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am 13. September 2015
Vielleicht vorweg: Ich habe diesen Roman wie in einem Rausch gelesen.
Das liegt wohl daran, dass sich hier Inhalt und Form in einer Art und Weise treffen, die fast symbiotisch erscheint.
Und dadurch entsteht für uns Leser eine Parallelwelt, die genauso echt erscheint wie die Reale. Wir gleiten quasi ungestört hindurch und werden selten gestört von Stolpersteinen, die den Lauf der Erzählung stocken lassen und uns daran erinnern, dass wir hier ein Buch in Händen halten.

Erzählt wird uns eine Geschichte, die wohl aus allen Zeiten und Orten der Welt stammen könnte, eine Geschichte der Beziehung zwischen Mann und Frau, die nie ganz ihre richtige Form findet. Es geht eben nicht allein um Liebe, sondern um die viel kompliziertere Dinge. Deshalb wird es auch nie ganz ein kitschige Geschichte, weil zwar einiges vorhersehbar ist, aber eben nie alles.
Aber konkret bewegen wir uns in einer verflossenen Zeit, Anfang des letzten Jahrhunderts. Die Welt ist, wie wir heute wissen, im Umbruch, nichts wird so bleiben wie es ist. Alle bewegen sich zwischen Dekadenz und Aufbruch. Die Welt unserer Protagonisten ist vor allem von dieser Dekadenz gekennzeichnet, aber wir erleben sie aus einer Perspektive der Wehmut. Und zwischen allem blitzt dann die Welt des Aufbruchs hervor. Arturo Pérez-Reverte beschreibt uns diese lange vergangene Welt in einer Sprache die dem Ton der Nostalgie folgt. Eben einer Sprache in Sepia, wie Fotos aus dieser Zeit. Und diese Sprache gibt dieser Geschichte den richtigen Ton, den Ton dem wir von Kapitel zu Kapitel folgen, vergessend das wir hier in einer Geschichte sind.

So hat man das Gefühl, dass dieser Roman nicht wirklich Neues, Überraschendes zu sagen hat. Aber in der Form wie er diesen immer gleichen Themen eine Sprache gibt ist er ganz besonders. Denn er folgt bewusst nicht kompromisslos den Klischees, die wir alle kennen (und sicher auch ein Stück verachten), sondern interpretiert sie einfach neu, ohne sie komplett zu negieren. Ein wenig scheint das auch Programm zu sein, denn schon der Titel: „Dreimal im Leben“, greift die Idee des „man trifft sich immer zweimal im Leben“ auf, ohne sie wortwörtlich zu nehmen.
Auch in der Struktur folgt die Geschichte nicht strengen Regeln, so wechseln die Kapitel immer zwischen den verschiedenen Erzählperspektiven, dass aber nicht nach einem strengen Muster, sondern so wie es dem Erzählfluss angemessen ist. Man muss sich also diesem Erzählfluss hingeben und sich treiben lassen, dann bringt sie uns ganz selbstverständlich immer weiter.

Und dabei gibt es keine wirklich guten und wirklich schlechten Charaktere. Die Menschen sind egal welcher sozialen Schicht sie angehören, vor allem Menschen, mit all ihren menschlichen Höhen und Tiefen. So gibt es hier auch keine Verlierer und Gewinner und irgendwie gehört ihnen allen mehr oder weniger unsere Sympathie.

