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Kundenrezensionen

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am 28. September 2013
Vorab sei gesagt, dass ich nicht zu irgendwelchen "Fanclubs" gehöre, kein Challenger bin und mich auch nicht mit sozialen Netzwerken auskenne. Ich gehöre halt mit Ü50 noch zu der etwas anderen Generation :-)). Bisher war ich der klassische Allesesser, wenn auch mit einem unterschwellig nicht ganz so tollen Gefühl wegen der ständigen Fleischskandale und der Zustände in der Massentierhaltung.

Ich hätte mir trotzdem nie vorstellen können vegan zu essen, weil ich dachte: da kann ja nicht mehr viel übrig bleiben. Auch kenne ich einige Menschen, die die vegane Ernährung einige Zeit versucht haben, aber wieder davon abgekommen sind weil ihnen zu viel fehlte. Davon kann bei "Vegan for Fit" keine Rede sein. Die Rezepte sind durchweg sehr lecker und ausgewogen und die Entscheidung dabei zu bleiben fiel sehr schnell. Ich habe mir diese andere Art zu kochen und den etwas anderen Einkauf sehr leicht angewöhnt. Für alle Anlässe gibt es sehr leckere Alternativen, nur mit dem Essen im Lokal ist es etwas schwierig. Aber vielleicht tut sich da im Angebot der Restaurants noch was in den nächsten Jahren.
Ich werde die vegane Ernährung auch nicht kompromisslos betreiben, finde ich ein bisschen albern, wenn man sein ganzes Leben lang alles gegessen hat. Man bringt seine Familie und Freunde damit auch in Bedrängnis (was isst Du denn überhaupt noch?) und kann nicht erwarten, dass sich alle Menschen im Umfeld mit umstellen. Wenn ich weitgehend vegan lebe wird mich ab und zu mal ein Stück Kuchen (mit Ei und Butter im Teig) bei einer Freundin nicht umbringen.

Nun zu den körperlichen Veränderungen: Ich habe in sechs Wochen vier Kilo abgenommen, obwohl ich nur ca. 6 Kilo Übergewicht hatte, die aber vorher allen Diäten widerstanden haben. Ich habe so viel Energie wie schon lange nicht mehr und meine Wechseljahresbeschwerden haben sich erheblich verbessert, vermutlich durch den Anteil an Tofu in der Ernährung. Ich fühle mich mental sehr wohl, was in meinem oft sehr anstrengenden Beruf nicht grad selbstverständlich ist und fühle mich nicht mehr so erschöpft und ausgebrannt, was vorher ab und zu vorkam.

Einige Anmerkungen zu den kritischen Stimmen möchte ich noch loswerden. Sie hätten mich nämlich beinah davon abgehalten das Buch zu kaufen, was sehr schade gewesen wäre.

Die Kosten: Ja, vielleicht ist es etwas teurer, so wie immer wenn man hochwertige Nahrungsmittel kauft. Für mich in meinem 1-Personenhaushalt hat das aber keine Rolle gespielt. Ich habe auch nicht Alles an Obst und Gemüse in Bio-Qualität gekauft, da der nächste große Bio-Supermarkt über 30 km entfernt liegt war das für mich einfach auch nicht machbar und das Bio-Sortiment im heimischen Supermarkt ist recht begrenzt. Ich kann aber absolut nachvollziehen dass die Kosten für größere Familien ein Thema sind.

Der hohe Fettgehalt in einigen (wenigen) Rezepten: Es handelt sich hierbei um hochwertige Pflanzenfette. Würde man abnehmen wenn das zu viel wäre?

Die Kritik an den empfohlenen (teuren) Geräten: Soweit ich das in Erinnerung habe schreibt er nicht, dass man die unbedingt braucht, sondern welche Geräte Er verwendet. Beispiel: der Mixer. Ich habe die meisten Sachen auch mit dem Pürier-Stab meines (20 Jahre alten) 3-Mix hinbekommen. Nur für die Shakes habe ich mir, von dem Hersteller den er nennt, einen kleineren Mixer gekauft, ein absolut geniales Teil. Kostet in der Basis-Version unter hundert Euro. Den Spiralschäler für die Zucchini-Spaghetti gibt's für ca. 10 Euro. Mit dieser Ausstattung bin ich super zurecht gekommen.

