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TOP 1000 REZENSENTam 8. Februar 2015
Die Reifeprüfung:

Anlässlich der bevorstehenden Oscar Verleihungen veröffentlichen Studiocanal einige der großen Klassiker ihres Backkatalogs in neuer Aufmachung erneut auf Blu-ray. Nur als Nebenbemerkung: Wer die bisherigen Fassungen bzw. ein davon besitzt, erhält hier abgesehen vom anderen Cover keinen Mehrwert, da die Discs identisch sind.
Wer diesen Film aber noch nicht besitzt, sollte unbedingt zugreifen, denn der Film ist nicht umsonst ein absoluter Klassiker des 60er Jahre Kinos. Zu sehen ist dabei nicht nur ein Dustin Hoffmann in jungen Jahren, der bereits damals erkennen lässt, was für ein großer Darsteller er mal werden würde, sondern ein tolles Coming of Age Drama, das mit viel Niveau, einer tollen Charakterzeichnung gerade der Figuren des jungen Ben und der reifen Miss Robinson sowie einer kurzweiligen Story zu überzeugen weiß. Dazu eine wirklich verführerische und sehr attraktive Anne Bancroft in der Rolle der Mrs. Robinson, die den Jüngling Ben um den Finger wickelt. Regisseur Mike Nichols (Der Krieg des Charlie Wilson, Die Waffen der Frauen) hat ein wunderbar unterhaltsames Coming of Age Drama abgeliefert, das nicht nur charmant und kurzweilig daherkommt sondern auch mit gut geschriebenen intelligenten Dialogen und einem guten Erzähltempo überzeugt.

Das Bild schaut bei diesem mittlerweile doch schon 48 Jahre alten Filmes erstaunlich gut aus, auch wenn es mit aktuellen Produktionen nur bedingt mithalten kann. Dennoch punktet der Transfer mit einem sehr sauberen Bild, bei dem keinerlei Schmutzspuren zu erkennen sind. Die Schärfe bewegt sich auf einem guten bis vereinzelt sogar sehr guten Niveau. Stellenweise sind aber weichere Abschnitte nicht von der Hand zu weisen, was aber kaum stört. Im Vergleich zur DVD ist aber nicht nur die Schärfe wesentlich besser, sondern erscheinen auch die Farben viel natürlicher und kräftiger bei einem ausgewogenerem Kontrast. Der Schwarzwert könnte indes gerne noch etwas kräftiger sein. Die Durchzeichnung ist allerdings nahezu durchweg einwandfrei. Kompressionsspuren sind aber nicht aufgefallen.

Noch mal: Der Film ist 48 Jahre alt und durchweg dialoglastig; wer da bei der vorliegenden DTS HD Master Audio 5.1 Abmischung ein Surroundfeuerwerk erwartet, ist doch realitätsfremd. Um es auf den Punkt zu bringen: Bei diesem Film dominieren die Dialoge und die werden klar, störungsgeräusche-frei und mit einer soliden Dynamik wiedergeben. Bei dem starken Soundtrack (u.a. "Sound of Silence", "Hey, Mrs Robinson") kommt dabei auch etwas Räumlichkeit über alle Kanäle auf. Unabhängig davon ist die Stereoseparation wirklich gut. Die Stereo Abmischung, die ebenfalls vorliegt klingt nicht so gut wie der 5.1-Mix, da gerade der Soundtrack da erkennbare Schwächen zeigt.

An Bonusmaterial wurde nicht gespart. Neben dem Featurette "Die Reifeprüfung – 25 Jahre später“, dass nach einem viertel Jahrhundert den Film nochmal Revue passieren lässt, gibt es mit „Looking Back – Ein Film der 60er Jahre“, einem Interview mit dem Romanautor Charles Webb, einer Analyse der Verführungssequenz, einem Featurette über die Musik, einem Audiokommentar von Prof. Thomas Koebner sowie eine eigene Songauswahl und Trailer genug Beiträge die zahlreiche Informationen zum Film liefern. Value for Money.

