Fashion Sale Hier klicken Sport & Outdoor reduziertemalbuecher Cloud Drive Photos yuneec Learn More Sommerschlussverkauf Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
136
4,2 von 5 Sternen
Format: MP3-Download|Ändern
Preis:9,19 €
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

TOP 500 REZENSENTam 20. September 2013
… es gibt nach 10 Jahren ein Album mit neuen Stücken von Sting und keiner geht hin. Promotion wird kaum gemacht, viele Hörer sind nach 10 Jahren mit Weihnachts-Songs, Mittelalter-Songs, und Was-auch-immer-Songs etwas müde geworden ihrem ehemaligen Helden noch zu folgen und dann kommt irgendwann im Sommer das knappe Announcement, dass es ein Album mit Songs zu einem Musical von Sting geben wird. Und es tauchen Interviews auf, in denen Sting ganz offen zugibt, dass er ja betriebswirtschaftlich vollkommen unabhängig ist und im Prinzip genau das machen kann, was er mag.

Keine guten Vorzeichen. Und dann das erste hektische weil doch etwas aufgeregte Durchhören des Albums. Okay, es ist definitiv keine Poprock Album, kein Nachfolger zu „Sacred Love“ von 2003. Und nochmals okay, man findet schon beim ersten Hören Sounds, die Sting schon immer mal gerne verwendet hat, Pipes und Seemann’s Shanty, keltischen Folk und kleine jazzige Serenaden, aber noch nie so kondensiert.

Also zwei Möglichkeiten, das Album direkt wieder an Seite legen oder einfach noch ein paar Mal hören. Option 1 kann ich nachvollziehen, weil ich selber die letzten Male oft etwas enttäuscht würde, aber wer das macht verpasst etwas. Denn, die ganze Rahmengeschichte zum Musical (Niedergang einer ehemals blühenden Hafenstadt, natürlich autobiographisch) mal außen vor gelassen, bietet „The Last Ship“ dann doch viele bemerkenswerte Songs und beachtenswerte Texte.

Das fängt an mit der schon vorab veröffentlichten Single PRACTICAL ARRANGMENT, die sehr entspannt daher kommt, eine leichte jazzige Serenade nur sanft untermalt von Klavier, Bass, Gitarre und einer Trompete, die langsam ihre Bahnen zieht. Zum getragenen Song passt der Text, in dem ein Mann versucht einer Mutter schmackhaft zu machen, dass man auch ohne die große Romanze ganz pragmatisch zusammen leben kann. Und es geht weiter mit zwei sehr schönen Duetten, zum einen mit der schönen Ballade SO TO SPEAK mit sanften Streichern und mit der (mir) unbekannten Becky Unthank, zum anderen dem Duett mit (dem dann doch eher schon sehr bekannten ;-) Jimmy Nail namens WHAT HAVE WE GOT, in dem Sting mit keltischen Anleihen und einer um Oktaven tieferen Stimme und dem nordenglischen Dialekt den Lord of the Dance aus der Arbeitsklasse gibt. Textlich geht Sting an manchen Stellen sehr ans Eingemachte, besonders die Lieder in denen er sich mit dem Altern auseinandersetzt sind sehr intensiv und berührend (I LOVED HER BUT SHE LOVES SOMEONE ELSE und SO TO SPEAK). Und dann gibt es natürlich auch noch die BALLAD OF THE GREAT EASTERN, die mit den Pipes zu Beginn sehr an „Hounds of Winter“ erinnert und sich dann zu einer majestätischen orchestralen Ballade entwickelt.

Option 2 von oben lohnt sich also, selbst für Fans die bei dem Wort „Musical“ einen Totstellreflex bekommen.
33 Kommentare| 148 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Mai 2015
Dieses Album gehört zu den besten von Sting.

