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am 29. September 2017
Man mag mir erstmal verzeihen das ich wirklich kein Giallo Experte bin,und nur eine Handvoll Filme kenne. Die Farbe des Todes,7 tote durch die Augen der Katze....und wenige andere es hat aber gereicht mein Interesse an dieser schönen Box zu wecken.Die erstmal von der Aufmachung toll ist.Wie sehr die Geschmaecker auseinander gehen zeigen die Rezis hier.Los gehts mit The Child ein schön düsterer Schocker . Mit kranken Kinderchören immer wenn der Mörder auftaucht.Erinnert an Wenn die Gondeln trauer tragen nur eben nicht so gut wie der Klassiker! Dennoch anstaendig gemacht. Der zweite Blutiger Zahltag ist eher ein normalo Krimi recht öde um Beziehungskisten.Und Ray Milland ( Lebendig Begraben) in eine der grössten Rollen,den ich noch nie mochte. Der dritte Streifen In the Folds of the Flesh gefaellt mir am besten ein sehr durchgeknallter Giallo.Mit mehreren wendungen und bischen Gore.Wenn man die Waxköpfe so bezeichnen kann.Ich hatte meinen Spass!!
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am 8. November 2016
Ich hab mir die Filme von links nach rechts angeguckt - also so wie sie im Digipak stecken. Gluecklicherweise steigerte sich dadurch der Unterhaltungswert von Film zu Film. Denn, wirklich toll, und wirklich durchweg Giallo das ist diese Box nicht. Sieht mir eher nach Resteverwertung aus. Koch Media fand da wohl diese drei italienischer Kracher, und dachte sich, ne du, einzeln kauft die kein Arsch. Machen wir doch einfach ein Set daraus und nennen es "Giallo Collection 2".

