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am 31. August 2016
Eine Mutter kann ihr Kind nicht lieben, aber sonst kann es auch keiner. Er entwickelt sich zum Monster, verletzt seine Schwester und läuft Amok. Nicht gerade glaubwürdig, aber konsequent. Das ist auch das Faszinierende an dem Streifen: Das alles immer schlimmer wird, und keiner will was bemerken und dann läuft er halt Amok.

Werdenden Eltern kann man nur raten, ihr Kind niemals Kevin zu taufen, weil Kevins in Film und Fernsehen eigentlich immer Monster sind...Und deswegen von leichtgläubigen Pädagogen vielleicht diskriminiert werden...Leider glauben manche Lehrer auch an Ufos
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am 30. September 2016
Top Film, top Schauspieler. Ich war selten so beeindruckt von einem Film. Am Ende haben mein Partner und ich wortlos da gesessen und haben den Abspann gesehen. Der Film hat uns einfach aufgewühlt.
Im Gegensatz zu manchen Rezensionen finde ich den Film nicht schwierig oder wirr. Wenn man aufmerksam hinschaut, ist es meiner Meinung nach überhaupt kein Problem den Film zu verstehen, man muss sich nur darauf einlassen. Außerdem darf man keinen Horrorfilm oder Thriller erwarten.
Von mir eine ganz klare Empfehlung.
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am 2. Februar 2016
Kevin (Ezra Miller) sitzt ein, nachdem der knap 16jährige an seiner Schule ein Massaker begangen hat. Seine Mutter Eva (Tilda Swinton) besucht ihn, sie sitzen sich schweigend gegenüber, und in Rückbenden sehen wir, warum Eva allein in einem Häuschen wohnt, das mit roter Farbe beschmiert wird, auf offener Straße geohrfeigt wird und von einem Kollegen am Arbeitsplatz nach höflicher Zurückweisung derb beleidigt wird.

In der Schwangerschaft scheint Eva Khatchadourian bereits Probleme mit ihrer zukünftigen Mutterrolle zu haben, wie eine Szene bei der Schwangerenvorbereitung in einer Gruppe zeigt. Der Neugeborene ist ein Kind, das schreit und schreit, Eva bemüht sich, ist so verzweifekt und genervt, dass sie minutenlang mit dem Säugling im Kinderwagen neben einem Presslufthammer stehen bleibt,der das Geschrei übertönt. Auch als Kleinkind um 4 Jahre ist Kevin (Rock Duer) nicht zugänglich. Und wir sehenschon, dass etwas nicht stimmt, als Sohn und Mutter sich mit gespreizten Beinen gegenübersitzen und sie ihm einen Ball zurollt. Mehrfach reagiert er nicht, einmal rollt er den Ball zurück, Eva ist hocherfreut, weitere Versuche scheitern wieder, das süße Kleinkind sitzt stoisch still.
Mit ca 8 Jahren hat Kevin sich zu einem antisozialen Ekel entwickelt, er stuhlt ein, wenn er sich ärgert oder Eva ärgern will, klatscht Marmeladenbrote mit der Oberseite auf die Möbel, mathe-Fragen werden nicht beantwortet, die Nachhilfestunde wird dann von ihm beendet, indem er provozierend flüssig bis 50 zählt, das reiche wohl. Der Vater Franklin (John C.Reilly) kann oder will keine auffälligkeiten bei dem Knaben entdecken, er behandelt ihn harmoniebedürftig kumpelhaft.
Der knapp 16 jährige kevin ist ein ausgewachsener Psychopath (!), unter ihm leidet auch seine kleine Schwester (Ashley Gerasimovich), deren Hamster verschwindet und die ein Auge verliert, seinen Vater, der immer auf glückliche Famile macht, ihn als Buddy behandelt, Fehlverhalten entschuldigt, wird zutiefst verachtet, die Mutter, die immer wieder versucht, über gemeinsame Unternehmungen an ihn heranzukommen, lässt er wiederholt brutal auflaufen.
Die Bluttat ist, wenn wir seine Entwicklung in den Rückblenden verfolgt haben, eine nicht zwingende, aber auch nicht unwahrscheinliche Konsequenz dieses Charakters.

