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Die Art Rezension, die ich eigentlich schreiben wollte, hat Thomas Knackstedt hier schon so prima vorgelegt, dass ich es lieber gleich - mit einer auf ihn verweisenden Leseempfehlung - bleiben lasse.

Ich möchte also eher ein Plädoyer für einen Film verfassen, durch reichliches Stöbern im Netz allerdings mit der gewonnenen Erkenntnis:
Wenn man in einem Thriller überwiegend Action erwartet, wenn einen Brit Marling ganz speziell und allgemein die schlichte Erwähnung des Wortes Ökologie zu Gähnanfällen verleitet, man auf die bloße Andeutung einer Beziehungsgeschichte allergisch reagiert oder einfach alles schon einmal gesehen hat, sollte man sich 'The East' sicher sparen.

'The East' ist eher etwas für Neugierige, und - so behaupte ich jetzt mal kühn - KEIN Ökothriller.
Eher schon ein Religionsthriller. Wer bereit ist zu suchen, wird mit der Arroganz zwar nur eine der Todsünden vorfinden, aber ansonsten mehr religöse Verweise als in 'Sieben': Alexander Skarsgard ist in einigen Szenen als Jesus inszeniert. Eine bekannte Parabel für Himmel und Hölle wird mit einem Abendmahl visualisiert, die Erkenntnis mit dem Biss in den Apfel, die Aufnahme in die Gemeinschaft mit einer Waschung im Fluss. Und das Leitmotiv der 'östlichen' Terroristen lautet 'Auge um Auge'.

Kontrastierend hierzu die frappierende Aktualität: Was macht man mit seinen Erkenntnissen, wenn diese die Illegalität des Systems aufdecken? Gefährdet man diejenigen, die ihm (gutgläubig) dienen? 'The East' ist also auch ganz wesentlich ein Film zu Wikileaks und (zum Zeitpunkt der Dreharbeiten geradezu prophetisch) Edward Snowden. Und was weiß man überhaupt über kommerzielle Geheimdienste? Erstaunlicherweise wird zwar durchaus oft angemerkt, dass der Film scheinbar mit (linken/ökologischen/anarchistischen) Aktivisten sympathisiere, nirgendwo jedoch, dass dies auf eine sehr konservative Art geschieht. Das mag nicht unbedingt gefallen, äußerst ungewöhnlich ist es allemal; vielleicht erklärt sich die relative Unbekanntheit des Filmes ja auch aus dieser Unbequemlichkeit.

Über den formalen Aufbau von 'The East' bin ich mir noch nicht ganz klar geworden. Von David Lynch und Kim Ki-Duk sensibilisiert, glaubte ich als Motiv eine Möbius-Schleife zu erkennen: Die Dinge kehren zu ihrem Ausgangspunkt zurück, verkehren sich dabei aber. Andererseits sind z.B. Heimkehr, Wiedersehen mit dem Vater oder wiederholte Gebete jetzt nicht so außergewöhnlich. Kaum verwerfe ich meine Theorie als zu verkopft, fallen mir beim wiederholten Anschauen einzelner Szenen die hingetupften Klaviertöne auf, Arvo Pärts 'Spiegel im Spiegel' ...

Nein, 'The East' ist weder Ökothriller noch ein perfekter Film. Aber, wie ich finde, großes Kino, das einen nachhaltig beschäftigt - wenn man es denn zulässt.
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am 3. März 2014
Mit diesem Satz beginnt -The East-. 112 Minuten später endet ein Film, den ich ohne große Erwartungen in den Player geschoben habe, ganz fest in der Vorahnung, dass hier das "normale" Gut/Böse und Schwarz/Weiß Szenario eines Aktivistenfilms mit Pathos und hehren Vorstellungen über die Leinwand flimmern würde. Da hatte ich mich allerdings gründlich vertan. -The East- ist brillantes, differenziertes, hoch aktuelles Kino mit Starbesetzung und einer Story, die so interessant wie spannend ist. Es geht weniger um die Rettung der Welt, als um die Charaktere von Wirtschaftsbossen, Umweltaktivisten und der Hauptdarstellerin Jane. Das alles hat Zal Batmanglij perfekt auf die Filmrolle gebannt. Dass die Brüder Ridley und Tony Scott bei der Produktion des Films dabei waren, wundert einen dann auch nicht mehr.

