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am 31. März 2014
Es ist schon ein tolles Garn, was Dirk van den Boom hier spinnt ;-)
die gesamte Geschichte inkl. den diversen Handlungssträngen ist flüssig geschrieben und spannend aufgebaut.
Obwohl der Spannungsbogen zum Schluss offensichtlich wird und meiner Meinung nach die Geschichte zum Schluss mächtig auf's Tempo drückt um zum Ende zu kommen (vorher teilweise zu "verspielt" in den Beschreibungen wird zum Ende Gas gegeben)
Der geschichtiche Hintergrund, vor dem die Handlung spielt, ist sehr interessant. Auch die Analogie zwischen dem Römischen und dem deutschen Kaiserreich ist gelungen und spart nicht an Kritik.
vor allem der Schlus (möchte hier das Britishe Empire erwähnen...) "schreit" förmlich nach eine Weiterführung der Geschichte.
Und hier setzt meine Kritik an (deswegen 4 Sterne): das Ganze hätte auch in 3 - 4 Bänden verfasst werden können; 6 Bände sind zuviel, was auch an diversen "Längen" und "Nebengeschichten" zu erkennen ist die ich teilweise "überflogen" bin.
Sollte die Fortsetzung wieder 6 Bände beinhalten (soviel ich weiss ist es so) drängt ein wenig die Tatsache des Geld verdienens relativ stark in den Vordergrund.....
Sei's drum, ich habe die Serie gerne gelesen und kann sie empfehlen.
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am 21. Oktober 2013
Mit "Der Kaiser" liegt der letzte Band des inzwischen ersten Sechsteilers der "Kaiserkrieger" Serie vor. Ein langer Weg geht für die Männer der "Saarbrücken" zu Ende. Wie es sich für eine derartige Serie "gehört" kommt es zur Entscheidungsschlacht, die ein gutes Viertel des Romans ein nimmt. Viele der Protagonisten treffen sich in Nordafrika, wohin der amtierende römische Kaiser mit Rheinberg und seinen Getreuen geflohen ist.
Von Klasewitz hat für seinen Kaiser Maximus eine Flotte aus drei großen Truppentransportern gebaut, mit der er die Truppen nach Afrika übersetzen lässt. Dirk van den Boom hätte den Roman an dieser Stelle enden lassen können. Beide Seiten sind sich im Klaren, dass ein Angriff der "Saarbrücken" auf die Transporter mit tausenden oder zehntausenden von ertrinkenden Soldaten jegliche Invasionspläne gestoppt hätte. Damit dieses Szenario nicht eintritt, entscheiden sich beide Seiten, die Entscheidung auf dem Schlachtfeld zu suchen. Römische bzw. preußische Kriegsehre. Angesichts des späteren Abschlachtens eine fast fatale Entscheidung, die angesichts der Fürsorge einiger Befehlshaber für die ihnen anvertrauten Truppen nicht ganz nachvollziehbar ist und stark konstruiert erscheint.
Dirk van den Boom hat den Roman ansonsten solide aufgespalten. Neben den beiden Haupthandlungen um Rheinberg und von Klasewitz gibt es weitere Nebenströme, die alle quasi zum Schlachtfeld hin führen. In Bezug auf die Fremden - eine Anspielung aus dem fünften Roman - findet der Leser im Epilog weitere Informationen, die wahrscheinlich erst im zweiten Sechsteiler aufgegriffen werden. Damit wird gleichzeitig das zögerliche Vorgehen der Hunnen ein wenig erläutert. Der Gote Godegisel erweist sich als treuer Verbündeter Rheinbergs und sucht auf einem abenteuerlichen Weg, seinem Freund wichtige Informationen zur Verfügung zu stellen. Auf dieser Handlungsebene baut der Autor die meiste Spannung auf. Das dessen Informationen die Effektivität der Taktiker eher unterstreichen wirkt eher übertrieben, aber zumindest konsequent. Auch das Schicksal des Meuterers Thomas wird aufgeklärt. Er hat sich in den letzten Roman am besten in diese archaische Zeit integriert und kann - dem Pulproman folgend - mit Entschlossenheit und Tapferkeit seinen Platz in dieser Ära nicht nur verteidigen, sondern zur Überraschung der Leser und mancher Protagonisten auf ungewöhnliche Weise ausbauen. Mut wird von Dirk van den Boom am Ende der "Kaiserkrieger" genauso belohnt wie Feigheit/ Intrige auf unterschiedliche, manchmal ironisch pointierte Art und Weise bestraft wird. Das wirkt im Epilog teilweise ein wenig zu kitschig und pragmatisch.

