Fashion Sale Hier klicken Strandspielzeug reduziertemalbuecher Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More Sommerschlussverkauf Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
52
4,3 von 5 Sternen
Plattform: PC|Version: Standard|Ändern
Preis:9,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 8. September 2013
Mit Memoria bringen die Adventure-Großmeister von Daedalic ihr zweites Spiel aus der Reihe "Das Schwarze Auge" heraus. Der direkte Nachfolter von "Satinavs Ketten" bügelt einige der Schwächen aus dem Vorgänger aus und überzeugt mit einer großartigen Geschichte, wundervollen Hintergründen und interessanten Charakteren.

Story:
Seit Geron und Nuri in "Satinavs Ketten" den Seher besiegen konnten, ist Fee Nuri im Körper eines Raben gefangen. Vogelfänger Geron setzt nun alles daran, ihr ihren alten Körper zurück zu geben. Dabei helfen soll der Tulamide Fahi, der Geron einen Tausch anbietet: Die Lösung seines Rätsels gegen eine Transformation Nuris in ihr ursprüngliches Selbst. Was als harmloses Spruchrätsel beginnt, entwickelt sich schnell zu einem immer größeren Mysterium. Denn die Wurzeln dieses Rätsels reichen Jahrhunderte zurück, bis kurz vor die Entscheidungsschlacht gegen den Dämonenmeister Borbarad.
In dieser Zeit folgt die tulamidische Prinzessin Sadja ihrem Drang, sich zu beweisen, und findet zusammen mit ihren Gefährten in einem unterirdischen Magiergrab eine magische Maske und einen Stab, der nicht nur unbekannte Kräfte, sondern auch eine Seele besitzt. Mit beidem im Schlepptau macht Sadja sich auf den Weg in den Raschtulswall, um sich der Schlacht gegen Borbarad anzuschließen.
Es ist nur logisch, dass beide Fäden trotz des gewaltigen Zeitunterschieds zusammen laufen. Dabei entfaltet die Geschichte schnell eine größere Komplexität, als Satinavs Ketten sie an irgendeinem Punkt vorzuweisen hatte: Zahlreiche Wendungen halten die Story interessant und sorgen zeitweilig gar für Verwirrung. Nicht alle Stränge und Zusammenhänge zwischen den beiden Zeitebenen sind sofort zu durchschauen, für die Auflösung einiger Aspekte müssen wir uns sogar bis zum Ende gedulden.
Stichwort Ende: Was Daedalic hier gelungen ist, grenzt an ein kleines Meisterwerk. War die Geschichte in Satinavs Ketten noch beinahe belanglos, das Ende enttäuschend und unbefriedigend und schlecht inszeniert, wartet hier ein grandioses Finale auf, das für gleich mehrere Aha-Momente sorgt, sehr emotional und dabei gleichermaßen befriedigend ist, wie es Raum für eine Fortsetzung schafft - großartig!

Charaktere und Hintergrund:
Zu Geron und seiner Feenfreundin Nuri gesellen sich in diesem Abenteuer zwei weitere Hauptcharaktere: Prinzessin Sadja und ihr sprechender Stab. Das neue Duo ist dabei mindestens genauso unterhaltsam wie das alte, denn Sadja und ihr hölzerner Freund haben allerlei teils witzige, teils tiefgründige Dialoge spendiert bekommen, die sehr zur Atmosphäre beitragen. Um Geron und Nuri ist es dabei etwas stiller geworden: Oft ist Geron allein unterwegs und selbst wenn Nuri bei ihm ist, trägt sie weniger bei als noch im Vorgänger - was durchaus positiv auffällt, denn der Umschwung von der nervigen naiven Fee zu einem melancholischen Wesen, das zu vergessen droht, wer es selbst ist, weiß durchweg zu überzeugen und sorgt für bittersüße Spielmomente.
Da ist es umso trauriger, dass fast alle Nebencharaktere flach und farblos bleiben. Das betrifft ebenso Gerons und Sadjas Gegenspieler, die zwar Persönlichkeit haben aber dafür wenig Tiefe. Trotzdem bleiben einige davon aufgrund ihrer schön geschriebenen Dialoge und guten Sprecher im Gedächtnis.
Da das Spiel im Universum von "Das Schwarze Auge" angesetzt ist, möchte ich als langjähriger Pen&Paper-Rollenspieler auch hierzu noch einige Worte verlieren: In Satinavs Ketten wirkte das Spiel noch recht schlecht in die Fantasiewelt Aventurien eingebunden. Die Story war ersetzbar und bot kaum Anknüpfungspunkte an die bekannte Welt; in ihrer Form hätte sie in jedes beliebige Fantasy-Universum gepasst. Memoria macht das besser: Nicht nur werden spannende Teile des aventurischen Hintergrunds (Magiergräber, Borbarad, ...) ins Spiel eingebracht, auch bekannte Örtlichkeiten dürfen besucht werden (Drakonia, Wüste Gor, Raschtulswall, ...) und auch bei Kleinigkeiten gibt es immer wieder Verweise zum DSA-Lore: In Rätseln suchen wir magische Kraftspeicher, untersuchen magische Ströme mit einem Odem Arcanum, finden allerlei Artefakte, lernen einige Wörter der tulamidischen Sprache und erkennen Zauber wie den "Hartes Schmelze" oder den "Blick in die Gedanken" wieder. So gehört sich das für ein DSA-Spiel!

