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Kundenrezensionen

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am 7. Februar 2015
Remasterte 30th Anniversary-Deluxe-Edition von 2013 des 8.Studio-Albums von 1983 des britischen Multi-Instrumentalisten, dass in Deutschland, Schweden und Norwegen Platz 1 der Charts belegte. Herzstück der Platte ist sein ambitioniertes 20 minütiges Titel-Stück "Crises", dass kurze Gesangspassagen des Künstlers enthält. Kommerzielles Meisterstück ist Oldfields erfolgreichste Single "Moonlight shadow" und sein Folgehit "Shadow on the wall". Das von Maggie Reilly gesungene "Moonlight shadow" führte 1983 europaweit wochenlang die Single-Charts an. Die rauhe Rockstimme von Roger Chapman auf "Shadow on the wall" gepaart mit Oldfields unwiderstehlichen melodischen Riffs bescherten einen weiteren internationalen Chart-Hit. Künstlerisch matt und belanglos in Gesang und Spiel präsentiert sich der dritte Chart-Hit "Foreign affair", ebenfalls von Maggie Reilly interpretiert. Auch die unverwechselbare Stimme von Yes-Sänger Jon Anderson kann das musikalisch enttäuschende "In high places" künstlerisch nicht aufwerten. Die Special-Edition beinhaltet die bis dato unveröffentlichten Unplugged-Remixe von "Moonlight shadow"/"Shadow on the wall", die A-Seite-Single "Mistake"(1982), auch am amerikanischen Crises-Release veröffentlicht, die Single-Extended-Version von "Crime of passion", die A+B-Seite-Single "Jungle gardenia"(1984) und die Maxi-Single-Versionen von "Moonlight shadow/Shadow on the wall"(1983) und wertet die Veröffentlichung mit satten 7 Bonus-Tracks nochmals auf.
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am 14. Dezember 2016
"One side is very commercial, full of singles, while the other is more the material I want to do for personal satisfaction. It's a case of keeping everybody happy." Diese genial-pragmatische Kompromissbeschreibung findet sich in den Liner Notes der originalen Crises-Ausgabe. Nachdem Oldfield in den Siebzigern mit Tubular Bells, Hergest Ridge, Ommadawn und Incantations komplexe Instrumentalsuiten zwischen Folk, Rock und Minimal Music komponiert und eingespielt hatte, wandte er sich ab 1979 vermehrt der leichteren Popmusik zu. Nicht zuletzt durch Druck von seiner Plattenfirma Virgin, die ihn nur promoten wollte, wenn er auch Popsongs schrieb. Crises ist ein trotziges "Kompromisswerk", das auch als Gesamtalbum meines Erachtens von allen seinen Popalben am Besten funktioniert, gerade weil die verschiedenen disparaten Teile letztendlich doch sehr gut miteinander harmonieren. Auf der A-Seite findet sich ein zwanzigminütiges Prog-Rock-Stück, welches sogar Heavy Metal-Elemente beinhaltet und auf dem Oldfield selbst singt. Auf der B-Seite dann ein Mix aus Pop- und Rocksongs (darunter Oldfields größte Hits Moonlight Shadow und Shadow on the Wall mit der Stimme Roger Chapman) und dazwischen mit Taurus III sogar noch ein Flamenco-Instrumental. Für ungeheure Dynamik sorgt die Kollaboration mit anderen Musikern wie dem Toto-Drummer Simon Phillips, der dieses Album sehr nachhaltig prägt und zu Oldfields wahrscheinlich perkussions- und rocklastigsten Werk macht.
Die remasterte Ausgabe verfügt über eine sehr gute Klangqualität. Die Bonustracks sind prima, auch wenn diese auf einer zusätzlichen CD oder als Download-Gutschein sicher besser aufgehoben wären. Jedenfalls höre ich ein Album gerne so, wie es auch konzipiert worden ist und es stört mich, wenn ich dazu nach Track 5 schnell den Player ausschalten muss. Davon abgesehen eine sehr gelungene Neuauflage.
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am 12. November 2009
Es ist und bleibt ein besonderes, wenn nicht gar das populärste Album von Mike Oldfield. Sicher, Tubular Bells mag für die meisten Oldfield-Fans unschlagbar sein, doch der vergleich mit Crises würde hinken, hätte den typischen Äpfel-Birnen-Charakter.
"Crises" ist ein eigenständiges und selbstbewusstes Album, das trotzdem eindeutig und unverkennbar Oldfields Handschrift trägt. Schöne Melodien, brillanter Gesang, ausgeklügelte Soundtüfteleien, und eine Räumlichkeit die den Klang "Atmen" lässt.

