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Kundenrezensionen

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am 10. Dezember 2012
An der Genialität von Nick Cave & The Bad Seeds gibt es keinen Zweifel. Dieses Album widmet sich, wie der Titel erahnen lässt, thematisch dem Morden in unterschiedlichen Facetten. Düstere Lyrics und eine Instrumentierung, die einem Schauer über den Rücken jagt, kennzeichnen dieses in sich geschlossene Werk. Die beiden Alben, die Nick Cave & The Bad Seeds danach veröffentlichten, nämlich "The Boatman's Call" und "No more shall we part", finde ich allerdings (noch) besser.
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am 5. September 2015
kannte diese formation bis dato nicht, habe dann auf verdacht die cd bestellt und werde mir nach und nach noch mehr von nick cave and the bad seeds kaufen. ich musste mich geraume zeit einhören, aber heute läuft sie fast täglich mindestens einmal
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am 31. Juli 2008
Als musikalisches Must-Have werden die Murder Ballads zurecht gehandelt. Allerdings zeigt sich mal wieder, dass Geschriebenes (oder in diesem Fall Gesungenes) als weitaus weniger schlimm empfunden wird als visuell dargestellte Gewalt.
Würde man einen Episodenfilm zu den Nick Caves Balladen drehen, hätte er die FSK 18 zurecht und wäre eine einzige Gewaltorgie, vergleichbar mit Filmen wie Desperado oder The Shining, das leise Grauen verbunden mit schlichten Exzessen der Brutalität.
Ein künstlerisches Meisterwerk sind die Murder Ballads dennoch, aber wie bei vielen Meisterwerken gilt auch hier: Vorsicht.
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am 22. November 2014
bringt uns Cave in Form eines Märchenerzählers a la Brüder Grimm näher. Hier sind die psychoanalytischen Inhalte von Verführung und Moral, von abgründiger Gewaltbereitschaft im Menschen, dem ausgeliefert sein von Gefahr und Tod das Hauptthema von Caves Konzeptalbum. Die Märchen der Grimm-Brüder sind ja nur ein Fingerzeig auf das Verhängnis von leichtfertiger Gutgläubigkeit und zu großem Vertrauen. Im Stile eines romantischen Hits wird uns der Text eines Frauen-Mörders untergejubelt (where the wild roses grow). Caves suhlt sich in den Fiesheiten des Lebens und passt seine Stimme den Vorkommnissen subtil aggressiv an. An seiner Stimmlage erkennt man buchstäblich was gerade abläuft. Da man ja schon am Titel des Albums erkennen kann worauf man sich einlässt, ist man also vorgewarnt. Jedes Lied ist mehr oder weniger ein Thriller und diese Gegebenheiten sollen wahren Vorkommnissen aus der Kriminalistik entlehnt sein. Diese Fiesheiten werden von den Bad Seeds entsprechend sperrig und bedrohlich musikalisch untermalt. Wie Blixa Bargeld mit seiner Gitarre das hysterische Ermordungsgeschrei einer Frau imitiert, ist schon phänomenal. Ich empfehle das Werk am Kaminfeuer in einer schneebedeckten Hütte mitten im Wald.
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am 16. Oktober 2014
Lieder über Mord und Totschlag gab es in der Folktradition schon immer - aber im Fall dieses Albums bekommt man den Eindruck, Nick Cave sei für diese Art Musik geradezu bestimmt. Das Album "Murder Ballads" ist wohl der zentrale Fixpunkt in seiner schillernden Biographie. Cave und seine Band verbinden auf unnachahmliche Weise Tradition und Moderne, Folk und Gothic zu einem augenzwinkernden Panoptikum des Grauens. Caves spröde Stimme, Klavier, Gitarre, Bass, Drums, bittersüße Klangteppiche und gelegentliche Noise- Attacken intonieren Symphonien von Tod und Verderben, bei zwei Stücken unterstützt von P.J.Harvey und Kylie Minogue als Duettpartnerinnen. Hervorzuheben ist die Produktion: Harmonische und disharmonische Elemente umspielen einander, halten sich aber stets die Waage, so dass weder ein poppiges noch ein experimentell- avantgardistisches Album entsteht. Dass alle Instrumente transparent und nah klingen, versteht sich von selbst.