Es geht los mit dem "Blutigen Zahltag" (1977). Was ist das? Bestimmt nichts was man als "Giallo" bezeichnen kann. Ist ein ganz, ganz schlichter Krimi. Da ist ein Maedchen ermordet worden und nun suchen die den Taeter. Dieser Taeter macht auch nichts "unsicher" (wie es in der Handlung heisst), er wartet nur darauf, gefunden zu werden. Bemerkenswert an diesem Film ist nur, das er keinen einzigen Spannungsmoment hat, es nichteinmal probiert. Ist wirklich so - die suchen einfach den Moerder, und dann haben sie ihn. Es gibt keine unsichtbare Bedrohung, keine weiteren Opfer, nichts. Langeweile wird hier zelebriert. Was es fuer mich halbwegs ertraeglich machte ist die Mitwirkung von Ray Milland, einer meiner Lieblingsschauspieler. Zwar leiert auch der seine Szenen nur runter, aber ich seh ihn einfach gern. Aber, ein wirklich droeger Film ohne jeglichen Reiz. Ein Nichts. Weiter gehts mit "In the folds of the flesh" (1970), der einzige Film ohne deutsche Synchro, gibt nur Untertitel. Jaaa, schon etwas besser. Zumindest stimmt der Sleaze Gehalt. Problem: Der Film nimmt sich zu ernst, will seine bescheuerte Story als ernste psychologische Studie verkaufen. Ein wirrer Trip ohne Hand und Fuss. Geht da um zwei Frauen und einen Typen, die alle wahnsinnig sind und gemeinsam in einem Haus leben. Jeden der reinkommt machen sie kalt, ganz brutal mit koepfen und so. Komischerweise ist das alles aber nur Fueller und nicht die echte Handlung, es geht da also nicht um die umgebrachten, sondern um was ganz anderes. Und was! Man muss sich wirklich stark konzentrieren um das halbwegs zu verstehen - nicht weil das so durchdacht ist, sonder weil es schwer ist, Irrsinn einen Sinn zu geben. Und etwas enttaeuschend das die erste Stunde wirklich nichts zur Sache tut - so bleibt letztlich nur ein greller Unsinn. Ein Teil davon (mit einem Ex-Straefling der die drei erpressen will), wirkt wie eine Komoedie. Pluspunkt ist vielleicht noch Pier Angeli als Hausherrin - die sieht doch recht suess aus. Leider begann sie 1971 Selbstmord. Zynisch koennte man jetzt sagen: Wer haette das nach diesem Film nicht getan? Nein, ehrlich, der Film ist zwar wirklich bizarr, aber, wenn man keinen Sinn und keine echte Story erwartet, dann unterhaelt der Film doch ungemein, und die drei Hauptdarsteller sind sehr gut, ehrlich. Und er erzeugt sogar sowas wie Spannung. Man moechte nach 'ner Weile wirklich wissen: Wohin fuehrt uns dieser Film? Was fuer ein Ende bietet er? So, und das beste kommt zum Schluss, "The Child" (1972). Ja, das ist zumindest ein Giallo, sehr schoen, mit tollem Venedig-Setting, atmosphaerisch. Der Vater auf der Suche nach dem Moerder seiner Tochter, ja, es hat ein bisschen was von "Wenn die Gondeln trauer tragen", ohne jedoch an dessen extrem intensive Stimmung heranzureichen. Lazenby als Hauptdarsteller ueberraschend gut - aber, was tat der nicht alles um sein "James Bond" Image Loszuwerden. Also wie er hier aussieht, der Schnurbart, das lange Haar und abgemagert wie ein Aidskranker - da fuehlte ich mich sofort an jemand anderen erinnert: Matthew McConaughey in "Dallas Buyers Club". Ja wirklich, Allerdings bekam Lazenby dafuer keinen Oscar. Und dann natuerlich die gute Musik von Morricone - auch das "Killer-Thema" erinnerte mich an was, passt zwar nicht, klingt aber ein bisschen so wie der Weihnachtschor in dem Bill Murray Film "Die Geister die ich rief". Der Film hat gute Momente, besonders in der ersten Haelfte. Spaeter wirds mir etwas zu ueberfrachtet, zuviele Personen. Man haetts besser komplett aus der Sicht des Vaters erzaehlen sollen. Und die Aufloesung - uhmm...vorhersehbar und unspektakulaer. Du weisst wer der Moerder ist schon nach der ersten Haelfte. Erstmal sind die kurz gezeigten Augen des Killers deutlich nur einer vorgestellten Person aehnlich, und, jeder Protagonist wird zu Anfang Zwielichtig dargestellt - nur einer nicht. Na, wer kann da nur der Moerder sein? Alles in allem aber ein fuer Genre-Fans sehenswerter Film, der von seiner Atmosphaere lebt. Das kalte und duestere, eher unschoene Venedig allein macht das. Musste nur 'ne Story 'drum stricken. Ganz klar der beste Film des Sets.

Also, wirklich empfehlenswert ist dieses Set nur Komplettisten. Gelegenheits Giallo Fans hingegen duerften wohl eher enttaeuscht werden. Ist aber nett aufgemacht. Dickes Digipak im Schuber, mit drei Postern. Und sowohl "Blutiger Zahltag" und "The Child" kommen mit einer Featurette als Bonus - das Interview mit Regisseur Lado fuer "The Child" ist besonders empfehlenswert, der erzaehlt wirklich ganz normal und ohne viel Trara. Und alle drei Filme liegen in ausgezeichneter Bildqualitaet vor.
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am 18. Oktober 2015
3 kleine klassiker des italo-kinos in einer schönen box.

