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am 27. März 2017
Fast so gut wie die Bücher von Bernard Cornwell. Läßt sich gut lesen, wenn man angefangen hat will man nicht aufhören.
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am 23. Januar 2016
Normannen in Italien? Mit letztlich großem Einfluss auf die italienische Geschichte? Davon hatte ich keine Ahnung, entweder, weil ich im Geschichtsunterricht gedöst habe (sehr gut möglich), oder weil es schlicht nicht vorkam (auch sehr gut möglich).
Umso mehr Ahnung habe ich jetzt und bin begierig darauf, mehr zu lesen… aber glücklicherweise ist das ja nur der Beginn einer Reihe.

Neben den ganzen historischen Fakten, bei denen der Autor im Nachwort auch erklärt, wo er aus Gründen der Entwicklung der Geschichte ein wenig abgewichen ist, gibt es zwei andere Dinge, die das Buch spannend und faszinierend machen.
1. Erzählt wird aus der Sicht eines Jungen, oder jungen Mannes, Gilbert, der eigentlich kein „offizielles“ Mitglied der portraitierten Familie Hauteville ist. Und der im Laufe des Buches eine große Entwicklung durchmacht, weswegen es auch eine „coming-of-age“-Geschichte ist. Er will Abenteuer erleben. Er will ein Kämpfer sein. Er will auf der richtigen Seite stehen. Er will ein „richtiges“ Mitglied seiner Familie sein. Und er will die zarte Liebesgeschichte, die er erlebt „richtig“ machen. Und in all diesen Punkten brilliert er, strauchelt aber auch und macht Fehler.
2. Es geht immer wieder und zunehmend mehr um die Frage: Mit schnellen Coups Reichtümer erobern oder sich im Land auch machtmäßig und politisch zu etablieren? Und dieser Widerspruch führt zu internen Machtkämpfen und interessanten Entwicklungen.

Erzählt wird das Ganze rasant, mit amüsanten und spannenden Episoden. Der Leser darf mitfiebern, mitleiden, mitkämpfen und mitlieben. Es gibt durchaus einige harte Szenen, dennoch wird bei Kampf und sexuellen Begegnungen nie die Grenze zum „bähh“ überschritten. Auch die Nebenfiguren sind lebendig und liebenswert.

Ich verleihe eine Tüte Goldmünzen, ein Schwert, ein Pferd, viel, viel Wein, Speck für unterwegs und wandle das in fünf Sterne um.
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VINE-PRODUKTTESTERam 17. Februar 2014
Im 11. Jahrhundert in der Normandie lebt der bekannte Normanne Robert Hauteville. Nacheinem Kampf wird Robert verfolgt und so flüchtet er mit seiner Truppe nach Süditalien wo drei seiner Brüder schon einige Zeit ihr Unwesen treiben.
Mit Robert zieht auch Gilbert mit, ein Junge ohne Herkunft, denn er ist als Schweinehirte bei den von Hautevilles aufgewachsen.
Dass er im Laufe der Zeit zu Roberts engstem Vertrauten werden soll hätte zu Beginn der Reise niemand ahnen können.
Im Laufe der Jahre geschehen einige Dinge, die die Geschichte Europas verändern soll.

