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am 13. November 2016
1999 wurde Stephen King von einem Buick angefahren und dabei schwer verletzt. Den Unfallwagen kaufte später seine Frau, um einer öffentlichen Auktion zuvorzukommen. Der betrunkene Fahrer des Wagens, unverhofft ins Rampenlicht geraten, hat sich später umgebracht.

Inwiefern besteht ein Zusammenhang zu diesem im Jahr 2002 erstmals erschienenen Roman? Über den Unfall an sich schrieb King schon 1999 in seinem Buch „Das Leben und das Schreiben“, einer Mischung aus Autobiografie und Ratgeber. Auch in „Der Buick“ gibt es eine Bezugnahme auf den Unfall, sie ist hier allerdings wesentlich abstrakter. Es geht um die Willkür von Ereignissen, für die der Autotyp „Buick“, von dem King faktisch fast totgefahren wurde, auch in dieser Fiktion symbolisch einsteht.

Ein Jahr, nachdem der Polizist Curt Wilcox während seiner Schicht von einem LKW überfahren wurde, beginnt dessen achtzehnjähriger Sohn Ned bei der gleichen Polizeieinheit zu arbeiten. Er möchte hier mehr über das Umfeld erfahren, in dem sein Vater starb. Bald merkt Ned, dass die Polizeieinheit schon seit Jahren ein Geheimnis vor der Öffentlichkeit verbirgt: In ihrem Schuppen befindet sich, versteckt unter einer Plane, ein alter Buick Roadmaster mit dem Baujahr 1958. Ned drängt die Kollegen seines Vaters, ihm die Geschichte des Wagens zu erzählen:
Ende der 70er Jahre taucht der Buick und sein seltsamer Fahrer, der eine unbekannte Sprache spricht und wenig menschlich wirkt, an einer Tankstelle auf. Der Fahrer verlässt seinen Wagen und verschwindet spurlos, woraufhin der Tankwart die Polizei ruft. Die Polizisten, darunter Neds Vater, finden das Auto aus verschiedenen Gründen sehr rätselhaft und beschlagnahmen den Wagen. Sie beschließen, außerhalb der Polizeieinheit Stillschweigen darüber zu bewahren.
Seither steht der Buick im Schuppen der Polizeistation. Irgendwann spuckt der Kofferraum des Wagens Pflanzen aus, die auf unserer Welt nicht wachsen. Und es bleibt nicht bei Pflanzen...
Langsam verwandeln sich die Polizisten in Wissenschaftler, observieren den Wagen und stellen Experimente an.

Gespannt fragt sich der Leser, in welchem Zusammenhang der Tod von Neds Vater steht. Dass er von dem zum Leben erwachten Buick überfahren wurde, kann man eigentlich von Anfang an ausschließen – jedenfalls wäre es ja arg dreist, einfach noch mal den Plot von „Christine“ aufzuwärmen. Nein, der Buick in Kings Roman scheint eine Art Tor zu sein – aber wohin?

Dieser Roman ist dramaturgisch gesehen eher King-unüblich und wenig vorhersehbar. Beispielsweise erwartet man erst, dass Ned die Hauptfigur der Geschichte ist, er hält aber vor allem die Rahmenerzählung zusammen. Die Geschichte-in-der-Geschichte, der über 24 Jahre erzählte Alltag der Polizeieinheit, bildet den Hauptteil des Romans. Zum anderen baut sich langsam eine Spannung auf, man wartet auf eine Erklärung, eine Pointe. Die bekommt man aber nicht. Warum, erklärt uns der Autor im Nachwort: „Diese Geschichte wurde zu einer Betrachtung [darüber], dass es unmöglich ist, einen Sinn für manche Ereignisse zu finden.“
Das ist natürlich harter Tobak.
Auf der einen Seite hat King damit sein Unfall-Trauma und das Entsetzen über die Willkür dieses Ereignisses gekonnt in einen phantastischen Stoff transponiert. Auch ist die tägliche Polizeiarbeit in Pennsylvania hyperrealistisch geschildert, King recherchierte wochenlang vor Ort und begleitete sogar einige Polizeieinsätze. Andererseits ist gerade der Hyperrealismus hier manchmal ermüdend, weil er zu viele Details enthält, die uns weder die Figuren besonders nahe bringen (sie werden nach meinem Empfinden wesentlich distanzierter beschrieben als in anderen King-Romanen) noch die Handlung vorantreiben.
Fazit: Sicher ist die Handlung (oder Nicht-Handlung) von „Der Buick“ eine gelungene Allegorie. Daraus hätte eine gute Novelle werden können, doch am Ende eines 500-Seiten-Romans lässt die fehlende Auflösung der Geschehnisse den Leser doch etwas unzufrieden zurück.
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am 16. Oktober 2007
Ich hatte seit einer ganzen Weile keinen King-Roman mehr gelesen, als ich DER BUICK zur Hand nahm. Ziemlich bald wurde mir deutlich, was es eigentlich ist, das mich an Kings Romanen zu fesseln weiß. Auch wenn in diesem Buch nicht wirklich etwas passiert, es ist so, als plaudere man mit guten Bekannten, oder wenigstens mit Leuten, die einem sympathisch sind und die wissen, wie man eine Geschichte erzählt, selbst, wenn es überhaupt keine richtige Geschichte ist.

