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am 24. März 2012
>>> ZUM FILM <<<

1982 veröffentlichte John Carpenter das Remake des 50er Jahre Sci-Fi-Klassikers THE THING. Was heute oft vergessen wird: Der Film erntete zum Zeitpunkt seines Erscheinens wenig wohlwollende Kritiken (Carpenter könne nicht mit großen Budgets umgehen; viel Splatter und Horror aber wenig Atmosphäre,...) und war einer der großen finanziellen Flops des Jahres 1982. Heute hingegen gilt Carpenters einzigartiges Horrorwerk bei vielen Fans als dessen bester Film, als Kultfilm, als Genre-Klassiker - und ist somit eine Art heilige Kuh.

Da man sich an heiligen Kühen nicht vergehen darf, war war ich - seit den 80ern selbst ein Fan der Carpenter-Version - sehr skeptisch, als ich hörte, man würde ein Prequel zu THE THING drehen. Mit einem seltsamen Motivationsmix aus Neugier + Hoffnung auf einen guten Film + der Gewissheit, dass das Prequel inhaltlich scheitern müsse, habe ich den Film dann doch im Kino angeschaut - und habe den Kinosaal seinerzeit begeistert verlassen!

Meine Begeisterung begann mit den einleitenden Credits, deren Form der Buchstaben der Carpenter-Fassung entspricht. Und bereits in diesen ersten Szenen ist Ennio Morricones bekanntes Titelthema kurz zu hören. Kleine Effekte, große Wirkung. Es war angerichtet und meine Hoffnung auf einen guten Film stieg weiter. Dass sie im Laufe der folgenden 103 Minuten nicht enttäuscht wurde, lag daran, dass die Macher des Prequels offensichtlich große Fans des Carpenter-Films sind. Mit großer Sorgfalt haben sie die Vorgeschichte mit Sinn und Leben gefüllt und ziehen dabei mehr als nur einmal vor Carpenters Film den Hut.
Und wer behauptet, dass das Prequel den Carpenter-Film nur schlecht kopieren würde, der soll sich zumindest einmal die Frage stellen, wie er selbst das Prequel inhaltlich angelegt hätte. Denn die THE THING-Regeln waren durch Carpenters Version vorgegeben. Dem Prequel war somit, wenn es glaubwürdig und stimmig sein wollte, nur wenig inhaltlicher Freiraum gegeben. Und aus diesem Minimum an inhaltlicher Eigenständigkeit holt das Prequel ein Maximum an Story und Spannung heraus. Es zitiert gekonnt, statt einfach zu kopieren und beantwortet sogar Fragen, die in Carpenters THE THING bis heute nur schwer nachvollziehbar sind oder gar unlogisch erscheinen.

Die weitgehend unbekannten Darsteller machen ihre Sache durchweg gut und tragen dazu bei, dass die Story trotz ihrer Vorhersehbarkeit spannend bleibt. Ein Großteil des Casts besteht tatsächlich aus Norwegern. Jonas, der von Kristofer Hivju gespielt wird, ist dabei mein persönlicher, tragischer Favorit. Dass sich im 2011er-THING eine Frau als starker Charakter entpuppt, wäre auch im Jahr 1982 bereits möglich gewesen und wirkt glaubwürdig. Immerhin hatte Ridley Scott drei Jahre zuvor in ALIEN eine entsprechende Marke gesetzt.

Gegen Ende werden fast alle gelegten Storyfäden gekonnt zusammengeführt und nur die Videoaufnahmen der Norweger aus John Carpenters Film fügen sich nicht schlüssig ins Gesamtbild ein. Besonders die letzten Szenen machen Kennern des 1982er-Films großen Spaß.
Aha-Erlebnisse am laufenden Band und ein schönes Retro-Gefühl, dazu eine spannende Inszenierung mit weitgehend GELUNGENEN Special-Effects - was will man mehr? Richtig: In diesem Falle nichts! Meine Meinung: Das von vielen ungeliebte Prequel kann ohne weiteres neben der heiligen Kuh des Jahres 1982 bestehen.