Jane(Brit Marling) arbeitet für den privaten Geheimdienst Hiller & Brood. Sie wird von ihrer Chefin Sharon(Patricia Clarkson) auf die Öko-Terrorgruppe "The East" angesetzt. Der Auftraggeber kommt aus der Wirtschaft und will wissen, welche Menschen hinter der Gruppe stehen, die immer wieder spektakuläre Aktionen gegen große Firmen auf die Beine stellt. Dabei sind "The East" bei der Wahl ihrer Mittel nicht zimperlich. Jane schafft es, unter dem Decknamen Sarah, tatsächlich Zugang zur Gruppe zu bekommen. Sie wird aufgenommen und soll an drei Aktionen beteiligt werden. Zunächst meldet Jane ihre Erkenntnisse an ihre Chefin weiter, aber dann geschehen Dinge in der Gruppe, rund um den Anführer Benji(Alexander Skarsgard) die Jane nachdenklich stimmen. Nach und nach taucht sie in "The East" ein. Dabei wird sie nicht von deren Ideen angesteckt oder überzeugt, sondern erlebt eine Gemeinsamkeit und Vertrautheit zwischen den einzelnen Gruppenmitgliedern, die sie vorher nie erlebt hat. Diese unglaubliche Verbundenheit beeindruckt Jane, ob sie das will oder nicht. Sie muss erstaunt feststellen, dass sie kurz davor ist, die Seiten zu wechseln. Doch so einfach ist das nicht...

Ein absolut überzeugender, gut gemachter Film; das war -The East- für mich. Ich war überrascht, wie relativ unbekannt dieser Streifen bei dieser Qualität geblieben ist. Batmanglij arbeitet die Konturen seiner Darsteller so detailgetreu und sauber heraus, dass es eine Freude ist, dabei zuzuschauen. Es sind nicht nur Skarsgard und Marling, die in -The East- überzeugen. Auch die Nebenrollen sind mit Ellen Page, Tony Kebbell und Shiloh Fernandez ganz stark besetzt. Den Rest erledigt die Story von -The East- mit einem beeindruckenden roten Faden, hervorragenden Kameraeinstellungen und einer passenden Kulisse. Bezeichnend für einen "etwas anderen Film" ist, dass es nur sehr wenig Musik als Hintergrund für die bewegten Bilder im Film gibt. Einer der Songs stammt allerdings von -The National-; wo wir wieder bei wirklicher Klasse statt jeder Menge Masse wären. Wenn -About Today- aus den Boxen strömt und sich mit den Bildern von -The East- vereint, ist das schon ein kleiner Geniestreich. Von mir gibt es für -The East- daher die absolute Empfehlung zum Anschauen.
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am 9. April 2015
«The East» ist ein Film, der nachdenklich stimmt. Er spielt mit dem moralischen Empfinden der Zuschauer, das macht seinen Reiz aus. Die Hauptschauspieler brillieren in ihren Rollen. Sie kommen dem Zuschauer nahe, gehen ihm unter die Haut. Ob mit ihren Entscheidungen einverstanden oder nicht, man kann ihre Motive verstehen. Mit seinen hervorragenden schauspielerischen Fertigkeiten sticht Alexander Skarsgard hervor, er verleiht dem Film Tiefe.

«The East» handelt von einer Gruppe von Öko-Aktivisten, die sich an die Fersen von Konzernmanagern, Pharmakaherstellern und dergleichen heften, und für ihre Vergehen zur Rechenschaft ziehen. Sie haben die Grenze zur Illegalität längst überschritten. Ihre Identitäten sind unbekannt. Ein privates Sicherheitsunternehmen beauftragt seine Agentin, Kontakt zur Gruppe herzustellen und sie zu infiltrieren. Die Frau lebt mit ihrem Lebenspartner zusammen, doch hält sie ihre Arbeit vor ihm geheim. Während er sie zum Flughafen fährt, damit sie ihren Flug nach Dubai erwischt, wo sie angeblich aus geschäftlichen Gründen viele Wochen verbringen soll, färbt sie sich im Flughafen die Haare, ändert ihr Aussehen und macht sich auf die Suche nach The East. Sie gibt vor auf der Straße zu leben und findet Anschluss zu Obdachlosen. Nach einigen Abenteuern findet sie unverhofft ihren Weg ins Herz von The East. Sie wird Teil der Gruppe, erfährt von ihren Plänen, ihren Motiven und ihrem Leben. Sie fängt an, sich mit der Gruppe zu identifizieren, bemüht sich gleichzeitig um Distanz. Das gelingt ihr aber nicht, denn sie ist Benji, dem Anführer der Gruppe, zu sehr verfallen. Benji wird von Alexander Skarsgard gespielt. Die beiden fühlen sich zueinander hingezogen, wehren sich aber gegen ihre Gefühle, beide aus ähnlichen, aber unterschiedlichen Gründen.

