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am 30. August 2015
Begleitet Papa auf seinem blutrünstigen Rachefeldzug! In diesem Buch taucht man tief in die kranke Psyche eines Mörder ein, der auch vor seiner eigenen Familie kein Halt macht...

Die Story:
Als Thomas Ried seine Frau Michelle kennenlernt, kann er seine mörderischen Zwänge zum ersten Mal unterdrücken. Bis zu dem Tag, an dem sie Zeugen eines schrecklichen Unfalls werden. Ried leckt wieder Blut und setzt seinen mörderischen Feldzug fort. Michelle und ihre Tochter Lillian können erst wieder aufatmen, als Ried geschnappt und in die Psychiatrie eingewiesen wird. Doch diese vermeintliche Sicherheit hält nur so lange, bis Ried ausbricht und weitere Leichen auftauchen. Als er Lillian entführt, zwingt er Michelle zu einer blutigen "Schnitzeljagd". Wird sie ihre Tochter retten können?

Meine Meinung:
Das Buch ist schon ziemlich harter Tobak, denn Hüsken geht bei seinen Beschreibungen sehr ins Detail. Er rückt den Psychopathen und die explizierte Gewalt sehr stark in den Vordergrund und vernachlässigt dadurch die anderen Protagonisten. Michelle wird fast ohne mit der Wimper zu zucken zur Mörderin, die Polizei tut (bis auf eine Ausnahme) fast gar nichts und was ist mit der entführten Lillian? Ihre Gedankengänge hätten mich sehr interessiert. Als dann noch eine auf Menschenhandel spezialisierte Chinesin eingeführt wird, war mir etwas zu viel des Guten.

Das hört sich jetzt ziemlich vernichtend an, aber das Buch ist trotzdem kein totaler Reinfall. Es liest sich flüssig, startet spannend und kann diese Grundspannung auch gut halten. Und am Ende gibt es einen überzeugenden Abschluss der Gesichte.

Fazit:
Ultrabrutaler Thriller, der mich leider nicht vollständig überzeugen konnte. Ich vergebe 3 Sterne.
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am 8. Januar 2014
Made in Germany. Hätte ich es nicht gewusst, und hätten die Ortsbezeichnungen nicht darauf hingewiesen, wäre es mir nicht aufgefallen. Ich lese gerne und viele amerikanische Thriller, und dieser steht ihnen in nichts nach, im Gegenteil, stilistisch ist er sicher noch einen Tacken besser als viele der USA-Kollegen.

Inhalt: Der Mehrfach-Mörder Thomas Ried ist aus der Psychiatrie ausgebrochen. Seine Ex-Frau Michelle, die bis zu seiner Verhaftung nichts von seinen bestialischen Taten ahnte, versucht gerade, den Schock über diese Nachricht zu überwinden, da wird ihre Tochter entführt.

Von der ersten Seite an spannend hat mich der Thriller so in seinen Bann gezogen, dass ich ihn an einem Tag durchgelesen habe. Beklemmend, überraschend, schonunglos geht es zur Sache. Eine Eigenart in der Perspektive hat mich anfangs stutzen lassen und führte später zu einem Aha-Erlebnis. Fand ich sehr gut gemacht. Einen extra-Thrill gab mir dann noch die scheinbare Vertrautheit der mir als harmlos bekannten Orte in Verbindung mit der gnadenlosen Handlung. So sehe ich die altbekannte Hammer Straße jetzt mit ganz anderen Augen.

Ein echter Pageturner. Absolute Empfehlung für Thrillerfans!
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am 31. August 2015
Inhalt: Michelle und ihre Tochter Lilly kämpfen sich zwei Jahre, nach der Verhaftung ihres Ex-Mannes und Stiefvaters, noch zurück ins Leben. Noch heute begreift Michelle nicht, wie sie so blind sein konnte und das Verhalten ihres Ex-Mannes Thomas Ried nicht vorher gesehen hatte. Wie konnte sie mit solch einem Psychopathen unter einem Dach leben.
Dann geschieht das Unfassbare, Thomas Ried bricht aus der geschlossenen Anstalt aus. Michelle ist sofort um Sorge um das Leben ihrer Tochter und sich selbst. Es kommt wie es kommen muss, in einem unachtsamen Moment verschwindet Lilly und Michelle erhält eine Nachricht von Tom mit Forderungen. Die Polizei kämpft sich währenddessen von einer makaber zugerichteten Leiche zur nächsten und muss ein Rätsel entschlüsseln um Lilly rechtzeitig zu finden.