Rätsel:
Die Rätsel sind allesamt gut in den Spielverlauf eingebunden. Sie bremsen das Spiel kaum auf, sind motivierend, nicht zu leicht aber auch fast immer logisch. Zwar ist die Balance nicht gut gelungen (einige der meiner Meinung nach schwersten Rätsel kommen zu Beginn, während der Mittelteil und das Ende zu einfach werden), aber kaum ein Rätsel hält einen für länger als eine halbe Stunde auf. Ebenfalls positiv hervor zu heben sind die kurzen Laufwege, die durch schnelle Sprünge zwischen einzelnen Bildschirmen noch weiter verkürzt werden können.
Für wirklich dicke Brocken gibt es das "Questlog", das auf Wunsch auch Hinweise zu Lösungen anbietet. Diese schwanken jedoch zwischen nutzlos und dem kompletten Aufdecken der Lösung, sollten also mit Vorsicht genossen werden. Wenige Rätsel, wie zum Beispiel das Durchqueren eines Labyrinths im Raschtulswall, sind auf Wunsch auch überspringbar.
Schön eingebunden sind die zahlreichen Zauber, die beide Hauptcharaktere über das Spiel hinweg lernen. Sie bieten interessante Mechaniken, zum Beispiel müssen wir Personen durch Gedankenbilder beeinflussen oder kleine Tiere und Pflanzen in Stein verwandeln. Alle Fähigkeiten sind sinnvoll und werden im Spielverlauf häufig genutzt.
Dialogrätsel kommen dagegen kaum vor: Dialoge treiben zu 99% die Geschichte voran. Wir bekommen zwar oft Auswahlmöglichkeiten, bestimmen damit aber meist nur die Reihenfolge der Themen. Die Alternativen haben so gut wie nie eine Konsequenz auf die Geschichte, die damit sehr linear verläuft und wenig Wiederspielwert bietet.

Technik:
Die Hintergründe sind, wie von Daedalic gewohnt, wunderschön gezeichnen und zeigen Aventurien äußerst stimmig. Auch die Charaktere sind hübsch gezeichnet, die Animationen wirken aber manchmal etwas befremdlich.
Auch die Musikuntermalung weiß zu überzeugen, kommt aber leider zu selten zum Einsatz. Zudem sind einzelne Stücke wenig eingängig - positiv hervor sticht jedoch das sehr kraftvolle Intro- und Credits-Theme, das Gänsehaut-Feeling verursacht.
Die deutschen Sprecher leisten gute bis hervorragende Arbeit und bringen Emotionen meist sehr passend herüber. Leider wirken die Dialoge manchmal ein wenig hölzern, da sich Stimmen nicht überschneiden. Manch ein Lacher der Charaktere oder eine hitzige Diskussion wirken dadurch gekünstelt und entfalten nicht die volle Wirkung.