Wie schon angesprochen gehört der Höhepunkt des Romans und damit im Grunde der ganzen Serie der Schlacht in den Weiten Nordafrikas. Damit verbunden sind diverse Intrigen und hinterhältige Meucheleien. Dirk van den Boom hat von Beginn der Serie an klar gestellt, dass die grenzenlose technische Überlegenheit der "Saarbrücken" keine "Deus Ex Machina" Lösung ist. So findet die Schlacht auch weit genug von der Küste statt, das die Geschütze der "Saarbrücken" nicht eingreifen können. Der Autor beschreibt die Vorbereitungen auf beiden Seiten sehr ausführlich und gibt sich Mühe, auch den in Sachen Militärhistorie Laien ausreichend Informationen zu den Formationen und zu den Angriffs- und Abwehrmechanismen zu geben. Von Klasewitz verfügt ohne Frage über die bessere Bewaffnung und gut ausgebildete Soldaten, aber erstens ist Munition ein wertvolles Gut und zweitens kann er auch nicht so schnell auf die sich bewegenden Frontlinien reagieren. Durch einen Attentäter wird die letzte Chance auf einen zweifelhaften ehrenvollen Frieden vergeben, so dass das Sterben in der Wüste Nordafrikas detailliert beschrieben wird. Dirk van den Boom beschreibt auf verschiedenen Handlungsebenen und damit ausreichend subjektiv den Verlauf der finalen Auseinandersetzung. Mit einer Rettung in letzter Minute - in einem klassischen Western oder Abenteuerfilm würde diese Sequenz mit kitschig patriotischer Musik unterlegt - dreht sich das Schlachtenglück selbst für den Leser überraschend. Auch die Intrigenlösungen um die beiden potentiellen Kaiserkandidaten wirken ein wenig zu hektisch und ambivalent abgewickelt. Insbesondere das Schicksal des Erschurken - so effektiv wie konsequent es auch sein mag - wird von Dirk van den Boom in einer ganz kleinen Szene erst rückblickend für den Leser zu erkennen vorbereitet, kommt aber dann überraschend schnell.
So bleibt am Ende von "Der Kaiser" fast ein süßsaurer Geschmack zurück. Als Serie betrachtet verzichtet der Autor auf unbefriedigende Lösungen wie "Der letzte Countdown" und die Idee, möglichst kein Zeitparadoxon hervorzurufen, ist positiv für den ganzen Handlungsverlauf schon frühzeitig über Bord geworfen worden, so dass viele positive Ansätze der "Saarbrücken" Mannschaft unter spätestens mit diesem Roman gänzlicher Ausschaltung negativer Synergien das alte, dekadente Rom eher beflügeln werden. Der Stoff liest sich über insgesamt sechs Romane trotz einiger Längen in der zweiten Hälfte des Sechsteilers relativ flott. Vor allem weil der Autor nicht nur die einzelnen Handlungsebenen sehr gut voneinander abgetrennt und dem Leser trotz der zahlreichen handelnden Personen immer gute Charakterisierungen auf den Weg mit gegeben hat. Das Ende wirkt vielleicht ein wenig überhastet, ist aber solide durchgeplant und finale Schlacht verdient in diesem Fall auch seinen Namen. Auch wenn sich Dirk van den Boom in seinem Nachwort für einige geschichtliche Ungenauigkeiten entschuldigt, spielt das angesichts der Extrapolation zukünftiger "Ereignisse" nach dem Erscheinen der "Saarbrücken" weniger eine wichtige Rolle. Es ist kein Geschichtstext, sondern eine Alternativweltstory mit vielen kleinen Höhepunkten und einem gut zu verfolgenden roten Faden. In Bezug auf die Länge hätte vielleicht auch ein Vierteiler gereicht, aber Dirk van den Boom entwickelt ausreichend kleine Episoden, um das Interesse des Lesers selbst bei den schwächeren Teilen auf Nebenschauplätze zu lenken und ihn solide bis teilweise sehr gut zu unterhalten.