Waren die vorhergegangenen Alben oft Lust- und Höhepunktlos, mutet Crises wie eine Offenbarung an. Hervorzuheben ist natürlich das 1. Stück ("Crises") das im ganzen aus 4 Klangsequenzen besteht. Die Wahl der Instrumente, als auch die herausragende Studiotechnik machen den Klang und seine Räumlichkeit klar besser als dies auf allen vorgängern der Fall war.
Zu unrecht wird Crises als Nachfolgealbum von "Five Miles out" gehandelt. Crises ist klar besser, es liefert nicht nur Spannungen, sondern auch die Höhepunkte dazu, Musikalisch wie klanglich. "Taurus 3", das Vorletzte Stück, ist klar das beste und einfallsreichste aus der Taurus-Reihe. "Foreign Affair" ist Melodisch und gefällt auf anhieb. Das Stück "In high Places" ist ein wahrer Ohrwurm und wird von dem Sänger der Gruppe "Yes" Interpretiert.
Zu guter letzt : "Moonlight Shadow" und "Shadow on the Wall" - Zwei 80er Hits, Ohrwürmer, und sicher im Falle von Roger Chapman sein grösster Erfolg.

Mein Fazit : Schon allein wegen des 1. Stückes lohnt sich der Kauf. Eine Schallplattenseite lang Musik vom allerfeinsten ! Und : Bitte nur mit gutem Equipment abspielen - diese CD gibt klanglich zu viel her um sie in einer Kompaktanlage zu vergewaltigen ;-)
22 Kommentare| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Februar 2014
Über die Musik Oldfields, seine intelligenten und teils ungewöhnlichen Kompositionen muss man keine Worte verlieren. Ich hatte mich über die Neuauflage gefreut, um meine Vinyl-Sammlung zu ergänzen, insbesondere wegen Roger Chapman. Klanglich allerdings ist die Auflage kein großer Wurf, viel zu schlank, farblos bis dünn tönt sie; immerhin sauber differenziert. Was jedoch völlig inakzeptabel ist, sind die massiven Störgeräusche, Knackser und Plopps durch eine offensichtlich sehr schlechte Pressung und/oder fehlende Nachreinigung. Da helfen auch 180 Gramm nicht. Ich hatte bereits eine Rezension gelesen, in der der Autor die Problematik angesprochen hat, dachte aber, es wird sich um ein Einzelphänomen handeln. Dem ist nun gewiss nicht so. Von daher – Finger weg von der LP und eher die CD wählen. knut isberner
22 Kommentare| 15 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 16. Januar 2015
Zwar fällt es mir nicht nicht leicht,einem so poppigen,zumindest teilweise auf Kommerz ausgerichteten Album (was MO ja selbst zugibt) eine gute Bewertung zu geben,jedoch befindet sich "Crises" mitten in der Pop/Pop-Rock-Phase von Mike Oldfield und macht innerhalb dieser Musikrichtung eine recht gute Figur,meine ich.
Das 8.Album des vielseitigen britischen Ausnahmemusikers erschien 1983 und sollte ein Mega-Erfolg werden.
Mit dem zugegebenermaßen platten "Moonlight Shadow" hatte er seinen größten Single-Erfolg,aber auch "Shadow On The Wall" war sehr erfolgreich.
Zugute halten muß man ihm auch,daß er die Hälfte der Scheibe wieder mit einem größtenteils instrumentalen Longtrack füllt,der aber aus verschiedenen Teilen zusammengesetzt ist und nicht so homogen ausfällt,wie andere.
Auch erreicht "Crises" nicht die Wirkung älterer Longtracks,wirkt nicht sonderlich innovativ oder gar progressiv;von Instrumentals,wie "Ommadawn" ist der Track in jeder Hinsicht weit weg,dennoch hat er seine starken Momente und bildet einen netten Kontrast zu den Pop-Nummern im Single-Format der zweiten Hälfte,wobei man das nette Instrumental "Taurus 3" dort auch noch positiv erwähnen sollte.
Ansonsten hat MO die Musik allein geschrieben und eine bemerkenswerte Auswahl an Gastmusikern zu bieten.
Die Vocals übernehmen Maggie Reilly,Roger Chapman ,Jon Anderson (Yes) und er selbst.
Mit Pierre Moerlen am Vibraphon,Phil Spalding am Baß,dazu Rick Fenn und Ant Glynne an der E-Gitarre ist er gut besetzt.
Mike selbst übernimmt die Keyboards,spielt ua E-Gitarre,Harfe,Mandoline,Baß.
Dennoch bleibt es ein Pop-Album,auch der Longtrack "Crises" wirkt synthetisch,künstlich,auch für ungeübte Hörer leicht verdaulich.
"Crises" ist sehr,sehr leichte Kost,besitzt im Rahmen des Genres jedoch schon einen gewissen Charme.