Wie bisher bei den meisten Alben, erfindet sich Sting hier selbst neu, kreiert einen neuartigen Sound, den man von ihm noch nicht (und in manchen Fällen auch von niemand sonst) kannte. Er greift gelegentlich in die maritime Instrumentenkiste (Akkordeon) und verarbeitet hier häufiger als bisher traditionellen englischen Folk-Stil. Aber nie kopiert er einen Stil vollständig, sondern er kombiniert ihn mit einem modernen Pop-Sound.

Gleichzeitig bleibt er sich selbst treu, behält den für ihn typischen Mix aus kreativen Melodien, bedeutungsvollen Texten und sorgfältiger Instrumentierung bei. Und das „Sich-selbst-Treubleiben“ gilt für dieses Album ganz besonders, da es durch das Thema der Schiffswerft und den Bezug zum Leben in der Hafenstadt mit dem Meer als ständigem Nachbarn zahlreiche Bezüge zum Album „Soul Cages“ und zu den eigenen biographischen Wurzeln aufweist (obwohl Sting hier, wie er selbst angibt, zum ersten Mal nicht von seich selbst, sondern von anderen Menschen erzählt). - Dies ist ein besonderes Sahnehäubchen für intime Kenner von Stings Gesamtwerk.

Wie gewohnt, begnügt sich Sting nicht damit, einfache Liebeslieder im Stil „I love you, yeah yeah yeah“ zu schreiben, sondern er erzählt in seinen Songs Geschichten: Von dem alten Werftarbeiter, der seinen Sohn gerne in seine Fußstapfen treten sehen möchte, wobei der Sohn aber aus den Fängen der Tradition ausbrechen will (Dead Man’s Boots); von den zwei von der Liebe desillusionierten Erwachsenen, die sich vom Zusammenleben nur noch ein „Practical Arrangement“ erwarten (oder doch vielleicht irgendwann etwas mehr?); von dem Boxer, der Tanzen lernt, um seiner Angebeteten zu imponieren („The Night The Pugilist Learned How To Dance“ - mein Favorit Nr. 2); von den tragischen Menschenschicksalen rund um ein scheinbar verfluchtes Schiff („Ballad Of The Great Eastern“); oder von dem abgehalfterten Seemann, den es in die Stadt seiner Jugend zurückzieht, um an eine alte Liebe anzuknüpfen („And Yet“ - mein Favorit Nr. 1).

Dieses Album ist ein Schmaus für Ohren, Herz und Verstand.
(PS: Ich bin seit vielen vielen Jahren eingefleischter Sting-Fan. Das bedeutet aber nicht, dass ich voreingenommen bin. Denn: Sting und dieses Album SIND einfach gut. Ganz objektiv.)
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 20. September 2013
Von der ersten Police LP "Outlandos d'Amour" (1978) an, bewies Sting 25 Jahre und zwölf Studio-Alben lang, dass ein hoher Kunstanspruch und Erfolg im Mainstream sich nicht zwingend ausschließen müssen. Er bediente sich bei Ideen und Elementen aus Jazz und Klassik, bekannte bei J.S.Bach ganze Passagen für eigene Kompositionen entnommen zu haben und garnierte diese zum Teil hochkomplexen, mit wechselnden Tempi und wilden Harmoniefolgen durchsetzten Stücke mit wahlweise recht rüdem Rock-Instrumentarium in prähistorischen Police-Zeiten und später dann mit feinsten Klängen aus dem großen Popmusik-Baukasten - bis 2003, bis zum Album "Sacred love".

