Jeans Store Hier klicken Jetzt informieren Neuerscheinungen Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More sommer2016 Slop16 Hier klicken Fire Shop Kindle Sabaton festival 16

Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen
59
4,8 von 5 Sternen
Format: Audio CD|Ändern
Preis:5,00 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

TOP 1000 REZENSENTam 16. August 2008
Skurille Blasmusik von La Brass Banda im zeitgeistigen Ausdruck
Erst wenn die Stimmen der Bandmitglieder ertönen, ist klar, dass die Musik aus Bayern stammt. Wer jedoch traditionelle behäbige Bierzeltuntermalung erwartet, kommt erst gar nicht dazu, auch nur annähernd einen Ton hierzu herauszuhören.

Es sind die skurrilen, Weltmusik beeinflusste und neuzeitgeistig entwickelten Stücke, die in einer geradezu schrägen Harmonie zur Bewegung und zum Rhythmisieren auffordern. Schräg, schrill, ehrlich.

Die Texte erzählen eine Alltag, den man kennt, bieten Nachdenkliches für jedermensch und machen einfach Spaß. Schließlich freut man sich, dass es doch immer wieder neue Ideen und verschroben-lustige Texte zu hören gibt, die bei allem Witz freilich den Ernst des Lebens und die Wahrheit des Alltäglichen beschreiben.

Eine tolle Scheibe, eine tolle Gruppe, eine tolle Musik. Toll im wahrsten Sinn des Wortes. © 8/2008, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.
0Kommentar| 34 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. Juli 2008
Auftritt auf dem Trierer Altstadtfest, der einen wortwörtlich weggeblasen hat - kein Bares für den Merchstand, deswegen umgehend hier bestellt und noch ebenso hin und weg wie vor der Bühne: Ich höre die Scheibe nun den zweiten Tag in nahezu Endlosrotation und ich habe immer noch nicht genug, noch nicht mal Tracks, die ich überspränge. Die Jungs können spielen und zwar saugut; dass sie nur zu fünft sind, vergisst sich immer wieder! Feine Musik mit derbem Kawumm, gleichzeitig aber faszinierendem Feingefühl in Übergängen, Stilzitaten, Tempi... Wie ein schönschreibender Bagger in Stereo: mächtig!
11 Kommentar| 33 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Juni 2009
~
Zwar kommen die Burschen nicht aus New Orleans, aber aus Übersee schon.
Jenes am Bayerischen Meer nämlich.
Irgendwie klingen sie trotzdem sehr authentisch oder vielleicht auch gerade deswegen. Wie auch immer, diese Musik ist mit nichts anderem vergleichbar und so muss auch jeder Vergleich mit Bisherigem oder eine freie Beschreibung der Stilrichtung bereits im Ansatz scheitern.
Die Band selbst hat auch schon feststellt, dass Medienvertreter für ihre Musik irgendwie nicht den richtigen Namen finden. Dabei würden sie doch einfach die Musik machen, die aus ihnen raus will. "Der Klang einer Band, deren Mitglieder ihre bayerischen Wurzeln nicht verleugnen, und dennoch immer Augen und Ohren offen halten für Neues. Warum soll bayerische Musik auch immer nur Bierzelte füllen und nicht die Clubs?"

Beschreibbar ist allerdings die Besetzung mit Trompete, Posaune, Tuba, Schlagzeug E-Bass und Gesang. Das verspricht Schwung und Temperament, und so geht es auch gleich ganz gut zur Sache. Es folgen zwar auch bedächtigere Töne, das Potential, das einen beim Zuhören nicht stillsitzen lässt überwiegt allerdings deutlich. Einige Nummern kommen mit verschmitzten Texten daher, einige funktionieren auch auf ihre instrumentale Art ausgezeichnet. Manche Stücke wirken wie etwas unwirschere moderne Versionen von folkloristischen Liedern oder Gstanzln, während andere sich zunächst wie Clubsounds in ihren verschiedenen Ebenen aufzubauen scheinen. Der Rest bewegt sich irgendwo dazwischen. Aber irgendwann kommt immer der Punkt, da spielt das alles keine Rolle, da bricht das Temperament aus den Nummern heraus und reißt jeden mit, der nicht ... ja was eigentlich, also jedenfalls den der keine Karten mehr bekommen hat, was tragisch ist, aber bei den Auftritten der Jungs oft vorkommt.