The Child: ein toller giallo mit george lazenby in bestform. der beste film in dieser box.
Blutiger Zahltag: ein ordentlicher thriller mit ray milland.
In the Folds of the Flesh: ein anständiger krimi, jedoch etwas überladen mit überraschenden wendungen.

für fans von gialli, thriller und krimis der 60er und 70er jahre. vielen dank für diese tolle box, koch media!
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VINE-PRODUKTTESTERam 17. Juli 2016
"Wir machten in den 1970er Jahren 400 Genrefilme pro Jahr. Vierhundert!" Bud - Gott hab' ihn selig - Spencer schwärmte vor einigen Jahren einmal in einem Interview von den alten Zeiten. Waren es gute alte Zeiten? Teils/teils. Bei dem enormen Ausstoß der Italiener liegt es in der Natur der Sache, dass auch im "Giallo"-Genre neben gar nicht wenigen Höhepunkten jede Menge Schrott dabei war, billige Exploitation von nackten Tatsachen und blutigen Morden, stümperhaftes Erzählen, nur mühsam durch Sensationslust kaschiert, bestenfalls noch mit einem genüsslichen Sleaze-Faktor ausgestattet.

Vor diesem Hintergrund ist die vorliegende Box tatsächlich ein Querschnitt mit allen Stärken und Schwächen. "THE CHILD'' sehen viele und auch ich als den stärksten Film der Box, mit mysteriösen Kindermorden, einem Ausländer in einem sehr kalten, atmosphärisch dichten Venedig, einer suggestiv-beunruhigenden Filmmusik Ennio Morricones, die mit verfremdeten Kindergesängen arbeitet. Zudem gibt es eine metaphorisch reiche Bildsprache, Spannung sowie eine beunruhigende Gesellschaftskritik, und Einmal-Bond George Lazenby in der Hauptrolle schlägt sich wacker. Der werbewirksam eingesetzte Vergleich mit Nicholas Roegs 'Wenn die Gondeln Trauen tragen' mag ein bisschen hoch gegriffen sein, aber das ist allemal ein überdurchschnittlicher Giallo, in dem der im Genre bekannte Regisseur Aldo Lado oft großes Geschick beweist. Vier Sterne; siehe bei Interesse diverse Einzelrezensionen - auch meine eigene - bei dem Film.

"BLUTIGER ZAHLTAG" ist der interessante Versuch, einen bis heute rätselhaften Kriminalfall in dramatische Form zu bringen, der sich 1934 in Australien ereignet hat und den die Macher im Land gelassen, aber in die Jetzt-Zeit (1977) verlegt haben. Bis zur Unkenntlichkeit im Gesicht verbrannt ist das tote 'Pyjama Girl', dessen Identität zunächst geklärt werden soll, auf dass die Polizei den Mörder finde. Der Film zeigt in Parallelmontage diese Ermittlungen sowie die Vorgeschichte, sodass uns die Identität des Opfers schnell klar ist und wir im Folgenden sehen können, wie es zu der Tat kam. Das ist insbesondere gegen Ende sehr gewinnend, zu Beginn aber auch etwas ermüdend. Die gute Frau will einen reichen, gesellschaftlich geachteten Mann, der zudem romantischer Softie und im Bett ein Hengst sein kann ' und weil man das selten in einer einzigen Person findet, schläft sie parallel mit dreien. Das macht sie ziemlich unsympathisch, und auch wenn wir schon ahnen, dass wir es mit Rückblenden zu tun haben und sie es ist, die getötet werden wird ' warum soll man sich auch nur ansatzwiese für dieses hedonistische, wenn auch gutaussehende, Weib interessieren? Zudem versucht der Film eine etwas seltsame Mischung aus nüchterner Erzählweise (anders als in vielen Gialli werden die Details von Gewalttaten immer ausgespart statt kunstvoll in Szene gesetzt) und Perversionen am Rande (ganz viele Nebenfiguren sind unglaublich verkommen, so wie der dicke, ungepflegte Schrotthändler, der sich beim Glotzen auf das Gesäß der nicht minder beleibten, Wäsche aufhängenden Nachbarin selbst befriedigt). Darin habe ich nicht so ganz die erzählerische Berechtigung verspürt, es wirkte aufgesetzt. Der Film hätte so etwas nämlich eigentlich nicht nötig gehabt, verfolgt er doch neben der potenziellen Rekonstruktion (bei der er sich aber diverse Freiheiten erlaubt) einen interessanten, gesellschaftskritischen Subtext. Sämtliche wichtigen Figuren sind Ausländer in Australien, aus verschiedenen Ländern, und das Drehbuch lässt keinen Zweifel daran, dass sie deshalb auch Außenseiter sind, Menschen mit weniger Rechten, ohne die heute so vielgepriesene Integration. Nicht zuletzt daher rühren diverse Handlungen der Figuren, die schließlich in der Katastrophe münden. Und die meisten Ordnungshüter scheren sich einen Dreck um das alles, indem sie entweder inkompetent oder rücksichtslos brutal oder beides sind.