Als Ganzes ist "Kaiserkrieger" ein ambitionierter "Roman" mit sechs großen Kapiteln, der in "Der Kaiser" einen teilweise überraschenden, aber guten und konsequenten Abschluss findet.
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am 1. September 2013
-- Die Rezension enthält Spoiler !! --

Am Anfang gleich eine Kritik zur Veröffentlichungspolitik des Verlages: Der tatsächliche Erscheinungstermin liegt wieder einmal mehrere Monate nach dem vom Verlag ursprünglich angekündigten Termin. Hier wäre eine realistischere Planung und die Einhaltung angekündigter Termine angebracht, um den Lesern Enttäuschungen zu ersparen.
Damit bin ich aber auch mit der Kritik bereits ziemlich am Ende.

Das Buch selbst ist ein spannender und solider Abschluss der Reihe. Das Schwergewicht liegt auf den politischen Intrigen, den militärischen Auseinandersetzungen um den Kaiserthron und den damit verbundenen verdeckten Operationen und dem Verrat von Verbündeten. Jeder der Thronanwärter wird am Ende das Opfer eines Dolchstoßes in den Rücken - in einem Fall im übertragenen, im anderen Fall im wörtlichen Sinn. Wenn man den Eindruck hat, dass im Verlauf der Reihe Kaiser und Anwärter auf den Kaiserthron rasch und in erheblicher Zahl verschlissen worden sind, stimmt das zweifellos, das war aber in der realen Geschichte dieser Zeit auch nicht anders.
Da am Ende der blutigen Entscheidungsschlacht beide Thronanwärter und die meisten hohen Offiziere tot sind, nehmen die Legionen die Sache selbst in die Hand und machen dem Bürgerkrieg durch die Ausrufung eines neuen Kaisers ein Ende. Die Wahl des neuen Kaisers ist zweifellos eine große Überraschung, ich werde aber keinen Namen nennen, um die Spannung nicht zu verderben.
Etwas zu kurz kommt im Band 6 der Kaiserkrieger-Reihe für mein Gefühl der Technologie-Transfer in das römische Reich durch die Männer der "Saarbrücken", hier hoffe ich auf den bereits angekündigten 2.Zyklus.
Am Ende von Band 5 "Die Flucht" gab es ja bereits einen recht deutlichen Hinweis auf andere Zeitenwanderer, die Kontaktaufnahme mit diesen wird im 2. Zyklus neben dem technischen Fortschritt zweifellos eine wichtige Rolle spielen.
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am 9. Oktober 2013
Autor:
Dirk van den Boom ist ein sehr aktiver und bekannter deutscher Autor, der vor allem Science Fiction Romane schreibt. Seine Reihe „Kaiserkrieger“ ist sein erster Ausflug in das Subgenre der Alternative History, welche zur SciFi gezählt wird. Seine anderen Romane spielen dagegen meist im klassischen SciFi Umfeld, dem Universum und den Kontakt der Menschen mit Aliens.

Serie:
Die „Kaiserkrieger“ Reihe besteht im ersten Zyklus aus 6 Romanen, wobei „Der Kaiser“ Band 6 und damit das Finale darstellt. Es ist aber bereits ein zweiter Zyklus angekündigt, ebenso aus 6 Romanen bestehend. Die einzelnen Romane bauen direkt aufeinander auf, die Handlung wird teilweise ohne Zeitsprung sofort weitergeführt. Erzählt wird die Geschichte der deutschen Besatzung des Kriegsschiffs Saarbrücken, welches durch eine unfreiwillige Zeitreise ins alte Rom versetzt wird und nun versucht sich dort eine Lebensgrundlage aufzubauen, im Dienste Roms.

Inhalt:
Alles rüstet sich für die Entscheidungsschlacht. Die Truppen von Theodosius sind in Afrika gelandet und haben sich dort mit den afrikanischen Legionen getroffen. Zudem sind auch die Zeitenwanderer der „Saarbrücken“ aus dem Osten eingetroffen, leider ohne Armee da im Osten die Pest ausgebrochen ist und auch die Legionäre dort unter Quarantäne stehen. Aber auch Usuropator Maximus setzt mit seinen Truppen von Italien nach Afrika über und will hier die Entscheidungsschlacht. Inzwischen ist der ehemalige Erste Offizier der „Saarbrücken“ von Klasewitz zu seinem Heermeister aufgerückt. Doch Verrat lauert in beiden Lagern. Während die afrikanischen Präfekten sich im geheimen mit Maximus verbündet haben und den Verrat an Theodosius planen, plant der fanatische Bischof Ambrosius den Sturz von Maximus. Obwohl dieser das Toleranzdekret ausgesetzt hat und die Progrome des Bischofs gegen andere Glaubensrichtungen duldet, will Ambrosius mehr und sieht in von Klasewitz das perfekte Werkzeug, einen von der Kirche abhängigen Kaiser, so plant der Bischof die Ermorderung des Maximus.