>>> ZUR BLU-RAY <<<
Für Sammler interessant: Das Steelbook mit dem geprägten THE THING-Titel macht einen sehr hochwertigen Eindruck. Das FSK 16-Logo ist ablösbar

BILD (gesehen auf 50 Zoll-Display)
Das Bild hinterlässt einen zwispältigen Eindruck. In Tageslichtszenen knallt das strahlende Weiß des Eises dermaßen intensiv in die Augen, dass es schon beinahe schmerzt. Aber in den hellen Szenen ist das Bild stets scharf und auch feinste Details werden jederzeit gut wiedergegeben. In den zahlreichen dunklen Szenen werden die Grenzen des Transfers jedoch deutlich: Schwarzwert und Kontrast sind nicht optimal, so dass öfter Details im Dunkel verlorengehen. Die Schärfe ist jedoch den gesamten Film über sehr gut, so dass man insgesamt zwar nicht von einem überragenden, jedoch immer noch von einem sehr guten Bild sprechen kann.

TON (gehört mit 7.1 Set)
Für HD-Sound-Fans vermutlich bereits ein "no go": Der deutsche Ton liegt "nur" in DTS 5.1 vor, nur der englische Ton wird in DTS-HD Master Audio 5.1 dargeboten. Ich muss jedoch sagen, dass schon die deutsche Tonspur für sich genommen begeistern kann: In den actionreichen Szenen rummst und kracht es gewaltig, die Dynamik beeindruckt und der Subwoofer hat viel zu tun. Richtig begeisternd sind die zahlreichen Surroundeffekte, die so manche dunkle Szene mit unheimlichem Leben füllen und so für zusätzliche Atmosphäre sorgen.

EXTRAS
Disc 1: BLU-RAY + EXTRAS
- unveröffentlichte / erweiterte Szenen
- "THE THING entwickelt sich" (kurzes, jedoch sehr interesantes Making Of, sehr zu empfehlen!)
- "Feuer und Eis": sehr kurzer Einblick in das Zusammenspiel pyrotechnischer Effekte und Puppeneffekten
- Audiokommentar des Regisseurs Mathijs van Hejningen und Eric Newman (sehr interessant!)

Disc 2: Digital Copy des Films

>>> FAZIT <<<
THE THING des Jahres 2011 begeistert! Selbst Remake-kritische Filmliebhaber und Fans von John Carpenters THE THING dürfen einen Blick wagen, da das Prequel eigenständig neben dem Klassiker des Jahres 1982 bestehen kann. Diesem bricht dadurch übrigens kein Zacken aus seiner Krone. Und somit denke ich, dass beide Filme in Frieden nebeneinander existieren können.
Auch die Blu-Ray selbst kann überzeugen. Technisch zumindest auf der Höhe der Zeit, wissen vor allem das kurze Making-Of und der Audiokommentar zu gefallen.
Von mir gibts dafür die volle Wertung und eine klare Kaufempfehlung!
1414 Kommentare| 84 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Die zweite Verfilmung des Romans "Who Goes there" unter der Regie von John Carpenter, der auch die sehr eindringliche Musik dazu geschrieben hat, stand ihrem Schwarz-Weiß-Vorgänger - Entstehungszeit bereinigt - in nichts nach und hat eine ganze Generation von Filmguckern erschreckt und jahrelang im Schlaf verfolgt. Kurt Russell spielt den Helicopterpilot der McMurdo- Eisstation, die eines Tages unerwarteten Besuch von ihren norwegischen Kollegen bekommt.

