oder bei möglichst unbemerkter Street- und Szenenfotografie nicht mehr missen.

Batteriegriff und Akkulaufzeit
======================

Der Batteriegriff ist ein Muss, wenn man viel im Hochformat fotografiert. Allerdings passt nur ein Akku hinein. Ein zweiter Akku kann im Akkufach der M1 verbleiben - jedoch muss man bei Nutzung beider Akkus den Batteriegriff immer abschrauben, um den in der Kamera verbliebenen Akku nachzuladen. Aus dem Grund nutze ich lediglich einen Akku in der M1 (im Batteriegriff !) und wechsle dann lieber direkt den Akku aus dem Griff. Die Akkulaufzeit liegt bei ca. 350 Aufnahmen und ist nicht wirklich berauschend. Da sind die großen Schwestern von Canon ebenfalls deutlich überlegen. Egal - dann nimmt man einfach 2-3 Akkus mehr mit (gute Derivate tun es auch für weit weniger Geld) und die sollten dann ausreichend viele Aufnahmen ermöglichen. Durch den Griff bekommt die M1 eine deutlich bessere Haptik und wirkt auch ein Stück weit "erwachsener".

Studiosessions mit der M1
====================

Ich habe die M1 in meinem Studio eingesetzt - und bei richtiger Konfiguration (z.B. sollte der Sucher so geschaltet werden, dass Abblendungen an der M1 nicht zur Verdunklung des Sucherbildes führen) sind die Aufnahmen qualitativ vergleichbar mit einer VF-Kamera - was letztlich nicht weiter verwundert, da ich im Studio immer mit ISO 100, einer 1/200sec und entsprechend hohen Blenden fotografiere, so das Schärfe und Rauschverhalten auf optimalem Niveau liegen. Trotzdem mag ich gerade im Studio optische Sucher der VF-Kamerasysteme deutlich lieber. Das ist sicher Geschmack aber ich komme im Studio mit klassischen DSLR-Kameras besser zurecht - ganz unabhängig vom schon beschriebenen guten Ergebnis.

Zusammenfassung
===============

Qualitativ hochwertige spiegellose Systemkameras etablieren sich aus meiner Sicht zu recht immer mehr am Markt. Die Systeme sind deutlich leichter bei hohen Lichtstärken, der Kontrastautofokus ist rasend schnell und steht den Phasenautofokussystemen in nichts mehr nach und macht spätere Objektivjustagen überflüssig. Das Tauchdisplay ist gewöhnungsbedürftig - aber gerade im Makrobereich oder der Stereofotografie sinnvoll nutzbar. Gesichtsautofokus, WLAN-Tabletsteuerung und extrem hochwertige Objektive runden das Gesamtbild für Semiprofis und Profis sinnvoll ab.

Die M1 verliert klar im Bereich hoher ISO Werte gegen VF-Systeme - ebenso ist sie im Studio aus meiner ganz persönlichen Sicht optischen Suchern unterlegen, da die Beurteilung des Einstelllichts der Szene zumindest mir mit einem optischen Sucher einer klassischen DSLR leichter fällt.

Trotzdem etabliert sich die M1 immer mehr als meine favorisierte Kamera aufgrund der oben ausgeführten Vorteile. Die M1 ist eine sehr hochwertige Kamera, die aufgrund ihrer vielfältigen Konfigurationsmöglichkeiten und der superben Bildqualität auch für höherpreisige Aufträge in Frage kommt, solange nicht Auflösungen von 20 Megapixel oder mehr erforderlich sind. Uneingeschränkte Kaufempfehlung und 5 Sterne für eine perfekte Kamera.
review image review image review image review image review image review image
1616 Kommentare| 150 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 25. Januar 2016
Ein kurzes Vorwort: Ich bin einschlägig vorbelastet mit guten Erfahrungen mit Olympus, bisher waren E-1, E-3, E-410, E-620 samt diverser FT-Pro-Objektive (11-22, 12-60, 50, 50-200 SWD) in meinen Fototaschen.

Die E-M1 mit Firmware 4.0 ist der Kracher. Es ist fast schon unglaublich, dass ein Unternehmen während der Lebenszeit eines Produkts am laufenden Band Funktionen nachliefert. Firmware 3.0 auf 4.0 aktualisiert und siehe da: Die Kamera hat auf einmal einen elektronischen Verschluss mit 1/16000 Verschlusszeit und maximal 11 Bildern pro Sekunde sowie die Möglichkeit Focus Stacking direkt in der Kamera zu machen. Dafür braucht man zwar bestimmte Objektive wie das 12-40 oder das 60mm Macro aber die Funktion an sich ist großartig.
Für die Nostalgiker und Spiegel-Liebhaber gibt es sogar einen S-OVF Modus bei dem der elektronische Sucher einen optischen Sucher bestmöglich imitiert :-)

Die per MMF-3 adaptierten Fourthirds-Objektive sind schnell, die Trefferrate beim 50-200 SWD höher als bei der E-3. Mit mFT-Objektiven ist die Fokussierung noch schneller. Das heißt aber keineswegs, dass die FT-Objektive langsam sind. Nur die Umgewöhnung von den Doppelkreuzsensoren auf den Flächen-Phasen-AF hat einen kleinen Moment gedauert.