Es kommt der Tag, an dem die Agentin, Sarah nennt sie sich, an einer Aktion der Gruppe teilnehmen soll. Ein namhafter Pharmakonzern hat ein Medikament hergestellt, schwere degenerative, dissoziative gesundheitliche Schäden hervorruft, das zu extremer Depersonalisierung, irreparablen Nervenschäden und anderen Störungen führt. Sie verschaffen sich Zugang zu einer Empfangsgala, auf der das Medikament vorgestellt und in den Himmel gelobt wird. Sie Mischen sich unter die Leute und tröpfeln das Medikament unbemerkt in die Sektgläser ein. Sarah, von der Kühnheit der Gruppe entsetzt, versucht alle Gläser an sich zu nehmen, doch sie kommt zu spät. Auf der Rückfahrt zur Basis der Gruppe, erfährt sie die Geschichte eines der Mitglieder. Seine Schwester konnte nach der Aufnahme des Giftes sich selbst nicht mehr im Spiegel erkennen und beging Suizid. Er selber leidet an einer fortschreitenden Degeneration, vom selben Gift verursacht, und kennt sein Ende nur zu gut.

Zurück in der «Zivilisation», sieht sie die Frau, die die Vermarktung des Medikamentes auf der Empfangsgala angekündigt hat, wie sie im Rollstuhl ein Interview gibt. Sie sieht gesundheitlich angeschlagen aus, berichtet, dass Verstand und Körper in Geiselhaft gehalten werden, dass sie sich selber nicht mehr im Spiegel erkennen kann. Wieder zurück bei der Gruppe, sieht sie die Mitglieder ihren Erfolg feiern. Die Anziehung zwischen Sarah und Benji ist stärker geworden. Nach einer fehlgeschlagenen Aktion, die das Leben eines Mitglieds gefordert hat, bricht sie sich Bahn. Die beiden geben sich ihrer Leidenschaft hin. Doch Benji scheint mehr über Sarah zu wissen, als diese ahnt. Vor der Wahl gestellt, mit ihm das Land zu verlassen, entscheidet sie sich gegen ihn und folgt nun ihren eigenen Weg.