An Tilda Swinton's großartigen schauspielerischen Fähigkeiten werden selten Zweifel geäußert, selbst von Rezensenten, die ihre Filme wie "Teknolust", "Orlando" , "Only Lovers Left Alive" oder "Julia" nicht unbedingt schätzen. Den Vorwurf, es sei ein reiner Tilda-Swinton-Film, den sie völlig dominiere und die anderen an die Wand spiele, kann ich nicht teilen. Das Aussehen der 180 großen rothaarigen , oft androgyn aussehenden 51jährigen ((2011) reicht sicher nicht zum Victorias's-Secret-Model, ihre faszinierende Darstellungskunst, ihre beeindruckende mimische Darstellung von Gefühlen macht sie zu einer der besten und faszinierendsten Filmpersönlichkeiten überhaupt. John.C.Reilly's Rolle gibt nicht viel her, fordert den Darsteller nicht, aber der 17jöhrige Ezra Miller als Gegenpart macht seine Sache derart ausgezeichnet, dass man ihn ganz bestimmt nicht als Staffage für einen Tilda-Swinton-Beweihräucherungsfilm bezeichnen kann.

Was aber ist, und das ist eine Kritik an der Deutung der Person des Jungen und auch der versöhnlichen Schlußszene, der eiskalte gefühllose, selbstverliebte Mörder bestimmt nicht? Ein Soziopath oder ein Produkt fehlender Mutterliebe, die eventuell auch schon während der Schwangerschaft Einfluss gehabt haben mag. Ganz sicher hat mangelndes Geliebtwerden im Kleinkindesalter einen Einfluß auf die psychische Entwicklung, aber wie zum Autisten wird man zum Psychopathen geboren. Schon dem Kleinkind unterstelle ich in der erwähnten Ballszene Bosheit, hohe Intelligenz wird mehrfach demonstriert, Kevin kann charmant sein, manipulativ und ist von sich selbst eingenommen, kann sich unauffällig verhalten, ist völlig gewissenlos, selbstverliebt, bedenkenlos grausam.
Vorwürfe kann man ihm nicht einmal machen, ihm fehlt jede Empathie, er hat, wie ein Autist in anderen Ausprägungen , eine Fehlfunktion des Gehirns. Im Film wird darauf hingewiesen, und auch in Interviews bei den Extras, das Eva Kevin nicht lieben konnte, mag gut sein, aber das war ist bei einem Psychopathen nicht ausschlaggebend: sein Verhalten auch mit dem Einstuhlen ist eine Möglichkeit, sich in den Mittelpunkt zu stellen und Aufmerksamkeit zu erhalten.
"Kennst du einen Psychopathen, kennst du einen Psychopathen!" Den Satz kenne ich aus einem Werk über Autisten, und ddas trifft auch hier zu: Nicht alle Psychopathen sind gleich, aber sie haben charakteristische Eigenschaften oft gemeinsam: Grausamkeit gegen Tiere, Intelligenz, Charme, stehen gerne im Mittelpunkt, alles muss sich ihrem Wohlbefinden unterordnen, da kennen sie kaum Skrupel. Ob beabsichtigt oder nicht, korrekt scheint das ein Junge im Rollstuhl erkannt zu haben, der als Opfer von Kevin (noch) nicht wieder kaufen kann. Er ohrfeigt Eva nicht, erkundigt sich nach ihrem Befinden und spricht ihr Mut zu, anstatt sie als Mutter des Ungeheuers zu verachten.
Die im Film gezeigte Schmerzunempfindlichkeit des Jungen nach seinem Armbruch und die später sichtbare ausgeprägte Kältetoleranz sind mir als häufigere Phänomene bei Autisten bekannt, eher nicht typisch für Psychopathen.
Kevin ist kein Soziopath: die Begriffe wurden manchmal nicht einheitlich verwandt, ich glaubem dass besonders seit Anthony Hopkins brillianter Darstellung des Hannibal Lecter, der sich Jodie Foster gegenn über selbst als Soziopath bezeichnet, diese in vielen Köpfen steckt. Er >Unterschied Psychopath/Soziopath < googelt, findet rasch auch für Laien gut verständliche kurze Artikel von Facgleuten die da Klarheit verschaffen. Ein Beispiel für einen Soziopathen finden wir in einem Werk des kürzlich verstorbenen Neurologen und Hirnforschers Oliver Sacks, der dort die Wesensveränderung bei einem Arbeiter schildert, der eine schwere Hirnverletzung erstaunlicherweise überlebt hatte.

