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am 13. Oktober 2013
Diese Biographie Willy Brandts zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie nicht in andächtige Lobhudelei eines der wichtigsten Politikern der Bundesrepublik SDeutschland verfällt, sondern einen Mann zeigt, der mit allen Fehlern und Schwächen - aber auch mit seinen Stärken durch ein bewegtes Leben gegangen ist.

Angefangen bei Herbert Frahms Jugend (der Geburtsname Brandts), über seine Flucht vor den Nazis nach Skandinavien bis hin zum demokratischen Wideraufbau der Nachkriegszeit und schließlich der Kanzlerschaft zeichnet der ehemalige SPIEGEL- und Frankfurter Rundschau-Journalist Hans-Joachim Noack detailliert die wichtigen Szenen nach und beschreibt auch persönliche Begegnungen mit dem SPD-Politiker. Dabei wird der Text niemals langatmig oder -weilig, sondern bleibt spannend. Gewürzt ist das Buch zudem mit entsprechend eigenen Kommentaren des Autors, was die Auseinandersetzungen zwischen Brandt und seinen Widersachern - auch in der eigenen Partei - angeht. Absolut lesenswert für alle politisch Interessierten und solchen, die es werden wollen.
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TOP 1000 REZENSENTam 26. Dezember 2014
... so lautet die Inschrift auf Willy Brandts Grabstein in Berlin. Und dieser Satz, den könnte man auch über diese Biografie sagen.
Ohne Frage versteht es der Autor, aus vielen Schnipseln dieses bewegten Politikerlebens einen stringenten Erzählfaden zu spinnen, und das war bestimmt nicht einfach. Allein die Erlebnisse Brandts vor Ausbruch des 2. Weltkrieges und die Jahre in der skandinavischen Emigration nachzuzeichnen und diese dabei so plastisch und lebendig aufzubereiten, wie es dem Autor gelungen ist, verdient großen Respekt, zumal Hans-Joachim Noack ja immer wieder durchklingen lässt, dass Willy Brandts eigene Aussagen bzw. Niederschriften zu bestimmten Sachverhalten oft widersprüchlich oder zumindest nicht 100%ig aussagekräftig seien.
Ich bin jetzt keine ausgewiesene Brandt-Kennerin, dazu bin ich noch nicht alt genug. Ich selbst habe Willy Brandt eher als übermächtige Schattenfigur seiner Partei gekannt - immer irgendwie da, aber schwer einzuordnen. Außerdem war er damals, als ich mich begann, für Politik zu interessieren, schon ein Mann "von vorgestern", und kurz darauf starb er.
Erst in den letzten Jahren merke ich, dass mich dieser spröde und dennoch charismatische Mann, der so schwer zu fassen war, weil er sich - bei aller Massentauglichkeit - auch immer wieder der Welt entzog, fasziniert, und erst heute weiß ich, dass er keineswegs "von vorgestern" war, und dass wir heute in einer anderen Republik leben würden, hätte es ihn und seine unermüdliche Arbeit nicht gegeben. Willy Brandt ist einer, dem dieses Land dankbar sein muss.
Die vorliegende Biografie bemüht sich redlich, Willy Brandt in all seinen Facetten und in all seiner seelischen Zerrissenheit zu zeigen, aber Hans-Joachim Noack hat - in meinen Augen - leider einen etwas hektischen Schreib- und Sprachstil. Er klappert Lebensstationen dieses herausragenden Politikers im Zeitraffer ab, da schwirren einem als Leser die Ereignisse und Personen nur so vor den Augen, und das empfinde ich etwas anstrengend bzw. auch nicht immer sehr sensibel. Gut beschrieben wird, woran Willy Brandts Partei auch dieser Tage noch - und wohl immer schon - zu leiden hat(te): An ihren eigenen nicht geschlossenen Reihen. Die SPD - so steht es zumindest im Buch, und so ahne ich es schon länger - scheint immer schon eine Partei gewesen zu sein, die es sich unbewusst lieber in der Opposition bequem eingerichtet hat, auch, wenn einer ihrer letzten Vorsitzenden vollmundig tönte, dass eben diese Opposition "Mist" sei. Aber irgendwie scheinen ihr der Mut und die nötige Geschlossenheit zum echten Regieren zu fehlen - und immer schon gefehlt zu haben, eventuell gibt es in ihrem Dunstkreis auch zu viele Strömungen, die sich zwar alle "SPD" nennen, aber letztlich nicht vereinbar sind, so dass in den eigenen Reihen dauernd Krisenherde eingedämmt werden müssen und man deshalb zu einem "echten" Regieren gar nicht mehr kommt. Sehr wichtig dagegen scheint der Partei immer noch zu sein, dass ihre Kandidaten für herausragende Ämter den richtigen "Stallgeruch" haben, und in diesem "Klein-Klein" verliert man sich dann und wundert sich, warum Wahlen immer die anderen gewinnen...
Da konnte er sich noch so sehr bemühen, der Willy Brandt - die meisten seiner Parteigenossen sahen ihre Aufgabe darin erfüllt, "dagegen" zu sein. Er war einer der wenigen, die schon früh erkannt haben, dass man irgendwann auch mal "dafür" sein muss, wenn man etwas bewegen möchte.
Und diese neue Sicht auf Willy Brandt konnte mir der Autor mit dieser Biografie durchaus vermitteln. Letztlich fehlt seinem Werk jedoch ein wenig die "Seele", da er sich nach meinem Geschmack zu sehr darin verliert, stakkatoartig die einzelnen Daten und geschichtlichen Vorkommnisse herunterzubeten, vor deren Hintergrund sich der Politiker Willy Brandt bewegte. Nur der Mensch Willy Brandt, der kommt mir persönlich ein wenig zu kurz. Und dabei ist er doch - auch vom psychologischen Gesichtspunkt her - eine der interessantesten und schillerndsten Figuren, die diese Republik jemals hatte. Und er hat sich auch noch bemüht. "Sich bemüht zu haben", das klingt heute nach schlechtem Zeugnis. Aber mal ehrlich: Welcher der heutigen Politiker bemüht sich denn noch? Welchem Politiker liegt denn heute wirklich noch eine Angelegenheit - geschweige denn Menschen! - am Herzen? Die Grabinschrift "Man hat sich bemüht" hat für mich mittlerweile einen sehr positiven Klang, zeugt sie doch von einer gewissen Demut und dem Wissen, es zwar gewollt, aber nicht immer ganz geschafft zu haben.
Fazit: Eine durchaus lohnende, lesenswerte Biografie und eine Annäherung an einen großen, vielleicht immer etwas unterschätzten Politiker, der ein etwas weniger rasantes Erzähltempo und hie und da eine etwas sensiblere Sichtweise gut getan hätten.
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am 31. Januar 2014
Gleich zu Beginn seiner Biografie über Willy Brandt macht der renommierte Journalist Hans-Joachim Noack ein überraschendes Geständnis: Dass er nämlich den von ihm unzweifelhaft verehrten Willy Brandt in der Vergangenheit unbewusst häufig so geschildert hat, wie er ihn selbst gern gesehen hat- und damit nicht ganz so, wie er in Wirklichkeit war.
Und diese nun etwas distanziertere Sichtweise, offensichtlich infolge der ins Land gegangenen Zeit, macht das Buch über eines der politischen Idole meiner Jugendzeit, so lesenswert. Es ist eine kluge und eine überzeugende Darstellung der Lebensgeschichte von Willy Brandt. Mich hat es sehr für den Autor eingenommen, dass er in den einzelnen Lebenseinschnitten Widersprüche in der Persönlichkeit Brandts und in seinem politischen Handeln aufzeigt, die mir aus den bisherigen Zeitzeugnissen und den von Brandt selbst veröffentlichen Büchern nicht bekannt waren.