Das Gefühl in der Hand ist großartig, alle Knöpfe und Rädchen sind bequem zu erreichen und auch noch extrem gut anpassbar. Der Sofort-Weißabgleich wird nicht genutzt? Gut, dann kommt auf die Taste eben das Focus-Peaking um die Schärfebereiche farblich abzuheben. Besonders praktisch bei manuellen Objektiven. Die Kamera ist konfigurierbar und das auch noch sehr stark, für manche zu stark.

Mit MySets besteht die Möglichkeit 4 Standardeinstellungen zu speichern, z.B. MySet1 die absolute Standardeinstellung der Kamera, MySet4 als Actionmodus (Modus S, C-AF 9er Feld in der Mitte, 10 fps, Auto-ISO, 1/500), ... Und da "Scene" bei mir garantiert nie genutzt wird, liegt dort jetzt mein MySet4 auf dem Wahlrad.

Sie macht einfach Spaß.
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 10. Februar 2015
Ich verwende die Olympus E-M1 seit August 2014. Ich bin Hobbyfotograf und nutze sie vor allem für Landschaften, Babys, Menschen,Tiere und Makros. Also eigentlich für alles, ich mach einfach gern Fotos ;)

Gewechselt bin ich von einer Olympus E-520.
Ich nutze die E-M1 mit folgenden Objektiven und dem MMF3 Adapter:

FT 2.8/14-54 mm Version I
FT 3.5/40-150 mm (aus dem E-520 Kit)
FT 2.0/50 mm Makro
MFT 1.8/25 mm

Die Kamera ist klasse, eine riesengroße Verbesserung gegenüber der E-520.
Man benötigt aber schon eine gewissen Einarbeitungszeit in die Kamera, da die (Einstell-)Möglichkeiten gewaltig sind. Knipsen im Automatikmodus geht natürlich auch hervorragend, aber dafür kauft man sich ja nicht so eine Kamera. Ich bin jetzt noch ab und zu überfordert und begeistert gleichzeitig, denn die Kamera lässt kaum Wünsche offen.

Die E-M1 ist etwas handlicher als meine alte E-520 und liegt klasse in der Hand. Selbst mit den FT-Objektiven ist die Geschwindigkeit beim Scharfstellen klasse und viel schneller als mit der E-520. Auch per Touch am Display kann man super fokussieren. Toll ist auch die Gesichts- bzw. Augenerkennung. Funktioniert halt einfach und erleichtert vieles.

Der Sucher ist eine Wucht - schön groß und auch abends sieht man immer was. Ich bin auch immer noch Fan eines optischen Suchers, aber der hier ist klasse und deutlich heller und größer als zum Bsp der der E-520. Man kann den Sucher sogar zur Bildkontrolle nutzen, was sich bei grellem Tageslicht äußerst gut macht. Der Monitor ist auch super, man kann immer einschätzen ob die Bilder scharf sind.

An der Bildqualität gibt es nichts zu meckern, schön scharf und schöne Farben. Mich stört das Rauschen so ca. ab ISO1600, aber unter ISO1600 seh ich das als unproblematisch (die RAWS sind klasse, die JPEGs sind halt bei ISO1600 schon leicht matschig). Das ist aus meiner Sicht sehr brauchbar für den privaten Bereich.
Ich habe die letzten Monate viele Bilder in der Wohnung bei schlechten bzw unnatürlichen Lichtverhältnissen gemacht und muss sagen, dass die Ausbeute toll ist (Mit den entsprechenden Objektiven natürlich).

Manuell fokussieren macht mit Focus Peaking richtig Spaß.

Ich bin rundum zufrieden und kann diese Kamera nur empfehlen.
Auch mit den Videos bin ich zufrieden, aber ich drehe auch keine Filme sondern bloß gelegentlich mal 5 min Clips.

Punktabzüge:
1/2 Stern Abzug gib es für die Konstruktion des Powerhebels (hätte ich gern auch rechts zum einhändigen aus- und einschalten) und der Akkulaufzeit, die um einiges besser ausfallen könnte. Aufgerundet ergibt das dann aber 5 ...
Wäre das noch besser gelöst dann würde ich wahrscheinlich von einer (für mich) perfekten Kamera sprechen.

Ich hab hier nur den direkten Vergleich zu einer 70D von Canon mit diversen Standardlinsen und kann Bildtechnisch keinen Vor- oder Nachteil erkennen. Das eine macht halt die Canon besser, das andere die Oly. Nur die Oly ist dabei kompakter. ;-)
Vollformat ist sicher nochmal ne Ecke besser, aber eben auch Größe und schwerer. Und ich muss sagen, dass Handling macht viel aus - ich nehme diese Kamera einfach gern mit!