Was man der Mutter des
Jungen vorwerfen mag, ist die Tatsache, dass sie nicht Hilfe für ihr Problem gesucht hat, wahrscheinlich aber dadurch bedingt, dass sie sichneine (Mit)Schuld an der Entwicjlung gab, wobei gleich festgehalten werden soll, dass die Störung nicht heilbar ist. Kommentare und Szenen des Filmes, die mangelnde Mutterliebe, um die sie sich ja schon bemüht hat, auch einen Beitrag zu Kevins Entwicklung gehabt haben, sind falsch! Da verweise ich noch einmal auf die Balszene, bei der sie sich ja aufrichtig gefreut hatte.

Trotz der Kritik an der Darstellung der Ursache für oder des starken Einflusses der Mutter auf die fatale Entwicklung dieses Psychopathen ist die Darstellung des Jungen durch Ezra Miller und die überragende Leistung von Tilda Swinton, die die Zerrissenheit zwischen Frustration und Bemühung um Mutterliebe und Zugang zu dem Sohn grandios spielt, für mich Anlass, den Film mit 5 Sternen zu bewerten. Horrorfilme, in denen der Schrecken von kleinen oder größeren Kindern ausgeht, mögen besonders schockierend und publikumswirksam sein, ein Psychopath ist eine tickende Zeitbombe, die jederzeit explodieren kann, das ist reeller Horror.

Doc Halliday
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am 15. September 2013
Eva (Tilda Swinton) ist Ehefrau und Mutter in einer US-Kleinstadt. In Rückblicken lässt sie ihr Leben, vor allem ihre Rolle als Mutter, Revue passieren. Schnell wird klar, dass ihr Sohn Kevin ein Problemkind war und dass sich das Mutter-Sohn-Verhältnis schon früh überaus holprig gestaltete. So dauerte es überaus lange bis Kevin sauber war. Lange weigerte er sich auch zu sprechen und legte eine unverständliche Antipathie gegenüber seiner Mutter an den Tag. Eva, da Vater Franklin (John C. Reilly) arbeitete allein mit der Erziehung betraut, bekam als Erste Zweifel, ob mit Kevin alles in Ordnung sei. Dennoch war sie sich ihrer Sache nicht sicher, prallte ihre Meinung doch auf die des unautoritären Franklin, der mit Kevin einwandfrei auskam und dessen Andersartigkeit nicht zu spüren bekam. Kevins Pathologie steigert sich. Als Zuschauer wird man lange im Dunkeln darüber gelassen, was passiert ist. Doch irgendetwas muss passiert sein, warum Eva gegenwärtig dem Hass der ganzen Gemeindeausgesetzt ist.

Die britische Regisseurin Lynne Ramsay knallt mit WE NEED TO TALK ABOUT KEVIN allen Pädagogen und Waldorfkindergärtnerinnen ein blutiges Stück Fleisch vor den Latz, an dem man erstmal ordentlich zu kauen hat. Was tun, wenn mein Kind mich nicht mag? Liegt das Problem beim Kind oder vielleicht doch an mir? Der Film behandelt das Thema aus der elterlichen, vornehmlich der mütterlichen Sicht, beschreibt die Hilflosigkeit und Unsicherheit in der man schwebt, wenn es mit dem Kind Probleme gibt.
Einfach bravourös und atemberaubend mimt die maskenhafte Tilda Swinton (die Weiße Hexe aus NARNIA, die Blondine in LIMITS OF CONTROL) die zerbrochene Eva, die auf die Scherben ihres Lebens blickt. Ebenso gut, aber weitaus weniger gewichtig die Rolle des ignoranten Franklin, der die Probleme mit Phrasen wie „So sind Jungs nun mal!“ abtut, gut gespielt von John C. Reilly (STIEFBRÜDER, GOTT DES GEMETZELS).