DER BUICK war der letzte Roman, den King vor seinem schweren Unfall begonnen hat, und der erste, den er nach der Rekonvaleszenz fertiggestellt hat. Und irgendwie schreibt King in diesem Roman, in dem es überhaupt nicht um Autoren geht (wie z. B. in seinen Romanen STARK oder MISERY, dem ganz neuen LISEY'S STORY oder in seinem Sachbuch On Writing: A Memoir of the Craft), sehr selbstreflexiv, denn in DER BUICK geht es vornehmlich um das Erzählen. Darum, dass das Leben keine Geschichten erzählt, sondern nur die Menschen, die versuchen, irgendeinen Sinn aus den Dingen herzustellen.

Sandy Dearborn, einer der Haupterzähler des Romans, in dem King zwischen auktorialer Erzählhaltung und den subjektiven Wahrnehmungen verschiedener Figuren hin- und herspringt, stellt an mehreren Stellen fest, dass das Leben sich nicht auf eine Geschichte, auf eine bestimmte Sache konzentriert, sondern dass Hunderte Dinge geschehen, dass sie sich überschneiden, sich miteinander verketten, dass man aber letztlich nie weiß, wohin diese Verkettungen führen, und dass manche einfach ins Leere laufen.

Die "Geschichte", die DER BUICK erzählt, ist in der Tat eine sehr einfache: Irgendwann im Jahre 1979 taucht etwas, das wie ein Buick aussieht, an einer Tankstelle in Pennsylvania auf und wird, da der Fahrer unauffindbar ist, von der Troop D der Pennsylvania State Police abtransportiert und eingemottet. Von diesem vermeintlichen Buick, von dem bald schon klar wird, dass er alles ist, nur kein Auto, und davon, wie die State Trooper ihr Leben in der Normalität einrichten, während dieses unheimlich, übernatürliche Etwas mehr als zwanzig Jahre unmittelbar unter ihnen weilt, handelt Kings Roman.

Das Unheimliche allmählich in die Normalität einsickern zu lassen, das sagt man King als große Stärke, als "sein Ding" nach, um seine Geschichten zu erzählen. In DER BUICK wird dieses Erzählprinzip selbst zur Geschichte.

Darum funktioniert dieser Roman auch nicht wie Kings zum Vergleich naheliegender Roman CHRISTINE. CHRISTINE erzählte eine Geschichte ü b e r ein Auto, DER BUICK erzählt eine Geschichte m i t einem Auto.

