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am 16. August 2013
... jetzt ist das auch schon wieder 20 Jahre her, dass Slut das Licht der Welt zum ersten Mal erblickt haben. Und irgendwie waren sie ein paar Jahre zu früh dran – dummerweise. Als in UK gegen Mitte des letzten Jahrzehnts der Indie Pop zu neuen populären Höhen Aufschoss und mit Bands wie Bloc Party, Maximo Park und anderen auch massenwirksam wurden, hatten Slut ihr Pulver (positiv gemeint, im Sinne von ihre besten Alben), schon lange „verschossen“. So blieb ihnen eine treue deutsche Fan Basis, wer weiß was aber sonst noch alles möglich gewesen wäre an Massenwirksamkeit außerhalb Deutschlands wenn beispielsweise Alben wie ‚Lookbook‘ nicht 2001 sondern 2004 oder 2005 veröffentlichen wären.

Im Rückblick muss man natürlich festhalten, das die Bayern in ihrer 20-jährigen Karriere nie wirklich danebengelegen haben, obwohl sie sich vielleicht in den letzten Veröffentlichungen ein wenig selber aus den Augen verloren haben. Entsprechend groß dürfte bei den Treuesten der Treuen dann auch die Vorfreude sein, die mit ‚Alienation‘ definitiv nichts enttäuscht werden wird.

Das Album ist sehr gelungen. An manchen Stellen orientieren sich Slut zwar vielleicht zu stark an Radiohead bzw. Atoms for Peace (ALL SHOW, BROKEN MY BACKBONE), aber das ist schon wirklich der einzige negative Punkt, den ich zu berichten weiß. Ansonsten haben wir es mit der bekannten Qualität zu tun. Direkt der erste Song ANYBODY HAVE A ROADMAP unterstreicht das, mit seiner pathetischen Melodie, der klasse Instrumentalisierung, den leichtfüßigen Beats und Chris Neuburgers sanfter Stimme. Ein weiteres simple gehaltenes Highlight ist NEXT BIG THING, die Gitarren krachen und scheppern und lassen das Indie Herz höher schlagen. Eine schöne Erinnerung an die Sturm und Drangzeiten der Band vor zehn Jahren. Aber Slut wären nicht Slut wenn sie nicht auch noch etwas überraschendes im Petto hätten. SILK ROAD BLUES zum Beispiel, in dem ein Radiohead Song auf unwiderstehliche Sitar Klänge trifft (und in ihnen untergeht ;-), oder aber NEVER SAY NOTHING, eine wahre Post Punk Perle wie sie auch auf einem der besseren Interpol Alben hätte Platz finden können.

Alles in allem, ist ‚Alienation‘ ein gutes Album geworden, das sowohl genug Anker in der Vergangenheit setzt, um die Fans mitzunehmen, das aber andererseits auch zeigt, dass Slut immer noch kreative verspielte Köpfe sind
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TOP 500 REZENSENTam 16. August 2013
Damals, in den Wechseljahren zwischen altem und neuem Jahrtausend, war die Provinz das Maß der Dinge. Zumindest hier in Deutschland. The Notwist aus Weilheim, Sharon Stoned aus Detmold und eben Slut aus Ingolstadt erwiesen sich nicht nur als begabte Frickler, sondern zeigten, dass englischsprachige Musik hierzulande nach dem gängigen Ausschlussprinzip nicht entweder platt oder verkopft, sondern sehr wohl auch klug und lässig zugleich sein durfte – „Neon Golden“, „Sample And Hold“ und „Lookbook“ waren und sind Zeugnisse beachtlicher und originärer musikalischer Reife, deutsche Musik, die undeutscher nicht klingen konnte, fernab von Teutonenhabitus, Ballermann und vergeistigter Streberei. Damals war alles gut. Heute ist die Musik nicht unbedingt schlechter, allein die Ansprüche haben sich mit den Hörgewohnheiten gewandelt, Verfügbarkeit sticht Qualität, wer sich Zeit nehmen und Mühe geben will, gilt entweder als sonderbarer Zausel und/oder heißt Dirk von Lowtzow.