Und da sind wir auch schon beim Nachteil der Scheibe:
Sie ist ein schlechter Trost!
Zumindest für alle, die schon mal Gelegenheit hatten, sie Live zu sehen. Und da reicht bereits die BR3 2008 Weihnachtsjahreszusammenfassung, zu der die Jungs zwischen den Beiträgen ihre Ständchen spielen durften.
Ganz geschehen ist es um einen dann spätestens beim richtigen Konzert. Einfach nur eine Wucht.
Die Jungs verstehen ihr Handwerk - oder ihre Wissenschaft, denn die meisten sind studierte Musiker - ausgezeichnet und werden sicherlich noch viel Spaß verbreiten. Natürlich auch auf dieser Scheibe und bestimmt auch auf der nächsten, die sie bereits vollmundig für Oktober angekündigt haben.
Übrigens, wer jetzt Angst bekommt, der Mundart des Chiemgauerischen nicht mächtig zu sein, dem sei gesagt: Die Angst ist berechtigt!
Aber das mindert den Spaß kaum, erstens sind die Stücke ja sowieso teilweise instrumental, zweitens dürften die essentiellen Textinhalte sich auch einem "rechten Preiß" erschließen, drittens kommen sie auch international riesig an und am End: Des is hoit ollawei a Gaudi!
33 Kommentare| 19 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Vor Verblüffung habe ich doch tatsächlich geglaubt beim ersten Titel BRASSBANDA in eine Aufführung einer südamerikanischen Band gelangt zu sein. Moment Mal, La BrassBanda sind waschechte Bayern! Also was ist hier los? Ich kannte LaBrassBanda gar nicht vorher und habe aus einem Gefühl heraus bestellt und reingehört, Nein nicht reingehört sondern komplett angehört... Mitsingen ging nicht da ich kein Bayrisch spreche, macht aber nichts, denn ich habe mich als Preuße dennoch bestens unterhalten gefühlt - ich war sogar ein wenig neidisch auf so viel Gefühl, Inspiration und musikalisches Talent. HABEDIEHRE von LaBrassBanda ist genial und katapultiert bayrische Blasmusik ins 22. Jahrhundert - die Motivation der Gruppe ist von der ersten Minute bis zur letzten echt und mitreißend.

Ob es das erste Stück LaBrassBanda ist, in dem man sofort mitbekommt keine traditionelle Blasmusik zu hören oder der Zehnerfluxa wie auch das Stück Tubissimo, alles atmet den Odem der Inspiration, der Motivation und der Liebe zum Spiel. Man mag nicht glauben wie viel Rhythmus hier drin steckt und LaBrassBanda verblüfft mit jedem Stück immer wieder.

Das Booklet verrät leider ansonsten nichts weiter über die Gruppe oder die Musiktitel, doch die Stücke entschädigen vollkommen für dieses Informationsdefizit. Das Booklet mit den Texten findet sich dann aber glücklicherweise auf der Folge CD ÜBERSEE.

Alle Lieder Gschrieben und gspult von uns selber - so der Tenor dieser CD und das mag man auch sofort glauben, das ist nicht kopiert sondern ein Original. Erschienen in 2008 scheint mir diese CD die erste zu sein die LaBrassBanda herausgebracht haben und sie dürfte damals bereits ein Meilenstein gewesen und ist es für mich zwei Jahre nach dem Erscheinen immer noch.

Wer LaBrassBanda kennen lernen möchte sollte diese CD sich unbedingt zulegen.

Sehr empfehlenswert!
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. September 2009
Hammer Scheibe, sucht man lange bis man sowas findet.
Hob die Jungs scho 2x live gesehen und is immer wieder schee. Posaune vom feinsten.
Kann man auch mal den Älteren schenken und dabei punkten.