Ich hatte keine Erwartungen, als ich den Roman zur Hand nahm. Ich wollte nichts über mordende Oldtimer lesen, oder über marodierende Monster, übernatürliche Fähigkeiten, den Wahnsinn, der den Alltag in ein Hölleninferno verwandelt. Ich wollte ein gutes Buch lesen. Und soweit es mich betrifft, war es ein gutes Buch.
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VINE-PRODUKTTESTERam 13. Januar 2003
Dieses Buch schreckte mich zuerst aufgrund des Themas ein wenig ab. Ich dachte naemlich, jetzt faellt ihm doch tatsaechlich nichts mehr ein, da er schon wieder eine Geschichte mit einem Auto veroeffentlicht.
Tja, aber ich habe es trotzdem gelesen und war mehr als positiv ueberrascht.
Stephen King hat es in diesem Buch geschafft, eine Hauptrolle zu schaffen (das Auto), die eigentlich immer mehr zur Nebenrolle und nur dem eigentlichen Faden der Geschichte wird.
Man liest ueber die Geschehnisse, die dem jungen Ned erzaehlt werden und kann dadurch das Buch nicht mehr aus der Hand legen, da man andauernd wissen moechte, was denn noch so mit diesem Buick geschehen ist.
King baut hier ein sehr gelungenes Psychogramm der einzelnen Akteure auf und laesst den Wagen fast zum netten Beiwerk werden.
Das ist auch die eigentliche Crux dieses Buches:
Ein Leser, der unter King nur Horror versteht sollte hiervon die Finger lassen, da dieses Buch absolut kein typisches Horrorbuch ist. Wer so etwas braucht, sollte was aelteres von ihm lesen.
Wer aber an einer einfach guten Geschichte mit interessanten Personen und einer fesselnden Grundidee interessiert ist, dem sei dieses Buch sehr stark ans Herzen gelegt.
Es baut einen "Suspense" auf, das heisst man kann nicht aufhoeren obwohl die typischen King-Elemente fehlen, aber im Nachhinein nicht vermisst werden.
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Autos scheinen in Stephen Kings Leben eine ganz besondere Rolle einzunehmen: Nicht nur, dass King bereits mit "Christine" die Geschichte eines dämonischen Wagens zwischen zwei Buchdeckel gepresst (und gleichzeitig eines seiner besten Werke geschrieben) hatte, außerdem wurde er 1999 selbst Opfer eines Verkehrsunfalls und brachte kurz darauf - wie es der Zufall manchmal so will - mit dem "Buick" eine weitere unheimliche Geschichte um ein merkwürdiges Gefährt zu Papier.
Doch wer jetzt glaubt, dass Mr. King mit "Der Buick" lediglich auf Altbewährtes zurückgreift und seinen Lesern eine Art "Christine Teil II" vorsetzen möchte, der irrt sich ganz gewaltig. Denn obwohl in beiden Büchern typisch amerikanische Protzschlitten eine Hauptrolle spielen, so grundverschieden sind sie auch.
Im Sommer des Jahres 2002 jobbt der achtzehnjährige Ned Wilcox bei den State Troopern in einem verschlafenen Nest irgendwo in Pennsylvania. Ein friedliches Flecken Erde, könnte man meinen, doch der Eindruck täuscht gewaltig; besonders, was die State Troopers angeht. Eines Tages schließlich entdeckt Ned per Zufall einen alten Buick aus den Fünfziger Jahren - und stößt ungewollt auf ein dunkles Geheimnis, dass seit mehr als zwanzig Jahren wohlgehütet wird und in dem auch sein verstorbener Vater eine immense Rolle innehat ...
Zwar ist King mit "Der Buick" kein klassischer Horrorroman gelungen, dennoch überzeugt seine Erzählung. Mit einem fast schon gemächlich wirkenden Tempo schildert er eine Story, die sich langsam aufbaut, aber spätestens ab Seite 100 eine solche Sogwirkung für den Leser bereithält, dass es praktisch unmöglich ist, dass Buch aus der Hand zu legen. Viele Elemente - besonders der Erzählstil - erinnern stark an Kings berühmte Novelle "Die Leiche", was sicher daran liegt, dass auch im "Buick" die Geschichte einer verschworenen Gemeinde erzählt wird, die mit dem Unfassbaren konfrontiert wird; nur dass es sich diesmal um Erwachsene handelt und nicht um Teenager. Und dass Unfassbare kommt: Leise und zuerst unscheinbar drängt es sich in die Realität und präsentiert sich unter anderem in Form von seltsamen Lebensformen, die in ihrer ganzen Art an die Ausgeburten eines H.P. Lovecraft erinnern und stellenweise auch genauso schrecklich sind. "Der Buick" beweist also erneut (nach "Dreamcatcher"), dass Stephen King noch immer ein grandioser Erzähler ist, auch wenn das Tempo früherer Werke immer mehr einer gemütlicheren und oftmals auch ins Langatmige ausschweifenden Erzählweise gewichen ist, die nichts desto trotz eine Klasse für sich ist. Dennoch: Nach einigen schwachen Romanen hat King wie's scheint, wieder "die Kurve gekriegt".
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am 5. Juli 2002
"Nicht schon wieder ein Buch über ein Auto." Diese oder zumindest eine ähnliche Reaktion dürfte den meisten potentiellen Lesern des "Buicks" durch den Kopf schießen, wenn sie sich den Klappentext des Buches durchlesen.
Doch dies sollte kein Grund sein sich gegen den neuen Roman von Stephen King zu entscheiden, denn "der Buick" ist anders, ganz anders als "Christine".
Der Buick ist ein ruhiges Buch mit enormer Atmosphäre und viel Tiefgang. Wenn die Protagonisten des Romans sich im Hof des Polizeireviers alte Geschichte über dieses wundersame Auto erzählen, wenn sie sich eine Kippe anzünden und von der Vergangenheit berichten, dann kann man als Leser fast den Rauch ihrer Zigaretten riechen.
King schafft etwas, dass er in dieser Perfektion fast noch nie zustande gebracht hat.
Obwohl all diese Berichte über dieses mysteriöse alte Auto eigentlich dem Sohn eines ehemaligen Polizisten erzählt werden, erzählt man sie doch eigentlich uns.
Wenn eben dieser junge Mann von anderen gerügt und aufgefordert wird nicht nur auf Sensationen zu warten sondern auch die Dinge dahinter zu betrachten, dann fühlen auch wir uns von King ertappt, denn auch wir wollen wissen was es denn nun mit diesem Wagen auf sich hat, was als nächstes passiert.
Ohne Schwierigkeiten könnte man den Namen des Jungen gegen unseren eigenen austauschen, hat man doch eh den Eindruck man sitze nicht einfach vor einem Buch sondern mitten auf dieser Bank im Hof des Polizeireviers.
All die Leser, die von King nur Horror- und Schockgeschichten lesen möchten, sollten allerdings die Finger von diesem Buch lassen. Denn eins ist "der Buick" garantiert nicht ...ein Horrorbuch.
Dafür bekommt man eine phantastische Geschichte, der man gerne zuhört, von der man sich nur schwer trennen kann und auf deren Ende King uns und den Jungen im Laufe des Buches eigentlich immer wieder hinzuweisen versucht.
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am 20. Juli 2007
Ned's Vater war bei der Troop D, doch dieser ist vorkurzem unerwartet gestorben. Nun erfährt Ned von Arbeitskollegen über ein Geheimnis seines Vaters und der Troop D. Ein Buick, der nicht aus dem menschlichen Raum kommt.

