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Kundenrezensionen

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VINE-PRODUKTTESTERam 12. September 2005
So... höchste Zeit das ich hier mal was anderes rezensiere als nur CD's. Und als erste DVD hab ich mir deshalb mal "Devotional" von Depeche Mode ausgesucht.
Dieser Konzertmitschnitt aus dem Jahre 1993 zeigt die Band auf dem Scheideweg, auf ihrer bis dato größen und längsten Tour, aufgestiegen in die Superstar-Liga, auf dem Zenit ihres Schaffens... und dennoch fast am Ende.
Wenn man den Hintergrund, die Band-Biography kennt, dann bekommt das Alles irgendwie einen faden Beigeschmack. Dave Gahan hüpft sichtlich dürr,bleich, langhaarig und mit Drogen vollgepumpt auf der Bühne herum und sieht keinesfalls gesund aus. Das die Band zum damaligen Zeitpunkt sehr zerstritten war tut ihr Übriges. An diesem Größenwahn wird die Band kurze Zeit später fast zu Grunde gehen...
Doch rein von der Qualität her gibt es an Anton Corbijns Konzertfilm nichts zu meckern. Die band spielt einen sehr guten Mix aus Songs des damaligen Albums "Songs of Faith and Devotion" und bekannten Hits wie "Behind the Wheel" oder "Enjoy the Silence". Die Live-Untermalung klingt besser denn je, der Mix aus Rock, Dance und Pop gelungener als bisher. Verstärkt durch Alans an den Drums, Backgroundsängerinnen und dem verstärkten Einsatz von Martin Gore an der Gitarre klangen DM anno 1993 organischer und "echter" als je zuvor. Dave gibt etwas hyperaktiv (Gründe sind ja bekannt)den verschwitzten Frontmann und Alan wackelt mit dem Hintern... Wir erleben DM also in Höchstform. Untermalt von Corbijns tollem Bühnenbild und den stylischen Hintergrundbildern ergibt sich so ein audiovisuelles Topspektakel, welches einen tollen Liveindruck der, meiner Meinung nach, besten Band der Welt gibt.
Auch Ton und Bild wurden sehr gut restauriert... einem Dolby Digital Erlebnis steht also nix im Weg.
Und auch einige Extras wurden integriert. "Halo" und "Policy of Truth" waren damals auf der VHS nicht drauf. Allerdings hätte sich doch mal irgendjemand die Mühe machen können, die Nummer reinzuschneiden. na ja...
Ansonsten bietet die 2. DVD eine alte MTV Doku (Dave auch hier wieder hoffnungslos fertig), Die Hintergrundprojektionen einzeln abrufbar, Die Tourtagebücher, Anton Corbijn der über das Bühnendesing spricht und die DM-Videos von 1993/94. Ein aktuelles Interview wie bei der "101" DVD wäre nicht schlecht gewesen, aber nicht zwingend notwendig. Das Package ist auch so ganz gut.
Fans von Depeche Mode sollten unbedingt zuschlagen, für alle anderen sei gesagt, dass es die bisher beste Live-DVD von Depeche Mode ist, mit der besten Songauswahl. Dementsprechend kann man nur zugreifen und allen Unwissenden sei gesagt: Dave hat's überlebt und dieses Jahr stehen alle (bis auf Alan logischerweise)wieder gemeinsam auf einer Bühne. Gut so, Jungs!
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am 20. September 2004
Lange musste man warten und schließlich war es am 20.09.2004 endlich soweit, die wohl ersehnteste DVD von Depeche Mode stand endlich in den Regalen! Und das Warten hat sich wirklich gelohnt! Nach der etwas lustlosen Veröffentlichung von 101 bemühte man sich die Fehler widergutzumachen und versuchte mit Devotional den großen Wurf der auch wirklich gelungen ist. Das Bild ist etwas grieslig, ähnelt aber der ONIP welche offenbar mit denselben Stilmitteln aufgenommen und bearbeitet worden ist. Der Ton ist für das Alter sehr gut geworden und ist nicht so dumpf abgemischt wie der von ONIP. Endlich gibt es einen satten Bass und klare Höhen zu hören! Auch die Bonus Tracks Policy Of Truth und Halo sind klasse. An Bonis gibt es die Devotional Projections (absolut geiles Feature!!!), Promo Videos von SOFAD, die MTV Rockumentary, ein Interview mit Anton Corbijn und ein Interaktives Tourprogramm. Toll, mehr wird man nie bekommen! Zu dem Konzertmitschnitt braucht man keine Worte mehr zu verlieren, er ist schlichtweg genial!!! Sollte man sich unbedingt kaufen!