Doch der Film spinnt den Faden weiter: Wie geht man als Elternteil damit um, wenn sich herausstellt, dass das eigene Kind psychisch krank ist? Wie, wenn es zu Kriminalität und Gewalt neigt? Wie viel Schuld trifft einen als Vater oder Mutter? Wie viel ist genetisch bedingt, wie viel Erziehung, wie viel äußere Einflüsse?
Der Stoff hätte auch gut Verwendung in einem Horrorfilm finden und über die Inkarnation Satans handeln können. So schwankt die Rolle des Satansbratens Kevin hier zumindest zu Beginn noch zwischen lustig und tragisch, bevor sich im Showdown entpuppt, was den ganzen Film über als Schwelbrand vor sich hin glimmt. Knallige Rot-Töne deuten den ganzen Film über das drohende Unheil an. Brutal ist hier aber das, was man nicht sieht, z.B. wo das Meerschweinchen abgeblieben ist und wie Kevins Schwester ihr Auge verliert. Der Film tut gut daran, nicht allzu viel zu zeigen und viele Fragen offen zu lassen, und erzeugt bösen Terror im Kopf des Zuschauers.

Ein Film, über den nicht zu viel verraten und man sich im Vorfeld nicht allzu schlau machen sollte, um sich den Überraschungseffekt nicht zu versauen. Ein Film über ein schwieriges und brandaktuelles Thema. Die Ursprünge mangelnder Empathie bei Jugendlichen beinahe komplett im Dunkeln belassend und stillschweigend akzeptierend, fragt sich der Film allein, wie mit dieser neu vorherrschenden Gefühlskälte umzugehen ist. In betörenden wie verstörenden Bildern erzählt und von einer ungemein ausdrucksstarken Tilda Swnton getragen.

Fazit:
100% realer Horror. Viel fieser als Damien!
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am 12. Januar 2013
Der Film "We need to talk about Kevin" beschreibt die Geschichte einer Mutter, die durch die Gräueltaten ihres Sohnes Kevin durch die Hölle gehen muss. Kevin hat an seiner Schule ein Blutbad angerichtet und während er "sicher" im Gefängnis sitzt, muss seine Mutter Eva die Schmähungen der Gesellschaft aushalten, denn sie hat alles verloren, was ihr vorher wichtig war.

Der Film ist zunächst nicht ganz einfach zu durchschauen, man braucht gut 20 Minuten um zu begreifen wie der Film funktioniert. Der Film spielt hauptsächlich in der Gegenwart, nach dem Massaker. In Rückblenden, die nicht detailliert von der Haupthandlung getrennt sind, wird das Leben Evas davor geschildert, von der Geburt Kevins und wie er sich langsam aber sicher zu dem entwickelt, der nun im Gefängnis sitzt. Man sieht auch wie Eva relativ schnell erkennt, was ihr Kind da eigentlich ist, während das ganze Umfeld, inklusive ihrem Mann, nur den kleinen Jungen sieht, der eben mal einen kleinen Streich gespielt hat.

Mir hat der Film wirklich sehr gut gefallen, da er aufzeigt wie schnell man ungewollt völlig abrutschen kann, ohne dass man dafür unbedingt etwas kann. Auch die psychologischen Abgründe des Sohnes werden sehr realistisch dargestellt.

Ich kann nur jeden empfehlen, den Film an einem ruhigen Nachmittag zu schauen, dass man noch genug Zeit hat diesen Film zu verarbeiten. Ich habe den Fehler gemacht ihn spät abends zu schauen und war so aufgewühlt davon, dass ich nicht einschlafen konnte.