In den vergangenen zehn Jahren aber betrieb er abwechselnd Legenden bildende Maßnahmen - 2008 eine großangelegte Reunion-Tour mit den alten Weggefährten von Police, die mit dem opulenten Live-Album "Certifiable" dokumentiert wurde, dann einem Recycling großer Songs seines Oeuvre mit freundlicher Unterstützung gleich dreier klassischer Orchester auf "Symphonicities" und dem Konzertmitschnitt "Live in Berlin" (beide 2010) und zuletzt 2011-2013 mit einer knackigen, ihn an seine musikalischen Wurzeln zurückführenden Club-Tournee rund um den Globus unter dem Titel "Back to Bass", der leider (bisher) kein Live-Album folgte - und zuweilen doch arg kopflastigen Kunstprojekten - auf "Songs from the Labyrinth" (2006) fahndete er nach vergessener Musik aus dem ausklingenden Mittelalter um das Jahr 1600 und versuchte sich daran unter Verwendung von Instrumenten jener Zeit, und 2009 widmete er sich mit ähnlich ungewöhnlichen Klängen winterlich-weihnachtlichen Themen auf "If on a winter's night" - und natürlich gab es auch die obligatorischen Best of Veröffentlichungen. Vom gestauchten Überblick auf die Spielzeit einer CD komprimiert, bis zur ausufernden 4CD-Box zum Preis eines Kleinwagens, war alles dabei.
All diese Experimente und rückblickenden Exkurse wurden von seinem Publikum sehr unterschiedlich und uneinheitlich aufgenommen, das soll hier nicht weiter Thema sein, nicht jedem gefiel alles. Einigkeit bestand mit den Jahren nur im Wunsch nach neuen Songs, nach Selbsterdachtem, nach einem neuen vorwärts gewandtem Sting-Album.

Dieses von vielen lang herbeigesehnte Album ist "The last ship" nicht. Jedenfalls nicht im Sinne eines Follow-ups zu (dem auch schon nicht gleichmäßig geliebten) "Sacred love", nicht im Sinne eines regulären Studio-Albums, was nicht mehr sein will, als die Sammlung einer Reihe neuer Songs.

"The last ship" ist ein Konzeptalbum. Es uneingeschränkt jedem zu empfehlen, der grundsätzlich mit der Musik von Sting in den letzten 35 Jahren in allen Ausprägungen sympathisiert hat, fällt einigermaßen schwer. Dafür ist es zu speziell, ganzheitlich zu kunstvoll und wird daher nicht auf ohne Ausnahme widerspruchslose Gegenliebe hoffen dürfen. Es ist in jedem Falle ein künstlerisch großes Album, in jeder Hinsicht: Songschreiberisch, wie konzeptionell und erst recht in der handwerklichen, spielerischen Umsetzung - es ist Sting! Egal auf welchem musikalischen Parkett er sich auch gerade bewegt, die erlesene Auswahl seiner musikalischen Mitstreiter, die Durchdachtheit bis in die letzte Note eines kaum wahrnehmbaren Instruments im Hintergrund, der insgesamt selten hohe Anspruch selbst bei kleinsten Feinheiten, eint jede Produktion für die Sting je verantwortlich war. "The last ship" bildet da keine Ausnahme, im Gegenteil, sein Perfektionismus, sein Drang ungewöhnliche Instrumente zu verwenden, wird immer exzessiver. Nur liegen objektiv hohe musikalische Qualität und persönlicher Geschmack der Hörer nicht zwingend stets übereinander. Musik soll auch unterhalten, die Seele berühren, nicht nur den Kopf. Ich persönlich bin jedenfalls nicht bereit von diesem Anspruch zu weichen, schimpft mich meinetwegen Kulturbanause, aber wenn ich intellektuellen Spagat über will, lese ich lieber ein geräuschloses Buch.

Das neue Werk - und Werk ist die trefflichste Bezeichnung, es ist nicht einfach nur ein Album - fährt in der delüxesten aller Ausgaben mit 20 neuen Liedern auf (Standard 12, Deluxe 17, Super Deluxe 20 Songs - noch Fragen?) und dient einem noch nicht uraufgeführten Musical als musikalische Grundlage. Und darin liegt vermutlich auch das große Problem. Mag sein, dass im Theater mit Handlung erlebt, jeder der Songs sitzt, seine volle Wirkung entfaltet und vor allem die Anordnung der Lieder einen Spannungsbogen erzeugt. Auf der Platte ohne Handlung misslingt das gründlich. Die zwanzig neuen Lieder lassen sich, Feinheiten ignorierend, grob in zwei Gruppen kategorisieren: schönste Balladen und deftige Shantys, etwa halbe halbe.