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am 24. September 2004
Wer erinnert sich nicht noch gerne an Depeche Modes 93/94er Devotional Tour, die über 150 Konzerttermine beeinhaltende Mammut Tournee, welche der Band vielleicht nicht das Genick, definitiv aber dem einen oder anderen Bandmitglied einen großen Teil seiner physischen (und auch psychischen) Gesundheit gekostet haben mag; natürlich nichts, was im nachhinein nicht wieder zu reparieren gewesen wäre :op.
Schon das Album zur Tour (Songs of Faith and Devotion) ließ aufhorchen: Weniger Elektrosounds, rockige Elemente machten sich da breit und man traute seinen Augen kaum - plötzlich sah man Alan Wilder live wieder hinter einem Schlagzeug sitzen. All dies und mehr dokumentiert die vorliegende Doppel-DVD "Devotional".
DVD 1 zeigt den von Anton Corbijn gefilmten Konzertmitschnitt mit einem unglaublich energiegeladenen Dave Gahan, der das Publikum zu begeistern und mitzureißen weiß. Die aufgebrachte Euphorie überträgt sich sofort ins Wohnzimmer, lediglich Corbijns Stil der hartkörnigen und unscharfen Bilder nervt gelegentlich, sein Bühnendesign dagegen ist fantastisch. Endlich bekommt man auch mal wieder das lang vermisste "Fly On The Windscreen" live zu hören. Lobenswert ebenfalls, dass "Halo" (Barcelona-Konzert) und "Policy Of Truth" (Frankfurt-Konzert) als Bonus hinzugefügt worden sind.
Ein absoluter Hammer sind Corbijns Visuals bzw. Live Projektionen von insgesamt 8 Songs, mit denen die zweite DVD beginnt. Es folgen 6 Promotion Videos, die in erster Linie durch ihre Lautstäkenschwankungen auffallen. Die Schwankungen sind leider so nervig und irritierend, dass man des öfteren daran denkt den Ton abzuschalten. Dies ist aber auch der einzige Schwachpunkt der DVD und das schwer zu kriegende "One Caress" versöhnt diesbezüglich ein wenig. Die folgende MTV-Rockumentary, das Corbijn Interview und die abschließenden Fotogalerien sind sehenswert und runden das Gesamtpaket glanzvoll ab.
Wer "101" und "One Night In Paris" bereits besitzt, der wird auch um diese DVD nicht herumkommen, denn sie zeigt wieder eine ganz neue Seite von Depeche Mode. Ton und Bild sind makellos, die Songauswahl ist vortrefflich, das Konzert ist begeisternd und die Extras lassen nichts zu wünschen übrig. Die gebotenen Raritäten dürften besonders für Fans interessant sein und zeigen, wieviel Mühe man sich bei dieser Produktion gegeben hat. Trotz eines kleinen Kritikpunktes ist "Devotional" ein Volltreffer! 5 Punkte!
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am 14. November 2004
...von der besten Band der Welt! Ich als absoluter Depeche Mode Fan musste diese DVD natürlich haben und wurde nicht enttäuscht. Dieser Konzertfilm mit samt Bonus ist einfach nur genial. Es ist der Mitschnitt eines großartigen Konzertes der Devotional-Tour mit einer erstklassigen Songauswahl und tollen Extras (siehe Trackliste von Amazon). Bild und Ton sind sehr gut. Diese DVD ist ein Genuss für Ohren und Augen. Es kommt absolutes Gänsehautfeeling auf. Bei dieser Tour wäre ich gerne auf einem Konzert live dabei gewesen. Da ich ja schon die DVD "Videos 86>98+" besitze, habe ich die Promo Videos aber schon dort mit drauf. Schön ist, dass im Gegensatz zu den DVD's "101" u. "Videos 86>98+" die Interviews mit deutschem Untertitel sind. Auch die Aufmachung der DVD mit dem schon bei DeMo DVD's üblichen Pappschuber ist sehr edel. Ich kann diese DVD nur jedem Fan und auch Interessierten wärmstens empfehlen, auch wenn man vielleicht schon das VHS-Video besitzt (wegen der Extras u. des besseren Sounds). Hoffentlich veröffentlichen Depeche Mode noch ein paar Konzert DVD's (z.B. das Hamburg Konzert).