Die vorliegende Version ist ein Prequel, und stimmte mich deswegen wegen der Erfahrungen mit Star Wars und Alien nicht unbedingt optimistisch. Aber dieser Film, der die Geschichte der norwegischen Eisstation erzählt, bevor der Carpenterfilm beginnt ist in jeder Hinsicht - erzählerisch, dramaturgisch und darstellungstechnisch - eine überaus passede Prequel, voller Bilder, die einen nachts beim Schließen der Augen noch auf dem Inneren der Augenlider nachbrennen werden. Ich bin absolut zufrieden - und freudig überrascht.
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am 27. August 2016
Diese Neuverfilmung hat so einige spannende "Nägelkau-Momente". Allerdings hat mich auch einiges sehr gestört.
Die Protagonisten handeln so unlogisch und realitätsfern, dass es richtig ärgerlich ist.
In einem gewissen Maß ist das bei fast allen Filmen dieses Genres der Fall, aber hier nimmt es überhand.
Ein Beispiel: Die fremde Lebensform wird in normaler Bekleidung mit dünnen Haushaltshandschuhen aus Klarsichtfolie untersucht...Mann oh Mann... So was kann man auch mit Low Budget besser lösen.
Die Vertonung ist schrecklich, Musik und Geräusche sind im Verhältnis zur Sprache extrem laut.
Um die Gespräche verstehen zu können, muss man also den Ton sehr laut stellen und dann bei Musik schnell runterregeln.
Ansonsten beschallt man damit das ganze Haus.
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am 6. Juli 2016
Also ich war ja nicht mehr seid Alien 1 so baff... - als selbiges raus kam, wohl gemerkt.

Verdammt guter Scifi Horror !

Der Film kommt schnell zum Punkt und plötzlich ist jeder verdächtigt, während mehr und mehr sterben und die Frage bleibt: wie soll die Seuche unter Kontrolle gebracht werden!? - kann sie es überhaupt!?

- Die Effekte waren verdammt gut und plastisch... genau wie die Tötungen.
Auch hier streicht der Film volle Punktzahl ein.

Somit ist Spannung mit viel "Realismus" auf den Schultern unterwegs - und es ist verdammt schnell, also gebt gut acht!

Selbst das Ende weiß zu überzeugen und hält noch während des Abspanns den Nervenkitzel aufrecht. Woah....

Sehr gut.
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am 9. Februar 2016
Dachte erst, ohne genauer nachzuschauen, das wäre eine 3. klassige Fortsetzung - wurde aber schnell eines Besseren belehrt!
Der Übergang, bzw. die Integration des 'Originals' aus den 80ern ist wirklich nahtlos, man erkennt die Parallelen - das Ende bitte ganz angucken (inkl. Abspann).
Mehr zum Inhalt will ich auch gar nicht sagen.
Warum nur 4 Sterne? Naja, wirklich neu ist die Story nun nicht und streckenweise fehlt etwas die Logik - aber das fällt erst beim 3 oder 4 mal angucken auf ;-)
Bild und Ton sind für eine BD absolut zeitgemäß, besondere Soundeffekte gibt's zwar nicht - werden aber auch nicht benötigt.
Für mich eine klare Empfehlung.
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am 9. Juli 2016
Ich habe erst diesen Film gesehen (= Prequel), dann Carpenters Klassiker aus den 80ern und nun noch einmal das Prequel. Von der Story ist das Grundthema eigentlich identisch. Vorsicht Spoiler: Menschen, die abgeschnitten von der Außenwelt sind, werden von einem außerirdischen Wesen bedroht, das in der Lage ist, die Gestalt und das Verhalten von Menschen zu klonen. Auf diese Weise wird jeder Mensch in der Gruppe zu einem potentiellen Feind und niemand kann mehr irgend jemanden trauen.

Carpenters Film hat geradezu dieses Prequel provoziert. Punkten kann dieser Film durch die modernere Tricktechnick und die zum Klassiker hervorragend passende Vorgeschichte. Außerdem ist das Prequel vom wissenschaftlichen Standpunkt plausibler, wenn natürlich immer noch weit hergeholt. Der "Alientest" zur Unterscheidung zwischen Mensch und Alien macht hier viel mehr Sinn als Carpenters "Bluttest".

Spannung und Gruselmomente sind in diesem Film sehr gut. Die weibliche Hauptrolle ist erstklassig gespielt.
Die bedrückende Atmosphere war jedoch im Carpenter Film besser dargestellt, was nicht zuletzt an dem simplen aber wirkungsvollen Soundtrack von damals lag.

