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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
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am 5. November 2011
"TRON: Legacy" ist ein sehenswerter Film. Ich kann und möchte nicht bewerten, ob dieser Film das Erbe von TRON angemessen fortführt.

Zur Story: für jemanden, der den TRON-Film aus den 80ern nicht kennt, ist die Idee, die hinter dem Drehbuch steht, eine sehr originelle Erscheinung, sprich gut. Leider hapert es ein wenig an der Umsetzung. Da ich nicht spoilern möchte bleibe ich allgemein. Die Handlung wird der großartigen Idee von dieser Parallelwelt und der ebenfalls tollen Umsetzung dieser nicht ganz gerecht.
Ich bin der Meinung, der Film hätte eine Länge von nahezu 180 Minuten mit entsprechend mehr Background verdient, aber wahrscheinlich hätte das Geld dafür nicht mehr gereicht. So kommt es einem vor, als ob man kurz, wenn auch intensiv, in diese Welt hineingezogen und zu früh wieder in die Realität geholt wird. Schade.

Bild (in 3D): dieser Film ist bildgewaltig. In TRON wird sehr viel mit Licht gespielt (Anzüge, Diskusse, die Gebäude, Light Bikes etc.) und das sieht zusammen mit dem dunklen Hintergrund in der TRON-Welt als Kontrast fantastisch aus. Hier waren Designer am Werk! Und zu der umstrittenen Aussage am Anfang der 3D Version, dass aus stilistischen Gründen zum Teil auf 2D zurückgegriffen wird, sage ich mal so viel: es stimmt tatsächlich, dass in der "realen" Welt am Anfang und Ende des Films tatsächlich kein 3D zum Einsatz kommt und das finde ich gut, da hier einfach ein Kontrast zwischen der realen und der Parallelwelt zustande kommt. Dafür wird man in der von Flynn geschaffenen Welt mit schönem 3D verwöhnt.

Sound: der Sound ist super und vor allem die Soundtracks sind sehr gut. Wer elektronischer Musik nicht abgeneigt ist, wird die Filmmusik mögen. Meiner Meinung nach ist diese auch ein kleines bisschen an die 80er Jahre angelehnt, wohl wegen des Urfilms. Sehr gelungen!

Auch an den Extras auf der normalen Blu-ray kann man sich erfreuen. Hier gibt es zum Beispiel eine 10-minütige Ergänzung des Films, die sich mit Flynn Seniors Verschwinden und seinem Fanclub beschäftigt und dann gibt es ein symbolstarkes Ende, welches an dem Film anschließt.

Alles in allem gibt es "nur" Abzüge in Sachen Story und wer diese hinnehmen kann und auf Sci-Fi steht, ist mit TRON: Legacy gut beraten.

>>>Edit: da es Einige gibt, die vom 3D-Effekt enttäuscht sind, möchte ich anmerken, dass diejenigen, die einen 3D-Film mit vielen Pop-Out-Effekten suchen, eher nicht zu TRON greifen sollten. TRON besticht vielmehr durch seine großartige Tiefenwirkung.
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am 8. Mai 2014
Alle negativen Bewertungen zusammenfassend ist es schon erstaunlich, daß genau diejenigen, die sich dem Vernehmen nach von Superhelden- und SF-Filmen aller Art begeistern lassen, nun ausgerechnet in diesem Film den Witz und Charme des Originals vermissen oder als verwirrte Opfer der 3D-Abzockerindustrie entsprechende Effekte als schlecht bemängeln...

Nach meinem Ermessen handelt es sich im vorliegenden Fall doch wohl so ziemlich um die faszinierendste Visualisierung digitaler Kunstwelten, die es jemals gab. Eine derart beeindruckende und phantasievolle Architektur graphischer Strukturen und Texturen habe ich noch nicht gesehen und in Kombination mit dem mächtigen Soundtrack ist das alles sicher einzigartig. Die brutale Wucht, mit der "TRON Legacy" das Koordinationsvermögen der Sinne herausfordert, ist wirklich beeindruckend. Beide Filme, Original und Fortsetzung, ergänzen sich perfekt!