Dies ist der vierte Historische Roman den der Autor Ulf Schiewe geschrieben hat.
Für mich war es allerdings erst der zweite Roman den ich von diesem Autoren gelesen habe.
Zu Beginn habe ich mich etwas schwer getan mich in die Geschichte hinein zu finden, aber nach einiger Zeit hat dies dann gut geklappt.
Wie ich es schon von dem anderen Buh her kannte, war auch dieses Buch wieder sehr gut geschrieben und es hat auch die Geschichte Europas erzählt.
Doch dies ist auch erst der erste Band über die Familie Hauteville und wie sie in Süditalien zu ihrem Rang und Namen kamen. Da es aber diese Familie wirklich gab, ist der Großteil von dem was man hier in diesem Buch liest auch nachvollziehbar und auch wenn der Autor sich einige Schriftstellerische Freiheiten erlaubt hat.
Was mir aber gut gefallen hat, war das mit Gilbert eine fiktive Person die Geschichte erzählt hat und man so wie ein Außenstehender auf die Geschichte der Familie Hauteville schauen kann. Auch hat mir gut gefallen, dass Gilbert eine „eigene“ Geschichte hat und nicht nur als relativ blasse Figur auftaucht.
Alle in diesem Roman auftauchenden Figuren sind so detailliert beschrieben, dass man sich diese beim Lesen des Romans sehr gut vorstellen konnte.
Ebenso waren auch alle Handlungsorte sehr genau beschrieben, und durch die Karte die am Anfang des Buches ist und Süditalien im 11. Jahrhundert zeigt, konnte man auch die Lage der Orte nachvollziehen und so hatte man alles besser vor Augen.
Mir Persönlich hat die Figur der Gerlaine sehr gut gefallen auch wenn sie keine allzu große Rolle in der Geschichte gespielt hat, hatte sie eine Art die mir irgendwie gefallen hat.
Im Sommer kommt schon die Fortsetzung auf den Markt und ich bin wirklich gespannt wie die Geschichte der Normannen weiter geht.
Alles in allem hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen und es ist sehr empfehlenswert wenn man Historische Romane mag.
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am 17. Januar 2014
Der historische Roman „Das Schwert des Normannen“ von Ulf Schiewe ist der Auftakt der Sage rund um die Normannen und berichtet von ihren Eroberungen in Süditalien.

Der Klappentext:
Die Normandie im 11. Jahrhundert: Der berüchtigte Robert Guiscard von Hauteville, genannt das Schlitzohr, ist auf der Flucht nach Süditalien, wo seine Brüder sich als Kriegsherren einen Namen gemacht haben. Unter Roberts Gefährten befindet sich der 17-jährige Gilbert, dessen Herkunft im Dunkeln liegt und der bei den Hautevilles als Schweinehirt aufgewachsen ist. Durch seine Treue und Waghalsigkeit gewinnt er Roberts Vertrauen, der ihn zu seinem engsten Begleiter macht. Sie beginnen als Raubritter, für die nichts als Gold zählt, und sind doch dabei, ein Reich zu schaffen, das in Europa seinesgleichen suchen wird.

Schon lange habe ich mich auf das neue Buch aus der Feder von Ulf Schiewe gefreut – und ich wurde nicht enttäuscht.
Der Schreibstil von Ulf Schiewe hat mir sehr gut gefallen, das Buch hat sich flüssig lesen lassen, ich konnte mir die damalige Zeit und die herrschenden Umstände sehr gut vorstellen. Über das gesamte Buch wurde der Spannungsbogen aufrechterhalten Die Charaktere wirken sehr real und menschlich – sie sind sehr gut an die damaligen Zeiten angepasst und wirken nicht zu aktuell, sie passen in die damalige Zeit, ihre Denkweise und auch ihr Handeln empfand ich als sehr authentisch. Die Darstellung des Konfliktes der Normannen bezüglich des Glaubens hat mir gut gefallen. Auch ihre Raubzüge, wobei sie Kirchen des Christentums plündern werden eher realistisch dargestellt – ihre Ansichten dargelegt, eventuelle Zweifel thematisiert und ihre Vorgehensweise erzählt. Mir hat die authentische Sicht gut gefallen, es wurde nichts verschönert oder unrealistisch dargestellt, nur damit das Buch bunter wirkt. Ich empfand es als angenehm und erfrischend.
Zu Beginn hatte ich leichte Probleme mit der Konstellation der Charaktere. Mir hat die Hauptperson als Bezug gefehlt. Die Geschichte wird aus der Sicht von Gilbert erzählt, wobei dieser, besonders am Anfang des Buches eher in dem Hintergrund bleibt und nicht allzu aktiv an der Geschichte teilnimmt. Robert hat mir als Charakter sehr gut gefallen, seine Art und seine Präsenz fand ich gut dargestellt.
Inhaltlich fand ich dieses Buch sehr interessant. Die kriegerischen Taten der Normannen in Süditalien im 11. Jahrhundert sind mir so noch nicht in einem Buch begegnet. Das Buch hat mich inhaltlich und sprachlich gefesselt. Es hat mich in seinen Bann gezogen und mit eine andere Zeit offenbart, die ich so noch nicht kannte. Das Ende ist relativ offen, wobei „Das Schwert des Normannen“ der Auftakt einer größer angelegten Reihe ist, daher ist es nicht verwunderlich, dass am Ende nicht alle wichtigen Fragen geklärt werden. Mich hat es neugierig gemacht, sodass ich gerne wissen möchte, wie es weitergeht.

