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Lieblingsfilme und -bücher verdanken wir oft dem Zufall. Und diese wunderschön inszenierte Geschichte des griechischen Regisseurs Tassos Boulmetis wäre vielleicht nie in meine Sammlung gekommen, wenn ich einen Freund nicht nach Beispielen für computergenerierte Filme gefragt hätte. Denn ohne zu zögern meinte er, dieses Exempel müsse ich mir zuerst anschauen, auf mich wirken lassen und danach die Extras anklicken. Vor allem "Special Effects Featurette". Aber bevor ich darauf eingehe, doch noch einige Worte zum Inhalt.

Die Geschichte spielt in der Türkei und in Griechenland der 60er-Jahre, als viele Griechen dazu gezwungen wurden, Istanbul zu verlassen. Fanis, ein griechischer Astrophysiker will 30 Jahre später seinem schwer erkrankten Großvater, der für sein Leben so prägend war, nochmals einen Besuch abstatten. Damit beginnt eine Reise in seine eigene Kindheit, in eine verlorene Zeit. Und selbst Zuschauer, die mit der Problematik des griechisch-türkischen Konflikts nichts zu tun haben, können sich nicht dagegen wehren, Fanis zu begleiten. Das liegt natürlich daran, dass die Darstellung von Kindheitserlebnissen immer auch eigene Erinnerungen abrufen und wohl jeder gerne einen Großvater gehabt hätte, wie er uns in diesem Film begegnet. Aber Tassos Boulmetis ist auch ein großer Meister im Inszenieren von Gefühlen, indem er mit starken Zeichen, Archetypen und überzeitlichen Metaphern arbeitet. Und wie er die Sinnlichkeit des Lebens an Gewürzen festmacht, ist schlicht und einfach großartig.

Großartig finde ich aber auch, wie der Regisseur und seine Truppe die Möglichkeiten des Computers nutzen. "Alles, was Sie hier sehen, außer dem Schauspieler, ist am Computer generiert", sagt Tassos Boulmetis in einer Szene des Making of. Und es ist tatsächlich verblüffend, wie ich als Zuschauer der Illusion erliege, in Istanbul oder Athen zu sein. Der Himmel, die Gebäude, die Vögel und die Moscheen sind allesamt 3D-Animationen, die nach der Green-Box-Methode in den Film eingefügt wurden. Selbst im Wind wehende Handtücher und durch die Wolken stechende Flugzeuge sind am Computer entstanden. Beeindruckend und ein wenig erschreckend zugleich. Aber man kann all dies auch als Lehrstück dafür sehen, wie unser Gehirn Wirklichkeit konstruiert. Sofern man das überhaupt wissen möchte.

Mein Fazit. Fantastisches Gefühlskino aus Griechenland. Wer sich in die eigene Kindheit entführen lassen will, Freude am Sinnlichen des Lebens hat und ganz nebenbei ein Stück Zeitgeschichte mitbekommen möchte, muss diesen Film einfach ansehen. Auch wenn mir der Film aus ganz anderen Gründen empfohlen wurde, bin ich für den Tipp dankbar.
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am 1. September 2006
Der Grieche Fanis lebte mit seinen Eltern und seinem türkischen Großvater Ende der fünfziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts in Istanbul. Sein Großvater hatte einen wunderbaren Gewürzladen. Er erzählte und erklärte dem jungen Fanis viel über Gewürze und ihre Wirkung beim Kochen und auf Menschen.

Als die Spannungen zwischen Griechen und Türken wegen Zypern wieder einmal zunehmen, muss seine Familie nach Griechenland ausreisen. Nicht nur sein Großvater bleibt zurück, auch seine liebgewonnene Freundin. In Griechenland sind sie die Fremden. Was ihm geblieben ist, ist seine Freude am Kochen. Aber er wird von Beruf Professor in Astronomie.

Die Jahre vergehen. Immer wieder soll der Opa zu Besuch kommen. Doch dies scheitert meist an seiner Gesundheit bzw. an den politischen Umständen. Alsdann die Nachricht eintrifft, das sein Großvater im Sterben liegt, reist er nach Istanbul und hat noch Gelegenheit ihn lebend anzutreffen. Auch seine Freundin von damals trifft er wieder und für einen Augenblick scheint die Uhr wie fünfunddreißig Jahre zurückgedreht.

