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Kundenrezensionen

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am 20. September 2013
Zum Album selbst:

Mir gefällt es durchaus. Es ist allerdings keine sehr komplexe Musik, und man benötigt die entsprechende Ruhe, um das Gefühl hinein zu bekommen, welches die Musik vermitteln möchte. Klassikfreunde werden damit keine Freude haben, dafür ist es viel zu flach und repetiv. Genauso werden die alteingesessenen Schiller-Fans enttäuscht sein, die immer wieder auf ein weiteres Album im Stil von Weltreise, Tag und Nacht oder Leben hoffen. Ich glaube, dass Schiller das durchaus weiß, aber er zieht eben sein Ding durch und richtet seine Kunst nicht nach den Wünschen des Publikums. Das ist in vielerlei Hinsicht gut so.

Was man bei diesem Album allerdings noch deutlicher als bei den Vorgängern merkt, ist die "Fließband-Produktion". Schiller bringt in immer kürzeren zeitlichen Abständen neue Alben heraus, nebenbei wird fleißig getourt. Die Qualität der Alben leidet spürbar, man hat den Eindruck, als wenn Schiller sich auch nicht mehr die Zeit für musikalische Einfälle und deren Ausarbeitung nimmt - vielleicht hat er auch deshalb mangels eigener Intentionen jetzt auf Klassik-Motive zurückgegriffen - doch auch in "Opus" gibt es nur zwei, drei Titel, bei denen wirklich um das Motiv herum tolle Klänge erarbeitet wurden. Der Rest ist allbekannter Standard, immer wieder dieselben Akkordfolgen auf dick aufgezogenen Nord-Leads, unendlich viel Hall und Delay-Effekte, um den doch eher flachen Konstruktionen mehr Tiefe zu geben, als sie eigentlich haben.

Was mich allerdings am meisten stört, ist diese Werbe- und Kommerzialisierungspolitik.
Alleine dass es von jedem Album mindestens 3, 4, wenn nicht 5 Editionen gibt, inklusive Opus-Kaffeetasse und Wohnzimmerkissenbezug, zeigt dass andere Aspekte neben der Musik mehr und mehr in den Vordergrund rücken. Die "Deluxe"-Version ist quasi schon Standard geworden. Wie wäre es mit einem ehrlich verpackten Album, das "so wie es ist" und komplett vollständig zu einem Preis für alle erhältlich ist? Das wäre ehrlich! Es gibt schon genügend Künstler, die sich von der Firma Apple kaufen lassen, damit im iTunes-Store exklusive Titel nur für Apple-Kunden erscheinen, die anderen ehrlichen Käufern vorenthalten bleiben, obwohl der Käufer einer Audio-CD vielleicht auch eine gute Musikanlage besitzt und sich die Klassik-Ergüsse nicht über die billigen 1 € - Ipodkopfhörer in die Ohren stemmt.

Und was wirklich eine Frechheit ist (oder ist es vielleicht sogar ein Anzeichen von Unsicherheit?), ist dass im Album-Preview-Trailer die "Sahnestücke" ausnahmslos alle bereits enthalten waren. Die Munition wurde quasi vorher schon komplett verschossen, um einen großen Andrang auf das Album zu erwirken. Wenn man die CD dann allerdings einlegt, stellt man fest, dass das, was man noch nicht gehört hat, nicht wirklich mehr ist als das was man schon gehört hat. Und ich muss ehrlich gestehen - Titel, welche nur 1:30 lang sind, sind für mich keine vollwertigen Lieder, sondern allenfalls kurze Zwischensequenzen, siehe das Klavierstück mit Frau Grimaud. Man hätte eher ausgedehnte und ausgearbeitete Stücke über 5, 6, 7 Minuten erwartet anstatt 8 Takte Klavier, Synth Strings und das Ganze dann 5x wiederholt.