Wer hier nach anspruchsvoller Handlung sucht, dürfte auch "Avatar" nicht anschauen, dessen inhaltliches und objektbezogenes Konzept im übrigen rein gar nichts präsentierte, das man zuvor nicht schon hundertmal gesehen hätte.

Klare Kaufempfehlung für visuell und tonal perfekte Unterhaltung und Faszination!
11 Kommentar| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. Mai 2015
beim alten tron wurden wir mit einer völlig neuen filmwelt konfrontiert,die maßstäbe setzte. ein mensch in einer binären welt und das auch noch genial umgesetzt- sowohl storymäßig als auch optisch. der film war seiner zeit weit voraus!
fast 30 j. später erscheint dann der nachfolger und logischerweise entstehen irre erwartungshaltungen- die bei mir nur teilweise erfüllt wurden.
die story ist etwas mau (sah jedoch schon schlimmeres wie zb. diesen alien prometheus film).
die optik und das design bei tron legacy fand ich durchaus ansprechend. auch nett die vielen anspielungen auf den alten tron.
der 3d effekt: hier scheiden sich ja echt die geister. empfand den 3d effekt bei avatar wesentlich intensiver. er ist zwar bei t.l. vorhanden,aber nicht referenzmäßig. das bild selbst erlebte ich allerdings gestochen scharf und ohne körnigkeit. auch am ton hab ich nix auszusetzen.
die hier so unterschiedlich wahrgenommenen 3d und schärfen erlebnisse hängen wahrscheinlich mit den diversen updates der jeweiligen playern zusammen. vielleicht steigert ein update an meinem gerät durchaus den 3d effekt (und das wird nicht nur bei mir so sein).
bitter ist es,daß es hier inzw. usus ist,sich bei den rezis gegenseitig zu beleidigen und keine meinung außer der eigenen gelten zu lassen (und das teilw. noch nicht mal fundiert zu begründen)
fazit: kein kultfilm wie der alte tron- sowohl plotmäßig als auch optisch als "ganz nett" einzuordnen. da man die scheibe hier aber gebraucht durchaus günstig bekommen kann,ist der kauf zu verschmerzen
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am 14. Januar 2013
Cyberspace. Ein Wort das für Kinder der 80er und 90er für die Faszination einer "Computer-Welt" steht. Eine Welt, in der man eine andere Identität annehmen kann und doch man selbst ist. Eine Welt, in der alles möglich zu sein scheint, und die nur zugänglich ist für Leute mit "Computer-Kenntnissen" - die "User".

Wie sieht diese Welt aus, dieses "Cyberspace"? Hat jemand heutzutage überhaupt noch genug Fantasie, so eine Frage zu stellen? Egal - die Antwort liefert TRON LEGACY jedenfalls mit voller Wucht: Eine perfekte Welt ohne Schmutz, blitzblank. Da bröckelt nichts, da liegt kein Müll herum, alles ist sauber und alles hat seine Ordnung. Wie sie genau funktioniert, können wir Zuschauer nicht verstehen, nicht durchblicken.

Für alles weitere sind Computerkenntnisse von heute eigentlich eher hinderlich. Hier geht es nicht um leichte optische Verbesserungen neuer Betriebssysteme, die im Vergleich zum Vorgänger aber das 5fache an Speicher benötigen. Dies wird lediglich am Anfang des Films angeschnitten - "es steht 'ne 12 auf der Schachtel..."

Die Welt in Kevin Flynns Rechner hat sich seit 1989 unabhängig entwickelt, auf Basis der Ideen eines vielleicht etwas verrückten Idealisten, der eine neue Welt erschaffen wollte. Mit dem Enthusiasmus der 80er und dem Glauben, die Nutzung von Computern könnte zu besseren Menschen führen, erschuf er eine alternative Realität, ein "digitales Dasein".