Die Klangqualität ist erfreulich,der glatte,polierte Klang ist ja so erwünscht.
Die erste CD fiel gegen die Schallplatte aber hörbar ab.
Die 2000 erhältliche Remaster-Edition brachte deutliche Besserung.Simon Heyworth reduzierte die Dynamik zwar etwas,insgesamt klingt die CD jedoch ganz anständig.Wer über einen HDCD-tauglichen Player verfügt,darf sich über eine entsprechende Codierung und daher gesteigerte Dynamik und höhere Auflösung freuen.Klasse.
2012 wurde dann neu remastered.Paschal Byrne ließ der CD mehr Dynamik,die Arbeit von Heyworth klingt für mich aber leicht besser.Da beide gelungen sind,ist das wohl Geschmackssache.
Interessanter ist da das Bonusmaterial der verschiedenen Editions.
Während schon die 30th Anniversary CD mit zwei "neuen" Studio-Tracks und Maxi-und Unplugged-Versionen von "Moonlight Shadow" und "Shadow On The Wall",dazu einer Extended-Version von "Crime Of Passion" glänzt,kriegt man auf der Deluxe-Edition noch eine ganze CD mit Live-Tracks dazu.
Die vergriffene,limitierte Super Deluxe Ed. protzt sogar noch mit einer kompletten Neuabmischung in 5.1 Surround-Sound auf DVD,einer zusätzlichen Konzert-CD,einem Auftritt bei Top Of The Pops,noch mehr Live-Material auf DVD,einem Buch...
Was man davon (bezahlen) will,muß jeder selbst wissen,das Album selbst dürfte aber jedem gefallen,der auch "Five Miles Out","Discovery" oder "Islands" mag.
Wer aber diese Scheiben haßt und nie verwinden konnte,daß Oldfield ins Pop-Lager gewechselt war,sollte um "Crises" einen großen Bogen machen.
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am 26. Juni 2001
Der Titel "Crises" ist eigentlich für dieses Werk die Untertreibung schlechthin. Ein perfektes Produkt in allen Belangen. Musikalisch und technisch ein Meilenstein im Schaffen des Multi-Instrumentalisten.

Die "Crises" stellt nicht nur die konsequente Fortsetzung der Arbeiten an "Five Miles Out" dar, sondern zeigt durch die Variation des komplexen Titelstückes "Crises" und den Single-Tracks der zweiten Hälfte die Vielseitigkeit Oldfields auf.