Fazit: Album 3 Sterne, noch ein Stern Abzug wegen dieser gräßlichen Marketing-Politik.
Akustisch hörenswerte Titel: Opus Expedition, Gymnopédie, Twentynine Palms (eher so der original-Schiller-Stil à la Weltreise), Imperial Valley. Es wäre sehr schön, wenn Schiller wieder zurückkehren würde zu dem, was ihn bekannt gemacht hat. Verlangen kann man es aber nicht von ihm.
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am 1. September 2013
Das Album muss man wie alle Schiller Alben mehrfach hören. Ich habe es jetzt zwei mal gehört und muss sagen "Schiller wie gewohnt". Das ist weder negativ noch positiv. Es gibt gewohnte gute Sounds gepaart mit klassichen Ansätzen. Leider sind im Trailer zum Album aber auch die Highlights bereits enthalten. Ein paar Songs bleiben im Ohr, andere wirken wie gewollt und nicht gekonnt (vielleicht Kunst?) und manche sind Lückenfüller die sich als Musik nebenbei sicherlich super eignet. Ein richtiges Highlight erschließt sich mir leider auch nach zweimaligem Hören nicht.Deshalb 3 von 5.
Das Gefühl das Christopher beim Schreiben der Musik in dem Valey hatte, kommt leider nicht wirklich rüber. Alles in Allem bin ich dafür, statt Masse lieber wieder Klasse walten zu lassen. Von jedem Konzert einen Mitschnitt zu machen und jede musikalische Regung zu Geld machen zu wollen zeugt nicht unbedingt von Klasse. Es soll schon Bands gegeben haben, die haben 100 Songs aufgenommen und gerade einmal 11 Songs auf Platte gebracht. Bei Schiller hat man das Gefühl jeder Song schafft es auf die Platten. Sorry Christoper! Wir Fans der ersten Stunde mögen den Sound. Wir mögen es aber nicht die Melkkuh zu sein, die jeden kreativen Ansatz kaufen soll. Und dann noch zu Preisen die viel zu hoch sind (18,99€ bei der großen Elektronikmarktkette). Also..3 Jahre Pause, vielleicht noch nen kreativen Kopf zu Schiller holen (Harald Blüchel war supi) und dann was wirklich Innovatives raus bringen. Dann kaufe ich auch wieder mal ein Album. Ansonsten ist jetzt echt Ende!
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TOP 1000 REZENSENTam 30. August 2013
Ich will jetzt mal nicht in das Horn blasen das es raus geworfenes Geld wäre. Ich hatte mir das Album heute von einer grossen Elektromarktkette mitgenommen, wohl wissend das es eine andere Richtung gehen wird und auch mit dem Gedanken das es wahrscheinlich wohl nicht mein Lieblingsalbum werden wird (Schiller und Klassik, ich denke so gut kennt man Schiller schon nach den letzten Alben das man jetzt nicht unbedingt eine 180° Wende erwartet und etwas was einem vom Hocker haut).

Im Vorfeld etwas verwundert war ich allerdings, das Christopher seine Gastmusiker wie Kretschmar, Gutske, Hewitt entlassen hat bzw. es wohl keine weitere Zusammenarbeit mehr geben wird. Da bleibt dann natürlich die Frage offen ob Schiller generell einen anderen Weg gehen wird (und "Opus" im Grunde der Anfang dafür ist) oder ob es nur ein Austausch der Gastmusiker sein wird und es dann im nächsten Album weiter geht wie davor.

Das Album ist Klassik mit einfachen elektronischen Fragmenten unterlegt. Keine komplexen Dinge, mal ein leichtes Pad, manchmal etwas "Ducking" auf Pads oder Chor, Schillers typische Nord Lead Sounds. Also eher einfach gehalten und nix wo man sich sagt "wow, was für ein neuer und krasser Sound". Von Deylen ist diesmal auch nach New York geflogen um von einer Pianistin (Hélène Grimaud) bei 2 Titeln unterstützt zu werden. Die bekannte Russische Opernsängerin Anna Netrebko durfte bei dem Song "Solveig's Song" ihren Beitrag liefern. Es schließt sich damit auch der Kreis, das Christopher versucht mit bekannten Namen das Ganze etwas mehr mach vorne zu bringen. Ob das Konzept aufgeht kann ich nicht beurteilen, zieht letztlich die Musik von Schiller oder eigentlich nur z.B. der Gesang von Anna Netrebko? Das muss dann jeder für sich beantworten.