Dem ziemlich durchwachsenen Eindruck folgt immerhin ein starkes Finale. Nachdem wir die Frau, die nicht mehr lange leben wird, aus ganzem Herzen verachten, geschieht mit ihr etwas Dramatisches. Nun sind es die Männer, die durch ihre Reaktion in schlechtem Licht erscheinen, wohingegen wir bei der Frau unser Urteil vorsichtig zu revidieren geneigt sind. Und grad dann ' das ist emotional stark, während vorher jegliche Empathie fehlte ' laufen alle Fäden zusammen und geschieht der Mord, etwas anders als erwartet und als letztlich tragische Kettenreaktion mit einem brutalen Schlusspunkt. Nicht nur dramaturgisch eine Steigerung, sondern ganz am Ende auch bei der Bildsprache: Die Gewalt ist sehr suggestiv, weil wir die Tat nicht unmittelbar sehen, aber anhand der Handbewegungen des Täters uns die ganze schreckliche und auch reichlich kaltschnäuzige Brutalität ausmalen können. Dennoch sind mehr als drei Sterne insgesamt leider nicht drin. Ach ja, Ray Milland und Mel Ferrer spielen mit.

Ob man drei Sterne für "IN THE FOLDS OF THE FLESH" überhaupt noch geben könnte? Am Anfang dachte ich an fünf ohne Wenn und Aber, denn eine sechsminütige Pre-Title-Sequence ist ein wahres Feuerwerkt der Inszenierungs-, Beleuchtungs- und Schnittkunst: Ein Mann wurde in einem schlossartigen Haus geköpft, Kinder sehen das Ergebnis, eine Frau vergräbt die Leiche und schickt (warum, wissen wir noch nicht genau) ein Motorboot führerlos über einen See. Dummerweise kommt gerade ein Ausbrecher bei der Flucht hinzu, sieht sich seiner Fluchtmöglichkeit beraubt und scheint einiges mitbekommen zu haben. Mannomannomann, schon in wenigen Minuten so viele spannende Interaktionen, ein wirklich authentisch aussehendes, dunstiges Morgengrauen, das geheimnis-/grauenvolle Schloss vor diesem wolkenverhangenen Morgennebel, das Verheimlichen gewisser Grabungsarbeiten vor der Polizei in letzter Sekunde, die Parallelmontage der beiden Handlungen. Mit nervöser Handkamera die Ausbrecherhatz, mit gothic-artiger Kühle das Geschehen in Schloss und Garten. Zudem Geier als Symbol des Todes. Immer wieder kurz hereingeschnitten die Kinder, die alles gesehen haben und denen es sich einbrennen wird, wie schon ein Schriftzug suggeriert hatte. Kleine, aufmerksam inszenierte Blicke und Gesten, z.B. wenn der Ausbrecher und die 'Totengräberin' sich kurz ansehen und er zu verstehen gibt, etwas mitbekommen zu haben.