Fazit:
Trotz einiger spielerischer und geringer technischer Mängel vergebe ich für Memoria volle fünf Sterne. Das liegt zum größten Teil an der fantastischen Geschichte, die bis zum Ende motiviert und im Kopf bleibt, sowie an der tollen Dynamik zwischen Sadja und ihrem Stab. Eine so komplexe Story kommt nach Satinavs Ketten doch unerwartet und macht Lust auf mehr. Das Ende ist eines der besten im Adventure-Genre und kann locker mit dem von Perlen wie "The Whispered World" mithalten.
Leider ist Memoria für seinen Preis zu kurz. Adventure-Veteranen können dem Spiel beim erstmaligen Durchlauf in guten 7-9 Stunden den Garaus machen. Mit weniger Erfahrung und ohne die Nutzung von Hinweisen kann es auch etwas länger dauern. Trotzdem füllt es diese Zeit sehr unterhaltsam und ist damit für Adventure- wie DSA-Fans ein Muss.
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. September 2014
Memoria hat nicht nur tolle Synchronsprecher und eine sehr liebevolle Gestaltung zu bieten, die sich in detaillierter Animation und schönen Hintergründen zeigt. Nein, worin dieses Spiel wirklich überzeugt - was es gleich hinauf in mein "Beste Spiele Ranking" geschossen hat - ist die Geschichte. Daedalus Entertainment hat bereits öfter unter Beweis gestellt, wie begnadet man dort mit dem Erzählen umgehen kann (siehe Edna bricht aus oder Satinavs Ketten), aber hier hat sich jemand selbst übertroffen. Charaktere werden sympathisch und vor allem menschlich vorgestellt, sie sind nicht einfach platte Klischees und Stereotypen (der arrogante Magier, die naive Fee, etc.). Sie haben Gründe für ihr Handeln, zeigen Schwächen und erleben Konsequenzen. Auch das Herz von Gender-Forschern wird höher schlagen, denn Frauen sind hier nicht einfach durch ihr Geschlecht charakterisiert als schönes Anhängsel. Die Lovestory-Elemente sind nicht verkitscht, sondern realistisch gehalten und rühren mit ihren unausgesprochenen Momenten mehr zu Tränen als das platte Runtererklären von Gefühlen.
Alles in allem kann - ich würde schon fast sagen, ich muss - ich das Spiel nur weiterempfehlen. Wer sich für 60 Euro die "Hollywood Class" der Spiele kauft (Uncharted und Co, viel Cineastic und wenig Hirn), der sollte einen Bruchteil seines Geldes investieren, um wenigstens einmal ein wirklich gutes Spiel zu erleben.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 14. August 2015
ACHTUNG: Die Rezension enthält Spoiler zu 'Satinavs Ketten'

Einige Monate sind vergangen, seit Geron den Seher besiegt hat. Nuri steckt immer noch in einem Rabenkörper fest und beginnt, sich auch geistig in einen Raben zu verwandeln. Da die Zeit knapp wird, nimmt Geron das Angebot eines reisenden Tulamiden an: Dieser verspricht, Nuri zurückzuverwandeln, wenn Geron ein Rätsel löst. Dieses Rätsel findet sich in der Geschichte der tulamidischen Prinzessin Sadja, die in der Schlacht zwischen Rohal und Borbarad in der Gorischen Wüste zur größten Heldin aller Zeiten werden wollte, die aber fast völlig von der Welt vergessen wurde...

'Memoria' ist die direkte Fortsetzung von 'Satinavs Ketten'. Da sich die Figuren häufig auf Ereignisse aus dem Vorgänger beziehen, ist es sehr empfehlenswert, diesen zu kennen. Wer den ersten Teil nicht gespielt hat, findet im Handbuch die Ereignisse kurz zusammengefasst.

Das Spiel spielt zwar vor dem DSA-Hintergrund, ist aber kein Rollenspiel und greift nicht auf das DSA-Regelwerk zurück. Es handelt sich vielmehr um ein Point'n'Click-Adventure, bei dem man Rätsel löst, indem man Gegenstände richtig miteinander kombiniert.