Positiv
+++ geniale Bildqualität
+++ sehr scharf
+++ Wetterfest
+++ schneller Autofokus
+++ Fernsteuerung per App funktioniert super
+++ etliche Firmware Updates bisher & Service Plus (im Feb. 2015 kommt z.bsp. ein neues Update welches die Serienbildgeschwindigkeit erhöht)
+++ gute ISO Empfindlichkeiten und in Zusammenhang mit der Bildstabilisation sehr gut nutzbar
+++ Gewicht und Handling nahezu perfekt.
+++ Art-Filter

Negativ:
--- Powerschalter ist an der falschen Seite und erfordert so immer eine 2. Hand (das war bei der E-520 perfekt, anschalten--fokussieren-auslösen-ausschalten mit einer Hand war problemlos möglich)
--- Monitor nicht nach vorn drehbar (wäre für Selbstporträts nett)
--- Akkulaufzeit geht gerad so (ca. 300 Bilder), man muss aber quasi zwingend einen 2.Akku kaufen

PS: Die Art-Filter werden ja oft von den "Profis" verschmäht. Ich find die klasse. Ich nehme in JPEG + Raw auf und das bedeutet hier, dass ich einfach mal unterwegs in z.Bsp. "Vintage" aufnehmen kann ohne später noch in Lightroom entwickeln zu müssen. Wenn ich der Meinung bin, dass das Motiv JETZT in "Vintage" gut aussehen würd, dann probier ich das einfach. Das Raw bleibt unberührt, das JPEG wird eben mit dem Filter entwickelt. Das steigert die Kreativität und man riskiert absolut nichts damit. Toll! ich verstehe wirklich nicht, wieso sich manche über die Funktion so aufregen.

Fazit:
Absolut zu empfehlen für alle, die eine handliche Kamera haben wollen, die in fast jeder Situation tolle Bilder macht und sich sehr erwachsen anfühlt. Diese Kamera schmiegt sich perfekt in die Hand ein und es macht einfach richtig Spaß mit ihr zu fotografieren.
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 22. Oktober 2015
Da ich kompletter Neuling im Bereich der Fotografie war, spielte ich mit dem Gedanken eine Pentax K50 zu besorgen. Da ich vorher schon wusste, dass ich die Kamera auch zum Wandern mitnehme und auch sonst per Definition "outdoor" benutzen würde. Deswegen kam für mich eigentlich nur eine Kamera mit abgedichtetem Gehäuse in Frage.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich die Olympus noch gar nicht auf dem Schirm. Da eine Kamera schon eine Investition ist, ließ ich mich im Fachgeschäft beraten. Der Berater schlug mir dann, anstatt der K50, die Olympus vor. Da musste ich erstmal schlucken, denn anstatt 450€ kostete die EM1 2000€ (war ein Aktionsangebot mit dem 12-40mm Objektiv, Baterriegriff und 100€ Gutschein für ein weiteres Zuiko Objektiv). Das lag erstmal weit außerhalb meiner Preisvorstellung. Er sagte, diese Kamera sei das neue Flagschiff der Olympus Systemkameras. Da ich eine Kamera, aufgrund der Erreichbarkeit von Service und persönlicher Beratung, sowieso nicht im Internet kaufen würde, schlief ich ein paar Nächte über das Angebot des Händlers und kaufte die EM1.
Wie schon gesagt, war ich zu diesem Zeitpunkt noch neuling auf dem Bereich der Fotografie, was bedeutet das ich außer Perspektive, Belichtung und den Hauptbegriffen noch rein gar nichts von diesem Gebiet verstand.
Deswegen war ich vom Funktionsumfang der EM1 auch am Anfang völlig geplättet.

Es gibt keinen Bereich den ich bei dieser Kamera favorisiert nutze. Alles was die EM1 kann, wird von mir benutzt. Die "Art" Einstellung, vor allem für partielle Farbe (früher auch Pop-Art, doch da wurde die Qualität der Bilder zu stark eingeschränkt), Soft-Fokus und Graustufen.
Der manuelle Modus in dem man perfekt experimentieren kann.
Die WLAN-Verbindung zur Olympus App um die Kamera fernzusteuern (mit Live View auf dem Smartphone, so dass man nicht nur sieht was im Blickfeld der Kamera ist, sondern wenn man im manuellen Modus ist, kann man auch Blende und Belichtungszeit der Kamera auf dem Smartphone einstellen) und um Bilder aufs Handy zu übertragen.
Die Videofunktion in der man auch viele Effekte einstellen kann.
Durch den extrem guten Bildstabilisator kann man, wenn man ein ruhiges händchen hat, unverwaschene Aufnahmen mit bis zu 1/2 Sekunde Belichtungszeit hinbekommen.
Der Live View, der auf dem Kameradisplay genau das widergibt was auch im Sucher zu sehen ist, und zwar exakt! - Hammer!
Der nach oben/unten schiebbare Display hilft wenn man mal in die Knie gehen oder sich lang machen muss um eine gute Perspektive zu bekommen.

Die Kamera liegt nicht nur gut in der Hand, sondern ist extrem gut verarbeitet und bietet genau das richtige Gewicht um sie auch für längere Zeit ruhig halten zu können. Die (allesamt!) frei belegbaren Knöpfe kann man problemlos mit dem Finger/Daumen erreichen ohne die Kamera umgreifen zu müssen.