Der Film zeigt kein blutiges Gemetzel oder ähnliches, sondern der Horrorfaktor basiert mehr auf der psychologischen Ebene.
Besonders faszinierend ist hier wirklich die Rolle von Kevin, der seiner Mutter das Leben so schwer macht, dass es kaum noch auszuhalten ist. Das Kind ist so grausam, dass es den Zuschauer glatt abschreckt, selbst welche haben zu wollen.

Noch etwas zur DVD- Ausstattung: Der Film wird in einem MediaBook geliefert, d.h. in einer Papphülle, die von außen wie ein Hardcoverbüchlein aussieht. Das 23seitige Booklet bietet jede Menge Informationen zum Film. Dies sollte man jedoch erst nach dem Anschauen des Films lesen, da hier viel aus der Geschichte bereits geschildert wird, das nimmt den Überraschungseffekt. Außer dem Film bekommt man noch Extras geliefert wie drei Kurzfilme, Interviews mit der Crew, sowie Drehbeobachtungen.

Fazit: Ein äußerst verstörender Film, der dennoch sehr gut zu unterhalten weiß. Wer nichts gegen die Abgründe der menschlichen Seele hat, der ist hier goldrichtig. Nichts für Zartbesaitete. Empfehlenswert!
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VINE-PRODUKTTESTERam 14. Juli 2013
(Filmbesprechung)

In der Regel freuen sich Mütter über die Ankunft des neuen Erdenbürgers. Doch zwischen Eva und ihrem Sohn Kevin entsteht von Anfang an keine tragfähige Bindung. Ganz im Gegenteil. Schon als kleines Kind lehnt Kevin seine Mutter böswillig ab, versucht sie zu tyrannisieren und zu demütigen. Nur einmal, als er krank ist, kommt so etwas wie Verbundenheit zwischen ihnen auf. Kevin wird älter, die Anfeindungen werden subtiler. Als er eine kleine Schwester bekommt, muss auch sie ordentlich unter ihm leiden. Doch das sieht nur seine Mutter. Sein Vater scheint dem gegenüber gänzlich blind zu sein. Und egal, wo sich die verzweifelte Mutter auch hinwendet, keiner versteht sie und versucht ihr zu helfen. So bleibt sie alleine und mit Kevin steuert es auf eine Katastrophe zu......

Es gibt sicherlich viele Kinder, die unter ihren Eltern auf die eine oder andere Art zu leiden haben, das sollte nicht bagatellisiert werden. Doch die Zahl der Eltern, die von ihren Kindern gequält werden, ist im Ansteigen begriffen. Erschreckend dabei ist die regelhafte Hilflosigkeit der erwachsenen Menschen, die das lange nicht wahrhaben wollen und verleugnen. Michael Winterhoff hat dazu ein informatives Buch verfasst "Warum unsere Kinder Tyrannen werden". Im vorliegenden Werk scheint die Mutter aber keine der bei ihm beschriebenen groben Fehler zu machen, das 'Böse' scheint vielmehr der Kinde immanent zu sein.

Der Handlungsverlauf ist mitunter nur schwer auszuhalten. Eine sehr depressive Grundstimmung zieht sich durch das ganze Werk. Trotzdem ist er gut gemacht, nicht zuletzt wegen einer überzeugend spielenden Tilda Swinton. Der Film arbeitet mit Rückblenden und landet immer wieder in der Zeit nach der Katastrophe, als Eva verachtet und verstoßen ohne Familie lebt.
Schleierhaft bleibt mir nur, weshalb sie so abgrundtief gehasst wird im Ort bzw. weshalb sie nicht einfach weit weg gezogen ist.

Fazit: Man könnte etwas böswillig sagen: Sollten sich alle werdenden Eltern mal anschauen.
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am 6. Juni 2013
Tilda Swinton spielt die Reisejournalistin und Mutter Eva Khatchadourian, die sich bemüht, es aber nicht schafft, ihren Sohn zu lieben.