Insgesamt finde ich auch das es bisschen zu sehr dahinplätschert. Man kann sicherlich Klassik und Elektronik kombinieren aber bei Christopher hat man immer bisschen das Gefühl als ob er mit angezogener Handbremse fährt. Kein Risiko eingehen, eher einfache Sounds nutzen, einfache Melodiebögen... Ja kein Risiko eingehen. Demzufolge klingt es schon seit einigen Alben immer etwas gleich (langweilig) und damit meine ich nicht einen "Signature" Sound also ein spezieller "Schiller" Sound.
Z.B. der Track "Promenade" von Mussorgsky "Bilder einer Ausstellung". Ich erinnere mich noch an Tomita der vor vielen, vielen Jahren diesen Song auch als elektronische Version arrangiert hat (auf einem großen Moog Modular System meine ich) und der mir sogar heute noch bedeutend besser gefällt als Schiller's Versuch.
Ich bin mir auch nicht so sicher warum die Sachen bei Schiller nicht so recht "zünden". Mir kommen manchmal die Drums etwas komisch vor, so ein Gefühl das es nicht recht stimmt oder passend ist. Vielleicht liegt es auch an den eher zu einfach gehaltenen Sounds wo dann bisschen das Interesse verloren geht und es einem zu uninteressant klingt. Grosse interessante Harmonien oder Melodiebögen sind halt nicht so Schillers Ding aber es fehlt dann oft irgendwas auf der anderen Seite was das kompensiert.

Ich finde die Idee grundsätzlich gut mal was anderes zu machen und auch mal was anderes zu probieren. Und wenn es nur dazu dient das Christopher sagen kann "ich habe es mal probiert weil ich es schon immer mal in Kopf hatte sowas zu machen". Das es vielleicht dann nicht so bei den Fans ankommt kann man sicherlich verschmerzen, zumal Schiller ja keiner ist der nur alle 5 Jahre ein Album macht. Wahrscheinlich bastelt er schon wieder an dem nächsten Album um damit dann auf Tour gehen zu können (ich weiss nicht ob er mit "Opus" auf Live Tour gehen will?).

