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am 1. Oktober 2013
Frederick Forthyth ist ein alter Haudegen unter den Politik- und Spionagethrillerautoren. Nun hat der mittlerweile 75-Jährige einen neuen Thriller rausgebracht: "Die Todesliste".

Darin geht es um einen gefährlichen radikalen Islamisten, "Der Prediger" genannt, der ausschließlich via Internet rekrutiert und zum Mord an den amerikanischen "Feinden" aufstachelt. Offensichtlich ist er darin gefährlich gut und erfolgreich, denn innerhalb kürzester Zeit sterben auf amerikanischem mehrere hochrangige Politiker und Militärs durch Selbstmordattentäter. das bringt den Prediger auf die streng geheime Todesliste der US-Geheimdienste und ein Ex-Marine, genannt "Der Spürhund" erhält den Auftrag, den Prediger aufzuspüren und zu eliminieren. Da der Prediger es exzellent versteht, seine Spuren im Internet so zu verwischen, dass ein Aufspüren unmöglich erscheint, bedient sich "Der Spürhund" eines unscheinbaren, am Asperger Syndrom leidenden noch halb jugendlichen Nerds. Und dem gelingt das Unmögliche tatsächlich - er lokalisiert den ursprünglichen Ausgangsort der Websites. Nun beginnt ein für Forsyth typisches und bereits in seinem ersten großen Erfolg "Der Schalkal" überaus erfolgreich inszeniertes Katz- und Mausspiel, das einige Opfer fordert und bis zum Ende vollkommen offen verläuft.

Wenn ich es versuchen sollte, Forthys Schreibstil auf einen Punkt zu bringen, so fällt mir am ehesten der Begriff "Old school" ein. Denn der Autor hat seinen Stil über all die Jahre hinweg nicht verändert. Den Leser erwartet ein fast dokumentarisch geschriebener Plot (da passt dazu, dass den Leserauf der ersten Seite ein Überblick über alle Hauptpersonen des Romans erwartet), der viel Zeit für seine Protagonisten verwendet. Wie ein Schachspieler bringt Frederick Forsyth zunächst mal alle handelnden Personen in Stellung, beschreibt deren Biographie und wie sie zu dem geworden sind, was sie in der Gegenwart sind. Das braucht Zeit und so vergehen fast 100 Seiten, ohne dass die eigentliche Jagd wirklich beginnt. Für die Leser, die eher die modernen Thrillerautoren wie Nesbo, Adler-Olsen, McFadyen, Child oder Deaver und Patterson gewöhnt ist, mutet das streckenweise langatmig an. Aber auch nach der Einführung bleibt Forsyth vom Schreibstil eher nüchtern, ja fast kühl und distanziert.

Doch wenn man sich mal drauf einlässt und sich an den Schreibstil gewöhnt hat, so bietet auch "Die Todesliste" viel Spannung, intelligente Unterhaltung und zudem viel realen Bezug zur aktuellen politischen Lage Amerikas. Spannenderweise hat Frederick Forsyth seinen Roman in das Jahr 2014 verlegt und die von ihm beschrieben Szenarien scheinen da durchaus realistisch. Überhaupt merkt man seinem Roman an, dass Forsyth akribisch recherchiert und die fiktive Handlung mit viel aktuellem Hintergrundwissen vermischt.

Da es mir teilweise denn doch zu viel Biographisches zu Lasten der eigentlichen Handlung war, gebe ich "Die Todesliste" von Frederick Forsyth 4 Sterne - ein guter, ein solider Spionagethriller mit respektablem Unterhaltungswert nahe an der Realität.
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am 3. Januar 2014
Spannender und fesselnder Thriller, zeigt auf, wie es wirklich passieren könnte.
Die genaue Beschreibung jedweder Situation gefällt mir besonders.
Absolute Kaufempfehlung!
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am 7. April 2017
Es gibt einen neuen Terroristen, der seine radikalen Lehren über das Internet verbreitet und so junge Muslime zu brutalen Taten anstiftet. Damit schafft er es als Neuzugang auf die sogenannte Todesliste des Weißen Hauses. Die TOSA – eine geheime Organisation – wird eingeschaltet um den Terroristen aufzuspüren. In Ermangelung eines Namens wird er von den Amerikanern Der Prediger genannt. Die TOSA setzt ihren besten Mann auf ihn an: Den Spürhund…

