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Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen
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4,8 von 5 Sternen
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am 7. Juli 2017
Schon in der Vorabsingle ätzte Nirvana Frontmann Cobain, wie um die in ihn gesetzten Erwartungen zu karikieren und gleichzeitig zu erfüllen: "I've Got A New Complaint". Die viel zitierte Eröffnungszeile von "In Utero" "Teenage Angst Has Paid Off Well, Now I'm Bored And Old" schlug in die gleiche Kerbe. Der Songwriter Cobain reagierte auf Erwartungshaltungen, auf all das was in ihn, seine Musik, sein Auftreten, ob zurecht oder nicht, hineininterpretiert wurde. Nirvanas finales Album geriet nicht grundlos zynisch, ruppig und widerspenstig. Es war eine Trotzreaktion.

Den Vorsatz ihr Publikum zu halbieren konnten Nirvana mit diesem unbequemen Brocken Lärm, gegossen in die Form einer Pixies-Tribute-Produktion, jedenfalls lässig umsetzen. Zwar schoß das Album bei Erscheinen erwartungsgemäß direkt auf den ersten Platz der Billboard-Charts, die Verkaufszahlen sanken dann aber (zumindest bis zum Selbstmord Cobains) recht schnell ziemlich drastisch.

Ob das wirklich nur, wie oft vermutet, an der lärmigen Produktion Steve Albini's lag? Einer Produktion die mehr Wert auf wuchtige Drums denn auf den in den Hintergrund gemischten Gesang legte? Oder lag es doch auch daran dass hier, neben zweifellos brillantem Material, auch einige eher uninspirierte Füller zu hören sind?

Insgesamt ist der bockige Habitus des Albums - mit dem Abstand von inzwischen Jahrzehnten - besser gealtert als der polierte Sound von Nevermind. Dieses bleibt aber dennoch das stärkere Album, einfach weil die Qualität Songs in der Summe dann doch höher ist.

Diese Doppel-CD Ausgabe enthält das ursprüngliche Album als Remaster sowie zusätzlich einen Remix der kompletten Scheibe. Dieser legt den Fokus stärker auf den Gesang als die ursprüngliche Abmischung. In dieser Variante klingt das Album weniger radikal, die Melodien werden besser herausgearbeitet. Der Mix macht das Album besser hörbar, er verwässert aber auch ein wenig die "F*ck You" Attitüde welche eben auch einen Teil des Reizes dieses Albums ausmacht.
Dazu gibt es die (zumindest teilweise inspirierten) B-Seiten, die alternativen Abmischungen der Auskopplungen (ein Gewinn) sowie Demos.

Insgesamt ein nach wie vor bemerkenswertes Album in einer lohnenden Edition.
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am 30. September 2013
Eigentlich sollte zu diesem Album alles gesagt sein. 20 Jahre hatte man Zeit, sich über die wechselhafte Geschichte des Albums, die Aufnahmesessions und vor allem die Uneinigkeiten bezüglich der Mixes auslassen und informieren. Fest steht: Geffen hat sich bei den Entscheidungen rund um "In Utero" nicht gerade mit Ruhm bekleckert.

Meine subjektive Meinung als "Zeitzeuge": "In Utero" ist Nirvanas stärkstes Album (im Sinne eines geschlossenen Ganzen) und der Höhepunkt der kommerziellen Grunge-Phase. Damals hat es vermutlich mehr Verwirrung gestiftet als Begeisterung hervorgerufen. Trotz MTV-Awards blieben die großen Hits aus, und kurz darauf hatte der Alternative Mainstream mit Pearl Jams "Vs." sein neues Lieblingsalbum.
Mir hat "In Utero" von Anfang an gefallen. Mit der ersten Single "Heart-Shaped Box" konnte ich wenig anfangen, wusste aber nie so recht warum. Doch dazu gleich mehr.