Schreibstil: Der Schreibstil des Autors war ein wenig gewöhnungsbedürftig. Er baut sehr unvorteilhafte, fast schon komische Metaphern ein. Sehr oft war das dann unfreiwillig amüsant und somit nicht grade förderlich für die Atmosphäre des Thrillers.
Das Buch wird aus mehreren Perspektiven erzählt.

Meinung: Die Geschichte benötigt etwas mehr Zeit um in Fahrt zu kommen. Bis dahin habe ich mich schön mit Rätselraten und nicht vorhandenem Nervenkitzel beschäftigt. Selbst die anfänglichen Leichenfunde konnten mich nicht wirklich vom Hocker reißen. Ja, sie waren schlimm, aber nur durch makabere Zurschaustellung von Toten, wird es auch nicht gleich sonderlich spannender, wenn das Gesamtbild nicht passt.
Die Charaktere haben mir ehrlich gesagt schlecht bis mäßig gut gefallen. Fangen wir doch einmal mit Michelle an. Sie handelt, selbst für eine Mutter deren Kind entführt wurde, einfach zu irrational. Schlägt sich eigenmächtig durch lebensbedrohliche Situationen und verliert sich dadurch selbst. Lilly, die Tochter, hat mich auch ein paar mal die Augen verdrehen lassen und kam mir stellenweise wie eine achtjährige vor. Aber man will die Opfer ja nicht verurteilen. Robert, der wohl einzige Polizist der auch wirklich an dem Fall arbeitet, war eigentlich ein toller Charakter. Auch wenn durch sein 'auf eigene Faust' Programm nicht immer alles glatt läuft. Sein Partner Maik war, wie Robert, ein solider Charakter, über den man nicht wirklich etwas schlechtes sagen kann.
An Nebencharakteren soll es auch nicht mangeln. Hier kommen ein paar zusammen die aber so gar nicht vor Sympathie strotzen. So ging mir die Anstalts-Chefin Frau Dr. Kramme einfach nur gehörig auf die Nerven, auch der Polizei-Chef Zellinger hat sich in meinen Augen alles andere als rational verhalten und so geht das weiter. Ein, bitte entschuldigt, dämlicher Charakter jagt den nächsten. Auch mit der Auflösung, wer hier welche Fäden im Hintergrund zieht, war das Verhalten mancher Charaktere einfach unentschuldbar. Einzig die Gerichtsmedizinerin Frau Dr. Gäter hat mir einigermaßen gefallen.
Positiv ist zu vermerken, dass dieses Buch lange Zeit einfach undurchsichtig bleibt. Man rätselt und überlegt fieberhaft wie das Geschehen weiter läuft und liegt ein ums andere mal daneben ... oder ich war einfach zu blöd für eine frühere Auflösung. ;) Ich muss sagen, dass hat mich sehr frustriert. Aber anderseits, was will man mit einem Thriller, bei dem man sofort weiß, wo er hin will.
Auch wenn das Buch ab der Mitte deutlich besser wurde, konnte mich ein Handlungsstrang absolut nicht überzeugen. Ich hadere mit mir, denn ich würde gern näher drauf eingehen, der Spoiler wäre aber einfach zu groß. Daher bleibt mir nur, mich wage zu äußern. Ich finde, dass der Autor sich vielleicht einfach zentraler nur auf den Verlauf der Handlung um Thomas Ried hätte konzentrieren sollen. Dies werden jetzt nur Leute verstehen, die das Buch schon gelesen haben. Es gab eine Handlung, um ein Opfer, die einfach ziemlich unglaubwürdig und aufgesetzt wirkte.
Die Auflösung, die ich glücklicherweise vorher erahnen konnte (ich kann es nicht leiden, wenn ich zu lange im Dunkeln herum irre^^), hat mir sehr gut gefallen. Alle Fragen die ich hatte, wurden beantwortet und ich konnte mit der Geschichte gut abschließen. Nervlich war ich nach dem letzten Leichenfund etwas am Ende, hier gibt Sven Hüsken nochmal alles und hat selbst mir einen Schauer über den Rücken gejagt. Ich könnte mir sogar eine Fortsetzung vorstellen, zu der der Titel Mama gut passen würde. :)