Fazit: 1000 Sterne (schade gehen ja nur 5)
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am 1. Oktober 2004
Hab mir in letzter Zeit einige Tour-DVDs diverser Bands gekauft und würde mich mittlerweile als mehrmals gebranntes Kind bezeichnen. Was da ab und zu an digitalisiertem Schrott verkauft wird was Bild- und Tonqualität betrifft ist kaum zu beschreiben.
Zum Glück gibt es diese DVD die wie eine Salbe auf meine Brandwunden wirkt!
Einwandfreie Tonqualität, ebenso die Bildqualität, ein wirklich stilvolles DVD Menü und zauberhafte Extras! Bekomme jedesmal ne Gänsehaut wenn ich mir Personal Jesus reinziehe - bei dieser wahnsinns Kulisse und dem Top-Publikum!
Volle Punkte für eine DVD, die endlich wieder jeden Cent wert ist!
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am 21. November 2013
"Desaster", "Erschöpfung", "Katastrophe". Viele solcher Worte werden heutzutage mit der Zeit um 1993 verbunden: zumindest im Zusammenhang mit Depeche Mode. Sie eroberten ab 1987 die Welt im Sturm und konnten sich noch einige Jahre vor den Schattenseiten des, ähem, Rock'n'Roll, zu Wehr setzen. Vor allem Frontman Dave Gahan schien nach außen hin seinem Look treu zu bleiben und so war es für viele Fans wohl undenkbar, das eben jener Gahan sich nach der erfolgreichen World-Violation-Tour nach L.A. absetzen, und dort zum langhaarigen Möchtegern-Rocker mutieren könnte. Genau dies geschah jedoch. Seine Begeisterung für diverse Rockbands der frühen 90er, spielte der Entwicklung von "Songs of Faith and Devotion" zum großen Teil in die Karten. Dennoch verliefen die Aufnahme-Sessions wahrlich Katastrophal und so wundert es bis heute, das ein Album, welches aus der wohl schlimmsten Bandinternen Spannung heraus entstand, immer noch für positive Gänsehaut sorgen kann. Neben der außergewöhnlichen Platte, setzte aber auch die anschließende Tour Maßstäbe...

DEVOTIONAL:

(Bühne/Kulisse)

"Architekt" Anton Corbijn war für das damalige Stagedesign verantwortlich. Was man zu sehen bekommt, besticht durch düstere Optik und stimmungsvollen Aufbau. Gahan bekam einen eigenen Laufsteg, während sich die Kollegen auf der oberen Ebene hinter diversen Synthies verschnanzten. Lediglich Gore (Gesang/Gitarre) und Wilder (Schlagzeug) gesellten sich ab- und an zum Sänger. Ein wahres Schmankerl dieser Tour waren die Leinwände bzw. das, was auf diesen abgebildet wurde. Corbijns verschlungene Filme: egal ob Vogelmensch (WIMS), Frauengesichter (IYR), Astronaut (NLMDA) oder markante Gesten (IFY) - hier stimmte einfach alles und selbst das etwas merkwürdig anmutende Metallgehänge stört den Gesamteindruck nicht wirklich. Chapeau!