(Willy Brandt war für mich und viele meiner Freunde in der Jugendzeit ein Idol, dies allein auch deshalb, weil er das Feindbild der Altvorderen, der Stockkonservativen, der ewig Gestrigen war, ein angeblicher "Vaterlandsverräter" , verhöhnt und diffamiert von Strauß, Adenauer und anderen)

Noack hat ein Buch über Willy Brandt geschrieben, das in weiten Teilen noch einmal Akzente setzt, das sehr, sehr nahe an Brandts Persönlichkeit herankommt, und dass ihn authentisch schildert, in seinen tiefsten Überzeugungen (die sich im Laufe der Jahre wandelten), im ganzen Glanz seiner Persönlichkeit und in der ihm innewohnenden Glaubwürdigkeit.

Doch das Buch von Noack, das auch einer psychologischen Studie nahekommt, zeigt uns den großen Politiker des 20. Jahrhunderts eben auch in seinen Schwächen, in seinen Zweifeln, und in den Ursachen für die Situationen, in denen er scheinbar scheiterte, - und dies fernab den üblen Diffamierungen seiner politischen Gegner.

Die Söhne Brandts, so berichtet Noack, haben ihren Vater als "Machtmenschen, der Mittel und Wege kannte, sich durchzusetzen, aber ein warmes Herz besaß" beschrieben. Und Matthias Brandt, heute Schauspieler, hat darüber hinaus gesagt, dass es eigentlich nichts gibt, was er seinem Vater nicht verzeihen kann.