Wer Stephen King kennt, weiß, er kann es besser. Die Idee der Geschichte ist, zwar recht einfach, aber gut. Die Umsetzung dagegen eher mittelmäßig. Das Buch basiert allein auf Erzählungen der Arbeiter über die Vergangenheit, die auch sehr spanend beginnen, sich allerdings nach 300 Seiten wiederholen und man sich fragt, was denn überhaupt das Finale werden soll. Dieses war dann zwar doch überraschender als nach diesen 300 Seite erwartet, aber nichts besonderes.
Geschrieben ist das Buch, wie ja fast jedes King-Buch, gut und natürlich auch wieder detailliert und bringt das "Gefühl" des Buicks und die Taten von ihm sehr anschaulich rüber. Die Geschichte wird nicht nur aus verschieden Sichten rüber gebracht, in dem King verschiedene Arbeitskollegen sprechen lässt, sondern man erhält auch einblicke in die unterschiedlichen Leute, die alle anders denken und auch Erzählen, was das Lesen interessanter macht.
Also insgesamt: Gute Idee allerding nicht bestens Umgesetzt, als King-Fan muss man es aber wohl gelesen haben..
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am 16. Juni 2007
In dem Buch wird die Geschichte von einem misteriösen Auto erzählt, welches an einer Tankstelle von dem Mann im schwarzen Mantel stehen gelassen wird. Die Troop D nimmt dieses Auto in seine Obhut. Ab da beginnt das Auto mit seinen "Spielchen".