Der Zuschauer erfährt schon zu Beginn, dass ein Verbrechen passiert ist. Evas jugendlicher Sohn Kevin ist inhaftiert, auch Eva war angeklagt. Eva wird von ihrer Umgebung angefeindet: sie wird auf der Straße geohrfeigt, ihr Haus wird mit roter Farbe beschmiert.

In Rückblenden wird erzählt, wie es dazu gekommen ist. Wie Eva schon seit der Geburt des kleinen Kevin von diesem irgendwie dämonischen Kind terrorisiert wird. Der Vater (gespielt von John C. Reilly) nimmt die Psychopathie seines Sohnes nicht wahr und gibt sich der Illusion eines normalen Familienlebens hin. Als Kevin zum Teenager herangewachsen ist, wird es eher noch schlimmer. Auch die kleine Schwester hat unter Kevins Bösartigkeiten zu leiden. Alle Taten von Kevin scheinen aber letztlich auf seine Mutter zu zielen, sie will er offenbar quälen, das deuten seine boshaften Blicke an, die er ihr zuwirft.

“We Need to Talk About Kevin” ist eine Verfilmung des gleichnamigen Briefromans der US-Amerikanerin Lionel Shriver. Die britische Regisseurin Lynne Ramsay erzählt die Geschichte von Kevin und seiner Mutter in ruhigen Bildern, aber mit harten Schnitten zu unterschiedlichen Zeitebenen und zu Alptraumsequenzen der Mutter. Vom Zuschauer wird etwas Konzentration verlangt, um zu realisieren, auf welcher Erzählebene, sich der Film gerade befindet. Und auch das Ende verlangt dem Zuschauer einiges ab. “We Need to Talk About Kevin” ist kein leichter Film - allerdings ein Film, der auch jede Anstrengung wert ist.

Aber wir müssen noch über Tilda Swinton reden. Ihr feines Spiel ist es, was diesen Film ausmacht. Wie Tilda Swinton die Zerissenheit von Kevins Mutter zwischen Schmerz, Versagensangst und unterdrückter Wut darstellt – nicht durch Exaltiertheit, wie es so manche Filmdiva tun würde, sondern durch ein zurückgenommenes und dadurch viel intensiveres Schauspiel – das ist absolute Weltklasse. Es bleibt zu hoffen, dass Tilda Swinton dafür mit Filmpreisen überhäuft wird.
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am 6. April 2013
Das Tilda Swinton eine brilliante Darstellerin ist weiß heute vermutlich jeder der gerne Filme sieht, hier ist mal wieder ein 1A Nachweis Ihrer Arbeit.

'We need to talk about Kevin' spielt gekonnt mit einem sehr schwieriegen Thema. Der Erzählstrang ist geschickt verpackt in Rückblenden. Neben Tilda Swinton glänzt Ezra Miller als der ältere Kevin. Aber eigentlich ist das ganze Filmteam zu loben von Regie bis Kamera, nur so konnte dieser Film so gut gelingen.

Bei allen kontroversen offenen Fragen stellt sich mir die Frage, ist die Suche nach dem Warum wirklich das Maß aller Dinge?

5 Sterne sollte man unbedingt ansehen !
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am 22. März 2014
Das ist wohl das erste Wort, das einem einfällt, nachdem man diesen Film gesehen hat. Von dem Moment an, als Eva ihren Sohn Kevin bekommt, bis hin zum Abspann ist die Grundstimmung des Films einfach bedrückend.

Tilda Swinton spielt ihre Rolle hervorragend; und auch Ezra Miller als Sohn Kevin weiß den Zuschauer zu fesseln. 'We Need To Talk About Kevin' ein verstörendes Kunstwerk, das man gesehen haben sollte.
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am 18. August 2014
Unglaublich echte und packende Geschichte. Wahnsinnig gut gespielt und für mich ein weltbestes Ende. Ein absoluter Geheimtipp und nur zu empfehlen!
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