Der Film ist äußerst interessant. Die Gruppe ist für die Mitglieder eine Art Ersatzfamilie geworden, sie kümmern sich umeinander. Für ihre Überzeugungen riskieren sie den Verlust von Freiheit und Leben. Als Ökoterroristen tituliert, sehen sie in den Gesichtern von Managern und Pharmaherstellern die wahren Terroristen. Sie sind gewillt, bis zum Äußersten zu gehen. Die Schauspieler überzeugen. Der Film moralisiert nicht, das hat mir sehr gut gefallen. Ich hätte mir ein anderes Ende gewünscht, aber alles in allem hat mich der Film nachdenklich gestimmt und mein Interesse an ökologischen Fragen geweckt.
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am 4. April 2014
...die Romanze zwischendurch, die die sonst so packende und abwechslungsreiche Story ein wenig zu sehr in den Hollywoodbereich mit runter reißt. Performances und Drehbuch sind gelungen, aber beim besten Willen... muss denn überall eine berechenbare love story inkludiert sein?
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TOP 1000 REZENSENTam 1. Februar 2014
Sarah Moss (Britt Marling) war schon mal in den Diensten des FBI, inzwischen arbeitet die attraktive junge Frau für Hiller Brood, ein privater Sicherheitsdienstleister. Deren Klienten sind schwerreiche, multinationale Konzerne, die möglichst mit sauberem Image viel Gewinn einstreichen möchten. Feind Nr. 1 für die Firma Hiller Brood ist die anarchistische Gruppe "The East", die bekannt sind für effektive, aber auch massiv brutale Aktionen gegen Firmen, die eklatant die Umwelt, Natur, Mensch und Tier schädigen. Von ihrer eiskalten Chefin Sharon (Patricia Clarkson) erhält Sarah nun den Auftrag die untergetauchte Gruppe ausfindig zu machen und dann das Vertrauen der Gruppe als sogenannte "Gleichgesinnte" zu gewinnen. Und Sarah hat sogar sehr schnell Glück, als sie Luca ( Shiloh Fernandez) kennenlernt, der zur Gruppe gehört. Durch eine List hängt sie sich an ihn und kommt erstmalig in Kontakt mit der ganzen Gruppe, die im Wald lebt. Der Anführer ist der charismatische Benji (Alexander Skarsgaard). Ebenso zur Gruppe gehören auch "Doc" (Toby Kebell) und die Industriellentochter Izzy (Ellen Page). Die Aktivisten sind zuerst enorm misstrauisch, doch Benji lockert die Skepsis bei der "Neuen". Endlich ist es dann soweit. Bei der ersten Aktion darf Sarah mitmachen. "The East" hat sich auf eine Firmenparty eingeschleust und die Gäste dort sollen etwas im Getränk zu sich nehmen, von dem sie selbst behaupten, dass es völlig unschädlich ist...
Zal Batmanglij fürhte Regie in den 2013 gedrehten Ökothriller und schrieb gemeinsam mit Hauptdarstellerin Britt Marling das Drehbuch, das sehr schön die ambivalente Haltung der Hauptfigur zeigt einerseits die mit kriminellen Mitteln agierende Gruppe dingfest zu machen und andererseits aber auch mit den moralischen Fragen konfrontiert zu werden. Denn tatsächlich findet sie aktive Umweltschützer vor, die ein ernstes Interesse daran haben "aufzurütteln", sie findet zudem auch heraus wie gut das Lügennetz der Industrie funktioniert und wie der Verbraucher an der Nase herum geführt wird, Hauptsache Gewinn machen, Collateralschäden nicht tragisch, wenn nichts nachgewiesen kann.
Das Ganze ist auch noch sehr gut gespielt und ansprechend in Szene gesetzt, "The East" ist ein interessanter, ruhiger Thriller, der andere Wege geht. Trotz extremer Ideologie liegen die Sympathien eindeutig auf der Seite der Aktiviisten.
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am 26. Februar 2014
In dieser Art habe ich nun noch keinen Film gesehen. Er lief zwar im Kino, allerdings habe ich ihn da verpasst. Das Ende überrascht und auch zwischendurch wird man das eine oder andere Mal überrascht. Sehr empfehlenswert
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am 11. Dezember 2013
...ein Zitat von Marquis de la Fayette. Demnach wäre das heiligste aller Rechte ein Recht, das nicht in Gesetzesbüchern verankert ist ! Ufff... das muss man als braver Bürger erst einmal verdauen. Schließlich will man als Otto Normalverbraucher keinen Ärger haben und nur in Frieden leben. In der klassischen deutschen Literatur ist entspricht das dem berühmten Michael Kohlhaas Thema / Problem – wie weit darf Selbstjustiz gehen?

--------------------------- SPOILER (Anfang) ------------------------------

The East ist eine Bewegung von Öko-Terroristen. Sie agieren nach dem Prinzip Auge um Auge, Zahn um Zahn, wenn sie Firmen / Konzerne mit ihren Giften, zweifelhaften Medikamenten und Untaten konfrontieren. Natürlich begreift sich The East selbst nicht als Terrorvereinigung; sie bezeichnen die eigenen Vergeltungsmaßnahmen als gerecht und angemessen. Agentin Sarah arbeitet für Konzerne, um Mitglieder von The East ausfindig zu machen. Sie fliegt nach … und streift lange Zeit erfolglos umher. Viele zweifeln, daß es The East überhaupt gibt – war sie vielleicht nur eine Legende? Eines Tages hilft Sarah einem Tramper. Als sie sich am Arm schneidet will sich dieser Tramper revanchieren und führt sie zu einem befreundeten Arzt, der inmitten von Aussteigern in einem abgeschiedenen Ort im Wald lebt. Anfangs erregt Sarah ihren Argwohn. Die seltsame Gruppe plant eine illegale Aktion. Da ein weibliches Mitglied ausfällt bekommt Sarah eine Chance, sich zu bewähren. Die Vertreter eines Pharmakonzerns bekommen auf einer Party ihr eigenes Medikament zu trinken, ein Mittel, das giftige Nebenwirkungen besitzt. Nach dieser erfolgreichen Aktion trennt sich Sarah von dieser Gruppe und reist in die Heimat. Schon bald wird sie von ihren Arbeitgebern wieder zurückgeschickt, da man weitere Aktionen von The East vermutet. Immer mehr verbrüdert sich die Ermittlerin mit den sogenannten „Anarchisten“. Schließlich wird Sarahs Identität erkannt und man verlangt von ihr, dass sie die Identitäten aller gegen THE EAST verdeckt ermittelnden Agenten aufdeckt...
Am Ende wird in einzelnen Bildern (es wirkt wie eine Diashow) gezeigt, wie Sarah andere Agenten von der Rechtschaffenheit ihrer Sache überzeugt und sie für ihre Bewegung begeistert.