Es gibt zwei Handlungsstränge, die regelmäßig abwechseln: Den um Geron in der Gegenwart und den um Sadja in der Vergangenheit, wobei Sadja mehr Raum einnimmt und den generell kniffligeren Teil hat. Während man bei Geron in der Regel schnell auf die richtigen Lösungen kommt und notfalls durchprobieren kann, weil die Schauplätze sehr übersichtlich sind, wird es bei Sadja komplizierter. Sie hat meistens mehr Gegenstände im Inventar, verfügt über mehr magische Fähigkeiten und bewegt sich durch größere Schauplätze, so dass es bei ihr mehr Optionen gibt, was das Spiel schwieriger macht. Aufmerksame Spieler, die die Umgebung im Auge behalten und sich mit anderen Figuren unterhalten, finden aber immer eine Lösung für ihre Probleme, ansonsten kann man sich vom Spiel einen mehr oder weniger nützlichen Tipp geben lassen. Die Rätsel sind nicht immer logisch, aber zumindest rückwirkend gesehen plausibel (auch wenn man für die erste Vision etwas guten Willen braucht).

Die DSA-Atmosphäre ist sehr gut eingefangen; man merkt hier, dass die Programmierer Ahnung von der Materie haben. So wird Magie mit dem Odem Arcanum aufgespürt und Flüssigkeit mit 'Weiches erstarre!' verhärtet. Andergast sieht noch genauso aus wie im Vorgänger und ist noch immer ein erzkonservativer Hinterwäldler-Landstrich, die dortige Magierakademie wenig mehr als eine Bretterbude mit eher praktisch orientierten Absolventen. Im Gegensatz dazu steht das gewaltige Drakonia, dass den Spieler schlicht mit seiner Größe erschlägt und in dem man überall auf Elementaristen und Elementargeister trifft. Auch der Shruuf, dem man begegnet, sieht aus wie ein bedrohlicher Dämon und nicht wie eine Kartoffel auf Beinen (Tractatus contra Daemones). Lediglich der Eiselementarist wirkt zu jovial, der Tulamide Fahi hätte mehr schwurbeln können und mit einer für die Geschichte sehr relevanten Aussage hat man den aventurischen Hintergrund komplett verlassen. Die Geschichte selbst ist fesselnd und überrascht immer wieder mit nicht vorhersehbaren Wendungen, vor allem das Ende weiß zu überraschen.

Technisch ist 'Memoria' nicht auf dem neusten Stand, überzeugt aber wieder mit handgezeichneten Hintergründen, bei denen man wie schon im Vorgänger merkt, wie viel Herzblut in ihnen steckt und die perfekt zur Hotzenplotzigkeit von DSA passen. Die Animationen stehen diesmal von Haus aus auf hoch, so dass die Figuren nicht an Marionetten erinnern. Die Sprachausgabe trägt erneut aufgrund der professionellen Sprecher - z.B. Sascha Draeger als Geron - viel zu Atmosphäre bei. Die wiederkehrenden Figuren haben die gleichen Sprecher wie im Vorgänger, für die neuen Figuren wurden ausgesprochen passende Stimmen gefunden. Nur gelegentlich passt die Betonung nicht zur Situation.

Die Spielzeit ist etwas kürzer als im Vorgänger, nach rund 10 Stunden hat man das Ende gesehen.

'Memoria' überzeugt mit kleinen Abstrichen in Sachen Rätsel und DSA-Hintergrund und ist damit ein würdiger Nachfolger von 'Satinavs Ketten'.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. September 2013
Schon lange hat mich keine Geschichte so verzaubert wie in diesem Spiel - weder Buch, Comic, Film, Comic, schon gar nicht als Computerspiel - ich erinnere mich noch an Klassiker vor über einen Jahrzehnt wie "The longest Journey" - und das ist schon lange her.

Ich habe mich auf den zweiten des DAS Adventures sehr gefreut - da mir der erste schon mehr als gut gefallen hat, aber das der zweite den ersten bei weiten übertreffen würde hätte ich nicht erwartet, das liegt nicht an einer besseren Inszenierung, besseren Grafik - denn hier ist Teil I & II identisch in seiner Ausstattung, was mir auch recht ist, außer vielleicht bei der ruckartigen Animation der Figuren. Denn die Hintergrundzeichnungen von Daedalic gepaart mit ihren dezenten Soundtrack erzeugen eine wunderbare Stimmung. Diese Elemente sind hervorragend geeignet um eine gute Geschichte wie im Teil I zu inszenieren bloß im Teil II ist die Geschichte nicht mehr gut sie geht einen unter die Haut. Die Story ist von Anfang bis zum Ende unglaublich Spannend und hat keine Spannungstiefs wie im Teil I (z.B. Feenreich)und das Charterdesign ist vielseitiger allein Aufgrund dessen das man diesmal zwei Hauptfiguren in zwei verschiedenen Zeiten spielt - und das Charterdesign geht noch mehr in die Tiefe. Auch hat Teil II teilweise was von einen Epos - einen gelungen Epos - wo Teil I eher ein kleines düsteres Märchen war.