Leider wird der Film dieses Niveau nie wieder erreichen, auch wenn die Credits vor spiralförmigen, sich drehenden Farbmischungen und zu ständig wechselnden und dann mittendrin aufhörenden Musikthemen noch wie eine herrliche Sleaze-Version von 'Vertigo' wirken. Wir erfahren, dass sich das Gesehene vor 13 Jahren (also 1957) ereignet hat (wonach, das trübt die Eröffnungsszene im Nachhinein, die Autos, Kleider und Frisuren aber nicht im Geringsten ausgesehen hatten). Dann kommt der Film vom Hundertsten ins Tausendste. Natürlich muss das Geheimnis der Vergangenheit noch aufgeklärt werden und müssen diverse Personen an den Folgen, die die Tat in ihrer Psyche eingebrannt hat, leiden. Vor allem aber müssen diverse andere Personen deswegen sterben. Irgendwann wird alles so abstrus, dass auch egal ist, ob das nun ein psychologischer Thriller oder eine Geschichte um kühl kalkulierten Schurkereien ist. Übrigens eine bei 'Vertigo' wunderbar funktionierende Idee, die aber hier auf dermaßen überladene und hergesuchte Weise präsentiert wird, dass es schmerzt. Sleaze-Fans können sich immerhin an der einen oder anderen originell-makabren Schurkerei in einem quietschbunten und garantiert nie langweiligen Film erfreuen (im Gegensatz zu "Blutiger Zahltag" lässt der vorliegende Film wirklich nichts aus). Allein die Sache mit der sich öffnenden Kuckucksuhrklappe, wodurch schwuppdiwupp eine tödliche... aber nein, das müssen Sie, wenn Sie wollen, selbst sehen. Resistent gegenüber Geschmacklosigkeiten sollten Sie allerdings schon sein, wobei ich richtig ärgerlich deren nur eine fand: Als gäbe es der Ursachen aus der Vergangenheit nun wahrlich nicht genug, stellt sich auch noch heraus, dass eine der Schlossdamen in den 1940er Jahren mitansehen musste, wie ihre Mutter im KZ vergast wurde. Sie selbst wurde verschont, jedenfalls vor den Kammern, um vergewaltigt zu werden. Warum sehen alle nackten Damen auf dem Gang zur 'Dusche' super aus, wurden sie vorher nochmal aufgepäppelt, mit Samthandschuhen angefasst und in den Schminkraum geschickt? Warum soll diese Szene zeigen, wie die von den Kammern Verschonte an Zyanidkapseln gekommen ist, die in dann in der Film-Gegenwart eine Rolle spielen? Haben ihr die die Bewacher aus lauter Nettigkeit in die Hand gedrückt und sie dann noch freigelassen? Das ist furchtbar, und ich finde, eines der gang großen Menschheitsverbrechen so zur reichlich hanebüchenen Unterhaltung zu missbrauchen, wirklich daneben.

Insgesamt ist der Film aber am Anfang wirklich originell und gut und anschließend oft immer noch recht unterhaltsamer Trash, sodass ich ihn nicht wegen einer einzigen Szene aus ganzem Herzen zu verurteilen vermag. Also ein Mal vier, ein Mal drei (mit Tendenz zu 3,5) und ein Mal zwei bis drei Sterne. Insgesamt so leider nicht mehr als drei. "Meisterwerke", wie Koch Media auf die Rückseite des Schubers schreibt, sind das nicht. Dankenswert ist hingegen die Aufmachung. Zu jedem Film liegt ein interessanter Text auf einem knallgelben Poster vor, bei "The Child'' gibt es ein Interview mit dem Regisseur und bei "Blutiger Zahltag" eines mit einem wichtigen Nebendarsteller als DVD-Extra (ansonsten nur Trailer). Die Bildqualität ist für Filme dieses Alters gut, "In the Folds'' liegt nur auf Englisch und Italienisch mit optionalen deutschen Untertiteln vor, die anderen beiden gibt's zusätzlich auf Deutsch.
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am 17. August 2016
Drei Filme aus dem Bereich Giallo, absolut fesselnde Filme

The Child – Die Stadt wird zum Alptraum, eine packende Mischung aus Thriller und Horrorfilm, unter anderem mit One James Bond George Lazenby.The Child" fesselt ab der ersten Minute mit seinen traumhaften Bildern aus der Lagunenstadt und seiner hypnotischen Musik, ein absolutes Highlight aus der Giallo Reihe, wenn es nicht die ganzen Dario Argentos gäbe, vielleicht ein All Time Top Ten Hit.

