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Kundenrezensionen

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am 1. September 2015
Der erste Teil des Buchs (137 Seiten) ist prinzipiell eine Beispielsammlung über den aktuellen Stand der maschinellen Automatisierung, sowie andeutungsweise die Richtung der aktuellen Entwicklungen und Forschungen in den Bereichen. Es wirkt an manchen Stellen so, dass lediglich Erfahrungsberichte einzelner Werksbesichtigungen, die man auch selbst hätte machen können statt das Buch zu lesen, abgedruckt wurden, ohne dabei aber schlecht zu sein. Teilweise ist es durchaus interessant, weil die komplexen Systeme erklärt werden, die einen höheren Grad an Automation vermitteln als wovon ich vor der Lektüre ausgegangen bin. Vor lauter Begeisterung vor der Technik vergessen Kurz und Rieger auch nicht, über den Tellerrand der jeweiligen Beispielunternehmen und deren Marketingsprech, auf die Konkurenz und die Historie der Branchen, Tätigkeiten und Berufe, zu blicken.

Der zweite Teil (109 Seiten) ist ein Ausblick auf die Zukunft, Anhand von aktuell erforschter oder eingesetzter Technolgien (selbstfahrende Autos, Drohnen, Roboter, Wolfram Alpha, Siri, ...), die meiner Meinung nach keiner großen Auseinandersetzung bedürfen, weil sie bereits von Populärmedien zur genüge behandelt wurden und werden.

In den beiden Hauptteilen des Buches wird sich leider meist nur am Rande mit den gesellschaftlichen, ethischen, moralischen, wirtschaftlichen und politischen Konsequenzen der Ersetzung menschlicher Arbeitskraft durch Maschinen auseinandergesetzt, wovon ich mir mehr gewünscht hätte. War vielleicht bei zwei technisch versierten Autoren und dem Klappentext auch nicht anders zu erwarten.

Der Epilog am Ende widmet sich auf den letzten 18 Seiten dann glücklicherweise noch kompetent und überzeugend diesem wichtigen Themenkomplex gesondert und ist absolut weiterempfehlenswert, kommt dabei aber leider etwas zu kurz.
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am 11. Januar 2016
Die Autoren untersuchen den Einfluss von Maschinen auf das Arbeitsleben und auf die gesamtgesellschaftliche Zusammensetzung. Menschen setzen Maschinen schon seit frühester Zeit als Werkzeug ein um ihre Arbeitsproduktivität zu steigern, mit dem Ziel ihre Güterausstattung und damit ihren Lebensstandard zu verbessern. Auf ca. 230 Seiten wird die Entwicklung der Maschinisierung in den verschiedenen volkswirtschaftlichen Sektoren (Bauernhof, Mühle, Ölraffinerie, Mähdrescherhersteller, Dienstleistungsunternehmen, …) der letzten 200 Jahre beschrieben. Die Arbeitsprozesse in den einzelnen Branchen werden in epischer Breite beschrieben wobei der Detailierungsgrad für einen Techniker viel zu gering (könnte sich für konkrete Leistungsmerkmale der Maschinen interessieren) für alle anderen viel zu hoch ist. Der Sinn dieser Ausführlichkeit erschliesst sich nicht da in allen Branchen der selbe wenig überraschende Befund zu Tage gefördert wird. Durch den vermehrten Einsatz von Maschinen und Robotern werden menschliche Tätigkeiten (körperliche wie geistige) substituiert, Arbeitsplätze fallen weg. Betroffen sind besonders Menschen die keine speziellen Fähigkeiten (begnadeter Programmierer) haben. Auf ca. 30 Seiten im von den Autoren als Epilog bezeichneten letzten Teil des Buches wird ein Blick in die Zukunft geworfen. Wie sieht die Welt aus, wenn nur noch Maschinen arbeiten. Wie sieht das Steuersystem und die Finanzierung der Staaten aus? Hier muss es Änderungen geben, eine Robotersteuer wird von den Autoren als Illusion verworfen, einen Plan B haben sie aber auch nicht. Das Bildungssystem muss reformiert werden, die Ausbildung ist zu stark am Mittelmaß orientiert, gerade diese Jobs fallen aber weg, wie soll das Bildungswesen der Zukunft aussehen? Auch hier, leider keine konkrete Antwort.
Die 2 Sterne bekommt das Buch deswegen, weil der zu lesende Umfang zwischen Gegenwartsbeschreibung von Arbeitsprozessen (230 Seiten) und Zukunftsvision (30 Seiten) extrem ungünstig ist.
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am 17. Dezember 2013
»Die Zukunft hat schon begonnen« könnte man auch dieses Buch übertiteln. Es ist absolut lesenswert und spannend. Man erfährt nicht nur sehr viel über den technischen Fortschritt durch 'die Maschinen, die uns ersetzen', sondern indirekt auch, wie sich die Werte unserer Gesellschaft und die Wertschätzung des Menschen rapide und doch fast unsichtbar wandeln.