Wer "Die Reifeprüfung" noch nicht sein eigen nennen sollte, sollte nicht lange zögern sondern spätestens mit dieser Wiederveröffentlichung zugreifen. Das intelligente und kurzweilige 60er Jahre Coming of Age Drama bietet selbst nach fast 50 Jahren immer noch ausgezeichnete (eben Oscar-reife) Unterhaltung. Der HD Transfer ist wirklich gut gelungen.
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am 16. Juni 2017
Ein Klassiker! Der Durchbruch für Dustin Hoffmann , der von der schönen erfahrenen Nachbarsmutter ( Anne Bancroft) verführt wird , um ihn von der bildhübschen Tochter Elaine ab zu lenken. Tubulente Kommödie , unterstrichen von tollen Bildern in und um San Francisco, so wie einigen Musiklassikern des legendären Duos Simon und Garfunkel.
( Meine Frau und ich mussten beim Besuch in San Francisco natürlich auch im offenen Carbrio über die Golden Gate bridge fahren , und haben selbstverständlich die Titel von Simon und Garfunkel gehört.-)
Ein spannendes Ende der rührseeligen Geschichte steht bevor und erfreut alle Zuschauer. Sehenswert !!!!!!
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am 10. September 2017
Der Film Die Reifeprüfung gehört zu den Klassikern, die sich in unseren Augen ein Filmfreund auf jedem Fall angesehen haben muss. Regisseur Mike Nichols schuf den Film im Jahre 1967, wobei er sich dem gleichnamigen Roman von Charles Webb als Vorlage nahm. In der Hauptrolle ist der damals gerade 30 Jahre junge Dustin Hoffman zu sehen, der bei den Dreharbeiten von einer ihm unbekannten, älteren Frau angesprochen wurde. Diese prophezeite Hoffman, dass nach dem Film nichts mehr so sein würde wie es einmal was – und behielt Recht. Denn Hoffman avancierte nach Die Reifeprüfung zu einen bekannten Filmstar.

Obwohl Die Reifeprüfung bereits 50 Jahre alt ist, wirkt der Film zu keiner Zeit überholt oder angestaubt. Die Story fasziniert noch heute: Ein junger Mann beginnt ein Verhältnis mit einer älteren Frau und verliebt sich in deren Tochter. Drama und Komödie: Dieser Film pendelt zwischen diesen beiden Genres hin und her und holt so das bestmögliche aus dem schon guten Stoff heraus. Der Mix von zwei Genres in Verbindung mit der Wandlung von Charakteren ist das Geheimnis eines guten Drehbuchs. Hier kann man genau studieren, wie alles richtig gemacht werden muss, um einen herausragenden Film auf Basis eines exzellenten Drehbuchs zu drehen. Erfrischend ist nicht nur der Plot, sondern auch die oscarnominierte Cinematographie von Robert Surtees. Das Cinemascope-Format ist eben nicht nur Landschaften vorbehalten, wie man an diesem Film sehen kann. Die Bildkomposition ist immer wieder sehenswert, der Einsatz von Zoom und Tiefenschärfe kann heute noch begeistern. Neben den hervorragenden Schauspielern muss natürlich die Musik von Simon & Garfunkel erwähnt werden. Die Reifeprüfung ohne Stücke wie "Sound of Silence" oder "Mrs. Robinson" ist dieser Film nicht denkbar. Letzteres wird in dem Film nur kurz angespielt und wurde dennoch zum Nummer 1 Hit, wenn nicht sogar zum populärsten Song von "Simon & Garfunkel".