Das Songspektrum reicht von der Spoken Word- Performance "Song of Joy" über das zum obszönen Gangsta- Blues modernisierte "Stagger Lee" und das hektische "Curse of Millhaven" bis zum Radio- Hit "Where the wild Roses grow", dem sanften "Kindness of Strangers" und der narzisstischen, fünfzehnminütigen Gewaltorgie "O'Malley's Bar" - und in jedem Stück werden zwischen einer und zwanzig Personen bestialisch umgebracht. Wenn dann zum Abschluss Bob Dylans "Death is not the End" wie ein Chor der untoten Moorleichen erklingt, fragt man sich selbst, warum eine solche Anhäufung unaussprechlicher Brutalitäten so unterhaltsam sein kann. "Murder Ballads" ist politisch inkorrekt, bitterböse, obszön, zynisch und zutiefst amoralisch - und dennoch ein absolutes Meisterwerk.

Leider kommt auch die Remaster- Version mit zehn Tracks aus und verzichtet auf die vier Bonussongs von den "Wild Roses"- und "Henry Lee"- Singles. Die stehen hinter den regulären Albumtracks nämlich kaum zurück. Trotzdem fünf Sterne.
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am 28. Februar 2009
"Mothers keep your girls at home" heißt es mal in "The Kindness of Strangers"; ein gutes Motto fürs gesamte Album. Ein Konzept-Album (dass es sowas noch gibt!) über außergewöhnliche Morde in vielen, vielen Versionen, jeweils in die passende Musik gepackt wie die zerstückelte Leiche in den Koffer: Mal minimale Instrumentierung und mal schmelzender Geigenklang; mal Punk, mal Folk-Balladen und mal beides auf einmal, mal Ska und mal der Beweis, dass sogar Swing-Rhythmus so düster klingen kann, dass dagegen der nebelumwaberte Friedhof bei Neumond der passende Ort für den Kindergeburtstag scheint.
"Song of Joy" -- wenn's nicht auf dem Cover geschrieben stünde, also, auf den Songtitel wär ich im Leben nicht gekommen: Eine düstere Ballade über ein ehedem unschuldig' Kind, ein "Le Fanu"-würdiger Text in ein typisches Balladenmotiv eingeflochten. Nicht nur hier passt Nick Caves unglaublich tiefer Bass wie vom Sargschreiner angemessen. Düsterer Punk im Balladenton -- das sowas geht, hätte ich auch nie geglaubt, bevor mir's Cave nicht vorgesungen hätte: Eine "Lovely Creature" wird en passant über Nacht kommentarlos gemordet, in romantisch assoziierter Umgebung, in atemlosem British-Ska-Ton.
Nicht nur die Musik, nein, auch die Texte lohnen das genaue Hinhören, und alles stimmt zusammen, ohne je zum Klischee zu verkommen -- und zwar nicht nur, wenn einem in dieser "Stagger Lee"-Version tatsächlich die Kugeln nur so um die Ohren pfeifen. Nicht nur in P.J. Harveys Duett mit Nick Cave in trügerisch sanftem Balladenton als trügerische Moorhexe ("Henry Lee"), und nicht nur bei einer Kylie Minogue, die als Elisa Day in "Where the Wild Roses Grow" umworben wird -- ein Traditional traditionell und zu Herzen gehend instrumentiert. Schließlich heißt's ja auch romantisch und ergreifend: "all beauty must die".

Düster geht's also zu im Text und in der Musik, quer durch die imaginären Jahrhunderte und ihre verruchten Ecken, immer im haargenau passenden Stil: "Stagger Lee" hardboiled, und tiefmelancholisch das phantastische "Henry Lee" zeitlos die windgefegten Hochland-Moore durchgeisternd. "The Curse of Millhaven" besingt in bester Pogues-Nachfolge mit viel Folk, rotzigem Punk und allerschwärzestem Humor eine sinistre zarte Loretta, und in "O'Malleys Bar" tobt gut 14 Minuten lang ein Massenmörder, kaltschnäuzig, größenwahnsinnig, durchgeknallt -- das Ganze in provozierendem Minimal-Stil.

Am Ende dann natürlich Dylans "Death Is not the End" als tröstliches (oder ironisches?) Schlusswort, sparsam instrumentiert. Es lebt ganz vom Können der vielen hier versammelten Sänger, vom unverwechselbaren Shane McGowan bis zur ebenso unverkennbarer Kylie Minogue (warum nur singt die nicht immer so?).