Hach habe ich diesen Ausflug in die Welt Aventurien geliebt - die Rätsel waren dabei stets immer sehr fair - nie zu schwer, aber auch nie zu einfach.

Das Ende des Spieles war grandios - darf man so was Tolles überhaupt fortsetzen? Wenn man ansatzweise an die Qualität von "Das Schwarze Auge - Memoria" heran kommt dann gerne - ansonsten lieber nicht man hat ja gesehen wie schlecht Fortsetzungen sein können siehe Geheimakte Tunguska [Hammerpreis]
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Oktober 2013
Kann mich dem positiven Grundtenor meiner Vorposter eigentlich nur anschließen - Spätestens mit diesem adventure hat Deadalic gezeigt, dass sie sich endgültig nicht mehr von den Klassikern eines LucasArts etc. verstecken müssen. DSA Memoria erzählt eine traumhaft schöne (erwachsene) story, strotzt gerade zu von Atmosphäre (wunderbar gezeichnete Grafik, schöne Musik, gute Vertonung and bietet auch eine ganze Menge origineller und unterhaltsamer Rätsel.) Definitiv nochmal eine Steigerung zum Vorgänger Satinavs Ketten. Man muss allerdings auch zugeben, dass die Spielwelt Aventurien einen phantastischen erzählerischen background bietet. In jedem Fall aber hat Deadalic diese Lizenz mehr als würdig für ihr Spiel umgesetzt.
Es ist auf jeden fall klar, dass in solch ein Spiel eine Menge Arbeit, Hingabe und auch Geld fliessen. Da kann man nur hoffen, dass sich das Spiel gut verkauft - denn das ist die Voraussetzung dafür, dass auch Nachfolger erscheinen. Und die möchte ich nicht missen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 11. Oktober 2014
Von Satinavs Ketten war ich sehr angetan, tolle Story, glaubhafte Charaktere und natürlich tolles Aventurienfeeling (zumindest für mich, der ich kurz nach der Thronbesteigung von Prinzchen Brin aus DSA ausgestiegen bin). Die Rätseldichte und -qualität fand ich alles in allem sehr schön. Und wenn man die ganzen schechten Bewertungen abzieht, die sich eh' nur auf den Steamzwang bezogen, waren wohl fast alle Spieler der Meinung, Satinavs Ketten war eines besten Adventures der letzten Jahre.

Memoria war für mich daher ein Pflichtkauf. Bevor ich auf das Spiel selber eingehe, seien zwei wichtige technische Aspekte vorweggeschoben:

- die schlechten Bewertungen des Vorgängers hatten gefruchtet, Memoria ist STEAM-frei
- die Darstellung der Charakter wurde verbessert (flüssigere Bewegungen und deutlich bessere Lippensynchronität).

Nun zum Adventure selbst: "Memoria" geht eigentlich eigene Wege und hätte irgendwo in Aventurien mit einem neuen Hauptcharakter angesiedelt werden können. Der Anschluss an den Vorgänger ist aber gut gelungen und Geron wird glaubhaft in die neue Story eingebunden. Seine persönliche Geschichte (NurI) wird aber eigentlich nicht weitererzählt sondern dient für ihn nur als Motivation, an dem neuen Abenteuer teilzunehmen. Entsprechend entwickelt sich Nuri nicht so, wie ich es Geron und der Fee selber wünschen würde. Das fand ich schade und hat einen etwas faden Geschmack zurückgelassen.