Da die Informationen zur Vinyl-Ausgabe eher sparsam ausgefallen sind, möchte ich allen Interessenten ein paar ergänzende Hinweise geben:

== Lieferumfang und Inhalt ==
Die Vinyl-Version kommt recht eindrucksvoll daher: Auf drei LPs findet man das gesamte Original-Album (mit allen ursprünglichen Mixes, also unverändert) sowie fünf zum Teil neu gemixte B-Seiten und Compilation-Beiträge, die Scott Litt-Version von "Pennyroyal Tea" und die Steve Albini-Versionen von "Heart-Shaped Box" und "All Apologies".

Für alle, die sich fragen, wieso man für so "wenig" Stücke drei Vinyl-Scheiben braucht: Das Album ist (audiophil) mit 45 RPM abzuspielen, mit jeweils nur drei Stücken pro Plattenseite. Die Bonus-Platte ist eine reguläre 33 1/3 LP.

Womit ich nicht gerechnet hätte: Dank Amazons AutoRip gibt es Zugang zu allen 60 Songs der 20th Anniversary "Super Deluxe" CD-Version, wobei Disc 1 dem Umfang der Vinyl-Fassung entspricht, Disc 2 die 2013-Mix-Versionen des Albums beinhaltet, und Disc 3 das Live & Loud-Konzert. Ich finde, dass durch solche Schritte der Kauf von Vinyl noch einladender ist!

== Aufmachung ==
Bis auf das Original-Cover ist nicht mehr viel übriggeblieben. Speziell die alte "Collage" des Original-Albums sucht man leider vergeblich. Die Plattenhülle, im einigermaßen aufwändigen Doppel-Klapp-Cover ist dennoch mit ein paar sehr schönen Fotos angereichert, darunter auch ein paar von Anton Corbijn, von dem auch das Video zu "Heart-Shaped Box" stammt, und dessen edle Schwarz-Weiß-Fotos seit Depeche Mode, U2 und Joy Division Alben für die Ewigkeit veredeln.

== Die Musik ==
Ich bin kein großer Freund unbedachter Remixes. Allerdings muss ich schon sagen, dass die von Steve Albini gemixten Versionen der ursprünglich von Scott Litt neu abgemixten Stücke "Heart-Shaped Box" und "All Apologies" das Album ganz hervorragend abrunden. Im Nachhinein ist es eigentlich schade, dass nicht Steve Albinis Versionen auf dem Album gelandet sind -- aber das kann man jetzt endlich nachholen. Speziell bei "Heart-Shaped Box" fehlt bei Albinis Mix alles, was mich bislang genervt hat: keine gedoppelte Gesangsspur mehr, viel weniger Echo. Das Lied wird knochentrocken, viel mehr Drum-zentriert und glaubwürdiger, da live-artiger gesungen. Auch "All Apologies" profitiert vom Mix und reiht sich viel besser und logischer zu den anderen Songs ein ("Scentless Apprentice" und "All Apologies" hätte ich ursprünglich nicht unbedingt in die selbe Ecke eingeordnet).

Letztlich ist das aber Geschmackssache. Inwieweit die "neuen, alten" Mixes gefallen, muss jeder selbst entscheiden. Das gilt speziell auch für den "2013" Mix des gesamten Albums, dem Vernehmen nach wieder von Steve Albini durchgeführt, wobei einige Wünsche von Kurt Cobain erfüllt worden sein sollen, gegen die sich Albini vor 20 Jahren noch gewehrt hat. So kann man jetzt u.a. "Dumb" ohne Chello anhören, und der Gesang ist generell eine Idee lauter als ursprünglich. Der Rest ist für Nirvanologen.
Im Grunde aber bleibt es sehr ambivalent: Leute bearbeiten etwas, das sie in ihren eigenen Zwanzigern geschaffen haben, nachträglich. Die Ohren sind sicher nicht mehr die selben.