(Sound/Arrangements)

Noch heute schwärmen "Devotees" vom Soundgewand dieser Tour - zurecht! Zusammen mit Steve Lyon (Sound-Engineer), erarbeitete Alan Wilder das Klangkorsett für die Mammut-Tour (154 Konzerte). Dabei wurden viele Songs völlig neu arrangiert und hinterließen auf diese Weise einen belebenden Eindruck (FOTW). Es war definitiv die letzte Tour, die mit frischen Arrangements punktete, wogegen es in den letzten Jahren immer eintöniger wurde (PJ, ETS, IFY etc.). Was ich ebenfalls lobend erwähnen möchte, ist die tolle Synthese aus Elektro- und Analogsounds.

Wo DM heute einen auf Pseudo-Rockband machen, so waren sie bis 1993/94 noch ihren Wurzeln treu geblieben. Das Klanggerüst, welches die Band seit den frühen 80ern prägte, stand hier noch an vorderster Front. Neu hingegen war das Live gespielte Schlagzeug von Alan Wilder. Im Gegensatz zur aktuellen "Eigner-Show", verkam der damalige Drumkit-Teil allerdings nicht zum Selbstzweck, sondern wurde nur bei einigen Liedern eingesetzt: Dezent und Stilvoll. Gerade "IFY" kam durch Alans mechanisch, gespielte Beckenschläge zu ganz neuen Ehren und erhielt einen, im positiven Sinne, eisigen Anstrich. In dem Fall war weniger wirklich mehr :)

(Band)

Dave Gahan war aufgrund seiner Drogensucht extrem angeschlagen, doch auf der Bühne konnte er sich dennoch auf seine Qualitäten als Performer verlassen. Hin- und wieder fragt man sich ja schon, wie aus dem "Kurzhaar-Dave" der 80er, ein extrem tätowiert, ausgemergelter Grunge-Fan werden konnte, aber das zu erklären würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen. Trotz offensichtlicher Rauschzustände, fesselt mich seine damalige Performance immer noch mehr als wie sie es in der Gegenwart tut.

Martin Gore war neben Gahan ebenfalls "angezählt", litt an erhöhtem Alkoholkonsum und soll während eines Konzerts dieser Tour sogar mal kurz vor dem "Abgang" gestanden haben. Schön ist es, im Nachhinein hören zu können, wie gut er damals noch am Mikro war. Wo man heute ein grausiges "Altherren-Vibrato" ertragen muss, so stand er hier noch am Scheideweg vom alten- zum neuen Gesangsstil. Seine Beiträge sind definitiv als Highlights anzusehen und überzeugen sowohl beim Solo von "Judas", als auch den Background-Beiträgen (NLMDA etc.)

Alan Wilder - viele denken bei diesem Namen wohl an den "heimlichen" Star der Band. Er prägte den Sound zwischen 1986 und 1993 entscheidend mit. Ich bin mir sicher, das Alben wie "Masses" oder "Violator" ohne seine Mithilfe wesentlich anders geklungen hätten. Gerade die Produktion von "Devotion" wäre wohl stecken geblieben, wenn nicht wenigstens Er sich "am Riemen gerissen", und trotz Unbehagens weiter an den Songs gearbeitet hätte. Für viele Insider, allen voran Daniel Miller (Labelchef), war sein Ausscheiden im Jahr 1995 keine wirkliche Überraschung. Alan soll während der Jahre 90-93 mehr und mehr Unzufrieden über die Arbeitsverteilung innerhalb der Band gewesen sein.