Slut haben sich, fünf Jahre nach ihrer letzten Platte „StillNo1“, für ein erweitertes Produzententeam entschieden, viele, die ihre bald zwanzigjährige Karriere begleiteten, sind wieder dabei und so ist „Alienation“ ein ebenso angenehm wiedererkennbares und dennoch sehr heutiges Album geworden, ohne gleich schrecklich zeitgemäß zu klingen. Geblieben sind die wehmütigen, auf Moll gestimmten Melodien, die leicht verzerrten Gitarren, die mit gebremstem Schaum den Hintergrund füllen – sie können immer noch sanft und brachial zugleich musizieren, sind Stilisten, wohl auch Perfektionisten geblieben. Beim Sound wurde deutlich zurückgeschnitten und ausgedünnt, all die Verzierungen und Schattierungen kommen so besser zum Tragen und machen Songs wie „Everyone Have A Roadmap“, „Next Big Thing“ oder „Deadlock“ zu Erinnerungsstücken.

Und natürlich kommt es einen immer wieder melancholisch an, wenn Christian Neuburgers trauriger Sehnsuchtsgesang mit dem hadert, was man ihm als Wirklichkeit vorsetzen will: „The young ones getting out of here, the rest stay were they are, and most of them turn petit bourgeois” (Alienation), an anderer Stelle “Became a limited thinker, a delicate social drinker, in an intimate mess, like a homeless linker … how could we ever feel, how could we ever love, how could we ever fight, how could we be alright, when we’re f***ed up inside” (All Show). Das wirkt nie plump auf den Reim hin gezimmert, aus diesen Lyrics spricht die für Slut typische Sorgsamkeit, jeden Takt, jedes Lied zu etwas Ganzheitlichem, in sich Geschlossenen zu führen, auf “Alienation” gelingt ihnen das – hohe Kunst – über die komplette Spieldauer.