Dieser historische Roman besticht durch seine authentische Art und Weise, durch den sehr angenehmen Schreibstil von Ulf Schiewe und die spannungsgeladenen Handlungen. Ich bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht und kann das Buch für Liebhaber von historischen Romanen nur empfehlen.
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am 23. Februar 2017
Die Geschichte wird aus der Sicht des 17-jährigen Gilbert erzählt, der von der Familie der Hautvilles aufgenommen wird, nachdem sein Dorf niederbrennt. Nach und nach versuchen sich die Brüder einen Namen zu machen, wobei Gilbert nicht zu kurz kommt, da Robert ihn unter seine Fittiche nimmt. Dabei gerät er in die Machtkämpfe der hohen Herren des Landes und erlebt wilde Schlachten.

Der Schreibstil des Buches ist auf jeden Fall sehr angenehm und flüssig zu lesen, wodurch allein es schon wahnsinnig Spaß macht zu lesen. Auch die Geschichte konnte mich überzeugen. Man erfährt viel über Gilberts Leben von seiner Kindheit bis zu seinem 17. Jahr und erlebt so mit wie er vom Schweinehirten zum Krieger wird, der hohen Fürsten zur Seite steht. Dabei ist Gilbert ein wirklich lieber und sympathischer Charakter, was man sich von einem Normanen vielleicht garnicht denkt. Doch er wirkt dadurch keinesfalls verweichlicht, denn in so manchen Situationen merkt man seinen Mut und seine Stärke. Trotzdem wirkt er sehr intelligent, was auch zu seinen Beförderungen führt.
Auch an Liebesgeschichten fehlt es in diesem Buch nicht und neben der harten Handlung, wirken diese geradezu herzerwärmend. Aber auch die Freundschaften der Krieger untereinander war wundervoll beschrieben und man konnte sie fast schon fühlen, wie diese harten Männer durch dick und dünn gehen würden. Mir haben auch die Nebenszenen gefallen, in denen die Personen einfach nur rumalbern. Diese waren sehr unterhaltsam und haben die Handlung auch etwas aufgelockert.
Auf der anderen Seite kamen natürlich auch Verrat, Heimtücke und Lügen vor, die die Geschichte erst recht spannend macht, da man nie so wirklich weiß, wem der Protagonist trauen kann. Das hat zu so mancher verblüffender Situation geführt und bringt einen wirklich zum mitfiebern. Die Raubzüge und Kämpfe wurden sehr bildlich beschrieben und man konnte sich gut vorstellen wie diese Männer dreckig und müde versucht haben durchzuhalten und am Leben zu bleiben.
Vorrallem finde ich auch gut, dass viele Szenen in dem Buch einen echten historischen Hintergrund haben, sodass man viel über diese Zeit lernen kann und dabei noch Spaß hat.