Zusammengefasst: mir persönlich ist das Album für Schiller (und vielleicht auch noch bisschen die alten Songs aus Weltreise und Co. im Ohr) zu langweilig. Als Ambient mit Klassik trifft es nicht so meinen Geschmack. Ich würde das Album in die Liste der letzten Schiller Alben einordnen mit der Überschrift "er hat es zumindest versucht aber was richtig großes ist es leider nicht geworden".
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am 1. September 2013
In der Rockmusik gibt es keinen "Riff" mehr, der nicht gespielt wurde. In der Elektronischen Musik ist auch bereits "alles gesagt". Die letzte "Revolution" war der Techno. Spätestens seit dem sind eben nur noch Ideen gefragt, die Musik zu spielen und zu veröffentlichen. OPUS ist für viele angeblich überflüssig, "Guten Tag" von Paul Kalkbrenner hat zu viel "bumm-bumm-bumm". Dann empfehle ich den meisten, aktuelle Werke einfach mal zu ignorieren und sich mit der "Geschichte" zu befassen.
Ich bin froh, dass es noch Künstler wie CvD gibt. Andere freuen sich, wenn Heino mit Rammstein auftritt. Andrea Berg ist derart besch...produziert und begeistert die Massen. Was soll es denn heutzutage noch geben??? Werke wie "Oxygene", "Equinoxe", "Die Mensch-Maschine", "Computerwelt", "Solid Pleasure", "Claro Que Si", "Speak And Spell" usw. usw. gibt es und kommen nie wieder.
Der Preis ist viel zu hoch, keine Frage, hat wohl mit dem Label zu tun. Hier ein Titel mehr, da ein Stück weniger und dann noch eine editierte Edition. Finde ich auch überflüssig mit dem Hang zur "Abzocke"!
Musikalisch bin ich aber froh, dass ein Künstler Musik produziert, bei der man ZUHÖREN kann. OPUS wird weniger Leute begeistern, weil die meisten beim Hören schnell "befriedigt" werden wollen. Das klappt bei OPUS eben NICHT!!! Denn das Populäre fehlt! ENDLICH!
Oder soll CvD wieder und wieder mit Kim Sanders überflüssige Songs produzieren?
Leute, was wollt ihr denn noch haben bzw. hören???
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am 2. April 2014
Diese Ultra Deluxe Edition ist wirklich nur etwas für Schillerfans. Alle anderen können auch die einfache Edition kaufen. Für mich (als Fan) war es ein toller Kauf. Insesondere Titel 4 (SwanLake) ist eines der genialsten Stücke von Schiller. (wer es einmal Live gehört hat, wird die Gänsehaut bei jedem anhören erneut hervorholen!) Einzig die Unterschift von Christopher hätte etwas "deutlicher" sein können. Ich habe sie anfangs gar nicht gesehen... Fazit: Fans sollten zuschlagen (sofern es noch zu moderaten Preisen zu bekommen ist, da limitiert)
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am 11. Januar 2014
Für mich als langjährigen Fan, ist Opus leider das bisher schwächste Album.
Mit Zeitgeist, Weltreise, Leben, Tag und Nacht sowie mit seinem (meiner bescheidenen Meinung nach) besten Album Sehnsucht, setzte er Maßstäbe und prägte eine Musikrichtung. Ich höre die alten Alben sehr gern und kann diese für Schiller-Einsteiger wirklich nur empfehlen.
Mit den Alben: Atemlos, Sonne und Opus ging die musikalische Reise in eine sehr experimentale Richtung, die mir persönlich nicht mehr so gefällt und in die man sich vielleicht länger einarbeiten muß. Leider fehlt mir dafür die Zeit.
Der Zenit scheint überschritten und Opus ist für mich ein weiteres Album, dass mir (bis auf zwei Stücke) einfach nichts mehr gibt. Schade...
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am 30. August 2013
Wie klingt dieses Menü - lecker ? Nicht wirklich. Ist es ekelig ? Auch das nicht. Es schmeckt... nach fast gar nichts.

Das Album darf m.M. nach zwar nicht wirklich in die Reihe der Schiller-Alben gestellt werden, weil es ja so etwas wie ein Experiment ist, etwas, daß CvD "schon länger mit sich herum trägt" (wie er selbst sagt), was sicherlich auch bedeutet, daß mancher Song auf Opus schon länger im Kopf des Klangmeisters herumgeisterte. Aber es steht Schiller drauf und es ist auch wirklich Schiller drin.

Meine Erwartungen waren daher ziemlich gering, zumal das fantastische "Sonne"-Album ja noch kein Jahr her ist. Das Album kam schon gestern an, ich habe es inzwischen dreimal (!) durchgehört - beide CDs. Im Gegensatz zum Katastrophen-Album Atemlos (bei dem ich eingeschlafen bin und es nie in einem durchhören konnte) fiel mir das bei Opus nicht schwer - es ist NICHT langweilig. Es ist belanglos. KEIN EINZIGER Song ist ein Highlight für mich, KEINER ! Es bleibt nichts hängen !

Die Oboe in Swan Lake : Spitze ! Anna Netrebko in Solveigh's Song : Gänsehaut. Auch die Piano-Stücke (3) enthalten wunderschöne Melodien - oder mehr "Bröckchen", die dann im hallenden Klangbrei absaufen.

Das Motiv des Albums - wie auf dem Cover zu sehen und auch laut CvD - sind Berge. Stimmt - bei Nebel und bei leichter Dämmerung : Wo ist frische, kühle Bergluft ? Wo ist etwas Erhabendes, Majestätisches, Beeindruckendes ? Nirgends. Wo man auch hinschaut, es ist kein Weg zu erkennen, es sind ringsherum konturlose, schemenhafte Umrisse zu sehen, mehr nicht. Hier und da ertönt aus der Ferne eine betörende Melodie, nur um dann wieder im wabernden Nichts zu verschwinden.