Fazit: Der größte Kritikpunkt sind hier definitiv die Charaktere und deren irrationale Handlungen. Abschließend - ein eher mittelmäßiger Thriller.
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am 19. September 2017
★★★★★ (5 von 5 Sterne)

Inhalt:
Fürsorglicher Ehemann, liebevoller Vater, psychopathischer Killer!
Vor zwei Jahren wurde Thomas Ried zum Entsetzen seiner ahnungslosen Frau wegen mehrfachen Mordes verhaftet. Jetzt ist er aus der Psychiatrie entkommen. Wenig später taucht eine erste Leiche auf, kunstvoll drapiert, so wie seine Opfer zuvor. Doch diesmal spielt der Serienkiller ein perfides Spiel mit der Polizei und seiner Familie: Bei jeder Leiche finden sich mysteriöse Hinweise. Als Rieds Tochter Lillian verschwindet, bleibt am Tatort ein Polaroidfoto zurück. Darauf zu sehen: ein Schaf und ein Wolf.

Meinung:
Eine spannende Geschichte die mich super gefesselt hat und Gänsehaut verspricht.
Thomas Ried, ein bestialischer Mörder der aus der Psychiatrie flieht und die Polizei tappt in dunkeln. Thomas Ried entführt die Tochter seiner Exfrau. Wenn man selbst Mutter ist, sieht man das noch Emotionaler und es fesselt einem umso mehr. Besonders gefiel mir zum Schluss die unerwartete Wendung, die die Geschichte nochmal in ein ganz anderes Licht rückt.

Das Cover:
Das Cover ist eher schlicht gehalten, aber passt super zu der Geschichte.

Die Geschichte:
Die Geschichte ist wirklich spannend aufgebaut. Zuerst fängt es eher harmlos an, doch steigert sich von Seite zu Seite immer mehr. Die unerwartete Wendung zum Schluss hat mir super gefallen, damit rechnet man in dem Moment einfach nicht.
Die Charaktere:
Die Protagonisten kann man gut auseinander halten. Man fühlt mit ihnen mit und ich fragte mich oft, wie ich selbst reagieren würde, wenn mir so was schlimmes passieren würde.
Michelle ist eine starke Frau und Mutter, die alles tut, um ihre Tochter wieder in die Arme schließen zu können.

Der Schreibstil:
Der Schreibstil ist flüssig und gut verständlich. Man kann dadurch ohne Probleme in die Geschichte eintauchen.

Fazit:
Ein wirklich spannender Thriller, mit einer unerwarteten Wendung. Ich kann dieses Buch wirklich jeden Thrillerfan empfehlen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 29. Oktober 2015
Thomas Ried, ein perverser Mörder, ist aus der Psychiatrie, in die er seinerzeit eingewiesen wurde, ausgebrochen. Seine Ex-Frau Michelle ist schockiert. Sie hat inzwischen ihren Mädchennamen wieder angenommen. Von Rieds Taten hatte sie damals nichts gewusst. Sie und ihre Tochter leiden noch immer darunter, dass sie auf Thomas Fassade hereingefallen waren. Es wird eine brutal zugerichtete Leiche gefunden, bei ihr ein Polaroid-Foto mit einer Zeichnung von einem Wolf, dem ein Schaf durch einen Zaun entwischt. Was hat das zu bedeuten? Und dann verschwindet Lilly, Thomas Rieds Stieftochter.
Nach dem Klappentext hatte ich ein gewisses Maß an Brutalität erwartet. Dennoch war es bei manchen Szenen schlimmer zu lesen, als ich gedacht hatte. Mir kam da recht viel Kopfkino, das Buch ist also nichts für Zartbesaitete. Aber es ist spannend geschrieben, ich konnte es kaum aus der Hand legen, trotz der vielen Abgründe und Perversitäten. Das Ende war überraschend und die Spannung war extrem hoch. Gut gemachter Psycho-Thrill!.
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VINE-PRODUKTTESTERam 13. August 2015
Thomas Reid ist Ehemann, Familienvater und Serienmörder. Seine Frau Michelle fällt aus allen Wolken, als die Polizei ihren geliebten Mann festnimmt und vor Gericht stellt. Dies ist nun 2 Jahre her und Thomas fristet sein Dasein in einer geschlossenen Klinik. Michelle und ihre Tochter Lilly versuchen ein normales Leben zu führen...bis Thomas ausbricht. Obwohl die Polizei direkt mit der Suche beginnt, gibt es die erste übel zugerichtete Leiche. Michelle versucht ihre Tochter zu schützen. Und dennoch verschwindet Lilly spurlos....