Man könnte sich auch in Superlativen überschlagen und sagen "aller schönste, berührendste, geradezu traumhafte anrührende Balladen" und es wäre nicht übertrieben. Was Sting hier zaubert, lässt sich am Besten, was er in dieser Kategorie bisher geschaffen hat, messen. Allein das macht das Album zwingend, zumindest für all jene, die frühere Songs wie "Shape of my heart", "Tomorrow we'll see", "It's proberply me" und natürlich "Fragile" für unverzichtbare Lebensbegleiter halten. Es ist einfach nur wunderbar, zumindest auf diesem Felde, von Sting nach so langer Zeit wieder eine ganze Reihe neuer Hochkaräter zu erleben. Er kann's noch.

Doch gerade bei der temporeichen, unsentimentalen Abteilung, wird es auf "The last ship" eigen, das Thema der Platte und des anstehenden Musicals gibt die Richtung vor. Hier hören wir Shantys satt. Zwar alles neue Songs von Sting geschrieben, aber ihn umgibt stets die Klangkulisse grölender Seeleute, beschwingtes und trotziges Gemeinschaftsgefühl deftiger Jungs in rauer Umgebung. Nun liebe ich geradezu die kraftvolle Hymne an die heimkehrenden und sich sämtlicher Benimmregeln entledigender Seeleute im Hafen von Amsterdam von Jacques Brel (auch die deutsche Version von Klaus Hoffmann ist phantastisch) - aber etwa jedes zweite Lied auf einem Album? Es mag zur Story passen, auch musikalisch ist jedes der Shanty-Stücke für sich stehend gelungen, aber die Dosis ist doch etwas arg hoch, zumal es nicht unbedingt das ist, womit man den Namen Sting bisher verband.

Die größte Schwierigkeit dabei ist, dass wenn man das Album im Ganzen hört, man ständig die Gefühle wechseln muss. Gerade wurde man von einer der neuen Balladen fast zu Tränen gerührt, schon wird man aus seiner Ergriffenheit von einem die Stimme verstellenden Sting nebst seines rauflustigen Gefolges heraus gerissen und darf sich den Gesang eines Chores grölgelaunter Hafenarbeiter über an die Wand gepisstes Bier anhören. Und dieses stilistische hin und her kommt nicht nur einmal vor, es ist geradezu prägend für das Album. Wie gesagt: Jacques Brels "Amsterdam" ist großartig, aber bitte nicht direkt nach "Ne me quitte pas" und schon doppelt nicht immer und immer wieder dieses Emotionen-Ping-Pong, ein ganzes Album lang.