Zusammengefasst ist der Roman sehr überzeugend was Handlung, Charakter und Stil angeht. Für alle, die mehr über die Geschichte der Normanen erfahren möchten oder einfach intelligente Unterhaltung suchen, kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen. Ich hatte großen Spaß beim lesen und freue mich schon auf das nächste Buch dieser Reihe.
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am 13. Februar 2017
...kann man aber trotzdem gut lesen.
Einiges ist von Cornwell's Uhtredsaga "entnommen". Stellenweise spannend aber eben über weite Teile eher nicht.
Mir persönlich sind die Beschreibungen ( Kleidung, Wetter, Umgebung....) zu detailliert und dadurch zu lang. Wenn man bei einer Handlung einen Raum betritt, wird erstmal bis ins kleinste alles und jeder darin beschrieben, so dass es den Fluss der Handlung gestört hat.
Nervig fand ich das Gezeter und Gezicke von Gilberts Freundin. Schlafen monatelang nebeneinander im Zelt, sie macht ihn jede Nacht heiß aber ran lässt sie ihn nicht. Erst Heiraten. Er will sie Heiraten, sie ihn aber nicht. Als er dann mal eine Andere anschaut dreht sie durch und macht ihm die Hölle heiß...Kann nur hoffen, dass Die im 2. Teil nicht so schnell wieder auftaucht.
Gut an dem Roman finde ich, dass die Brüder Hauteville und einige Begebenheiten geschichtlich belegt sind.
Jedenfalls will ich wissen wie es weitergeht und werde demnächst den 2.Teil lesen.
Ach ja, entweder hatte ich eine andere Buchausgabe... aber bei mir kam das Wort "vögeln" nur ca 4x in den 400 Seiten vor...
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am 19. Februar 2014
Das Schwert des Normannen ist der erste Band einer Buchreihe von mindestens vier Romanen über die Normannen in Italien. Ulf Schiewes Schreibstil liest sich auf 397 Seiten flüssig und ist in der Ich-Perspektive seines Protagonisten geschrieben. Der Autor hat historisch gut recherchiert und der Leser erweitert durch diesen Roman sein Wissen über die Normannen in Italien. Dem Roman vorangestellt ist eine Karte des südlichen Italiens, die es dem Leser ermöglicht die geografischen Gegebenheiten nachzuschlagen. Das Cover des im Knaur-Verlag erschienen Buches empfinde ich als ansprechend und zeigt das Wappenschild der Hautevilles bzw. im italienischen der Altavillas.

Die Geschichte beginnt im Jahre 1035 als der fünfjährige Gilbert im Alter von 5 Jahren in einem kleinen Dorf in der Normandie von Robert de Hauteville entführt wird. Dabei wird seine Mutter getötet, über seinen Vater weiß er nur dass er ein Anführer der Nordmänner namens Sven Langhaar ist. Zunächst verbringt er 12 Jahre bei den Hautevilles und wächst dort wie ein Adoptivsohn auf. Dieser Abschnitt ist in meinen Augen relativ kurz gefasst und ich hätte mir doch ein paar mehr Informationen über Gilbert und sein Aufwachsen gewünscht. Die Persönlichkeitscharakteristika von Gilbert, sein Denken, seine Werte und Normen hätten dann auch tiefergehend erläutert werden können. So finde ich, dass der Protagonist Gilbert, doch noch ein wenig blass als Hauptfigur bleibt. Mit 17 bricht Gilbert dann im Gefolge von Robert Hauteville nach Italien auf, wo Robert zu einem berühmten Normannenfürsten aufsteigen will. Hier nimmt das Buch an Fahrt auf und wir erleben wie Robert langsam immer mächtiger wird. Dabei erfährt der Leser viel über die Geschichte des südlichen Italien. Aus der Sicht Gilberts - der zunächst Knappe, dann Schildträger und Ritter der Leibwache Roberts ist – den Aufstieg der Hautevilles. Gilbert ist aber kein geborener Held und Anführer, sondern erscheint eher, wie der nette Kumpel von nebenan. Erst zum Ende hin, blitzen Eigenschaften eines Anführers bei ihm auf. Mir persönlich fehlen die Qualitäten ein wenig, da ich mich gerne in meiner Fantasie in einen Protagonisten mit besonderen Fähigkeiten hineinversetze. Auch hätte ich mir mehr Ecken und Kanten bei Gilbert gewünscht. Sehr gut finde ich das Nachwort des Autors in dem er die geschichtlichen Fakten kurz reflektiert.

Fazit: ein lesenswertes Buch. Ulf Schiewe hat mich mit seinem Roman gut unterhalten. Ich bin gespannt, wie es weiter geht in „Die Rache des Normannen“ (Erscheinungsdatum: 2. Juli 2014)…
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am 1. Januar 2014
Gilbert ist siebzehn Jahre jung, als er sich mit dem Normannen Robert Guiscard von Hauteville und seinen Männern auf den beschwerlichen Weg nach Süditalien macht. Von seinem älteren Bruder nur mit Krumen abgespeist, entschließt sich Robert, durch Beutezüge Reichtum und Titel zu erlangen. Das bringt ihn und seine Männer in Konflikte und macht die Normannen in der Gegend schnell unbeliebt. Gilbert jedoch steht zu Robert wie zu einem Bruder und unterstützt ihn in dessen Bestreben nach Macht. Erfolg ist auch für ihn wichtig. Denn nur so, glaubt er, kann er das Herz von Gerlaine erobern ...

