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am 13. Januar 2014
HOUSE OF WAX war die erste 3D-BR, die ich mir (zusammen mit dem Kopfschmerzen verursachenden STAR TREK: INTO DARKNESS) zum Testen meines neuen LG 55" 3D LED-TVs zugelegt habe. Was für eine Offenbarung! Ein über 60 Jahre alter, besserer B-Film (eine Produktion von Warner Brothers, aber in nur 30 Tagen gedreht) zeigt den aktuellen, überladenen Hollywood Dumm-Dumm Geschossen, wie man 3D RICHTIG einsetzt. Und ist nebenbei auch noch ein weitaus reiferer, gefällig kompakter Horrorfilm alter Schule.

Mit diesem Film begann die Horrorkarriere von Vincent Price, der bis dahin v.a. elegante Schurken in Kostümfilmen (Tower of London, Dragonwyck) oder hervorgehobene Randfiguren in Melodramen (Leave Her to Heaven) verkörpert hatte. Mit den Roger Corman-Produktionen der frühen 60er Jahre (House of Usher, The Pit and the Pendulum, The Masque of the Red Death oder The Lomb of Ligeia) fand seine Bekanntheit ihren Höhepunkt, aber bis in die späten 70er trat er immer wieder in Genrefilmen auf (Witchfinder General, The Abominable Dr Phibes bis hin zu Theatre of Blood).

HOUSE OF WAX ist nach Meinung von Martin Scorsese, der sich seit Jahrzehnten für die Rekonstruktion und Erhaltung alter Filme einsetzt, der "beste 3D Film aller Zeiten". Und man möchte dem zustimmen: Trotz seines Alters - einhergehend mit einem nicht immer knackscharfen, manchmal auch leicht grieseligem Bild - führt er eindringlich die Möglichkeiten von 3D vor Augen: nicht nur vordergründige "Pop up"-Effekte (Die gibt es auch!), sondern in der gesamten bildlichen Gestaltung. In Szenen mit mehreren Figuren sind diese immer sauber gegeneinander räumlich abgestuft; bei den Szenen, in denen die ängstliche Hauptdarstellerin durch das Wachsfigurenkabinett irrt, wird exemplarisch Gebrauch von verschiedenen Bildebenen gemacht. Es wirkt nicht aufgesetzt, sondern sorgfälig "durchkomponiert". Und das, obwohl Regisseur André de Toth auf einem Auge blind war und den 3D Effekt selbst gar nicht sehen konnte! Hier wirken die 3D Effekte im Sinne der Geschichte. Wären alle 3D Filme jener Zeit so gut gewesen, dann hätte die erste Hochphase von 3D nicht nur erbärmliche 18 Monate gedauert!

Davon abgesehen ist HOUSE OF WAX ein spannender kleiner Thriller mit markanten Charakteren, guter Ausstattung, flüssiger Kameraführung (trotz der schwerfälligen 3D Apparatur!), eindrucksvoller Musik und einem einfach konstruierten, aber in sich schlüssigen Drehbuch. Auf jeden Fall gute Unterhaltung für Fans des klassischen Hollywood-Kinos.

Zur Blu-Ray: neben dem Film in 3D und 2D (auf einer Disc) enthält die Edition noch eine ebenso informative wie unterhaltsame 1-stündige Doku mit Ausschnitten aus zeitgenössischen Interviews mit Vincent Price, Kommentaren von dessen Tochter, Martin Scorsese und anderen modernen Hollywood-Machern, die sich von HOUSE OF WAX haben inspirieren lassen. Auch der Film selbst ist mit einer Kommentarspur begleitet.

Nicht zu vergessen, dass man das "Original" von 1933, MYSTERY OF THE WAX MUSEUM, noch gratis als Dreingabe dazu bekommt. Der Film von Michael Curtiz (The Adventures of Robin Hood, Casablanca!) wirkt zwar - nicht trotz, sondern eher wegen - des Pionier-Einsatzes von "two strip technicolor" etwas arg antiquiert, doch besticht er durch schauspielerische Glanzleistungen (Lionel Atwill in der Vincent Price Rolle)und ein noch flotteres Tenpo. Filmhistorikern gilt dieser Streifen gegenüber dem Remake sogar als der bedeutendere Beitrag zum Genre.