Die Geschichte bleibt auch am Ende noch offen, ohne Happy End, aber mit viel Potential für Hoffnung.
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am 27. Mai 2015
Ein genial geschriebenes Buch, das mich nicht mehr losließ. Der Autor hat gute Kenntnisse über die Details und Gepflogenheiten der damaligen Zeiten. Es muss von Zeiten im Plural gesprochen werden, weil sich Max Costa, der begnadete Berufstänzer, gut aussehend, allerdings aus ärmlichen Verhältnissen stammend und die attraktive und begüterte Mecha Inzunza dreimal in ihrem Leben begegnet sind und das in größeren zeitlichen Abständen. Der Autor wechselt in seinen Kapiteln ständig zwischen den Zeiten hin und her, was mir zu Beginn Mühe machte, doch er verstand es geschickt, mich an der Leine zu halten, zum Einen, weil er mich inzwischen mit den Protagonisten vertraut gemacht hatte und weil er es bestens verstand, die Handlungen spannend und inhaltsreich zu gestalten.
Dreimal im Leben ist nicht gerade ein Tangoroman, doch er handelt, zumindest während der ersten Begegnung der Beiden davon. Die Cap Polonio, das Schiff, das mit ihnen an Bord den Atlantik überquerte und das den Beiden zur Begegnung verhalf, hatte ihr Ziel im Hafen von Buenos Aires an der Mündung des Rio de la Plata erreicht. Max, Mecha und deren Mann Armando de Troeye, ein Tangokomponist und guter Bekannter von Ravel und Strawinski blieben auch an Land miteinander in Kontakt, denn Max war dazu in der Lage, ihnen Zutritt zu authentischen Tangolokalen im Viertel Barracas zu verschaffen, da er in diesem Viertel groß geworden war. In La Boca würde leider schon der Tango im Pariser Stil getanzt. Armando de Troeyes wollte einen ursprünglichen Tango komponieren und sich die Inspriration dazu im "La Ferroviaria" im Vorstadtviertel Barracas holen, wohin Max, der Insider, sie dann auch führte. Max' Warnung, es könnte gefährlich werden, schreckten den abenteuerlustigen Komponisten und seine Frau, die den frivolen Tango nicht scheute, nicht ab. Als Tangotänzer kam ich in diesen Kapitelabschnitten voll auf meine Kosten.
Im Wechsel mit ihrer zweiten Begegnung in Nizza wurde ihr drittes Treffen in Sorrent immer wieder eingeblendet. Beide waren in den Jahrzehnten dazwischen alt geworden und nicht mehr so attraktiv wie in ihren besten Jahren, doch die gegenseitige Anziehungskraft hatte nicht nachgelassen. Zur Hälfte des Buches löste der zweite Begegnungsort Nizza den ersten ab. Max tanzte längst nicht mehr, sondern hielt sich mit Gaunereien, die ihm mehr oder weniger ein beschauliches Leben gestatteten, über Wasser. Das zufällige Wiedersehen dort mit Mecha wechseln sich nun mit dem in Sorrent ab. In all ihren Begegnungen zieht sich ihr Perlencollier wie ein roter Faden durch ihre Begegnungen.
Während des ganzen Buches fragte ich mich, wie die Geschichte wohl enden wird. Bleiben sie diesmal nun endlich zusammen, oder doch nicht oder präsentiert uns der Autor ein offenes Ende? Inzwischen weiß ich es, behalte es aber für mich und wünsche euch viel Spaß beim Lesen dieses wunderbaren Buches!
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am 6. April 2017
Eine nostalgische Geschichte, die den Glanz der Reichen und Schönen in den 20er Jahren beschwört, eine Liebesgeschichte voller Sehnsucht und Eleganz. Der Tango zieht sich wie ein roter Faden durch den Roman. Das ideale Geschenk für Tangoliebhaber.
Lissy
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am 16. Oktober 2014
Eine Liebe, die ein Leben lang davon zehrt, dass sich die schöne und reich geborene Mecha und der elegante und ehrgeizige Aufsteiger Max, zufällig dreimal im Leben für einige Tage treffen.

-Das erste mal 1928-

Ein bekannter, erfolgreicher Komponist überquert mit seiner Gattin Mecha auf einem Überseedampfer den Atlantik mit dem Ziel Buenos Aires, um dort den echten Tango der alten Garde, den „Tango de la Guarda Vieja“ an seiner Entstehungsstätte zu studieren. Ursache ist eine Wette zwischen ihm und Maurice Ravel. Dieser komponierte den berühmten Bolero, ursprünglich für die Ballett -Tänzerin Ida Rubinstein. Mechas Mann will im Gegenzug einen unsterblichen Tango erschaffen.

Auf dem Überseedampfer ist Max als Eintänzer engagiert, um die gelangweilten Damen der 1.Klasse beim Tanz zu unterhalten, solange die Gatten andere Themen haben. Max ist 26 Jahre alt, ein Ganove im Frack, mit vollendeten Umgangsformen, charismatisch und kultiviert und obendrein ein sehr schöner Mann. Max und Mecha spüren beim Tango an Bord eine Anziehungskraft, wobei Mechas mehrreihige prächtige Perlenkette Max Interesse zusätzlich anfeuert. An Land in Buenos Aires wird die gegenseitige Anziehung ungezügelt von der Leine gelassen, dabei wechselt auch die Perlenkette von Mechas Hals in Max diebische Hände. Max verschwindet.

Der interessierte Leser erfährt einiges über den Tango, der ursprünglich ungezähmt in den Hafenspelunken und Vorstädten von Buenos Aires von Matrosen, Huren und Zuhältern getanzt wurde, in schnellem Rhythmus, mit ruckartigen brüsken Bewegungen, eher lasziv als elegant, improvisierend nach verruchten Texten, mit dem sogenannten Cortes, dem „zwischen die Beine gehen“, noch bevor er in Paris gefühlsduselig gezähmt und in einer Art Kinoparodie von Valentino sittsam den Einzug in die Salons feierte. Es geht bis zu den Wurzeln des Tango, der etwas von der Habanera und Milonga hat, also auch der Tanz der schwarzen Sklaven war, die sich noch lose an den Händen hielten, um für die Kreuzschritte, Rückwärts- und Drehbewegungen freier zu sein. Auch die Weißen mischten ihre Tänze wie Walzer und Mazurka ein.

Max, in der Vorstadt von Buenos Aires aufgewachsen, führt das Ehepaar, den Komponisten und dessen Frau Mecha, welche Beide eine Vorliebe für verruchte Stätten und Promiskuität verbindet, auf deren ausdrücklichen Wunsch in Spelunken der Vorstädte. Für elegante und nach Geld aussehende Besucher nicht der richtige Ort, sodass Max ständig Sorge hat, das Ehepaar aus den Kaschemmen heil heraus zu lancieren. Max, als Gigolo und Dieb, ist immerhin noch so unverdorben, um irritiert zu sein, wenn der Ehemann auf die Schnelle eine kleine Tangotänzerin für die Nacht einkauft, manchmal auch auf Wunsch von Mecha, um sie dann von Hand zu Hand zu reichen, als Aufputschmittel für alle Beteiligten, bevor der Ehemann sich am Zusehen ergötzt, wenn seine Frau es mit Anderen treibt, in diesem Falle mit Max.