Wie wir heute wissen, haben Computer die Welt verändert - doch leider nicht so, wie Kevin Flynn es sich vorgestellt hat. Jeder hat heute schnellen Zugang zu Informationen, aber auch jedes Kind Zugang zu nicht jugendfreiem Material. Und statt mehr Produktivität haben wir mehr Kommunikation. Sinnlos wird jede Kleinigkeit über "soziale Netzwerke" verteilt - sozial ist daran ziemlich genau nichts. Eine große Entwicklung, ja. Aber eine bessere Welt? Ich wage zu sagen: Nein. Kevin Flynn jedenfalls saß derweil fest in einer Art Nirvana, unfähig, irgendetwas zu tun. Und am Ende des Films kommt er nicht zurück in die "reale" Welt. Wäre er dort glücklich geworden?

Doch Tron Legacy leuchtet noch mehr aus: Die knallharten Zerreißproben, die auf jemanden zukommen, wenn er die Welt verändern will. Kevin Flynn merke, dass er es nicht alleine schaffen konnte - er brauchte Clu. Doch Clu wollte irgendwann nicht mehr die Nummer Zwei sein. Er hatte auch Power, er konnte auch viel erreichen, und er hatte eine Mission. So stellte sich Clu gegen Kevin Flynn, und deshalb scheiterte der Traum der digitalen, besseren Welt. Und wie am Ende deutlich wird, glaubte Clu bis zum Schluss, im Grunde genommen nach den gleichen Idealen wie Flynn gehandelt zu haben. Ich glaube, dass sich ähnliches in unserer realen Welt überall dort abspielt, wo Menschen gute Ideen haben und etwas verändern wollen. Anstatt sich gegen das Unverständnis der grauen Masse durchzusetzen, zerstören interne Querelen viele gute Ansätze schon im Keim. Es ist also nicht wie sonst in Filmen, dass das Gute vereint gegen das Böse vorgeht, wobei sich das Böse noch untereinander bekämpft - es ist eher umgekehrt, und damit (leider) näher an der Realität.

Am Ende lässt der Film den Zuschauer etwas verstört zurück: Er ist zwar froh, dass die außer Kontrolle geratene digitale Welt unter Verschluss bleibt - aber auch traurig um die vertane Chance eines "idealen" digitalen Daseins. Man bleibt zurück in der "normalen" Welt, wo statt der Faszination Computer nur noch Java-Sicherheitslücken, Tablet-Hype, Quadcore-Smartphones und Adblocker übrig bleiben.
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am 11. Juli 2013
Ich bin einer, der noch die erste Generation des Computerspiels Tron mit Begeisterung gespielt hat und somit vorbelastet. Es ist weder Voraussetzung, das Computerspiel noch die erste Verfilmung aus dem Jahr 1982 zu kennen. Die Story von TRON Legacy baut zu Beginn des Films noch ein wenig auf der Handlung des Klassikers auf entwickelt sich aber rasch eigenständig weiter. Überhaupt würde ich behaupten, ist die Handlung bei TRON Legacy nicht das zentrale Element sondern ist eher die Begleitung bzw. der rote Faden eines fulminanten, optischen als auch auch akkustischen Schauspiels. Besonders hervorheben möchte ich den Soundtrack von Daft Punk, welchen man auch ganz ohne Film geniessen kann. Thema 3D: Heutzutage erscheinen oft viel zu viele Filme in schlechtem nachträglich am Computer generierten 3D mit allen möglichen lästigen Popouteffekten. TRON Legacy hebt sich hier auch sehr positiv von Mittelmass ab. In einem Film, der eigentlich in einem Computerspiel stattfindet, verstärken räumliche Effekte den Computergame-Look nur zusätzlich. TRON Legacy ist vor allem auch jenen zu empfehlen, die zu Hause sowohl über einen guten HD-TV als auch eine leistungsfähige Soundanlage verfügen. Auf einem kleinen Screen mit seinen eingebauten Minilautsprechern ginge einfach zu viel Power verloren.
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am 6. Dezember 2016
Hallo, ja, wenn schon, dann wollte ich diesen Film auch auf 3D sehen. Ohne das wenige an 3 D wäre ich sicherlich noch enttäuschter. Hatte mir mehr erhofft. Wenig Handlung und wenig 3 D. B-Movie für Sonntagnachmittag.
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Wer meine Rezensionen kennt, ist bekannt, dass ich eher auf die technische Umsetzung eingehe, als auf den Film selber. Die Filminhalte der meisten Titel dürften bekannt sein und bei den Rezensionen sind mir die Beschreibungen der technischen Inhalte wichtiger.