Unbedingt als Demo-BR für 3D zu empfehlen - als Film sowieso!
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am 30. Mai 2005
So wie es aussieht wird heuer Weihnachten vorverlegt,da jetzt im Sommer endlich dieser großartige Klassiker auf DVD herauskommt. Die Geschichte vom Künstler der seine Wachsfiguren nicht nach dem Vorbild von Menschen sondern aus Menschen selbst macht ist nicht neu. Bereits 1933 sorgt der ebenfalls tolle Film "Mystery of the wax museum" mit Lionel Atwill als Bösewichtel und Fay Wray (das Blondchen aus King Kong) für Spannung. Dario Argentos "Wax mask" aus den Neunzigern hat ein ähnliches Thema, ist aber eher ein brutaler Slasherfilm angereichert mit einigen exquisiten Bildern von nackten Frauen und von der neuersten Version, die bei uns noch ins Kino kommen muß (oder hoffentlich nicht) hört man ja nur das Beste.( Wobei Paris Hilton als Schauspielerin allein schon reicht das ich nächtelang vor Angst nicht schlafen kann.) Die Version mit dem stets brillianten Vincent Price ist nun mal die Beste. Ich behaute sogar, das es einer der unterhaltsamsten und
charmantesten Horrorfilme aller Zeiten ist. Vielleicht sogar der beste Film von Vincent Price zusammen mit "Theater of blood" und dem viel zu unterschätzen " Basil the great mouse detective"( da singt Mr. Price nämlich!!!).
Gedreht 1953 also in einer Zeit in der das Fernsehen seinen Siegeszug antrat und die Kinobesitzer und Studios sich den Kopf zerbrachen wie man die Leute aus ihren bequemen Sessel weg von der "I love Lucy Show" züruck in die Kinos bringen kann war das Zauberwort 3D. Wir kennen das alle, das Publikum bekommt eine dieser Brillen aufgesetzt und ducken sich alle weil sie glauben der Schauspieler der auf der Leinwand die Öllampe in die kamera wirft könnte sie treffen. "House of wax" spielt des öfteren mit der Perspektive, der Raumtiefe aber auch mal mit lustigen Aktionen nur des Effekts Willen, wie zum Beispiel der Kerl der bei der Eröffnung des neuen Wachsmuseums permanent mit seinen Schläger mit einem angebundenen Bällchen Richtung Zuseher schlägt. Wenn man natürlich nicht weiß, das dieser Film dreidimensional gesehen wurde denkt man sich heute klarerweise " Hey nehmt dem Schwachkopf sein Spielzeug weg und geht zurück zum Film!!"
Aber vor 50 Jahren muß das und vor allen der Brand des ersten Wachsmuseums, bei dem die Figuren in Großaufnahmen dahinschmelzen und Vincent Price verzweifelt doch die Flammen taumelt in 3D einfach zum niederknien gewesen sein. War auch ein riesen Boxofficehit zu seiner Zeit!
Ausstattung, Kostüme, Kamera, Regie sind auf angenehmen Grusel ausgerichtet, der heutzutage, nach all den Nightmares, die auf der Elmstreet passieren, wo ge Sream t und ge Chainsaw t wird, wohl für manche altmodisch wirkt, aber dennoch extrem unterhalten kann.
Vom Schauspielerischen her sind die Karten klarerweise zu Gunsten der Bösen gemischt worden. Obwohl die beiden ermittlenden Beamten ziemlich cool sind und die wackere Heldin ganz toll die Augen aufreißen und kreischen kann, gehört der Film Vincent Price. Toller Stimme, toller Horrordarsteller. Ob als grübelnder, leidender Künstler im Rollstuhl oder das vom Feuer entstellte Hinkebeinmonster, das durch die vernebelten Straßen auf Beutefang geht, dieser Mann ist nicht umsonst nach Karloff eine der größten Ikonen des Gruselfilms. Vincent Price trägt diesen Film fast ganz allein. Ihm zu Seite steht ein muskelbepackter eher stiller Kerl namens Igor, gespielt von einem gewissen Charles Buchinsky. Der hat zwar seinen Namen später in Charles Bronson geändert aber der Gesichtsausdruck war glaub ich in all seinen Filmen der selbe. ( Wobei ich mich wundere warum all diese Sidekicks Igor heißen ? Ist das vielleicht gar kein Name sondern eine Art Titel, die sie auf der Schule für Assistenten von verrückten Wissenschafltern erhalten??)