"Papa" ist mein erster Thriller von Sven Hüsken und hat genau meinen Nerv getroffen. Der Autor geht brutal, blutig und mit einer Konsequenz an die Taten, dass ich teilweise mit offenem Mund und einer unstoppbaren Wissensgier weitergelesen habe.

Die Geschichte wird von einem auktorialen Erzähler wiedergegeben. Dabei folgt man zum Einen Michelle und ihrer Tochter Lilly, zum Anderen aber auch den ermittelnden Beamten Maik und Robert. Zum Dritten kommt auch der Täter ab und an zu eigenen Kapiteln, was ich persönlich sehr reizvoll finde.

Während die Polizei schnell weiß, wen sie verfolgt und wie Thomas vorgeht, schwört sich Michelle, nie wieder von einem Mann das Leben zerstören zu lassen, egal wie mörderisch dieser Typ auch sein mag. Der Täter selbst hingegen wirkt so abstrus und der Welt entrückt wie seine Taten. Das gab dem Thriller den richtigen Kick. Gern hätte ich noch mehr Einblicke in das Hirn des Bösen bekommen. Dennoch empfand ich die Mischung der Figuren und ihre Wege als sehr ausgewogen.

Einen herausragenden Sympathieträger gab es für mich nicht. Jede Figur hatte ihre Schattenseiten. Robert zum Beispiel stellt die Rettung von Lilly über jeden beruflichen Kodex und schreckt auch vor Erpressung und Bedrohung nicht zurück. Die Klinikleiterin Dr. Kramme habe ich schon nach ein paar Sätzen gefressen, denn ihr ist der Ruf der Klinik wichtiger als die Sicherung von Thomas Ried. Und schließlich Michelle, die als liebende Mutter jeden Weg geht, egal wie unsinnig, gefährlich oder hirnrissig er auch sein mag. Und obwohl jede Person unsympathische Seiten hatte, konnte ich ihre Handlung dennoch nachvollziehen. Sven Hüsken lässt seine Figuren für sie schlüssig und logisch handeln und macht es somit auch dem Leser leicht Verständnis aufzubringen. Toll!

Die Story ist von Beginn an fesselnd und erzeugt durch ihre Brutalität und Direktheit einen ganz eigenen Sog. An dieser Stelle sei gesagt, dass der Autor weder Opfer noch Leser schont und detailreich den Zustand der Leichen beschreibt. Dies könnte für manchen zu viel sein, für mich war es genau richtig. Denn es ist trotz allem kein Splatter, bei dem das Blut zum Effekt fließt. Jede Leiche hat ihre traurige Bedeutung.

Ich muss zugeben, dass ich realtiv schnell eine Ahnung hatte, wohin Sven Hüsken mit mir wollte. Dennoch fand ich die Auflösung mehr als spannend und zudem auch gut dargestellt. Allerdings hätte ich mir mehr Details und Erklärungen aus psychologischer Sicht gewünscht um es noch erlebbarer zu machen, warum der Täter so handelt, wie er es tut.

Der Stil des Autors ist sehr gut und leicht zu lesen. Seine Erzählweise ist brutal ehrlich, detailreich und ab und an ein Schlag ins Gesicht. Warum soll es den Lesern anders gehen als den Figuren? Dies ist aber sehr positiv gemeint, denn dadurch konnte ich sehr gut in der Geschichte verschwinden und fühlte mich zum Schluss ebenso gehetzt wie die Ermittler. Grandios!

Fazit: Papa ist wieder da und schlimmer als zuvor! Eine klare Leseempfehlung an alle Thriller-Fans!
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am 29. Mai 2014
Als ich den Klappentext gelesen habe konnte ich es gar nicht erwarten das Buch zu lesen, denn es hörte sich nach einer echt spannenden Geschichte an.

Leider konnte mich das Buch insgesamt nicht überzeugen. Das Buch hat sehr gut begonnen, die Geschichte ging rasant los und man war relativ schnell drin und konnte sich mit den Personen anfreunden, die auch sehr unterschiedlich und gut beschrieben wurden. Im Laufe der Geschichte lies für mich die Spannung nach, es wiederholten sich zu viele Szenen, die Polizisten waren träge, Dialoge zogen sich hin ohne auf den Punkt zu kommen. Es viel mir schwer mit dem Kopf dabei zu bleiben, aber natürlich lese ich ein Buch aus dem Respekt vor dem Autor zu Ende.