Anmerkung: Also ich bin icht so der Fan von Future-Filmen, aber Thron: Legacy ist so stylisch und visuell genial umgesetzt, daß der Film in 3 D perfekt Spass macht!
Einen grossen Teil trägt auch die ausgezeichnete Musik von Daft Punk bei.

Bildbewertung 3D:

3D Produktionen gibt es nun in letzter Zeit immer mehr und es kristallisiert sich raus, daß DISNEY sich bezüglich perfekter 3 D Produktion ins Zeig legt.
Für die 3D Freaks sei gesagt, daß es bei diesem Film weder störende Ghosting oder Kompressionsartefakte zu sehen sind. Die 4 Hautptkriterien Schärfe, Kontrast, Details und Farben könnten nicht besser sein und liegen bei 100%. Bei diesem Film wurde dass Medium 3D Bluray technisch ausgereizt.
Thron Legacy 3D kann mit Avatar 3D locker mithalten!

Das Bild hat in 3D eine atemberaubende Tiefe und Pop-Out Effekte wurde angenehm, aber nie übertrieben, wie oft in anderen Produktionen, eingesetzt.
Die teils kräftigen Farben werden mit sehr großer Präzision dargestellt, was sich auch positiv auf die einzelnen Elemente auswirkt.
Trotz der vielen Aufnahmen in dunkler Umgebung funktioniert 3D tadellos und auch der Schwarzwert ist hervorragend.
Mit Avatar 3D ist Tron Legacy 3D in der gleichen Liga und ist auch visuell eine 3D Must Have Bluray.

Tonbewertung Deutsch DTS-HD High Resolution 7.1:

Was an Disney Blurays begeistert ist das bemühte Ausreizen der technischen Möglichkeiten und auch was die Konkonvertierung anbelangt, so hat uns Disney bei dieser Filmversion eine DTS HD 7.1. (!!!) Abmsichung gegönnt.
Es gibt leider nur noch selten Mehrkanaltonabmischungen, die eine Anlage an den Rand des Leistunsgvermögens bewegen. Bei dieser Bluray ist es so.
Die teils brachial abgemischten Aktionszenen klingen nicht nur extrem, sondern
sind auch superpräzise abgemischt, wie man es selten auf so hohem Niveau erlebt.
Wer die Möglichkeit hat, sich den 7.1. Mix anzuhören, wird feststellen, daß der Raum- und die Direktionalität keine Wünsche mehr offen lässt. Ein Mix der Superlative! Auch feine Details werde nicht einfach übertönt, sondern sind filigran eingefügt. Das die Dialoge harmonisch und in optimaler Balance zum restlichen Geschehen stehen, versteht sich bei dieser Produktion fast von selbst.
Dies ist einer der besten Mehrkanaltonabmischungen im Jahr 2011!

Extras:

* Kapitel- / Szenenanwahl
* Animiertes Menü
* Menü mit Soundeffekten
* Musikvideo 'Derezzed"
* Am Tag danach: 'Flynn lebt"
* Die Welt von TRON: LEGACY
* Das Design von TRON: LEGACY
* Die Stars von TRON: LEGACY
* Preview zur Disney XD Animationsserie TRON: UPRISING
* Entdecke Blu-ray 3D mit Timon & Pumbaa
* Digital Copy

Alles in allem eine Pflichtbluray, nicht nur für 3D Fans!