-Das zweite mal, nach 9 Jahren 1937 in Nizza, Frankreich-

Die Wirren des spanischen Bürgerkrieges haben beide, Max und Mecha, nach Frankreich getrieben, wo sie eine zufällige Begegnung wieder zusammenführt. Mecha spricht den Perlenkettenraub von vor 9 Jahren nicht an. Den finanziellen Verlust kann sie ohnehin verschmerzen. Max hat den delikaten und gefährlichen aber lohnenden Auftrag, politisch kompromittierende, brisante Schreiben aus dem Safe einer Villa zu stehlen. In der Villa und in Nizza gehen die vor dem Bürgerkrieg in Spanien geflohenen, aber keinesfalls mittellosen Müßiggänger weiter ihren gewohnten Vergnügungen nach. Max, der diesem Geldadel nicht angehört, sich aber weiter emporarbeiten will, ist tatsächlich einer Gefahr ausgesetzt, als er mit seinem Auftrag zwischen die politischen Fronten gerät. Der Roman bekommt thrillerhafte Züge, ist unverhofft spannend und brutal. Hals über Kopf muss Max Nizza verlassen. Mecha, die er wieder für ein paar Tage lieben durfte, sie ist inzwischen etwas über Dreißig und noch schöner als damals auf dem Ozeandampfer, bleibt zurück, weiter auf ihren Mann wartend, der in Spanien inhaftiert ist.

-Das dritte mal, nach weiteren 29 Jahren 1966 in Sorrent, Golf von Neapel, Italien, Max inzwischen 64 Jahre, Mecha 61-

Das Leben hat Max gebeutelt, er hat den Aufstieg in die Upperclass nicht auf Dauer geschafft. Die Zeiten, wo er im „Palace“, „Ritz“ oder “Excelsior“ residieren konnte, sind vorbei. Der Ganove im Frack ist abgestürzt mit seinen Geschäften und als ein Niemand mit seinem alten Groll auf die Reichen zurückgeblieben. Immerhin kutschiert er noch wahlweise einen Jaguar, Rolls Royce Silver Cloud II, einen Bugatti oder einen anderen Wagen aus der Garage, als Hausmeister und Chauffeur für einen schwerreichen Arzt, in dessen Villa er ein Zimmer bewohnt. Nicht ganz unten, aber sternenweit davon entfernt, was Max früher erobern konnte und für immer wollte.

Hier am Golf von Neapel trifft er wieder zufällig Mecha. Sie hat einen Sohn, und diesen jungen Mann begleitet sie zu einem internationalen Schachturnier. Der Sohn wird als Favorit gesehen, ist hochtalentiert und will sich hier in einer Vorrunde zur Weltmeisterschaft gegen den sowjetischen Großmeister Sokolow behaupten. Und so wie der Autor uns den Tango näher brachte, erfahren wir nun Einiges über das Schachspiel und die weniger öffentlichen Aspekte der Schachelite. Mecha hat immer noch ihr schallendes Lachen, das so gar nicht zu ihrer höchst vornehmen Art passt. Mit derartigen "Widersprüchen" wird versucht, Charakte zu schaffen.

Wieder gerät Max in eine gefährliche Situation, diesmal um Mecha einen Wunsch zu erfüllen. Mit über 60 Jahren betätigt er sich als Fassadenkletterer und fordert so den sowjetischen Geheimdienst, der den Schachgroßmeister Sokolow begleitet, heraus, der wahrlich nicht zimperlich mit Max umgeht. Wieder wird der Roman stellenweise ungewohnt hart. Völlig unglaubwürdig diese Phase des Romans, als wäre die schwerreiche Mecha nicht in der Lage, einen Anderen mit der Aufgabe zu betrauen, die sie Max aufdrängt. Unglaubwürdig auch, dass sich Max auf dieses Wagnis gegen die Sowjetische Schachriege einlässt, er, der stets mit kühlem Blick seine Chancen abwägen konnte und auch jetzt mit wachem Verstand sein Altern und seine eingeschränkten Möglichkeiten bewertet.

Diese „Dreimal“ werden nicht chronologisch erzählt, sondern wechseln sich ab, sind ineinander verschlungen. Aber das ist nicht das Problem.

Ein Liebesroman kann das nicht sein. Jedenfalls habe ich Liebe nicht spüren können. Mecha ist und bleibt die kühle, distanzierte, herablassende Dame der Oberschicht, die Max bewusst und unbewusst spüren lässt, dass sie die Eleganz per Geburt besitzt, eine „ … Eleganz die man durch Geld, Erziehung, Übung und Intelligenz erlangen kann, aber um sie mit vollkommener Natürlichkeit zu tragen, muss man schon als Säugling über echte Orientteppiche gekrabbelt sein, und das mindestens seit 2 Generationen …“. Diesen Vorsprung wird Max nie aufholen können.