Als später produziertes Prequel übernimmt der Film natürlich viele Elemente des Klassikers. Somit verliert er natürlich in puncto Innovation und Eigenständigkeit. Er geht jedoch von seiner Story als eigenständiger Film problemlos durch und jemand, der Carpenters Film nicht kennt, kann diesen Film zu 100% verstehen.

Dieser Film gehört zu den wirklich guten Horror Science Fiction Filmen. Wer Carpenters Film mag, der muss diesen Film unbedingt ebenfalls sehen, auch wenn die Story dann natürlich wesentlich absehbarer ist als wenn man das Prequel zuerst sieht.

Sieht man das Prequel zuerst, dann wird man beim anschließenden Ansehen des Klassikers durch die Tricktechnik von damals etwas enttäuscht und man muss sich klar machen, dass natürlich im Klassiker vieles erfunden wurde, was das Prequel spannend gemacht hat und nicht umgekehrt.

Alles in allem ist das Prequel eine erstklassige Ergänzung zu Carpenters Film. Vermutlich sollte man das Prequel sich erst dann ansehen, wenn man den Klassiker schon kennt. Aber anders herum funktioniert es erfreulicherweise auch.

5 Sterne für einen wirklich gut gemachten Horror Science Fiction Film.
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am 7. April 2014
Keine Spoiler, ich verrate nichts.

"The Thing" schildert die Ereignisse jener Station, die im alten Film gleich zu Anfang angeflogen und zerstört vorgefunden wurde. Was dort passierte, kann man jetzt verfolgen. Im Grunde ist dieses Prequel unnötig, aber sehenswert. Wer "Das Ding" von 1982 nicht gesehen hat, sollte es unbedingt nachholen. Einmal ist der Film mit einer traumhaften Bildaufpolierung sowie uncut auf den Markt gekommen und zum anderen ist es wesentlich spannender und inhaltlich nachvollziehbarer, wenn man ihn vorher gesehen hat, obwohl es theoretisch egal wäre, da die beiden Filme perfekt ineinander übergehen.

"The Thing" ist zwar längst nicht so gut wie das Original, bietet aber Nervenkitzel und sehr gute Effekte. Im Original sind die Effekte angesichts der damaligen Möglichkeiten unglaublich, hier ist der Computer zum Einsatz gekommen. Man sieht es sofort, aber das Ganze kann sich absolut sehen lassen. "Two-Face" ist dabei besonders schaurig geraten. Auch sonst stimmen Darsteller, Charaktere, Kamera, Bild und Ton. Die Story wurde nachvollziehbar konstruiert und hat kein Detail des Originals ausgelassen, auch wenn manche Passage unnötig ist wie z. B. das Finale.
Trotzdem, anschauen lohnt sich. Aber vorher erstmal den alten Film sehen!
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am 22. September 2013
The Thing (2011) - das Prequel zu John Carpenters Version von 1982: Ein norwegisches Forscherteam entdeckt in der Antarktis ein außerirdisches Raumschiff und eine Lebensform, die mit Menschen verschmelzend zu grotesken bösartigen Wesen mutiert.

Dieser Horrorfilm präsentiert sich auf blu-ray in schöner und störungsfreier HD-Optik: Auflösung, Schärfe und Detailreichtum bewegen sich auf gutem, aber keinesfalls erstklassigem Niveau. Die deutsche Tonspur ist zumindest für meine Ohren eine Tortur: Von kaum verständlichem Flüstern bishin zu Trommelfell zerreißendem Getöse ist alles im Überfluß vorhanden - an ein paar wenigen Stellen sogar völlig falsch ausbalanciert (Schreie leiser als Dialoge). Als Bonusmaterial gibt es Audiokommentar, ein kleines making-of und eine Hand voll entfernter Szenen.

