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Kundenrezensionen

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am 24. Mai 2016
Wer den Film "Stalingrad" (von 1993) gesehen hat, ahnt, was ihn erwartet. Bilder, die an die Grenze des Erträglichen gehen, Erlebnisse, die surreal erscheinen, so irrwitzig und grausam werden sie geschildert und menschliche (oder sollte ich besser sagen "unmenschliche" ?) Verhaltensweisen jenseits jeglicher Vorstellung....

Der junge Hans von Wetzland wird mit seiner Einheit von Sturmpionieren aus Nordafrika nach Stalingrad verlegt. Was mit einer übermütigen, in Unmengen von Bier ertränkten Reise anfängt, endet in den ersten Kampfeinsätzen in Stalingrad, die alles bisher Erlebte schnell in den Schatten stellen. Bald verliert Hans seinen Patriotismus und versucht mit Hilfe seines Onkels, eines Obersten der Wehrmacht, aus Stalingrad versetzt zu werden. Das gelingt nicht, stattdessen werden er und einige Gefährten (Rollo, Bubi, Fritz..) in ein Strafbataillion versetzt, wo sie den rätselhaften Soldaten Gross kennenlernen, der nur noch als menschliche Ruine und Kampfmaschine in diesem Inferno existieren kann.

Immer tiefer werden die Soldaten in den Strudel der Vernichtung gezogen, angefangen vom Einschluss in den Kessel bis hin zur Verteidigung der letzten Ruinen in der völlig zerstörten Stadt. Was sie dabei erleben, kann man kaum schildern, doch genau das gelingt Christoph Fromm mit einer eindrücklichen, mitreissenden Bildersprache, die den Leser gebannt und bis ins Mark entsetzt zurücklässt.

Wer den Film gesehen hat, dem entstehen vor dem inneren Auge wieder genau diese Bilder: erfrierende und tote Soldaten, eingehüllt in stinkende Lumpen, übersät von Läusen; sterbende und schreiende Verwundete in überfüllten Lazaretten, notdürftig betreut von überforderten Ärzten, dazwischen Profiteure, Schnorrer und die unvermeidlichen Henker des Systems, die in all diesem Chaos und Sterben noch vermeintliche Deserteure und Feiglinge exekutieren. Immer wieder erlebt der Leser verzweifelte Abwehrkämpfe, gefochten von Verwundeten und Sterbenden, teils mit blossen Händen gegen Panzer kämpfend, im eisigen Matsch zermalmt werdend....

Christoph Fromm schafft es mit bewundernswerter schriftstellerischer Disziplin bei all diesen Schilderungen nie ins Reisserische oder Voyeuristische abzugleiten. Dennoch oder gerade dadurch vermag er durch die Nähe zu seinen Protagonisten, denen er fast "über die Schulter schaut", den Leser in diesen Mahlstrom der Vernichtung und Grausamkeiten zu ziehen.

Das alles lässt den Leser ratlos und entsetzt zurück. Nicht einmal das vermeintliche Happy End (es gelingt Hans tatsächlich, aus dem Kessel zu entfliehen) versöhnt. Zurück bleibt zwar ein Überlebender, der aber seine verbleibenden Tage gefangen mit dem Erlebten in einem zerstörten Körper und noch mehr zerstörtem Geist fristen muss.