Sorry, an diesem Album ist leider gar nichts schönzureden. Es nervt zwar nicht, es klingt nicht scheußlich - und auch das Package ist rein quantitativ und qualitativ nicht zu beanstanden. Letzteres ist der Grund, warum ich immerhing 2 Sterne vergebe, nur 1 Stern ist NICHT gerechtfertigt. Habe mir die 5 Sterne-Rezensionen alle durchgelesen und kann das in keinster Weise nachvollziehen.

=> Eine deutliche "Finger weg !"-Empfehlung von mir, egal ob man Klassik-Fan (dann noch viel weniger) oder Schiller-begeistert ist oder einfach nur neugierig auf etwas Neues.

Persönliche Schlußbemerkung an den (insgesamt trotzdem herausragenden) Künstler : Herr v. Deylen, lassen Sie sich doch bitte, bitte ZEIT. Es ist kein Problem, 3 Jahre mal NICHTS zu veröffentlichen und vielleicht 1 Jahr KEIN Konzert zu geben. Wo sollen denn die schönen Melodien herkommen ? Woher die Emotionen ? Gerade auf "Sonne" haben Sie doch so viele rausgehauen, warum tun Sie sich, den Gastmusikern und uns dieses Album an ? Kein Problem, kann passieren, ich werde mir das nächste Album bestimmt kaufen - aber nur, wenn es nicht vor 2015 erscheint.
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am 1. September 2013
Mit seinem neuesten Werk "Opus" konzentriert sich von Deylen mehr auf Soundteppiche als auf tanzbare Stücke. Diesmal kommt es nicht zur üblichen (wundervollen!) Besetzung hinsichtlich der Band oder der Gesangsgäste, vielmehr werden klassische Themen aufgegriffen und in moderne Form gebracht. Heraus gekommen ist ein wunderbar athmosphärisches, flächiges Kunstwerk ungefähr wie eine Evolution der bisherigen Konzerteinlassmusiken, ohne jedoch das Clichè des aufgesetzten Pseudoklassikversuches zu erfüllen, das bei so manch anderer Band bei Verwendung klassischer Elemente zutage tritt. Das Album erweckt vielmehr den Eindruck einer perfekt gestylten Coffeehouse-Musik, warm und vielschichtig, gleichzeitig jedoch unaufdringlich und stressfrei. Ich bin sehr zufrieden mit diesem stylistischen Ausflug und kann Herrn von Deylen nur dazu gratulieren! Wem das nicht liegt der soll es eben lassen, einem Künstler aber jegliche Erwiterung seines Repertoires zu missgönnen sollte sich eigentlich verbieten und nicht zu den hier teilweise geäusserten Kundenbewertungen führen, in denen teilweise Bediengeräusche der in diesem Album verwendeten ECHTEN Instrumente kritisiert werden!
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Bislang war es stets die Faszination des Kreierens eleganter, medlodiöser und vor allem entspannend frischer Klangwelten, die das Projekt und musikalische Schaffen Christopher von Deylens ausmachte. Nun legt er nach dem Erfolgsalbum "Sonne" das neue Schiller Werk "Opus" vor.
Was an "Sonne" noch positiv erfrischend energetisch und charismatisch belebend gewesen ist, wird mit "Opus" in die dunklen Tiefen von klassischer Tristesse hinabgerissen. Das CD Cover des neuen Schiller Werkes hätte anstatt der schneebedeckten Gletscher auch durchaus den Krater eines Vulkans zeigen können, der schon lange nicht mehr ausgebrochen ist.
Natürlich liest sich die Ankündigung, dass Christopher von Deylen mit Schiller einen Ausflug in Richtung klassischer Elemente für Schiller machn möchte nicht schlecht. Wenn das Ergebnis, dann aber derart langatmig und irgendwie bedeutungslos erscheint, dann darf das nicht als Umsetzung eines Anspruchs, den mittlerweile die Fangemeinde an Schillder als auch von Deylen an sich selbst hat, enden.
Die hervorragenden Gastsänger, mit denen Schiller das spannungsgeladene abwechslungsreiche Leben eingeflösst worden ist, sind nicht mehr mit an Bord. Dafür gibt es auf "Opus" mit Hélène Grimaud, Anna Netrebko und Albrecht Mayer drei klassische Stimmen auf vier von 14 Titeln zu hören. Diese Umsetzungen passen ins Konzept des Albums und die entsprechenden Titel stellen sicherlich auch die Höhepunkte des neuen Werkes dar. Alles andere plätschert irgendwie auf eine Art dahin, die man kennt, klingt wenig innovativ geschweige denn faszinieren die neuen Soundlandschaften.
Es ist irgendwie als wandert Schiller im Kreis und nur die Jahreszeiten ändern sich. Und so warm sie auf "Sonne" gewesen sind, so kalt sind sie auf "Opus". Lang und größtenteils weilig. Da kann man nur hoffen, dass der Schiller-Winter schnell vorbeigeht und mit dem nächsten Album die Sonne wieder scheint. Mit frischen Melodien, Sounds und beeindruckend charismatischen Stimmen. Mit Schiller ist es wie mit einem Schuster...Schillers Leiste ist und bleibt die Sonnenseite der chilligen Elektrosounds.
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am 30. August 2013
ich bekam heute die Ultra-Version mit Leinwand und 4 CDs. Es war nicht meine erste Schiller-Scheibe, und es wird wohl nicht meine letzte gewesen sein, aber die Begeisterungs-Kurve zeigt nach unten.. Als ich das erste Mal las, Schiller goes Classic, da dachte ich gleich an die Adya-Reihe, und diese Serie halte ich für ein einziges Kultur-Verbrechen ersten Ranges. Ganz so schlimm ist es denn doch nicht geworden. Trotzdem wurde meine ohnehin nicht zu hohen Erwartungen enttäuscht. Wie andere schon sagten, es plätschert dahin, klassische Themen werden angerissen und elektronisch unterlegt, aber es fehlt einfach die Tiefe, die frühere Schiller-Stücke durchaus hatten. Es ist so, als ob ich bei einem Buch nur die Überschriften lesen darf, die sich zwar schön anhören, mich aber hungrig zurück lassen.