Im Vergleich zur hervorragenden 1982er Version wirken die Schauspieler ebenso wie ihre verkörperten Charaktere etwas langweilig und zu mittelmäßig. Die einst Blut triefenden, schleimigen und gruseligen Alien-Hybriden aus Plastik wurden durch fast trocken gelegte, beinahe schon ästhetisch zu nennende und zu harmlos erscheinende Computeranimationen ersetzt. Vom erstklassigen Soundtrack ist auch nicht viel übrig geblieben. Hinzu kommen einige entstandene Diskrepanzen zwischen beiden Filmen, z.B.: Anstatt freigesprengt knapp unter der Eisoberfläche zu liegen, verbirgt sich das Raumschiff hier in einer tiefen Eishöhle. Trotz allem ist dieser Film durchaus sehenswert: Die Idee beispielsweise, einen Menschen von einem Infizierten anhand von metallischen Implantaten zu unterscheiden, fand ich originell. Der Einblick in das Innere des Raumschiffes hingegen enttäuscht durch Phantasielosigkeit. Und daß der Flammenwerfer beim Abfackeln eines Monsters versagt, wurde einfach von 1982 kopiert - oder kaufen die am Südpol ihr Werkzeug alle im selben Ramschladen?

PS: Nicht vergessen, den Abspann anzusehen, sonst verpaßt man die Überleitung!
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Im Jahre 1982 legte Regisseur John Carpenter mit "The Thing - Das Ding aus einer anderen Welt" ein Remake (Das Original ist in s/w und stammt bereits aus den 50ern) hin, welches bei Horrorfans auch heute noch in aller Munde ist. Regie, Darsteller, Musik und die Effekte, alles vom Feinsten! Dementsprechend skeptisch war ich, als es darum ging, dass ein weiterer Teil in Planung sei, welcher die Vorgeschichte des Streifens beleuchten soll. Zudem kam, dass der Regisseur Matthijs van Hejinigen Jr. nun mal nicht wirklich ein Begriff ist, und die Fußstapfen von Onkel Carpenter für so jemanden in der Regel zu groß sind.
Mit viel Gespür für die Thematik und die Geschichte ging er aber an die Sache ran, und es hat sich wirklich gelohnt! Der Titel lautet abermals "The Thing", und die Story dreht sich hier um eine Forschertruppe, welche im ewigen Eis auf ein Raumschiff stößt. Schnell wird eine scheinbar tote Lebensform daraus geborgen, die sich bei genauerer Untersuchung aber erstaunlich lebensfreudig zeigt. Fortan heißt es nicht nur Überleben, sondern auch, das Wesen daran zu hindern in die Zivilisation zu entkommen, denn der scheinbar übermächtige Gegner kann sich in jede Lebensform transformieren, und macht sich daran die Besatzung der Station zu dezimieren.
Wer das Original kennt, erlebt hier keinerlei Überraschungen, was die Handlung angeht, aber eben darauf baut man hier auch auf. Die Darsteller sind bis auf Ulrich Thomsen ("Das Letzte Schweigen") und Joel Edgerton (zuletzt in "Warrior") eher unbekannt, machen ihre Sache aber wirklich gut. Die Effekte sind gegenüber den handgemachten Matschereien des Originals leider im CGI-Nachteil, dafür aber größtenteils wirklich nicht schlecht gemacht, und bieten einen Schauwert. Die Lücke zu Carpenters Werk wurde also ansehnlich geschlossen, und Fans des Sci-Fi-Horrors kommen anständig auf ihre Kosten!
Neben den üblichen Trailern bietet die Scheibe noch einige entfallene und erweiterte Szenen, eine Featurette, sowie einen Filmkommentar mit Regisseur und Produzent.
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Ein extrem kampfstarkes und mindestens ebenso widerliches extraterrestrisches Monster zerlegt die Crew eines Raumschiffs und bedient sich zur Reproduktion menschlicher Zwischenwirte. Mit diesem Stoff revolutionierte Ridley Scott in "Alien" 1979 das Science Fiction Kino gleich mehrfach - ganz besonders aber dadurch, dass der Held eine Frau war. Drei Jahre später hängte sich John Carpenter mit "The Thing" an die Idee dran, verfrachtete den Spielplatz vom Raumschiff auf fremden Planeten in eine Forschungsstation im antarktischen Eis und ließ ausschließlich Männer agieren.