Es kann nicht verwundern, dass von Der Reifeprüfung immer wieder fleißig abgekupfert wurde. Eine Fahrt gegen die Zeit mit einem roten Sportwagen, dem das Benzin ausgeht, wurde vollständig in "Waynes World 2" übernommen. Den Vorspann findet man in "Jackie Brown" wieder und sogar an den beiden Toastscheiben, die aus dem Toaster springen, hat sich Tarantino vergriffen und in "Pulp Fiction" verbraten. Das sind nur einige wenige Beispiele. Die Reifeprüfung ist ein wegweisender Film, nicht nur, was das Genre betrifft. Darüber kann kein Zweifel bestehen. Er ist nach wie vor überaus sehenswert und unterhält ausgezeichnet.

Das Bild (2.35:1 anamorph) liegt bei dieser DVD glücklicherweise im Original-Format vor. Der Streifen wurde 1967 gedreht, trotzdem braucht das Bild Vergleiche zu aktuellen Produktionen nicht wirklich zu scheuen. Die Schärfe könnte vielleicht besser sein, hier und da gibt es auch Probleme mit dem Kontrast, der manchmal viel zu steil gewählt ist. Ein Rauschen ist nur vereinzelt auszumachen, Dropouts und andere Fehler, die auf Kinokopien oder ältere Filme schließen lassen, sucht man vergeben. Die Farbe ist von Technicolor, daher sollte man abgesehen von Rottönen nicht allzu kräftige Farben erwarten. Der Ton, der in Dolby Digital 5.1 vorliegt, ist zwar recht frontlastig, überzeugt aber mit einer guten Dialogwiedergabe. Die Stimmen der Darsteller sind jederzeit gut zu verstehen, Fehler sind nicht vorhanden. Sind Sprecher außerhalb des Bildes, sind auch sie auf die jeweiligen Frontlautsprecher gelegt. Man sollte sich auf jeden Fall nicht entgehen lassen, Dustin Hoffman einmal im Original zu hören, da er eine viel dunklere Stimme hat als in der Synchronfassung.

Dem Bonusmaterial wurde eine komplette DVD gewidmet. Hier können sich die Fans drei Interviews (mit Charles Webb, Dustin Hoffmann und Lawrence Turman), die Dokumentation „American Masters: Mike Nichols“ und eine Szenenanalyse ansehen. Des Weiteren kann man einen Blick in die Probeaufnahmen werfen und sich über Die Rolle der Musik im Film informieren. Den Abschluss bilden die drei Featuretten „Das Erbe der Reifeprüfung“, „Die Reifeprüfung – 25 Jahre später“ und „Looking Back – Ein Film der 60er Jahre“ ansehen. Auch auf der Film-DVD ist Bonusmaterial vorhanden, hier kann der Zuschauer zwischen gleich drei interessanten Audiokommentaren („Mike Nichols und Steven Soderbergh“, „Dustin Hofmann und Katherine Ross“, „Professor Thomas Koerber“) wählen.
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am 12. April 2013
"The Graduate" oder "Die Reifeprüfung" ist eine Liebeskomödie von 1967, die völlig zurecht zu den großen Klassikern der Film-Geschichte gehört.
Die Handlung ist wohl weitgehend bekannt, es geht um den jungen Benjamin (gespielt von Dustin Hoffman), der am College graduiert und nicht weiß, was er nun mit seinem Leben anfangen soll.

Die schauspielerischen Leistungen sind herausragend, der Film lohnt sich schon wegen des legendären Soundtracks von Simon & Garfunkel, bemerkenswert ist auch die Kameraführung.
Nicht nur in diesem Punkt war der Film seiner Zeit weit voraus.

