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am 25. März 2009
...geht Pauline(Sally Hawkins), von ihren Freunden nur Poppy genannt, mit ihrer Umwelt um. Die Londoner Grundschullehrerin ist aus einem ganz besonderen Holz geschnitzt. Poppy ist albern, lustig, verbringt viel Zeit mit Zoe(Alexis Zegerman) und Dawn(Andrea Riseborough), macht Party bis zum Augenstillstand und bastelt mit den Kleinen in der Schule Hühnerkostüme. Nebenbei will Poppy ihren Führerschein machen und treibt dabei den psychopathischen Fahrlehrer Scott(Eddie Marsan) fast in den Wahnsinn. In diesem Highspeedleben ist kaum Platz für einen Mann. Bis plötzlich Tim(Samuel Roukin) auftaucht. Da könnte auch Poppy schwach werden.

Es ist jedoch nicht nur alles eitel Sonnenschein in Poppys alberner Welt. Als sie in der Schule erkennt, wie ein Schüler ständig gegen andere gewalttätig wird, will Poppy handeln. Auch Scott scheint dringend Hilfe zu benötigen. Von den Obdachlosen und sozial Schwachen in London gar nicht zu sprechen. Aber Poppy kann nicht die ganze Welt retten...

Mike Leigh hat mit Happy-Go-Lucky einen erfrischend selbständigen Film geschaffen. Keine Komödie a'la Hollywood oder ein tränenreiches Sozialdrama direkt am Abgrund. Leigh lässt am Anfang des Films, der für meinen Geschmack erst langsam in Fahrt kommt, seine Poppy nur albern herumblödeln und mit ihren Freundinnen feiern. Aber dann kommt Leigh in Fahrt und Happy-Go-Lucky wird richtig gut. Es gibt einen dramatischen Bruch, als Poppy den verwirrten Obdachlosen trifft und Leigh legt eine Menge Tiefgang und Niveau nach. Happy-Go-Lucky lebt vom Wortwitz, der auch in der Synchronisation gut rüberkommt.

Sally Hawkins spielt die Nervensäge Poppy, die tanzt und singt, Trampolin springt und das Leben liebt, wunderbar. Eddi Marsan brilliert in der Rolle des Fahrlehrers Scott. Überhaupt: Poppys erste Fahrstunde oder ihre Teilnahme an einem spanischen Tanzkurs sind wahre Sternstunden des Kinos. Poppy zeigt uns, wie hart es ist, erwachsen zu sein. Begleitet wird ihre Geschichte von beschwingter, klassischer Musik, das passt hervorragend. Happy-Go-Lucky wird nicht Jedem gefallen, aber ich bin mir relativ sicher, dass er für einen Großteil der Zuschauer einen Hauch von Kultstatus erlangen wird. Schauen sie sich Mike Leighs Film an und entscheiden sie selbst. Aber passen sie auf: Poppy kann wirklich eine verdammte Nervensäge sein.
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am 1. Juli 2009
Dieser Film ist keine Schenkel-Klopfer-Komödie, sondernd eher ein Film über das Thema: Aus welchem Blickwinkel nehme ich die Welt wahr. Wie unterschiedlich gehen die Menschen mit Fehlschlägen und Enttäuschungen, Angst/Wut um.

Die Handlung zeigt in Ausschnitten Paulines (Poppys) Leben als Grundschullehrerin, Freundin, Fahrschülerin... Es gibt keinen vordergründigen Handlungsverlauf im Sinne einer Story, obwohl eine ganze Menge passiert.

Zwei Extreme werden gegenüber gestellt: Poppy, die -happy go lucky- (übersetzt: sorglos, unbekümmert) ist und mit einem Dauerlächeln durch das Leben geht, und Scott (ihr Fahrlehrer), der seine schlechten Erfahrungen der Vergangenheit nicht verarbeitet hat und permanent seine Umwelt nach Negativem abscannt. Ständig in seiner schlechten Meinung über die Welt bestätigt zu werden, gibt ihm Sicherheit, kann er sich doch sagen, dass seine Sicht die richtige ist und nichts verändert werden muss.

Ich persönlich fand es spannend, Pauline zuzusehen, wie sie trotz ihrer Unbekümmertheit ihre Umwelt sensibel wahrnimmt und ihr Leben meistert und wie im Gegensatz dazu, Scotts Leben und Psyche aus den Fugen gerät (eine sehr intensive schauspielerische Leistung) und in einem Showdown endet, der an die Nieren geht.

Ein Film der den Blickwinkel verändern kann, der polarisiert, ein Film der Nachdenken auslöst. Vorraussetzung dafür ist, dass man sich mit der Hauptprotagonistin anfreunden kann und das setzt in erster Linie eine Portion Gelassenheit voraus.