Ich denke, ein anderer Rezensent hier macht es sich zu einfach, wenn er sagt 'erwartet nicht so viel, dann werdet ihr auch nicht enttäuscht'. Wenn ich von einer CD 'nicht so viel' erwarten darf, dann kaufe ich sie mir gar nicht erst. Und wenn ich von einer Scheibe von vornherein nur seichtes Geplätschere erwarte, dann sowieso nicht. Aber ich weiß schon, von der nächsten Schiller-CD werde ich wieder viel erwarten, denn ich weiß, er kann es doch, das hat er doch früher gezeigt.

Als Unverschämheit sehe ich es allerdings an, dass ich 83 Euro für die Ultra-Version ausgebe, und dann sehe ich, dass es beim Media-Markt eine Version mit 2 Bonus-Tracks gibt. Da neige ich dann doch zu der Aussage 'ich bin doch blöd'. Dafür gibt es einen Punkt Abzug.

Fazit : CD1 kriegt 2 Punkte, CD2 und Horizon kriegen 4 Punkte (da hört man wenigstens Schiller und keinen Klassik-Matsch), Origins kriegt 1 Punkt (ich mag keine best of Classics), abzüglich 1 Verarsche-Punkt, ergibt abgerundet (heute bin ich mal ungnädig) 2 Punkte.
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Nachtrag vom 28.10.13 : ich habe heute auf der Schiller-Seite entdeckt, dass es bei Eingabe eines Codes (steht im Horizon-Cover) vier Zusatz-Tracks zum gratis downloaden gibt, darunter die beiden auf der Mediamarkt-Version enthaltenen Stücke. Somit entfällt der Strafpunkt-Abzug, und es gibt 3 Sterne für das Album.
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