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am 7. Oktober 2013
Dies ist der 5. Fall für das Sonderdezernat Q für unaufgeklärte Fälle rund um Carl Mørck. Und wieder einmal schafft es Jussi Adler-Olsen, einen packenden, spannenden, humorvollen und beklemmenden Roman vorzulegen. Er geht aus meiner Sicht nicht ganz so in die Tiefe wie die Vorgänger.

Marco, der stille Held des Romans wird von seinem Familienclan zum Stehlen und Betteln "ausgebildet". Zur Schule darf er nicht gehen, obwohl in ihm ein unbändiger Wissensdurst schlummert. Diesen befriedigt er in zahlreichen Bibliotheken. Zum Clan gehört auch sein Vater, den er zu Beginn liebt und gleichzeitig verachtet. Seine eigenen Wurzeln kennt er nicht. Schließlich bricht er aus diesem Leben aus und flieht aus dem Clan. Dieser verfolgt ihn nun gnadenlos. Marco lebt auf der Straße.
Gleichzeitig bereichern sich auf dem Bankensektor Managertypen an Entwicklungshilfegeldern. Dabei schrecken sie auch vor Verschleierung und Verbrechen nicht zurück. Unfreiwillig wird Marco in diese Geschichte mit hineingezogen.
Und schließlich hat auch Carl Mørck wieder seine Probleme. Ein neuer Chef (ausgerechnet Lars Bjørn), ein neues Teammitglied (ausgerechnet Gordon) und seine Liebesbeziehungen halten ihn auf Trab. Und zwar so, dass es psychische, ja gar gesundheitliche Konsequenzen für ihn hat.

Wie die Fälle miteinander verknüpft sind, liest sich schon toll. Was mir aber nicht so sehr gefällt, ist, dass die Lösung des Falles wieder einmal schnell für den Leser klar ist. Seine Spannung bezieht der Roman nur noch daraus, ob die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden können. Das hat in diesem Fall nicht ganz so gut funktioniert, wie in den Romanen zuvor.

Die Charaktere sind wie immer Außenseiter und wunderbar beschrieben. Jeder hat hier seine Ecken und Kanten. Eine Vorkenntnis der ersten vier Bände ist nicht notwendig. Adler-Olsen schreibt wieder einmal klar und schnörkellos. Gerade dadurch wird der Humor seiner Bücher besonders deutlich. Ich habe wieder viel gelacht (spätestens, als Carl seine Schwiegermutter im Heim besucht).

Besonderen Spaß haben mir auch wieder die Dialoge zwischen den einzelnen Beteiligten gebracht. Jussi Adler-Olsen bringt es fertig, den Großteil seiner Geschichte in eben diesen Gesprächen zu verstecken. Das kann nicht jeder. Und gerade Assad mit seinen Kamel-Vergleichen … Assad bleibt auch in diesem Roman wieder ein großes Rätsel, aber er läuft schnell zu alter, großer Form auf. Die Geschichte mit Rose und Gordon war für mich eher unglaubwürdig, aber vielleicht kommen die Erklärungen hierzu ja in einem der nächsten Bücher.

Auch diesmal gibt es also keine 5 Sterne von mir, aber eben gute 4. Das sollte Sie aber nicht davon abhalten, diesen Roman zu lesen. Es lohnt sich.
Jussi Adler-Olsen, studierte Medizin, Soziologie, Politische Geschichte und Filmwissenschaft und war in verschiedenen Berufen tätig, unter anderem als Geschäftsführer in Verlagen, Redakteur und Komponist. Er ist verheiratet, hat einen Sohn und wohnt in der Nähe von Kopenhagen.
Der Mann selbst ist mindestens so interessant wie seine Krimis. Seine Interviews sind immer lesenswert, lustig und irgendwie anders. Googlen Sie mal danach. Adler-Olsen veröffentlicht seit 1997 Romane. Neben der Mørck-Reihe entstanden eine Reihe weiterer Romane, die nun nach und nach auch auf Deutsch erscheinen werden.
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am 22. Oktober 2013
Ich bin ein großer Fan der Carl Mørck Reihe und ich mag den Schreibstil von Adler-Olsen. Aber leider war dieser fünfte Band, der enttäuschenste Teil der Reihe. Allein das Team im Dezernat Q bekommt die 3 Sterne von mir, die Geschichte an sich würde maximal einen Stern verdienen.

Leider ist die Geschichte um Marco und seinen Clan extrem langatmig erzählt und es gibt so gut wie keine Höhepunkte. Streckenweise habe ich mich gefragt, was genau das Ganze soll.

Wer aber die Figuren um Carl Mørck (Assad, Rose, Hardy usw.) genauso liebt wie ich, sollte das Buch aber auf jeden Fall lesen. Denn so langsam deckt Adler-Olsen Assads zwielichtige Vergangenheit auf. Und auch die kleinen witzigen Situationen mit Rose und dem "Neuen" im Dezernat Q sind lesenswert.
Wer also die Entwicklung der tollen Figuren weiter verfolgen will blättert einfach über die langweilige "Marco-Geschichte" hinweg und hat zumindest ein wenig Spaß an dem Buch.