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--> BLU-RAY:
Bild- und Tonqualität der Blu-ray sind gut, gerade auch angesichts des Alters des Filmes.
Die Blu-ray enthält neben dem deutschen auch den englischen Original-Ton (und einige weitere Sprachen).
Außerdem werden ein paar (kleine) Extras mitgeliefert, u.a. zur Filmmusik.
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am 6. April 2017
Nach Jahren des Überlegens habe ich mir den Film nun doch geholt. Ich war skeptisch, ob ein 60er Jahre Film nicht evtl. angestaubt wirkt, aber das war nicht der Fall. Hier passt wirklich alles und die Bilder des Films, z.B. die Poolszene, sind einfach großartig. Der Film ist sowohl wegen seiner Bilder als auch wegen seiner unaufgeregten Erzählweise und der schauspielerischen Leistung Hoffmanns und Anne Bancroft zurecht ein Klassiker. Hoffentlich wird er nicht neu verfilmt, das könnte nur schiefgehen.
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am 15. September 2010
Den Inhalt des Klassikers setze ich als bekannt voraus.
Hier geht es um die Bewertung der Blu Ray Umsetzung, die wohlgemerkt subjektiv ist.
Die Farben auf meinem LCD-Fernseher erscheinen mir bei gleicher Einstellung kräftiger als auf der DVD.
Auf der DVD sind die Farben etwas zurückgenommener als auf der Blu Ray, was für mich besser zum Film paßt.
Jedoch läßt sich dieser Farbeindruck auch mit der Blu Ray erreichen, wenn man im Farbmenü des Fernsehers eine kühlere Farbeinstellung wählt.
Die deutsche Tonspur liegt in Stereo und 5.1 DTS vor. Die Stereo-Tonspur hat eklatante Mängel, die sich bei den Liedern von Simon & Garfunkel zeigen: Sie klingen wie auf einem alten Kassetten-Rekorder der Gleichlauf-Schwankungen hat. Bei den Dialogen fällt der Fehler nicht auf. Die 5.1 Tonspur und die englischen Stereo-Tonspur sind dagegen in Ordnung. Die anderen Tonspuren habe ich nicht getestet.
Das Bild ist keine wesentliche Verbesserung zur DVD. Allerdings muß man sagen, daß das DVD-Bild von "Die Reifeprüfung" für so einen alten Film fast Referenz ist und viele Blu Ray Umsetzungen gleich alter Filme locker schlägt.
Mein Fazit: Die Blu Ray ist für alle, die den Film noch nicht besitzen oder an dem Bonus-Material interessiert sind. Ein Umstieg allein wegen des Bildes macht für mich nicht viel Sinn. Zur Information: Das Bild wurde auf einem Bildschirm mit 117 cm Diagonale verglichen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 25. Mai 2013
--- Inhalt ---

Der zwanzigjährige Benjamin Braddock (blutjung: Dustin Hoffman) gönnt sich gerade eine Auszeit vom College. Er steuert in eine fade Leerlaufphase herein, die sinnloses Herumliegen am Pool und Herumfahren in der Gegend beinhaltet, weil der Einserstudent nicht weiß, was er mit seinem Leben anfangen soll.
Am Abend seiner Willkommensfeier macht ihm die verheiratete Mrs. Robinson (Anne Bancroft) Avancen, auf die er wenig später eingeht. Nun hat Benjamin etwas gefunden, wegen dem er morgens aufstehen kann.
Seinen Eltern ist die allgemeine Lustlosigkeit Bens nicht entgangen. Zur Ablenkung vom Nichtstun drängen sie ihn dazu, mit der Tochter der Robinsons (Katharine Ross) auszugehen. Natürlich können die beiden nicht wissen, dass Ben eine Affäre mit Elaines Mutter hat. Noch verzwickter wird es, als er erkennt, was für ein tolles Mädchen sie ist. Das gefällt Mrs. Robinson natürlich überhaupt nicht...