Meinung: The East ist ein origineller Film, sein Thema ist nicht verbraucht und abgelutscht. Was mir gut gefällt ist die moralische Ambivalenz von The East: sind sie jetzt gut oder sind sie böse? Laut Gesetz sind sie kriminell. Doch Recht impliziert nicht immer Gerechtigkeit... Ich habe beim Zusehen mit ihnen sympathisiert, ihnen die Daumen gedrückt. Gerechtigkeit ist im Herzen und im gesunden Menschenverstand beheimatet, nicht in Gesetzesbüchern. Die Mitglieder von THE EAST leben zurückgezogen im Wald, in einer geheimen Zuflucht – das weckt Assoziationen an Robin Hood. Die soganannten "Anarchisten" sind gerechter als die Firmenmilliardäre. The East bestrafen / vergelten nach dem Prinzip der Gerechtigkeit, wohingegen die Konzerne aus Profitgier schaden. Was ist verwerflicher?

-------------------------- SPOILER (Ende) ------------------------

Spannung entsteht durch die Fragen:
Wie weit können The East gehen, bis sie gefasst werden?
Und wird Sarah die Seite wechseln? Wird in ihr ein Gesinnungswandel erfolgen?
Wird ihre Identität als Agentin von The East aufgedeckt?
Sehen die Konzerne / ihre Auftraggeber in Sarah eine potentielle Verräterin?
Sind THE EAST gut oder böse?

Sound, Bild sind makellos und die Synchronisation ist gelungen und glaubwürdig.

Fazit: absolut empfehlenswert. Ein anspruchvoller, intelligenter und zu Unrecht verkannter Film.

In der IMDb-Wertung erreicht THE EAST eine gute Note von 6,9 (1-10)
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am 30. Oktober 2015
Handwerklich solide gemachter "Ökothriller" mit überwiegend guten,wenn auch nicht herausragenden schauspielerischen Einzelleistungen. Leider sind jedoch viele Szenen und Charaktäre schablonen- bzw. klischeehaft geraten und ist der Film in einigen Details unglaubwürdig. Der an sich guten Grundidee hätte darüber hinaus ein wenig mehr low Buget Style gar nicht schlecht getan, der Film mutet nämlich fast wie ein typisch verwässertes Hollywoodremake eines guten Independentmovies an. Kann man sich ansehen, muss man sich aber nicht unbedingt ansehen.
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am 10. September 2013
Was man bei "The East" in erster Linie bekommt, sind ein gut durchdachter Cast und exzellente Bilder. Ohne aufpoliert zu wirken, findet der Regisseur Einstellungen, die den Zuschauer nicht so schnell wieder loslassen, und immer weiter in das Leben der idealistischen Ökoterroristen hineinführen.
Der Plot gibt sich angenehm geradlinig, während das Drehbuch logisch und konsequent auf die Enscheidung zusteuert, die Brit Marlings Figur am Ende dieses Thrillers treffen muss. Dabei spielt sie furios gegen Skarsgard, Page und Clarkson auf, und zeigt einmal mehr ihre schauspielerische Stärke.
In Zusammenarbeit mit seinem Bruder (auch Vampire Weekend) bietet Batmanglij dazu einen grandiosen Soundtrack, der Stimmung und Bilder souverän verbindet.

FAZIT: Ziemlich gut gespieltes Drama, das etwas mehr Presse verdient hätte. Derart gut umgesetzte Filme werden leider immer seltener.
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am 15. November 2014
Einer der besten Filme, die ich je gesehen habe. Leider wurde er nicht beworben - wahrscheinlich aufgrund der (pharmazeutischen) Hintergründe. Der Trailer ist nicht besonders gelungen, weil er eher an einem Horrorfilm erinnert. Der Film selbst ist ein ausgezeichneter Thriller, den man sich unbedingt angesehen haben muss.
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