Der feinfühlige Film zeigt ein friedliches Miteinader von Griechen und Türken in Istanbul. Das Würzen der Speisen, das gemeinsame Kochen und Essen zeigt viele feine Unterschiede, die aber nicht trennen, sondern bereichern. So könnte dies für eine Art Metapher stehen, dass eine Priese fremder Menschen, das Miteinander bereichern, würzen und anregen kann.
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am 22. Juni 2017
Extrem langweilig! Ein ausschließlich politischer Film. Ich stellte mir einen "zarten" Film mit leisen Untertönen vor, der das Verhältnis zwischen einem Großvater und seinem Enkel darstellt. Indem der Großvater seinem Enkel nicht nur Gewürze erklärt sondern auch philosophische Gedanken einfließen lässt. Aber nichts dergleichen ist vorhanden.
Selbst wenn man seine Erwartungen zurückdreht um dem Film eine neue Chance gibt um das Ganze als politisches Zeugnis der damaligen Ereignisse zu sehen, wird es dennoch nicht besser. Schlechte Darsteller, langweiliger Handlungsstrang und noch keinen einzigen Stern wert.
Wie man einen solchen Film zusammen mit Madame Mallory und der Duft von Curry auflisten kann, ist mir ein Rätsel.
Der Film ist reif für die Mülltonne.
Die Beschreibung auf dem Cover ist irreführend.
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Ein überaus berührender Film, der von einem fiktiven Jetzt in Griechenland zurückführt in die frühen 60er Jahre in Istanbul. Der griechische Knabe Fanis verbringt viele Stunden seiner Kindheit bei seinem geliebten Großvater, der in Istanbul einen Gewürzladen betreibt. Dieser Großvater ist ein Kenner feiner Gewürzmischungen und ein wirklich weiser Geschichtenerzähler, den alle mögen, weil sie spüren, dass er ein guter Mensch ist. Fanis liebt seinen Großvater, der ihn immer tiefer in die Geheimnisse der Gewürze einbindet. Das Wissen fällt bei seinem Enkelsohn auf fruchtbaren Boden, denn dieser beginnt im zarten Alter von sieben Jahren, zum Schrecken seines wenig toleranten Vaters, zu kochen. Kochen wird zu der Hauptleidenschaft von Fanis, mittels der er u.a. später sein Studium finanziert, um Astrophysiker zu werden
.
Bis dahin allerdings hat er viel Kummer, denn die politische Situation in den 60ern bedingt, dass er gemeinsman mit seinen Eltern die Türkei verlassen muss, weil sein Vater sich weigert als orthodoxer Grieche den muslimen Glauben anzunehmen. Über Jahrzehnte wird Fanis seinen Großvater aber auch seine Jugendliebe nicht mehr sehen....... Fanis lernt, dass Erinnerungen immer nur Erinnerungen bleiben und die Realität stets grausam zu werden droht, wenn man versucht längst Vergangenem Leben einzuhauchen.

Wundervolle Bilder von Athen und Istanbul faszinieren den Betrachter.
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am 19. März 2008
... lautet der griechische Titel und jeder Kenner der griechischen Geschichte weiß, welche Stadt damit gemeint ist.
Hauptsächlich handelt der Film von einer verlorenen Heimat (Byzanz) und schmerzhaften Trennungen, aus der Erinnerung eines nunmehr erwachsenen Mannes. Eher im Hintergrund spielen Vertreibung/ Zwangsumsiedlung und das Zerbrechen sozialer Strukturen eine Rolle.
Das Drehbuch: Der in Athen lebende griechische Astrophysiker Fannis, wartet zum wiederholten Mal vergeblich auf den angekündigten Besuch seines Großvaters. Er hat ihn zuletzt als Kind gesehen, kurz bevor die griechische Familie gezwungen wurde ihre Heimat Konstantinopel zu verlassen, weil sie nicht bereit waren, nach der türkischen Zwangseinbürgerung auch ihren christlichen Glauben aufzugeben.
Er erfährt, dass der Großvater schwer erkrankt ist und macht sich selbst auf die Reise in die alte Heimatstadt, die er seit der Vertreibung nie wieder gesehen hat.
In Rückblenden wird gezeigt, wie Fannis Großvater, ein Gewürzhändler, ihn in die Geheimnisse der Gewürze und des Lebens einweihte sowie die letzten Tage der Familie in ihrer Heimat.
Kurz darauf wird Fannis Familie - wie viele andere- zur Umsiedlung gezwungen. Sie verlassen, lediglich mit einem Koffer ihres Habes, für immer Konstantinopel und müssen neben den gesamten restlichen Besitz auch den griechischen Großvater zurücklassen. Erst später erfährt man, dass der Großvater seinen Glauben und damit einen wichtigen Teil seiner Identität als Konstantinopolit verleugnen und auf seine Familie verzichten musste, um in der Heimat bleiben zu können.
Bei seiner ersten Reise in die alten Heimat trifft Fannis auch seine türkische Kinderliebe wieder, die er nie vergessen hat.
Trotz seiner Schönheit und Sentimentalität krankt der Film an allzu vielen, nur angedeuteten Geschichtssträngen und damit einer fehlenden Tiefe. Viele Fragen bleiben offen.
Vielleicht wollte man politisch allzu korrekt sein, vielleicht ist es das Ergebnis, weil nur die naive Perspektive des Kindes betont wurde.
Der Film bringt die politischen Hintergründe und die Familientragödie derart dezent, dass die Verleihfirma und offenbar auch viele Zuschauer sie nicht verstehen. Ohne Vorkenntnisse scheint der ganze Film schwer verständlich, vielleicht auch etwas langatmig.
Ansonsten ist es ein melancholischer Film über eine längst vergangene Zeit, das Zusammenleben verschiedener Kulturen, mit vielen denkbar metaphorischen Elementen über das Leben und seine Würze.
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VINE-PRODUKTTESTERam 4. Oktober 2012
Fanis Iakovidis ist Dozent für Astrophysik in Athen. Seine Familie stammt aus Konstantinopel und wurde aus der Türkei ausgewiesen. Nur sein Großvater lebt noch dort. Als dieser ernstlich erkrankt, fährt Fanis nach Istanbul ihn zu besuchen. Dort erinnert er sich an seine Kindheit, an seine große Liebe, an das Gewürzgeschäft seines Großvaters, das ihm den Zauber des Kochens beibrachte, aber auch an türkisch-griechische Konflikte…