Der große Unterschied zum o.g. Buch von Robert Jungk aus den 50ern zum gleichen Gegenstand (technischer Fortschritt durch Maschinen) liegt dann wohl auch darin, dass sich die damaligen optimistischen Perspektiven nunmehr in sehr nachdenkliche gewandelt haben:
Damals erwartete man die Befreiung der Menschen von Mühen der Arbeit, heute wird der Mensch von den Maschinen (vielleicht) entmündigt, vom eigenen Denken 'befreit' und in die Arbeitslosigkeit geschickt.
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am 24. Oktober 2013
Die Geschichte der Maschinen, der Automatisierung wird ebenso anschaulich dargestellt und mit historischen Beispielen belegt wie deren sozio-ökonomischen Auswirkungen. Das liest sich echt gut.
Der Schluss "bald werden durch rasche Fortschritte in der Automation hundertausende arbeitslos und kurz danach geht das Abendland unter" ist allerdings zu kurz gesprungen.
Trotz aller kurzfristig negativen Aspekte (Weberaufstand!) sind in der geschichte langfristig mehr Leute in Lohn und Brot gewesen als zuvor. Jeder Sprung hat auf lange Sicht neue Märkte und neue Arbeitsplätze geschaffen.
Mir fehlt die Perspektive der post-robotischen Gesellschaft über das Menetekel hinaus- die der neuen Märkte und neuen Jobs.
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am 6. April 2014
Das Buch ähnelt ein bisschen der "Sendung mit der Maus". Es bietet schöne Einblicke in die automatisierte Produktionswelt von heute ohne dabei besonders tief zu gehen. Trotzdem ist es auf jeden Fall lesenswert.
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am 23. Februar 2014
Das Buch enthält viele interessante Einblicke in die heutige, technikbestimmte Arbeitswelt und auch in das, was in Laboratien (im weitesten Sinne) entwickelt wird, um die Arbeitswelt in den nächsten Jahren weiter zu verändern. Die Überlegungen, wie sich die Zukunft unter den absehenbaren Trends und Verhältnissen entwickeln wird, bleiben sehr verhalten. Von Gestaltungsforderungen und der Bestimmung einer Strategie diese umzusetzen (welche gesellschaftlichen Träger? welche Teilforderungen?) findet man dagegen nur wenig im Buch.

Schade, denn die bloße Beschreibung, selbst Analyse ist zu wenig.

Das Buch ist in zwei große Kapitel unterteilt: I. Vom Bauern zum Brot II. In die Zukunft der Arbeit. Der erste Teil zeigt am Beispiel unseres täglichen Brotes, wie stark die Automatisierung von Produktion und Verteilung bereits vorangeschritten ist. Der Leser wird gleichsam auf Besichtigungen mitgenommen - eines modernen Landwirtschaftsbetriebes, einer Bäckerei, einer Mühle.

Im zweiten Teil wird versucht die sich anbahnenden Automatisierungen gerade im Bereich geistiger Arbeit zu beschreiben.