Als ausserordentlich erfolgreich zeigte sich auch die Zusammenarbeit mit dem britischen Ausnahme-Schlagzeuger Simon Phillips, der gleichzeitig als Co-Produzent für "Crises" und die darauf folgenden "Discovery" agierte und Oldfield auf dem legendären Wembley-Konzert und der späteren Discovery-Tour als Drummer begleitet hat.

Erwähnenswert die "Gästeliste" auf der "Crises": Neben Maggie Reilly agieren auch Rockröhre Roger Chapman (Shadow on the wall) und Yes-Sänger Jon Anderson (In high places).

**** Update 2013 ****

Direkt nach der Ankündigung dieser Box wurde auch schon auf den Bestellknopf gedrückt. Warum? Für den echten Fan gibt's hier neben einem sehr aufgeräumten neuen Mix der Crises selber zwei echte Goodies: einige bisher in den Kellern der BBC verstaubte Aufnahmen des Wembley-Konzertes und dazu den gesamten Audiomitschnitt. Das alleine war für mich schon der Grund zur Bestellung.
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am 28. Februar 2011
Um klarzustellen, ich bin nicht unbedingt mike oldfield fan. Aber tubular bells ist schon ein rock meilenstein, wo sich andere alben von mike sich daran zu messen haben. Crisis begegnete ich mit gemischten gefühlen. Das lange stück lehnt sich an der tubular bells tradition, viele ideen, schöne, stimmungsvolle Sounds, gute inspirative atmosphäre, doch was mir regelrecht stört, ist das mike viel zu viele und schnelle wechsel hat, manchmal unschön und nur hintereinander, so 50 sec ein part, dann der nächste usw. da ist mir zu viel bruch drin, kaum hat man sich auf die sounds, rhythmus gewöhnt, schön wird der nächste part um die ohren gehauen... erst als die ruhige passagen wieder einsetzen (so ab min.10) spinnt es wieder wunderbar, da blüht wieder mikes schönklingender teppich... Die hits moonlight shadow und foreign affair (einer meiner lieblingspopstücke überhaupt)auch wenn 100 mal abgenudelt, klingen wunderbar, dank maggies subtil einsetzende stimme,chapmans stück dagegen konnte mich noch nie richtig packen, ebenfalls das yes-stück. Den hut ziehen möchte ich dabei vor der fantastische Soundqualität, die das ganze album soundtechnisch zu einem tollen hörerlebnis machen. crisis ist tolle musik und technisch bahnbrechend für ihre zeit. 4 sterne (wegen paar leichte kompositorische mängel bei crisis, in high places und shadow on the wall, das ist aber mein eigenes empfinden)!!
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am 6. April 2001
Auf "Crises" machte Mike Oldfield zum ersten Mal einen Spagat zwischen Kommerz und Konzept. Durch seine früheren Stücke wie "Ommadawn", "Incantations" oder "Tubular bells" war Mike Oldfield für die meisten Radiostationen tabu, denn wer möchte schon gerne ein 20-minütiges Opus in sein Programm aufnehmen? Auf "Crises" bietet Oldfield mit dem Titelstück "Crises" sowohl ein langes Monumentalopus, als auch mehrere kurze Titel, die allesamt Hitqualitäten hätten. Die beiden Songs mit Maggie Reilly ("Moonlight shadow" und "Foreign affair" zeichnen sich durch perfekt arrangierte Melodien und samtweiche Stimme der Sängerin aus. Im krassen Gegensatz hierzu "Shadow on the wall" (mit Reibeisenstimme Roger Chapman). Auch "In high places" mit Yes-Frontman Jon Anderson kann voll und ganz überzeugen. Sicherlich auch ein Höhepunkt ist "Taurus III", eines der schnellsten und besten Gitarreninstrumentals, das ich kenne. Schade, dass Oldfield eigentlich nur "Moonlight shadow" und "Shadow on the wall" als Singles ausgekoppelt hat. Ansonsten: Sicherlich ein Meilenstein in der Karriere Mike Oldfields, öffnete er sich mit "Crises" doch einem breiteren Publikum. Meines Erachtens ein gelungener Spagat und eines der besten Alben der gesamten 80er Jahre.
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HALL OF FAMEam 8. September 2013
Bereits der kurze, abgedämpft gespielte Gitarrenlauf ist unverkennbar, und wenn dann die sanfte Stimme von Maggie Reilly einsetzt, ist man auch nach 30 Jahren noch gefangen von diesem zeitlosen Popsong. Eine geschlagene Akustische setzt präzise Akzente, und dann folgen zwei hervorragende Soli, eines als Fortsetzung des Eingangslaufes, eines mit verzerrter Gitarre. Moonlight Shadow war einer der großen Hits von 1983, in einer Zeit, als noch Singles und Maxis verkauft wurden. Wann immer Wolfgang Neumann in der Schlagerrallye im WDR (für nicht-NRWler: siehe Wikipedia) die Maxiversion auflegte, müssen Tausende von Cassettenrekordern deutscher Jugendliche geklickt haben wie meiner, denn die Langversion - die heute ein wenig selbstverliebt klingt - stand an der Spitze der Wunschlisten vieler. Der Song hielt sich 74 Wochen in der Top 15 der Schlagerrallye und wurde zweimal in Folge Jahressieger. Das bedeutet für einen Teenager eine halbe Ewigkeit. Die Abstimmung erfolgte noch per Postkarte, da ging viel Taschengeld für Porto drauf (ich gewann allerdings auch zweimal per Auslosung eine Vinyl-LP). Persönlich verbinde ich das auch mit dem Ende der Neumann-Ära (der definitive ELO-Fan hatte nebenbei ein hervorragendes Buch über die Beatles geschrieben) und dem Einzug von immer seichteren Pop-Songs, die mit den Rock-Ursprüngen nur noch wenig zu tun hatten. Es folgten Aha, Europe, Pet Shop Boys und (o Graus - definitiv nach meiner Zeit) David Hasselhoff!