Mir ist schleierhaft warum man ihn als arrogant und medieng... bezeichnet. Ich habe da eine andere Wahrnehmung. Mir gefällt seine unverkrampfte Art mit dem Thema umzugehen und ohne seine Medienauftritte wäre ich nie auf diese Art der veganen Ernährung aufmerksam geworden.
Vielen Dank Attila, 5 Punkte!
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am 9. September 2012
Ich bin seit Erscheinen des Buches bereits in dessen Besitz, also ca. 1 Woche. Ich habe bereits Vegan for Fun im Regal, und als erstes fiel mir auf, dass Attilas Rezepte noch kreativer geworden sind, und nicht mehr so sojalastig, was ja am Vorgänger ab und an kritisiert wurde. Über Erfolge bzgl. der Challenge kann ich nichts sagen, denn dazu müsste ich sie erstmal machen :). Aber nun zum Buch:
der Textteil zu Beginn ist voll mit interessanten Infos und Fakten, ohne jemanden damit zu erschlagen. Attilas Worte sind ansprechend und motivierend, was ich immer am wichtigsten finde. Er schafft es, Begeisterung zu wecken. ich selbst ernähre mich seit 1,5 Jahren vegan, daher musste ich nicht mehr überzeugt werden, aber ich denke, dass jeder davon profitiert, auch wenn er/sie sich nicht zum 100%igen Veganertum entschließt. Vegan for Fit verkörpert eine ansteckende Leidenschaft, wie es nur wenige Kochbücher schaffen. Eine gute Idee finde ich das Beiheft der Challenger, die das Programm im Vorfeld 30 Tage lang getestet haben und in Auszügen nun darüber berichten. Zu keiner Zeit habe ich das Gefühl, dass die irgendetwas beschönigt oder dazu gedichtet wird. Die Erfahrungsberichte und Vorher/Nachher Fotos sind sehr authentisch, was man bereits seit vielen Monaten auf diversen Plattformen (z.B. Facebook) mitverfolgen konnte. Essen macht glücklich. Pflanzliches Essen noch viel glücklicher. Diese Message transportiert dieses Buch. Viele Rezepte sind so ansprechend, dass ich sie mir mühelos auf jedem Mittagstisch daheim, jedem Partybüffet und jeder Dinnerparty vorstellen kann. Und Eindruck macht man auf jeden Fall damit!!! Ein großes Plus: Attila verwendet hochwertigste Zutaten, deren Aromen wunderbar zusammenfließen. Warum ich nur 4 Sterne vergebe:
Beim Durchblättern der Rezepte erscheint bei mir sofort ein Bild vor meinem geistigen Auge: junge Leute, Singles oder maximal zu zweit lebend.
Alle Rezepte sind auch jeweils für 2 Personen ausgelegt. Das ist an sich nicht das Problem. Ich aber koche für eine 5-köpfige Famile, und da passiert sehr schnell eine gehörige preisliche Explosion, zumindest bei den von Attila verwendeten Zutaten. Ich weiß, ich weiß, ....wir Veganer sparen dafür an Fleisch. Auch rauche und trinke ich nicht, aber dennoch habe ich 15 Jahre Erfahrung als Hausfrau und Mutter, sowie 5 Jahre Erfahrung als vegetarisch kochende Mutter und immerhin 1,5 Jahre Erfahrung als vegan kochende Mutter. Ich kenne mich also schon aus mit Preisen, und wenn ich Pasta mit Mandelmussauce mache, sowie dieses Wochenende, bin ich bei 5 Personen Ruckzuck bei 300g Mandelmus, und das ist happig. Geht also nicht ganz so oft. Wenn ich über einen längeren Zeitraum Rezepte daraus probiert habe, werde ich meine Erfahrung ggf. nochmal korrigieren, aber im Moment stellt es sich für mich so dar. Es nutzt ja nichts, wenn ich mir eine der "Belohnungen" gönne, in welchen teure Kakaobutter, Agavendicksaft, echte Vanille etc... verarbeitet sind, und meinen Kindern dann den "Dreck" aus dem Discounter vorsetze. Dasselbe gilt für alle Rezepte mit den vergleichsweise teuren Beeren (Goji, Aronia,...) oder auch Tofu. Wenn man guten Tofu will, muss man schon etwas mehr ausgeben.
Was ich bis jetzt in einer Woche ausprobiert habe (und worauf sich diese Rezension fürs Erste stützt):
Pancakes mit Himbeereis, Tofu Rührei. Früchtebrot. Zucchini Spaghetti alla carbonara. Kokos Schokoriegel. Vegan For Fit Schoki aus den Resten der Schokolade von den Kokosriegeln und die Gemüselinsen (wiederum ein preiswertes Gericht). Heute mache ich noch einen Wochenvorrat Riegel. Man sieht, ich habe recht teuer eingekauft. Dazu kommt noch Hafer- Reis- und Sojamilch, die gesunden Pausenbrote für die Schule..... und was man sonst noch so essen muss.
Übrigens: die Rezepte sind trotz ihrer Hochwertigkeit alle sehr simpel und bei mir super gelungen!
Mein Fazit: viele Rezepte sind für mich nur als besondere Ausnahme möglich bzw. durch entsprechendes Abwandeln. Es ist natürlich immer eine Frage von Prioritäten. Diese sind für mich persönlich beim Essen sehr hoch angesiedelt, aber immer Bio und immer hochwertig bei einer großen Famile funktioniert dennoch nicht. Vielleicht ist es auch nicht so gemeint vom Autor, allerdings habe ich nicht den Eindruck, dass es ein Buch für "besondere Ausnahmen" sein soll, sondern eher für den täglichen Gebrauch. Daher mein Wunsch fürs nächste Buch: ein Extrateil, der mehr auf kinderreiche Familien eingeht, denn Kinder sind die Zukunft, und wenn wir sie an vegane Ernährung heranführen wollen, muss es auch leistbar sein. Man kann auch Schmackhaftes zubereiten ohne die vielen Extravaganzen
Der Preis des Buches ist natürlich auf den ersten Blick happig, aber jeden Cent wert. Wir geben soviel Geld für unnütze Dinge aus, da kann man ruhig mal in die eigene Gesundheit investieren. Unterm Strich ein gelungenes Werk mit tollen Fotos, vielen vielen Rezepten und Fitnesstipps, die wirklich für jeden machbar sind. Ein Schmuckstück im Regal und natürlich aufgeklappt neben der Arbeitsfläche! Ich denke, wir können von Herrn Hildmann noch viel erwarten!
1818 Kommentare| 505 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. Dezember 2012