Selbst die ungewohnteren Töne sind mit Bedacht gewählt – bei “Broke My Backbone” raspelt der technoide Beat, das Stück irrlichtert und zuckt, wie man es aktuell von Thom Yorkes Atoms For Peace kennt (und das ist beileibe kein ehrenrühriger Vergleich). Ähnlich elektrisch, wenn auch nicht ganz so minimal, “Never Say Nothing” und “Nervous Kind”, bei “Remote Controlled” schwingt ein wenig Post-Punk mit und selbst die Sitar im psychedelisch ausgefransten “Silk Road Blues” geht mehr als in Ordnung. Man kann es am Ende des Tages mit Juli Zeh halten, die in ihrer Promo-Hommage meint, Slut haben Zeit ihres Bestehens noch kein einziges Mal “Mist produziert”. Das stimmt und ist dennoch – zumindest für dieses Album – grob untertrieben. “Alienation” ist das, was man einen großen Wurf nennt oder, um bei der ersten Single zu bleiben: The next big thing. mapambulo:blog
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VINE-PRODUKTTESTERam 22. August 2013
Als Slut 1996 ihr erstes Album veröffentlichten, schwammen sie mit auf der damals populären Indierockwelle. Doch schon mit ihrem dritten Album „Lookbook“ bewiesen die Jungs auf sehr vorzügliche Weise, dass deutlich mehr in ihnen steckt. Zwölf Jahre später legt die Ingolstädter Band ihr mittlerweile siebtes Album nach und hat sich mehr denn je von seinen Anfängen entfernt. Gitarren hören wir auf Alienation überhaupt nicht mehr. Dafür einen dichten Klangkosmos, der direkt aus dem Hause Notwist und Radiohead stammen könnte. Neben jeder Menge Elektronik kommen aber auch Bläser und gar eine Sitar nicht zu kurz. Wer das Vorgängeralbum „Still No. 1“ schon zu verkopft fand, wird mit diesem Nachfolger zwar wenig Freude haben. Alle anderen sollten diese Zukunftsmusik unbedingt ausprobieren.
Eine Mogelpackung ist allerdings die Special-Edition der CD. Da freut man sich auf drei zusätzliche Tracks und eine zwanzigminütige Making-of-Doku, eine Bonus-Disc sucht man jedoch vergebens. Sämtliches Zusatzmaterial kann man sich lediglich herunterladen. Mal abgesehen davon, dass sich bei der im Package erwähnten Internetseite ein Fehler eingeschlichen hat, bleibt die Frage, ob sich das Bonus-Material tatsächlich lohnt. Bei den drei Zusatzstücken handelt es sich um eine Klangkollage („Blades of Glass“), ein Instrumentalstück („Embellishment“) und ein verzichtbares Outtake-Lied („Reasons). Die Doku zeigt zwar Impressionen von den Aufnahmen, Interviews oder Erläuterungen sucht man allerdings vergebens. Von daher: bloß für Die-Hard-Fans ein Muss.
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am 8. August 2014
Nach dem ersten Hören, war ich verwirrt und enttäuscht... was ist nur aus meiner "Slut" geworden, die mich mit Alben wie "For Exercise and Amusement", "Interference", "Sensation" und "Nothing will go wrong" begeistert haben und seit der ersten Stunde einer meiner absoluten Lieblingsbands waren.... ?? Nach dem zweiten Hören war ich immer noch verwirrt ( aber schon nicht mehr enttäuscht ). Nach dem dritten Hören, fing ich langsam an das Album zu verstehen.. nach dem vierten Hören wollte ich nur noch auf's Konzert und das Album am liebsten jeden Tag hören... Es ist musikalisch genial, ausgefallen, mutig.... die bei der "Special Edition" enthaltende Studiodokumentation ist super - sehr sehenswert !!
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am 25. Juli 2014
Im Vergleich zu den gitarrenlastigen Voralben mit melodiösen Gesang machen Slut hier meiner Meinung nach einen Rückschritt. Lediglich 2-3 Songs zeigen die Merkmale ehemaliger Alben, bleiben aber ansonsten weit hinter den Erwartungen zurück. Insgesamt reduzierte Gitarren, Drums und Gesang machen die Platte zu einem eher mittelmäßigem Album.
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am 23. Januar 2014
Eine tolle Platte. Abwechslungsreich, laut und leise, eindringlich aber nicht aufdringlich zum hinhören, abwechslungsreich und intelligent...einfach gute Musik, so wie ich sie mag. Tolle Produktion! Kaufempfehlung für alle, die gerne gute Musik hören.
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am 5. März 2015
Seit 1994 touren die Ingolstädter Indie-Rocker von Slut durch die Gegend.
Die Vorgängeralben waren auch schon gut, aber das hier ist wirklich herausragend!

Kaufempfehlung für alle Indie-Rock-Fans, die auch experimentelle Anteile mögen.
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am 6. Januar 2014
und das gehört sich auch so - schliesse mich der Bewertung anderer an.

Beat ein bischen wie Atoms for Peace - kommt aber nicht als Kopie sondern sehr eigenständig rüber!
Empfehlenswert!!
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am 2. Oktober 2013
Mein Lieblingsalbum ist "All we need is silence", deswegen gefällt mir die Richtung nicht so gut, in die "Alienation" geht. mir fehlt die Gitarre und ich finde die Musik sehr ruhig und einfach nicht so "rockig". Der Gesang ist wie immer sehr schön und man kann es sich gut anhören, aber eher als Hintergrundmusik. Alles in allem war ich trotz der handwerklich guten Musik wegen dem "fehlenden Etwas" enttäuscht, so dass ich nur drei Sterne vergebe.
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am 20. August 2013
Diese Edition entspricht NICHT der Produktbeschreibung! Entgegen der Angaben sind die
Bonustracks und die Doku NICHT auf der CD enthalten. Diese Extras - die ja die Special
Edition ausmachen - können nur über einen beigelegten Code downgeloadet werden. Das ist
ein schlechter Witz. Die CD entspricht nur der Standardausgabe, nur das Digibook ist extra.
Klassischer Fall von Minimum - Effort - Maximum - Profit und geschicktem Marketing. Sehr
ärgerlich und so überhaupt nicht akzeptabel !
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