Kaufempfehlung nur für echte FANS!
33 Kommentare| 77 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 29. Januar 2015
Ich mag die Carl Morck Fälle von Jussi Adler Olsen sehr, so dass ich den neusten Band "Erwartung" mit Vorfreude erwartet habe.

Worum geht es:
Um geheime Machenschaften und Korruption in der Entwicklungshilfe bzw. im Bankensektor, die durch das ominöse Verschwinden eines Mitarbeiters im Außenministerium bzw. dem zufälligen Fund dessen Leichen nach und nach ans Licht kommen.

Bereits auf den ersten 50 Seiten erfährt der Leser um was für eine Art von Betrug es sich handelt und wer die Drahtzieher dessen sind. Anschließend passiert erstmal so gut wie nichts mehr. Wahnsinnig langatmig wird die Geschichte von Marco, einem Zigeuner Jungen erzählt, der auf der Flucht vor seinem eigenen Clan ist und zufällig auf die Leiche des oben erwähnten Mitarbeiters stößt. Zwar sind auch in der Geschichte von Marco immer wieder ein paar spannende Stellen dabei, aber die meiste Zeit wird beschrieben wie der Junge von den unterschiedlichsten Leuten verfolgt wird. Meiner Meinung nach hätte hierfür auch ein Viertel der Seiten gereicht.
Abgesehen davon liest sich der Ermittlungsteil von Carl Morck und seinem Team spannend wie auch in den Vorgänger Fällen. Auch schafft es Adler Olsen durch die Personen Rose und Assad wieder Auflockerung in den Thriller zu bringen. Immer wenn Assad im Spiel war, konnte ich mir kaum das Lachen verkneifen. Mit ihm ist Adler Olsen wirklich eine tolle Person gelungen.

Fazit:
Ich war mir nicht sicher, ob ich "Erwartung" von Jussi Adler Olsen 2 oder 3 Sterne geben soll, da die Geschichte um Marco wirklich sehr langatmig geschrieben ist und ich nach 100-200 Seiten geneigt war das Buch wegzulegen, hätte ich nicht immer darauf gewartet, dass noch was spannendes passiert.
Da mir der Ermittlungsteil um Carl Morck, Assad und Rose jedoch wie immer gut gefallen hat, habe ich mich letztendlich für 3 Sterne entschieden.
Allerdings sollten, meiner Meinung nach, eingefleischte Jussi Adler Olsen Fans an "Erwartung" nicht mit zu hohen Erwartungen rangehen, sonst werden sie wahrscheinlich eher enttäuscht sein.
Von mir daher nur eine bedingte Kaufempfehlung.