Die ersten knapp 15 % lesen sich wie ein Bericht in einer Illustrierten und stecken dabei die Randbedingungen ab. Dann erst beginnt die echte Handlung: Spürhund Kit Carson auf der Suche nach dem Prediger. Frederick Forsyth war immer bekannt für spannende Thriller, DIE TODESLISTE allerdings kommt da schwach daher. Zu viel Routine beim Schreiben, zu viel Schema F in der Handlung, zu viel Vorhersehbarkeit. Dabei bleibt der Stil sachlich, ellenlange Erklärungen, Beschreibungen und Lebensläufe von handelnden Personen, aber wenig Spannung. Schade, schade. DIE TODESLISTE ist wirklich nicht lang, aber ab der Hälfte habe ich bereits auf das Ende gewartet und dann auch noch quergelesen. Da habe ich bessres von Forsyth gelesen, deswegen nur 2 Sterne.
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am 5. Januar 2017
Das Buch wurde mir von einem Freund mit den Worten empfohlen: „Das Buch musst du unbedingt lesen, es ist spannend, es ist aktuell und es ist leicht zu lesen.“

Fangen wir hinten an. Das Buch ist tatsächlich leicht zu lesen, wenn man darunter kurze, knackig geschriebene Sätze versteht, die einen Inhalt transportieren, der sich mit etwas Fantasie leicht erschließt. Insofern gebe ich meinem Kumpel recht = erster Stern.

Das Buch widmet sich einem aktuellen Thema und es wurde, wenn ich meine Kennnisse aus Zeitung und sonstigen Medien zugrundelege, auch gut recherchiert = zweiter Stern.

Aber ist dieses Buch auch, neben den genannten Aspekten, so spannend geschrieben, dass es sich lohnt, hierfür kostbare Lebenszeit zu investieren? Hier scheiden sich naturgemäß die Geister. Insofern lautet mein persönliches Urteil: Nein, ist es nicht.

Dieses Buch erfüllt nur insofern die Kriterien eines Thrillers, dass tatsächlich erst ganz zum Schluss der Held seiner Rolle gerecht wird und das Böse dahin befördert, wo es landläufig hingehört: ins Jenseits. Doch was uns dazwischen angeboten wird, sind zum Teil öde Beschreibungen von irgendwelchen weltweiten verstreuten Militärstützpunkten, in denen der Protagonist zu dem gemacht wird, wozu er schließlich in den Einsatz geschickt wird. Aber will man so etwas wirklich in dieser Ausführlichkeit lesen, will man wirklich mit einer möglicherweise gut recherchierten Teil-Wirklichkeit konfrontiert werden, die die Gedanken in eine Richtung lenken, die ins typische Schwarz-Weiß-Denken (alternativ Gut und Böse) mündet? Oder möchte man sich nicht doch lieber etwas differenzierter mit einer Wirklichkeit auseinandersetzen, die uns im Moment mehr Fragen stellt als es Antworten gibt. Da finde ich zum Beispiel einen Frank Schätzing, u.a. mit Breaking News, sehr viel „gedankenfördernder“.

Gut ein Thriller soll und muss nicht unbedingt diesen persönlichen Kriterien genügen, er soll gut, d.h. spannend unterhalten. Aber dieses Werk ist alles andere als spannend, vielleicht für diejenigen, die sich gerne mit Militaria jeglicher Art befassen und damit den Cowboy im Mann wecken möchte.