Weitere Rezensionen unter:
http://www.amazon.de/gp/cdp/member-reviews/A2CRQKGUDM5Q8G/ref=cm_cr_dp_auth_rev?ie=UTF8&sort_by=MostRecentReview

Mehr Infos unter mryamaha-heimkinofreak punkt de
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VINE-PRODUKTTESTERam 30. Januar 2012
Der Rezensionstitel klingt schlüpfriger als er gemeint ist, und doch kann ich mein Empfinden für "Tron - Legacy" in keine passenderen Worte fassen. Manche Filmseher würden es sich vielleicht ungern eingestehen, aber es gibt eben Filme, die mehr mit ihren optischen oder akustischen Reizen (im besten Falle gar mit Beidem) prägen bzw. geprägt haben als mit dem was sie zu erzählen versuch(t)en. Disney's "Tron" von 1982 ist hierbei wohl ein ganz besonderer Kandidat, gilt er doch als einer der größten tricktechnischen Meilensteine der Filmgeschichte. Meine im Kindesalter entstandene Faszination für das Cyberspace, das einzigartige Design und die zu seiner Zeit bahnbrechenden CGI-Aufnahmen ist auch heute noch da, hat doch kein anderer Film vor und nach ihm den Versuch unternommen, das Innenleben des Computers in einem besonderen, kunstvollen, greifbaren Stil zu visualisieren.
Als 2009 der erste Konzept-Teaser zu "Tron: Legacy" im Netz kursierte, konnte es mich allein bei der Vorstellung, wie eine Fortsetzung mit heutigem SFX-Möglichkeiten aussehen könnte, nicht mehr halten. Die Vorfreude auf einen neuen Trip quer durch den "Raster" war riesig und das vorliegende Endergebnis die Zeit des Wartens in jedem Falle wert: Das Sequel zeigt seine Welt aus Bits und Bytes in opulenten Hochglanz-Bildern, während die Ohren mit edelsten Elektronik-Hymnen beschallt werden. Audiovisuell reisst "Tron: Legacy" vom ersten Moment unweigerlich mit; dass sein Storygehalt nicht größer als der eines einfachen Binärcodes ist, nehme ich nicht nur einfach hin, nein, ich verzeihe es ihm sogar, denn das was er am besten kann, was er zeigen will, das macht er auch, und zwar perfekt.

Kevin Flynn, das EDV-Genie aus dem ersten "Tron" und führender Kopf des Software-Riesen ENCOM, verschwindet im Jahre 1989 spurlos und hinterlässt Sohn Sam, welcher (wegen dahingeschiedener Mutter) somit zum Waisen wird.
20 Jahre vergehen. Der Sohnemann geht einem seltsamen Pager-Signal seines Vaters nach, welches Kevins langjähriger Freund Alan Bradley erhalten hat. Seltsam deswegen, weil die Quelle des Signals - die alte Spielhalle seines alten Herrn - seit dessen Verschwinden abgeschaltet ist. Dort passiert ihm das Gleiche wie damals Kevin: Er wird durch einen Laser digitalisiert und in die Welt der Programme, den Raster, rematerialisiert. Den Grund dafür erfährt er recht schnell: Clu, ein von Kevin selbst erstelltes Programm, hat sich gegen seinen Schöpfer gestellt und ihn in seinem eigenen System festgehalten. Er verfolgt die Absicht, alles seiner Ansicht nach Unvollkommene innerhalb und außerhalb des Rasters ausnahmslos auszulöschen, was auch die reale Welt der Menschen mit einbezieht. Dazu braucht er Kevin Flynn, welcher sich aber versteckt hält. Sam dient ihm hierbei als Lockvogel...