Die neue Geschichte spielt sowohl in Jetzt-Andergast als auch an verschiedenen Orten der Vergangehenheit. Die Vergangenheit wird durch erzählte Rübckblenden wieder lebendig und beschreibt die Geschichte des zweiten Hauptcharakters, der verstoßenen Prinzessin Sadya, die ihr Schicksal in der Schlacht über der gorischen Wüste erfüllen will. Das hat natürlich das Zeugs zu einem wahren Epos, und dieses Versprechen wird auch erfüllt. Zwischen versunkenen Mogul-Gräbern, verschollenen Magierkonzilen und schwebenden Festungen bleibt auch genug Zeit, die Prinzessin auf ihrer Reise durch wunderschöne Landschaften zu schicken. Das Adventure hat quasi zwei Finale, zum einen den Kampf in der gorischen Wüste, in die Rückblenden ihr Ende finden als auch das Finale im Hier und Jetzt, wo die Geschehnisse von damals mit dem Heute verbunden werden. Das eigentlich epischere Finale fand ich relativ unspektakulär (woran weniger die Story als eher die darin verarbeiteten Rätsel schuld waren), das zweite Finale war dafür umso gelungener, wirklich überraschend aber dabei durch und durch plausibel. Wirklich toll!

Die Rätsel fand ich insgesamt im Gegensatz zu den meisten anders hier insgesamt eher schlechter als beim Vorgänger. Es gab zwar einige sehr schöne und gelungene Kopfnüsse, aber doch recht viele Rätsel, bei denen die Lösung eigentlich relativ klar ist, man die nötigen Informationen aber erst noch mal nachträglich durch Rumlaufen zusammensammeln muss. Dennoch, auch wenn mir das Rätseldesign von Satinavs Ketten mehr lag, bleiben die Rätsel immer noch gelungen. Achja, und Daedelic hat ein echtes Labyrinth eingebaut, und zwar so, dass man nicht einfach einen "Plan des Schicksals" mitzeichnen kann. Sicher nicht jedermanns Sache, aber ich habe mich zurück in meine Kindheit zurückversetzt gefühlt, als ich mich das erste mal durch den "Quell des Todes" gewühlt hatte - herrlich! :)

Als Extras wurden wieder Erfolge eingebaut. Ein paar sind zwar Selbstgänger, die man auf jeden Fall einsammelt, ein paar sind leicht erspielt, indem man vor einer offensichtlich storyrelevanten Abzweigung kurz speichert und dann einmal die eine, einmal die andere Entscheidung anwählt, ehe die Story kurze Zeit später wieder zusammenläuft. Ein paar Erfolge harren aber noch ihrer Entdeckung und machen Lust, nach anderen Lösungswegen zu suchen.

FAZIT: Mit Memoria hat Daedelic wieder eine saubere Arbeit geleistet. Kleinere technische Mängel wurden beseitigt, erfreulicherweise hat man dieses Mal auf Steam verzichtet. Auch wenn Memora eigentlich eine eigene Geschichte erzählt, haben die Storyschreiber sie geschickt mit Gerons persönlicher Geschichte verwoben und man die ganze Zeit über ein deutliches Aventurien-Feeling. Besonders der Schlusstwist wahr wirklich großartig. Für fünf Sterne reicht Memoria für mich dennoch nicht, da ich das Rätseldesign zwar gelungen, aber doch spürbar schwächer als im ersten Tel fand. Zum anderen - und das ist jetzt wirklich absolut subjektiv - hat mich die weitere Geschichte um Nuri doch etwas schwermütig gemacht. Da hätte ich mir etwas anderes gewünscht.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Januar 2015
Das Spiel gefällt mir sehr gut. Ich habe den Vorgänger schon gespielt. Wunderschön gezeichnet. Mir gefällt besonders der sprechende Zauberstab, der ja ziemlich wehleidig ist und einen immer wieder zum lachen bringt. Was auch dem Sprecher zu verdanken ist. Auch die Sprecher der anderen Figuren passen genau. Die Rätsel sind von leicht bis knifflig, alles dabei.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Januar 2015
Das "Memoria" übertrifft seinen Vorgänger "Satinavs Ketten" in allen Belangen. Die Story ist interessant aufgebaut und motiviert bis zum Schluss weiter zu spielen. Als alter DSA Pen & Paper Spieler kann ich mit der verwendeten Hintergrundgeschichte ordentlich was anfangen. Aber auch unerfahrene DSA Spieler haben ihren Spaß damit, auch ohne so Bezeichnungen wie Borbarad, Rohal oder Krieg der Magier kennen zu müssen.