== Fazit ==
Ein zweifellos super Rock-Album, unter der Federführung von Steve Albini und dem Rest der Band behutsam und interessant neu gemixt, für Vinyl-Freunde wunderbar aufgemacht und mit dem Album auf Doppel-EP wirklich zum Anhören gedacht. Dank Amazon um die im Vergleich zur CD-Version "fehlenden" Stücke ergänzt. Volle Punkteanzahl!
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am 6. Juli 2015
Einfach super War original verpackt und wie neu hab so mit knapp 50 Euro gespart Danke an die die das möglich machen
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am 30. August 2015
Wer diese Musik mag,der sollte sich diese Blu-Ray Audio auf jeden FaLL ZULEGEN.Es gibt verscheidene Tonspüren,die aber nicht wirklich grossen unterschied bringen.
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am 30. Juni 2005
„Nevermind" ist zwar das erfolgreichste Album von Nirvana, aber wer wirklich knallharten Grunge sucht der ist hier mit „In Utero" wessentlich besser bedient.
Ich perssönlich will mich jetzt nicht entscheiden welches Album mir besser gefällt, den ich finde „Nevermind" auch erstklassig, auch wenn viele kritisieren das es zu sehr poporientiert ausgefallen ist. Das mag schon stimmen, aber deshalb wird ein geniales Album auch nicht schlechter.
Mit „In Utero" erschien 1993 leider schon das letzte Studioalbum einer band die definitiv noch so viel Potentialt hatte, auch wenn Gerüchten zufolge die Trennung schon kurz bevor stand. Das Album bietet Grunge in Perfektion und vor allem ist es ein Album das im Gegensatz zu vielen anderen ohne wirklichen Schwachpunkt auskommt. „In Utero" kann man immer wieder bedenkenlos in den CD Player einlegen und durchlaufen lassen. Schon mit dem Opener „Serve the Servants" rockt die Hütte und man bekommt sofort Lust auf mehr davon. Diese Lust wird dann mit erstklassigem Material wie „Rape me", „Pennyroyal Tea" oder „Dumb" gestillt. Vergessen sollte man natürlich nicht die Singleauskopplungen „Heart Shaped Box" und „All Apologies", welche aber eher untypisch für den Rest dieses Meisterwerks sind. Während „Heart Shaped Box" in der Struktur große Ähnlichkeit mit dem Überhit „Smells like teen spirit" aufweist gehört „All Apologies" eher in die besinnlichere Ecke. Mein persönliches Highlight auf „In Utero" ist aber immer noch das geniale „Radio Friendly Unit Shifter", ein Kracher der Extraklasse.
„In Utero" ist und bleibt das Standardwerk für alle Grunge Fans und wie man zum Glück auch heute immer wieder bemerkt sind Nirvana noch lange nicht tot. Immer mehr Teenies haben anscheinend die Schnauze voll Casting Fuzzys und dem ganzen Schwachsinn der zu neunzig Prozent die Charts rauf und runter läuft. Ich denke eine Kultfigur wie der viel zu früh von uns gegangene Kurt Cobain würde sich jetzt nochmal ins Jenseits befördern wenn er die aktuellen Charts über sich ergehen lassen müsste. Zum Glück lebt er und seine Band in Ihrer Musik weiter, was ein Werk wie „In Utero" eindrucksvoll beweist.
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am 26. Mai 2007
In Utero ist eindeutig das beste Studioalbum von Nirvana. Für Viele ist Nirvana nur Nevermind: Poppig, Mainstream und nur ein klein wenig anders. Das Kurt diese Rolle nicht gefallen hat dürfte aber auch bekannt sein und deswegen gings mit in Utero wieder zu den Grunge-wurzeln.

Die Stücke sind atmosphärisch, extrem grungig und vorallem authentisch was auch an der genialen Produktion liegt, bei der es nicht wie bei Nevermind auf guten und runden (und leider auch langweiligen) Klang ankam, sondern auf echtheit. In Utero ist kein "nebenbei-hör" Album und das macht es so gut. Während Nevermind noch ruhig im CD player mitlaufen konnte und man sich nebenbei mit Bügeln oder aufräumen beschäftigen konnte, sitzt man vor in Utero und es gibt nur den Sound und nichts anderes.

Also alles in Allem: Klar besser als Nevermind, und gehört zusammen mit unplugged in New York zu den besten Nirvana Alben
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am 23. November 2010
Alleine schon das Cover dieses Album ist eine klasse für sich.
Es zeigt einen Engel dessen innere Organe man sehen kann.

Und so kann man auch das Album beschreiben.
Man sieht einen Engel dessen innere Organe man HÖREN kann.

Dises Album ist eines der besten die ich je gehört habe.