Wie dem auch sei "House of Wax" oder der etwas holprigere deutsche Titel "Das Kabinett des Professor Bondi" ist zu Recht ein echter Klassiker. Die Essence von Vincent Price. Ein ganz großer Gruselfilm. Kaufen. Kaufen. Und glücklich werden damit.
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am 25. Januar 2013
Ach wie liebe ich das. Ich wandele nächtens mit meinem flackernden Kerzenleuchter in der Hand durch die dunklen Gemächer meines Schlosses.
Ziehe die schweren Vorhänge vor die Fensterreihen, schenke mir ein Glas Rotwein ein, lege noch etwas Holz auf mein prasselndes Kaminfeuer nach und begebe mich in meiner Phantasie in dunkle finstere Strassen, in denen unheimliche Kutschen vorbeirollen und das rostige, im Wind knarrende Schild eines Wachsfigurenkabinetts mich zu einem staubverhangenen nicht ganz ungefährlichen Besuch einlädt.
Nun in Wirklichkeit mache ich es mir lediglich auf meinem Sofa gemütlich und schiebe diese DVD in meinen Player, doch die Atmosphäre dieses unsterblichen Klassikers lässt, wie so viele andere aus dieser Ära genau dieses beschriebene Gefühl aufkommen.
Wachsfigurenkabinette, leblose Puppen an sich haben auf mich schon immer höchste Gruselwirkung gehabt.
Sollte es ihnen genau so gehen, haben sie hier den Prototyp dieser Filme vor sich.
Wohl gibt es noch eine ebenfalls sehr gute unheimliche Version von Dario Argento:"Wax Mask" , und auch Paris Hilton hat schon mit Wachs ihre Erfahrungen gemacht,abgesehen von erotischen Phantasien oder Beinenthaarung.
Dieser Vincent Price Klassiker hier ist jedoch von unübertrefflicher Faszination.
Aufsehen erregte der Film damals auch wegen seiner revolutionären Drei- D Filmtechnik.
So darf man sich nicht verwundern, wenn in einer Szene der Ball eines Gauklers, die Beine von Tänzerinnen vielleicht einmal zu ausgiebig Richtung Zuschauer geworfen werden.
Wenn ihne heute also ein Teeny etwas von 3-D Technik faselt können sie ruhig mit einem müden Gähnen sagen; alles vor -zig Jahren schon einmal dagewesen.
Vincent Price verkörpert hier meisterlich und beeindruckend die Person die in der folgenden Zeit sein Markenzeichen werden sollte. Ein nicht von Natur aus finsterer Charakter, der aber zum gequälten Opfer von Schicksalsschlägen, düsterer Familienvergangenheit ("Die Verfluchten", "Grube und das Pendel"), irrsinniger den Tod überdauernder Liebe ("Ligeia"), religiösem Fanatismus ("Der Hexenjäger"), oder tragischen Unglücksfällen ("Dr. Phibes") wird.
Unfähig sich mit der gegebenen Realität abzufinden, verliert sich sein Ego in wahnhaften Illusionen, Verzerrungen, Ängsten um dann zu einem rachsüchtigen, mordenden Menschen zu werden, ohne Hoffnung auf Erlösung.
Neben Vincent Price ist ebenfalls das Dekor, die Ausleuchtung, der Detailreichtum hier aussergewönhlich, prächtig und liebevoll.
Unheimlichere, und authentischere Wachsfiguren habe ich zumindest nie wieder gesehen.
Man glaubt jederzeit sie heben gleich den Kopf aus ihrer Szenerie und starren einen direkt an. Täuschend echt das Ganze.
Kein Wunder ist doch das gesamte Kabinett ein einziges, grosses... Aber das müssen sie selbst herausfinden, sollten sie es nicht schon wissen.
Dieser Film ist ein Muss für jeden Liebhaber des gediegenen Grusel- und Horrorfilms, die Geschichte äusserst spannend und immer wieder orginell und nicht zuletzt auch zeitweilig mit einem staubtrockenen Humor versehen.
Besonders erfreulich an dieser DVD- Edition ist, daß neben dem Price Klassiker auch noch der Ur- Film von 1933 für Cineasten zum Vergleich enthalten ist.
So steht dem morbiden, behaglichen Mitternachts- Vergnügen nichts mehr im Wege.
Viel Vergnügen- und schauen sie ab und zu mal prüfend in die dunklen Ecken ihres Zimmers ob sich ihnen da nicht eine wächserne Hand leichenstarr entgegenstreckt.
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am 2. Dezember 2015
Und ich dachte immer, 3D sei eine Erfindung der Neuzeit ... Man lernt halt nie aus!