Einziges Manko ist, das sowohl der Sucher als auch das Display, der Autofokus und ggf. Blitz Akkukapazität benötigen, ein Zweitakku und/oder der Olympus HLD-7 Batteriegriff für OM-D E-M1 bzw. BLN-1 Akku definitiv Sinn machen. Vor allem wenn man viel und gerne lange Belichtungszeiten verwendet, schmilzt der Akku nur so dahin.
Aber da die Art der fotografie ja persönliche Vorliebe ist, ziehe ich dafür keinen Stern ab.

Ich hab die Kamera jetzt ein gutes 3/4 Jahr und kann mich auch nach 5000+ Fotos absolut nicht beklagen. Ich hab sie während Gewitter im strömenden Regen eingesetzt, hab sie mit an den Strand genommen, hab sie bei -20 Grad im Tiefschnee zum fotografieren mitgenommen. Und sie macht.einfach.Bock.
review image review image review image review image review image review image
0Kommentar| 24 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 10. November 2013
Nachdem ich gestern bei windig-wechselhaftem Herbstwetter die E-M1 mit dem 12-40/2.8 Kitobjektiv ausführlich testen konnte, möchte ich hier kurz berichten. Doch zuvor möchte ich noch feststellen, dass ich auch die E-M5 besitze, was die Einarbeitung in die Bedienung sehr vereinfacht hat, da das Bedienungskonzept beider Kameras nahezu identisch ist. Wer also nach Tipps und Tricks sucht, kann sich auch bei solchen für die E-M5 umsehen, da die E-M1 noch nicht so weit verbreitet und daher Tipps entsprechend schlecht verfügbar sind.

1. Die Kamera

Was hat sich verbessert gegenüber der E-M5? Lohnt sich der Umstieg? Meine Antwort darauf: Jein. Die E-M1 beherrscht nun das Fokuspeaking (das Olympus möglicherweise auch per Firmware bei der E-M5 hätte nachliefern können). Der elektronische Sucher, der bei der E-M5 schon sehr gut war, ist noch einmal verbessert worden; der Sucher der E-M1 ist tatsächlich exzellent - da gibt es nichts zu meckern. Selbst ohne Fokuspeaking ist hier eine manuelle Fokussierung sehr gut möglich. Der Vorteil eines elektronischen Suchers gegenüber einem optischen Sucher ist die Aufhellung bei schlechten Lichtverhältnissen und die Möglichkeit der Einblendung wichtiger Information. So kann zum Beispiel als Fokussierungshilfe der Sucher als Lupe verwendet werden, das Histogramm sowie unter- oder überbelichtete Bildbereiche können angezeigt werden etc. Die Haptik und der Bedienungskomfort sind noch etwas besser bei der E-M1 als bei der E-M5. Die E-M1 hat (wenig) mehr Bedienungselemente, die alle leichtgängig sind. Die Lage des Ein-/Aus-Schalters ist von einigen Anwendern bemägelt worden. Das ist mir unverständlich. Ich persönlich finde die Lokalisierung dieses Schalters sehr gut. Etwas lästig bei der E-M5 war, dass sie sich von mir wirklich gut halten ließ nur mit dem optional erhältlichen Griff, der leider den schnellen Austausch des Akkus behinderte. Die E-M1 hat bereits einen sehr ergonomisch geformten Griff. Klagen über diesen Griff kann ich nicht nachvollziehen. Bei mir liegt der rechte kleine Finger unter dem Kameraboden und stützt damit die Kamera, die dadurch nocht einmal stabiler und somit verwacklungssicherer in der Hand liegt. Apropos Akku: Die Akkulaufzeit könnte etwas länger sein, allerdings kosten Akku-Nachbauten für die Kamera auch nicht die Welt.

Die E-M1 verfügt über einen HDR-Modus (genau genommen sogar zwei), der mich aber bisher nicht wirklich überzeugt hat. Ich werde also weiterhin, wo nötig und möglich, HDR-Fotografie per Software durchführen. Zur Erläluterung für Laien: HDR steht für "High Dynamic Range". HDR kann nützlich sein, wenn man in den Motiven große Helligkeitsunterschiede hat - z. B. einen tollen, aber hellen Himmel mit interessanten Wolkenbildern und davor einen dunklen Vordergrund. In diesem Fotografiermodus nimmt man mehrere Bilder mit unterschiedlicher Belichtung auf und vereint diese Bilder dann zu einem Bild, in dem die dunklen Bereiche aufgehellt und die hellen Bereich abgedunkelt werden. Die E-M1 macht das automatisch in der Kamera, wenn sie entsprechend eingestellt wird. Man kann das aber auch über externe Software machen, was ich hier vorziehen würde. Lohnt sich also der Umstieg? Für mich würde ich das bejahen, aber wenn die Finanzen etwas knapper sind, sollte man sich das gut überlegen. Die Bildqualität bei beiden Kameras ist vergleichbar und die E-M5 ist ebenfalls eine sehr gute Kamera. Jedoch lohnt sich der Umstieg eventuell für Besitzer von Four-Thirds-Objektiven, mit denen der Autofokus jetzt deutlich schneller geworden ist. Ich habe das mit dem 14-54II getestet. Im längeren Brennweitenbereich ist der Autofokus immer noch nicht so schnell wie mit der Kitlinse (siehe unten), aber immer noch brauchbar. Bei mir fokussiert dieses Objektiv auch absolut korrekt und liefert knackscharfe Bilder bis zum Rand auch schon bei Offenblende.

