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am 16. September 2013
Obwohl wir Aufnahmen des letzten Kastraten Alessandro Moreschi aus dem Jahre 1903 besitzen, können wir uns nur schwer ein Bild dieses speziellen Stimmtypus machen, der besonders im 18. Jahrhundert ganz Europa faszinierte. Liest man Berichte über die großen Stars jener Tage, fällt immer wieder die fast hysterische Begeisterung auf, mit der das Publikum auf die Gesangskünste von Farinelli, Caffarelli und Co. reagierte.
Bis vor wenigen Jahren vermochten es selbst gute Countertenöre nicht, etwas von diesem Geist lebendig werden zu lassen. Auch Franco Fagiolis erste Aufnahmen, in denen er ausschließlich im Alt-Register sang, ließen nicht ahnen, wie exorbitant sich der junge Sänger in weiser Langsamkeit entwickelt hat. Aus einem sehr guten Countertenor ist inzwischen der wohl derzeit weltbeste Vertreter seines Fachs geworden. Dass Fagioli seine Konkurrenten auf die Plätze verweist, wurde schon in Vincis Artaserse-Aufnahme letztes Jahr deutlich, doch mit der vorliegenden CD, die wirklich alle Aspekte seiner einzigartigen Stimme exemplarisch zur Geltung bringt, hat der mit 32 Jahren noch immer junge Argentinier endgültig den Olymp des Gesangs betreten.
Alle Techniken, für die man die Kastraten liebte und hoch bezahlte und die bis vor kurzen meistens nur Sängerinnen vorbehalten waren, beherrscht Fagioli auf scheinbar mühelose Art und Weise: Aberwitzige Koloraturketten, große Sprünge, rasche Registerwechsel, lange messa-di-voces, maximale dynamische Modulationsfähigkeit, schmelzende Weichheit abwechselnd mit stählerner Härte und einen bislang für Countertenöre einzigartigen Stimmumfang, der in der letzten Arie des Albums bis zum dreigestrichenen Des reicht. (Dass Fagiolis Stimme auch in der Livesituation nicht an Wirkung einbüßt, beweisen übrigens die Youtube-Videos von Artaserse eindrucksvoll, ich selbst habe ihn 2007 in Glucks Ezio-noch ohne spektakuläre hohe Spitzentöne- in Ludwigsburg erleben dürfen)
Eigentlich bin ich kein Freund von Sängerrecitals, die einem schon lange verstorbenen Gesangsstar gewidmet sind, da die Defizite der lebenden Künstler meistens zu deutlich zu Tage treten, doch im vorliegenden Fall treffen alle Eigenschaften, für die man Caffarelli einst bejubelte uneingeschränkt auf Fagiolis Stimme zu. Mehr als Staunen kann man nicht. Jeder künftige Countertenor wird sich an dem hier gesetzten Standard zu orientieren haben, was freilich eine große Hypothek für die gesamte Zunft sein dürfte.
Sehr schön ist auch die Programmauswahl, die mit selbst Spezialisten nur wenig vertrauten Namen wie Cafaro oder Manna einen faszinierenden Einblick in die hochentwickelte neapolitanische Kompositionskultur jenseits von Hasse, Porpora, Vinci oder Leo gibt. Das Barockorchester begleitet erstklassig, das liebevoll gemachte Booklet (leider mal wieder nicht auf Deutsch- warum eigentlich? Gerade in Deutschland werden besonders viele CDs mit alter Musik verkauft) rundet den großartigen Gesamteindruck dieser CD ab, die mit Sicherheit in die Schallplattengeschichte eingehen wird.