Das Buch ist weitgehend gut lesbar. Oft werden aber die Sätze unnötig lang. Da rächt sich wohl das Diktieren anstelle des Schreibens.
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am 20. Oktober 2013
Arbeitsfrei heißt das Wort, dass in fetten roten Lettern die Titelseite des neuen Buches von Constanze Kurz und Frank Rieger ziert.
Ein Wort mit dem jeder, in unserer heutigen Gesellschaft Zivilisierte, unterschiedliche Dinge verbindet. Wollen wir wirklich von der Arbeit befreit werden?
Dient sie uns nicht als Statussymbol; als Möglichkeit aus unserem missratenen Privatleben zu entfliehen? Sichern wir mit der Arbeit unsere Existenz oder
finden wir sogar Verwirklichung in ihr? Was Arbeit für uns ist und welche Konsequenzen ihr Wegfall für uns haben könnte, sind Themen über die es sich nachzudenken
lohnt – auch wenn es in diesem Buch nicht hauptsächlich darum geht.

Vielmehr wird so mancher, nach der Lektüre des Buches, seine Umgebung genau beobachten und sich fragen wie sicher sein Arbeitsplatz ist.
Er wird sich überlegen, ob ihn nicht Maschinen, Roboter oder Algorithmen ersetzen können und Maßnahmen ergreifen wollen, bevor es zu spät ist.
Es sind nicht nur die Leute in den Niedriglohnjobs, die bereits jetzt durch ein gesichtsloses, einfach anzulernendes Heer aus der Arbeiterreserve
akut bedroht und ersetzbar sind, sondern auch die Laboranten, Redakteure und Fernfahrer. Wenn man sich von der Vorstellung lösen kann, dass sich
der Wert eines Menschen durch seine Arbeit bestimmt, ist der Maschinisierung durchaus mit Freude zu begegnen. So ist zu begrüßen, dass Maschinen
und Roboter die schwere, schmutzige und teilweise gefährliche Arbeit erledigen die vorher von Menschen gemacht werden musste. Dem polnischen Philosophen
Stanislaw Lem ist nur zuzustimmen, dass jede Arbeit die von Maschinen erledigt werden kann, auch von Maschinen erledigt werden sollte, so dass die Menschen
Zeit für schöpferische und interessante Tätigkeiten haben. Für Arbeiter ist es ist entmündigend und anspruchslos den Maschinen bloß zuzuarbeiten.
Wo es früher noch den Facharbeiter brauchte, wird dieser heute in manchen Bereichen zum bloßen Maschinenbediener.

Im ersten Teil des Buches erfahren wir wie moderne Bauernhöfe und Agrarfabriken, Mühlen und Backfabriken sowie Druckereien
und Logistikunternehmen funktionieren. Es ist erstaunlich, wie wenige Leute heute noch in diesen Betrieben arbeiten und wie
Maschinen die Arbeit von Hunderten überflüssig gemacht haben. Roboter waren ziemlich beschränkt - so hatten sie Schwierigkeiten
sich selbstständig zu bewegen, Sinneswahrnehmungen waren nicht vorhanden und an selbstständige Orientierung war nicht zu denken.
Darüber hinaus ist das schnelle und sichere Greifen von verschieden Gegenstände durch die Roboter immer noch problematisch.
Doch durch Entwicklungsfortschritte, die partiell Verknüpfungspunkte zum Roboterdesign haben (bessere Algorithmen, neue Sensoriken,
gestiegene Rechenleistung) werden wir in Zukunft eine Aufhebung dieser Beschränkungen sehen. Durch den Fähigkeitenzuwachs der Maschinen,
Roboter und Computer werden sie zukünftig immer mehr Tätigkeiten übernehmen können die heute noch von Menschen erledigt werden.