Andrew Fletcher - mmmh... ist irgendwie seit Anbeginn dabei, aber wirklich sympathisch wird er mir in diesem Leben wohl nicht mehr. Man fragt sich ja doch, was er während der Konzerte eigentlich auf dem Keyboard beisteuert. Wenn man der Historie glauben schenken darf, soll er nämlich äußerst bescheidene Qualitäten als Musikant aufweisen und eher als "Buddy" von Martin Gore seinen Zweck erfüllen. Ja ich weiß, klingt womöglich nach der Pro-Alan-Fraktion aber die Wahrheit ist nun einmal, das ich "Fletch" irgendwie merkwürdig finde. Fairerweise sollte man jedoch anmerken, das er sich wohl immer um die geschäftlichen Belange der Band gekümmert hat.

DVD:

(Bild/Ton)

Geprägt waren die Corbijn-Jahre von seinem "groben" Stil. Körnige Videos zeugen von seiner Art, Promoclips visuell umzusetzen: so auch bei "Devotional". Daher sollte erwähnt werden, das es sich hierbei nicht um schlampig, archiviertes Bildmaterial handelt, sondern dieses lediglich die (so gewollte) Handschrift Corbijns trägt. Der Ton gewinnt deutlich durch das Remastering. Stimmungsvoll schweben die düsteren Klänge durchs Zimmer, während Gahans Röhre klar und deutlich zu hören ist.

(Bonusmaterial)

Üppig, üppig - wenn auch teilweise etwas lieblos. Die MTV-Rockumentary wirkt unbearbeitet (Bild) und eher reißerisch. Da fand ich die EPK zur Platte wesentlich ansprechender (The Videos 86>98+). Dave erscheint während der Interviews erschreckend zugedröhnt und präsentiert sich als Grunge-interessierter Rocker. Ingesamt eher eine Pseudo-Doku ohne wirklich interessante Details.

Wesentlich ansprechender ist da schon Anton Corbijns Monolog zur damaligen Bühne und seinen Fotos fürs Tourbook. Zwar wird man Stellenweise das Gefühl nicht los, einem berufsmüdem Lehrer zu lauschen, da seine Ausführungen ein- ums andere Mal etwas monoton wirken. Wer sich jedoch für seinen Arbeitsstil interessiert (so wie ich :), der wird an diesem Bonusfeature mit Sicherheit Gefallen finden. Ich würde sogar behaupten, das mich seine Anekdoten über Fotos und Showbühnen auf dieser, und der One-Night-In-Paris-DVD wesentlich mehr ansprechen, als die Doku über ihn selbst ("Inside Out").

Ebenfalls erwähnenswert sind die (Bonus)-Clips der Projektionen. Hier kann man sich nochmal ausgewählte Kurzfilme, die eigens für die Show gedreht wurden, zu Gemüte führen. Neben dem unterhaltsamen Hauptkonzert gibt es als "Zugabe" noch "Halo" und "Policy of Truth". Darüber hinaus werden sämtliche Promovideos der SOFAD-Ära angeboten. Von "One Caress" über die berühmten Corbijn-Clips erlebt man hier nochmal anspruchsvolle Videokunst.

F A Z I T:

"Devotional" steht für eine Band, die sich im Zenit befand und Höhen erreicht hatte, aus denen es nur noch Abwärts gehen konnte, was es ja dann auch (langsam) tat. Für Dave Gahan mag diese Phase zwar ein Mahnmal dafür sein, was der Lifestyle innerhalb des Erfolges anrichten kann, dennoch ist es in der Geschichte der Rock- und Popmusik ja oftmals so gewesen, das die "schwierigen" Zeiten oftmals zu beachtlichen Werken führten - so auch bei Depeche Mode. Im übrigen ist dieses Dokument ein gutes Beispiel für die verschiedenen (Live)-Stadien der Band. Waren die ersten zehn Jahre vom ehrgeizigen Aufstreben nach ganz oben geprägt, so zeigte die zweite Dekade eine Gruppe, die zwar im Oberhaus angekommen, aber immer noch hungrig auf Neues war. 1997 wurden Depeche Mode in gewisser Weise reanimiert und konnten auch ohne Alan mit zwei interessanten Alben punkten. Der jetzige "Herbst" offenbart jedoch das Dilemma, welches viele große Acts ereilt.