Mike Oldfield stand in den 70ern lange unter dem "selbstverschuldeten" Schock, mit 20 Jahren einen Klassiker der Musikgeschichte veröffentlicht zu haben. Sein Debutalbum Tubular Bells von 1973 ist auch heute noch, gerade im hervorragenden neuen Surround-Mix, ein wiederkehrend tolles Erlebnis. Die Folgealben waren zunächst durchwachsen, wobei ich Ommadawn (Deluxe Edition) und Incantations (Deluxe Edition) (zumindest in Teilen in empfehlenswerten neuen 5-Kanal-Mixen erhältlich) durchaus für gelungen halte. Aber erst als er eine etwas rockigere Seite entwickelte und gelegentlich kürzere, hitparadentaugliche Lieder schrieb, konnte er wirklich an den Anfangserfolg anknüpfen. Wie bereits der Vorgänger Five Miles Out (Deluxe Edition) bestand Crises aus einer langen Albumseite und kürzeren Stücken auf der Rückseite, und bereits der Vorgänger enthielt mit dem Titelsong eine prächtige Single-Auskopplung. Welches der beiden Alben man vorzieht, ist wirklich Geschmackssache. "Five Miles Out" hat einen erdigen, rockigeren Charakter, Crises hat vielleicht die eingängigeren Melodien und geht mehr in Richtung Pop (an sich nichts Schlimmes, nur in den Jahren danach wurde es dann leider poppiger und gleichzeitig seichter).