Es passt halt einfach alles zusammen bei diesem Album, finstere Morde in (fast) allen denkbaren Versionen; Liebe, Wahnsinn, Größenwahn, durchgebrannte Sicherung. Die Texte bis zum Stehkragen voll mit schwarzem Humor, die Musik so abwechslungsreich wie die Möglichkeiten, vor der Zeit hingemäht zu werden. Alles hält Nick Caves düsterer unverkennbarer Bass zusammen, diese Kriegserklärung an jeden Strahlemann-Tenor. Die Höhepunkte hier nennen, bei all diesen musikalisch ergründeten Abgründen -- lieber nicht. Oder vielleicht doch: P.J. Harvey & Nick Cave mit "Henry Lee", und Cave solo mit "The Curse of Millhaven". Ohne Gewähr.
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am 28. Februar 2009
"Mothers keep your girls at home" heißt es mal in "The Kindness of Strangers"; ein gutes Motto fürs gesamte Album. Ein Konzept-Album (dass es sowas noch gibt!) über außergewöhnliche Morde in vielen, vielen Versionen, jeweils in die passende Musik gepackt wie die zerstückelte Leiche in den Koffer: Mal minimale Instrumentierung und mal schmelzender Geigenklang; mal Punk, mal Folk-Balladen und mal beides auf einmal, mal Ska und mal der Beweis, dass sogar Swing-Rhythmus so düster klingen kann, dass dagegen der nebelumwaberte Friedhof bei Neumond der passende Ort für den Kindergeburtstag scheint.
"Song of Joy" -- wenn's nicht auf dem Cover geschrieben stünde, also, auf den Songtitel wär ich im Leben nicht gekommen: Eine düstere Ballade über ein ehedem unschuldig' Kind, ein "Le Fanu"-würdiger Text in ein typisches Balladenmotiv eingeflochten. Nicht nur hier passt Nick Caves unglaublich tiefer Bass wie vom Sargschreiner angemessen. Düsterer Punk im Balladenton -- das sowas geht, hätte ich auch nie geglaubt, bevor mir's Cave nicht vorgesungen hätte: Eine "Lovely Creature" wird en passant über Nacht kommentarlos gemordet, in romantisch assoziierter Umgebung, in atemlosem British-Ska-Ton.
Nicht nur die Musik, nein, auch die Texte lohnen das genaue Hinhören, und alles stimmt zusammen, ohne je zum Klischee zu verkommen -- und zwar nicht nur, wenn einem in dieser "Stagger Lee"-Version tatsächlich die Kugeln nur so um die Ohren pfeifen. Nicht nur in P.J. Harveys Duett mit Nick Cave in trügerisch sanftem Balladenton als trügerische Moorhexe ("Henry Lee"), und nicht nur bei einer Kylie Minogue, die als Elisa Day in "Where the Wild Roses Grow" umworben wird -- ein Traditional traditionell und zu Herzen gehend instrumentiert. Schließlich heißt's ja auch romantisch und ergreifend: "all beauty must die".

Düster geht's also zu im Text und in der Musik, quer durch die imaginären Jahrhunderte und ihre verruchten Ecken, immer im haargenau passenden Stil: "Stagger Lee" hardboiled, und tiefmelancholisch das phantastische "Henry Lee" zeitlos die windgefegten Hochland-Moore durchgeisternd. "The Curse of Millhaven" besingt in bester Pogues-Nachfolge mit viel Folk, rotzigem Punk und allerschwärzestem Humor eine sinistre zarte Loretta, und in "O'Malleys Bar" tobt gut 14 Minuten lang ein Massenmörder, kaltschnäuzig, größenwahnsinnig, durchgeknallt -- das Ganze in provozierendem Minimal-Stil.

Am Ende dann natürlich Dylans "Death Is not the End" als tröstliches (oder ironisches?) Schlusswort, sparsam instrumentiert. Es lebt ganz vom Können der vielen hier versammelten Sänger, vom unverwechselbaren Shane McGowan bis zur ebenso unverkennbarer Kylie Minogue (warum nur singt die nicht immer so?).