Nachdem ich mir die (in meinen Augen sehr gelungene und zu Unrecht von manchen niedergeredete) Verfilmung von 2005 angesehen hatte, wollte ich auch wissen, wie der Großvater dieser Wachsfigurenkabinetts-Idee aussieht. Und es war so, wie ich es erwartet hatte: Dieser Film lebt heute vor allem von seinem Charme. Was in den 50-er Jahren des letzten Jahrhunderts den Kinobesuchern noch Angstschreie entlockt und Herzrasen verursacht haben mag, ist heute für ein liebevolles Lächeln gut – so, wie man verständnisvoll-amüsiert einem fünfjährigen Kind zulächelt, wenn es atemlos und mit aufgerissenen Augen davon berichtet, wie der böse Wolf das kleine Rotkäppchen verschlungen hat.

Damals war der Film wohl nicht nur wegen seines 3D revolutionär (obwohl die Idee des 3D schon aus den 1930-ern stammen soll, wie ich aus dem Bonusmaterial erfahren habe), sondern auch wegen der Maske. Die muss für damalige Verhältnisse schreckenerregend gewesen sein. Wenn man bedenkt, dass das damals für die Kinozuschauer furchteinflößend war, erkennt man, wie reizüberflutet wir heute sind und wie schwer es für die Filmemacher von heute ist, noch gute Horrorfilme zu machen, die uns die Hände schwitzen lassen. Die Dynamik des gesamten Films, die Eindringlichkeit der Bilder, die Emotionen, die rübergebracht werden (und damals rübergebracht werden durften, ohne dass die Kinobesucher am Ende seelischen Beistand und Wiederbelebungsversuche nötig gehabt hätten) – das erwartet man heute alles um Größenordnungen intensiver. Aber daran kann man diesen Film von 1953 freilich nicht messen. Ohne Masken wie die von Vincent Price hätte es die Masken der House-of-Wax-Fassung von 2005 nicht gegeben. In meinem Filmregal stehen die beiden Fassungen einträchtig nebeneinander – und jede ist auf ihre Weise gut.
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am 26. Oktober 2013
Der Film ist sicher Heutzutage nicht jedemans Sache, jedoch ist er in 3D mit soviel Liebe gemacht das man sich gerade an dem Alter des Streifens fasziniert.
Ich war einfach nur begeister von dieser Tiefenwirkung, bei so einem altem Film fand ich die 3D Effekte einfach nur grandios!!!!!!
Er kommt nämlich fast komplett ohne Ghostings aus, man mert das der Film für die 3D Welt produziert worden ist.
Jedenfalls überrascht es nicht, dass der Film seinerzeit zu einem riesigen Kassenerfolg wurde und nicht nur dank seiner technischen Errungenschaften (es war der ersten 3D-Film mit Stereo-Ton) schnell zu einem Kult-Klassiker avancierte, der die letzten 60 Jahren besser überstanden hat, als was man es für möglich halten würde.
Wer 'House of Wax' nie in 3D gesehen hat, der hat den Film noch nie richtig gesehen. Das perfekte Kaufargument also für eine Blu-ray Disc, die den zeitlosen Qualitäten des 60-jährigen Horror-Kultfilm mehr als gerecht wird.
Ich kann ihn sehr Empfehlen.............. allerdings nur in 3D !
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am 20. Juli 2016
Ich mag den Film recht gern, er hat eigentlich so ziemlich alles was ich an Gruselfilmen gut finde (mit Ausnahme von Aussenaufnahmen). Aber, nachdem ich mir das ganze Bonusmaterial auf der Blu-Ray anschaute muss ich doch sagen: Moment, jetzt mal nicht uebertreiben. Das Allergroesste Meisterwerk des Horrors isses nun aber nicht. Gut, die Doku ist sehr interessant, aber wenn neben Martin Scorsese's Namen als Referenz-Film "Hugo" genannt wird, da kann man schon ahnen, das die Doku reine Unterhaltung ist - aber gut gemachte. Es wird behauptet, der Film sei die Wiedergeburt des Horror-Films gewesen. Ein leichter Einfluss auf die fruehen Hammer-Filme ist moeglich, aber in den USA beeinflusste der Film zunaechst (leider) nichts. Das US Horrorkino der 50er bestand ansonsten groesstenteils aus Billig-Schrott fuer Teenager - abgesehen vielleicht von den William Castle Filmen, auch Vincent Price mit dabei. Erst mit Corman's Poe Filmen anfang der 60er kehrte eine Besserung ein - und wieder mit Vincent Price.