Mit "The last ship" meldet sich Sting, ungeachtet der Kritik an stilistischer Ausprägung etlicher Songs und deren Verhältnismäßigkeit zu anderen Stücken auf dem Album und der Abfolge der emotional denkbar gegensätzliche Songs, überaus eindrucksvoll nach ziemlich genau zehn Jahren als Songwriter zurück. Unter den Balladen findet sich eine ganze Reihe wahrer Perlen, musikalisch auf höchstem Niveau. Neben einer feurig swingenden Jazz-Nummer und zwei, drei Stücken, die sich mit etwas Phantasie noch am ehesten als dynamische Popsongs im unorthodoxen Arrangement bezeichnen lassen, besteht etwa die knappe Hälfte des Albums aus Liedern, die völlig wertungsfrei als Shantys einzuordnen sind. Das muss man mögen. Doch selbst wenn man diese Seemanns- oder Hafenarbeiter-Romantik sehr mag, macht der ständige Wechsel der Stile ein Durchhören gelinde anstrengend. Darum keine Höchstwertung, auch wenn jedes Lied für sich höchsten Ansprüchen gerecht wird, die nötige Präferenz in den musikalischen Hörgewohnheiten vorausgesetzt.
88 Kommentare| 78 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Viele CDs, vor allem im Bereich Pop, Jazz und Rock oder Country, sind so etwas wie Kurzgeschichtensammlungen. Ab und zu kommt aber auch mal eine musikalische Novelle auf den Markt (oder gar ein Roman auf mehrere Tonträger verteilt) - The Last Ship ist ein Beispiel für solch ein geschlossenes Kunstwerk.
Thematisch geht es um Schiffe und den Schiffsbau, musikalisch spiegelt sich das Motiv von der ersten bis zur letzten Note, auf eine abwechslungsreiche und bis zum Schluss spannende Weise. Vom Schifferklavier (Akkordeon) über den Shanty-Gesang bis zum nebelverhangenen Orchesterklang gelingt es Sting, der darüber hinaus auf diesem Album angenehm unaufgeregt singt, eine ganz und gar bezaubernde und verzaubernde Stimmung zu erzeugen, die über die gesamte Länge nicht langweilig oder eintönig wird.
Man sollte sich den Gefallen tun, dieses Werk nicht nebenbei hören zu wollen. The Last Ship genießt man am besten auf dem Sofa über hochwertige Kopfhörer oder Lautsprecher. Ungestört. Mit Muße. So wie man einen Roman oder eine Novelle genießt. Dann wird dieses Werk wohl so gut wie jeden Hörer verzaubern können.
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. Dezember 2014
Ich habe so ziemlich alles von Sting. Demnach galt auch dieses Album als "Pflichtlektüre" für die Ohren. Da ich es außerdem mit in den Kurzurlaub nach Dänemark nehmen wollte, bestellte ich kurzerhand ohne vorheriges Reinhören. Und das war gut so! Die raue dänische Nordsee sowie das durchwachsene Wetter im November sorgten dafür, dass mich Stings Lieder und Texte noch mehr erreichten, als sie es ohnehin immer wieder tun. Ein Sammelsurium aus Geschichten und Erinnerungen, die mich tief berührten und komplett abholten. Für mich eines seiner schönsten und außergewöhnlichsten Alben. Sicherlich nichts für sonnige Abendstunden auf der Terrasse, aber umso mehr dafür geeignet, in stürmischen Zeiten zur Ruhe zu kommen und zu träumen.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. September 2013
Endlich ein neues Werk, 10 Jahre mussten Fans auf eigene Songs warten, jetzt legt Sting das Album zum kommenden Musical "The last ship" vor. Vorweggenommen: ein Album für langjährige Sting-Fans. Aber auch eine Möglichkeit, eine neue Seite des Briten kennenzulernen. Seine "Geordie"-Vergangenheit als Grundlage zu nehmen und gewürzt mit lokaler Folk-Music einen Tiefpunkt der britischen Nachkriegsgeschichte - den Niedergang der Schiffsbauindustrie - zu kolorieren, ist sicher kein übermäßig ausgefallenes Thema, jedoch wird es musikalisch und inhaltlich konsequent und phantasievoll umgesetzt. Auf das Musical darf man sicher gespannt sein, sind doch einige Songs absolut reinrassige Musical-Hits (What have we got, So to speak). Der breite Geordie-Dialekt tut sein übriges, sodass man sich der Faszination des Albums schwer entziehen kann. Eine Weiterführung des "Soul Cages"-Albums in etwas weniger düsterer Form, wenngleich auch hier die Grundstimmung eher nordenglisch-grau ist.Für den Melancholiker unter uns Sting-Fans ein wunderbares Album für Dunkelbier-seelige Abende vor dem Kaminfeuer, aber es wäre unfair, es darauf zu reduzieren. Wunderbar detaillreich durchkomponierte und -arrangierte Stücke, ebenso klangreiche Instrumentierung, professionell und ausgefeilt, wie man es von einem Meister seines Faches erwarten darf. Ob es ein großer Wurf wird, bleibt der Hörerschaft überlassen, es sind sicher auch einige Hit-verdächtige Ohrwürmer darunter, wie beispielsweise die 1. Auskoppelung "And yet" oder das bittersüße "Practical Arrangement". Alles in allem: eine absolut runde Sache, phantasievoll umgesetzt mit tollen Musikern, alles handgemacht. Das ist doch mehr, als man in der heutigen Zeit erwarten kann...and yet: he's back! Absolutely!
0Kommentar| 38 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. Januar 2015
Also vorweg: Ich bewundere Sting als Bassist, als Sänger, als Komponist und selbst als Schauspieler. Als ich den Titelsong "The Last Ship" im Radio gehört habe war ich hin und weg und habe deshalb sofort zugegriffen. Nun, nachdem ich mehrfach das Album durchgehört habe, bin ich leider etwas desillusioniert. Die meisten Tracks plätschern eher so dahin, ich möchte nicht sagen unkreativ, aber langweilig. Das ist vielleicht ungerecht, da ich selber wohl nicht in der Lage bin, etwas vergleichbares zu schaffen, aber nach dem Titelsong hatte ich auf ein knalligeres Album spekuliert. Die älteren Sachen von Sting und Police gefallen mir eben besser. Kann man hören, muss man aber nicht.
11 Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. Mai 2014
... given time"