Wer das alles ertragen kann, der sollte zu diesem Buch greifen, um die Ereignisse um diese historische Schlacht hautnah (das ist wörtlich zu nehmen !) zu erleben und vielleicht nachzuvollziehen. Flankierend und als geschichtliche Grundlage empfehle ich auch hier parallel oder vorher "Stalingrad" von Antony Beevor zu lesen oder (wenn sich die Gelegenheit ergibt) den Film anzusehen. In jedem Fall ein starkes Stück lesenswerter Kriegsliteratur.
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am 15. Oktober 2015
Dieser Roman hat mich sofort mitgerissen und auch lange nach dem Lesen nicht wieder losgelassen. Historisch exakt und detailliert recherchiert, wird das Schicksal des Leutnants von Wetzland und seiner Männer auf dem blutigen Schlachtfeld von Stalingrad erzählt. Vor allem der klare und eindringliche Stil des Buches trägt dazu bei, dass die grausamen Bilder des Krieges manchmal kaum zu ertragen sind und einen noch lange beschäftigen. Durch die verschiedenen Charaktere und deren Gedanken bekommt man einen vielstimmigen Eindruck vom Kriegsgeschehen in Stalingrad, das man sich als heutiger Mensch kaum noch vorstellen kann. Ich fand den Roman gerade deshalb sehr authentisch und lehrreich und kann ihn nur an alle weiterempfehlen.
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am 25. Februar 2013
Ende September 1942 werden Überlebende des Afrikafeldzugs nach Stalingrad verlagert: Leutnant Hans von Wetzland, Obergefreiter Fritz Reiser, Unteroffizier Manfred Rohleder, genannt „Rollo”, und Oberleutnant Wulff, genannt „Lupo”, der allerdings schon im Rollstuhl sitzt. Rollo beschreibt die Stimmung: „lumpige Stadt, das machen wir in drei Tagen, und dann hauen wir uns auf die Krim. Da gibt's Tartarenmärchen ...”. Einzig Hans von Wetzland passt nicht in die Landseridylle: er hat politische und humanitäre Bedenken. Hans wird zum Prototyp der sauberen Wehrmacht. Hauptmann Musk lobt ihn als Meisterschützen: „Er hatte sicher und schnell getötet. Seine Opfer hatten nicht gelitten.” Denn die deutsche Wehrmacht führt den Kampf tapfer und ehrenvoll, im Gegensatz zu den Russen. Doch Wetzland erkennt bald, dass seine Ideale an der Front nichts gelten. Die Schlacht um Stalingrad macht aus allen Schlächter. So toben sich die Deutschen – getrieben vom Gröfaz und der eigenen Hybris – in die Agonie.
Manche Szenen erzählt der Autor grossartig, ob sie glaubwürdig sind (Fritz rebelliert gegen das Scheusal von Vorgesetzten Haller), ist fraglich. Am plausibelsten sind die Episoden, in den der Irrsinn des Kriegs zutage tritt, so wenn Hans, Fritz, Rollo und Gross einen Weg freischaufeln, der sofort wieder zugeweht wird und den eh niemand benutzt. Da kommt Stalingrad an Joseph Heller: "Catch-22" heran. Grossartig gelang dem Autor auch das Erschießungskommando der Wehrmacht.
Der Erzähler im Roman kann sich der Idee der sauberen Wehrmacht nicht ganz entziehen. Das Morden an der Front sieht er als harte und unerbittliche Auslese. Manches gerät zu pathetisch und theatralisch.
Die nahezu 500 Seiten bestehen aus Gefechtsbeschreibungen, Psychologie in der Truppenhierarchie und im Innenleben der Protagonisten. Das ist zeitweise ergreifend, wirkt mit der Zeit aber eintönig. Da hätte ein Perspektivenwechsel mit der Heimat (dreitägige Staatstrauer nach dem Fiasko in Stalingrad), dem Oberkommando, den Russen oder Allierten aufgelockert.
Kann ein Nachgeborener authentisch über Stalingrad schreiben? Man entscheide selbst, mir kam es oft aus heutigem Blickwinkel geschrieben vor. Ich war aber selbst auch nicht dabei.
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am 29. Januar 2016
Es liegt gerade einmal knapp 70 Jahre zurück. Wie sorglos unser Leben in der heutigen Zeit ist. Unvorstellbar, die Leiden und Entbehrungen, die in diesem Buch geschildert werden. Zeitgeschichte, die es lohnt zu lesen. Empfehlenswert
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am 7. Mai 2015
Unglaubliches Buch - konnte nicht aufhören, zu lesen! Ein Aufschrei gegen jede Form des Krieges. Nicht zu fassen, wozu Menschen faehig sind und was der Mensch erdulden und ertragen kann. Umso dankbarer bin ich, dass ich in meinem Leben (60 Jahre) noch keinen Tag Krieg erleben musste. Danke dafür !
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am 5. März 2015
Es ist sicherlich sehr wertvoll dieses Buch zu lesen. Das grauen des Krieges spürt man in vollem Umfang. Auch die immer wiederkehrenden fetzen der Menschlichkeit der Protagonisten gibt das Buch durchgehend Spannung und viel Gefühl.
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am 12. August 2014
....mich hat es aber nicht gestört, dass ich bereits den Film gesehen hatte.
Genau wie der Film ist auch das Buch hervorragend.
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am 24. März 2014
Ich bin ein Vielleser, auch über die Zeit des 2.Weltkrieges, aber was in diesem Buch über die Zeit in Stalingrad geschrieben wurde, habe ich so in seiner Deutlichkeit noch nie gelesen. Es ist ein äußerst dramatisches Buch. Die Geschichte, welche um eine kleine Gruppe junger deutscher Soldaten herumgeschrieben ist, liest sich flüssig und verliert sich nicht im Nirgendwo. Wenn Herr Fromm immer so schreibt, hätte ich gern mehr von ihm gelesen.
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am 5. Juni 2014
Schockierend und doch mitreißend fesselt das Buch mit jeder gelesenen Seite mehr. Der Film wird wie so oft durch die im Buch intensiv und in vielen Details geschilderten Gefühle und Einzelhandlungen übertroffen.
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am 18. August 2013
Wer den Film "Stalingrad" von Joseph Vilsmaier gesehen hat und ihn als grauenvolles Kriegsdokument empfunden hat, wird nach der Lektüre dieses Romans feststellen, dass dagegen der Film relativ harmlos war. In diesem Roman wird in jeder Zeile der grauenvolle Wahnsinn des Krieges so beschrieben, dass er unter die Haut geht. Man versteht, dass die wenigen Überlebenden der einst 500.000 Mann starken 6. Armee, die aufgebrochen war, die strategisch nicht sehr bedeutsame Stadt an der Wolga zu erobern, nicht mehr als die zurückkehren konnten, die sie einmal gewesen waren. Ein Satz unter vielen bleibt besonders in Erinnerung, wenn Hauptmann Musk seinem einstigen Freund sagt: "Ich bin doch kein Nazi!", und der einstige Freund antwortet: "Nein, ihr seid viel schlimmer, ihr Offiziersgesocks!" Zeitweise ist man versucht zu glauben, der Roman stelle das, was in Stalingrad geschah, etwas übertrieben dar, und man ahnt, dass es in der Realität noch viel schlimmer war als es Worte in einem Roman ausdrücken können.
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