Beide Seiten planen also die Schlacht, während die Hauptcharaktere die sich noch nicht in Afrika befinden auch auf den Weg machen. Der junge Gote Godegisel, der die Zeitenwanderer unterstützt hat sich von seiner Pesterkrankung erholt und schafft es sich als Matrose an Bord eines der Schiffe von Maximus zu schleichen, wobei er vom Verrat der Afrikaner erfährt und versucht diese Nachricht noch rechtzeitig zu Rheinberg zu bringen. Die Expedition von Köhler, Behrens und Neumann erfährt in Aksum von den Vorkommnissen und da sie im alten Kaiser des Reiches einen Freund gefunden haben, machen sie sich mit Verstärkung auf den Weg ins römische Nordafrika, in der Hoffnung noch rechtzeitig eingreifen zu können. Bei den Truppen treffen sich zudem der inzwischen zum Tribun beförderte Thomas Volkert und die übrigen Zeitenwanderer von der Saarbrücken wieder aufeinander, um wieder gemeinsam Seite an Seite zu kämpfen.

Denn die folgende Schlacht wird entscheiden, wer wird „Der Kaiser“

Meinung:
Es ist der Finale Band und das merkt man. Wo in den vorherigen Bänden noch an vielen Schauplätzen gekämpft wurde konzentriert sich nun fast alles auf die Entscheidungsschlacht in Afrika. Selbst die wenigen Szene die noch an anderen Orten spielen, bieten die genaue Vorbereitung das wichtige Personen zum Platz der Entscheidung reisen. Bis dahin hat sich auch jede Figur entschieden auf welcher Seite er oder sie steht. Der Leser weiß dabei mehr als die beteiligten Charaktere. Man weiß sowohl vom geplanten Verrat der afrikanischen Präfekten, bereits seit Band 5. Aber auch von den Plänen Maximus zu ermorden. Aber der Autor schafft es die Spannung so aufzubauen und hochzuhalten dass es einen fesselt. Die vielen Sprünge, die Handlung aus der Sicht von vielen verschiedenen Charakteren zu beschreiben passt, vor allem in der Schlacht bietet dies ein entsprechendes Spektrum.

Dabei werden auch in diesem Band wieder mehrere der bekannten Charaktere, auf beiden Seiten, sterben. Wer dies im einzelnen sein wird will ich noch nicht verraten da man dann das Ende bereits kennt. Aber das der Autor keine Probleme damit hat Hauptpersonen und wichtige Nebencharaktere zu opfern hat man bereits erleben dürfen. Man merkt aber auf alle Fälle das alle Entwicklungen wichtig waren. Zum Beispiel Volkert, von einem junge Fähnrich ist er inzwischen zum hohen Offizier der Legionen geworden und zudem bereits eine Ikone bei den Legionären, einen Ruf den er sich durch gute Leistungen erworben hat und in dieser Position wichtiger wie als weiteres Besatzungsmitglied. Generell spielt das Schiff eine eher untergeordnete Rolle da die Schlacht an Land stattfinden wird, somit sind auch in erster Linie, Rheinberg und die Infanteristen in der Schlacht involviert.

Eher eine kleine Rolle nehmen die Teilnehmer der Expedition nach Aksum ein, dafür eine wichtige. Auch diese Reise zeigt nun ihre Wirkung. Man merkt hier das der Autor sich von Band 1 bis hier einen Plan zurechtgelegt hat und Handlungen wie auch Charaktere stimmig sind. Zudem gibt es am Ende bereits einen Ausblick auf die nächste Reihe, den zweiten Zyklus der Kaiserkrieger Reihe!

Persönlich muss ich sagen dass ich die Bänder super gerne gelesen habe, sie sind einfach tolle Abenteuer, für Liebhaber der Alternativwelten wie auch für Fans des alten Roms oder von historischen Romanen wo man auch etwas Fantasie einbringen darf. Zudem, darf ich von mir behaupten 2 wichtige Entwicklungen schon vor diesem Band richtig erraten zu haben. Zum einen die Rolle die unsere Expedition nach Aksum noch spielen wird und zum Anderen das Schicksal von Thomas Volkert.