Auch stark sind Blutiger Zahltag und

In The Folds of the Flesh: Der von der Polizei verfolgte Mörder Pascal Gorriot beobachtet des Nachts auf seiner Flucht, wie die junge Lucille eine Leiche im Garten ihres Anwesens vergräbt, doch er wird verhaftet, ehe er von dort fliehen kann. Dreizehn Jahre später lebt Lucille immer noch in dem Haus, zusammen mit ihrem inzwischen erwachsenen Sohn Colin und der jungen Tracille, die wohl die Tochter ihres verschwundenen Mannes Andre ist. Etwas stimmt ganz und gar nicht mit dieser Familie, denn als ein angeblich entfernter Cousin namens Michele und dessen Freund Alex dort auftauchen,
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am 20. Januar 2016
Mit dem italienischen Giallo Genre ist das immer so ein Ding für sich . Geschmacksache ist es, wie die Südländer so ihre filmischen Pastagerichte würzen und anrichten. Deswegen ist immer Vorsicht geboten bei Lobeshymnen erklärter Giallo-Aficionados, denen man auch den letzten abgestandenen Grappa anbieten kann, aber auch den notorischen Verissen derjeniger, die sowieso mit dem heissblütigen Italo Sleaze und Thrillergemisch nichts anfangen können.
Ganz subjektiv bewertet halte ich diese zweite Compilation von Koch Media für latent ärgerlich und ungeniessbar.
Waren in der ersten Box noch Regiegrössen wie Sergio Martino (" Der Schwanz des Skorpions") vertreten , so wurde doch hier der unerfreuliche, oft mörderisch zähflüssige und ranzige Bodensatz des Genres zusammengeschlunzt. Das werden andere natürlich konträr sehen, wie gesagt die Grenzen zwischen trashigem Kult und gehirnerweichendem Quark , kaum mehr geniessbar , ist da fliessend und deshalb individuell zu ziehen.
Für mich waren diese drei Giallo Eruptionen mehr oder weniger ein Reinfall, umd eine Kaufempfehlung für einen stolzen Preis kann ich nicht geben.
Fangen wir mit dem noch erfreulichsten an, der dann auch mitverantwortlich ist, dass diese Box überhaupt zwei Sterne bekommt.

" The Child" lässt durch zwei Dinge aufhorchen. Einmal durch Regisseur Aldo Lado , dem wir ein Meisterwerk des schauerpoetischen Giallos , das versponnen böse Traumstück " Malastrana" verdanken und dann dadurch , dass der Film mit dem Handlungsort Venedig eigentlich nicht viel atmosphärisch falsch machen kann. Tatsächlich ist dieser Film der niveauvollste und ansprechendste des Trios, doch weit entfernt von der dramaturgischen Geschlossenheit und Intensität von Lados Vorgängerfilm.
Venedig wird hier in ähnlich eindrucksvoll melancholischen Bildern inszeniert ,wie in Roegs " D' ont look now" doch spätestens nach dreissig Minuten wird die Suche nach einer schwarzgekleideten Femme fatale , ihres ( oder seines ?) Zeichens Kindermörderin in der Lagunenstadt zur ungelenk schwergängigen Geduldsübung ohne nennenswerte Höhepunkte ( von Logik ganz zu schweigen, die man allerdings insgesamt bei Giallos weit nach hinten rücken sollte ) .