Es gibt erotische Anziehung, wobei der Sex dann eher ein übereinander Herfallen ist. Wir lesen dann von „ungestümem sinnlichem Kampf“, von „langen Explosionen drängenden entfesselten Verlangens“, „beharrlich und mitleidslos“. Weiß zwar nicht was -mitleidslos- hier soll, es „überrieselt“ mich auch kein „Schauer befriedigter Wollust“ beim Lesen solcher Wortgebilde aus einer anderen Zeit. Und bei der „Erinnerung an das weiche, warme Fleisch mit dem Aroma erschöpfter Wollust“ oder in der Wiederholung, bei ihrem „weichen, warmen, an den richtigen Stellen wunderbar zartem Fleisch“, fühle ich mich eher an die Fleischtheke bei Edeka versetzt als in einen Sinnesrausch.

Der Roman wiederholt immer und immer, in ebenso blumigen Worten wie bei der Fleischeslust. Das nervt. Unzählige Male bewundern wir die klaren Linien der außergewöhnlichen Schönheit Mechas, den betörenden Schwung ihrer Lippen, dann wieder die Bögen der Brauen. Immer wieder schauen wir Mechas honigfarbene Augen, trifft uns bzw. Max der goldene Blitz eben dieser Honigaugen, manchmal sogar ein goldener Doppelblitz. Ach ja, Mecha hatte gerade beide Augen auf, und wir kehren zurück zur anmutigen Halslinie, die von dem im Nacken kurzgeschnittenen Haar betont wird. Ein Fenster im Gegenlicht taucht gefühlt auf jeder 10ten Seite auf, überall wirft die Sonne durch breite Fenster große helle Rechtecke auf Marmorböden, manchmal, wie unedel, auch auf Dielenböden, sehen wir schlanke Glieder in diesem Rahmen oder zitronenbaumumkränzte Aussichten auf wunderbare Buchten. Das Motiv des Fensters im Gegenlicht wird in der Tat wie ein Bilderrahmen in einer Galerie genutzt, um uns verschiedene Szenen zu zeigen. Das ist reizvoll, einmal, vielleicht auch zweimal, aber ganz sicher nicht mehr dann, wenn es dem Leser auffällt und er schon genervt den nächsten Fensterausschnitt befürchtet.

Eleganz, Garderobe, Ambiente ist dem Roman wichtig, natürlich im gehobenen Bereich, kein Katzengold. Die Art wie die Leute die Kleidung tragen, ob eine Kostümjacke dreiviertellang ist und ob der Faltenrock gerade fällt, ist genauso von Belang wie die Beschreibungen von Hemden mit weichen Kragen, die Krempe der Hüte und deren Neigung, die Art der Krawattenbindung, die Form des Knotens, gefaltete Schnupftücher, gediegene Döschen mit Verdauungspillen, die Seide eines Kleides die schmiegsam den Rundungen einer Hüfte folgt, die in korrekter vorschriftsmäßiger Breite aus den Ärmeln hervorschauenden Manschetten. Falls unsere Aufmerksamkeit gerade nicht von überlebenswichtigen Dresscodes gebannt ist, haben wir Zeit uns den zweitwichtigsten Dingen zuzuwenden, dem Rauchen und Essen. In entsprechender Umgebung , wo Wege flankiert sind von Marmorstatuen und Steinvasen, werden die Aperitifs und Canapés auf glasgeschützten Terrassen genommen, um dann kultiviert mit der Serviette die Lippen abzutupfen. Feuer reicht der Herr mit einem von goldenen Initialen verzierten Feuerzeug. Dabei eine Hand immer schön in der Hosentasche lassen, nur so geht lässig. Mecha lässt die Zigarettenasche grundsätzlich auf den Fußboden fallen. Daran erkennen wir, sie muss es gewohnt sein, dass ständig Jemand hinter ihr herräumt. Wer über Dienstboten verfügt, hat keine Muße über so profane Dinge wie, wer macht das sauber, sein edles Köpfchen zu zerbrechen. Ebenso lernt man von Mecha als Dame grundsätzlich an Türen stehen zu bleiben und um Himmels Willen nicht selber nach der Klinke zu greifen, schließlich, wozu ist die Herrenwelt da, oder Dienerschaft, oder Hotelpagen.

Die „Dreimal im Leben“ umspannen die Die goldenen Zwanziger, den zweiten Weltkrieg und die Zeit des kalten Krieges. Im Roman bekommen wir davon kaum etwa mit. Zeitgenossen und Ereignisse werden ohne Einbettung in den Roman ganz nebenbei erwähnt, quasi um einen Zeitbezug zu konstruieren und nicht bloß aus der Zeit gefallene reiche Leute zu beobachten. Eine monumentale Geschichte, die die ganze Welt umspannt, wie es im Klappentext so schön heißt, wird durch diese Einstreuung lange nicht erreicht.