Fazit: Die Fans von Frederick Forsyth werden vermutlich auf ihre Kosten kommen. Von mir bekommt er zwei wohlüberlegte Sterne.
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am 11. August 2015
Ich habe den Roman erst jetzt gelesen, im englischen Original. Dafür wurde mir die comichafte Übersetzung "Spürhund" für "the tracker" erspart. Als "Thriller" im landläufigen Sinne würde ich das Buch nicht bezeichnen. Dafür fehlte mir in dieser chronologisch erzählten Geschichte die Spannung. "The Kill List" las sich doch eher wie eine wahrscheinlich gut recherchierte, aber überlange Reportage. Kaum Dialoge, Faktenhuberei, die sich zum Teil doppelte, Simplifizierungen von Sachverhalten (der "tracker" braucht eine Spezialeinheit? Da lässt er mal eben beim amerikanischen Präsidenten anrufen, damit der wiederum den britischen Premier anruft und ihn darum bittet, ihm eine zu leihen... na klar, so läuft das...), keine dramatische Wendung (auf die man noch bei er Einführung des gekaperten Tankers gehofft hatte), die an ihrem Ausgang zweifeln ließ, alle handelnden Personen entweder ganz gut oder ganz böse. Als "Thriller" einfach nur ärgerlich. Wegen der beschriebenen Hintergründe des Geheimdienstwesens noch 2 Sterne.
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am 16. Oktober 2013
Vorweg gesagt, die „Todesliste“ (die Liste jener bei den Geheimdiensten, vor allem in den USA, die ohne bedenken und weitere Überlegungen als gefährlichste Terroristen der Welt auf „kurzem Dienstweg“ per einfacher Anweisung eliminiert werden), wird zum einen sicherlich genau in dieser Form existieren, spielt zum anderen im Buch selbst allerdings weitestgehend nur eine Rolle als „Titelgeber“.

Im Buch selbst geht es um die, realistisch und mit viel Hintergrundwissen durch Forsyth versehene, Jagd auf eine Person. Einen Namen dieser Liste.

„Der Prediger“

Ein junger Extremist, der mittels überzeugender und ausgefeilter Online-Predigten junge Männer radikalisiert und zum umgehenden Handeln auffordert. Auf Kosten des eigenen Lebens beginnen in Amerika und Großbritannien genau diese, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens (und sich selbst) zu töten.

Grund genug für die geheimen Dienste J-SOC und TOSA, den „Spürhund“, Kit Carson, auf den „Prediger“ anzusetzen. An die „Menschjägerorganisation, die man ruft, wenn niemand mehr weiter weiß“.

Forsyth nutzt nun diese klassische Agenten Katz-und-Maus Geschichte, um dem Leser einen, teils wie ein Sachbericht klingenden, fundierten Eindruck in die Arbeit der Dienste, die Hintergründe des Terrorismus, die Lage in Afghanistan und um die unkontrollierbaren Gegenden um Mogadishu herum als Grundgerüst des Thrillers in den Raum zu stellen.

Von der „stillen“ Jagd (und der Tötung) mit Drohnen über „Reintegrationsprogramme“ für ausstiegswillige Terroristen bis hin zur Schilderung IT gestützter Nachforschungen und Spurensuche mittels ganz klassischer Agentenarbeit bietet Forsyth dabei in seinem über Jahre gereiften, souveränen Stil das ganze Kaleidoskop der Terrorismusbekämpfung moderner Prägung auf.

Als roter Faden dient ihm dabei die Enttarnung und Jagd auf „den Prediger“ durch Kit Carson und weitere Agenten mit je speziellen „Talenten“ samt der Zusammenarbeit mit den „befreundeten“ britischen und israelischen Geheimdiensten (wobei solche „Freundschaften“ in hohem Maße aus beinharten Tauschgeschäften bestehen und es natürlich üblich ist, seine „Freunde“ umfassend abzuhören).
Zudem bietet Forsyth einen durchaus differenzierten Einblick in die Traditionen, die aktuellen Entwicklungen und die „Atmosphären“ vor Ort, von Afghanistan über den Jemen bis in die Provinzen um Mogadishu herum samt komprimierten und je an konkreten Personen erzählten historischen Einblicken in jene Ereignisse, die zum aktuellen Staus Quo des Hasses und der Bedrohung geführt haben.