Gleich auf den ersten Seiten geht der Roman spannend los, nämlich mit dem Überfall von Normannen auf ein Dorf. Der junge Gilbert wird entführt und wächst fortan in der Familie Hauteville auf. Zwar wird er wie ein Sohn behandelt, jedoch auch von manchem als Schweinehirt abgetan. Da kommt ihm sehr gelegen, als sich Robert Guiscard, einer der Söhne der Hautevilles, mit seinen Männern auf den langen und beschwerlichen Weg nach Süditalien macht um dort sein Glück zu finden. Gilbert begleitet den Trupp, glaubt er doch, hier ebenfalls die Möglichkeit zu erhalten, sich nach und nach über den Status eines Schweinhirtes hinauf arbeiten zu können.
Schon bald entwickelt sich Gilbert nicht nur zum Knappen, sondern reift auch innerlich von dem unerfahrenen Bauernjungen zu einem Krieger heran, mit dem man rechnen muss. Auch die mitreisenden Normannen werden allesamt vielschichtig und realitätsnah beschrieben. Man hat das Gefühl, sich mit ihnen auf diese Reise zu begeben und lernt sie zu mögen. Denn so raubeinig sie auf den ersten Blick scheinen, steckt in den meisten von ihnen ein guter Kern.

Geschickt versteht es der Autor, sein umfangreiches historisches Wissen detailreich in die Handlung einzuflechten. Dabei zieht er oft sehr schöne Vergleiche, die es dem Leser ermöglichen, sich das Ganze besser bildlich vorzustellen.
Eifersüchteleien, Intrigen und sogar Mord machen auch vor den Normannen nicht halt. Sie waren gerade zu jener Zeit an der Tagesordnung. Dennoch nimmt es nicht überhand, denn die Mittel, welche Robert Guiscard anwendet, um seine Ziele zu erreichen, sind gut durchdacht und unterhaltsam erzählt. Überhaupt hatte ich streckenweise das Gefühl, Robert Guiscard wäre die Hauptfigur, obwohl eigentlich Gilbert der Protagonist ist. Aber das fand ich wenig störend, da mir auch Robert schnell ans Herz gewachsen ist. So habe ich begierig seine Taten in mich aufgesogen. Immer wieder geraten die Normannen untereinander, aber auch mit anderen Gruppen aneinander. Das hier nicht nur die Schwerter geschwungen wurden, sondern auch ein gelungener verbaler Austausch erfolgte, hat mir sehr gefallen.
Der Roman "Das Schwert des Normannen" wartete immer wieder mit unerwarteten Wendungen auf. So konnte die Spannung bis zum Schluss gehalten werden und hat in mir die Lust auf die Fortsetzung geweckt.
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am 9. Oktober 2013
Wenn man sich mit Friedrich II. beschäftigt, erfährt man, dass seine Mutter Konstanze von Sizilien normannischer Abstammung ist und fast ganz Süditalien unter normannischer Herrschaft war. Die Frage, wie die Normannen dorthin kamen, beantwortet Ulf Schiewe in seinem vierten, sehr interessanten und spannenden Roman.

Die Geschichte wird aus Sicht des als Kind von Mitgliedern der Familie Hauteville in der Normandie geraubten Gilbert erzählt, welcher in dieser Familie aufwächst. Die Hauteville, relativ armer Landadel mit vielen Kindern, brechen sukzessive um die Mitte des 11. Jahrhunderts nach Italien auf, um dort als (begehrte) normannische Söldner in den Dienst lombardischer Fürsten zu treten, um gegen Byzantiner und Sarazenen zu kämpfen. Nach und nach erlangen Sie dort eine gewisse Stellung durch Raub und Plünderung, aber auch durch Landnahme. Nach ersten Erfolgen ziehen weitere Mitglieder der Familie nach Süden und zusammen mit Robert Giuscard auch Gilbert.