Ich habe lange überlegt, ob ich "Vegan for Fit" wirklich bewerten soll, denn zuerst war ich positiv überrascht von der Motivation, die er bei seinen Challengern freilegte. Allerdings sind in der Zwischenzeit meine Meinung zum Buch und vor allem zum Autor extrem negativ beeinflusst haben.
Zuerst:
Innerhalb von 30 Tagen soll man mit der "Vegan for Fit"-Challenge abnehmen. Dies geschieht über vegane Ernährung und - wenn möglich - Sport.
Der Autor verfolgt das "low carb, high fat"-Prinzip, das heißt, die Gerichte beinhalten große Mengen Fett, dafür aber wenige Kohlenhydrate. Ich habe mir mal den Spaß erlaubt, für einen Tag das Fett zu berechnen: Er schlug mit knapp 150 g reinem Fett zu Buche. Auch wenn es sich um größtenteils ungesättigte Fettsäuren und damit eigentlich gesundes Fett handelt, ist dies eigentlich zu viel des Guten.
Durch das viele Fett ist man lange satt und isst dementsprechend weniger. Zudem verzichtet man während der 30 Tage u.a. auf Weißmehl und Industriezucker.
Dass man damit abnimmt, ist aber nichts neues, es ist ein altes Diätprinzip, dass immer wieder in Buchform an den Mann gebracht werden soll.
Auch finde ich es sehr schade, dass Hildmann auf der einen Seite den Veganismus (ich lebe selbst schon längere Zeit vegan) für seine Diätform nutz und diesem auch hilft, keine Frage, aber andererseits auch das Ganze immer etwas lächerlich wirken lässt und mit Kommentaren wie "Lederschuhe sind ja okay, man muss ja nicht so ernsthaft sein" auch noch gegen die Bewegung arbeitet. Das muss nicht sein!
Wenn man sich dann mit den Rezepten an sich auseinandersetzt, stellt man fest, dass viele teure Zutaten, wie schon oft hier angesprochen wird, verwendet werden. Das Nussmus als bestes Beispiel ist wirklich nichts für den kleinen Geldbeutel, da Attila Hildmann gerne mal in einem Rezept für zwei Personen 100 Gramm von ebendiesem verwendet. Da in einem Glas gerade mal 300 - 400 Gramm sind, hält dies natürlich nicht lange. Für den kleinen Geldbeutel sind die Rezepte großteils also nicht. Das teure Zubehör kommt ebenfalls dazu. Ich habe einen Highspeed-Blender, wie von Hildmann empfohlen, schon lange in der Küche stehen und habe dadurch den direkten Vergleich zwischen "Normalmixer" und Highspeed-Blender und kann nur sagen, dass das Ergebnis wirklich gravierend schlechter ausfällt, wenn man einen Standard-08/15-Mixer nutzt. Darum ist es fragwürdig, ob Rezepte, die derartige Utensilien benötigen, wirklich in ein Koch/Diätbuch gehören, dass für alle zugänglich sein soll.
Es gibt auch einige gute Rezepte, das soll natürlich auch gesagt sein. Kürbispommes, Schoko-Erdnussmüsli und Pancakes, um mal Beispiele zu nennen.
Damit kommen wir aber zu meinem zweitgrößten Kritikpunkt:
Das Copycat-Problem: Je weiter ich das Buch durchblätterte, umso öfter hatte ich den "das gabs doch schon bei xy?"-Moment. Hildmann kopiert fröhlich Zubereitungsideen, Rezepte usw. von Bloggern, Autoren, veganen Köchen. Und das finde ich absolut nicht okay, da er alles immer wie "sein eigen Werk" dastehen lässt.
Und nun mein größter Kritikpunkt, den sich Herr Hildmann vielleicht wirklich mal zu Herzen nehmen sollte (er liest diese Rezension ja eh, wie man auf Facebook verfolgen kann):
Die absolute Unfähigkeit, mit Kritik umzugehen.
Ich finde es sehr schlimm, zu lesen, wie hier auf negative Rezensionen reagiert wird! Jede Bewertung, die weniger als 4 Sterne aufweist, wird von Herrn Hildmann sofort auf dessen Facebook-Profil verlinkt, damit seine "Jünger" sofort mit dem Shitstorm beginnen können.
Jede negative Rezension wird mit zig Kommentaren versehen, damit derjenige bloß nicht den Mund aufmacht und den heiligen Hildmann beleidigt.
Man bekommt das Gefühl, dass weder Atilla, noch seine Challenger jemals das Wort "Meinungsfreiheit" gehört haben.
Dies ist eine freie Plattform und jedem steht es zu, seine Meinung kundzutun, wenn jemand keinen Erfolg mit der Challenge hatte, dann vergönnt es ihm doch bitte, dass er wenig Sterne gibt, denn das ist eine subjektive Einschätzung und wird jemanden, der das Buch wirklich haben will, sicher nicht vom Kauf abhalten.
Auch gegen vegane Kochkollegen und Veganer, die auch mit Herz und Verstand hinter dem Veganismus stehen, wettert er, während er absoluten Niveaulimbo betreibt. Glauben sie nicht? Scrollen sie mal auf seinem Facbeook-Profil ein paar Monate zurück, was man dort lesen kann, ist wirklich absolut niveaulos und eine absolute Dreistigkeit, die an "Möchte gern cooler Junge sein"-Image erinnert. So sollte keine medienwirksame Person agieren.
Und an Atilla persönlich: Wer sich in die Medienwelt begibt und somit den Rummel um seine Person freisetzt, der muss auch mit Gegenwind rechnen.
Es wäre wesentlich professioneller, dem einfach keine Beachtung zu schenken und sich mehr über positive Bewertungen zu freuen, statt jedem Negativ-Rezensenten gleich die Meute an den Hals zu jagen. Das würde nämlich auch besser zu deinem Image passen. So kann und will ich dich und dein Projekt einfach nicht ernst nehmen. ;-)
So und falls sich daran wirklich was ändert und weniger Shitstorm auf Kritiker eingeht, dann bin ich auch gerne bereit, meinen Stern nochmal zu überdenken.
113113 Kommentare| 2.124 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Januar 2013
Das Buch habe ich gekauft, da ich schon länger ein paar wenige Kilo verlieren wollte und auch mit dem Low-Carb-Prinzip schon vor dem Kauf dieses Buches begonnen hatte. Ich hatte mir ein paar neue leckere Rezepte erhofft, die meinen Speiseplan bereichern sollten. Vegan lebe ich schon länger und auch die Zutaten wie Nusmus, Tahin, Quinoa, Amaranth etc. sind mir nicht fremd, daher dachte ich, dass das Prinzip was für micht ist.