Das Ende war irgendwie ernüchternd, verwirrend und unrealistisch.

Aber das ist meine persönliche Meinung und soll niemanden abhalten das Buch zu lesen und sich eine eigene Meinung zu bilden.
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am 22. Februar 2015
Vor 2 Jahren war Thomas Ried des mehrfachen bestialischen Mordes überführt und anschließend in die Psychiatrie eingewiesen worden. Seine damalige Ehefrau Michelle und die jetzt 14-jährige Stieftochter Lillian ahnten bis dahin nichts von dieser kriminellen Seite des liebevollen Ehemannes und "Papas". Sie haben das Trauma noch nicht verarbeitet, als Ried nun die Flucht aus der Klinik gelingt. Unmittelbar darauf wird eine Leiche gefunden:
am Gestänge eines Gasometers hängend, mit aufgeklapptem Rücken kunstvoll als Schmetterling drapiert und zum Teil gehäutet. Die verbliebenen Hautpartien sind mit eintätowierten Zeichen und Mustern übersät. Eventuell Hinweise auf weitere Opfer? Alles weist auf Ried als Täter hin.

Kurz darauf verschwindet Lillian während eines Einkaufsbummels mit ihrer Mutter. Zurück bleibt nur ein Foto, auf dem ein Lamm und ein Wolf abgebildet sind. Schnell kristallisiert sich heraus, dass sich das Mädchen in der Gewalt seines Stiefvaters befindet.
Ein Nervenkrieg beginnt – außer für Mutter Michelle auch für den Polizisten Maik Wegener. Er hatte nicht nur Thomas Ried vor 2 Jahren verhaftet, sondern ist auch Michelles 1. Ehemann und Lillians leiblicher Vater.
Er und sein Kollege Robert Bendlin werden jedoch vom Dienst suspendiert, der Fall einem jüngeren, unerfahrenen Ermittler übertragen. Das lässt die beiden nicht ruhen und sie stellen auf eigene Faust Nachforschungen an – ebenso wie Michelle.
Alle liefern sich einen Wettlauf mit der Zeit, in der Hoffnung, Lillian noch rechtzeitig zu finden.

Welches Spiel spielt die Leiterin der Psychiatrie in der Angelegenheit und welche Rolle hat eine rätselhafte Chinesin inne?

Dann gibt es weitere Opfer.

Resümee:
Dieser Thriller ist nichts für Zartbesaitete, sondern bietet Stoff für Albträume, und mit einigen horrorhaft ausgestalteten Szenen geht er hart an die Grenze des für mich Erträglichen – Stichwort: Kopfkino! Dieses durch die Taten und das öffentliche Präsentieren der „kunstvoll“ hergerichteten Leichen im wahrsten Sinne zur Schau gestellte Grauen dominiert die Handlung. Das geht zulasten einer positiven Spannung sowie klaren Skizzierung und Ausarbeitung der Charaktere. Diese bleiben blass und bilden in erster Linie die „Trägersubstanz“ für die brutalen Aktionen und bestialischen Darstellungen.

In die gleiche Richtung deutet, dass die Handlung zugunsten der sensationslüsternen Effekthascherei einige Ungereimtheiten aufweist:

• Warum wendet sich Michelle, die Mutter der verschwundenen Lillian, nicht an ihren 1. Ex-Mann und den leiblichen Vater des Mädchens, nämlich den Polizisten Maik? Als derjenige, der Ried vor 2 Jahren verhaften konnte, kennt er sich mit dessen Vorgehensweise und Psyche bestens aus. Stattdessen jedoch unternimmt sie lebensgefährliche Alleingänge.
• Sie selbst wird auf Anweisung des entflohenen Thomas Ried ohne Zögern wie selbstverständlich zur skrupellosen Mörderin – ohne Rücksicht auf ihre enge Beziehung zu dem Opfer. Das ist für mich aus psychologischer Sicht nicht schlüssig, und auch hier hätte es andere, möglicherweise allerdings weniger spektakuläre Handlungsalternativen gegeben.
• Das Engagement der Polizei, den Täter und Lillian zu finden, hält sich für mein Empfinden in sehr engen Grenzen, nachdem die Kollegen Maik Wegener und Robert Bendlin suspendiert worden sind. Es sind vor allem die beiden, die die Ermittlungsarbeit trotzdem weiterführen.

