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am 28. Juli 2016
Schon als junger Mensch hat mich die Aufforderung Petra Kelly's, jeden Tag zu leben als wenn es der letzte wäre, nachdenklich gestimmt.

Rückblickend betrachtet war meine Tätigkeit auf der Onkologie die wichtigste Zeit meines Lebens. Denn sie führte mir die Endlichkeit deutlich vor Augen. - In einer Zeit, in der die Menschen zu leben scheinen, als würde das Leben mindestens 500 Jahre dauern und sich Zeit und Jugend mit genug Geld jederzeit zurückkaufen lassen. (Stichwort Sozial freezing... ;-) )

Das rezensierte Buch lässt die o.g. Aspekte meines Lebens wieder sehr präsent werden. Denn es berichten Menschen am Ende ihres Lebens, im Rückblick auf dasselbe. Häufig aus dem Hospiz heraus. Und dort zählen (plötzlich?) ganz andere Währungen: Liebe, (Miss-)Erfolge, (un-)gelebte Träume, Frieden mit sich und der Welt.

Was ist ein ge(miss-)lungenes Leben?

In diesem Buch gibt es zuhauf (gelebte!) Anregungen. Inklusive der im Vorwort geäußerten Einladung, die Bewertung des eigenen Handelns gedanklich vorzuverlegen auf die sicher kommende Phase des Abschieds vom Leben und der Rechenschaft vor sich selbst. Was möchte ich in meinen eigenen Nachruf schreiben (können!)?

Sich mit der Endlichkeit des Lebens zu beschäftigen - was könnte im Sinne eines gelebten Lebens lebendiger sein? ;-)

Selbst wenn der Vorwurf, die Autorin habe sich die Nachrufe aus den Fingern gesogen, tatsächlich - was ich allerdings nicht glaube - zutreffend sein sollte?

Insgesamt ein sehr nachdenkenswertes Buch. Und ein irgendwie beruhigendes. Es begleitet mich jetzt schon seit einigen Wochen. Es ist alles andere als leicht und "unterhaltsam" und es tut doch (oder gerade deshalb) gut. Doch, die Nachrufe sind tatsächlich auch spannend. Mehr als zwei, drei am Stück lese ich trotzdem nicht am Stück, um ihnen auch Respekt zu zollen und Raum zum Nachwirken zu geben. Der Inhalt gebietet es meiner Meinung nach geradezu, möglichst zur gebundenen Ausgabe zu greifen.

Machen Sie die (General-)Probe aufs Exempel:

Schreiben Sie Ihren eigenen Nachruf. 1 DIN A4 Seite?

Im Unterschied zu den sterbenden Mitautoren des Buches werden die allermeisten Leser dabei sehr privilegiert sein: Sind sie mit ihrem eigenen Nachruf inhaltlich nicht zufrieden, bestehen - wenn nicht heute, wann dann? - Zeit und Chance, Leben und Handeln zu ändern und später eine revidierte Fassung nachzulegen.

Wer sich weiter mit der Thematik beschäftigen möchte: Gregor Eisenhauer (ein Autor, der Nachrufe über andere verfasst, ein Nachrufschreiber...) "Die 10 wichtigsten Fragen des Lebens".
6 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 4. Januar 2015
Ein wirklich sehr interessantes Buch, das ich innerhalb von nur zwei Tagen durchgelesen habe. Interessant vor allem deshalb, weil die darin enthaltenen »Geschichten« von sehr verschiedenen Menschen überall auf der Welt stammen. Teilweise hätte ich mir jedoch ein bisschen mehr gewünscht. Klar, das ist genau das, was die Autorin nicht wollte (die Menschen sollten anonym bleiben), aber so ein paar Bilder aus deren Leben oder einfach ein paar mehr Infos hätte ich schon schön gefunden.
Trotzdem, das Buch ist wirklich sehr schön und man hat nach dem Lesen einen anderen Blick, ein anderes Empfinden von sinnvollem Umgang mit Lebenszeit. Es kann halt morgen schon vorbei sein...
10 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 9. April 2016
Ich habe einige Rezensionen gelesen und kann nur sagen: klar, gibt es banale, langweilige Sachen, aber jeder Mensch hat andere Prioritäten im Leben.
Ich konnte mich mit vielen Geschichten selbst identifizieren und habe nach dem Lesen viel nachgedacht darüber, wie mein Leben jetzt läuft und was auch ich dort zu Buche gegeben hätte.
Und einige Geschichten haben mich auch motiviert, Dinge anzupacken, die schon ewig rumlagen. Ich werde das Buch auch nicht verkaufen sondern behalte es und werde öfter mal drin lesen, wenn ich mal wieder irgendwo auf der Stelle trete.
5 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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TOP 500 REZENSENTam 4. Mai 2014
Christiane zu Salm ist ehrenamtliche Sterbebegleiterin und hat Sterbende gefragt, wie sie im Angesicht des Todes auf ihr Leben zurück blicken. Diese Nachrufe berichten von Glück und von Traurigkeit, von Liebe und von Verbitterung, von Einsamkeit und Erfüllung, von verpassten Chancen und von begangenen Fehlern.