Ab jetzt wird der Parmesankäse erst wirklich schauderhaft.
In " Blutiger Zahltag" geht es um den Fund einer schrecklich entstellten Frauenleiche am australischen Strand. Der pensionierte Inspektor Thompson ( der leider abgewrackte Hollywoodstar Ray Milland, der wohl auch zu diesem kläglichen Zeitpunkt seines Filmschaffens eine Rolle als Standventilator dankbar angenommen hätte ) setzt verbissen alles daran den Täter zu überführen. Sonnyboy Schönling Roy Conner und der italienische Einwanderer Antonio könnten mit dem Mord etwas zu tun haben. Das gesamte halbgare Prozedere ist so billig, schmierig und vollkommen uneinheitlich zusammengestöpselt mit null Spannung, Atmosphäre oder Geschick, dass sich die Rauhfasertapete an der Wand verkrümelt . Der ramschige Blödsinn wird mit einigen Nackedei -und Sleaze Szenen aufgepeppt, ohne dass dadurch die schlaffe Spaghetti wieder al dente wird.
Kurz gesagt nach diesem Himmelfahrtskommando weiss man Genregrössen , wie Dario Argento, Mario Bava oder den frühen Lucio Fulci erst recht zu würdigen.

Vollkommen herausgeflogen sind sämtliche Sicherungen des Mäusegehirns in dem mutierten Psycho - Knallbonbon " In the folds of flesh".
Da geht es so lustig her, dass dem Zuschauer vor grell sackwieherndem Total Irrsinn, die Fussnägel durch die Decke schiessen.
Der Verbrecher Pascal Gorriot , schmierlappigster Ganove, den man sich nur vorstellen kann, durch den Fernseher dünstend und sicherlich stolz darauf seine verpilzten Klamotten schon so lange zu tragen, dass diese operativ vom Chirurgen entfernt werden müssten, erpresst die labile Lucille. Vor Jahren hat er beobachtet, wie diese eine Leiche im Garten vergrub. Womit der schwitzige Klops allerdings nicht rechnete ist, wie psychopathisch Lucille und ihre Sippschaft ist. Kindheitstraumata erblühen auf der Leinwand zu giftigem Eigenleben, dazu gehört Naziexploitation , Schreikrämpfe, Nervenzusammenbrüche und das ein oder andere Säurebad in dem dann Pappedeckel- Köpfe und Plastik Prothesen peinlich billigster Sorte frisch aus dem Yps- Bausatz zerkochen dürfen.
Nach diesem filmischen LSD -Trip, der , und das ist das eigentliche Drama, sturzlangweiligen Art, kramt man mühsam die letzten Gehirnzellen zusammen und ist kurz davor diese Compilation im Putzeimer zu ertränken. .
Von Spannung, Thrill, Horror und Flair kann hier wohl nicht mehr die Rede sein, ausser man hält auch das eingestrunzte Katzenklo des Stubentigers für eine aromatische Partybowle.

So ist zu konstatieren. Wer Giallo liebt oder auch erst einmal kennen lernen will, der sollte wirklich mit den kunstvollen Klassikern dieses Genres beginnen.
Wer " Der Killer von Wien" , Argentos " Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe" oder " Profondo Rosso" , auch " Das Parfum der Dame in Schwarz" , Fulcis " D' ont torture a duckling" oder " Die sieben schwarzen Noten" als Einstieg wählt, der ist auf jeden Fall besser bedient.
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am 1. Dezember 2013
Zum zweiten Mal bringt Koch Media eine Selektion seltener Gialli heraus, in glanzvoller Aufmachung. Drei schicke Poster vervollständigen die DVD Box. Alle drei Filme sind in guter Qualität erhalten und mit ein paar Extras angereichert. Lediglich die Filme selbst sind nun nicht die umwerfendsten Vertreter ihres Genres. Es handelt sich eher um wirkliche Raritäten die gerade für Fans des italienischen Krimikinos interessant sein dürften. Zu den Pflichtexemplaren des Genres gehören sie nicht. Richtig mitreissend ist eigentlich nur The Child, ganz im Nicholas Roeg Stil...
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