Welche Konsequenzen die Automatisierung mit sich bringt, darum geht es vor allem im zweiten Teil des Buchs. So wird der Standortfaktor
für Unternehmen wichtiger, wenn die Lohnkosten durch die Automatisierung fast wegfallen, weshalb Fabriken dann direkt in den Absatzmärkten
gebaut werden. Die digitale Erfassung und Auswertung von Daten beispielsweise in der Pflegedokumentation oder in Patientendatenbanken wird
an Bedeutung gewinnen. Neue Arbeit die im Zuge von Automatisierungswellen entsteht, wird vor allem im nichtkörperlichen Bereich geschaffen.
Die Maschinen veränderten bereits einmal die Gesellschaft und werden es jetzt wieder tun. Es braucht eine Debatte über unser Verständnis von
Arbeit, genauso wie wir mit den Menschen umgehen wollen, die von den Umwälzungen betroffen werden. Der gesetzliche Mindestlohn könnte hier eine
Maßnahme sein und dazu noch den Automatisierungsstau den wir im Moment haben lösen. Denn wenn es sich nicht mehr für die Unternehmen lohnt,
subventionierte Niedriglöhner einzustellen dann werden deren Arbeitsstellen von den Maschinen übernommen. Auch braucht es mehr Leute die über den
Rand ihres jeweiligen Fachbereichs hinausblicken und die Konsequenzen ihres Handelns für die Gesellschaft abschätzen können.
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am 11. Februar 2014
Wirklich sehr sehr schönes Buch – äusserlich. Liegt so da und sieht einfach wunderschön aus, dieses Cover. Gratulation dazu! Mehr kann das Buch leider nicht. Lesen sollte man es auf keinen Fall; es ist in etwa so spannend wie die 24. örtliche Brauereibesichtigung, bei der die anschließende Kostprobe ausfällt.

Im Ernst: hier schreibt ein Rezensent: "»Die Zukunft hat schon begonnen« könnte man auch dieses Buch übertiteln."
Really? Ich meine really?
Was in diesem Buch beschrieben wird, ist die allseits längst bekannte Gegenwart – und zwar seit 20 Jahren!

Claas hat die Produktion der hauseigenen Mähdrescher tatsächlich produktiver gestaltet und Produktionsstraßen errichtet? – Sachen gibt's.
Große Ackerflächen können von einer einzigen Maschine, statt wie früher von Duzenden von Menschen mit Pferdegespann, bewirtschaftet werden? – sensationell!

Der Titel "Arbeitsfrei" weckt in mir eine Vorstellung von der anstehenden Entwicklung, wie unsere Arbeitswelt in der Zukunft aussehen und wie eine gerechte Verteilung der Arbeit in Zukunft erreicht werden könnte. Ich erwarte ein Konzept, Ideen und Visionen und keine Zustandsbeschreibung, die sich über das gesamte Buch bis hin zum kurzen Epilog zieht. Nur dieser ist lesenswert, der Rest ist das Langweiligste, zu dem ich mich je gequält habe, es zu lesen.

Wie können wir zu einer Arbeitswelt gelangen, in der wir alle von dem Fortschritt profitieren und nicht nur Großunternehmer und Top-Manager? – eine Arbeitswelt in der wir mehr Zeit für Familie und Freunde haben? Wie können wir eine gerechtere Verteilung des hieraus entstehenden Wohlstandes erzielen?
Das sind die Fragen, die ich in Assoziation mit diesem Titel bekomme, auf die ich Antworten in Form von Visionen und Einschätzungen erwartet habe.

Statt dessen wird hier langwierig und mehr als langweilig rumgeeiert und man ertappt sich ständig dabei, nachzusehen, wie weit es noch bis zur lang erwarteten Conclusio ist, die der Buchtitel verspricht.
Im Ernst: voller Vorfreude begann ich das Buch zu lesen und nach ca. 8 Seiten schaute ich das erste mal nach, wann denn die Zukunftsaussicht zu erwarten ist.
Mit Erschrecken stelle ich fest, dass ich noch ca. 200 Seiten zu lesen habe. Oh Schreck: Brot, Brot, Brot, Mehl, Brot, Brot. – AAAhhhhhh!!!