Heutzutage sind DM-Konzerte ein Happening, ein Festival der Verehrung und Huldigung. Tickets sind ab dem ersten Vorverkaufstag so gut wie vergriffen, denn die Band weiß, welchen Status sie inne hat. Auf der Bühne strahlen sie über beide Ohren und spulen ihre "Greatest-Hits-Revue" ab, während sich neuere Songs kaum in der Setlist verirren, da sie auch (leider) kaum das Zeug dazu haben. Kurzum: Für meine Begriffe sind Depeche Mode satt. Sie wurden vom eigenen Status überholt, der bis heute leider mit dazu beiträgt, das die Band in keinster Weise mehr den Biss von einst zeigen kann. Verständlich zwar, das beim heutigen Wert ihrer "Marke" keine Impulse mehr in Richtung Experimente gehen, doch irgendwie macht einen dieser Stillstand schon ein wenig nachdenklich. Das einzig positive an der Gegenwart von Depeche Mode ist vielleicht noch, das ihre Musik nicht gezielt auf die Charts ausgerichtet ist. AMEN
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am 19. März 2014
Ich bin selbst durch eine Empfehlung auf diese DVD aufmerksam geworden. Ich höre einige Scheiben von DM sehr gern, einiges sagt mir aber auch gar nichts. Dieser Konzertfilm ist allerdings ein Erlebnis ohne Abstriche, wenn man die Alben Violator und Songs of Faith and Devotion mag. Tolle Atmosphäre, tolle Musik, tolle Bilder!

Der Versand war zuverlässig und die DVD war früher als angekündigt im Briefkasten. Preis-Leistungsverhältnis sehr gut.
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am 1. März 2005
DM at its best! Diese live-DVD dokumentiert eindrucksvoll das sich die Vier zur Zeit der Devotional tour auf dem Zenit ihres Schaffens befanden, perfekt in 5.1 restauriert und von Anton Corbijn in Szene gesetzt. Super auch die 2. Scheibe mit den Projektionen der show und den Promo-Videos. Etwas wird einem jedoch leider schmerzlich bewusst: obwohl Ultra und Exciter großartige Alben sind hat sich die Band leider nie von dem musikalischen Verlust durch den Weggang von Alan Wilder erholt, das wird besonders im direkten Vergleich zur Exciter-DVD deutlich. Fazit: Für Fans eh' ein muss, für alle anderen die endlich wissen möchten wozu das Medium DVD erfunden wurde auch!
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am 25. November 2007
Also wenn mich jemand fragen würde, welche DVD man von Depeche Mode unbedingt haben sollte, dann würde ich diese DVD von der berühmt berüchtigten Devotional Tour 1993 empfehlen. Warum? Nun zum einen, weil DM von ihrem Haus- und Hoffotografen Anton Corbijn, der für dieses Video verantwortlich ist, exzellent in Szene gesetzt wurden und zum anderen, weil auf dieser DVD wirklich tolle Lieder drauf sind. Der Wermutstropfen ist allerdings, dass sich der Frontmann Dave Gahan hier bekanntermaßen (vom gesundheitlichen Aspekt betrachtet) nicht auf der Höhe seiner Schaffenskraft befunden hat. Zwar ist dieser Zusammenschnitt noch so genial gelungen, dass er sehr selbstsicher und sexy wirkt und seine Stimme noch viel Kraft hat, aber man sieht in einigen Szenen, wie voll gedröhnt er mit Drogen ist und wie oft er nach Luft ringt, weil er körperlich völlig ausgezehrt ist.