Überwiegend mit Tempo (bis auf einige doch ausladende Erläuterungen von Hintergründen), flüssig zu lesen, kühl berichtend bis spannend schildernd legt Forsyth mit der „Todesliste“ einen realistischen und empfehlenswerten Thriller vor.
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am 23. Oktober 2016
Das war mehr eine Art von Bericht aber als Roman war das Ganze etwas zäh. Würde ich nicht mehr kaufen.
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am 15. Oktober 2013
Voller Vorfreude habe ich mir dieses Buch bis zum Urlaub aufgehoben - und dann das: Ratz fatz hat man es durch. Es fühlt sich fast wie eine Kurzgeschichte an. Viel zu oft wird die Geschichte in Form eines Lebenslaufes erzählt. Die Technik, wie der Online-Spezialist seinen Gegner aufspürt, ist dermaßen wage, als hätte sie meine Oma, die nie einen Rechner bedient hat, beschrieben.
So etwas "sitzt" bei Tom Clancy deutlich besser.

Das schlimmste aber ist, dass der Forsyth-typische Clou auf den letzten beiden Seiten fehlt!

Wer noch andere Forsyths lesen kann, soll diese erst einmal lesen!
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am 1. November 2013
Ich habe alle Bücher von Forsyth gelesen und fand dieses leider bisher am schwächsten. Was ich vermisst habe, sind die typischen Stärken, die der Autor sonst zeigt: überzeugende Charaktere und eine wirklich spannende Handlung. Letztere ist hier leider absolut vorhersehbar. Ich erinnere mich an Bücher von Forsyth, die noch auf der letzten Seite eine faustdicke Überraschung lieferten. Hier ist davon nichts zu finden. Auch ist Forsyth eigentlich ein Meister darin, zu beschreiben warum Menschen so handeln, wie sie handeln. Das versucht er hier zwar auch, aber es fehlt die Überzeugungskraft.

Gewohnt fundiert sind die Sachinformationen; hier insbesondere über den Islam und die verschiedenen Schauplätze. Aber das reicht nicht; es soll ja ein Thriller sein und kein Sachbuch.

Nichts für ungut, Frederick Forsyth, ich werde immer einer Ihrer Fans bleiben. Ein Fan dieses Buches aber werde ich nie sein.
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am 19. Oktober 2013
Über den Autor und sein schriftstellerisches Gesamtwerk – ich stieg aus seinen Büchern mit dem Unterhändler aus – mag bereits in einer Einführung viel geschrieben werden. Wen – abgesehen davon, dass er der jüngste RAF-Pilot war, danach Journalist und stets erzkonservativ ist -weitere Einzelheiten interessieren, mag sich bei Wikipedia weiter informieren. Dort fehlt allerdings eine aus meiner Sicht wichtige Begebenheit; in einem offenen Brief an den damaligen Kanzler Helmut Kohl warnte er eindringlich vor der Aufgabe des DM zugunsten des €. Seinen Brief sollte ein auch am Autor interessierter Leser kennen; er vermittelt Einiges über ihn. Er fand Erwähnung und Veröffentlichung auch im Spiegel [...].

Mit der Todesliste unterbrach ich meine Forsyth-Pause. Für mich hat es sich gelohnt, diesen spannenden, intelligenten und auch erschreckenden page-turner zu erwerben und zu konsumieren.

Zum Inhalt: ein radikaler, islamistischer Hassprediger verleitet über ins Netz gestellte Videos Anhänger dazu, Repräsentanten in den USA und Europa zu töten. Die Opferauswahl erfolgt willkürlich; so gerät der Prediger auf die Todesliste der USA. Wer auf dieser Liste steht, wird aufgespürt und, wenn möglich per Drohne exekutiert. Die Aufgabe, ihn zu jagen, fällt dem Spürhund zu, der seinem Vater folgend den Marines beitrat, auch im ersten Irak-Krieg kämpfte. Hier entschloss sich der Spürhund, arabisch zu erlernen. Nach seiner Sprachausbildung in Kalifornien kehrte er zu den Marines zurück und ging später nach Afghanistan. Hier rettete er einem amerikanischen Soldaten, einem Ranger das Leben. Dieser erfuhr dann Verwendung als Befehlshaber einer geheimen, nach 9/11 geschaffenen Einheit, die verdeckte Operation vorbereitet und unterstützt. Im Jahre 2009 veranlasst er den Spürhund, dorthin zu wechseln. Der Auftrag des Spürhundes bekommt eine sehr persönliche Note, als sein Vater infolge eines Anschlages auf einem Golfplatz später seinen dabei erlittenen Verletzungen erliegt.