Für wen taugt diese Kamera? Die Kamera sollte nur von ambitionierteren Fotografen in Betracht gezogen werden, die sich durch die große Funktionsvielfalt nicht abschrecken lassen und die gewillt sind, sich wenigstens einige Stunden mit der Kamera intensiv auseinanderzusetzen. Tatsächlich fotografiert die Kamera auch sehr gut im automatischen Modus, jedoch verpasst man dabei viele Möglichkeiten kreativer Bildgestaltung und verschlechtert eventuell durch von der Kamera doch gelegentlich falsch gewählte Einstellungen ein potentiell gutes Foto. So erlaubt zum Beispiel der Live-Bulb-Modus das Malen mit Licht, wenn man die Kamera entsprechend einstellt. Die sehr ambitionierten Fotografen werden sich vielleicht anderweitig, so z. B. bei Vollformat-Kameras mit deutlich größerem Sensor, umsehen. Diese Kameras kann man vor allem den Fotografen empfehlen, die viel Freistellungspotential brauchen (also gern einen unscharfen Hintergrund haben, so dass Details im Objekt mehr betont werden). Dennoch gibt es für Micro-Four-Thirds-Kameras (im Folgenden MFT-Kameras genannt) mittlerweile einige sehr lichtstarke und hervorragende Objektive, die eine gute Freistellung erlauben (sehr empfehlenswert z. B. das preiswerte Olympus 45mm oder das deutlich teurere, jedoch exzellente 75mm). Selbst das mitgelieferte Kitobjektiv 12-40/2.8 erlaubt eine gute Freistellung - je nach Motiv. Sehr gut sind Vollformat-Sensoren bei schlechten Lichtverhältnissen, bei denen hohe die Lichtempfindlichkeit bestimmende ISO-Werte erforderlich sind, die bei MFT und erst recht bei Kompaktkameras auch schon einmal zu Bildrauschen führen können. Vorteil der OM-D-Serie ist der 5-Achsen-Bildstabilisator, der Belichtungen aus der Hand von locker einer halben Sekunde erlaubt. Da kann man sich häufiger höhere ISO-Werte oder große Blenden sparen. Jedoch kann man unter sochen Bedingungen in der Regel keine bewegten Objekte fotografieren. Für Sportfotografie könnte sich also eine Kamera mit Vollformat-Sensor lohnen. Man sollte aber auch den Vorteil des geringeren Freistellungspotentials sehen: Vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen (so z B. bei der Städtefotografie in der Dämmerung oder bei Nacht) hat man bei Offenblende mit lichtstarken Objektiven einen größeren Schärfentiefenbereich. Das kann unter Umständen ein Vorteil der MFT-Sensoren gegenüber Vollformat-Sensoren sein, bei denen unter sochen Bedingungen eine größere Schärfentiefe nur über eine Abblendung des Objektivs verbunden mit einer höheren ISO-Einstellung erreicht werden kann.

Zusammenfassend lässt sich die Frage 'MFT- oder Vollformat-Kamera' also folgendermaßen beantworten: Für allerhöchste Ansprüche sollte es vielleicht eher eine Vollformat-Kamera sein. Jedoch muss man dann ein deutlich höheres "Kampfgewicht" in Kauf nehmen. Das gilt gar nicht mal unbedingt nur für die Kamera, sondern vor allem für die Objektive. In meinem Alter mag ich mich einfach nicht mehr so abschleppen, und die beste Kamera und/oder Ausrüstung nützt nichts, wenn sie zuhause bleibt, weil sie zu schwer ist. So ist meiner Meinung nach MFT ein hervorragender Kompromiss. Über den Videomodus der E-M1 kann ich hier nichts sagen, da ich ihn nicht ausprobiert habe. Wenn man auf einen wirklich exzellenten Videomodus Wert legt, sollte man eine Panasonic MFT-Kamera (z. B. GH3 oder GX7) in Betracht ziehen. Video ist nicht die starke Seite der Olympus MFT-Kameras. Mir persönlich ist das jedoch egal.