Noacks Buch über Willy Brandt ist ein beeindruckendes Buch, dass geeignet ist, die Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert nach dem 1. Weltkrieg exemplarisch verständlich zu machen: an dem bedeutenden Poltiker Willy Brandt. Es ist ein Buch, das in der "Brandt Literatur" allein deshalb außergewöhnlich ist, weil es mit vielen (mir bisher) unbekannten Details aus dem Leben Willy Brandts überrascht. Mich hat Noacks Buch sehr beeindruckt. Ich wünsche dieser Biografie viele Leser. "Willy Brandt: Ein Leben, ein Jahrhundert" von Hans Noack legt Zeugnis für gelebte Demokratie ab, und es ist auch für junge Leserinnen und Leser geeignet, die sich für die jüngere Geschichte und Politik unseres Landes interessieren.
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am 26. September 2014
Noack (früherer Politikchef beim SPIEGEL) liefert mit dem Buch eine stilistisch wie inhaltlich glänzende Biographie des ersten sozialdemokratischen Nachkriegs-Kanzlers.
Wenn man wie ich die Ära als politisch interessierter 68er bewußt erlebt hat, dann ist die Lektüre natürlich ein besonderer Genuß - beinahe wie eine Reise in die eigene Vergangenheit. Wir, die damals 20jährigen, erlebten Willy Brandt tatsächlich als "säkularisierten Heiland" (Franz Walter): Willy, der Friedens-Nobelpreisträger, der Kanzler des demokratischen Aufbruchs, der Mann, der in der ganzen Welt umjubelt und berühmt wurde nach seinem Kniefall in Warschau (und das ausgerechnet als ehemaliger Emigrant und Nazi-Widerständler) - das alles übte damals eine ungeheuere Faszination auf die junge, insbesondere die studentische Generation aus (ich habe mich beispielsweise danach spontan entschlossen, der SPD beizutreten).

Alle diese Bilder tauchen bei der Lektüre wieder auf! Was den Zeitgenossen natürlich weniger auffiel, das war seine innere Widersprüchlichkeit, die gelegentlichen depressiven Phasen, Anwandlungen, "alles hinzuschmeißen" und "aufzuhören" - Charakterzüge eines Menschen, die für mich erst viel später sichtbar wurden, und die Noack dankenswerterweise klar und deutlich herausarbeitet. Wenn man so will, entsprach die äußere Polarität des Kanzlers (einerseits als "Vaterlandsverräter" beschimpft worden zu sein, und andererseits umjubelt und verehrt) seiner inneren Zerrissenenheit. Vielleicht bedingte das Eine das Andere!

Und trotz erkennbarer Sympathie bleibt der Autor des Buches jederzeit objektiv, und gelegentlich sogar in kritischer Distanz.
Fazit: eine absolut lohnende Lektüre, toll geschrieben und zugleich lehrreich.
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am 3. April 2014
Ich habe dieses Buch nach dem Buch "Fritz Bauer: oder Auschwitz vor Gericht" gelesen und fand es eine gute Abrundung,
um die Nachkriegszeit und zwei prägende Persönlichkeiten und ihre Schicksale und Erfahrungen besser kennenzulernen.
Zwei Menschen, deren Willen es war, Deutschland nach der verheerenden Nazizeit durch ihren persönlichen Einsatz und gegen starke Widerstände ein demokratisches Gesicht zu geben, und weltweit wieder Anerkennung zu verschaffen.
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am 27. April 2014
Um sich über das Wesen des Willy Brandt zu informieren ist es definitiv eine gute Lektüre und bietet interessante Aspekte. Allerdings ist die Biografie wenig brauchbar, wenn man sie als Literaturgrundlage für seinen Werdegang benutzten möchte. Dafür ist sie zu sprunghaft. Man muss oft mehrere Male blätter um die zeitlichen Zusammenhänge erfassen zu können.
Es gibt zwar ein Personenregister aber keine Zeitleiste, die eventuell von Vorteil gewesen wäre um die verschiedenen Stationen und Zäsuren seines Lebens in die richtige Reinfolge bringen zu können.
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am 16. November 2014
Alles was Willy Brandt betrifft ist von Interesse! Auch für dieses Buch gilt: immer wieder super!!!
Kaufen, kaufen, kaufen!!! 👍👍😄
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am 15. Dezember 2013
Sehr gutes Buch ueber einen fuer Deutschland und Europa enorm wichtigen Menschen !!! Es faellt sehr leicht dieses Buch zu empfehlen !
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am 20. November 2013
Ein tolles Buch über den Vater der "SPD", auch für nicht SPDler geeignet zum lesen.

"Widerstandskämpfer, Visionär, Staatsmann, Friedensnobelpreisträger und gescheiteter Kanzler.....
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am 4. Februar 2014
ein stakes Buch, immer wieder kaufen. endlich auf dem markt hoffentlich läuft es gut damit es ein renner wird 3 Sterne
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