Die Jagd auf eine Person, von der der Jäger nicht weiß, wer sie ist und damit auch keine Kenntnis der Herkunft hat und die auch, abgesehen von der verzerrten Stimme, keine Spuren, auch keine digitalen hinterlässt, wird akribisch und spannend und auch nachvollziehbar beschrieben. Schauplätze der Ermittlungen sind Britannien, Afghanistan, Pakistan, Somalia. Mit Unterstützung des Mossad gelingt es, nachdem die Identität des Predigers ermittelt wurde, dem Spürhund, den Aufenthaltsort des Predigers zu lokalisieren. Die Anwesenheit des Mossad-Agenten in unmittelbarer Nähe des Predigers steht seinem Drohnenabschuss entgegen. Verkompliziert wird der Einsatz dadurch, dass somalische einen schwedischen Frachter in ihre Gewalt bringen und der anonym mitreisende Sohn des Reeders von den Piraten an Land gebracht wird, wovon der Prediger erfährt und für den er dem Piraten-Anführer eine Million Dollar bietet, um diesen publikumswirksam töten zu können. Diese Situation ruft dann eine britisches Spezialeinsatztruppe, die Pathfinder, auf den Plan, derer sich der Spürhund bedienen darf. Der show-down in einem somalischen Dorf ist dann, wie man so sagt, Geschichte.

Ich erwähnte, das Buch für spannend, intelligent und auch erschreckend zu halten.

Die Spannung erwächst nicht nur aus dem lebensnahen und stets logischen plot, sondern auch aufgrund Forsyths weitgehend sehr nüchternen Schreibstils. Von den Pathfindern abgesehen, schimmert kaum großartige Heroisierung für die Einen noch Verachtung für die Anderen auf. Das Intelligente an diesem Buch ist für den Rezensenten der historische Faktenreichtum, die Darstellung der Palette der Möglichkeiten der Jäger und die Vermeidungsstrategien des Predigers. Die Protagonisten haben, so liest es sich, beide ihren Sun-Zi gelesen, ihre Züge wirken wie Teile einer hochklassigen Schachpartie. Erschreckend ist zum Einen das ausgenutzte Überwachungspotential der USA, was aller Wahrscheinlichkeit von westlichen Staaten abgekupfert sein wird und die damit einhergehende Verletzung der Persönlichkeits-und Freiheitsrechte der durch die Überwachung betroffenen Bürger. Erschreckend ist der bedingungslose Vollzug präsidialer (oder nachgeordneter Stellen) angeordnete Exekutivbefehle, sprich die Opferung des Rechtsstaates. Auf der anderen Seite erschrecken die Folgen einer radikal gelebten Religion, die Bereitschaft von Dschihadisten zur Tötung unbeteiligter Ungläubiger aufgrund der Empfehlungen von Hasspredigern und Imamen.

Der Leser, der das Buch nicht nur als Strand-oder Freizeitschmöker ansieht, bleibt am Ende mit der Frage zurück, ob Staaten wie die USA – wie mit der Überwachung auch der Bevölkerung Verbündeter und auch der vorgeblichen Exekution Bin Ladens oder anderer radikaler Muslime – legitim handeln oder nicht. Im Bereich der Überwachung lautet mein persönliches Votum ganz klar Nein…aber bei Tötungen von Terroristen – unabhängig von religiösen Erwägungen – komme auch ich als Jemand, der den Rechtsstaat noch nicht ganz abgeschrieben hat, verdammt ins schwimmen.

Für mich ohne wenn und aber Höchstwert!
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