Mal abgesehen vom grossen Aufhaenger 3D. Was dann bleibt ist viel wichtiger: Ein zu einer sehr ungewoehnlichen Zeit entstandener Genrefilm produziert mit dem Ernst eines Historienfilms. Horror aus einem Major-Studio. Dazu passend sehr klassisches inszeniert, und auch fotografiert. Viele Einstellungen sehen aus wie aus einem Film der 30er Jahre. De Toth war wirklich ein guter Regisseur, besonders einige seiner Western sind sehr empfehlenswert. Auch die Atmosphaere des Films ist durchweg gut, klassisch, gemuetlich, aber noch weit davon entfernt was Hammer dann machen sollte. Und die 3D Effekte werden mit wenigen Ausnahmen so eingesetzt, das sie auch in 2D nicht stoeren Was filmhistorisch gesehen aber das wichtigste ist, und daran gibt es keinen Zweifel: Ohne "House of Wax" waere Vincent Price nie zum Horror Star geworden, und seine Karriere haette sich irgendwann in den 50ern im Sand verlaufen. Dieser Film alleine machte ihn zum Star. Nur durch ihn haben wir das Glueck, Price in all diesen tollen Filmen zu sehen, die in den naechsten 20 Jahren folgen sollten. Aber auch die anderen Darsteller interessant, gleich voran natuerlich Charlie Bronson...gut, fuer ihn sollts noch einige Jahre dauern bis er aehnlich wie Price sein Genre gefunden hatte. Und dann Carolyn Jones, das ermordete Maedchen. Spaeter ins Gedaechnis gebrannt als Mutter der Addams Family. Ihre deutsche Synchronisation ist in diesem Film allerdings so fuerchterlich das ich augenblicklich zu Englisch wechselte. Unterm Strich ist der Film natuerlich absolut empfehlenswert, und ohne Zweifel der beste amerikanische Horrorfilm der 50er. Aufgrund des grossen Erfolges war Price dann ja kurz darauf in einem weiteren 3D Horror zu sehen, dem sehr aehnlichen aber billiger produzierten "Der wahnsinnige Zauberkuenstler". Wer "House of Wax" mag wird sicher auch an diesem kleinen Film gefallen finden (in Deutschland aber nie auf DVD veroeffentlicht).