Positiv fand ich:
+ die Grundprinzipien der Challenge, also keine tierischen Produkte, keine Aroma- oder Zusatzstoffe, keine stark industriell verarbeitete Nahrung, kein Weizen, kein Zucker usw. Kartoffeln sind übrigens auch nicht erlaubt.
+ es gibt zu allen Rezepten Bilder, die sehr ansprechend sind. Auch zu Hause kann man diese schöne Optik problemlos erreichen, das Auge isst ja schließlich mit ;)
+ die Rezepte sind so konzipiert, dass sie massentauglich sind, es gibt z. B. Bologneserezepte, Pizza, Rührei, Torten, Pommes, Sushi
+ die Rezepte sind leicht nachzukochen

Für alle die, die sich vorher nicht sonderlich gesund oder vegan ernährt haben, also durchaus ein Gewinn und der Einstieg in eine neue Lebensweise. Viele haben durch dieses Buch ertmals erfolgreich abgenommen, bei vielen sind Kankheiten oder andere Leiden verschwunden. Das freut mich wirklich sehr, ohne dieses Bucch hätten sie sich vielleicht niemals der veganen Ernährung zugewandt. Viele sind bei der veganen Ernährung geblieben, womit sich das Erscheinen dieses Buches mehr als gelohnt hat, hierauf kann Attila Hildmann wirklich stolz sein.

Für mich persönlich überwiegen allerdings die Negativpunkte:
- die Rezepte waren nicht so kreativ und abwechselungsreich, wie ich es mir erhofft hatte. Gefühlt besteht jedes 2. Rezept aus Zucchini, vor allem aus einer Zucchini-Zomatensoßen-Mandelmus-Kombi. Es gibt Zucchinilasagne, Zucchinispaghetti Bolognese, Zucchini-Pilz-Lasagne, Zucchini mit Amaranth-füllung (natürlich auch mit Tomaten und Mandelmus), eine Tomatensuppe mit Zucchini und Mandelschaum... Kurzum: Viele Gerichte ähneln sich einfach zu sehr, von einem Kochbuch dieser Aufmachung und vor allem zu so einem Preis wünsche ich mir kreativere Rezepte. Sorry, aber gekochter Blumenkohl mit Currysoße ist kein tolles Gericht, vor allem keins, für das ich ein Kochbuch brauche. Für den Preis und das Format erwarte ich vor allem mehr Rezepte oder auch einfach Ideen und Variationsmöglichkeiten.

- Viele Rezepte kamen mir auffällig bekannt vor. Ich besitze unter anderem die veganen Kochbücher von Kris Carr, Chloe Coscarelli (die Bücher sind informativer, enthalten viele Tipps, sind wunderschön aufgemacht und enthalten viel mehr Rezepte) und Going Raw von Judith Wignall. Dort lassen sich eine Vielzahl der von Attila Hildmann verwendeten Rezepte oder Rezeptkomponenten finden. Ja, man muss das Rad nicht immer neu erfinden und es ist schön, wenn einige Rezepte auch für den deutschsprachigen Leser zugänglich gemacht werden, aber von einem solchen Buch von einem bekannten Vegan"koch" erwarte ich einfach mehr eigene Rezepte.

- Der saisonale Aspekt geht völlig verloren. Klar, auf diesem Thema liegt nicht das Hauptaugenmerk, aber ich hätte mir schon ein paar Rezepte mit winterlichem Gemüse gewünscht. Überhaupt werden sehr viele Gemüsesorten völlig vernachlässigt, während andere wie schon erwähnt ohne erkennbaren Vorteil ständig verwendet werden.

- Die Rezepptbeschreibungen sind teilweise mehr als "schlampig". Es sind in der Zutatenliste Zutaten aufgeführt, die in der Zubereitungsanweisung nie wieder auftauchen, Ein Petersilienpesto (so der Titel) kommt gänzlich ohne Petersilie aus und die Zubereitungsanweisungen sind oft sehr unstrukturiert. Ich weiß, dass diese Probleme wohl in der 2. und 3. Auflage behoben wurden, aber so etwas darf auch in einer ersten Auflage nicht in einem solchen Ausmaß passieren, es handelt sich nicht um Ausnahmen.

- Es fehlen einfach Informationen. In der Einleitung wird zwar behauptet, die Challenge fußt auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, aber das war es auch schon. Als Beleg dient eine Kopie von Attilas Vordiplom in Physik, was auch immer das zu sagen hat... Das Buch richtet sich ja stark an diejenigen die sich vorher (übertrieben ausgedrückt) von Pommes und Cola ernährt haben, daher wäre eine kleine Warenkunde zu den verwendeten Lebensmitteln doch sehr informativ. So hätte man die Seiten sicherlich sinnvoller nutzen können als Fotos vom Autor auf jeder Seite zu zeigen. Ich möchte kein wissenschaftliches Sachbuch, aber man kann solche Informationen auch ansprechend aufbereiten. Es reicht ein kleines Informationskästchen auf der jeweiligen Rezeptseite anstelle von Anekdoten aus Attila Hildmanns Leben. Mit mehr Informatinen zum Challengeprinzip könnte man sich auch selbst Gerichte zusammenstellen, aber das ist alles andere als erwünscht.
Ja, ich kann lesen und mich im Netz über alles informieren, ich kann selbst entscheiden, welche Zutaten ich austausche und ob ich mich zu 100% an die Challenge halte, aber wenn ich ein so umfangreiches Buch zu einem ach so "innovativen" Ernährungskonzept kaufe, möchte ich eben genau dort Infos finden.

- Weiter oben habe ich die massentauglichkeit der Rezepte gelobt, aber genau darin sehe ich auch einen negativen Aspekt. Ich habe das Gefühl, dass z. B. unbedingt Tortenrezepte in das Buch mussten. Heraus kommt eine Torte, die zwar keinerlei Getreide enthält aber dafür fast ausschließlich aus Nusmus und Agavendicksaft besteht, oder eine Joghurttorte für die man schwer zu beschaffendes Sojalecithin braucht. Oder eine Pizza, für die ich den Boden endlos im Ofen trocknen muss. Die Frühstücksgerichte enthalten Unmengen an Agavendicksaft (der nicht gerade unumstritten ist), überhaupt gibt es sehr viele süße Gerichte, aber das ist Geschmackssache.