Die Rätsel sind nicht sonderlich schwer und sollte man doch mal hängen, gibt es eine spielinterne Tipp-Funktion, die jedoch nicht die entgültige Lösung verrät. So finde ich es eigentlich am Besten, da sonst die Versuchung groß ist, schnell mal da rein zu linsen. Die Spielzeit war bei mir (ohne Lösung) bei 9 Stunden (laut Steam). Der Kaufpreis hat sich also auf jeden Fall gelohnt.

Eine klare Empfehlung an alle Adventure, sowie DSA Fans.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. April 2014
Ich habe mich vorher ziemlich "blind" für dieses Spiel entschieden, hatte aber durch die Tunguska Reihe schon gute Erfahrungen mit den Deutschen Point - and - Click - Adventure Herstellern. Also bestellt und drauf los.
Das Spiel kam pünktlich an und war ordentlch verpackt.
(Ich empfehle zuerst "Das schwarze Auge - Satinavs Ketten zu spielen - dann ist einiges klarer; es geht aber auch ohne das vorhergehende Spiel)

Die Spielführung sowie die Geschichte ist (so wie beim ersten Teil: Das schwarze Auge - Satinavs Ketten) spannend gestaltet. Es braucht manchmal schon etwas längere Gehirnzerfressende Phasen um an eine Lösung zu kommen - aber für mich macht gerade das ein Spiel interessant. Die Steuerung der Charaktere ist einfach und klar dargestellt. Was mich am meisten gefreut hat, sind die in ein richtiges Deutsch übersetzten/aufgenommenen Texte! Ich habe schon einige Point - and - Click Adventures gespielt und war oftmals massiv über die schlechte Übersetzung enttäuscht. Das ist Koch Media hier wirklich sehr gut gelungen!

Wer Spaß an Spielen wie Baphomets Fluch, der Tunguska Reihe oder Black Mirror hat/hatte wird dieses Spiel lieben. :)
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. Dezember 2013
Alles Wesentliche wurde in diversen Rezis hier schon verfasst, halte mich also möglichst kurz:
Memoria ist ein grandioses Machwerk für die Spielergeneration, die sich weitaus mehr von einem Spiel erhofft,
als nur uptodate-Grafik, top-Technik usw, denn genau das wird hier nicht geboten.
Was in diesem Falle auch keine Rolle spielt, denn die Story in ihrem Tiefgang und ihrer wunderbaren Erzählweise macht so ziemlich alles wett,
was man normalerweise negativ ankreiden würde. Von der Welt des Schwarzen Auges weiß ich nicht viel, aber man muß kein Fan sein,
um sich auf Gerons Geschichte voll und ganz einlassen zu können und ihn mehr als gerne durch seine Abenteuer führt.
Hier ist es einfach ganz großes Storytelling, auch die gemäldehafte und liebevolle optische Umsetzung der Spielwelt passt zu dem,
was der Spieler in dieser Geschichte auf wunderschöne Weise erzählt bekommt.
Mit Memoria hat Daedalic ein Märchen für Erwachsene geschaffen, das einen fesselt, mitbangen und mithoffen läßt.
Die fast altmodische Präsentation, die minimalistischen Animationen und die handgemalten Hintergründe
haben für mich fast etwas nostalgisches und die Liebe und Mühe der Entwickler zu ihrem Produkt ist in jedem Winkel spürbar.
Fazit: Tolle Geschichte, meines Erachtens hervorragendes Rätseldesign, und auch die atmosphärische und stimmungsvolle Spielwelt
trifft meinen Geschmack.
Für mich bietet Memoria weitaus mehr als viele "Blockbustertitel" unter den heutigen Adventures,
nämlich eine Geschichte.
Vor allem eine Geschichte, die ich auch "hören" will.
Daedalic, mich reißt nicht alles mit, was von euch kommt, aber wenn es ein Titel wie Memoria ist (wie auch Satinavs Ketten), dann habt ihr mich absolut.
Klare Kaufempfehlung.
11 Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Fragen? Erhalten Sie schnelle Antworten von Rezensenten

Bitte stellen Sie sicher, dass Sie eine korrekte Frage eingegeben haben. Sie können Ihre Frage bearbeiten oder sie trotzdem veröffentlichen.
Geben Sie eine Frage ein.
Alle 4 beantworteten Fragen anzeigen

Haben sich auch diese Artikel angesehen

9,44 €

Gesponserte Links

  (Was ist das?)