heißt es in meinem Lieblingsstück dieses Albums "Practical Arrangement" - und genau das trifft auch für mich auf dieses Album zu. Eine erste Bewertung von mir wäre bei zwei bis drei Sternen gelandet, mittlerweile bin ich bei vier! Es ist keine leichte Kost, die sich auf Anhieb erschließt; wer aber diesem Album eine Chance geben will, sollte es sich mehrfach anhören und erst dann ein Urteil fällen. Mehr noch als das Album eignet sich für mich die Präsentation "Sting - The Last Ship - Live at Public Theater". Denn mit dem Erzählen von Hintergründen zu den Titeln, zu dessen Entstehen und seiner eigenen Biografie verbindet Sting hier die Songs zu einer Geschichte, die es lohnt zu verfolgen. Dafür gibt es von mir mittlerweile fünf Sterne. Sehr empfehlenswert!
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. Januar 2014
...aber die durststrecke war das warten einfach wert!
als sting-fan der ersten stunde bin ich in den letzten jahren tatsächlich ins grübeln gekommen ob das nochmals was wird.
die letzten alben haben mich eher abgeschreckt. auch sacred love wollte mir einfach nicht gefallen weil ich mir den sound der alten tage herbeigewünscht habe und mich die popigen, durchgestylten synthesizer einfach nur noch genervt haben.

als ich eher aus gewohnheit denn aus erwartung ins neue sting album reingehört habe wurde mir ziemlich schnell klar, dass es diesmal anders ist. keine chart-tauglichen schmetter-pop-songs. aber herztaugliche-lieder, bei denen man sich im sessel zurücklegt und alle lichter löscht um von gar nichts mehr abgelenkt zu werden, sondern einfach nur zuhört.
als ich mir die texte durchlas bekam ich plötzlich lust mehr zu erfahren und fing an im netz nach wallsend, der damaligen schiffsindustrie und isambard brunell zu lesen. es hat mich in den letzten jahren selten eine platte so berührt. das will ich damit sagen.

so berührt, dass ich ihn am liebsten einfach mal drücken würde.
und so berührt, dass ich mich unaufgefordert aufraffe um diese zeilen zu schreiben.

...es hat sich einfach gelohnt!
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. März 2016
Wenn man die Platte auflegt hört man Sting, so wie man ihn eben lange kennt. Die Scheibe hat viele Anleihen von der Soul Cages.

Die Pressung ist sehr gut, keine Wellung und das Mittelloch passt perfekt. (Heute nicht immer gewährleistet .)

Zudem hat man noch die digitale Downloadform hier anliegen.

Schöne Scheibe zum entspannen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

9,99 €