Wir erfahren, dass Max, dessen Vater Spanier war, 1921 in Marokko Legionär der Afrikaeinheit der spanischen Fremdenlegion war. Picasso, Strawinsky, Ravel, werden uns als Bekannte des Mannes von Mecha an den Latz geknallt, ebenso der bekannte Fotograf Edward Steichen u.a. Auch ganz lieblos wird mit Frederico Garcia Lorca umgegangen, er muss dazu herhalten, um dem Leser beizubringen, das Mechas erster Mann zu Beginn des spanischen Bürgerkrieges umgebracht, zusammen mit Lorca an die Wand gestellt wurde.

Das liest sich alles aufgesetzt und preziös. Auch in den jeweiligen Zeitepochen bekannte Musikstücke werden genannt, die man sich bei Youtube anhören kann. Ganz nett z.B. Eduardo Vianello „Abbronzatissima“ singen zu hören, oder „Ragazzo triste“ mit Patty Pravo, um uns das „dritte Mal“ in 1966 zu illustrieren. Wer kennt das?

Es ist dem Roman eigen, Mode, Ambiente, Musikstücke, Kosmetikmarken zu präferieren.
Was die Liebesgeschichte betrifft, so haben sich die Beiden auf 523 Seiten, wie es im Roman selbst heißt, gegenseitig im Leben des Anderen auf Besuch gefühlt.
Für nur ab und zu zusammentreffende Liebende würde ich persönlich „Das Salz auf unserer Haut“ bevorzugen.

Der Roman hat was von einem Groschenroman in Hochglanzoptik, Triviales wird gewiegt und gehütet und umsorgt wie ein Kleinkind. Tupft dort nicht gerade ein Herr mit der Serviette den Mund ab, bevor er souverän und lässig, mit der Linken in der Hosentasche, die Füße mit geschmeidiger Präzision setzend, vor dem Hintergrund der goldgetränkten Bucht, der schlanken hochgewachsenen Dame, deren Hut das Oval ihres Gesichtes anmutig betont, entgegengeht, um dann gemeinsam durch die bougainvillenumkränzte Pergola die nun in Abenddunkel getauchte Terrasse und uns zu verlassen? Was zurückbleibt ist, Leere, Leere.
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am 18. April 2015
Arturo Perez-Reverte hat einen dichten Roman über das Leben von 2 Personen geschrieben, die sich im Laufe der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts 3 Mal begegnen und in der Zeit des Zusammenseins ein heißes Liebesverhältnis entwickeln, aber die ersten beiden Male nicht zusammenbleiben.
Max Costa, ein aus ärmlichen Verhältnissen stammender, sehr gut aussehender Argentinier aus Buenos Aires lernt auf einer Schiffsreise von Europa nach Argentinien auf dem Passagierschiff die reiche und schöne, junge Mecha Inzunza de Troeye kennen, Ehefrau eines sehr bekannten und erfolgreichen Komponisten. Max arbeitet als Eintänzer für die Passagiere der ersten Klasse und freundet sich mit dem Ehepaar an. Nach der Ankunft in der argentinischen Hauptstadt verbringt man ein paar gemeinsame Tage mit Barbesuchen und nächtlichen Abenteuern. 9 Jahre später -' im Jahr 1937 - werden sich die 2 - Max und Mecha - an der Cote d' Azur wiederbegegnen. Inzwischen tobt in Spanien der Bürgerkrieg und Südfrankreich ist Anlaufpunkt vieler Emigranten, die den totalitären Regimen in Deutschland und Italien zu entfliehen versuchen. Mechas Mann wird in Spanien gefangen gehalten und sie lebt zu diesem Zeitpunkt allein. Und die beiden begegnen sich fast 30 Jahr später noch einmal in Süditalien, jetzt beide alt und vom Leben gezeichnet, doch in beider Erinnerung immer noch schön.
Die Begebenheiten und Ereignisse dieser 3 Begegnungen, die - das sei verraten - das ganze Leben der beiden beeinflussen werden, erzählt Perez-Reverte parallel und schafft es, einen doppelten Spannungsbogen zu erschaffen, der den Leser, da man natürlich wissen will, was 1937 an der Cote d'Azur geschah und weswegen die beiden sich fast aus den Augen verlieren und was jetzt beim erneuten Zusammentreffen geschehen wird, in Atem hält. Mit der Person des Max Costa schafft Reverte eine Mischung aus einem Felix Krull mit Anleihen an Hitchcocks John Robie in 'Über dem Dächern von Nizza' und eine ungewöhnliche Liebesgeschichte. Nebenbei erfährt sehr viel (für meinen Geschmack zu viel) über Tango, Atlantiküberquerungen auf luxuriösen Passagierschiffen, Schach und das Leben in der damaligen Zeit. Lesenswert zum Schluss sind auch die Danksagungen, die einmal mehr zeigen, mit welcher Akribie Perez-Reverte den Roman vorbereitet hat.
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am 4. August 2013
Das Konzept der Liebesgeschichte, die hier erzählt wird, ist auf den ersten Blick nicht neu: ein Mann und eine Frau treffen sich, schlafen miteinander und werden durch das Schicksal getrennt, bis sie sich schließlich nach langen Jahren wieder sehen. In gewöhnlichen Geschichten wäre dieses zweite Treffen allerdings das Happy End, während Max und Mecha sich erneut verlieren und für neunundzwanzig Jahre nicht mehr sehen. Und als sie sich zum dritten Mal sehen, bedeutet dies keineswegs, dass nun alles gut wird...
Max Costa ist ein sehr sympathischer Protagonist, obwohl man ihn durchaus als Hochstapler und Kleinkriminellen bezeichnen kann. Mecha Inzunza ist ebenfalls recht sympathisch, auch wenn sie im Vergleich zu Max etwas blass bleibt. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass wir hauptsächlich IHN auf seinem Weg begleitet.
Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein - dennoch ist vom ersten Moment an eine seltsame Anziehung zwischen den beiden. Dem Autor ist es dabei vortrefflich gelungen, diese Gefühle glaubwürdig darzustellen und so zu präsentieren, dass der Leser mit den beiden fühlt und versteht, wieso sie genau so und nicht anders handeln.