Generelle Kaufempfehlung für Musikbegeisterte.
0Kommentar| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. August 2009
LaBrassBanda sind nicht nur live eine wahre Freude. Ihr Debüt-Album spiegelt das musikalische Können der fünf Oberbayern aus Übersee am Chiemsee in der vollen Bandbreite wieder.
Bayerische Blasmusik trifft hier auf Lateinamerika, Osteuropa und Jamaika.
Das Album bietet sowohl schnelle tanzbare Brasssounds, als auch langsame getragene Stücke. Der oberbayrische Dialekt der bei den Texten manchmal nur für geübte Bayern zu vertehen ist beschäftigt sich meist mit persönlichen Themen, natürlich nicht ohne den typisch bayrischen Humor.

Fazit: Sehr Empfehlenswert.

LIVE zu sehen waren LaBrassBanda schon des öfteren, auch erstmals auf dem diesjährigen Chiemsee-Reggae-Summer, sowie im deutsche Fernsehen, beim byrischen Kabarettpreis oder der "INas Nacht" im Ersten. Die guten Entertainer-Qualitäten der Band machen ihre Live-Shows zu einem unvergesslichen Erlebnis.
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. Juni 2008
Den allgemein positiven bis euphorischen Rezensionen darf vertraut werden. Hier findet sich wirklich Musik von Ausnahmequalität von fantastischen Musikern. Und für die Liebhaber von Dub ist sogar auch was dabei. Das war lange überfällig, dass so etwas aus bayerischen Landen kam. Genial.
0Kommentar| 17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. November 2014
LaBrassBanda haben einen ganz eigenen Sound kreiert, der inzwischen auch schon von einigen anderen Bands kopiert wird. Wer die Kombi aus verschiedensten Instrumenten und lustigen, intelligenten bayerischen TExten mag, der macht mit dieser Scheibe garantiert nichts verkehrt.
11 Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 6. März 2009
... in der Zwickmühle, weil ich eine Platte aus einem Genre beschreiben will, von dem ich so gar keine rechte Ahnung habe und das irgenwie auch bedauere. Aber als Zugroaster" und Exilsachse ein paar Worte über neue bayuwarische Tanzmusik zu verfassen ist halt schon ein bisserl heikel, da kann man schnell mal danebengreifen. Egal - Habediehre" von LaBassBanda ist schon seit 2008 erhältlich, kommt natürlich wie so viele heimatliche Nischenklänge von Trikont und ist ausgesprochen famose Unterhaltung. Das Wort Nische" soll hier gar nicht bös gemeint sein, es ist nur so, dass bayerische Dialektmusi in der Regel mit der Spider Murphy Gang, Haindling oder - wenn neueren Datums - mit Bayern-3-Hascherl Claudia Koreck assoziiert wird, weniger mit den abseitigen Helden G. Rag y Los Hermanos Patchekos, Ringsgwandl oder eben LaBrassBanda. Schaden kann das nicht, ihr treues Publikum haben sie trotzdem und die Gefahr, dass sie öffentlich vereinnahmt werden hält sich in Grenzen. Habediehre" also - eine wunderbare Mischung aus blasmusikalischen Instrumentalminiaturen und versponnenen Selbstbetrachtungen mit Blechuntermalung. Alles überwiegend in unsportlichem, also mittrinktauglichem Midtempo gehalten, einzige Ausnahme bildet das grandiose, etwas an Attwenger erinnernde Autobahn" - textlich allerdings nur einem geübten Schnellhörer zugänglich. Wer also Lust hat, sollte sich ein wenig von dieser geblasenen Völkerverständigung" (nachtagenten.de) zapfen, weil: Gut für Bauch und Hirn.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. September 2014
Bayrische Volksmusik verhält sich für die meisten Musikhörer der Neuzeit vermutlich retrograd zu einem guten Rotwein - Je älter desto schlimmer.