Die 'Betrachtung des Lebens aus der Perspektive des Sterbens' macht sehr nachdenklich, was das eigene Leben angeht: Ist man zufrieden und glücklich mit dem, was man hat? Was möchte man anders machen? Was würde man selbst im Angesicht des Todes erzählen?

Viele der Geschichten haben mich traurig gemacht, vor allem, wenn der/die Erzählende das Gefühl hatte, eigentlich nichts aus seinem/ihrem Leben gemacht zu haben, kein interessantes Leben gehabt zu haben, sich zu sehr an den Bedürfnissen und Wünschen anderer orientiert zu haben, ohne das zu tun, was er/sie selbst am liebsten getan hätte, oder wenn er/sie mehrfach enttäuscht wurde, ohne das jemals anzusprechen oder aufzuklären. Aber es gab auch sehr positive Geschichten, die von einem spannenden, erfüllten Leben berichten und in denen Sterbende ohne Angst und ohne das Gefühl, noch nicht fertig zu sein mit ihrem Leben, in den Tod gehen.

Die einzelnen Nachrufe lesen sich sehr flüssig. Dennoch habe ich wochenlang an dem Buch gelesen, da ich immer nur wenige Berichte nacheinander lesen konnte.

'Dieser Mensch war ich' ist kein einfaches, aber ein sehr bewegendes, zur Selbstreflexion anregendes und Hoffnung gebendes Buch. Sehr empfehlenswert!
3 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 10. Juli 2017
Diese kurzen Berichte von Sterbenden sind bewegend und regen zum Nachdenken an. Es sind eben nicht irgendwelche Philosophen und Promis, die sich sorgfältig ihre Worte zurechtlegen, sondern der "Otto Normalverbraucher", der Buchhalter, der Bauarbeiter, die Friseurin, die Hausfrau und Mutter von nebenan, die sich Gedanken über den bevorstehenden Tod machen.
Lesenswert, allerdings nicht so sehr als durchgängige Lektüre geeignet, sondern eher, um immer mal wieder in das Buch zu schauen und 2-3 solcher Berichte zu lesen.
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am 23. April 2017
Auf eindrückliche Art erzählen Personen an der Schwelle ihres Todes, was von ihrem Leben zu diesem Zeitpunkt wichtig ist. Oft haben sich mit dem nahenden Tod die Wertvorstellungen vom Materiellen zum Zwischenmenschlichen verschoben Sehr positiv ist, dass diese Rückblicke nicht Kommentiert werden. Als Leser(in) macht man sich seine eigenen Gedanken. Mich persönlich hat sich der Spruch bewahrheitet: "Geld allein macht nicht glücklich:"
Wer soll dieses Buch lesen? Sicher spricht es eher Personen in der 2. Lebenshälfte an. Es kann aber auch jungen Menschen eine Stütze sein, wenn z. B. bei einem Elternteil eine Krankheit diagnostiziert wurde, die innert wenigen Monaten zum Tod führen wird.
E. Rüeger
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am 1. Januar 2017
Mich hatte schon vor längerer Zeit der Titel sehr angesprochen. Nach einem Todesfall in unserer Familie entschloss ich mich, dass Buch zu kaufen.
Es gibt einem eine ganz andere Sicht über Tod und Leben. Es hat mir geholfen mein Leben bewusster zu sehen und nicht alles so wichtig zu nehmen. Wir haben definitiv nur dieses eine Leben und wir sollten es mit Dingen füllen, die uns gefallen und nicht mit Dingen, die uns belasten.
Das Buch motiviert sehr sein Leben in die Hand zu nehmen.
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TOP 500 REZENSENTam 3. Juli 2015
Ein bewegendes Buch: Menschen, deren baldiger Tod absehbar ist, schreiben hier ihren Nachruf auf sich selbst - oder lassen ihn vielmehr von der Autorin aufzeichnen. Manche sind mit sich selbst im Reinen und bereit für den Tod, manche völlig verzweifelt und klammern sich an das letzte Fünkchen Hoffnung, manche Nachrufe sind dramatisch, andere geradezu erschreckend banal.

Allen gemeinsam ist für mich - zumindest zwischen den Zeilen - die Botschaft: Mach was aus Deinem Leben! Genieß es! Jeder Tag könnte Dein letzter sein!

Fazit: Auf alle Fälle lesenswert.
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am 9. September 2015
Ein großartiges Buch, das zum nachdenken anregt. Erst dachte ich, das kann ich auf keinen Fall mit in den Urlaub nehmen, und es dann doch gemacht. Es hat mich sehr beeindruckt und mich über den Sinn des Lebens nachdenken lassen und mich zusammen mit meinem Partner darüber nachdenken lassen, ob es etwas in Leben gibt, was man anders hätte machen wollen, vermisst.
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am 1. Mai 2017
Interessante Lebensgeschichten von sterbenden Menschen.
Das Buch hat mich zum Überdenken meines eigenen Lebens angeregt.
Ebenso Ideen darüber was wichtig/unwichtig ist verschoben.
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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