--- Kritik ---

Die Verfilmung von Charles Webb' Roman THE GRADUATE trifft haargenau die schnelle Dialogabfolge, die im Buch eine ganz eigene Art von Humor verströmt. Manchmal wiederholt Benjamin einfach nur ungläubig, was ihm Mrs. Robinson gerade gesagt hat und verpackt es in eine Gegenfrage, auf die sie leicht gereizt reagiert. Das hitzige Spiel zwischen den beiden wird von Dustin Hoffman und Anne Bancroft wirklich mit Bravour gemeistert. Die Chemie stimmt einfach.
Aber das ist eigentlich nicht der Hauptgrund, weswegen DIE REIFEPRÜFUNG zu einem Klassiker wurde. Es ist die Thematik ums plötzliche Aufwachen, dass man nun kein Kind mehr ist und sich einen Kopf darum machen muss, was man für einen Beruf ausüben soll. Dieses Thema ist schlichtweg zeitlos. Und obwohl DIE REIFEPRÜFUNG nicht zuletzt durch den bekannten Soundtrack von Simon & Garfunkel 60er-Jahre-Flair verströmt, können sich Jugendliche bis dato mit diesem Problem identifizieren, weswegen es kaum verwunderlich erscheint, dass die Romanvorlage mitunter abiturrelevant ist. DIE REIFEPRÜFUNG ist deshalb kein schmutziger Film über eheliche Untreue, sondern über einen sehr erschreckenden Prozess im Leben eines jungen Menschen, den man gemeinhin als Erwachsenwerden bezeichnet.

--- Zur Blu-ray ---

Nachdem der Klassiker bereits einige Male in HD-Auflösung im Fernsehen lief, gibt es ihn jetzt endlich auf Blu-ray. Zugegebenermaßen war die DVD schon ein Kracher, weil man qualitativ wohl so alles aus dem nahezu 46jährigen Film herausgeholt hat, was ging. Die Blu-ray kann leider keine bemerkenswerte Steigerung bescheinigen. Es liegen zwar einige Szenen vor, die recht sauber und ordentlich wirken, aber so richtig scharf wird das Bild nie. An Referenzanwärter wie VOM WINDE VERWEHT und 2001: ODYSSEE IM WELTRAUM kommt DIE REIFEPRÜFUNG längst nicht heran. Ein der Detailschärfe störender, wenngleich natürlich wirkender Rauschefilm ist über die gesamte Dauer des Films auszumachen. Nun könnte man sich darum streiten, ob das Verbrauchte nicht zum Charme dieser alten Kamelle hinzugehört. Ich persönlich störe mich nicht an Verschmutzungen oder Rauschen, solange das HD-Feeling nicht auf der Strecke bleibt. Dies ist hier jedoch der Fall.
In Punkto Ton sieht es nicht anders aus. Trotz der zusätzlichen Ausführung der deutschen Tonspur in 5.1 DTS HD Master Audio kann diese kaum punkten. Ganz schwach verirrt sich zum Beispiel im hinteren Bereich das Geschnatter der Leute, während Ben inmitten des Feiergeschehens steht, aber Kraft und Volumen fehlen vollkommen. Sehr enttäuschend ist die Abmischung der Filmmusik ausgefallen. THE SOUND OF SILENCE und MRS. ROBINSON werden nur sehr dünn an die Zuschauer getragen. Der Subwoofer kommt nicht wirklich zum Einsatz. Allerdings ist es vorbildlich, dass sich der Vertrieb Studiokanal entschlossen hat, der deutschen Synchronisation gesonderte Aufmerksamkeit zukommen zu lassen und nicht dem englischen Original. Immerhin wird dieses auch mit HD-Boost präsentiert, wenngleich nur in Stereo. In Zukunft werde ich noch die deutsche Tonspur im gleichen Format testen, in der Hoffnung mehr Dynamik darin vorzufinden. Die Qual der Wahl in der deutschen Synchronisation zu haben, ist jedoch schon einmal vorbildlich.
Auf der Hülle der Blu-ray steht geschrieben, dass auf der Scheibe "mehr als 2 Stunden Bonusmaterial" vorliegen. Zählt man den Audiokommentar von Prof. Thomas Koebner hinzu, der sich über die gesamte Länge des Films erstreckt, stimmt das auch. Ansonsten kann man sich durch fast anderthalb Stunden Zusatzmaterial zum Film in Standardauflösung klicken. Besonders pikant empfinde ich das Interview mit dem Autor Charles Webb, hatte ich einmal gelesen, dass er sich von der Verfilmung seines Meisterwerkes distanziert hat. Davon ist in der zwanzigminütigen Frage-und-Antwort-Runde nichts zu spüren... Es liegen sogar einige Extras in deutscher Sprache vor, unter anderem das Featurette zur Musik, die von einer Professorin, die an der TU Berlin lehrt, in den geschichtlichen Kontext gesetzt wird. Als Sahnehäubchen bekommt der Filmsammler ein Wendecover ohne FSK-Flatschen obendrauf.