Davon einmal abgesehen, bietet diese CD viele tolle Songs von Depeche Mode. Allein schon der Auftakt der Show mit Higher Love ist genial: Dave singt hinter einem riesigen Vorhang versteckt und kommt erst nach und nach auf die Bühne. Spannender kann man das Ganze gar nicht mehr machen. Es folgt dann gleich World in my Eyes, welche zu meinen Lieblingsaufnahmen auf dieser DVD zählt. Trotz seines kaputten Aussehens und seiner langen Haare ist Dave einfach nur Sex pur. Man beachte insbesondere das erste Viertel des Liedes, wenn er sich umdreht und seine obligatorischen Bewegungen mit dem Hintern zum Publikum macht (80er lassen grüßen!) oder wenn er ganz lasziv und mit geschlossenen Augen über den Mikrofonständer streicht. Es folgen großartige Lieder, wie Walking in My Shoes, Behind the Wheel, Stripped, wo Dave alles gibt. Neben vielen weiteren guten Liedern sind noch besonders Never Let Me Down Again (ganz toll im Zusammenspiel mit Martin, den man hier als Zweitstimme sehr gut heraus hört), Rush (wo Dave stimmlich extrem gut rüber kommt), In Your Room (inklusive Stage Diving von Dave, wo ihn die Menge fast auseinander genommen hat), Enjoy the Silence, Everything Counts, Fly On The Windscreen, Halo und Policy of Truth hervorzuheben. Klare Kaufempfehlung!
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Devotinal ist die Live-DVD aus der wohl legendärsten Zeit DepecheMode rund um die Welttour zu "Songs of faith and devotion". Wie das Album besticht die Liveperfomance durch die perfekte, damals nicht zu erwartende Wiedergabe des rockigen Nachfolgers von Violator. Der beginn ist schon beeindruckend: Die Bühne ist mit riesigen Vorhängen zugehangen und ein leise Gewitter grummelt zu "Higher Love". Auf der Scheibe das letzte Stück ist dieses wohl eines der verkanntesten DM`s. Immer noch nicht zu sehen beginnt Dave Gahan zu singen, während schemenhaft die Band zu erkennen ist. Die Athmospäre ist förmlich zu spüren.

Das Bühnenbild, welches zum Vorschein kommt, ist hier zum ersten Mal von Anton Cobaijn entworfen worden. Hier kommen während der nächsten Songs tolle Farben und visuelle Effekte zum tragen: Vom Vogelmenschen bis zu den faszinierenden Frauengesichtern bei "In your room". Man fragt sich, nachdem man erkannt hat das sie gefilmt und nicht fotografiert sind, welche hübscher ist.

Zur Band: Mister Gahan wirbelt ausgemergelt in durchnässtem Feinrippunterhemd über die Bühne, als wenn es kein morgen gibt. Und Martin Gore macht bei genauerem Hinsehen den Eindruck, als wenn er von seinem Frontmann ein paar kleine Muntermacher geschnorrt hätte. Mittlerweile wissen wir es ja alle besser... Und während Andrew Fletcher versucht seinem Ruf als bester einfinger-spielender Keyborder gerecht zu werden übernimmt Alan Wilder im Hintergrund den Hauptpart sowohl an Tasten als auch an den Drums. Nachdem Gahan stagediving betrieben hat bekommt man eine interessante Zugabe: Eine offensichtlich gutgelaunte Band (Poklatscher auf Flechter!) läßt den Saal noch mal kochen und stellt die Frage, wie stark die Differenzen wirklich waren.

Der Sound ist klasse, und die Stücke kommen mit großer Kraft rüber. Bestes Beispiel dafür ist "Everything counts". Eine tolle Konzert-DVD zur "very dark record" wie sich Fllod ausdrückte. Und der hat sogar NIN produziert. Als Ergänzung ist unbedingt "Songs of faith and devotion" in der Sammleredition mit DVD zu empfehlen. Nicht nur für Depechies, sondern auf für Anhänger von elektronisch angehauchtem Rock a la Paradise Lost sehens- und hörenswert.
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