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am 19. Juli 2013
Auch ich habe die TV-Übertragung gesehen und war sehr enttäuscht.
Aber die Blue-Ray (gestern bekommen) ist echt der Wahnsinn! Der Klang, besonders Mehrkanalton: Erste Sahne! Ich dachte ich bin direkt im Kontzertsaal, eine plastische Räumlichkeit, so noch nicht gehört. Und was Christian Thielemann aus diesem Klangkörper hervorzaubert ist wirklich (für mich) hervorragend. Habe da neue Details gehört, es haben sich mir neue Zusammenhänge erschlossen, die mir vorher noch nicht aufgefallen waren. Auch die Kameraführung ist anders (als TV, hab ich noch auf Rekorder:konnte vergleichen), hier wirken die einzelnen Scenen stimmig und dem Werk angemessen. Mir persönlich gefällt die Inszenierung sehr gut, würde sagen modernisiert-traditionell im positiven Sinne. Nicht ganz so überfrachtet wie Herrheim, (aber auch diese habe ich sehr genossen und warte schon sehnsüchtig darauf: sollte doch dieses Frühjahr erscheinen?).
Das Bild der Bue-Ray: gestochen Scharf, tolle Farben. Der Ton: mit das beste was ich auf Klassik-Blue-Ray habe (ähnlich gut wie Strauß, Salome (Nadja Michael/ Royal Opera House, Covent Garden in March 2008/ Blue-Ray 2010).
Also von mir 5 Sterne, Kaufempfehlung
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am 8. August 2013
Die hier vorliegende, maßstabsetzende Inszenierung des Werkes "Die Frittöse" von Michael Schulz wird in ihrem Rang nur dadurch beeinträchtigt, dass die ganze Zeit jemand singt und eine ganze Bande von Unruhestiftern auch noch irgend etwas fiedelt.

Intensive Recherchen (Wikipedia) haben ergeben, dass als Verursacher dieses Lärmes ein gewisser Richard Wagner festzumachen ist. Allerdings hat sich dieses Subjekt der strafrechtlichen Verfolgung durch Wegsterben entzogen. Daher ließe sich allenfalls sein Komplize, ein gewisser Thielemann, belangen. Doch auch hier dürfte der Ruf nach Gerechtigkeit ungehört verhallen. Soviel zum angeblichen Rechtsstaat.

Aber kommen wir zum Kern dieser Blue Ray, der epochalen Frittöse von Schulz. Sie gilt zurecht, neben dem Literaturklassiker "Feuchtgebiete" der Nobelpreiskanidatin Charlotte Roche, als herausragende Repräsintantin des vakuonösen Bürokratismus. Diese ganz unserer Zeit entsprunge Kunstrichtung vernetzt genialisch die bezaubernd stille Hohlheit des Nichts mit der zart monetären Faszination des Vakuums. Das grobe Nichts der Existenzialsten wird entlarft, indem man ihm einen federleichten Spiegel vorhält. Verkehrt herum, aus Prinzip.

Schulz Meisterwerk handelt von den Nöten einer Gruppe nach den Dreharbeiten arbeitslos gewordener Spermiendarsteller aus Woody Allens Fim "Was Sie schon immer über Sex wissen wollten". Diese lustigen weißen Kerlchen vernetzen sich mit einem gewissen Gurnemanz. Herr Gurnemanz befindet sich auf der Flucht vor seinem Kostümschneider, da dieser, die Nadel noch in der Hand, beim Sterben vor Langeweile, auf Gurnemanz zu stürzen drohte. Zunächst war Gurnemanz noch der Meinung gewesen, es sei zu seinem Schutz ausreichned, sich Blechplatten auf den Second Hand Anzug (Kleiderkammer, sehr preiswert) zu kleben. Dann jedoch erkannte er, dass nur sofortige Flucht Rettung versprach. Schulz weiß wohl, was er uns empfiehlt.

Auf ihrem Weg durch ein Geflecht von Glasröhren (Schulzes Anklage gegen die konventionelle rundheit von Kreisen?) treffen Gurnemanz und seine Gonaden-Gang keinen Geingeren als - Papageno! Dieser hat infolge der Kochkünste seiner Papagena erstens das Stimmfach zum Tenor gewechselt und zweitens geringfügig Gewicht zugelegt. Außerdem ist besagter Vogelfänger, der rechtsirrümlichen Meinung, der bloße Besitz eines Schwanes berechtige zur Tierquälerei. Als er von Gurnemanz eines Besseren belehrt wird, steht eine Weile lang unmotiviert herum, um sich dergestalt den Tatbestand der Verjährung zu erschleichen. Außerdem gibt er wahrheitswiderig an, sein Name laute Parsifal und überhaupt wisse er von nichts. Man vergleiche diese müden Schutzbehauptungen mal mit der genialen Versterbetaktik des flüchtigen Wagner. Eine Alternative im übrigen, die auch bei Hennig mit zunehmender Betrachtungsdauer dieser Blue Ray immer verlockender wurde.

Sei es drum. Während gerade auch Gurnemans und seine Keimdrüsen-Sprösslinge mal wieder versuchen, ob die alte Standbein-Spielbeinnummer noch funktioniert, erscheint eine - Frau. Und jetzt zeigt sich Schulzes ganze Genialität, das Spiel mit Erwartungshaltungen. Bislang bewegte sich das Gezeigte nämlich absichtlich auf dem darstellerischen Niveau gewisser Filme aus dem Bereich der Erwachsenenunterhaltung. Das Publikum denkt ergo, jetzt ginge es endlich zur Sache. Man erwartet den Auftritt etwa eines stattlichen Klemtners. Und warum auch nicht, der Entzug vom Inzest wiegt schwer auf der Bühne seit dem letzten ersten Walkürenakt. Ein Opernbesucher ist doch auch nur ein Mensch, irgendwie...