FAZIT: Für mich persönlich war das Buch ein Fehlkauf, die Rezepte sind mir nicht vielfältig und kreativ genug. Für die, die einen Einstieg in eine neue Ernährungsform suchen, aber durchaus empfehlenswert, dafür vergebe ich die 2 Sterne. Ich habe das Buch weitergegeben und hoffe, jemandem damit was Gutes getan zu haben.
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am 27. Januar 2016
5 Sterne für das Konzept, aber nur weil es nicht mehr Sterne gibt.

Ich habe vor fast 4 Jahren mit dem Buch angefangen, die Ernährung umzustellen. Und das war am Anfang sehr anstrengend, weil ich
a) kaum Kocherfahrung hatte (ständiger Unterwegs- und Auswärtsesser),
b) viele neue mir vorher nicht bekannte Lebensmittel dazu gekommen sind und
c) die Zubereitung frischer und sinnvoll zusammengestellter Mahlzeiten einfach Zeit in Anspruch nimmt.

Ich bin mittlerweile in der vierten (reinen) Challenge, die meisten Mahlzeiten sind sowieso fest in den Alltag integriert und werden mit Rezepten aus den anderen Büchern des Autors kombiniert. Alle Argumente, die ich bislang dagegen gehört habe, kann ich nicht nachvollziehen. Es kostet Zeit und Geld, sein wichtigstes Gut (nämlich Körper und Gesundheit) zu pflegen. Mit der Zeit bin ich aber routinierter und schneller geworden und weiß, wo ich welche zu welchem Preis bekommen kann. Auswärts esse ich einfach nicht mehr jeden Mist.

Letztendlich ist das Konzept insgesamt nur positiv zu beurteilen, wenn man wert darauf legt, dass
a) man sich ausschließlich pflanzlich ernähren möchte,
b) keine (oder möglichst wenige) verarbeitete Lebensmittel zu sich nehmen möchte, also möglichst naturbelassen und
c) abnehmen möchte (kann alternativ ergänzt werden durch sich fitter fühlen, bessere Haut, verbesserte Gesundheit etc.), sowie
d) alle Argumente für Umwelt- und Klimaschutz und den Tierschutz sinnvoll und nachhaltig in einem erschlagen werden können.

Ich höre auf meinen Körper, und der fühlt sich so wohl wie noch nie zuvor. Das gesamte Ernährungskonzept ergibt Sinn in jeder Hinsicht. Wie bei jedem Konzept gibt es aber natürlich viel Potential, an dem sich andere Experten und Interessierte abarbeiten können - viel Spaß dabei. Ich folge dem Autor bei seiner Empfehlung die Zeit besser zu nutzen, z.B. PC aus, raus in die Natur, aktiv die Freizeit gestalten.

Meine Empfehlung: aufhören mit dem lamentieren, und einfach machen!
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am 12. Dezember 2015
wenn man sich das Buch durchlest bekommt man echt Lust auf gesundes Essen. Wirklich leckere und leicht herstellbare Rezepte. Wenn man einmal eine " Grundausstattung" hat an Lebensmitteln kann man sich frei entfalten. Sehr empfehlenswert
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am 8. September 2012
...und drangeblieben. Wow - und nun zum Buch und die Sterneverteilung:

- einen ganzen Stern für die Einleitung von Herrn Hildmann. Toller Text, gut und motivierend, verständlich geschrieben.
- einen ganzen Stern für die Fotos - egal ob das Essen oder Herr Hildmann strahlend lachen auf den Bildern zu sehen ist - es motivieret auch so glücklich sein zu wollen (die Sorge ich würde vegan verhungern und immer schlecht gelaunt rumlaufen wird einem echt genommen)
- die Rezepte: Wer diejenigen die hier aneinandergereiht 5 STRERNE verleihen als Kumpel von Herrn Hildmann halten der irrt. Die Rezepte alleine sprengen hier das Sternekonto. Sie sind einfach: TRAUMHAFT. Ich will gewiß niemanden überreden vegan zu leben (wenn ichs könnte, wenn es helfen würde, wenn das so einfach ginge, tät ichs natürlich) ABER ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal in meiner fast 40zig-jährigen Fleisch-esser-Karriere so lecker und zufrieden gegessen habe. Und mit diesem Buch war es für mich der richtige Zeitpunkt ade Fleisch, Milch, käse... zu sagen und mich ab dato tatsächlich vegan zu ernähren. Und ich dachte immer: das schaffe ich nie! nie ohne Milch, nie ohne Käse - und jetzt? Ich bin sprachlos, dankbar und stolz.

Die Nebeneffekte: ich habe seitdem ich mich nach dem Buch ernähre abgenommen, boah der Hammer (das hatte ich nicht vor, da ich mich mit meinen 5kilos zu viel, die mich seit Jahren ärgern abgefunden hatte...) ich fühle mich wirklich powerful und motiviert. Ich habe keinen Heißhunger auf Schokolade, die Rezept egal ob die süßen die Frühstücke oder die Hapuptspeisen sind extrem lecker. Meine Haut ist reiner. Ich koche so richtig gerne (was vorher nicht der Fall oder eher selten war) ich trinke über den Tag verteilt meine Tees. Es hat sich vieles verändert und ich hatte mir gesagt ich schaus mir mal an, so ganz ohne Druck. Ich möchte dazu sagen dass mich diese System im Umgang mit unseren Tieren und den Produkten dazu in letzter Zeit immer mehr unzufrieden gemacht hat. Sprich ich war auf der Suche nach einer Lösung für mich. Ich habe sie gefunden.