Es ist REIN! Man spürt dieses Reine wenn man es sich anhört.
Es ist wie ein Live Album. Aber auf seine ganz eigene Art.

Jeder Song ein Genuss!

Leider habe ich einen Kritikpunkt!

Und zwar wurde der Song "Radio friendly Unit Shifter" schlecht aufgenommen.
Wer den Song Live kennt weiss was ich meine.

Leider hat dieses Album nie den Hype bekommen wie Nevermind.
Es hat sich zwar sehr gut verkauft. Aber es wurde irgendwie nicht richtig war genommen.

Dabei sind auf dem Album Meisterstücke!

Serve the Servants,Scentless Apprentice,Heart shaped Box,Rape me,Frances Farmer will have her Revenge on Seattle,Dumb,Very Ape,Milk it,Pennyroyal Tea,Radio friendly Unit Shifter,tourette's,All Apologies. (Hiddentrack nicht mitgezählt)

Jeder Song ist ein Meisterstück!
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am 27. Januar 2006
und gerade deswegen so genial. nach nevermind wollte cobain die "trittbrettfahrer-fans" loswerden, die nur nirvana hörten weil sie auf mtv rauf und runter gespielt wurden und man als "nirvana-fan" derzeit angesagt war. augrund dessen wurde nirvanas in utero absichtlich lowfi produziert, was natülrich geffen records nicht sonderlich gefiel. wollten diese doch eine zweite nevermind. einiges songs, wie beispielsweise "heart shaped box", mußten sogar nachproduziert werden, weil sie in dieser form nach meinung der plattenfirma "unreleaseable" gewesen wären. auch wurde der song "rape me" auf den ersten exemplaren von in utero als "rave me" ausgegeben weil die plattenfirma durch "solche art songs" ebenfalls komerzielle einbuße vermuteten...
in utero ist die logsiche konsequenz zu nevermind. obs jederman gefällt. fraglich. mir jedenfalls sehr gut. ehrlich gesagt wäre ich auch enttäuscht gewesen wenn cobain einen zweiten aufguss von nevermind gemacht hätte. in utero is gewöhnungbedürftig. jedenfalls soundtechnisch betrachtet. die lyircs von kurt sind wie gewohnt das non plus ultra, das beste was ich jemals hören und lesen durfte.
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am 29. Januar 2012
Ein cleverer Schachzug? Ironie des Schicksals? Oder einfach doch das heimliche Meisterwerk Nirvanas? Fakt ist: den Plan, den Nirvana 1993 mit ihrem dritten Album "In Utero" hatten, ging nicht auf. Mit "Smells Like Teen Spirit" und "Nevermind" wurde das Trio um den Gitarrist und Sänger Kurt Cobain quasi über Nacht zu Superstars und als das "Next Big Thing" im Rock gehandelt. Irritiert von dem großen Erfolg und den damit verbunden Strapazen drückte Cobain mit "In Utero" nun seinen Wunsch nach Ursprünglichkeit in der Musik seiner Band sowie die Rückbesinnung auf alte Tage aus. Denn so schlagartig sich auch die Situation für Kurt Cobain, Dave Grohl Christ Novaselic durch 1 Gold- und 5 Platin-Auszeichnungen allein bis 1993 verändert hat und sie maßgeblich für die Popularität des Seattle-Labels Sup Pop mitverantwortlich waren, so sind sie immer noch eine Band von der Straße, aus den Vororten Seattles gewesen, die zufällig ein großes Stück vom Kuchen des Erfolgs abbekommen hat. Steve Albini, jener Mann, der sich als Toningenieur und nicht als Produzent versteht und schon den Sound der Pixies und PJ Harvey in ihren deren frühen Tagen ohne hohem produktionstechnischem Aufwand dokumentiert hat, tat das Nötigste, um Nirvana so klingen zu lassen, wie sie nun mal waren. Da er die Zusammenarbeit mit Majorlabels eher meidet, brach Albini durch diese Produktion zwar vielleicht einen seiner Grundsätze, das Ergebnis war und ist für nachfolgende Generationen bis heute aber trotzdem das populärste Paradebeispiel für das Ablehnen von durch Medien inszenierten Wertvorstellungen, Künstlichkeit und