Es passt halt einfach alles zusammen bei diesem Album, finstere Morde in (fast) allen denkbaren Versionen; Liebe, Wahnsinn, Größenwahn, durchgebrannte Sicherung. Die Texte bis zum Stehkragen voll mit schwarzem Humor, die Musik so abwechslungsreich wie die Möglichkeiten, vor der Zeit hingemäht zu werden. Alles hält Nick Caves düsterer unverkennbarer Bass zusammen, diese Kriegserklärung an jeden Strahlemann-Tenor. Die Höhepunkte hier nennen, bei all diesen musikalisch ergründeten Abgründen -- lieber nicht. Oder vielleicht doch: P.J. Harvey & Nick Cave mit "Henry Lee", und Cave solo mit "The Curse of Millhaven". Ohne Gewähr.
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am 18. Oktober 2007
Ein sehr ruhiges Album hat Nick Cave abgeliefert. Doch wirklich entspannend ist es nicht. Das liegt nicht nur an dem markerschütternden Schrei von Blixa in Stagger Lee sondern an 9 Meisterwerken mit Texten voller Mord, Gewalt und bedaurnswerten Schicksalen. Der Abschlusssong Death Is Not The End, ist sozusagen der Gegenpol zum rest des Albums und bringt den Hörer wieder zurück in unsere Welt. Man muss sich Nick Cave, musikalisch sowie textlich erst einmal erschließen um diesen Künstler und die Kunst die er zusammen mit den Bad Seeds macht wirklich geniessen zu können.
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am 12. November 2007
Das vorliegende Album ist wirklich ein Pandämonium des Düsteren - jedes Lied handelt vom Mord oder vom Morden.Obwohl die CD sich wirklich auf dieses Thema beschränkt,behandelt Nick Cave es auf erschreckend vielfältige Weise:So ist der Akt des Tötens mal explizit beschrieben(Stagger Lee),mal werden die genauen Umstände im Dunklen gelassen(The kindness of strangers)oder sie sind voll poetischer Schönheit(Where the wild roses grow)

Ebenso vielfältig wie Nick Caves Texte,ist seine klangliche Welt.So wechseln sich klassische Klavierbegleitungen mit elektrischem Minimalismus ab.

Die Cd ist also jedem zu empfehlen,der es gerne mal düster mag und nicht vor experimenteller Musik zurückschreckt.
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am 6. Februar 2002
Ich bin erst vor kurzem, genauer im September 2001, durch das Lied "Fifteen feet of pure white snow" auf "Nick Cave and the Bad Seeds" gekommen. Nach dem Kauf seiner neuesten Platte bin ich in einen wahren Rausch verfallen, so toll fand ich "no more shall we part". Beinah jeden Monat hab ich eine weitere CD bestellt - "Murder Ballads" war meine Dritte. Da ich davor nur das jüngste Album und "The boatman's call" gehört hatte, bekam ich einen kleinen Schreck wegen der "härteren Gangart". Das lag jedoch nur an meiner damaligen Unwissenheit bezüglich dieser Gruppe.
Nur kurze Zeit später hab ich "Murder Ballads" wie alle anderen bisher gehörten Platten auch in mein Herz geschlossen. Sicher ist sie gewöhnungsbedürftig - nichtsdestotrotz aber auch eine beinah ideale Platte für den "gewillten neuen Anhänger".
Teils sehr melancholisch und bedrückend ("The Kindness of Strangers"), dann aber auch wieder mit ungeahnter Freude und mitreißendem Rhythmus ("The Curse of Millhaven") besingt Nick Cave in jedem der 10 Lieder das Thema Tod uns Sterben.
Die Schilderung eines Familiendramas ist ebenso auf der Platte zu finden wie auch die Geschichte des unheilvollen Schicksals einer kleinen Stadt und der Mutmacher "Death is not the end". Ein besonderes Sahnehäubchen ist auch das Duett mit Kylie Minogue - wirklich ein herzzerreißendes Stück Musikgeschichte (für echte Fans unentbehrlich!!)
Im Großen und Ganzen kann sich "Murder Ballads" ohne Abstriche in die Reihe der Meisterwerke von "Nick Cave and the Bad Seeds" stellen und ist wahrlich ein El Dorado für all jene, die dem Tod nicht nur mit Tränen entgegenblicken.
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