Ich habe das Buch bis ca. zur Hälfte gelesen. Der Anfang war echt spannend wo die ganze Geschichte ins Laufen kam. Man wollte wissen, was es mit dem Auto auf sich hat. Aber jetzt passiert nichts neues, als das das Auto seine Spielchen treibt. Als alter King-Fan bin ich enttäuscht und werde es eine Weile liegen lassen, bis ich die letzte Hälfte vielleicht lesen werde.

Teil 2:
Nun habe ich mich doch dazu durchgerungen, den zweiten Teil zu Ende zu bringen. Leider ist dieser auch nicht wirklich spannender. Es passiert hier und da noch etwas, aber die Spannung ist echt abgeschwacht. Die letzten 150 Seiten waren für mich echt quälend zu lesen (wann ist es endlich vorbei?).
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am 17. Mai 2003
In meiner Jugend war ich großer Stephen King Fan, las mehr als 30 seiner Bücher und hielt ihn anfangs für einen Gott unter den Schriftstellern. Dann fielen mir mit zunehmener Anzahl gelesener Werke von ihm die Stereotypen auf, deren er sich befleissigt und irgendwann hatte ich dann erstmal genug. Der Plot von "Der Buick" aber interessierte mich und so dachte ich mir "Mal schauen, was der gute King mittlerweile so schreibt." Hätte ich es mal nicht getan.
Auf Seite 306 tut uns King den Gefallen, sein ganzes Werk einmal in zwei Sätzen zusammenzufassen: "Aber du musst aufhören, auf die Pointe zu lauern. Es gibt keine Pointe", sagt da Sergeant Sandy, einer der Hüter des unheimlichen Buick Roadmaster, zu dem Jungen Ned, der die Geschichte des Autos hören möchte. Hätte er uns das nicht gleich am Anfang verraten können? Aber wahrscheinlich hätten wir ihm da nicht getraut und uns gedacht "Wir kennen doch unseren Stephen, natürlich gibt es eine Pointe." Auf der letzten Seite muss man dann aber ernüchtert feststellen, dass diese Sätze tatsächlich einen der großen Knackpunkte des Buchs treffend darstellen: es gibt keine Pointe, keine Auflösung, keine Erklärung, noch nicht einmal den Ansatz dafür.
Im ganzen Buch geht es darum, wie ein sehr seltsamer Buick von einem genauso seltsamen Besitzer an einer Tankstelle zurückgelassen wird, von der Polizei abgeschleppt und in einem Schuppen untergestellt wird. Ab und zu geht mal der Kofferraum auf und dann kriecht absichtlich auf ekelhaft getrimmte Flora und Fauna heraus. Passenderweise stirbt fast alles augenblicklich, so dass man sich eigentlich keine Sorgen machen müsste, beim Lesen eventuell zu Tode gegruselt zu werden. Genauso sporadisch veranstaltet der Wagen eine nette Lichtshow, die sich dann die Trooper der Polizeieinheit beeindruckt anschauen, ausführlich beschrieben auf zu vielen Seiten. Ganz selten wird auch mal ein Polizist oder eine Springmaus vom Auto aufgesaugt, aber das war's auch schon. Woher der Wagen kommt, was er ist und was er will, wird auch nicht ansatzweise erklärt. Die Trooper kümmern sich auch immer weniger drum, so als ob man ein Monster im Schrank hat und sich nach 20 Jahren mittlerweile daran gewöhnt hat und dessen Existenz mit einem Achselzucken abtut. Wäre dieses Buch von einem Neuling geschrieben worden, hätte der Lektor mit Sicherheit angemerkt, dass ein paar äusserst grundlegende Dinge fehlen, aber ein Stephen King kommt (leider) mit allem durch.
Das Buch krankt aber noch an einem anderen, großen, mir unverständlichen Lapsus: keine der beteiligten Personen gelang es auch nur im Geringsten, sich meine Sympathie zu erobern, obwohl gerade diese leichte Identifikation mit seinen Charakteren eine der größten Stärken von King waren. Man denke nur an Werke wie "Es", "Stand by me" oder auch "Christine", wo man die Freundschaft zwischen den Charakteren beim Lesen fast schon körperlich fühlen konnte. "Der Buick" bietet diesen Effekt noch nicht einmal ansatzweise. Sämtliche Charaktere sind farblos, langweilig und austauschbar. Wenn zum Schluss die ganze Polizeistation in die Luft geflogen oder vom Auto aufgefressen worden wäre, hätte der Leser dies wahrscheinlich schon fast mit Erleichterung aufgenommen: endlich ist die Bühne frei für ein paar interessante Personen. Aber leider passiert dies nicht, denn wie eingangs schon gesagt: es gibt keine Pointe.