Drei Viertel von "Tron: Legacy" spielen im Datenkosmos und verwöhnen den Seher mit erlesenen CGI-Bildern und Elektro-Sounds. Es ist sehr offensichtlich, dass damit die Mängel in der Story kaschiert werden wollen, denn sehr viel Zeit für ausgefeilte Charakterzeichnungen (der realen Menschen) und Tiefgründigkeit wurde nicht investiert, und die starke Vermenschlichung der Programme ist ein ebenso wunder Punkt dieses Films. Die meisten Bewohner des Rasters weisen ein zu individuelles, zu humanoides Verhalten auf, stellvertretend dafür sind insbesondere Clu als tyrannischer Raster-Herrscher und der schrill-schräge Castor/Suse, die viel emotionaler und "leidenschaftlicher" (re)agieren als die beiden Flynns. Der Logik folgend hätte es ja eigentlich umgekehrt sein sollen. Doch um "Tron: Legacy" in Schutz zu nehmen: Beim "Ur-Tron" war es ja genauso. Ich finde, wenn man dies dem Klassiker nicht übel genommen hat, muss man mit dem Nachfolger (welcher auch ohne Vorwissen eigenständig funktioniert) genauso fair umgehen. Einzig die Reduzierung des echten Tron zur Nebenfigur missfällt ein wenig. Beim geplanten dritten Teil wäre ich froh, wenn er wieder mehr im Mittelpunkt stehen würde, denn sonst kann man seinen Namen aus dem Film-Titel auch gleich wieder wegstreichen.
Kurz gesagt: Der Plot gibt sich, auch wenn er noch etwas existenzielle Philosophie beimischt, intelligenter als er tatsächlich ist, aber das stört meines Erachtens kein bißchen.

Die Leistungen der Darsteller sind überwiegend solide, niemand sticht groß heraus, niemand fällt arg negativ auf. Die Beteiligung der Alt-Stars Jeff Bridges und Bruce Boxleitner ist ein schönes Geschenk an die Kenner des Originals, Olivia Wilde bringt als digitales Superweib im hautengem Anzug ein wenig Sexappeal/Coolness ein und Garrett Hedlund gleicht sein blasses Profil mit gutem Körpereinsatz in den Action-Sequenzen aus. Zur Unterhaltung reicht das aus.

Wie schon einleitend erwähnt schlagen in "Tron: Legacy" gleich zwei sehr starke Herzen, die sich Bild und Ton nennen. Die kräftigen Neon-Farben, die Umgebungsschwärze, allgemein die "modulare Ästetik" (wie ich sie nennen würde) der Computer-Welt ist von solch unbeschreiblicher Schönheit, die sich mit nichts anderem vergleichen lässt - außer natürlich mit seinem direkten Vorgänger. Die räumliche Tiefe ist selbst in 2D höchst beeindruckend, und die Lightcycle-/Diskus-Kämpfe wurden extrem elegant inszeniert. Doch erst durch den kongenialen Soundtrack von Daft Punk wird "Tron: Legacy" zu einem Gesamtkunstwerk. Die Franzosen vereinen den unverkennbaren 80er-Retro-Musikstil des Originals mit sehr modernem Synthie-Pop, das Resultat daraus ist eine musikalische Untermalung zum Niederknien. Der beste nicht-orchestrale Score, den ich seit langem, wenn nicht gar überhaupt gehört habe.