Ich selbst bin auch kein Fan der in meinem Sprachraum salopp benannten "Dicke-Backen-Musik", habe jedoch als Musiker auch keine allzu große Abneigung gegen solch historisch gewachsenes Kulturgut.

Kurzum – es tangierte mich bislang eher peripher und erreichte meine Ohren wenn überhaupt an Sonntagen gegen 11 Uhr morgens, wo anständige Leute es pflegen in der Kirche zu sein – meine Wenigkeit sich aber beim Frühschoppen einfand oder gar selbst aus Zwecken der Unterhaltung Dritter im Orchester einige Bierzelt-Schunkler zum Besten gab.

Musik dieser Art hatte für mich dann aber spätestens zu dem Zeitpunkt seine beständige Bedeutungslosigkeit verloren, als ich vor einigen Jahren auf eine fünfköpfige Vereinigung chiemgauer Blechblas-Ketzer aufmerksam wurde, welche offensichtlich die bodenlose Frechheit besaßen über ein Jahrhunderte gewachsenes Traditionsgut treibende Schlagzeug und eine groovende Bassline zu legen. So ließ ich es mir dann nicht nehmen, das ganze Übel auf Albumlänge in mein CD-Regal zu sortieren. Labrassbanda war auch endlich bei mir angekommen

Der Einstieg in die labrassbanda’sche Welt erfolgt für mich durch den Ur-Hit „Autobahn“, der auf „Habedieehre“ als 2. Track die absolute Klarstellung nach dem vorhergehen treibende Trompeten-Intro ist, was einen auf dieser Scheibe erwarten wird . Es ist ein Feuerwerk aus musikalisch eingängigen – nicht musikalisch oder kompositorisch anspruchsvollen – aber insbesondere unglaublich spaßigen, in einer unfassbar akuraten Spielweise vorgetragenen Songs.

Akurat vorgetragen? Man führe sich die Band auf einem Ihrer Live-Auftritte zu Gemüte. Wer denkt das Album hat bei vielen Songs schon den Bleifuss am Anschlag, wird dann feststellen, dass eine Tuba bei 150 Sachen noch lange nicht abgeriegelt ist. Das komplette Spass-Paket kommt aber insbesondere dadurch zustande, da hier jedes Instrument von einem absoluten Kenner und Könner bedient wird.

Zurück auf die „Autobahn“:

Als Nicht-Bayer hat es zu Beginn eine ganze Weile gebraucht, aber nach dem zehnten Durchhören hab auch ich jede Textzeile verstanden und kam aus dem Schmunzeln nicht mehr heraus. Das ist genau der trockene pragmatische Humor den man vom Klischee-Bayer erwartet. Da kommt man nach Hause und die Frau heimlich hat den Nachbarn im Haus – was tun? Na klar, ins Auto und ab auf die Straße. Das ganze unterlegt mit einem treibenden „Uffda-Uffda“-Rhythmus und poppigen Harmonien. Dazwischen immer das ein oder andere Trompetensolo, dem zu folgen gar nicht mal so leicht ist. Schon ists wieder vorbei…. Wie was kommt nun?

Tubissimo! Das genaue Gegenteil vom Vorgänger…. Klingt ja erstmal langweilig. Eine Trompete und kein Beat. Aber dann kommts langsam und gemächlich in Fahrt bis zu dem Punkt an dem die erste Textzeile in bester Mundart (die auch das ganze Album begleitet) einsetzt:
„I bin jo gestern wieder fortgweh… obwohl du woast, dos i di gern bei mir ghobt hät. Drübn beim Wirt a Hoibe gnommen, obwoi du des net schätzt“ (Der Muttersprachler habe Nachsicht – Dialektnachhilfe wird dankend entgegengenommen).

Das macht einfach Spass. Der Ideenreichtum den alleine die ersten 3 Tracks ans Tageslicht fördern macht Lust auf mehr. Man soll nicht enttäuscht werden.