Mike Oldfield hat Stimmen schon immer mehr wie Instrumente eingesetzt, am Anfang gelegentlich seine eigene und die seiner Schwester Sally (und auch mal einen Chor). Nun hatte er mit Maggie Reilly eine Virtuosin gefunden, die zu seinen Liedern einen eigenen Charakter beisteuern konnte (auch wenn es wohl lange Studiostunden gedauert hat, bis er ihr den ihm vorschwebenden Sound für "Moonlight Shadow" entlocken konnte). Trotzdem setzte er auch diverse andere Sänger ein, so etwa Jon Anderson von Yes im ätherischen "In High Places" und die Rockröhre Roger Chapman, im kraftvollen "Shadow on the Wall". Mike Oldfield ist sicher kein großer Gitarrist, aber er hatte immer schon ein Talent für melodische, schnelle Läufe und fand interessante Klangfarben für seine Soli. Manchmal reichen schöne Melodien für einen erfolgreichen Popsong, aber Oldfield schuf durch geschicktes Arrangieren und interessante Soundvarianten einige wirkliche Perlen der Popmusik. Das gilt auch für das 22minütige Herz- und Titelstück, das in ausgefuchstem Ablauf Ideen für bestimmt ein halbes Dutzend Einzelsongs verarbeitet, Und zwischen den Liedern der zweiten Hälfte, fast beiläufig hingeworfen, zaubert er in "Taurus 3" atemberaubende Duelle zwischen spanischen Gitarren und Mandoline.

Die gerade neu erschienene Deluxe-Box etwa im Format einer Doppel-DVD enthält ein Büchlein mit auch für ältere Augen gut lesbaren Detailinformationen zu den Aufnahmen und eine kleine Rekapitulation der entsprechenden Phase von Oldfields Karriere. Dazu kommt eine CD mit einem aktuellen Stereomix und Bonustiteln, u.a. die Singles "Mistake" und "Crime of Passion" sowie die Maxiversion von "Moonlight Shadow". CD 2+3 enthalten Live-Aufnahmen von 1983 (Wembley). Des weiteren gibt es eine DVD mit einem Auszug des gleichen Live-Konzerts (Crises + Tubular Bells Part 1), drei Musikvideos sowie der vergnüglichen Top-of-the-Pops-Aufnahme des Hits (die allerdings die herrlich überzogene Playback-Vorstellung von "Five Miles Out" aus der ebenfalls empfehlenswerten Deluxe-Ausgabe des Vorgängeralbums nicht übertreffen kann). Die Bildqualität der Live-DVD (im TV-Format 4:3) ist nicht überragend, aber gemessen am Ausgangsmaterial wohl in Ordnung. Interessant ist es allemal zu sehen, wie diese komplexen Stücke durch eine achtköpfige Band interpretiert wurden. Am wichtigsten für mich die weitere DVD mit dem Surround-Mix in wahlweise DD5.1 und DTS, der wirklich fast eine Neuentdeckung der Platte ermöglicht. Leider gibt es keinen hochauflösenden Stereomix. Statt der beiden DVDs hätte man ruhig eine Blu-ray beilegen können, die locker alle Inhalte plus einen Stereomix in DTS-Master-Audio fassen könnte. Die Marktdurchdringung der Blu-ray mag in Deutschland erst bei 50 Prozent liegen, aber bei der Zielgruppe für diese etwa 42 Euro teure Box liegt dieser Wert bestimmt deutlich höher...
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am 10. Dezember 1999
Eine der gelungenen Oldfield Platten, die ich mir immer wieder anhören kann. Unumstrittene Klassiker sind auf diesem Album natürlich die immer wieder im Radio gespielten Songs „shadow on the wall" und „moonlight shadow". Der Stiel dieser Platte paßt meiner Meinung nach aber nicht ganz an den Anfang der achtziger Jahre, das Ganze klingt eigentlich mehr nach den Siebzigern, aber das soll ja kein Schaden sein. Außerdem ist die Platte im Vergleich zu anderen Oldfield Alben weit radiofreundlicher gestaltet. Die ellenlangen Stücke wie sie auf anderen Platten vorkommen sind hier nur im Titelstück „crises" zu finden, der Rest ist von der Länge her neutral. Alles in allem ein absolut empfehlenswerte Platte. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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