Das Objektiv

Das 12-40/2.8 Kitobjektiv der E-M1 kann mich begeistern. Es fühlt sich sehr wertig an, der Zoom- und der Fokusring sind leichtgängig, die Fokussierung ist blitzschnell. Der Fokusring lässt sich nach vorn und hinten verschieben, so dass bei der entsprechenden Einstellung eine Entfernungsskala sichtbar wird und nur noch manuelle Fokussierung möglich ist - unabhängig von den Einstellungen der Kamera. Tatsächlich hat mich das beinahe dazu gebracht, die Kamera gleich zurückzuschicken, da der Autofokus einfach nicht funktionieren wollte ;-) Einige hilfreiche Forummitglieder des DSLR-Forums haben mich dann auf den richtigen Weg gebracht. Was in diesem Zusammenhang noch zu bemerken ist: Ich habe wegen dieses Problems spontan eine E-Mail an Olympus geschickt und ein Mitarbeiter der Firma hat mich zwei Tage später angerufen. Das lässt auf einen guten Service schließen. Doch zurück zum Objektiv: Es wird - anders als einzeln erhältliche Olympus-Objektive - mit Streulichtblende geliefert, die auch einen Arretierungsmechanismus hat. Die Bildqualität ist sehr gut - auch bis zum Rand und bei Offenblende (vergleichbar mit dem o. g. 14-54). Sehr schön auch die Naheinstellgrenze, die zwar keine Makrofotografie erlaubt, aber doch schöne Detailfotografie aus der Nähe. Das Objektiv hat noch einen Funktionsknopf, der sich in der Kamera programmieren lässt. Wenn ich überhaupt etwas zu bemängeln hätte an dem Objektiv, wäre dies die Anfälligkeit gegenüber Flares (Blendenflecke) im direkten Gegenlicht. Da muss man etwas aufpassen und sollte, wenn man z. B. einen UV-Filter verwenden möchte, sich für einen sehr guten Filter entscheiden. Die Flares sind jedoch auch ohne Filter sichtbar. Für Panasonic-MFT-Kamerabesitzer kommt natürlich als Manko der fehlende Bildstabilisator dazu (es sei denn, man verfügt über eine GX7, die einen eingebauten Stabilisator hat). Insgesamt mein Fazit: Das Kitobjektiv ist - vor allem für den im Kit noch einmal reduzierten Preis - sein Geld wert. Es ist ein sehr gutes Objektiv, das wenig zu wünschen übrig lässt. Ich erhalte demnächst als Ergänzung noch das Panasonic 35-100/2.8 Objektiv und hoffe, dass diese Kombination ein gutes Allround-Gespann ergibt.

Zusammenfassung: Wer eine noch gut tragbare Systemkamera sucht, die vielfältig nach eigenen Wünschen (ja, es gibt auch selbst konfigurierbare, speicherbare Einstellungskombinationen) konfigurierbar ist, eine gute Bildqualität (mit dem richtigen Objektiv), einen hervorragenden Sucher und einen ausgezeichneten Bildstabilisator besitzt und auch mit einigen Objektiven zusammen noch gut tragbar ist, ist mit dieser Kamera bzw. diesem Kit sehr gut bedient. Natürlich hat dies seinen Preis, jedoch ist die Kamera diesen Preis auch wert. Man sollte jedoch keine Mondpreise dafür bezahlen, sondern lieber zum normalen Preis vorbestellen. Die 5 Sterne vergebe ich hier sehr gern.

Nachtrag vom 11.11.2013: Inzwischen habe ich das Panasonic 35-100mm 2.8 einem ersten (sehr vorläufigen) Test unterziehen können, und es macht sich hervorragend an der E-M1, auch wenn es haptisch nicht ganz so wertig daherkommt wie das 12-40/2.8 von Olympus. Kleiner Tipp am Rande: Es sieht für mich im Moment so aus, als sei zumindest bei den Telezooms (zu denen ich auch das 35-100mm zähle) der Bildstabilisator Power O.I.S. am Objektiv etwas besser als der Stabilisator in der Kamera (aber bitte bei Einschalten des O.I.S. der Panasonic-Objektive den Stabilisator in der Kamera ausschalten!).
55 Kommentare| 106 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
TOP 100 REZENSENTam 22. Juli 2015
Über diese Kamera könnte man ganze Romane schreiben. Ich will versuchen, die Eindrücke die ich in den letzten Monaten intensiver Nutzung gewonnen habe hier halbwegs kompakt zu Papier zu bringen.

Der große Schub für mich kam bei dieser Kamera mit dem Firmware Update 3.0, das neben anderen Verbesserungen vor allem den kontinuierlichen Autofokus bei der Serienbildaufnahme bis zu 10 Bildern / Sekunde erlaubt. Damit war der Weg geebnet für den Thron der Action Kameras im Micro 4/3 Sektor.

Aber von vorne. Ich habe lange Zeit mit Canon DSLR fotografiert und seit letztem Jahr dann nebenher mit den Micro 4/3 Kameras geliebäugelt, angefangen damals mit der GX7. Diese ist mittlerweile verkauft und einer E-M1 sowie einer E-M5 als Backup gewichen. Das Canon System habe ich nach und nach abgestoßen, da für mich keine praxisrelevanten Nachteile durch die Nutzung der kleineren Micro 4/3 Sensoren entstanden ist und die Kompaktheit sehr gut ist. Nun habe ich eine umfangreiche Ausrüstung im Micro 4/3 Bereich. Die E-M1 sticht dabei heraus da ich jedesmal voller Freude bin, wenn ich mit dieser Kamera fotografiere. Es macht einfach Spaß und geht mir flüssig von der Hand. Daher will ich auf einige Punkte eingehen (eine vollständige Auflistung und Bewertung aller Features würde den Rahmen sprengen daher nehme ich die heraus, die ich persönlich am häufigsten nutze).