--- Fazit ---

DIE REIFEPRÜFUNG muss man einfach gesehen haben. Dieser Film hat seinen Eingang in die (amerikanische) Popkultur längst gefunden. Selbst nach mehr als vierzig Jahren finden sich noch Referenzen in neuen US-Serien, die sich um diesen Film drehen (z.B. DIE SIMPSONS oder GILMORE GIRLS). Wenn man die DVD schon sein Eigen nennen kann, bedarf es kein Update zur Blu-ray, es sei denn, man möchte mehr Fakten und Deutungen zum Film sehen, die im umfangreichen Bonusmaterial offenbart werden. Alles in allem verdient diese Blu-ray vier Sterne, obwohl dieser Film, der irgendwo zwischen Komödie und Drama angelegt wurde, bei Weitem mehr Wert ist.
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am 6. Juni 2017
Der Film ist ein Klassiker. Habe ihn gern gesehen. Der Soundtrack ist von Simon and Garfunkel und praktisch jedes Lied ein Hit geworden.
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NR. 1 HALL OF FAMEam 13. Februar 2004
Dustin Hoffman's Reifeprüfung war gewissermaßen sein Durchbruch als international anerkannter Schauspieler, 1967 gerade mal dreißig Jahre alt, konnte er schon eine Oscar-Nominierung für sich verbuchen. Dustin Hoffman als Protagonist eines ausgezeichneten Spielfilms aus Hollywood, erfreulicherweise ohne hollywood'schen Pathos, und wer bloß aufgrund des Titels Harmonie erwartet, wird eines besseren belehrt.
"Die Reifeprüfung" von Mike Nichols gilt nicht ohne Grund als Schlüsselfilm der späten 60er, als einer der ersten der 'new Hollywood' Generation, mit einem Rebell gegen die Elterngeneration im Mittelpunkt. Eine filmische Reflexion dessen, was zu dieser Zeit sich gesellschaftlich anzubahnen deutete, ein Thematisierung von der Auflösung von Strukturen, mehr noch, ein schonungsloses Aufräumen mit Biederheit, Heuchelei, Verlogenheit. Die klassische, wohlbehütete amerikanische Mittelstandsschicht war Geschichte nach diesem Film, nur mehr ein Abziehbild ihrer selbst, und viele hätten diesem Film gewiß den Tod an den Kinokassen an den Hals gewünscht. Doch es kam natürlich anders, und im Falle von "Die Reifeprüfung" in höchst unterhaltsamer und ironischer Weise.
Ben (Dustin Hoffman) wird von der älteren Mrs. Robinson in einem Hotel verführt, und der junge Knabe ist diesen prickelnden Erlebnissen nicht abgeneigt, jedenfalls so lange, bis er Mrs. Robinsons Tochter Elaine kennen lernt... .
Nur der Beginn des Zerbrechens einer amerikanischen Mittelstandsfamilie ist die Folge, wie wir dreißig Jahre später auch bei Sam Mendes' "American Beauty" Zeuge wurden. "Die Reifeprüfung" verblüfft aber auch noch über fünfunddreißig Jahre nach seiner Entstehung mit ausgeklügelter Kameraarbeit und Schnittechnik, die zeitlose Eleganz besitzen, exzellenten Dialogen (so freilich nur in der Originalfassung zu genießen) und natürlich seiner Vertonung: "Mrs. Robinson" (Anne Bancroft) ist aber nicht nur Schlüsselfigur in diesem Film, sondern auch Titel eines Songs von Simon & Garfunkel, die den Soundtrack zu diesem Film beisteuerten.
Die vorliegende DVD bietet gemessen am Alter eine ordentliche Bildqualität frei von Verschmutzungen, ein farblich ausgewogenes Cinemascope-Bild. Als Bonusmaterial bietet sich eine retroskektive Betrachtung der "Reifeprüfung" an, sowie ein Interview mit Dustin Hoffman. Rundum eine empfehlenswerte DVD, und ein Film, der in keiner Sammlung fehlen sollte.
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am 10. Februar 2009
"Hello darkness, my old friend; IŽve come to talk with you again,
because a vision softly creeping, left its seeds while I was sleeping,
and the vision that was planted in my brain - still remains -
within the sound of silence."(Simon & Garfunkel)