Die Liebesgeschichte ist alles andere als süß oder ruhig. Sie ist zunächst von Leidenschaft geprägt, von körperlicher Anziehung. Dennoch ist ihre Geschichte, die "Beziehung" der beiden sehr faszinierend und fesselnd. Sie wirkt authentisch, glaubhaft. Man kann sich sehr gut vorstellen, dass Max und Mencha sich wirklich 1928 kennen gelernt haben könnten. Man fühlt sich hineinversetzt in die Zeit der Tangos, der Eintänzer und der zwielichtigen Gestalten, die Pérez-Reverte hier heraufbeschwört.

Leider stockte ich, gerade am Anfang, ständig im Lesefluss. Dies liegt zum einen am häufigen Einsatz des Konjunktivs. Pérez-Reverte fasst oft längere Passagen, die im Dialog gesprochen werden würden, in der indirekten Rede zusammen. Dies kürzt zwar die Handlung und ich bin mir nicht sicher, ob ein endloser Monolog besser zum Lesen gewesen wäre, aber diese Abschnitte luden mich sehr dazu ein, sie nur zu überfliegen.
Zu Beginn des Romans sind zudem mehrere spanische Worte (scheinbar zusammenhangslos) in den Fließtext eingestreut, die nicht übersetzt werden. Es waren zwar keine wichtigen Stellen und das Verständnis der Handlung blieb unbeeinträchtigt, dennoch stolperte ich immer darüber, weil ich versuchte, mir die Bedeutung zusammenzureimen.

Insgesamt hat mir "Dreimal im Leben" aber sehr, sehr gut gefallen. Die Geschichte ist atmosphärisch dicht, die handelnden Charaktere sind weder übertrieben perfekt noch handelnde Klischees und die Erzählung ist perfekt in die realen Geschehnisse zwischen 1928 und 1966 eingebettet.
Für die oben erwähnten Probleme mit dem Lesefluss würde ich einen halben Stern abziehen, ansonsten kann ich das Buch wärmstens empfehlen.
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am 30. Mai 2015
Dreimal im Leben ist die wechselvolle Geschichte von Mecha und Max.
Im Jahre 1928 begegnen sich die beiden Protagonisten zum ersten Mal.Mecha macht mit ihrem Mann, dem bekannten Komponisten Armando de Troye, eine Serreise,Max Costa ist auf dem Schiff der Eintänzer. Er ist ein gutaussehender Mann und begnadeter Tänzer,besonders der Tango hat es ihm angetan.Er ist von Mecha sofort hingerissen und läßt keine Gelegenheit aus mit ihr zu tanzen.Armando und Mecha führen eine offene Ehe ,sodaß Mecha und Max kaum Grenzen gesetzt sind.
Bei der Ankunft in Buenos Aires bittet Armando Max ihnen die einschlägigen Lokale zu zeigen,um mehr über die Geschichte des Tango zu erfahren.Sie besuchen ziemlich anrüchige Etablissements,dort kommt es zu sexuellen Ausschweifungen.
Danach trennen sich die Wege .Neun Jahre später treffen die Beiden sich zufällig in Nizza wieder, es kommt erneut zu einer kurzen Affäre.Max ist in zwielichtige Machenschaften verstrickt und muß fliehen.
Nach 28 Jahren entdeckt Max seine einzige wirkliche Liebe auf der Promenade in Nizza.Er hat ein wechselvolles Leben hinter sich mit vielen Aufs und Abs und immer wieder Verstrickung in kriminelle Machenschaften.Vom einstigen Glanz ist nichts übrig ,er arbeitet als Chauffeur.
Jetzt überschlagen sich die Ereignisse,darüber möchte ich aber nichts verraten ,um die Spannung zu erhalten.
Die Geschichte wurde sehr gefühlvoll erzählt und hat mich von Anfang an fasziniert.Lediglich der Wechsel in die verschiedenen Zeitebenen hat mich anfangs etwas verwirrt.
Ich möchte für dieses Buch eine absolute Leseempfehlung aussprechen.
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TOP 500 REZENSENTam 12. Oktober 2013
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
... so der Originaltitel dieses Romanes von Arturo Pérez-Reverte, der so viel besser zu der Geschichte passt als der etwas austauschbare deutsche Titel "Dreimal im Leben".