Danke Attila Hildmann für diese Buch und sein Engagement... und am Ende bleibt der Satz für mich:" verlassen wir die Erde ein bisschen besser als wir sie vorgefunden haben." Danke, es begann tatsächlich mit einem kleinen ersten Schritt... ich freue mich auf jeden der ihn geht!
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am 12. Dezember 2013
Es heißt, unsere Generation sei die Generation der Essgestörten. Auf mich sowie viele andere Frauen trifft dies leider zu. Ich habe viele Jahre unter Binge Eating gelitten und möchte anhand meiner Rezension nicht nur meine Erfahrung als VFF/VFY-Challengerin teilen, sondern auch meinen Weg aus dem Diätwahn und Ernährungsteufelskreis. Wer sich mehr für eine Buch-Bewertung, die mehr auf Fakten als auf persönlicher Erfahrung basiert, interessiert, dem empfehle ich die Rezensionen von Riyasakaya und wildeflowers, die sich zu 100% mit meiner Meinung decken und meine 1-Stern-Bewertung u.a. begründen.

Ich bin vor zwei Jahren auf Attila und seine Triät VFF gestoßen. Vorher habe ich lange vegetarisch gelebt. Ich war starke Raucherin, besonders, weil Nikotin „satt machte“ und dem Gewichtsverlust diente, ein Käse-Junkie, Schokoholic und konnte keinen Morgen ohne meinen Milchkaffee durchstehen. Mein Leben war ein einziges auf und ab zwischen Hungerwahn und Fresssucht, wodurch ich, typisch für Binge Eater, nicht nur immer mehr an Körpergewicht zulegte, sondern auch an Selbsthass und Frustration. Nach einer Reihe von Diäten, von Weight Watchers, Schlank im Schlaf, Almased bis hin zur Kohlsuppendiät, erschien mir VFF wie meine letzte Hoffnung. Euphorisch startete ich Attilas 2-Stufen Programm, gab das Rauchen auf und meldete mich in der Community an. Von heute auf morgen verwarf ich all meine alten Gewohnheiten.

Meine neue Ernährungsform begann mit zwei Tagen schlimmster Entgiftung. Ich fühlte mich, als wäre ich auf einem Drogenentzug. Für mich stand zu diesem Zeitpunkt fest: Ich möchte nie wieder zurück, nie wieder diese Gifte in meinem Körper haben. Nach zwei Tagen ging es bergauf und ich zog die Challenge ganze neun Monate durch. In dieser Zeit schraubte ich meine außerhäuslichen Aktivitäten auf fast null, aufgrund der enormen Kosten für die Zutaten. Wie eine Besessene hielt ich mich an die Challenge-Regeln, achtete genau darauf wann ich Stufe 1 und 2 Gerichte aß und erlaubte mir keinen einzigen Snack zwischendurch. Ich nahm 18kg in dieser Zeit ab, ohne einen einzigen Tag Sport zu machen. Vor lauter Freude merkte ich nicht, was mit mir passierte.

Die ersten „Hier stimmt etwas nicht“-Anzeichen wurden an Weihnachten deutlich, als meine Familie und ich die Challenge für ein paar Feiertags-Schlemmertage pausierten. Wie eine Ausgehungerte fiel ich über Kekse, Obst, Teigwaren, Reis und vor allem Nudeln her, die während der Challenge tabu waren. Als ich an einem Abend 500g Nudeln mit Hefeschmelz in mich schaufelte (mit anschließendem Schlechten-Gewissen-Heulkrampf), wollte ich sofort wieder mit der Challenge weitermachen, doch es gelang mir nicht mehr. Es war, als würde sich mein Körper plötzlich gegen all die VFF-Gerichte wehren. Ich bekam keines mehr runter. Obwohl ich 18kg abgenommen hatte, ging es mir schlechter denn je. Ich litt unter starken Stimmungsschwankungen, besonders während der Periode, brauchte immer mehr Matcha-Shots, um meinen Energiepegel aufrecht zu erhalten und kämpfte meinen Heißhunger mit Nussmus-Völlerei nieder. Meine Freundin hingegen schlemmte Obst zwischen den drei Mahlzeiten und nahm kontinuierlich zu. Aus diesem Grund wusste ich, dass das „böse kalorienreiche Obst“ schuld an ihrem Übergewicht war, denn ich hielt mich an Attilas Regeln und nahm ab und sie nicht.

Meine Rettung nahte, so dachte ich, mit VFY, das im Gegensatz zu VFF auf mehr Kohlenhydrate basiert. Endlich wieder Reis, Pizza, Nudeln! Und das auch noch in gesunder Form. Meine Euphorie war schlagartig zurückgekehrt – und löste sich ebenso schnell wieder in Luft auf, als ich den ersten Einkauf dafür tat. Die Kosten für die Zutaten waren durch die glutenfreien Fertig-Produkte um das Doppelte angestiegen! Mit anderen Worten: Die Kosten für VFF verlangten mir schon viel ab, die Kosten für VFY hingegen waren unbezahlbar. Frustriert versuchte ich die neue Challenge mit der alten zu verbinden und setze sie so gut es ging um. Was folgte war Hunger rund um die Uhr. Bei VFF hatte ich keine Probleme mit den drei Mahlzeiten am Tag, bei VFY war ich den Tränen nahe als ich nach ein bis zwei Stunden Schufterei in der Küche abends vor zwei winzigen Zucchini-Türmchen saß und mit knurrendem Magen ins Bett trottete. Meine Laune war stets im dunkelsten Tief, nach dem Stufe 2 Mittagessen war ich todmüde und schlapp und den ganzen Tag konnte ich an nichts anderes denken als ans Essen. Jedes Mal, wenn ich die Challenge-Pralinen, Schokolade oder Amaranth-Riegel machte, fiel die ganze Familie wie ein Rudel Löwen darüber her. Die Riegel sollten ein Snack für die ganze Woche sein, waren binnen weniger Minuten jedoch aufgefuttert. Ich schüttete immer mehr Matcha Lattes in mich und als das auch nicht mehr half, kam immer mehr Guarana im Smoothie zum Einsatz. Ständig gab ich mir selbst die Schuld, dass ich nur so schlaff war, weil ich keinen Sport machte, doch ich konnte mich nicht aufraffen.