Fazit:
"Tron: Legacy" ist allerbestes Augen- und Ohrenkino seit vielen, vielen Jahren. Es ist kein Verbrechen, wenn man seinen persönlichen Fokus allein darauf setzt, denn optisch wie akustisch flasht die Cyberspace-Reise total. Inhaltlich sind keine besonderen Akzente auszumachen, schauspielerische Glanzlichter fehlen ebenfalls, aber wer ganz tief in sich schaut und ehrlich ist, wird zugeben müssen, dass man sich solch einen Film primär wegen seiner Äußerlichkeiten ansieht.
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am 6. Juni 2015
Handlung:
Kevin Flynn verschwand vor 20 Jahren, nun macht sich sein Sohn Sam nach ihn auf die Suche. Dabei landet er in einer Virtuellen Welt, die von der Kopie seines Vaters beherrscht wird.
Meinung:
Die Handlung ist ziemlich einfach, der Film hat aber schon einen ziemlich guten Anfang. Die Virtuelle Welt ist sehr, sehr gut gestaltet, aber man hätte noch etwas mehr von der Welt zeigen können. Es gibt im Film einige Action, aber auch einige ruhigere Stellen und ein wenig Drama. Die Handlung und der Film haben mir gefallen, wie der erste Film ist, weiß ich nicht, werde ich mir aber noch ansehen. Die Darsteller sind sehr gut und überzeugend, die Kulisse ist sehr gut und auch etwas Düster. Das Ende hätte man aber noch etwas länger machen können. Dem Film gebe ich 4 Sterne, aber wegen der wirklich gut gestalteten Welt gebe ich 5 Sterne. Ein toller Science Fiction Action Film, mit ein bisschen Drama, lohnt sich zu sehen. Bild und Ton der DVD sind ziemlich scharf und auch der Ton ist sehr gut.

Auf jeden Fall zu Empfehlen!
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am 2. Februar 2011
Meine Kritik:

1) Plot / Handlungskonsistenz

Eines muss man zugeben: Das Drehbuch ist nicht unbedingt die Stärke des Films. Wie bereits der erste Teil von 1982 begeben sich die Schreiber in keine sonderlich tiefgründigen Welten und betreiben auch keine exorbitanten Charakterstudien, zudem holpert die Logik etwas. Aber mal ehrlich, wir haben Tron 1 gesehen und er hat uns gefallen trotz zahlreichen Kritikern und ihren Beurteilungsschablonen. Letztendlich überzeugt die Story für einen Science-Fiction-Film mit Optik-Schwerpunkt und wer von dem Film eine Story im Stile Lems erwartet, ist nun mal selber Schuld. Vor kurzem durfte ich anderorts einen guten Kommentar lesen: Wer da reingeht und meckert, der kauft sich wohl auch einen Ferrari und beschwert sich dann, dass er damit kein Sofa transportieren kann. Dass Jeff Bridges, der sich seine Rollen mittlerweile aussuchen kann, zunächst bei der Zusage zögerte, um dann aber schließlich nach viel Eigenanteil zuzusagen, spricht auch für sich. Wenn man etwas kritisieren möchte, dann einen etwas ungesunden Spannungsbogen, der eher eine Sinus-Kurve ähnelt, und die Figur des Zuse, der einen unweigerlich an den Merowinger aus Matrix erinnert, wenngleich auch auf wahnsinnigerem und trivialerem Niveau.
Eine wichtige Anmerkung für Interessierte muss zuletzt noch getätigt werden: Wie in Teil 1 teilen sich Flynn und Tron Anteile, aber in Legacy ist Tron zu sehr großen Teilen Hintergrundfigur, was als teilweiser Etikettenschwindel gesehen werden könnte, wobei hier die Vater-Sohn-Beziehung zwischen Flynn und Ben so dominant ist, dass schlichtweg kein Platz mehr für weitere Stränge gewesen wäre.

2) Schauspielerische Leistung

Diese würde ich als überzeugend einstufen. Jeff Bridges liefert hier in einer Dreifach-Rolle (junger Flynn, alter Flynn, Clu) ab, was andere nicht mal in einer einzigen Rolle zeigen können. Die weibliche Protagonistin Olivia Wilde beweist, dass eine attraktive Bühnenpräsenz und überzeugendes Spiel keine Gegensätze sein müssen. Der eigentliche Hauptdarsteller Garrett Hedlund fällt wohlgemerkt im Vergleich etwas ab. Er überzeugt in seiner Rolle in der realen Welt, mehr als das viele andere junge Akteure in den letzten Jahr(zehnt)en getan haben, kann dann aber nicht mehr mit Bridges und Wilde mithalten.