Kommerz. "In Utero" war schmutzig, roh, laut und sollte das "sich mit Händen und Füßen wehren" gegen den Hype sein. Das Label Geffen weigerte sich erst das Album zu veröffentlichen, weil man den Sound als "unverkäuflich" empfand. Stattdessen schickte man den R.E.M-Produzenten Scott Litt ins Rennen, um die missratenen Stücke noch nachträglich zu bearbeiten, der aber letztendlich nur die Single "Heart-Shaped-Box" und "All Apologies" neu-abgemischt hatte. Die Ironie: mit allein 6 Platin Auszeichnungen in den USA wurde auch "In Utero" ein großer kommerzieller Erfolg und festigte Nirvanas Bedeutung als Revolutionäre, ohne wirklich revolutionär gewesen zu sein- oder sein zu wollen.
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am 15. November 2009
Nach dem für die Band, aber vor allem für den Sänger Kurt Cobain, überraschenden Erfolg des Vorgängers "Nevermind" musste diese Platte eben ganz anders ausfallen. Am besten so kommerzunfähig wie es eben geht. Die Plattenfirma störte dies, die Fans natürlich nicht und daher wurde auch diese Platte zu einem weltweiten Erfolg. Bereits in der ersten Textzeile vom Eröffnungstrack "Serve the servants" verweist die Band auf diesen Zustand: "Teenage angst has paid off well". Musikalisch verstörend wirkt dann der zweite Song des Albums "Scentless apprentice" mit dem wutentbrannten, herausgeschrienen Refrain "Go away - get away, get away, get a-way". Textlich kann man anhand der Textzeilen "Like most babies smell like butter / His smell smelled like no other / He was born scentless and senseless / He was born a scentless apprentice" eine Hommage an den Roman "Das Parfüm" von Patrick Süßkind erkennen. Es folgt die erste Single "Heart-shaped box", mit der sich die Band erneut bei der Menschheit beschwert ("Hey / Wait / I've got a new complait"). Einen deutlichen Wink mit dem Zaunpfahl dürfte die Plattenfirma mit dem Song "Rape me" abbekommen haben, denn dies war ein Grund, warum die Band diesen nicht im September 1992 bei den MTV Video Music Awards spielen durfte. Ab diesem Zeitpunkt wurde er zu meinem Lieblingsstück der Platte. Vorher war dies noch das folgende "Frances Farmer will have her revenge on Seattle", was einerseits durch das Statement "I miss the comfort in being sad" für Furore sorgte, andererseits durch die Tatsache das es Frances Farmer wirklich gab. Es handelte sich um eine Schauspielerin aus Seattle, die ebenfalls dem Erfolgsdruck der Öffentlichkeit nicht Stand halten konnte. Es folgt mit "Dumb" der vielleicht poppigste Song der Platte, in dem sich Cobain darum streitet ob der Zustand der Dummheit oder des Glücklichseins in ihm überwiegt. Diese beiden Zustände werden aber durch die Wut übertroffen, nachzuhören in dem Song "Milk it", der in die Avantgarde und New Wave-Ecke abrutscht und dadurch sehr viele "Nevermind"-Fans ziemlich verstört haben wird. Und wenn die ganze Wut im Körper nicht von allein verschwindet, wird auf "Pennyroyal tea" hingewiesen, dessen Genuss abtreibungsfördernde Wirkung haben soll. Der Song "Radio friendly unit shifter" ist durch seine gitarrenverzerrten Feedbackorgien sehr sperrig und radiountauglich gehalten, genau wie das an "Territorial pissing"-erinnernde "Tourette's", in dem in knapp 1.30 Minuten Schimpfwörter herausgeschrien werden, die hier lieber nicht aufgezählt werden. Trotz all dieser Wut und Provokation auf dem ganzen Album gibt es mit "All apologies" einen Entschuldigungssong von der Band, aber nicht ohne eine gehörige Portion Ironie. Auch wenn dieses Album, die letzte offizielle Veröffentlichung darstellt, wird Nirvana für immer weiterleben.
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