Haben Sie eine Schwäche für Tangoklänge?
Für das Flair der Zwanziger und Dreißiger Jahre?
Für Südamerika, Südfrankreich und Italien?
Mögen Sie Schach?
Schätzen Sie spanischsprachige Autoren?
Und vor allem: Glauben Sie daran, daß Menschen, die sich lieben oder die füreinander bestimmt sind, sich nicht für immer aus den Augen verlieren, sondern sich im Leben wiederbegegnen werden oder sind Sie zumindest Romantiker genug, um daran glauben zu wollen?
Wenn Sie die eine oder andere dieser Fragen mit Ja beantworten können, sollten Sie sich "Dreimal im Leben" nicht entgehen lassen.

In bester spanischer Erzähltradition entwirft Pérez-Reverte seine verschachtelt erzählte Geschichte um den Eintänzer Max und die verheiratete Mecha, die sich 1929 auf einem Ozeandampfer nach Buenos Aires begegnen.
Ihre gemeinsame Liebe zum Tango verbindet die unnahbare Schöne und den Glücksritter und so beginnt eine Leidenschaft, die alle sozialen Unterschiede und auch jahre- beziehungsweise jahrzehntelange Trennungen überdauern wird...

Obwohl ich auch sehr gerne leichte, eher anspruchslosere Unterhaltungsliteratur lese, schätze ich es doch ungemein, von Zeit zu Zeit auf einen nicht nur unterhaltsamen, sondern auch hervorragend geschriebenen Roman zu stoßen.
Raffiniert verschachtelt in seiner Erzählweise, die ständig zwischen diversen Zeitebenen hin- und herspringt und die Geschichte mit all ihren Nuancen dem Leser nur stückchenweise nach und nach enthüllt, bis sich die unzähligen Puzzleteilchen erst zum Ende hin zu einem Ganzen fügen, mit teilweise langen Satzkonstruktionen und ungewöhlichen Formulierungen, verlangt "Dreimal im Leben" dem Leser schon ein wenig Konzentration ab und eignet sich nicht unbedingt dafür, in Minihäppchen im überfüllten Bus gelesen zu werden.
Dafür lässt es einen aber auch wirklich versinken in der ungemein authentisch geschilderten Atmosphäre einer vergangenen Zeit.

Die Geschichte folgt überwiegend dem Lebensweg Max', der, obwohl im Grunde ein recht gewiefter Kleinkrimineller, durchaus nicht unsympathisch ist und dessen sehr wechselhaften Lebensweg vom Gigolo über einen Spion bis zum ehrlich gewordenen älteren Herren man mit Spannung verfolgt.
Mecha dagegen bleibt ein wenig unnahbarer, was aber hervorragend zu der schönen, eigentlich für einen Mann wie Max unerreichbaren Frau passt.
Die Geschichte wird zu keiner Zeit kitschig, betört aber neben der ungemein stimmungsvollen Atmosphäre der internationalen Schauplätze zu mondäneren Zeiten auch mit einem Schuss Sinnlichkeit.
Laut Klappentext "beschwört der Roman den bittersüßen Zauber verstrichener Gelegenheiten" - besser könnte ich es auch nicht ausdrücken.

Ich habe die gut 500 Seiten wie im Flug ausgelesen und kann "Dreimal im Leben" allen Freunden gut geschriebener, ungewöhnlicher Liebesgeschichten auf mehreren Zeitebenen wärmstens empfehlen.
Viel Spaß hatte ich übrigens auch daran, mir zwischendurch einige der vielen im Roman erwähnten Tangos und sonstigen Musiktitel herauszusuchen und anzuhören.
In einer Hinsicht jedoch muss ich den kritischeren Rezensenten hier uneingeschränkt Recht geben:
Wer einfach einen "leichten" Liebesroman sucht, weder für Tango noch für Schach Interesse aufbringen kann und verschachtelte Erzählstrukturen als anstrengend empfindet, für den dürfte "Dreimal im Leben" möglicherweise nicht die richtige Wahl sein.
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am 11. April 2014
Max Costa , ein Mann mit Charme und unglaublichen Taktgefühl . Früher
arbeitete er als Eintänzer , mit seinem wilden Charme , gewann er die
Bewunderung der Frauen und die Sympathie der Männer . Heute ist Max 64
Chauffeur eines reichen Psychiaters in Italien . Wenn er in den Spiegel
schaut , blickt er in Liebes-und Kriegswunden und in schwere müde Augen .
Auf dem Rückweg einer Fahrt , entdeckt er eine atemberaubende Frau .
Wie versteinert sitzt er im Wagen und kann es nicht glauben !
Diese Eleganz und dieses Lachen , wie könnte er diese Frau je vergessen ?
29 Jahre ist es her , dass er diese Eleganz zum ersten Mal bewunderte !