Die Blu-Ray ist wirklich toll. Film in 2D und 3D, mit sehr viel Bonus, und dem Original-film noch dazu. Hat Warner gut gemacht. Schade das heute nur noch sehr wenige alte Genrefilme von den Original-Studios selbst auf Blu Ray rausgebracht werden, und besonders in Deutschland dann oft in die Haende von Leuten fallen, die zwischen 30 und 50 Euro fuer eine Blu Ray verlangen. Also, Fazit: Toller Klassiker, tolle Blu Ray. Sollte man in der Sammlung haben - nicht nur wegen 3D.
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am 20. Oktober 2013
Handlung und Ausstattung werde ich hier nicht aufführen, kann man der Produktbeschreibung entnehmen.
Ich widme mich allein der Technik:

Ein 60 Jahre alter Film zeigt wie 3D auszusehen hat und verweist die versammelte moderne Konkurrenz a la Avatar & co mit Leichtigkeit in die Schranken!

Der Film liegt zwar nur in 4x3 vor, aber der 3D Effekt ist dermaßen plastisch und ghosting-frei dass man sich unweigerlich fragt, was heutzutage im Sektor 3D Film schief läuft.

Der moderne "Digitalgucker" wird zwar die reduzierte Bildschärfe gegenüber modernen Produktionen monieren,
man sollte aber jederzeit im Hinterkopf behalten, dass dieser Film bereits 6 Dekaden auf dem Buckel hat und die damals vewendete Technik nicht den Schärfegrad zu vermitteln vermag wie heutige Produktionen.
Dafür ist der 3D Effekt modernen Produktionen um Längen überlegen.

Der Tiefeneffekt ist von deutlich vor dem Fernseher (Pop-Outs en masse!) bis tief in die jeweilige Szene vorhanden, lässt selbst Gesichter, Frisuren (!) Kleidung und nicht zuletzt Räumlichkeiten jederzeit vollkommen plastisch erleben und sich von der Entfernung her optisch mit Leichtigkeit differenzieren.
Ein "Ebenen-Effekt" bei dem sich nur einzelne Objekte voneinander abheben tritt hier nie auf.
Objekte und Personen wirken in sich selbst jederzeit dreidimensional.
Zusätzlich sitzt der pro Szene gewählte Kamerafokus jederzeit perfekt und durch die dadurch entstehende Tiefenunschärfe (die moderne Digitalkameras eigentlich nicht mehr haben) gibt es niemals irgendwelche Doppelkonturen.

Laut Bonusmaterial war der Regisseur auf einem Auge Blind und konnte somit die Tiefe selbst gar nicht warnehmen.
Darum ist für jede Szene mathematisch Kamerafokus und Ausrichtung vorberechnet worden.
Offensichtlich eine sehr sinnvolle Vorgehensweise.
Das Resultat spricht für sich!

Man könnte allenfalls kritisieren, dass die Dargestellte Tiefe die räumliche Wahrnehmung der Realität übersteigt.
Da es sich bei diesem Film aber um einen Film handelt, der den 3D Effekt nicht nur plakativ einsetzt sondern auch Handlungstechnisch einbindet und das 3D geradezu "featured", sollte man hier keine Kritik ansetzen.

Geguckt auf Panasonic ETW5 32" TV (Polfilter Technik) und Panasonic DMP BDT320 BluRay Player.

Absolute Referenz im 3D Sektor, darum volle Punktzahl!
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am 30. November 2013
Zunächst die Frage: Wer hat einen Vorteil davon, dass der Profesor Henry Jarrod des Originals für die deutsche Fassung in Professor Bondi umbenannt wurde?