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am 26. November 2013
Was die Gesangstechnik von Herrn Fagioli abelangt, möchte ich mich hier nicht mit den Experten messen, die hier bereits so dezidiert Stellung genommen haben. Ich habe mittlerweile die meisten derzeitigen Stars unter den Countertenören live singen hören und spielen sehen, soweit sie in Deutschland und Grenznachbarn auftreten. Ich bin der Meinung, dass Herr Fagioli gerade das Maß der Dinge darstellt. Denn er ist nicht nur ein hervorragender Sänger mit atemberaubender, raumfüllender, sopranartiger Stimme. Er ist noch dazu eine echte Darstellerpersäönlichkeit, was jeder Oper gut tut, in der er mitwirkt. Alle die das Glück hatten, ihn z.B. als Nerone in der Poppea in Köln sehen zu dürfen, werden das nachvollziehen können und auch der direkte Vergleich zu anderen Stars in Artaserse untersreicht das. Mir gefällt das mehr als die etwas zurückhaltendere Arte etwa von Jarrousky oder Mehta, die ich auch sehr schätze, deren Stimme ich aber nicht so originell finde wie die von Fagioli (gilt auch für Cencic). Fagioli und Valer Sabadus, das hat mir Artaserse gezeigt, sind für mich derzeit das "Dream Team" der Countertenöre. Trotzdem schön, das wir sie hier alle haben und hören können, wenngleich es etwas langweilig ist, dass sie jetzt alle fast gleichzeitig ähnliche Ariensampler auf den Markt bringen. Ein Lob möchte ich auch der agilen Spielweise des Pomo d'Oro aussprechen - mir liegt das mehr als die zum Teil etwas langatmige Spielweise z.B. von R. Jacobs. Es ist letztlich Geschmackssache und jeder muss seine(n) Favoriten selbst ausloten. Sehr gelungen eingespielt und klug ausgesucht ist die CD allemal.
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am 10. Mai 2014
Fagioli habe ich neu entdeckt, weil ich ein Geschenk für eine gute Freundin suchte, die den Gesang des Countertenors im Allgemeinen sehr liebt. Ich habe mir viele Sänger angehört und war, als ich Fagioli hörte, so fasziniert, dass ich mir die Cd gleich mitbestellte. Ein grossartiger Künstler, den man in meinen Augen nur ehren kann. Eine warme reine Stimme, die tief berührt..!
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am 28. Oktober 2013
Was für eine Stimme....Ein Genuss...Schauer inbegriffen....Ich höre die CD am liebsten laut und es stellt sich jedesmal ein inneres und wohl auch äußeres Lächeln ein....
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am 30. Juli 2014
He goes up into dazzling heights and down into deep thrillers. Never shrill or uncomfortable. The selection of arias is such that it is full of coloratura, but there are also slow pieces. The orchestra alsodeserves compliments for their stormy accompaniment. Fagioli is like Bartoli, but infinitely better! My favourite CD!
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am 3. Mai 2015
Es ist für mich die bisher beste Musikaufnahme sowohl was die Musik als auch den Sänger betrifft.
Absolute Spitzenklasse wenn jemand auf Countertenöre steht.
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am 17. Juni 2014
Für einen Fan der Kopfstimme unbedingt zu empfehlen. Andreas Scholl und Franco Fagioli sind für mich die absoluten Highlights unter den Contratenören.
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am 15. September 2016
das muss man als freund klassischer musik haben, musik vom feinsten, die armen die früher dafür kastriert wurden...... aber sooooo schön
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am 17. September 2013
Wie ich bereits in meinem Kommentar zur Jommellis Rezension ausführlicher begründet geschrieben habe, kann ich mich ihm nur in jedem Wort uneingeschränkt anschließen und diese CD hymnisch empfehlen!

Wegen der 5 Sterne habe ich hier noch mal "rezensiert"!
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am 19. September 2013
Fagioli ist für mich die Nachtigall unter den Countertenören (im Vergleich zu Jarousskys Stimmfarbe Lerche und Cencics Amsel)
Live natürlich ein besonderes Vergnügen, die maskuline Ausstrahlung des Sängers bei/mit/trotz dieser Sphärenstimme zu erleben. Und diese Aufnahme ist sicher ein Höhepunkt, eine seltene Preziose für Hörgenießer, Vorsicht: macht trunken!
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