(Sollte Ihnen meine Rezension gefallen/geholfen haben, würde ich mich sehr freuen wenn Sie diese mit „hilfreich“ bewerten. Wenn nicht, lassen Sie mir gerne Ihre sachliche Kritik zukommen, damit ich die Rezension entsprechend überarbeiten kann. Vielen Dank)
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am 6. September 2015
Adler Olsen führt in bewährter Manier mehrere Erzählstränge im Laufe des Buches zusammen, sodass der Leser immer mehr Informationen besitzt als die bekannten Ermittler des Sonderdezernats Q. Marco, gerade mal 15 Jahre alt, ist Mitglied eines Familienclans, der von seinem Onkel Zola brutal geführt wird. Die Jugendlichen müssen betteln oder mittels Taschendiebstählen ihren Beitrag leisten. Bringen sie nicht genug Geld am Abend mit nach Hause, schreckt Zola auch nicht vor üblen Misshandlungen zurück. Marco ist zunehmend von diesem illegalen Leben angewidert, er möchten Lesen und Schreiben lernen, zur Schule gehen und ein ganz „normales Leben“ führen und so beschießt er den Clan zu verlassen. Zola schäumt vor Wut, hat aber auch Angst an Autorität einzubüßen und setzt daher alles daran den „Verräter“ zu fassen und zu töten. Eine gnadenlose Jagd beginnt. Das Sonderdezernat Q muss dagegen einen vermissten dänischen Beamten suchen, der kurz nach seiner Rückkehr einer Inspektionsreise aus Kamerun, spurlos verschwunden ist. Offenbar ist er Unregelmäßigkeiten bei der Verwendung von Entwicklungshilfegeldern auf die Spur gekommen. Zeitgleich erfährt der Leser, dass dänische Bänker, die sich völlig verspekuliert haben, Gelder aus dem Entwicklungshilfeministerium veruntreuten, auch vor Mord, um ihre Hinterziehung zu verdecken, schreckten sie nicht zurück. Ihr Handlanger und Auftragskiller ist ausrechnetet Zola und so wird Marco nicht nur von seinen einstigen Clanmitgliedern gejagt, sondern auch die Täter in Nadelstreifen geraten in Sorge und stellen dem vermeintlichen Mitwisser nach. Keine Frage Adler Olsen hat einen guten, komplexen Plot ersonnen, auch wenn diesem hie und da etwas Realitätsnähe gut täte. Die Flucht Marcos nimmt unverhältnismäßig viel Raum ein, die Ermittlungsarbeit gerät zur Randnotiz, zumal Carl Mørck zwischen zwei Frauen hin und hergerissen ist. Wie immer streut der Autor skurrile und vermeintliche humorvolle Episoden der Protagonisten Rose und Assad ein, die jedoch manchmal nicht so recht zünden, die inflationären Kamelanekdoten nerven zu weil. Alles in Allem ein netter, unterhaltsamer Kriminalroman, jedoch ohne Zweifel das bisher schwächste Buch der Reihe.
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am 15. Februar 2016
Es ist sicherlich nicht das beste Buch der Reihe, aber als begeisterter Fan des Sonderdezernats Q wurden dennoch meine Erwartungen größtenteils erfüllt. Man hat die Hauptfiguren ja nun mittlerweile ins Herz geschlossen und ich mag den Schreibstil des Autors. Punktabzug gibt es von mir, da die Geschichte um Marco und seinen Clan sich sehr gezogen hat. Das hätte man kürzer und etwas spannender auf den Punkt bringen können. Nichtsdestotrotz hab ich mich aber wieder gut unterhalten gefühlt und werde auch bald den sechsten Fall lesen.
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am 6. Mai 2014
2 Sterne für die Geschichte um das Ermittlerteam. 0 Sterne für den Rest der Geschichte, deren Langatmigkeit glücklicherweise immer wieder durch einen Szenenwechsel zum Ermittlerteam unterbrochen wird. Ständige Wiederholungen, was die Geschichte um Marco angeht, ohne dass man im Grunde genommen mehr über den eigentlichen Handlungsstrang erfährt. Vielversprechender, komplizierter Handlungsplott am Anfang, der sich, bis zum letzen Drittel des Buches buchstäblich im Nichts auflöst und dann wieder aufgegriffen wird, allerdings viel zu spät. Es reisst die Qualität der Story nicht mehr herum. Schade, ich hoffe das nächste Buch von Herrn Adler Olsen wird wieder so wie die ersten Bände, mitreissend, humorvoll und eine tolle Geschichte. Ein Ausrutscher ist erlaubt.
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TOP 500 REZENSENTam 21. April 2015
Auch der fünfte Fall von Jussi Adler-Olsen war wieder sehr spannend. Der Autor schafft es immer wieder erneut, auch durch sein uriges Team, mit teilweise etwas anderen Ermittlungsmethoden, mich zu fesseln. Es ist jetzt bereits das 5. Buch, welches ich von ihm lese, und es wird sicherlich nicht das letzte sein. Klare Kaufempfehlung! Zum Inhalt habe ich mich bewußt nicht geäußert, wurde ja bereits mehrfach erwähnt.
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am 17. November 2015
Dieser Roman hat mich etwas enttäuscht eher langatmig nicht flüssig geschrieben als würde der Stoff ausgehen.. die Geschichte ist etwas gekünstelt... da ich schon andere Romane vom Autor gelesen habe war ich von diesen eher enttäuscht...
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am 8. Oktober 2014
der fünfte fall fing recht seicht an, aber dann wurde es wieder so, wie man die romane gewohnt war. es werden wieder mehrere fälle gelöst, es gibt spannung, spaß, aber der kriminelle hintergrund wird nicht aus den augen verloren. ich bin immer überrascht, wie es in anderen ländern zu geht, man schaut ja nicht über seine grenzen hinaus, hoffentlich gibt es bald fall6.
im übrigen habe ich über medimops bestellt und wie immer toller preis, gute qualität und schneller service, nur zu empfehlen.
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am 26. Juni 2015
Mir hat der fünfte Band - wie auch schon die vier vorherigen - sehr gut gefallen. Die Story ist spannend, wenn auch teilweise etwas sehr konstruiert. Aber wenn ich Realität will, dann gucke ich mir die Tagesschau an...

Zur Geschichte selber braucht man, denke ich, nicht extra noch was schreiben, die ist in anderen Rezensionen z. T. schon ausführlich zusammengefasst und wiedergegeben.

Ansonsten hat das Buch alles was ein guter und spannender Thriller braucht. Und die bekannten Protagonisten um Carl Morck kennt man ja mittlerweile - die geben der Geschichte zusätzlich einen unterhaltsamen Rahmen. Für meinen Geschmack ist das Geschehen im chaotischen Zuhause von Carl Morck etwas zu kurz gekommen, das fand ich in den Vorgängern recht amüsant.

Fazit: ich kann die ganzen Meckerer nicht verstehen. Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt - und das ist meines Erachtens ja auch die Intension des Autors.
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