Ich kann diese Reihe nur Jedem empfehlen!
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am 23. Mai 2014
Dirk van den Boom gelingt mit dem sechsten Band ein furioser Abschluss des Zeitreiseabenteuers. Die Schlinge zieht sich immer enger um den Hals der Kreuzer-Crew. Und die Chancen - des zumindest »guten« Teils - der zeitgereisten römischen Neubürger stehen schlecht. Sehr schlecht. Fügen sich die Handlungsstränge zum Ende hin - kommte es zum finalen Kräftemessen der Gegner. Ja, ganz gewiss! Aber auf dem Weg dahin bleiben überraschende Wendungen nicht aus. Selbst nicht im Showdown.

Abschließend, nach sechs recht temporeichen und (leider) schnell weggelesenen Bänden ist die Bilanz positiv. Van den Boom löst das Versprechen von »Action meets Alternativhistorie« mit politischem Impetus ein, das er mit dem ersten Band abgegeben hat. Es mangelt nicht an scharfgezeichneten Personen mit auch historisch gut nachzuvollziehenden Handlungsmotiven, an ironischen - bis an die Grenzen der Anachronismen gehenden - Ideen. Man denke hier nur an die Kaffee-Connection mit Aksum.
Und wer wissen möchte, ob Ambrosius von Mailand (ganz nach Deschner: fies und durchtrieben) seine gerechte Strafe bekommt, ja, der sollte auch unbedingt diesen Abschlussband lesen.
Wer deftige Unterhalt liebt, sollte die ganze Serie kaufen. Wer Sprachkunstwerke und feinstziselierte Charakterstudien erwartet, der wird hier jedoch nicht bedient und dürfte bei Thomas Mann besser aufgehoben sein. Und der lohnt sich freilich ja auch.
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am 7. Dezember 2013
Folge 6 der Kaiserkrieger bringt wieder deutlich mehr an Spannung und an "Handlung" - es tut sich was und es werden Handlungsstränge nicht mehr zerfasert und bis zur Unübersichtlichkeit aufgedröselt. Die Story ist logisch und drängt einem klaren Ende entgegen, das vieles löst und manches offenläßt.

Die Idee der Zeitreise ist tragfähig für eine lange Geschichte, ob es 6 Bände sein müssen, mag man diskutieren können. Wirklich fad geworden ist es jedenfalls nie. Der alles auflösende Knoten im 6. Band ist die Entscheidungsschlacht in Afrika, sie vermag die Geschichte - im Sinne von 'Historie' ein wenig zu drehen, wirklich ändern wird sie den Verlauf des ersten nachchristlichen Jahrtausends wohl nicht. Die Personen nehmen am Ende jene Rollen und Positionen ein, für die sie am besten geeignet erscheinen, die Irrungen und Wirrungen, die mancher durchmachen mußte, sind an einem guten - und für manche gerechten - Ziel angekommen.

An der Idee des Ganzen stört ein wenig das Fehlen eines klärenden Hinweises auf die Ursache des Zeitsprungs, die Andeutung einer Wiederholungen derartiger Ereignisse gibt keine neue Klarheit. Und eine eigene Arbeit wäre ja auch die Frage wert, hier geht's schon fast ins Wissenschaftliche, wie würde tatsächlich die Integration der Zeitenwanderer in das Römische Reich vor sich gehen, wann verlöschen die letzten Spuren - oder bleiben welche zurück? Könnten überhaupt welche zurückbleiben? Herr van den Boom könnte hier einen kleinen Essay nachreichen, er würde wohl gerne gelesen.