Gehäuse, Haptik und Knöpfe:
Die Kamera hat einen Magnesium Body der abgedichtet ist gegen Spritzwasser. Ein sehr gut ausgeformter Handgriff ist ins Gehäuse integriert. Die Kamera liegt mir sehr gut in der Hand und fühlt sich haptisch hochwertig an. Ich hatte von der ersten Benutzung an ein gutes Gefühl. Die Knöpfe haben gute Druckpunkte und funktionieren einwandfrei. Die Einstellräder rasten satt ein sind aber trotzdem leicht drehbar. Das Moduswahlrad kann mit einem Druck auf den Knopf in der Mitte arretiert werden, was ich sehr praktisch finde. Einzig den Auslöseknopf fand ich anfangs gewöhnungsbedürftig, da dieser einen kaum merkbaren ersten Druckpunkt hat. Oft habe ich nicht nur fokussiert sondern direkt ausgelöst in den ersten Tagen. Daran hat man sich aber sehr schnell gewöhnt und ich empfinde es nicht als Nachteil. Das ist Geschmackssache.

Bedienung:
Die Kamera hat eine Fülle von Einstellungsmöglichkeiten im Menü. Hier kann man schnell erschlagen werden wenn man das erste mal etwas sucht. Nach und nach merkt man aber, dass trotzdem die Menüs klar strukturiert sind. Man findet im Internet einige Anleitungen, die einen durch die Menüs führen und verschiedene Einstellungsmöglichkeiten beschreiben.
Vor allem sind hier die Mysets interessant; dort kann man bestimmte Einstellungen speichern und diese per Tastendruck (oder Position auf dem Moduswahlrad) aktivieren. Hier sind einem kaum Grenzen gesetzt sich zu verwirklichen.
Die Tasten können fast vollständig individuell konfiguriert werden.
Hat man sich die Kamera nach seinen Wünschen konfiguriert, so geht die Bedienung sehr flüssig. Da die ganzen Informationen im Sucher angezeigt werden muss man selten auf die Kamera schauen um die wichtigsten Einstellungen kurzfristig zu verändern. Vieles was man nicht auf eine Taste gelegt hat findet sich außerdem im Super Control Panel (SCP, wie man es aktiviert findet man schnell per Internetsuche).
Der Touchscreen rundet die Sache ab.
Es macht einfach Spaß mit dieser Kamera zu fotografieren!

Sucher und Display:
Das Display löst sehr fein auf und ist kontrastreich. Die Touchfunktion arbeitet zuverlässig und ohne merkbare Reaktionszeit. Das Highlight ist aber der große elektronische Sucher. Dieser hat eine sehr gute Auflösung und ist ebenfalls sehr kontrastreich. Die Größe ist angenehm und eine Verzögerung ist kaum zu bemerken. Für mich ist das ganz klar die Zukunft. Einen Spiegel brauche ich da nicht mehr. Klar hat das optische Bild ein paar Vorteile aber die Vorzüge des elektronischen Suchers möchte ich nicht mehr missen. „What you see is what you get“ ist hier die Devise. Ich sehe genau, wie mein Bild belichtet sein wird. Kein Testfoto oder mühsames Umstellen der Belichtungsmessung. Einfach kurz am Korrekturrad gedreht und man hat die richtige Belichtung gefunden.
Der Näherungssensor funktioniert auch sehr gut. Sobald man mit dem Auge in die Nähe kommt schaltet sich der Sucher ein und das Display aus.

Autofokus und Auslöser:
Der Autofokus ist sagenhaft gut und rasend schnell. Dank Kombination aus Kontrast und Phasenautofokus verfehlt die E-M1 ihr Ziel nur selten. Front oder Backfokus die Objektivabhängig korrigiert werden müssen gehören hier der Vergangenheit an (das gilt natürlich ebenfalls für die anderen Micro 4/3 Kameras). Die AF Felder decken fast den gesamten Bildschirm ab und können bei Bedarf zu einem 9er Feld oder Spot Feld umgestellt werden. Ebenfalls ausgezeichnet funktioniert der Touch Auslöser. Per Druck auf das gewünschte Motiv auf dem Bildschirm wird dort fokussier und sofort ausgelöst. Traumhaft für Ziele die sich flott bewegen und häufig die Richtung wechseln und so aus einem starren AF Feld verschwinden (z.B. für spielende Kinder).
Seit Firmware 3.0 hat der kontinuierliche Autofokus auch nochmal eine ordentliche Schippe draufgelegt und funktioniert nun bis 10 Bilder / Sekunde. Solange man das AF Feld auf dem Ziel hält verliert der Fokus selten das Ziel wenn er sich erstmal festgenagelt hat. Absolut sporttauglich. Für mich hat sich das 9er Feld bewährt, das fast wie ein Tracking funktioniert sollte man mal etwas abkommen vom Fokusziel. Das eigentliche C-AF Tracking funktioniert dagegen nicht besonders gut, dieses nutze ich im Grunde nie.
Kleiner Nachteil bei Serienaufnahmen ist, dass der Sucher etwas hinterherhängt und kein Livebild mehr anzeigt sondern die geschossenen Bilder mit kurzer Verzögerung. Somit ist es Übungssache bis man sein Ziel richtig verfolgt. Abhilfe kann man hier schaffen mit der EE-1 Dot Sight. Einem Aufstecksucher mit Rotpunkt Visier. Damit sollten dann auch Vögel im Flug oder ähnliches kein Problem mehr sein.
Wer noch ältere FT Optiken sein eigen nennt kann mit dem richtigen Adapter diese dank der Phasensensoren mit sehr schnellem Fokus an der E-M1 verwenden.