3) Atmosphäre (Audiovisuelle Darbietung)

In diesem Punkt kann es nur eine vernünftige Meinung geben: Spitzenklasse. Ein Regisseur mit Architektur-Hintergrund und allgemein Macher mit viel, viel Sinn für passenden Stil und Ästhetik und gleichzeitiger Detailliebe findet man sehr selten, hier aber auf sehr, sehr hohem Niveau. Der Film atmet zudem Coolness, ohne dabei zu Peinlichkeit überzugehen und erfahrene Kinobesucher wissen, welch Wert ein solches Prädikat hat.

Der Soundtrack gehört für mich mit zum Besten, was jemals in diese Kategorie gefallen ist. Ein Vergleich mit rein klassischen Werken von Größen wie dem großen Ennio ist natürlich schwer, aber der Soundtrack überzeugt selbst jemanden wie mich, der gewisse Ansprüche hat. Daft Punk schaffen nämlich gleich drei Dinge: Einerseits eine absolut zum Film und zu den Szenen und Figuren passende musikalische Untermalung zu bewirken und dabei auch selbst etwas aufzubauen und tragend zu wirken und andererseits eine solche Qualität an Tag zu legen, dass man ihn sich von vorne bis hinten auch ohne Film zig Mal anhören kann.

Kleine Anmerkung in Sachen Ton: Die Synchronisation ist mir insgesamt nicht aufgefallen, was gemeinhin äußerst positiv ist.

4) 3D-Technik (Kino-Version wird bewertet)

Dafür wurde 3D in Filme integriert. Saubere Arbeiten, Effekte mit Hirn, kein "Wir hauen jetzt noch schnell ein paar Effekte drüber, damit die Kino-Karte doppelt so teuer sein kann". Seit Avatar das mit Abstand beste 3D-Erlebnis für mich. Wer da ein Problem mit den 3D-Effekten hat, hat wohl seit Avatar keinen andere Realfilm mehr in 3D gesehen.

5) Blu-ray-Qualität (UK-Blu-ray wird bewertet)

Die Bild- und Tonqualität ist absolut glasklar und exzellent. Wesentlich besser als bei fast allen Blu-ray-Filme, die ich bisher gesehen habe (Casino Royale, Shutter Island, Die Hard 4.0, A-Team) und so gut wie bei Avatar.
Die Menüs sind liebevoll an die Atmosphäre des Films angepasst und soweit ich bisher gesehen habe fehlerlos.
Die Bonus-Features entsprechendem zudem meinen Anforderungen an Qualität und Umfang; "Flynn Lives" ist ein schön gemachter Übergang von TRON auf TRON: Legacy und Visualizing und Casting fand ich sehr interessant. Ein Gag am Rande ist auch enthalten: Die Sounds, die man im Film in der Arena hört, haben Fans auf einer Comicmesse bei der Pressekonferenz zum Film selbst nach Anweisungen der Macher geschaffen und sind so auch super wiederzuerkennen; Dazu ist das entsprechende Video von der PK enthalten.

Fazit:

Eine schwächelnde, aber sich locker noch im oberen Mittelfeld des SciFi-Genres befindliche Story wird in ihren Schwächen massivst sowohl von der Optik und der dazugehörigen Detailliebe, dem Soundtrack, der Atmosphäre und dem hier wirkungsvollen Schmankerl 3D plus insgesamt gut bis sehr gut agierenden Schauspielern überwogen. Der Film erhält von mir ohne Zögern das Prädikat "Empfehlenswert" und angesichts dieses optischen Meisterwerkes, einen anderen Titel darf man gar nicht verwenden, wird das meine dritte selbst gekaufte Blu-Ray (nach Avatar und Casino Royale) werden.
Die Blu-ray lässt zudem bei mir keinerlei Wünsche offen, sowohl in Sachen Quantität als auch Qualität.
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