Über den Psychopathen Thomas Ried wird gesagt, dass er aus dem qualvollen Sterben schwer Verletzter eine (sexuelle) Befriedigung zieht. Wie ist es zu bewerten, wenn der Autor seinerseits einen Großteil der Handlung um das bestialische, langsame Töten und anschließende öffentliche Ausstellen der Opfer aufbaut und durch das Publizieren seine Leser – quasi als Schaulustige - daran teilhaben lässt?

Fazit:
Der Klappentext lässt auf diesen Tenor der Handlung nicht schließen, sondern einen interessant angelegten (Psycho-) Thriller erwarten.
Ich werde mit Sicherheit kein weiteres Buch des Autors lesen: Dieses ist mir zu blutrünstig und brutal, die Beschreibung der übelst zugerichteten Leichen – um der Effekthascherei willen – zu detailliert. Darüber hinaus konnte mich der gesamte Handlungsverlauf nicht überzeugen.
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am 1. November 2013
„Papa“ von Sven I.Hüsken lies mich vom Klappentext her auf einen richtig guten Psychothriller hoffen, in dem man ganz tief in die kranke Welt des bestialischen Psychopathen „Tommi“ Thomas Ried eintaucht, Einblicke in seinen kranken Kopf erhält, Einblicke in seine Vergangenheit, bis hin zu dem Trigger, der dieses Monster erst geschaffen hat. Gleichzeitig war ich auf Lillian gespannt, war gespannt darauf, wie es der Autor bewerkstelligen wollte, mir diesen Albtraum, dieses Martyrium, welches Lillian augenscheinlich durchleben würde, ganz nahe zu bringen, dafür zu sorgen, dass sich mir die Nackenhaare in jeder Passage in der ich bei ihr sein würde, aufstellen.
Leider gehen das Wunschdenken und die Realität des Öfteren getrennte Wege, und nehmen nicht die erhoffte Rücksicht aufeinander. So war es schließlich auch in „Papa“, und die einzige Figur, die positiv auf sich aufmerksam machte, war Tommi, der die gewünschten tiefen Einblicke in sein krankes Seelenleben offenbarte, dessen Verhalten nicht böser und abstoßender hätte sein können.

Die restlichen Protagonisten sind einfach nur unterirdisch. Wenn jemand sein Dasein fast ausschließlich durch Grunzlaute zu erkennen gibt, dessen Partner sich in seinem Job selbst als unfähig darstellt - diese These sogar vom Vorgesetzten gestützt wird - und auf einmal fast im Alleingang jedem anderen Menschen völlig zu überlegen scheint, förmlich zu einem „Überpolizisten“ mutiert, das ist in meinen Augen dann doch des Guten zu viel, Blake Crouch lässt grüßen. Dabei habe ich die heldenhaft agierende Mutter noch gar nicht erwähnt...

„Das sind klassische Figuren, mit denen man eben keinen Blumentopf gewinnen kann, denn dieses abstruse, oberflächliche und nichts sagende Verhalten eben dieser, sind nun mal der Tod einer jeden Story, und stellen dieser unweigerlich ein Bein. Bei so vielen schlechten Charakteren ist ein danach wieder Aufstehen fast unmöglich.“

Vielleicht wäre Sven I.Hüsken besser gefahren, hätte er Lillian die Aufmerksamkeit zu teil werden lassen, die ihr in meinen Augen zustand, um wenigstens einer Figur die Möglichkeit zu geben, einen bleiben Eindruck beim Leser zu hinterlassen. So wirkt sie eher wie eine Randfigur mit gelegentlichen Auftritten. Ich persönlich hätte mir gewünscht, den Kampf ums nackte Überleben, ihre permanente Angst dem Tod geweiht zu sein, noch intensiver spüren und fühlen zu können. Dummes Verhalten einiger Charaktere und die Darstellungen der blanken Gewalt hingegen, drängen wie die abgrundtief bösen Taten des Psychopathen umso mehr in den Vordergrund.

Ich habe überhaupt kein Problem mit der plakativen Darstellung von Gewalt - ich lese selbst gerne Romane der härteren Gangart - kreide es ihm auch nicht an, aber es ist schon ein Trend festzustellen, bei dem man das Gefühl hat, die Autoren schaukeln sich gegenseitig immer höher, jeder möchte den anderen mit seiner Gewaltdarstellung übertreffen, um was zu erreichen? Ich weiß es nicht.