Bildqualität:
Die Bildqualität die mit den vergleichsweise kleinen Sensoren von Micro 4/3 möglich ist, ist für nahezu alle fotografischen Anwendungen mehr als ausreichend. Ich drucke viele meiner Bilder auf A4 / A3 aus und bin immer wieder überrascht wie gut diese aussehen. Die Objektive liefern eine sehr hohe Schärfe und auch Freistellpotential ist genug vorhanden wenn man lichtstarke Festbrennweiten nutzt. Im ISO gehe ich ohne große Schmerzen bis 3200. Selbst ohne umfangreiche Nachbearbeitung überzeugen die Ergebnisse hier. Auch der Dynamikumfang ist ausgezeichnet und die Reserven für die Nachbearbeitung sind umfangreich wenn man im RAW Format fotografiert.
Natürlich haben die größeren Sensoren hier trotzdem ihre Vorteile aber eben zum Preis der deutlich größeren Objektive. Für >95% meiner Fotos reicht der Micro 4/3 Sensor auf jeden Fall mehr als aus. Die Ergebnisse überzeugen mein Umfeld und mich immer wieder aufs Neue.

Bildstabilisator:
Bis zum Erscheinen der E-M5 Mark II war der IBIS der E-M1 wohl der beste auf dem Markt verfügbare Bildstabilisator. Er ermöglicht sehr lange Verschlusszeiten aus der Hand zu halten (was natürlich Brennweiten abhängig ist). Das Sucherbild wird ebenfalls stabilisiert was bei Tele Aufnahmen sehr praktisch ist. Der IBIS ist auch für manuelle Optiken aktiv, stabilisiert also ausnahmslos alle Objektive die man an die Kamera anbringt. Hier muss man nichts mehr groß zu sagen er funktioniert einfach!

Sonstiges:
Hervorzuheben wäre noch die sehr gut WLAN Funktion der Kamera. In der Verbindung mit der Olympus App auf dem Smartphone kann man hier die Kamera fernsteuern, und zusätzlich die Bilder mit GPS Tags versehen lassen (nachdem man die Route von der App auf dem Smartphone hat aufzeichnen lassen). Funktioniert bei mir einwandfrei.
Es gibt natürlich auch einige Szenen und Art Filter. Diese verwende ich allerdings selten.
Die Videofunktion kann ich nicht beurteilen da ich zum Filmen meine Sony RX100 verwende und sowieso sehr selten Videos drehe.
Intervallaufnahmen z.B. für Timelapse kann man komfortabel über das Menü einstellen.
Die Akkulaufzeit ist bedingt durch das Display natürlich erheblich kürzer als bei DSLR, was mich nicht weiter stört. Ich bekomme trotzdem mehr als genug Bilder pro Ladung heraus und dann wird eben gewechselt. Außerdem kann man einen Hochformatbatteriegriff anbringen und so die Laufzeit verdoppeln. Absolut praxistauglich.

Service von Olympus:
Olympus bietet einen ausgezeichneten Service. Nicht nur wird die Garantie auf einen Gebrauchtkäufer problemlos übertragen, für die E-M1 gibt es außerdem noch einen extra schnellen Plus Service. Ich musste die Kamera schon einmal einschicken. Abgeholt wurde per DHL Express und nach 5 Arbeitstagen war die Kamera fertig repariert zurück bei mir ohne jegliche Kosten. Besser geht es kaum.

Fazit:
Die Kamera ist wie für mich gemacht. Sie liegt mir super in der Hand und ich kann sie mir konfigurieren wie ich will. Die Bilder sind ausgezeichnet und die Kamera ist zuverlässig. Ich habe immer ein gutes Gefühl wenn ich damit fotografiere. Der Micro 4/3 Objektivpark ist bis auf sehr lange und lichtstarke Tele Linsen sehr gut aufgestellt und das in ausgezeichneter Qualität. Meine Entscheidung für dieses System bereue ich keinen Tag. Und das nicht zuletzt wegen dieser tollen Kamera. Ich kann daher nicht anders als 5 Sterne geben.
Ich bin sehr gespannt was der Nachfolger der E-M1 nächstes Jahr (vermutlich) bringen wird. Ich hoffe ja insgeheim auf einen lautlosen elektronischen Verschluss möglichst ohne Nachteile zum mechanischen und Livebild bei Serienaufnahme.

Viel Spaß beim Fotografieren und falls Fragen offen sind beantworte ich diese gerne in den Kommentaren!
0Kommentar| 36 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden

Fragen? Erhalten Sie schnelle Antworten von Rezensenten

Bitte stellen Sie sicher, dass Sie eine korrekte Frage eingegeben haben. Sie können Ihre Frage bearbeiten oder sie trotzdem veröffentlichen.
Geben Sie eine Frage ein.
Alle 31 beantworteten Fragen anzeigen


Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken

Gesponserte Links

  (Was ist das?)