"Zimt und Koriander" (2003) ist ein griechischer Film. Der Original Titel lautet politiki kouzina, was eine doppelnde Bedeutung hat, im Sinne von konstantinopolitanischer Küche und politischer Kocherei. Und genau das ist das Thema des Films.
Dieser Film ist quazi griechischer Geschichtsunterricht, Politik und Kochkunst in einem. Er ist Konstantinopel. Er ist die türkische und die griechische Seite. Und er ist Liebe, die Liebe zum Leben und zur Heimat.
Zimt und Koriander ist in Film mit Anspruch. Ein herzlicher Film, mal tragisch, mal komisch. Ein Film, der bezaubert.

Dieser Film hat mich bewegt.
Ich halte ihn für wirklich sehenswert.
Ein toller Film mit hohem Anspruch.
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am 1. September 2007
Ein Zufall hat mir den Film in unserer Stadtbibliothek in die Hände gespielt. Eigentlich wollte ich nur kurz hineinsehen, da ich mir nicht allzu viel vom Titel versprach. Kochsendungen nehmen zu sehr überhand, dachte ich mir. Doch was sich mir da im Film alles bot, hatte mit Kochen nur wenig zu tun.
Ein wunderbarer, herzerwärmender Film um Heimatverlust, Liebe und Hoffen. Die Geschichte, deren poetische Umsetzung, die Musik und die unverbrauchten Gesichter der Schauspieler macht ihn zu einem Juwel unter den tausenden kommerziellen Filmen, den ich mir bestimmt kaufen und noch mehrfach anschauen werde!
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Nach längerem mal wieder ein Film, der mir rundherum geschmeckt hat.
Er ist in drei Gänge unterteilt: Vorspeise, Hauptgang und Nachspeise. Doch man könnte auch sagen, dass er einem gemischten Vorspeisenteller ähnelt. Gut aufeinander abgestimmte Häppchen, für jeden etwas dabei, aber nicht zu viel, um nicht den "Magen zu überladen": eine kleine unerfüllte Liebesgeschichte, nostalgische Erinnerungen an die verlorene Heimat, eine Brise Historie, Familienzusammenhalt, vor allem die Beziehung von Enkel und Großvater und lebenslange Freundschaften. Doch das eigentliche Thema des Filmes ist das Kochen, bzw. die richtige Wahl der Zutaten, vor allem der Gewürze, zu einem perfekten Magenschmaus. Das Ganze verpackt in manch tiefsinnige Weisheit.

Erzählt wird die Geschichte aus Sicht eines Jungen, der in den 60iger Jahre aus seiner Heimatstadt Konstantinopel (Istanbul) mit seinen Eltern ausgewiesen wird, da sein Vater Grieche ist. Sein Großvater bleibt zurück und betreibt dort weiterhin den kleinen Gewürzladen, in dem er den Jungen anhand von Gewürzen so manches über die höheren Zusammenhänge in der Welt erzählt hat. Immer wieder, kündigt der Großvater seinen Besuch an, aber letztendlich macht er sich nie auf die Reise.

Zum Teil verarbeitet der Regisseur autobiografische Elemente in seinem Film. Doch vieles entspringt seinem reichhaltigen Fundus der Phantasie. Die Gesichter der Schauspieler sind uns fremd und wirken so sehr unverbraucht. Das Drehbuch ist hervorragend und an Ausstattung und Umsetzung könnte sich mancher amerikanischer Film etwas abschneiden.
Sicherlich wird die Emotionalität des Filmes nicht jedem liegen. Ich würde ihn auch nicht vorrangig als Komödie bezeichnen (Wieso muss fast alles überhaupt als 'Komödie' angekündigt werden?). Es ist eher ein Film, der nachdenklich macht und in dessen melancholischen Handlungsverlauf man gerne versinken möchte.
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am 27. September 2009
Wer gutes Essen und gute Geschichten mag, der kommt bei diesem Film voll auf seine Kosten. Gewürze erklären die Welt und den Kosmos und und und.
Nebenbei werden die Konflikte zwischen Griechenland und der Türkei erklärt und welche Folgen das, für in der Türkei lebende Griechen hatte. Ein wirklich toller Film!
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am 3. März 2017
Dafür, dass er ab O Jahre ist sind zu eindeutig erotische Szenen drin. Meinem Kind würde ich diesen Film nicht zeigen und auch bei mir wandert er in die Mülltonne. Schade ums Geld. kann aber der Verkäufer nichts dafür. Mit ihm war ich sehr zufrieden.
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