Nichts da! Schulz lässt einfach weiter herumstehen und schreiten und reisst so nicht nur dem Sexismus zusammen mit den Theaterkonventionen die Maske vom Gesicht, er betreibt virales Gender Mainstreaming. Herrlich.Das trennt den wahren Komatösen vom Pöbel.

Der zweite Aufzug. Pure Ökologie. Claudia Roth soll hinterher geweint haben und das macht die sonst nie. Statt der Wegwerfgesellschaft zu fröhnen, stellt Schulze endlich alles, was in der Requisitenkammer zu finden war, auf die Bühne. Dann geht es auch gleich handlungsmäßig weiter. Neben Papageno und der Roten treten weitere Herren auf. Einer ist Jesus. Er war auch schon im ersten Aufzug zugegen, da aber nicht weiter von Relevanz. Jetzt aber plädiert er nachdrücklich für hygienische Toleranz, indem er ungewaschen Joga macht.

Nachdem einige unerfreulich schnieke Damen in Stiefeln aus der Beatles-Aera sich erfolglos um Papageno bemühten, muss gleich wieder die Rothaarige ran. Sie versichert dem angeblichen Parsifal, ihre Zuneigung grundsätzlich unabhängig vom Body Mass Index zu verschenken. Außerdem weisst sie darauf hin, dass bei all dem Gerümpel auf der Bühne Übergewicht sowieso nicht weiter auffalle. Die Beiden kommen sich näher, sollte vielleicht jetzt? Nein, im allerletzten Augenblick fällt Papageno ein, dass Gurnemanz ja noch von seinem Kostümbildner bedroht wird. Er enteilt zu dessen Rettung.

Im dritten Aufzug ist der World War Z ausgebrochen und deshalb liegen überall Zombies herum. Sie sind aber ziemlich träge, weil es kein Hirn zu essen gibt und im weiteren Verlauf auch kein Hirn mehr erwartet werden kann. Gurnemanz ist dem Bühnenschneider entkommen. Er vergewissert sich mit einem Blick auf den Kalender: Mist, Ostern naht. Konkret ist es gerade zufällig Karfreitag und dieser Tatbestand gibt zu schlimmsten Befürchtungen Anlass. Eine radikale Sekte namens Wagnerianer bedroht, dem Grabe zombifiziert entstiegen, die Welt mit Vegetarismus. Gottseidank naht Papageno und hat auch noch im zweiten Akt einen Speer aus der Requisite mitgehen lassen. Die beiden Jungens eilen, noch immer die aufdringlche Rote im Schlepptau, zu einem gewissen Amfortas, der schon im ersten Aufzug nicht weiter auffiel. Vorsicht, ein kleiner Spoiler: wer sich fragt, wo Woodys Spermiozyten aus dem ersten Aufzug hin sind, hat den (zu unappetidlichsten Mutmaßungen Anlass gebenden) weissen Flecken auf Amfortas Stirn übersehen. Schön ist das jetzt nicht, aber wer die ganzen Sauigeleien in der Walküre beklatscht, dem darf zu Recht aberkannt werden, sich überhaupt noch zu entrüsten.

Also. Am Ende wird alles gut. Amfortas hat nämlich nicht nur einen Fleck, sondern auch eine alte Frittöse. Diese nutzt Parsifal alias Papageno nun, um dem Wagnervegetariertum endgültig den Garaus zu machen. Und auch Jesus ist wieder da! Da Papageno jetzt ganztägig mit der Frittöse zugange ist, verlustiert sich die Rothaarige als selbstbestimmtes Wesen alternativ nicht nur mit dem attraktiven Migranten aus dem nahen Osten, sondern auch noch mit zwei von Gurnemanz Keimlingen, die den Gang an irgendjemandes Stirnen nicht mitmachten. Als es die drei Burschen jedoch übertreiben und sich Jesus, inspieriert von Kim Basinger im Filmklassiker 9 einhalb Wochen mit Ketchup aus Papagenos Fritöse beschmieren lässt, hat selbst die rothaarige Dame keinen Bock mehr auf Beten. Und das kann ich verstehen.

Wann fragt man sich, kommt Schulz endlich im Serie auf RTL? Wenn dann nur nicht dieser Thielemann mit seinen Kumpanen Wind von der Sache bekommt, und wieder mitmachen will, dann wird es ein Erlebniss, genau so, wie es die Schulz-Fans verdienen. So schön kann Oper sein.
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am 30. Juni 2013
Die Rezension wurde auf Basis der Fernsehübertragung verfasst. Dass Thielemann ein großartiger Wagnerdirigent ist steht außer Frage. Schade ist, dass wie schon eine Reihe von Aufnahmen voher auch dieser Mitschnitt kein Dokument von dauerhaften Belang sein wird. Waren es beim Tristan, Parsifal aus Wien oder dem Ring aus Bayreuth zum Teil fragwürdige Sänger, so kommt hier dazu, dass die Sächsische Staatskapelle weit hinter den Wiener Philharmonikern zurück bleibt.
Insgesamt ist somit auch diese Aufnahme eine Aufnahme, die man nicht haben muss, zumal die Inszenierung nicht stört (immerhin etwas) aber bei weiten nicht den Rang von Herrheims Parsifal hat.
In Hinblick auf das für einen Dirigenten jugentliche Alter von Herrn Thielemann bleibt zu hoffen, dass er ggf. noch etwas sorgfältiger produzierte Aufnahmen nachliefern wird, die seinem Können gerecht werden.
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