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am 27. März 2016
Diese Aufnahmen stammen aus den Jahren 1957 (Nr. 7) und 1961 (Nr. 5). Gemessen am Aufnahmejahr ertönen die Symphonien in einer guten und transparenten Stereo-Qualität, die viele Nuancen hörbar macht. Der bereits 1963 früh verstorbene Ferenc Fricsay bevorzugte zeitlebens eher rasche Tempi.
Die vorliegenden Aufnahmen der Beethoven-Symphonien erklingen dagegen in ungewöhnlich getragenem Tempo.
Fricsay bewegt sich insofern in der Nähe der "Celibidachischen"-Langsamkeit.
Dennoch sind diese mit den vortrefflichen Berliner Philharmonikern entstandenen Versionen gar nicht hoch genug einzuschätzen.
Es werden zahlreiche Details eindrucksvoll herausgearbeitet, die in anderen Aufnahmen einfach untergehen.
Eine kraftvolle und zugleich hoch emotionale Aufnahme, die einfach unter die Haut geht. Diese CD ist lediglich als Japan-Import erhältlich und sollte in jeder Sammlung eine Sonderstellung einnehmen. Ein "must have"!
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TOP 500 REZENSENTam 9. Dezember 2013
Leider war es dem ungarischen Dirigenten Ferenc Fricsay (1914-1963) nicht vergönnt, eine Gesamtaufnahme der Beethoven-Symphonien zu realisieren. Zu spät hat er dieses Projekt in Angriff genommen, zu einem Zeitpunkt, als seine unheilbare Krankheit schon so weit fortgeschritten war, daß nur die Aufnahmen der "Eroica" sowie der Symphonien Nr. 5, Nr. 7 und Nr. 9 noch verwirklicht werden konnten. Dazu gibt es aus der Mono-Ära (1953) noch Aufzeichnungen der Symphonien Nr. 1 und Nr. 8.
Wer die hier als Japan-Import wieder vorgelegten beiden mittleren Werke des Komponisten in Fricsays Auslegung anhört, wird es lebhaft bedauern, daß es bei diesem Torso geblieben ist. Sie entstanden 1961, nach dem ersten Krankheitsschub des Dirigenten, die ihm eine lange künstlerische Zwangspause auferlegten. Der ursprünglich für seine lebhaften Tempi bekannte Fricsay war nach seiner Rückkehr ans Pult ein anderer geworden. Ich kenne keine einzige Aufnahme der Fünften, die mit so viel Ernst, mit so viel Leidenschaft, mit solcher Inbrunst dargeboten wurde. Man glaubt zu hören, wie der Dirigent den Harmonien nachzulauschen scheint, wie er den Fortgang der Musik anzuhalten versucht, als ob er fürchte, das Ende nicht mehr zu erleben ...... Ganz unwillkürlich mußte ich beim Hören an Sten Nadolnys berühmten Roman "Die Entdeckung der Langsamkeit" denken. Fricsays Deutung kommt in der Tat einer Entdeckung gleich.
Kurzum, es gibt auf dem Markt unzählige Aufnahmen dieser wohl populärsten Symphonie der Musikgeschichte, darunter wiederum eine große Zahl von herausragenden, aber Fricsays Auslegung katapultiert seine Version in die allererste Reihe. Sie ist auf ihre Art unschlagbar, und der Hörer bleibt gebannt und überwältigt sitzen, wenn der letzte Ton schon lange verklungen ist ......
Ähnliches ist von der Siebten zu sagen. Auch sie ist eine von großem Ernst getragene Auseinandersetzung mit der wohl bacchantischsten, berauschendsten Musik Beethovens. Manchem Hörer mögen die getragenen Tempi gewöhnungsbedürftig erscheinen, doch kein anderer Dirigent hat sich mehr in die unergründlichen Tiefen dieser Musik versenkt wie der früh verstorbene Ungar.
Klanglich sind die Aufnahmen von hervorragender Qualität, die Ausgabe ist mit dem Original-Cover der Erstausgabe ausgestattet, leider enthält die Textbeilage ausschließlich japanische Schriftzeichen, was bei dem doch recht stolzen Preis für europäische Sammler eine herbe Enttäuschung bedeutet. Das sollte aber keinen Fricsay-Verehrer und keinen Liebhaber Beethovenscher Sinfonik davon abhalten, diese CD zu kaufen. Sie ist von exemplarischem Rang.
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