Mein Fazit: „Papa“ ist ein Roman, bei dem ich an einigen Stellen kurz vor der Verzweiflung stand und mich fragte, wie weit Sven I.Hüsken mit dem Verhalten seiner Protagonisten die künstlerische Freiheit eines Autors noch ausdehnen wolle? Auch wenn der Roman gegen Ende hin für einiges entschädigt, die Aufklärung der Geschichte ist wirklich gut, so fängt es aber nicht dieses völlig unglaubwürdige Verhalten in einigen Passagen der Charaktere auf, das man länger an den Haaren nicht hätte herbeiziehen können. Die Figuren sind mir somit zu weit entfernt, sind irgendwie unnahbar, und es ist mir fast egal was mit ihnen geschieht.
Was mir wiederum gut gefallen hat, ist seine Art eine Geschichte zu erzählen, sein Schreibstil und seine Sprache, die frisch und nicht aufgesetzt wirken.
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am 29. August 2015
Inhalt:
Zwei Jahre ist es nun her das Thomas Ried wegen mehrerer Morde in die Psychiatrie eingewiesen wurde. Seine damalige Frau Michelle und auch seine Stieftochter Lillian leben seitdem in Angst und Schrecken und können nicht richtig aufatmen. Als er dann aus der Psychiatrie ausbricht und Lillian kurze Zeit später verschwindet werden die schlimmsten Albträume von Michelle Wirklichkeit.

Meine Meinung:
Papa ist ein kurzer Prägnanter aber auch neugierig machender Titel für ein Buch. Bei einem Thriller kann er alles bedeuten. Jemand der nach dem Vater ruft, ihn anbrüllt oder anfleht. In Zusammenhang mit dem Rückentext soll der Vater hier das Böse sein und doch ist es irgendwie anders.

Der Einstieg fiel mir auch hier wieder recht leicht, auch wenn ich die Geschichte zu Beginn doch als recht sprunghaft empfand. Es war als ob viele Gedanken durcheinander wirbeln und machte mich schon etwas Konfus. Trotzdem konnte ich aber dem Geschehen Folgen und irgendwann hatte ich mich auch daran gewöhnt.
Das Buch ist als Thriller ausgeschrieben und es hat auch etwas von einem Thriller. Nur Spannung wollte bei mir nur bedingt aufkommen. Erst auf den letzten 100 Seiten war ich wirklich gefangen in der Geschichte und musste wissen wie es aus geht. Bis dahin wirkte es teilweise schon etwas zäh und langatmig.

Viele Köche verderben den Brei und umgesetzt auf dieses Buch heißt es wohl viele Ermittler verderben den Brei. Es gab einige Figuren, die man erst einmal auseinander halten musste und um das Verwirrspiel perfekt zu machen, werden Ermittler mitten in dem Fall abgezogen. Natürlich lassen sie das nicht auf sich beruhen und schwupp steht Unheil ins Haus.
Die Figur der Mutter konnte ich noch ein wenig verstehen. Sie will alles tun damit ihre Tochter wieder frei kommt und doch gab es Situationen wo ich dachte das es nun zu viel des Guten ist. Es geschehen Dinge, die einfach unlogisch sind und auch im nachhinein nicht wirklich aufgeklärt werden, so dass man vielleicht dann weiß wie der Autor darauf kam es so zu schreiben. Auch gab es ziemlich zu Beginn eine Stelle in der Michelle gesagt wurde sie darf weder die Polizei noch den Vater des Kindes einschalten, der passender Weise bei der Polizei ist und im nächsten Kapitel, sprich in der nächsten Szene wusste er es aber doch ohne das es zur Sprache gekommen ist. Diese Sprünge verwirrten und machten das Lesen nicht immer leicht. Sicher kann man sich als Leser Erklärungen zurecht legen und doch fand ich es Schade das es hier an Worten gefehlt hat.

Am Ende war ich über genau dieses komischerweise nicht überrascht. Es zeichnete sich schon recht früh ab für mich und ließ am Ende einen schalen Beigeschmack übrig, denn so ein ähnliches Ende habe ich bereits an anderer Stelle gelesen und auch wenn niemand das Rad neu erfindet, war es mir einfach hier zu ähnlich.

Mein Fazit: Das Buch kann man lesen muss man aber nicht unbedingt wie ich finde. Es beschert unterhaltsame Stunden birgt aber nicht wirklich etwas Neues.
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