Für mich ein ganz ungewöhnlicher und sehenswerter Film, wenn auch mit einigen Längen (deshalb nur 4 Sterne).
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am 18. Oktober 2009
Man kann mit dem Film schon seinen Spaß haben. Ich finde darin sogar eine existentielle Komponente.
Interessant erscheint, dass Leigh mit Poppy einen Charakter vorstellt, der in seinem Lebensentwurf eine besondere Weise des Umgangs mit der Tatsache, dass das eigene Leben sinnlos ist, pflegt und so ein besonderes Verhältnis zu eigenen Kontingenz hat. Poppy nimmt die Dinge, Ereignisse und eigenen Handlungen gerade so wie sie kommen und baut sie in das eigenen Leben ein. Das nimmt dadurch einen scheinbar beliebigen Charakter an, nichts scheint notwendig zu sein, und so wird dadurch die Zufälligkeit des eigenen Lebens geradezu affirmiert. Dieser Lebensentwurf kann als scheinbar erfolgreiche Weise der Bewältigung der Lebensumstände gedeutet werden und so erscheint er als Ausdruck der gesellschaftlichen Umstände in denen Poppy lebt. Diese scheinen zu fordern, ein scheinbar beliebiges Leben führen zu wollen.
Obwohl Poppy mit der Zeit nervt, scheint der Regisseur damit nicht den vorgestellten Lebensentwurf in Frage stellen zu wollen, denn Poppy scheint durchgängig glücklich zu sein, und das ist ja scheinbar das Kriterium für Erfolg im Leben.
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am 5. Mai 2016
! Abfeiern, Abgeiern und Nachdenken!
Natürlich ist die Mädelsfete mit Rauchzeugs, Alk und dicke Murmel- Aufwachphase
sowie die Huhntütenmasken etwas alberig......reizen aber schon das Fell zu Gelächter.
" Bisschen gefährlich, die ihnen über den Kopf zu ziehen, oder? " - " Ich versuch`, sie zu ersticken....
ist mein Ziel. Die kleinen Scheis*er. "
Poppy arbeitet als Grundschullehrerin- kennt sich aus in Kunst und Leben, nimmt alles locker. Alles.
Und das ist sehr erheiternd. Griesgrämige Menschen, die keinen Spaß (oder gar keinen) verstehen,
werden schier von Poppy`s Temperament überrannt. So wie Poppy`s Fahrschullehrer, der so einiges
an Spitzzüngeleien über sich ergehen lassen muss.
" Kann losgehen. " - " Du steigst auf den Beifahresitz..! " - " Du weißt aber schon, dass ICH fahren
lernen will? " - " Vorher haben wir noch was zu besprechen. " - " Okay, wenn du drauf bestehst, na gut.
Hast du die Autofarbe ausgesucht? " Und dann..........-" Ich möchte, dass du zur nächsten Fahrstunde
in flachen Schuhen kommst. " - " Da seh` ich aber nicht so gut aus....okay, werd` sehen, was ich für dich
auftreiben kann. " Und ich sah und lachte, und wie ich mir dachte, - die erste Fahrstunde bleibt urig.
Und die zweite und dritte....." Unfassbar, dass du Lehrerin bist,......du hast keinen Respekt vor Regeln.
Ich glaub`s nicht! " - " Ja, hat mich auch überrascht. "
Und natürlich habe ich den Eindruck. dass Poppy ständig zugedröhnt ist, mit allem möglichen Zeug.
Doch missgelaunte Menschen, die ständig nörgeln, rumzetern- sind weitaus schlimmer.
" Gar nicht so einfach, du zu sein, oder? " Und genau dieses Einfühlungsvermögen, diese Offenheit.....
und diese Offenherzigkeit machen den Film und Poppy so liebenswert.
" Am liebsten hätt` ich sie ganz fest gedrückt, die Ärmste. "

********************************************

Geschichte:

Poppy ist eine wahre Frohnatur- immer gut gelaunt und hilfsbereit.
Mit der Liebe hat`s noch nicht geklappt, aber das ist nicht so schlimm.
Ihre unbeschwerte Art löst in Poppys Umwelt meist befremdliches Erstaunen
aus, manche halten sie sogar für verrückt. Doch Poppy lässt sich ihre gute
Laune nicht verderben.......das Chaos des ganz normalen Lebens, was soll`s......
..................................................................................