Kaum hat man sich an die Tempodrosselung gewöhnt steigt schon wieder der „Marienkäfer“ ein und nimmt ordentlich Fahrt auf. Ein Track zum Spaß haben und sich gehen lassen. Mehrstimmige Bläser-Riffs nehmen einen mit auf eine Art bayrischen Hummelflug.

„Da Dub“ bietet da schon wieder ein kurze Auszeit vom Stress vorangeganger willkürlicher Tanzausfälle meiner beiden Beine und bringt den Reggae ein Stück näher an den Chiemsee. Dubbig und entspannt hauen die fünf Jungs eine klasse Nummer mit Ohrwurmpotential raus, als ob nie jemand vorgehabt hätte die Volksmusik mit einer High-Speed-Trompete zu revolutionieren. Tatsächlich erinnert man sich fast an einen ruhigen Seeed-Track erinnert, „Da dub“ selbst ist aber ein reines Instrumental (Für Live-Zwecke haben sich die Jungs aber einen „Text“ mit einer unterhaltsamen Vorgeschichte zu diesem Song einfallen lassen).

Ein kurzer Blick auf den nächsten Track – wie Nr. 6 von 11 – schon Halbzeit? Nix da.
Aussenriess ist nun nach dem bisherigen Auf und Ab der Gefühle kein Song in „Autobahn“-Manier, welches man jetzt nach dem groovigen „Da Dub“ vielleicht erwarten würde
Es steigert sich gemütlich – wieder mit den nun schon gewohnt urigen Lyrics und einem toll angelegten Refrain – zu…

„Byindi“: Stille…. Ein paar Umgebungsgeräusche. Aus der Ferne ein Jodler – dann entwickelt sich der Beat langsam aus dem Nichts, von einigen Wassertropfen zum kompletten Ensemble. Ich muss ganz ehrlich sagen: Dass so ein Song trotz eines 9/4tel Taktes noch solche Laune macht und noch halbwegs tanzbar ist – Chapeau! Das Stück ist einfach nur klasse.

Aber das was folgt zeigt, dass noch mehr geht. „Natalie“ ist wie für eine große Disco-Tanzfläche gebaut. Straighter 4/4tel trifft funkige Bläser. Scheiß auf Partnertherapie! Unbedingt tanzbar!

Der „Zehnerlfuxa“ beschreibt hingegen beschreibt in seinen Lyrics das gemeinhin bekannte Problem nie Kleingeld in der richtigen Stückelung am richtigen Ort in seinem Portemonnaie zu wissen. Diese schon wieder eher rockige Uptempo-Nummer mit krachendem Bass untermauert das immer ungeduldigere Suchen nach den eh nicht vorhandenen Münzen in der eigenen Tasche perfekt.

Mit Paby kehrt dann aber auch wieder etwas Ruhe in den Karton und läutet leider auch schon das nahe Ende des Albums ein. Die eher traditionell anmutende Komposition ist genau richtig um das Mütchen wieder etwas runter zu kühlen ohne langweilig zu sein. Im Gegenteil.

Zu guter Letzt… „Sunliachtn“ bringt mir einen unterhaltsamen Monolog und Lebensweisheiten als auch abermals die ein- und schließlich ausleitenden traditionellen Bläserklänge, die auf dem ganzen Album immer neben der „neuen Musik“ Bestand hatten und auf gar keinen Fall fehlen dürfen.

Fazit: Zweifelsohne 5 Sterne für die Idee, 5 Sterne für die Umsetzung und nochmals 5 Sterne für die Authentizität – macht eine der innovativsten Kombos im deutschsprachigen Raum, gleich wenn auch es derzeit genügend Künstler in dieser Richtung in vergleichbarer Qualität gibt (z.B. Ziehgäuner oder in gewissem Maße der HMBC). Aber Musik ist kein Sport, sondern ein Mit- und kein Gegeneinander.

Von daher unerheblich – was rauskommt zählt. Und das ist in dem Fall einfach nur spitze. Bitte kaufen. Danke.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

9,99 €
5,00 €

Benötigen sie kundenservice? Hier klicken