Hinzu kam, dass ich durch Attilas sich immer wieder ändernden Ernährungstheorien (Agavendicksaft ist gesund, Agavendicksaft ist nicht gesund, Gluten ja, Gluten nein, viel Soja, kein Soja usw.) völlig irritiert war. Ich fing also an, selbst zu recherchieren und verbannte immer mehr Lebensmittel aus meiner Ernährung. Am Ende bestand plötzlich alles nur noch aus Gift. Herzlichen Glückwunsch: Jetzt hatte ich nicht nur Binge Eating, sondern mittlerweile auch eine schwere Form von Orthorexie.

Nach drei Monaten VFY hatte ich es satt. Ich sehnte mich nach gedünstetem Gemüse, Rohkost und Obst. Mein unglaubliches Wohlempfinden am Anfang der Challenge war schon lange verflogen. Mein Körper wehrte sich gegen den hohen Fettkonsum, vor allem das viele Nussmus. Ich war schlichtweg „undercarbed“ und wollte mein Gemüse nicht mehr in Olivenöl ertränken (750ml pro Woche bei VFF für eine dreiköpfige Familie!) und die vielen Negativberichte zum Thema Soja ängstigten mich. Die Orthorexie hatte mein Essverhalten mittlerweile in eine andere Richtung gekippt. Aus der Fresssucht wurde Anorexie. Ich bekam Panikattacken nach einem Pasta- oder Reisgericht, aß nur ein Viertel oder ließ hinterher eine Mahlzeit aus, da auch Attila in seinem Buch schrieb, er esse oft nur zwei der drei Mahlzeiten. Weil ich keinen Sport machte, dachte ich, ich werde wieder dick. Zeitgleich wurden in der VFF-Community die Regeln immer strenger. Die Admins kommentierten im Befehlston, löschten Rezepte für gesunde Brote, die nicht auf dem Attila-Plan standen und sorgten mit ihrer Kontrollart für noch mehr Unsicherheit. Da scheinbar nur die Marathonläufer schlank und fit waren, war meine einzige Konsequenz als Nicht-Sportlerin, so wenig wie möglich zu essen. Nach 12 Monaten Low Carb-Diät und meiner Erfahrung, was passierte, wenn ich wieder Kohlenhydrate in die Finger bekam, bewegte ich mich bei einer Kalorienmenge von max. 900kcal am Tag und hungerte weitere 17kg runter. Meine Mutter wurde schon von unseren Nachbarn angesprochen, ob ich krank sei. Für mich jedoch zählte nur, was ich auf der Waage sah. Die sichtbaren Rippen und Hüftknochen waren da eher ein Erfolg.

Die Kehrtwende brachte schließlich mein Ex-Freund, der sich Sorgen machte und mir immer wieder predigte, dass Low Carb keine dauerhafte Ernährungsform sei, da unsere Körperzellen Glukose brauchen und ich aufhören solle, mein Essen in zwei Stufen zu kategorisieren. Er erzählte mir von Freelee the banana girl und dem Highcarb Lifestyle, doch ich wollte keinen weiteren Ernährungsguru. Einer war mehr als genug. Als ich jedoch immer mehr Haare verlor und feststellte, dass sogar Attilas ehemalige Elite-Challenger mittlerweile begeisterte Highcarber waren, wurde ich doch neugierig. Schlimmer konnte es schließlich nicht mehr werden.

Ich machte eine rohköstliche Detox-Kur, beschäftigte mich viel mit dem neuen Lifestyle, den sogar Stars wie Ariana Grande, Beyonce und Jennifer Lopez inzwischen für sich entdeckt haben (22 Days Revolution Diet von Marco Borges), 80-10-10 und der Starch Solution und baute Stück für Stück immer mehr gesunde Kohlenhydrate in meine Ernährung ein. Die Umstellung war hart, vor allem, weil ich meine Angst besiegen musste. Jahrelang wurde uns Frauen eingetrichtert, Kohlenhydrate machen uns dick. Ich hatte höllische Angst eine Banane zu essen, wenn ich Hunger hatte und griff eher zu einem ungesunden Stück Fetakäse oder einem Esslöffel verarbeitetem Nussmus, anstatt zu Vitaminen in natürlicher Verpackung wie einem Apfel oder Kartoffeln.
Heute esse ich weit über 2.000kcal am Tag, im Sommer mehr früchtebasiert und rohköstlich, im Winter tendiere ich aufgrund dem Klima hier in Nordeuropa zu gekochtem stärkebasiertem Essen und wer kohlenhydratreich essen, aber nicht auf so viel Fett verzichte möchte, dem empfehle ich die Ernährungsform von Marco Borges, wo die Portionen kleiner, dafür aber mehr Nüsse und Öle enthalten sind (denn Highcarb bedeutet low fat, nicht no fat!).

Was mit mir seitdem passiert ist, grenzt an ein Wunder! Meine Haare glänzen, wachsen gesund nach, meine Nägel sind lang und kräftig, meine Depressionen während der Periode sind vollends verschwunden, ich habe keine Stimmungsschwankungen mehr, schlafe besser, das Trinken fällt mir unheimlich leicht (bei VFF bin ich kaum auf einen Liter gekommen, jetzt trinke ich 3-4 Liter am Tag), das Hautbild bessert sich nach und nach, ich habe unheimlich viel Energie und könnte keinen Tag mehr ohne Sport und Bewegung, meine Laune hat sich gebessert und: ich habe 6kg zugenommen, aber eine Kleidergröße verloren! Das Beste jedoch ist, dass ich keinen Heißhunger, keine Fressattacken und keine Stufen-Kategorien mehr habe, die mein Leben und meinen Alltag bestimmen. Der Mensch ist für die Lebensmittelvielfalt, die wir heutzutage haben, nicht geschaffen. Ich brauche keinen Matcha oder andere Energiekicks mehr, um meinen Tag durchzustehen. Meine Energie erhalte ich durch meine Ernährung. Ich kann endlich behaupten, dass ich glücklich bin.