**********************************************************************

Mein Fazit:

HAPPY- GO- LUCKY ist Sally Hawkins. Sally Hawkins ist HAPPY- GO- LUCKY!
Man kann es drehen, wie man möchte- anders lässt sich dieser auf seine ganz besondere
und spezielle, süße Art Film nicht beschreiben. Ignoranz ist eine Tugend, Toleranz eine Gabe.
Ich kenne sehr viele Leute, denen ein Quentchen Poppy ganz gut zu Gesicht stehen würde.
Oder wenigstens ein Kleinteil meiner Poppy- Art.:-)
Wer nämlich die Figur Poppy nervig findet, der wird auch mit dem ganzen Film nicht glücklich.
Wird auch mit der simplen (nicht kapierten? ) Botschaft nichts anfangen können. Wer sich aber auf die Eigenart
der klasse Protagonistin einlässt, wird jede Menge Spaß haben- und vor allem etwas lernen können.
Dieser Film, besonders, wie wir auf Poppy reagieren, sagt etwas über uns selbst aus- über unseren
Zustand, über unsere Einstellung. Es ist mehr als nur ein Film,- lebendig, unbeschwert und warmherzig.
Der ultimative gute Laune- Film. Mit brilliant dargestellten Charakteren. DA nützt auch zorniges Abklicken nixx! :-P
Und wer irgendetwas anderes behauptet- einfach nicht hinhören.;)
HAPPY- GO- LUCKY: Ein Film über die Offenheit und die Großzügigkeit des Geistes.
" Das ist die Frage- wo stehen wir alle? "
" Und wo warst du heut` Abend? " - " Ich bin zum Mond geflogen....und wieder zurück. "

Lauflänge: 110.25 Minuten ( o. Abspann ) !

Extras.

- Featurette " Behind the wheel of Happy- go- lucky= 4.23 Minuten!

- Featurette " Mike Ligh`s characters " = 27.16 Minuten!

- Interviews= 25 Minuten!

- B- Roll= 6.12 Minuten!

- Trailer, TV- Spots, Promo- Reel!

Absolut toller Film!!
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VINE-PRODUKTTESTERam 30. Juni 2010
Poppy ist Single, lebt seit 10 Jahren mit einer Freundin zusammen, arbeitet als Grundschullehrerin und betrachtet das Leben grundsätzlich von der Sonnenseite her. Vielleicht gibt es ein psychologisches "Störungsbild", welches das Verhalten von Poppy beschreiben würde. Denn alles, ja gänzliches alles erscheint ihr beschwingt und einfach vorzukommen. Und reagiert ihr Umfeld einmal in eine andere Richtung, versucht sie es schwungvoll mit froher Laune zu bestreichen.

Ich habe mich gefragt, wie ich reagieren würde, wenn ich jemanden wie Poppy kennen würde. Wahrscheinlich würde ich mich permanent auf dem Arm genommen fühlen und irgendwann schreiend davonrennen. Ich bin sicherlich kein negativ ausgerichteter Mensch, ganz bestimmt auch nicht so miesepetrig wie der Fahrlehrer, aber so viel Euphorie haut den stärksten Mann um.

Weshalb gebe ich dem Film nun dennoch 4 Sterne? Weil ich ihn für eine wunderbare Auseinandersetzung mit einer mir fremden Lebenswelt halte. Sicherlich mag es solche Mensch wie Poppy auch in Natura geben. Ich denke aber nicht, dass der Film ihren Umgang mit den alltäglichen Höhen und Tiefen als idealtypisch und vorbildhaft verkaufen möchte. Poppy geht einen möglichen Weg, aber dass sehr konsequent und geradlinig. Vielleicht mag man sich situativ eine Scheibe abschneiden, aber so generell?? Poppy provoziert und irritiert ihre Umwelt. Ich halte das für authentisch.
Und auf filmischer Seite erinnert mich die Rolle der Poppy stark an die immer frohgelaunte, korpulente Mitschwester von Whoopi in "Sister act".

Ich muss es einfach auch zugeben, dass der Film mich zu Beginn doch ziemlich genervt hat, ich im weiteren Verlauf aber durchaus einen hintergründigen Tiefgang erkennen konnte. Er ist auf alle Fälle außergewöhnlich und nicht einfach nur eine Comedy.
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am 2. Dezember 2016
Süßer Film ohne groß rising/falling action oder climax. Nicht moralisierend oder hochdramatisierend, sondern lebensnah. Eine fröhliche Berieselung und durchaus sehenswert.
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am 13. April 2017
kann ich nur empfehlen. ein sehr schöner und lustiger film. eine frau die alles im leben positiv sieht. sehr schön
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am 6. Februar 2009
Mike Leighs Sozialkomödie aus dem Jahr 2008 hat Sally Hawkins zu etlichen Preisen und internationalem Durchbruch gereicht, hinterlässt aber ungeachtet dessen auch ein zwiespältiges Gefühl beim Betrachter.

Da ist zum einen die ansteckend gute Laune, mit der Pauline ihr an sich recht normales Leben zu etwas Besonderem macht. Da ist aber auch die Exaltiertheit Poppys, die im Verlauf des Films für den Betrachter zunehmend anstrengend wird. Die Handlung kreist um die Auseinandersetzung Paulines mit ihrem Fahrlehrer Scott, von Eddie Marsan bemerkenswert verkörpert, um das Aufeinandertreffen von gelebter Toleranz, vorgeblicher Libertinage mit vorurteilsbelasteter Intoleranz, herkunftsbedingter Ignoranz.