2011 drehte ein in Ehrfurcht vor Carpenter schwelgendes Team unter dem Holländer Matthijs van Heijningen Jr. ein Prequel dazu. Den Höhepunkt der Kreativität bildete die Vergabe der Hauptrolle an eine Frau (Mary Elizabeth Winstead) - ansonsten wollte man vor allem die Carpenter-Freaks glücklich stimmen: Mit großem Aufwand wurde jedes Detail so gestaltet, dass der 30 Jahre ältere Film tatsächlich unmittelbar daran hätte anschließen können.

So konzentriert sich der Fortschritt auf die Ausgestaltungen der Monster. Das genau sollte auch der Grund sein, sich diesen Film anzuschauen. Denn hier wird ein Aufwand getrieben, der für einige Jahre sicher nicht zu toppen sein dürfte.

Wer also richtig deftige Body-Horror-, Splatter- und Ek*leffekte liebt, ist (wieder mal) in "The Thing" am rechten Ort. Vergleichende Kritik mit dem Carpenter-Film ist unangemessen, da das Vorbild ja nicht geleugnet wird. Und allzu einseitige Carpenter-Fans sollten daran denken, dass ihr Meister ja selbst bei Ridley Scotts "Alien" abgekleistert hat, dass sich die Balken biegen.

TECHNIK & KONFEKTION

Die 2011er Blu-ray von Universal bietet wie üblich Original-Länge (103 Minuten) und -Format (2.35:1). Bis auf wenige Einschränkungen ist die Bildqualität gut, Schärfe und Details oft sehr gut. Die Farben sind bewusst monoton gehalten, wirken aber natürlich. Bei einigen Aufnahmen erscheint der Schwarzwert durch Aufhellung etwas blass. Das Filmkorn wurde minimal gehalten. Die Rauschunterdrückung erfolgte übrigens - wie bei digital nachproduzierten Filmen nicht unüblich - bereits beim Postprozessing, so dass sich keine Unterschiede zwischen Kino und Blu-ray ergeben.

DTS 5.1-Tonspuren stehen in Deutsch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch zur Verfügung, der englische Originalton kommt in DTS-HD Master Audio 5.1. Der Ton wirkt - vor allem anfangs - relativ zurückhaltend, entfaltet aber im Lauf der Entwicklung durchaus Druck und bietet eine teilweise ausgeprägte Räumlichkeit, die "gruselige" Details gerade auch im Hintergrund ständig präsent hält. Die Verständlichkeit blieb trotz großer Dynamiksprünge durchweg erhalten - das gilt natürlich nicht gerade, wenn ein Sturm tobt.

Untertitel stehen in Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Dänisch, Niederländisch, Finnisch, Norwegisch, Schwedisch, Kantonesisch und Mandarin zur Auswahl.

Extras: Audiokommentar, Unveröffentlichte und Erweiterte Szenen, The Thing entwickelt sich, Feuer und Eis, Pocket Blu für das SmartPhone, BD-Live. (Englisch, DD 2.0)

Der FSK-Aufkleber der Steelbox lässt sich rückstandslos entfernen, der Cover-Einleger der Plastikhülle kann gewendet werden.

FAZIT

Die Kritik war durchwachsen, und bei den Zuschauern dürfte das ebenso ausfallen: Wer mehr an Logik, Schauspiel und Story hängt, schaut sich besser nochmal Alien an - das kann man nicht besser machen. Wenn man aber schön gruselige Monster liebt, bekommt hier den Stand der Technik geboten.

Wer "Moderne" mag, könnte von der Musik von Marco Beltrami begeistert sein.

film-jury 4* A0928 © 8.4.2012eg ABR 343 Rezensionsexemplar Genre: Horror | Mystery | Sci-Fi | Thriller
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