Alles begann auf einem Ozeandampfer nach Südamerika in den 20er Jahren .
Alles begann mit einer Verbeugung , eine Frau mit Eleganz und Anmut , die Max verzauberte !
Er der einfache Eintänzer und sie die reiche Frau eines Komponisten .
Mecha Inzunza diesen Namen würde er nie vergessen .
Zwischen den wundervollen Klängen des Tangos und poetischen Gesprächen , kommen sich die beiden immer näher .
Max
nimmt sie und ihren Ehemann mit in seine Heimat und in die Welt des
Tangos . Doch als die Sache völlig aus dem Ruder läuft , werden die
beiden getrennt !

Erst neun Jahre später sollen sich die Beiden in Nizza wieder sehen !
Es sind die dreißiger Jahre, Europa ist in Aufruhr, zwischen Krieg und der großen Liebe , gerät Max in unglückliche Dinge .
Wird er zum Verbrecher der Spione ?

Nun 29 Jahre danach , treffen sie sich das dritte Mal im Leben .
Während
er ihr durch die Straßen und Gassen Italiens folgt , schwelgt er in
Erinnerungen und erkennt , dass er diese Frau niemals vergessen wird !
Ein bewegender Roman über Abschiede und die wahre große Liebe ! Der Schreibstil ist leichtfüßig und charmant .
Max ist ein so liebenswerter Protagonist . Ein Buch , dass man nicht mehr aus der Hand legen kann .
Poetische Sätze , eine große Liebe und Spannung .
Oder einfach die wunderbare Nostalgie und Eleganz einer Liebe mitten in Italien !
Dieser Autor kann so wundervoll mit Worten umgehen , er erzählt die Liebe zwischen Max und Mecha so glanzvoll und poetisch !
Ein tolles Buch mit vielen Geheimnissen , die am Ende aufgedeckt werden .
Eine wundervolle Liebesgeschichte , voller Schönheit , Eleganz und Sehnsucht
Und einem Cover , das den Flair des Buches auf den Punkt trifft .
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am 15. Februar 2016
Dreimal im Leben

Rezension von Diane Wippermann

Zwei Menschen, ein 'es darf eigentlich nicht sein', eine Verführung, Leidenschaft, Tango, starke Gefühle und zahlreiche verpasste Augenblicke... Dem Liebesroman 'Dreimal im Leben' von Arturo Pérez-Reverte gelingt es innerhalb kürzester Zeit den Leser zu berühren. Vor dem geistigen Auge entstehen Sequenzen, voller Nostalgie, Wehmut, Kraft und Dramatik. Immer weiter und weiter wird man in den Strudel der Ereignisse gezogen. Einfach magisch! Beim Lesen habe ich den Ozeandampfer plötzlich vor mir gesehen, bin in die einzelnen Räume und schließlich bis in den Ballsaal vorgedrungen. Habe die Protagonisten Max und Mecha kennen und lieben gelernt und habe mich nach und nach von den Tangoklängen verführen lassen. Leidenschaft, Begehren, Liebe verpackt in einen Tanz ... Man bekommt Lust auf einen Tango-Tanzkurs und spanischen Rotwein, mir ging es jedenfalls bei der Lektüre des Buches so. Und ich habe mich innerhalb kürzester Zeit von diesem außergewöhnlichem Werk einnehmen lassen und mit sanften Wellenschlag sowie den erotischen Tangorhythmen den Ozean überquert, mitgeliebt und mitgelitten. Ein gelungenes Meisterwerk, dass in lebhaften und fantasieanregenden Bildern geschildert wird. Mein Kopfkino springt innerhalb kürzester Zeit an.

Aus dem Inhalt (Klappentext): Auf einem Ozeandampfer begegnen sie sich das erste Mal. Es ist das Jahr 1928, Max ' jung und von wildem Charme ' arbeitet als Eintänzer in der ersten Klasse. Mecha zieht ihn augenblicklich in den Bann, ihre aparte Schönheit, der weltberühmte Komponist an ihrer Seite, das funkelnde Collier um ihren schlanken Hals. Es folgt ein Tanz, ein nichtssagender Smalltalk, der verheißungsvoller nicht sein könnte. In Buenos Aires angekommen, führt Max das Paar durch die zwielichtigen Tangobars seiner Geburtsstadt. Doch in dieser Nacht geraten die Dinge außer Kontrolle, und für Max und Mecha beginnt das Abenteuer ihres Lebens: die große Liebe. Eine Liebe, die erst viele Jahre später auf der Promenade Nizzas zwischen entrücktem Glamour und den Wirren des Krieges eine zweite Chance erhält ...
Dreimal im Leben erzählt eine Geschichte voller Sehnsucht und Eleganz. Durchweht von der Nostalgie nach einer Welt, deren Glanz verblasst und deren Melodie verklungen ist, beschwört der Roman den bittersüßen Zauber verstrichener Gelegenheiten und die lebenslange Liebe zweier Menschen.

Fazit: 4 Sterne**** Eine wundervolle Liebesgeschichte, die meiner Meinung nach, absolut lesenswert ist, wenn man sich auf die Irrungen und Abwege einlässt.

Dreimal im Leben: Roman (Insel Verlag) ist für 22,95 Euro im Buchhandel erhältlich.

Mir wurde das Buch zum Testen überlassen. Dies hat aber keinen Einfluss auf meine weiterhin ehrliche und faire Bewertung.
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