Happy-Go-Lucky macht fast vollständig an der Hauptdarstellerin fest, wird m.E. ein wenig zu hoch gehandelt, ist aber allemal sehenswert.
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am 15. September 2017
ist zweikommafünf Zentimeter zu affig. Man sollte sich den Film daher nur im englischen Original anschauen. Was macht man als Fahrlehrer, wenn sich so eine Frau ins Auto setzt? Irgendetwas anders als der Fahrlehrer in diesem witzigen Film. Der beste Film mit Sally Hawkins heißt "Submarine". Im Verlgeich zu "Submarine" hat dieser Film wenig Tiefgang, aber man muss mitlachen, wenn Sally Hawkins lacht. Sie spielt die Frau, die für positive Stimmung sorgt, wenn sie irgendwo erscheint und das steckt an.
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am 2. Januar 2012
Ich finde es zwar sehr schade, aber irgendwo auch verständlich, dass dieser Film die Gemüter nicht nur sehr positiv sondern auch sehr negativ erhitzt. Verstehen kann ich es insofern als das es ja auch die Leute geben muss, auf die Poppy ja Einfluss nehmen will, also all diejenigen, die offenbar wie der Fahrschullehrer hinter allem das schlechte sehen und ihre Wut in die Welt hinaus schreien müssen. Diejenigen, die denken, ein Film muss sie von der ersten Minute zum lachen bringen und eine hyperaktive Frau wäre einfach nur nervig. Ja klar kann Poppy einem auf die Nerven gehen, wenn man seine eigene Einstellung nicht hinterfragt und nur die ersten 20 Minuten des Films sieht wie die Vielleserin laut ihrer Rezension. Als Leserin müsste sie eigentlich wissen, dass man einen guten Roman auch nicht nach 30 Seiten beurteilen kann. Wie vielschichtig dieser Film ist, zeigte ja erst der weitere Verlauf.
Gerade in der heutigen Welt voller Negativsmus tut Poppy richtig wohl, durchaus auch in dieser überspitzten Darstellung des Films, den ich übrigens gar nicht vordergründig als Komödie sehe und daher auch nicht ständig lachend vorm Fernseher saß, allerdings irgendwie mit einem dauerhaft wärmenden Gefühl im Magen und nem leichten Grinsen im Gesicht.
Genau so eine Grundschulleherin, die sich mit den Kindern beschäftigt, sei es spielerisch oder im Gespräch, würde ich mir für meine Kinder wünschen. Und das Poppy auch mal runterkommt und nicht dauerhaft auf Droge Optimismus ist, kam im Film ja auch klar rüber. Insofern mir ein Rätsel wie man diesen Charakter auch nur ansatzweise unsympathisch finden kann. Ihre Freude am Leben steckt an, ihr Mut nicht das normale Spießerleben zu führen, aber trotzdem diese Spießer nicht zu verdammen (wie es im Konflikt zwischen ihren beiden Schwestern zum Ausdruck kam), macht sie so sympathisch. Ihr Motto heißt, - leben und leben lassen - . Nur schade, dass offensichtlich viele Rezensenten anderer Meinung sind, und Poppys Optimismus und Freude als aufgesetzt betrachten, nur weil der Negativismus in unserer Gesellschaft normal geworden ist. Viele auch alternative Menschen scheinen die Fähigkeit kritisch zu denken, was Poppy ja durchaus auch tut, damit zu verwechseln an allem und jedem herum zu mäkeln. Diese Dinge nimmt der Film aufs Korn. Und das ohne die Polarisiserung wie sie hier scheinbar unter den Rezensenten vorherrscht. Auch der durchaus latente rassistische und chauvinistische Fahrlehrer wird ja letztlich als vielschichtiger Mensch dargestellt, der auch durch seine Hingezogenhenheit zu Poppy ja etwas wichtiges für den Film ausdrückt. Jeder sehnt sich nach Liebe, egal ob der Optimist oder der Pessimist. Die Frage ist nur, wer kommt besser durchs leben, ohne dabei beliebig und oberflächlich zu sein? Poppy hat den richtigen Weg gewählt. Mit 30 Jahren jede Menge erlebt, sie weiß worauf es im Leben ankommt und hat sicherlich vielen Menschen auch etwas geschenkt. Mir hat sie jedenfalls die Hoffnung darauf geschenkt, dass nicht nur noch negatives Denken in unseren Breitengraden vorherrscht. Ein toller Film mit einer sehr guten Sally Hawkins, die nicht umsonst den Silbernen Bären und den Golden Globe für diese Ausnahmeleistung bekommen hat.
33 Kommentare| 48 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

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