Pofessor Bondi/Jarrod (Vincent Price) hat in jahrzehntelanger Arbeit eine Ausstellung von lebensgroßen Wachsfiguren, die bedeutende historische Perönlich-
keiten darstellten, geschaffen. Sein Partner Matthew Burke (Roy Roberts) schätzte seine Arbeit nicht und zündete das Wachsfigurenkabinett an, um die Ver-
sicherungssumme zu kassieren, Bondi kam in den Flammen angeblich auch ums Leben, in Wirklichkeit hat er aber schwer entstellt überlebt.
Sue Ellen (Phyllis Kirk) ist ein junges Mädchen, das sich seinen Lebensunterhalt schwer erarbeiten muss, ihrer Freundin Cathy Gray (Carolyn Jones) geht
es finanziell bedeutend besser. Professor Bondi hat ein neues Wachsfigurenkabinett geschaffen, doch müssen Gehilfen für ihn arbeiten. Sein Geist hat un-
ter dem Geschehen in der Vergangenheit gelitten, und um Idealergebnisse bei den Wachsfiguren zu erhalten, geht er buchstäblich über Leichen. Als Sue Ellen
bemerkt, dass die Jeanne D'Arc in der Ausstellung ihrer verschwundenen Freundin Cathy sehr ähnlich sieht, weiß sie noch nicht, dass sie selbst den Ideal-
vorstellungen entspricht, die der Professor von der französischen Königin Marie Antoinette hat. Die Bilder im Film wirken malerisch, die Zerstörung des
Kabinetts zu Anfang des Films hat etwas höllisches, und Sues Verfolgung durch die dunklen Straßen ist wirklich bedrohlich.
Vincent Price spielt sehr differenziert und für seine Verhältnisse zurückgenommen, sein Gehilfe Igor ist so wie Charles Bronson nun mal ist. Für mich ganz
nervend und entsetzlich ist Carolyn Jones, als Jeanne D'Arc gefällt sie mir dann viel besser.
In die Geschichte eingegangen ist der Film weil er einer der frühesten 3D Filme ist.

Die fünf Sterne hat sich das Produkt auch wegen des Bonusfilms "Mystery of the Wax Museum" (1933) verdient. In diesem Vorgängerfilm hat Ivan Igor (Lionel
Atwill) das Kabinett erschaffen, das von Joe Worth (Edwin Maxwell) in Brand gesetzt wurde. Später, nachdem Ivan Igor sich eine neue Existenz aufgebaut
hat, findet er in der wunderschönen Charlotte Duncan (Fay Wray) das Idealbild seiner Marie Antoinette. Die zweite Frauenrolle in diesem Film ist ganz
anders als die Cathy im späteren Film. Die burschikose, kesse Art der Reporterin Florence Dempsey (Glenda Farrell) ist erfrischend lebendig, besonders wenn sie sich mit ihrem männlichen Gegenspieler streitet. Die komischen Elemente machen diesen Film auch weniger aufregend als den späteren, allerdings
ist die Szene, in der die Heldin gerettet werden muss sehr überzeugend gemacht.

Insgesamt eine gute Ausgabe mit zwei wirklichen Klassikern.
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am 26. August 2015
House of Wax, mit Vincent Price als verbittertem Wachsfigurenkünstler wurde von Warner aufwendig in 4K restauriert. Farben, Schärfe und vor allem die 3D-Effekte sind auf sehr hohem Niveau. Dazu gibt es eine aufwendige Dokumentation über den Film in Spielfilmlänge, einen Audiokommentar und noch den Originalfilm aus der Pre-Code Ära. Eine der besten 3D Blu-rays auf dem Markt.
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am 24. Dezember 2013
Bewertung allein der technischen 3D-Qualität mit LG-Bluray-Player und
LG-Bildschirm (1920:1080=1,78) mit PolfilterTechnik, Diagonale=140 cm

+ Stärken:
+ Stereoskopisch fotografiert
+ Gute Staffelung in der Raumtiefe
+ Variable Stereobasis der Kamera
+ Sehr gute, bisweilen leicht übertriebene Raumtiefe
+ Ruhige Kamera, keine hektischen Schnitte
+ Entgegenkommendes (auf den Betrachter zu)

-Schwächen: Keine

Fazit:
Die Einhaltung simpler Stereoskopie-Grundregeln
sowie Anwendung mathematischer Stereoskopie-Formeln
befähigt einen einäugigen (!) Regissör
zu wegweisender Perfektion filmischer RaumErfassung.
FilmLeute von heute, Ihr könnt noch viel lernen !
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