Ich danke allen, die die Geduld hatten und sich die Zeit genommen haben, meine Rezension bis hierhin zu lesen. Ich wollte mit meinen Zeilen keinen Ernährungs-Lifestyle lobpreisen oder die Low Carb-Diät schlecht reden. Ich wollte meine Erfahrung wiedergeben und hoffe, dem einen oder anderen Menschen mit ähnlichen Problemen helfen zu können, so wie mir andere mit ihrer Geschichte geholfen haben. Vor allem, da ich sehr gut weiß, dass man sich selbst oft die Schuld gibt, wenn es mit einem Ernährungsplan nicht klappt oder sich für einen Versager hält, so wie ich es getan habe, dabei hat mein Körper einfach nur Glukose gebracht und wollte weg von den Transfetten (erhitztes Olivenöl z.B. ist ein Transfett und löst ebenso Zivilisationskrankheiten aus, egal wie viele Himbeeren man auf seinen Amaranth –Pop setzt; dann lieber zu Kokosöl greifen, das bis zu einem bestimmten Grad erhitzt werden darf ohne schädlich zu sein). Wie dem auch sei: Ihr seid keine Versager, weil ihr während der Challenge „unerlaubte Kohlenhydrate“ gegessen habt. Euer Körper hat die einfach nur gebraucht :-)

Ich wollte ebenso allen mit einer Essstörung Mut machen, dass sie nicht alleine sind und weiß, wie abgeschottet man sich mit dieser hartnäckigen Krankheit fühlt. Dem ein oder anderen hilft es vielleicht, sein Essen in zwei Stufen zu teilen und abends „Dinner cancelling“ zu betreiben sowie sich hungrig auf Stufe 3 Kohlenhydrat-Fett-Bomben zu stürzen, wenn Stimulanzien wie Koffein nicht mehr ausreichen. Allen anderen rate ich den Weg in die (möglichst) natürliche, soja- und glutenfreie Vollwertkost (clean food), sei es Highcarb (Freelee, Loni Jane, Fullyrawkristina, Highcarb Queen, Tina Grundin etc.) oder ausgewogen, wie z.B. bei Gena Hemshaw, Delicously Ella, Sarah Britton oder Brendan Brazier.

Ich für mich kann jedoch nach 12 Monaten Attila-Challenge, die ich mitsamt allen Regeln eingehalten halte, behaupten, dass diese Art der Ernährung in keinster Weise etwas für mich ist. Dies muss nicht für alle gelten. Doch ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich aufgrund des Erfolgs auf der Waage nicht realisiert habe, wie schlecht es meinem Körper geht.
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am 2. Oktober 2015
Ich bin kein Attila-Fan und nicht in dieser Community. Mir ist das Drumherum so ziemlich egal. Es ist mir ebenso egal, dass er an mir verdient. Mir ist das Endergebnis wichtig - sonst nichts. Diese Bewertung ist folglich neutral.
Ich bin kein Vegetarier und kein Veganer. Aber mich hat interessiert, wie vielfältig man vegan kochen kann und wie es auf Dauer schmeckt, ob man Fleisch und Milchprodukte vermisst und ob sich wirklich etwas körperlich (Gewicht, Beschwerden) ändert. Fazit: JA! Es schmeckt, es tut gut, man nimmt ab und man kann leicht den täglichen Gelüsten widerstehen, da man rundum gesättigt und zufrieden ist. Das hat mich fasziniert. Allerdings werde ich nicht zum dauerhaften Veganer. Ich werde unter der Woche vorwiegend vegan leben, Milchprodukte weitestgehend meiden und nur am Wochenende Biofleisch/Fisch essen.
Jetzt ins Detail: Ich habe 80% aller Rezepte probiert und bin wirklich begeistert. 10% der Gerichte waren ok, 80% waren sehr lecker und 10% waren der Hammer. Keines der Gerichte war so, dass man es nicht mit Appetit essen konnte. Die Portionen sind meist richtige "Männerportionen", so dass man teilweise mit einer Portion zwei volle Mahlzeiten hat (vor allem bei Stufe 2 Gerichten). Oft war ich so satt, dass ich abends gar nichts mehr gegessen habe. Das passiert mir sehr selten! Die Snacks habe ich also gar nicht gebraucht und habe abends dann einen Shake getrunken, wenn kein rechtes Hungergefühl hochkam.
Wo ich allerdings zustimmen muss, ist, dass die Zutaten recht teuer sind, vor allem da man sie ja in Bio-Qualität kaufen soll. Aber wer sich für vegan im Sinne der Gesundheit und der Umweltfreundlichkeit entscheidet (auch wenn er nur testet), den sollte das nicht abschrecken. Dafür erhält man leicht nachzukochende, abwwechslungsreiche, optisch und geschmacklich sehr ansprechende Mahlzeiten. Das sollte es wert sein.
Warum ich keine 5 Sterne gebe? Weil das Blabla über ihn mich in diesem Buch nicht interessiert. Die fachlichen Infos über Zusammensetzungen der Zutaten (Mineralstoffgehalt, Vitamine...) waren jedoch interessant. Ich mag es eben sachlich/fachlich, aber das ist Geschmackssache.
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am 9. August 2013
Ich mach es knapp und kurz.
1) Veganismus ist super - eine zu befürwortende Bewegung
2) Auf das Gewicht achten ist gesundheitlich betrachtet sehr zu befürworten
3) Sport ist sowieso gut.
4) Gut aufbereitete Kochbücher mit tollen Abbildungen und ausführlichen Texten sind ein Genuss.

Das Buch vereint eigentlich alle 4 positiven aufgezählten Punkte. Wieso nur ein Stern?
Der Autor lässt jeden "Code of Conduct" eines rechtschaffenden Autors vermissen. Das Buch ist größtenteils aus anderen Quellen ohne Angabe zusammenkopiert, der diätische Ansatz ist eine ordinäre Low-Carb-Diät und das Verhalten gegenüber Kritik ist schlichtweg ignorant und plump (siehe Facebook-Präsenz des Autors).

Das Buch ist deshalb nicht unterstützenswert. Schade für die Bewegung.
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