Ich wollte eigentlich zwei Sterne geben, aber dann fiel mir beim besten Willen nicht ein, was den zweiten Stern rechtfertigen würde. "Der Buick" hat, so traurig es auch ist, nichts zu bieten. Es wäre eine nette, 100-Seiten Kurzgeschichte geworden, bei der ein offenes Ende auch eher akzeptierbar gewesen wäre. Als 500-Seiten Werk aber verbreitet es leider gepflegte Langeweile und ist überhaupt nicht empfehlenswert. Wer eine packende Geschichte mit Pointe über ein gruseliges Auto lesen möchte, ist mit King's "Christine" weitaus besser bedient.
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am 3. Dezember 2003
Inhalt:
Eines Tages taucht auf einer Tankstelle ein alter Buick auf. Nachdem der Fahrer ohne das Benzingeld zu zahlen spurlos verschwindet, beschlagnahmt die State Police von Pennsylvania den Straßenkreuzer und stellt ihn in einen Schuppen ab.
Schnell stellen die Polizisten fest, dass mit dem Wagen etwas nicht stimmt, dass er aus einer anderen Welt zu stammen scheint.
Die Story erstreckt sich vom Jahr 1979 bis in die Zukunft, bis ins Jahr 2005; Schauplatz bleibt dabei fast immer das Gelände der State Police, auf dem sich auch besagter Schuppen befindet.
Hin und wieder passieren mysteriöse Ereignisse - ein Polizist verschwindet spurlos, im Schuppen liegen hinter dem Buick plötzlich unbekannte Objekte/Lebewesen, wie z.B. eine Art Fledermaus.
Geschildert wird aus der Sicht der Polizisten, die über die Jahrzehnte versuchen, den Buick zu "erforschen" und die gesamte Story einem jungen Nachwuchspolizisten erzählen.
Meine Meinung:
"Der Buick" plätschert recht zäh vor sich hin. Man wartet von Beginn an auf eine Pointe, die sich aber bis zur letzten Seite nicht einstellt.
Interessant ist lediglich der Schreibstil, der von Kapitel zu Kapitel in die Ich-Perspekitve des jeweiligen Erzählers wechselt. Doch dass nützt leider nichts, wenn die Geschichte lahmt.
Zudem ist das Buch unnötig aufgebläht - 496 Seiten in der Hardcover-Ausgabe sind für diese dürfige Story einfach zu lang.
Wer allerdings eine Milieu-Studie anhand der State-Police von Pennsylvania sucht, könnte auf seine Kosten kommen...
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am 18. August 2009
Hallo,
Bevor ich mir das Buch zulegte, las ich erst mal die Rezesionen von Amazon durch.Da ich nie so auf die Rezesionen eingehe und ich mich lieber selber überzeuge kaufte ich mir das Buch. Das Buch ist nicht schlecht geschrieben und es ist auch nicht langweilig, wie derverse andere Bücher von Stephen King (man nehme nur mal Thommyknockers!)
Es hat damit zu tun das die Polizei dem Sohn eines verstorbenen Kollegen die Geschichte von den Buick erzählen der ihn ihrem Schuppen drinsteht, und das sich seit sie den Buick dort aufbewahren seltsame Geschichten passieren, Z.B. dass so Art Fledermäuse rauskommen aus dem Kofferraum und Menschen verschwinden...
Gut man hätte die Geschichte statt 495 Seiten auf 300 Seiten kürzen lassen (King neigt dazu dass er sehr langatmig schreibt!)
Es ist kein Horrorroman aber trotzdem eine spannende Geschichte die sich zwar ein wenig hinzieht aber mal was anders ist wie die Bücher von Stephen King. Ich mag nur wenige Bücher von Stephen King und dieses Buch ist toll=)
Es ist ein kurzweiliges, wenn man grade im Urlaub ist tolles Lesevergnügen!
Und: Wenn man es ins Regal stellt, der Bücherrücken schaut echt super aus dass muss ich sagen^^
4 Sterne
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