Die Ankündigung einer neuen Hexalogie (ja, so heißt das tatsächlich) macht einerseits neugierig, 'wie schafft er eine neuerliche Story ohne Wiederholungen und Übersteigerungen' - und andererseits skeptisch: 'wie schafft er eine neuerliche Story ohne Wiederholungen und Übersteigerungen'? Zweite Teile sind oft absturzgefährdet - lassen wir uns überraschen, was Herrn van den Boom wieder eingefallen ist und noch einfallen wird. Das U-Boot auf der mexikanischen Pyramide - zumindest läßt sich die Skizze des ersten Bandes der neuen Serie deuten - könnte ja für mancherlei Überraschungen stehen.
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am 25. November 2013
Ein schöner Abschluss der Reihe, der alle Handlungsfäden zusammenführt und zu einem würdigen Abschluss bringt. Fragte man sich am Anfang der Serie, wozu ausgerechnet die Expedition nach Aksum und die Abenteuer des jungen Volkert beschrieben werden, so fügt sich nun alles auf das Schönste zusammen. Die Sprache ist klar und angemessen, Meckereien eines anderen Rezensenten in diesem Punkt kann ich nicht nachvollziehen (und ich bin ziemlich empfindlich, was die sprachlichen Ungeschicklichkeiten mancher Autoren angeht) Ein kleiner Wermutstropfen sind kleine sachliche Fehler(*), die den Lesegenuss aber nicht wirklich trüben. Ein rundum gelungener Abschluss einer gelungenen Alternate-History-Reihe.

Ein Gedanke, der mir beim Lesen immer mal wieder durch den Kopf gegangen ist: Welche Auswirkung hat das Bewusstsein in einem Zeitstrang zu leben, der nur durch einen äußerst unwahrscheinlichen Besuch aus (einer anderen) Zukunft zustande gekommen ist, auf die Menschen dieser geänderten Zukunft einige Jahrhunderte oder Jahrtausende nach den beschriebenen Ereignissen. Könnte es sein, dass gerade SIE es sind, die für die Entführung der Saarbrücken und anderer Schiffe aus unserem Zeitstrang verantwortlich sind, um ihre eigene Existenz zu sichern? Oder gibt es einen anderen dunklen Grund für diese Zeitanomalien? Nur mal so als Anregung an den Autor Dirk van den Boom ;)

(*) Die Pest der Antike war beispielsweise NICHT die Beulenpest und Kaffeepflanzen tragen nicht schon nach einem Jahr erste Früchte ;). Allein die Reifung dauert 8-10 Monate und erste Blüten setzt die Pflanze erst nach 2 oder 3 Jahren an.
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am 25. April 2016
Fünf Sterne gibt es bei mir immer, wenn ich eine Buch nur dann aus der Hand lege, wenn mich die täglichen Pflichten oder der Schlaf dazu zwingen. Bei den Kaiserkrieger Romanen war ich von Anfang an hin und weg und habe alle 6 Bände der "Zeitenwanderer", die dem römischen Kaiser dienen in etwas mehr als einer Woche durchgelesen. Ich will niemandem die Spannung nehmen. Die Inhaltsangaben der Bücher sagen genug aus. Die Bücher hatten den Nebeneffekt, dass ich viel über die römische Geschichte gelernt habe, wenngleich der Autor in seinem Nachwort darauf hin wies, dass er wohl auch einige Fehler gemacht hat. Mir fehlen aber die Kenntnisse, die zu bemerken. Das tut aber dem Ganzen keinen Abbruch. Die komplette Geschichte über die sechs Bände ist einfach spannend, die Figuren sind gut entwickelt und die Handlung ist faszinierend. Ich kann die Bücher jedem Fan des Genres "Alternate History" nur empfehlen.

Da alle 6 Bücher gleichermaßen gut sind, packe ich die Rezension auch in alle 6 Bücher hinein.
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am 30. November 2015
Ich habe die ganze Reihe der Kaiserkrieger gelesen, für mich einfach Klasse.
Von vorne bis hinten, aus jeden der vielen Blickwinkeln, immer flüssig zu lesen.
Die Verbindung zwischen Römerzeit und der Kaiserzeit Deutschlands ist dem Autor auf vortreffliche Weise gelungen.
Würde mich freuen wenn es so was auch in anderen Varianten geben würde.
Für mich eine absolute Weiterempfehlung, an alle die Phantasieerzählungen lieben
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am 8. November 2015
Mir drängt sich der Eindruck auf, dass es (natürlich) auch ums Geldverdienen geht. Da Amazon nicht Seitenzahlen angibt, verglichen mit einem normalen Taschenbuch, wunderte ich mich immer, wie schnell man durch die Bücher ist. Der Inhalt ist wohl nicht viel größer, wie bei einem Groschenroman. Inhalt: Gut, Schreibstil: Gut, Umfang: na ja..... Deswegen nur 2 Punkte-
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