Für geschichtsinteressierte Leser ist dieses Buch besonders wertvoll, weil es in Deutsch meines Wissens keinen Roman und nur sehr wenig Fachliteratur über die sukzessive Besetzung Süditaliens durch die Normannen gibt. Diese Lücke hat Ulf Schiewe sehr gut gefüllt und berichtet sehr detailliert, doch nie trocken, aus welchen Beweggründen Normannen wie die Hauteville aufbrachen, wie beschwerlich der Weg in den Süden war und welche komplizierte und zersplitterte politische Landschaft sie dort im Spannungsfeld zwischen Byzantinern, Lombarden, Papst und Sarazenen vorfanden. Das Buch ist von Anfang an spannend und sehr authentisch, weil man die Sicht der Normannen sehr schnell verinnerlicht, nämlich, dass es eine Selbstverständlichkeit ist, auszuziehen um zu rauben und zu plündern und sich neuen Lebensraum zu erschließen, wie bereits in der Normandie oder in England. Mit dem Selbstverständnis, hervorragende und gefürchtete Krieger zu sein, für die es quasi keine Grenzen gibt, sind Robert, Gilbert und seine Gefährten unterwegs und man ist bei den wichtigsten historischen Ereignissen bis zur Schlacht bei Civitate 1053 dabei. Daneben flicht der Autor diverse „anekdotische Einzelheiten aus den Chroniken jener Zeit“ ein, womit eine sehr dichte und authentische Atmosphäre entsteht. Man hat stets das Gefühl, dass der Roman sehr nah an der Historie ist.

Gilbert wird zum Glück nicht eindimensional dargestellt. Der durchaus sympathische junge Mann hat, wie auch seine Gefährten, seine normannischen Schattenseiten, da auch für ihn Raub und Plünderung selbstverständlich sind und er sogar noch darüber hinaus gehen muss. Mit Gilbert kommt auch seine „Freundin“ Gerlaine in den Süden, so dass auch die emotionale Schiene durchaus sensibel bedient ist.

Das Buch lässt sich gut und flüssig lesen und wird nie langweilig. Schlachten und Kämpfe werden realitätsnah, aber nicht übermäßig brutal geschildert. Eine brauchbare Karte von Süditalien erleichtert die Orientierung und ein Nachwort legt dar, wo der Autor fiktiv eingegriffen hat. Leider fehlt ein Personenverzeichnis, was bei der Vielzahl der Protagonisten gerade am Anfang die personelle Orientierung erleichtert hätte.

Ulf Schiewe hat einen überaus gelungen historischen Roman vorgelegt, welcher insbesondere Leser, welche etwas mehr über die geschichtlichen Hintergründe wissen wollen, begeistern wird. Er passt zeitlich als auch regional hervorragend zu den bereits erschienen 3 Büchern. Sowohl die Geschichte als auch der Plot lassen darauf schließen, dass es eine Fortsetzung geben könnte.
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am 23. Oktober 2013
Über den Inhalt dieses - meiner Meinung nach - sehr gelungenen Romans brauche ich an dieser Stelle nichts weiter auszuführen. Das ist bereits in den Rezensionen vor dieser getan worden- dafür meinen herzlichen Dank, Respekt und Anerkennung.

Warum also dann noch eine Rezension? Ganz einfach: Das Buch hat Spaß gemacht. Es war sehr kurzweilig geschrieben ohne oberflächlich zu wirken. Die Figuren wurden ausreichend kurz beschrieben und so blieb mir genügend Raum für das eigene Kopfkino, ohne als Leser das Gefühl zu haben, mehr Informationen über die einzelnen Protagonisten zu benötigen. Die Landschaftsbeschreibungen waren knapp und treffend - nie Zuviel, wie es bei anderen Autoren oft der Fall ist. Man kann sich die geschilderten Landstiche gut vorstellen, ohne sich vorher durch schwelgerische Umgebungsbeschreibungen ackern zu müssen.

Die ganze Geschichte folgte sehr zügig einem 'roten Faden' und während sich andere Autoren noch mit dem Hintergrund der Herkunft ihrer Hauptpersonen befassen, war man hier schon nach kurzer Zeit an den eigentlichen Handlungsorten.

Erschreckend war leider nur, dass es sehr schnell zu Ende war. Hätte ich nicht noch andere Verpflichtungen, wäre es an einem Tag durch gewesen. Empfehlenswert für alle, die einen Roman mit geschichtlichem Hintergrund suchen, ohne auf allzu große Detailversessenheit Wert zu legen.
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