Nach 40 Jahren gibt es jetzt eine wunderbare Sonder-Edition des legendären Klassikers THE GRADUATE (Die Reifeprüfung). Damit liegt einer der schönsten und amüsant charmantesten Liebesfilme" der Filmgeschichte endlich wieder im originalen Cinemascope-Kinoformat von 2,35:1 vor; darüber hinaus ist er farblich digital bereinigt und erblüht im schönen neuen Gewand. Bildschärfe und Kontrast sind brillant, solange man das Originalformat beibehält. An die Freunde großer Bildschirme: Bitte nicht aufs 16:9-Format zoomen, dann lieber mit Letterbox-Streifen schauen oder auf dem Beamer, denn die Bilddramaturgie ist ein bedeutender und wichtiger Aspekt des Films!

Auch der Ton - nicht nur die Sprache, besondere die herrliche Musik von Simon & Garfunkel - wurde vom stumpfen Mono" in ein sanft räumliches 5.1." kunstvoll und stimmig übertragen. Die Toningenieure von Arthaus haben sich mit der Soundaufbereitung eine Riesenarbeit gemacht: Es gibt neben der alten Monofassung und dem englisch originalen Dolby-Stereo, sogar noch eine DTS und eine Kopfhörerfassung - so etwas hat Seltenheitswert.

Präsentation und Aufbereitung dieser Doppel-DVD sind perfekt. Das Bonusmaterial ist sehr umfangreich: auf der ersten DVD gibt es neben dem Film, zusätzlich die Musik - separat anwählbar, ein kurzes Interview mit Dustin Hoffmann + einen mehr als hörenswerten Audiokommentar von Deutschlands vielleicht kompetentesten Filmexperten, Professor Thomas Koebner; Trailer sind selbstverständlich.

Die zweite DVD beinhaltet drei sehr interessante Dokumentationen aus den 90ern:
a)Die Reifeprüfung - 25 Jahre später",
b) Die Featurette: The Graduate: Looking Back - Ein Film der 60er Jahre",
sowie ein längeres Interview mit dem Romanautor Charles Webb. Zusätzlich gibt es zwei Originalbeiträge auf deutsch (sic!): Eine Szenenanalyse der Kernfilmsequenzen mit Prof. Thomas Koebner und eine Featurette mit Prof. Helga de la Motte, zur Rolle der Musik im Film; die üblichen Starinfos und Filmografien zu den Darstellern bzw. dem Regisseur; Fotogalerie, Filmplakate und die Auflistung aller Auszeichnungen, die der Film erhalten hat. Herz was willst Du mehr...