Wirklich, ich habe mich gequält und überlegt, ob ich nicht einfach den Schlussteil lese und den Rest überspringe.
Und genau mit dieser Hoffnung hat mich das Buch gepackt, schließlich verkörpert Constanze Kurz in vielen Aspekten genau das, was ich von einem zukunftsdenkenden Menschen erwarte. Sie erklärt die Welt, Sie steht in Verbindung mit Netzwelt und Politik und zeigt geistreich Alternativen in verschiedenen Bereichen auf. Frau Kurz lebt am Puls der Zeit und erhebt den ethischen Zeigefinger und zeigt auf, wie die Welt besser werden kann. Die Person Frank Rieger ist mir leider nur aus seiner Funktion im CCC und aus Podcasts ein Begriff, weshalb ich nicht wußte, was ich von ihm zu erwarten habe. Ich habe keine weiteren Assoziationen mit diesem Mann, erwartete aber ähnliches Gespür für den Puls der Zeit, den ich der ganzen Netzgemeinde inkl. CCC und Co. zuordne.

Nachdem ich mich nun durch die ganzen Kapitel gearbeitet hatte, war ich froh, jetzt endlich zu der Vision zu kommen und da war das Buch dann plötzlich am Ende. Wie bitte? Ja!! Es war einfach durch. Da kam gar nix mehr. Die erwartete Aussage des Buches kam nicht! Nichts!!! Wofür habe ich denn bis hierhin gelesen? Wieso?

Nie habe ich es so bereut, ein Buch durchgelesen zu haben.

Liebe Constanze, lieber Frank, seid mir nicht böse! Es war eine langweilige Qual ohne Erkenntnisse.
Das Buch ist leider ein Griff ins Klo, ein sehr sehr langer.

Sorry!
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am 6. Juni 2014
Constanze Kurz und Frank Rieger nehmen uns mit auf eine Entdeckungsreise in die moderne Welt der Wirtschaft, der Mechanisierung und Automatisierung in der Industrie, aber auch der Computerisierung des Dienstleistungssektors. Vom Getreidefeld über die Fertigungsstraßen für wie von Geisterhand gesteuert erntende Mähdrescher, über automatisierte Mühlen, die das Mehl für unser in Hightech-Backöfen produziertes Brot mahlen, führt uns die Reise in die Technologie- und Arbeitswelt von heute, deren Horizont weit in die Zukunft ahnen lässt. Was in der Landwirtschaft und Industrie begann, setzt sich zunehmend dort fort, wo der Mensch bislang als unersetzbar galt. Das hat Wohlstand und verbesserte Arbeitsbedingungen gebracht, den Menschen aber auch Veränderungswillen abverlangt. Diesen Prozess beschreiben die Autoren nicht nur sehr fesselnd, sondern auch angenehm nüchtem, weit entfernt von den sonst oft dystopischen Zukunftsbildern. Ihre Vision von der gesellschaftlichen Dimension der Arbeitswelt von morgen kann hingegen nicht überzeugen: Immer weniger Arbeit bleibt übrig und spaltet uns in Arm und Reich, was durch noch mehr Umverteilung kompensiert werden muss. Das dürfte den Anpassungsprozess nicht leichter machen, aber den Fortschritt hemmen. Unter der realistischen, David Ricardo entlehnten Prämisse komparativer Kostenvorteile von Mensch und Maschine, die uns auch dann einen Platz in der Arbeitswelt von morgen sichert, wenn wir Jobs nur relativ besser als Maschinen erledigen, hätte das Buch wohl einen optimistischeren Ausblick und passenderen Titel gehabt: Arbeitswandel – Eine Entdeckungsreise zu den Maschinen, die unser Leben verändern.

Diese Rezension erschien zuerst im Magazin liberal 2.2014 ([...]).
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am 27. März 2014
Ein toller Einblick in die voranschreitende Automatisierung der Arbeitswelt anhand detailreicher Beispiele.
Mir persönlich hätten ein wenig mehr Beispiele gefallen, aber dann hätte es auch deutlich länger sein müssen.
Interessant vor allem die jeweiligen Einschätzungen der Autoren zur zukünftigen Entwicklung in den Teilgebieten und der gesamten Gesellschaft.
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