Was macht nun diese ungeheure Qualität von THE GRADUATE aus? Ich würde kurz und bündig sagen: ALLES! Selbst nach 40 Jahren wird der Zuschauer jeden Alters noch amüsant, ansprechend und humorvoll unterhalten. Für die jüngere Generation sind es sicherlich die Aspekte eines quasi Musikfilms, der in vielerlei Hinsicht zurecht als eine Art Vorläufer des Musikvideos bezeichnet werden kann, obwohl Mike Nichols die Musik nicht - wie heute oft üblich - zu zerhackten und kurzgeschnittenen Bildern präsentiert, sondern eher ruhig und phantasievoll, mehr wie eine dramaturgisch notwendige Sinfonietta einsetzt.

Für mich persönlich ist der Chart-Renner Mr. Robinson" eher beiläufig, obwohl er zum Welthit und Millionenseller wurde. Mein Favorit und Lieblingshit ist jener wunderbare Titelsong The Sound of Silence", denn er entspricht exakt der Syntax filmischer Kernszenen; angefangen von der Titelsequenz, in der Benjamin auf einem Transportband schier lautlos an der Wirklichkeit vorbeischwebt, später ist es die Einsamkeit und Stille im Taucheranzug, weg vom Geschnatter der Partygäste in die ruhige Tiefe des Pools, oder der geniale Schluß, wenn sich unser Held verzweifelt ins quasi Kriegsgetümmel des Hochzeitsszenarios stürzt, taub für die Beschimpfungen der empörten Familienmitglieder, deren stummes Zähneklappern wie das lautlose Fauchen von Raubtieren hinter einer Glaswand wirkungslos bleibt. Begleitende Reprise dann wieder in der tollen Schlußsequenz, als die beiden - jeder hat für sich die eigene Reifeprüfung bestanden - im rappelvollen Bus auf der Rückbank plaziert in besinnlicher Ruhe, ungeachtet der glotzenden Fahrgäste, kurzfristig ihren Frieden finden: Hello darkness, my old friend...".

Über die geniale Regie von Mike Nichols (Wer hat Angst vor Virginia Wolf) und die bestechende Arbeit des vieldekorierten Kameramanns Robert Surtees (Quo Vadis, Ben Hur, Meuterei auf der Bounty, Sweet Charity, der Clou u.v.a.) gab es unzählige Seminare und wurden viele Fach-Bücher geschrieben, denn sie sind bereits Legenden hollywoodschen Filmschaffens. Daher gehört die Auseinandersetzung mit ihnen zum Pflichtprogramm, nicht nur für junge Filmstudenten, sondern eigentlich für alle Cineasten...einiges davon leistet diese DVD.

Zwar sollte man den Film politisch nicht überbewerten, aber in ihm ist durchaus ein sanfter Anfang der 68-Bewegung spürbar, geradezu rührend geht es hier nicht nur um das Freischwimmen eines jungen Mannes aus den krakenhaften Fängen seiner Eltern, sondern auch um das Auflösen von Traditionen, jenem weg vom Establishment" (hier der typisch amerikanischen 60er Jahre Middle-Upper-Class); und zumindest filmisch hat die sexuelle Revolution in der Darstellung einer für Hollywood geradezu kühnen Symbolik (siehe auch Plattencover & Filmplakat), offenen Bildsprache und moralischen Liberalität immerhin angefangen.

Darüberhinaus sind die schauspielerischen Leistungen (Dustin Hoffmann war mit seinen 29 Lenzen gerade 6 Jahre jünger als Anne Bankroft) einfach fabelhaft und die Musik ist brillant - für Grufties meiner Generation absolut unsterblich!

Fazit: Ein Edelstein auf meiner persönlichen Liste der 100 bezauberndsten Filme aller Zeiten" - den würde ich mit auf die einsame Insel nehmen! Schön daß dieses Kunstwerk neu-aufpoliert wieder erhältlich ist. Die Firma ARTHAUS (nomen est omen !) wird ihrem anspruchsvollen Namen gerecht!

Peter Bilsing
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